freshyThemenstarter3'883 Beiträge · seit 201124. Okt. 2018 · #1
Guten Morgen liebe Birder, zumindest wir finden im Carruthers nicht die passenden Namen. Mal stimmt der Schnabel nicht, mal die Größe, mal die Farbe der Flügel. Manchmal sind die schlechten Aufnahmen schuld. Ich stelle hier die unsicheren und die gesichert nicht gefundenen 😉 Kandidaten ein. Fast alle Fotos wurden im September 2018 im Caprivi aufgenommen, bei den anderen schreibe ich den Standort dazu. Vorab ein herzliches Danke an die Spezialisten, die sich die Mühe machen, die Vögel zu identifizieren. LG freshy
Biologe1'162 Beiträge · seit 201224. Okt. 2018 · #7
Hallo freshy,
Maddy war schneller
Beste Grüße Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
kOa_Master391 Beiträge · seit 201524. Okt. 2018 · #8
Dann wollen wir mal:
1. Yellow-bellied Greenbul (schwarze Beine, rote Augen, gelblicher Bauch) wäre mein tipp, nur 95% sicher 2. Magpie Shrike 3. African Pigmy Goose 4. Hamerkop 5. Cape Weaver, macht im Caprivi aber keinen Sinn. Sonst evtl. Golden Weaver (unsicher, da sehr rote Brust)? 6. Puh, schwierig. Eventuell ein junger Dark Chanting Goshawk 7. Capped Wheatear 8. Plover, vermutlich White-Fronted 9. Yellow-billed Kite, Aufgrund der Jahreszeit und dem Forked Tail 10. Senegal Coucal 11. Southern Masked Weaver, Female (nicht 100% sicher) 12. Sparrows? Da sehe ich irgendwie ein bisschen zu wenig um gerade einen konkreten Tipp abzugeben, sind nicht alle dieselben? 13. Senegal Coucal, wie 10 14. Western Cattle Egret
Ich hoffe es kommen noch einige Leute, die mich entweder korrigieren oder dies verifizieren können.
Gruss, Master
edit: natürlich war Maddy schneller 😄
freshyThemenstarter3'883 Beiträge · seit 201124. Okt. 2018 · #9
Wow und Boah! 😘 Ihr seid spitze! Ich danke euch allen ganz herzlich. Habt ihr die Namen im Kopf oder in einem Bestimmungsbuch, das viel besser als der Carruthers ist? Wir birden i.d.R. nicht, lichten trotzdem Vögel ab, die uns vor die Linse fliegen bzw. lange genug sitzen bleiben 😉 . Deshalb haben wir bisher geglaubt, mit dem oberflächlichen Carruthers gut bedient zu sein.
Ich werde die Namen jetzt zu den Fotos setzen. Mal sehen, ob alle mit den Bezeichnungen einverstanden sind.
Voller Bewunderung, freshy
Nachtrag: Die meisten Angaben stimmen überein 🙂 . Beim Hammerkopf und dem Coucal auf dem Ast staune ich. Hätte ich beide nicht wiedererkannt.
Der Hammerkopf sieht im Flug ganz anders aus als auf dem Boden, der charakteristische "Hammerkopf" verschwindet. Ist aber der einzige Vogel dieser Größe und mit dem markanten Braunton. Und zu Deiner Nr. 7: das sind keine 2 Bezeichnungen, sondern eindeutig eine Kapstelze (Cape Wagtail). Man macht häufig den Fehler in den Bestimmungsbüchern zu stark auf das Gefieder zu schauen, dabei sind z.B. bei den Stelzen der lange Schwanz und die Körperhaltung (und hier auch noch das Habitat) viel deutlichere Indizien für die Vor-/Endauswahl 😉
kOa_Master391 Beiträge · seit 201524. Okt. 2018 · #11
Bei etwa der Hälfte der Vögel war ich mir auf Anhieb ziemlich sicher, weil die Merkmale eindeutig und die Tiere "einzigartig" sind (Magpie Shrike, Pigmy Goose, Hamerkop, Yellow-Billed Kite, Senegal Coucal, Cattle Egret). Bei den anderen schaffe ich es mittlerweile meistens, den Vogel einzuordnen und einen ersten "educated guess" zu machen, d.h. ich weiss etwa welche Familie oder Ordnung es sein könnte und wonach ich suchen müsste. Das bezieht sich vor allem auf - Figur/Silhouette, - Grösse - Farben/Muster/Kontraste Umgebung (Habitat) und Behaviour (Verhalten) kommen üblicherweise noch dazu, das ist hier ein wenig schwieriger. Lokalisation hilft noch ein wenig.
Sobald ich einen Ansatz habe und mir nicht sicher bin, nehme ich entweder ein Buch (bei mir SASOL Birds) oder fast häufiger die App (Roberts) und schau erstmal, ob ich auf Anhieb fündig werde. Ansonsten gehe ich die Artverwandten durch und versuche dann nach spezifischen Dingen, hierbei helfen v.A. Augen und Beine, danach auffällige Farbmarkierungen oder dann der farbliche Gesamteindruck. Falls gar nichts hilft, dann kann man noch per Merkmale suchen gehen, das ist allerdings nicht sooo einfach, aber es hilft unter Umständen um die Suche einzuschränken.
