GPS fürs Wandern

28 Antworten · 4'531 Aufrufe · gestartet 09. Nov. 2018 von solitaire
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Themenstarter1'942 Beiträge · seit 201109. Nov. 2018 · #1
Hallo liebe Formis,
ich hab schon herumgesucht, aber keinen bestehenden Thread für meine Frage gefunden.

Ich bin diesmal jeweils drei Tage auf den Lodges im Osten des Landes, die großes Gelände ohne Zäune haben. Somit kann ich stundenlang querfeldein, auch ohne Wege, in der Kalahari wandern. Ein Traum. Orientierungspunkte gibt es da allerdings wenige, und ich glaube, nach spätestens einer halben Stunde habe ich keine Ahnung, wo ich bin (was ja irgendwie lustig ist) und wie ich wieder zurück komme (was überhaupt nicht lustig ist).
Bevor ich nun als Geierfutter ende, denke ich mir, es wäre ein GSP-Gerät gut, das weiß, wo ich losgegangen bin und mir zeigt, wie ich dahin wieder zurück komme. Ich hab mir schon einige Geräte angesehen, die Beratung dazu war eher suboptimal 🙁
Könnt ihr mir dazu Erfahrungsberichte oder Tipps geben?

Liebe Grüße
Solitaire
www.margit-noehrer.com FB und Insta: reisende.autorin Buch: Der glühende Atem der Wüste Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
1'014 Beiträge · seit 201609. Nov. 2018 · #2
Ich pflege mich in einer Telefonzelle zu verlaufen und habe GPS-Handgeräte quasi seit sie auf dem Markt sind 😗
Wenn Du nur einen Wegpunkt nehmen willst, zu dem Du wieder mittels Kompaßrose oder open-street-Karte zurücknavigierst, nimm das einfachste Gerät, das reicht völlig aus. Ich bin mit Garmin sehr zufrieden, Magellan nimmt sich nicht viel. Wenn es die e-trex Serie von Garmin noch gibt, machst Du nichts falsch. Ich nutze aktuell ein GPS der Oregon Serie.

Ach ja, je mehr Funktionen so ein GPS hat und je mehr es "kann" um so weniger nutzt es Dir, wenn Du Dich verlaufen hast und Dich erst mal durch zahllose Untermenüs kämpfen mußt oder aus Versehen irgendetwas eingestellt hast und aus der Nummer auf die Schnelle nicht heraus kommst.

Yanjep
zuletzt bearbeitet 09. Nov. 2018
873 Beiträge · seit 201609. Nov. 2018 · #3
Ich würde auch ein Garmin Oregon empfehlen. Für fast alle normalen Anwendungen reicht z.B. ein Oregon 450 aus, die gibt’s wahrscheinlich nur noch gebraucht. Dazu eine kostenlose Opensource-Karte. Dann hast Du was als Navi fürs Auto, für Deine Wanderung und wenn Du willst gleich auch noch zum Geocachen.
Ich habe da zB auch die Lodges, Supermärkte, Tankstellen, Aussichtspunkte etc. eingespeichert. Und am Ende kann man die gefahrene Strecke pro Tag oder pro Urlaub auswerten oder sich in einer Karte anzeigen lassen.

Christoph
NAM 09/2017 mit Galerie NAM 07/2019 mit Galerie NAM 08/2021 mit Galerie Südafrika 08/2023 mit Galerie NAM 08/2025 mit Galerie
zuletzt bearbeitet 09. Nov. 2018
389 Beiträge · seit 200610. Nov. 2018 · #4
Hallo Solitaire,
die gewünschte Funktion geht auch mit vielen Smartphone´s. Entsprechende App (Orux oder Locus z.B.), eine Karte drauf (goggle oder openmap) und dann kann das Handy das gleiche wie ein GPS-Gerät.

Gruß Joachim
Touristen bringen Souveniers mit nach Hause. Reisende Geschichten.
Themenstarter1'942 Beiträge · seit 201110. Nov. 2018 · #5
Hallo Yanjep,
Hallo Christoph,
danke für die Tipps. Genau so ist es - ich will nur hin und zurück finden. All die zusätzlichen Funktionen (bis hin zu Pulsmessung etc. bei den Uhren) will ich nicht. Sie kosten einerseits Geld und andereseits braucht es umso mehr Zeit, um das Gerät in den Griff zu bekommen. Jetzt werde ich mir gezielt das Gerät zeigen lassen.