So in etwa 😉
Aber ich staune immer wieder, wie gewisse Leute einen Vogel vorbeischwirren sehen, den Feldstecher hervornehmen und dann sagen "Lesser Stripped Swallow" oder irgendwo auf einem Stein ein braunen kleinen Vogel sehen und diesen sofort als "Long-tailed Pipit" zu identifizieren wissen. Sehr schwer tue ich mich vor allem mit den Vogelstimmen, ich bin eher ein visueller Mensch. Ich würde sagen, dass ich rund 30 der Einfachen klar erkennen kann, aber das wärs dann auch.
edit: Cape Wagtail ist natürlich vollkommen korrekt für Nr. 7, da lag ich ziemlich falsch 😉
fotomatte2'512 Beiträge · seit 200924. Okt. 2018 · #12
Hallo Gertraude,
ich schliesse mich der Bestimmung von maddy an, bis auf zwei klitzekleine Anmerkungen zu Nr.10 und 11.
Nr.10: Anhand dieses Fotos kann man nicht sagen, ob das ein Coppery-tailed oder ein Senegal Coucal ist. Das einzige zuverlässige Unterscheidungsmerkmal ist auf dem Foto nicht zu sehen.
Nr.11: Ich meine ein rotes Auge erkennen zu können, dann wäre es ein Weibchen vom Southern Masked Weaver.
Nr.13: Auch hier bin ich nicht sicher, welcher Coucal das ist, tendiere aber eher zum Coppery-tailed.
freshyThemenstarter3'883 Beiträge · seit 201124. Okt. 2018 · #13
fotomatte schrieb:
Nr.11: Ich meine ein rotes Auge erkennen zu können, dann wäre es ein Weibchen vom Southern Masked Weaver.
Viele Grüße, Matthias
Hallo Matthias, wir haben das Original von Nr. 11 gezoomt und siehe da: Das Auge ist tatsächlich rot! War ein Elternteil von dir Adler? Was du so siehst - Donnerwetter! Die Vögel waren dermaßen flink und quirlig, dass Herbert zum Schluss nur dieses eine Exemplar unscharf erwischt hat. Welches ist denn das Unterscheidungsmerkmal zwischen den beiden Coucals, das man nicht sehen kann?
fotomatte2'512 Beiträge · seit 200924. Okt. 2018 · #14
Das Unterscheidungsmerkmal sind die Oberschwanzdecken ( Upper Tail Coverts ), die sind beim Coppery-tailed gebändert und beim Senegal C. einfarbig. Blöderweise verdecken die Schwingen normalerweise diese Federn. ( Bele hat in ihrem vorletzten Bericht mal ein Foto mit genau diesem Merkmal dringehabt, meine ich mich zu erinnern ). Ferner ist der Senegal C. deutlich kleiner, das sieht man aber auf Fotos auch wieder nicht. 😗
Da der Senegal C. deutlich seltener ist ( uncommon in most areas ), würde ich also eher vom gewöhnlicheren Coppery-tailed C. ausgehen.
Champagner8'672 Beiträge · seit 201024. Okt. 2018 · #15
fotomatte schrieb:Das Unterscheidungsmerkmal sind die Oberschwanzdecken ( Upper Tail Coverts ), die sind beim Coppery-tailed gebändert und beim Senegal C. einfarbig. Blöderweise verdecken die Schwingen normalerweise diese Federn. ( Bele hat in ihrem vorletzten Bericht mal ein Foto mit genau diesem Merkmal dringehabt, meine ich mich zu erinnern ). Ferner ist der Senegal C. deutlich kleiner, das sieht man aber auf Fotos auch wieder nicht. 😗 Da der Senegal C. deutlich seltener ist ( uncommon in most areas ), würde ich also eher vom gewöhnlicheren Coppery-tailed C. ausgehen. Mach was draus. 😛 Liebe Grüße, Matthias
Meinst du den? Dann war es war im soeben beendeten Bericht - aber ganz am Anfang (Chobe).
Biologe1'162 Beiträge · seit 201225. Okt. 2018 · #17
Hallo freshy,
bei dem Monsterbrummer handelt es sich um eine Holzbiene, wahrscheinlich um die in Afrika weit verbreitete Xylocopa inconstans Smith, 1874. In D gibt es aus dieser Gattung auch eine Art, allerdings ist die metallisch blau-schwarz; sehr wärmeliebend.
Beste Grüße Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
freshyThemenstarter3'883 Beiträge · seit 201125. Okt. 2018 · #18
Biologe schrieb:Hallo freshy,
bei dem Monsterbrummer handelt es sich um eine Holzbiene, wahrscheinlich um die in Afrika weit verbreitete Xylocopa inconstans Smith, 1874. In D gibt es aus dieser Gattung auch eine Art, allerdings ist die metallisch blau-schwarz; sehr wärmeliebend.
Beste Grüße Michael
Holzbiene, das passt! In der Nunda Lodge stand ein kaputtes Mokoro senkrecht an der Wand, in das die Holzbienen viele Löcher gebohrt hatten. LG freshy
loeffel1'412 Beiträge · seit 201325. Okt. 2018 · #19
Biologe schrieb:Hallo freshy,
bei dem Monsterbrummer handelt es sich um eine Holzbiene, wahrscheinlich um die in Afrika weit verbreitete Xylocopa inconstans Smith, 1874. In D gibt es aus dieser Gattung auch eine Art, allerdings ist die metallisch blau-schwarz; sehr wärmeliebend.
Beste Grüße Michael
Super, damit scheint ja auch die bisher namenlose "Hummel" aus meinem Reisebericht 2018 identifiziert worden zu sein. Gesehen im Garten von Meikes Guesthouse in Swakopmund:
Liebe Freshy, jetzt, spätestens, ist es an der Zeit, Dir das Bestimmungsbuch Roberts Bird Guide - Second Edition" anzuschaffen oder zu Weihnachten zu wünschen.............. 🤪 Liebe Grüße Friederike