Hallo Joachim,
als bisher standhafte Navi- und Ortungsverweigerin gebe ich mich nun geschlagen. Die Idee mit dem Handy ist natürlich auch interessant, wel weniger Equipment. Aber ich hab keine Ahnung, wie das läuft. Muss ich da nicht dauernd online sein oder läuft das auch, wenn ich die mobilen Daten (so heißt's halt beim iphone) deaktiviert habe. Ich werde es viele Stunden am Tag brauchen und möchte dann nicht bankrott sein, wenn ich nach Hause komme.

Liebe Grüße
Solitaire
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390 Beiträge · seit 201710. Nov. 2018 · #6
Es gibt auch offline apps fürs Smartphone. Ich nutze zum wandern z.B. wikiloc. Kostet 5 Euro im Jahr. Aber es gibt auch noch Andere.
Und wenn es eine online App sein soll, kauf dir in Namibia eine SIM-Karte, für 3 GB zahlst du um die 120 N$. Online ist oft die Ortung besser. Aber es geht auch offline.
zuletzt bearbeitet 10. Nov. 2018
389 Beiträge · seit 200610. Nov. 2018 · #7
@motorradsilke
Warum ist online die Ortung besser? Das GPS-Signal ist auf 3m genau.
Touristen bringen Souveniers mit nach Hause. Reisende Geschichten.
727 Beiträge · seit 200810. Nov. 2018 · #8
Seit 2002 benutze ich GPS Handgeräte hauptsächlich zum Aufzeichnen meiner Touren und zum Geocodieren von Bildern. Auch mal um den Weg zu einem bestimmten Wegpunkt zu finden. Für mich ist es dabei besonders wichtig, dass es eine lange Akku-Laufzeit hat, da ich auch mehr als 12h aufzeichnen möchte. Das ist einer der großen Nachteile bei den Mobiltelefonen. Die halten meist nicht so lange durch, wobei ich offen gesagt bei den aktuellen Generationen keine Erfahrungswerte haben. Die meisten Garmin Handgeräte laufen mit handelsüblichen Akkus, so dass man kostengünstig Ersatz mitnehmen kann.

Vor einem Jahr habe ich mir eine Garmin Epix Uhr geholt. Das ist für mich das ideale Gerät. Sehr klein. Kann alles was ich will, aber zur Not auch echte Kartendarstellung (auf dem allerdings sehr kleinen Bildschirm) und visuelle Navigation. Aufzeichnungszeit von mehr als 18h ist kein Problem. Die Epix sollte auch alle deine Anforderungen abdecken. Leider wird die Uhr von Garmin aktuell nicht mehr hergestellt. Man kriegt Sie noch gebraucht. Ist aber nicht wirklich günstig. Ansonsten gibt es mit der Fenix eine Nachfolger-Reihe, mit der ich mich aber nicht auskenne, da die mir immer zu teuer waren.

Gruß

Dino
zuletzt bearbeitet 10. Nov. 2018
727 Beiträge · seit 200810. Nov. 2018 · #9
Brauni schrieb:@motorradsilke
Warum ist online die Ortung besser? Das GPS-Signal ist auf 3m genau.
Genauigkeit und GPS ist ein ziemlich komplexes Thema und eine ausführliche Erklärung sprengt hier sicherlich den Rahmen.

Pures GPS erreicht diese Genaugikeit meist nicht! Das geht nur mit zusätzlichen Hilfen wie WAAS/EGNOS/DGPS.

Eine andere Möglichkeit ist die Auswertung ohnehin vorhandener Sendequellen am Boden, wie WLAN oder Mobilfunkstationen. Das war wahrscheinlich gemeint mit "online ist besser". Das setzt aber voraus, das man im entsprechenden Gebiet auch Online ist und genügend Wlan-Sender und Mobilfunkmasten im Umkreis sind.

Gruß

Dino
1'014 Beiträge · seit 201610. Nov. 2018 · #10
Ich habe mal auf der Garmin Seite geschaut, die neuen Geräte (sogar der e-trex) sind mit Funktionen überladen, die Du nicht brauchst und die Dich ohne gründliche Einarbeitung im Notfall nur verwirren.
Was Du brauchst ist eine "Mann über Bord Taste", um einfach und schnell Deinen Startpunkt zu markieren und eine Kompaßrose und eine "track back" Funktion, um auf kürzestem Weg zurückzulaufen oder, in unwegsamen Gelände, auf dem gleichen Weg zurückzulaufen, wie Du hingekommen bist. Das können ausnahmslos auch ältere, einfachere Geräte ohne allen möglichen Schnickschnack. Ich würde mich auf dem Gebrauchtmarkt umschauen, das ist vernünftiger und preiswerter als eines der aktuellen GPS zu kaufen.

Yanjep
Themenstarter1'942 Beiträge · seit 201110. Nov. 2018 · #11
Grundsätzlich gute Idee, ich hab nur immer ein ungutes Gefühl, wenn ich so etwas gebraucht im Netz kaufe. Ich kaufe ja die Katze im Sack. Was ist, wenn das Gerät kaputt ist? Wobei ich nichmal weiß, was da alles kaputt gehen könnte 😕

Liebe Grüße
Solitaire
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131 Beiträge · seit 201710. Nov. 2018 · #12
Beim Smartphone wären meine grössten Bedenken auch die limitierte Akkulaufzeit. Das Oregon und vergleichbare Geräte laufen mit 2 AA Batterien/Akkus, da kann man ohne Probleme 2 oder 4 Ersatzbatterien im Gepäck haben.
zuletzt bearbeitet 10. Nov. 2018
3'883 Beiträge · seit 201110. Nov. 2018 · #13
dino schrieb:
Brauni schrieb:@motorradsilke
Warum ist online die Ortung besser? Das GPS-Signal ist auf 3m genau.
Genauigkeit und GPS ist ein ziemlich komplexes Thema und eine ausführliche Erklärung sprengt hier sicherlich den Rahmen.

Pures GPS erreicht diese Genaugikeit meist nicht! Das geht nur mit zusätzlichen Hilfen wie WAAS/EGNOS/DGPS.

Eine andere Möglichkeit ist die Auswertung ohnehin vorhandener Sendequellen am Boden, wie WLAN oder Mobilfunkstationen. Das war wahrscheinlich gemeint mit "online ist besser". Das setzt aber voraus, das man im entsprechenden Gebiet auch Online ist und genügend Wlan-Sender und Mobilfunkmasten im Umkreis sind.

Gruß

Dino
Meine "bessere" Hälfte wirft folgenden Tipp in den Ring:
Eine sehr gute Übersicht für Navis gibt es bei :
http://www.tramsoft.ch/gps/

Wikipedia sagt zur gps-Genauigkeit:
8m Genauigkeit

Die Genauigkeit von 3 m ist irreführend. Hierzu:
http://www.kowoma.de/gps/Genauigkeit.htm:
Fazit 10m Genauigkeit

Für eine Wanderung bei der nur der Rückweg angezeigt werden soll ist die exakte Angabe der
Positionskoordinaten egal. Garmin löst die Aufgabe hervorragend. Hilfreich ist es auch, vor
dem Start die aktuelle Position zu speichern.
Ich schätze aber bei Garmin noch die Möglichkeit, den Track der gelaufenen oder gefahrenen Strecke
anschließend herunterzuladen und in eine Karte zu kopieren. Die steht mir dann für eine Dokumentation
im Fotobuch oder für die Webseite zur Verfügung.

Richtig sind die Hinweise, dass auch ältere Geräte die Aufgabe meistern. Meine Erfahrung zeigt,
dass in Namibia und Botswana in den entlegenen Gebieten keine WLAN-Abdeckung für Online-Betrieb vorhanden ist.
Mein Garmin hat mich aber durch sämtliche Nationalparks zuverlässig geleitet.
Wie immer man sich entscheidet, die Nutzung des Garmin sollte man nicht erst auf der Reise
beginnen. Etwas Erfahrung mit dem Umgang des Geräts und der Menüführung ist wichtig. Außerdem kann gar nicht oft genug betont werden, dass bei langen Wanderungen eine Ersatzbatterie sinnvoll ist.
LG freshy
Garmingenauigkeit.jpg
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zuletzt bearbeitet 10. Nov. 2018
1'715 Beiträge · seit 200610. Nov. 2018 · #14
Hallo Solitaire
Zum Wandern in der Wildnis würde ich ein GPS kaufen welches mit normalen AA Baterien oder AA Akkus betrieben wird. da kann man zur Sicherheit ein Satz zusäztzslich mitnehmen. Was nützt mir ein GPS oder ein Handy mit eingebautem Akku wenn dieser plötzlich leer ist.

Zum Beispiel das eTrex® Touch 35.

Gruss
Emanuel

PS: Sorry habe Wernfrieds Beitrag übesehen
http://africanomads.wordpress.com/ www.nelson2africa.blogspot.com https://europenomads.travel.blog/ YouTube Kanal https://bit.ly/3uEEK59
zuletzt bearbeitet 10. Nov. 2018
1'715 Beiträge · seit 200610. Nov. 2018 · #15
motorradsilke schrieb:Es gibt auch offline apps fürs Smartphone. Ich nutze zum wandern z.B. wikiloc. Kostet 5 Euro im Jahr. Aber es gibt auch noch Andere.
Und wenn es eine online App sein soll, kauf dir in Namibia eine SIM-Karte, für 3 GB zahlst du um die 120 N$. Online ist oft die Ortung besser. Aber es geht auch offline.
Handy Online nutzen geht in diesem Fall oft nicht und ist sicher ungenaurer als ein GPS.
1. Das würde eine Handyempfang voraussetzten, was ih Africa wohlnicht immer gewähleietes .
2. Für eine genaue Ortung müsste die Verbindung zu mindestens drei Masten vorhanden sein.

Gruss
Emanuel
http://africanomads.wordpress.com/ www.nelson2africa.blogspot.com https://europenomads.travel.blog/ YouTube Kanal https://bit.ly/3uEEK59
390 Beiträge · seit 201710. Nov. 2018 · #16
Wernfried schrieb:Beim Smartphone wären meine grössten Bedenken auch die limitierte Akkulaufzeit. Das Oregon und vergleichbare Geräte laufen mit 2 AA Batterien/Akkus, da kann man ohne Probleme 2 oder 4 Ersatzbatterien im Gepäck haben.
Dafür kann man ja eine Powerbank mitnehmen.

Wer natürlich sehr viel wandern geht, für den lohnt sich evtl. der Kauf eines extra Gerätes. Derjenige wandert dann wahrscheinlich auch viele Stunden. Da wird es knapp mit der Akkulaufzeit.
Wer nur mal im Urlaub wandern geht, der wird meist auch keine Tageswanderungen machen (zumindest ohne größere Pausen). Für den dürfte der Akku auch so reichen.

Gesendet von meinem SM-T580 mit Tapatalk
1'014 Beiträge · seit 201610. Nov. 2018 · #17
Da müßte man allerdings vorher abklären, ob das GPS des Mobiltelefons in Namibia auch in abgelegenen Gegenden einwandfrei funktioniert. Also ob Satelliten empfangen werden oder ob Funkmasten nötig sind. Bei meinem Telefon werden (wenn ich es richtig gedeutet habe) Satelliten genutzt.

Yanjep
zuletzt bearbeitet 10. Nov. 2018
Themenstarter1'942 Beiträge · seit 201110. Nov. 2018 · #18
Danke allerseits für die vielen guten Tipps. Es wird zumindest Licht am Horizont. Eingie Dinge sind schon klar:
- kein Handy bzw. Online-Lösungen, weil (wie ich aus früheren Reisen mit Handy wie?), oft kein Empfang
- so wenig wie möglich an zusätzlichen Funktionen
- der Knackpunkt ist wirklich der Akku, da ich lange Wanderungen machen möchte.

Vielen lieben Dank euch allen
Solitaire
www.margit-noehrer.com FB und Insta: reisende.autorin Buch: Der glühende Atem der Wüste Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
727 Beiträge · seit 200810. Nov. 2018 · #19
solitaire schrieb:
- kein Handy bzw. Online-Lösungen, weil (wie ich aus früheren Reisen mit Handy wie?), oft kein Empfang
Sorry, aber hier geht einiges durcheinander: Fast alle Smartphones benutzen - wie ein Handheld Navigationsgerät - GPS Satelliten und die Navigation funktioniert auch unabhängig vom Mobilnetz. Durch die zusätzliche(!) Nutzung von Mobilnetz/WLAN kann die Genauigkeit erhöht werden. Außerdem ist die Navigation durch Online-Nutzung schneller Betriebsbereit.

Gruß

Dino
390 Beiträge · seit 201710. Nov. 2018 · #20
yanjep schrieb:Da müßte man allerdings vorher abklären, ob das GPS des Mobiltelefons in Namibia auch in abgelegenen Gegenden einwandfrei funktioniert. Also ob Satelliten empfangen werden oder ob Funkmasten nötig sind. Bei meinem Telefon werden (wenn ich es richtig gedeutet habe) Satelliten genutzt.

Yanjep
Zumindest mit meinem Smartphone hat das im Oktober wunderbar funktioniert. Auch dort, wo es keinen Mobilfunkempfang gab.

Gesendet von meinem SM-T580 mit Tapatalk