Camping-Safari mit einem freien Guide in Botswana

27 Antworten · 8'052 Aufrufe · gestartet 02. Sept. 2018 von schulze
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Themenstarter49 Beiträge · seit 200915. Aug. 2019 · #21
Besuch bei Harnas
Wie schon gesagt, zu dieser Organisation gibt es viele gegensätzliche Meinungen. Aber wir, vor allem unsere Kinder, haben diesen Trip sehr genossen.
Die Anmeldung und Bezahlung erfolgte über eine Mitarbeiterin in Österreich. Dadurch entstanden uns keine weiteren Kosten (Umtauschgebühren, Auslandsüberweisung usw.). Eine Stornierung wäre ebenfalls möglich gewesen.
Die Anlage erscheint seit unserem letzten Besuch (2009) fast unverändert zu sein. Die öffentlichen Bereiche (Gaststätte, Toiletten usw.) sind in einem guten und sauberen Zustand.
Die beiden gebuchten Fütterungstouren waren sehr informativ und interessant. Leider hatten wir bei der Morgentour eine Gruppe Asiaten mit auf dem zweiten Fahrzeug. Dadurch war der uns begleitende Guide ständig durch deren Fragen gebunden.
Zur morgendlichen tour gehören neben der Fütterung von Affen, Löwen, Leoparden, Geparden, Wildhunden usw. auch viele erläuternde Worte zu Harnas selbst. Fragen zur Organisation, den Volontären und zu Preisen werden beantwortet.
Die Nachmittagstour erfolgt durch die inneren Bereiche von Harnas mit Futterküche, Affen, Hyänen, Schlangen, Vögeln und vielen anderen Tieren.
Begeistert waren wir besonders von den im Zentrum lebenden Streifen-Mangusten (siehe Bilder).

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Themenstarter49 Beiträge · seit 200919. Aug. 2019 · #22
Nach einer weiteren Nacht im Camp bei Gobabis ging es in Richtung Botswana zum Grenzübergang Buitepos.
Die Ausreise aus Namibia war wie immer unkompliziert und rasch bewerkstelligt. Die Einreiseformalitäten nach Botswana ebenfalls, ja wenn in Botswana nicht eine Art Straßenbenutzungsgebühr für die KFZ anfallen würde, wären wir schnell weiter gekommen. Eingereist sind wir mit vier gleichartigen Toyota-Hilux – bezahlen mussten wir je Fahrzeug zwischen 105,- und 155,- Pula (ca. 10 bis 15 €). Woher diese Preisdifferenz kam konnten wir leider nicht klären. An der Anzahl der Mitfahrer und an der Fahrstrecke (wir hatten die gleiche Strecke angeben) lag es jedenfalls nicht - eventuell am Gewicht des jeweiligen Fahrzeugführers 🙂.
Da man direkt in der Grenzkontrollstelle noch kein Geld wechseln kann, muss die Bezahlung der Abgabe mit einer Karte (Visa, Master, Maestro usw.)erfolgen.
Das Lesegerät am Schalter konnte jedoch nicht alle Karten erkennen – nur Visa funktionierte immer.
Wissenswert:
Die Einfuhr von tierischen Produkten sowie Obst und Gemüse nach Botswana ist untersagt. Um eine tiefere Kontrolle zu umgehen, haben wir an der Grenze einige Äpfel und Apfelsinen „freiwillig“ abgegeben.

Wer Fragen zur Reise, der Planung, den einzelnen Etappen und ggf. auch Preisen hat, darf sich gern mit einer persönlichen Nachricht an mich wenden.
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1'166 Beiträge · seit 200819. Aug. 2019 · #23
Eingereist sind wir mit vier gleichartigen Toyota-Hilux – bezahlen mussten wir je Fahrzeug zwischen 105,- und 155,- Pula (ca. 10 bis 15 €). Woher diese Preisdifferenz kam konnten wir leider nicht klären. An der Anzahl der Mitfahrer und an der Fahrstrecke (wir hatten die gleiche Strecke angeben) lag es jedenfalls nicht - eventuell am Gewicht des jeweiligen Fahrzeugführers 🙂.
Es liegt viel mehr daran, dass die Fahrzeuge mit den geringeren Betrag erst kürzlich in Botswana waren und daher die Straßenbenutzungsgebühr oder die Versicherung (jedenfalls eins von beiden) nicht erneut gezahlt werden muss.

Viele Grüße
Axel
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
Themenstarter49 Beiträge · seit 200920. Aug. 2019 · #24
Dies ist natürlich eine Möglichkeit.
Danke für die Antwort - tolle Bilder in deinen Beiträgen. Im April waren wir noch nie im südlichen Afrika.

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Themenstarter49 Beiträge · seit 200920. Aug. 2019 · #25
Unser Ziel in Maun war die Mokoro-Lodge. Aufgrund unserer recht großen Gruppe hatten wir in verschiedenen anderen Unterkünften keine Chance und haben auf diese, uns bisher unbekannte Lodge, zurückgegriffen.
Entsprechend unserer Gruppenstärke buchten wir die Unterkunft (DBB Basis + ein Drink) bereits knapp ein Jahr vorher. Die Zahlung war sofort fällig und wurde durch uns geleistet.
Vier Monate vor dem Reisetermin zeichnete sich ab, dass gegebenenfalls eine Familie ausfallen könnte. Auf Anfrage teilte uns die Lodge mit, dass keinerlei Stornierung und Erstattung möglich ist.
Glücklicher Weise war eine Stornierung dann auch nicht nötig.
Bei Ankunft wurden uns 5 Doppelzimmer plus Aufbettung – jeweils eine Matratze, also 15 Schlafplätze – zur Verfügung gestellt.
Es war nicht möglich zusätzliche Matratzen oder ein weiteres Zimmer zu bekommen. Selbst Vince (unser Guide), der von uns zur Verstärkung gerufen wurde, konnte nichts ausrichten und schüttelte nur noch den Kopf.
Die Versorgung zum Frühstück und zum Dinner war ebenfalls unter aller Würde. Nicht, das das Essen sehr schlecht gewesen wäre, aber die Organisation und die Abläufe.
Ich habe bei meinen vielen Reisen noch nie so unlustige, uninteressierte und unmotivierte Mitarbeiter wie in dieser Lodge angetroffen.
Dabei bietet die Mokoro Lodge aufgrund ihrer Lage, der Ausstattung der Zimmer und Bausubstanz durchaus gewaltiges Potential.
Nach der verständlichen ersten Enttäuschung haben wir doch noch einen sehr angenehmen Abend in Maun verbracht. Ein Teil der Erwachsenen ließ sich von der Lebensgefährtin unseres Guides massieren.
Diese hat extra ihr Essentially You Health and Beauty Spa verlassen und ist mit ihrer Angestellten zu uns in die Lodge gekommen. Alle, die diesen Service in Anspruch genommen hatten, waren mehr als zufrieden.

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Unser Fazit:
Finger weg von dieser Lodge.
Themenstarter49 Beiträge · seit 200922. Aug. 2019 · #26
Ergänzung zur Mokoro Lodge:
Ein Gutes hatte die Lodge doch. Wir durften unsere Fahrzeuge für die Dauer unserer Safari (6 Nächte) kostenfrei auf dem Parkplatz der Lodge stehen lassen und wir haben sie unversehrt wieder übernommen.

Dringende Frage:
Kennt jemand die Laphroaig Lodge in Maun bzw. hat Erfahrungen mit ihr?
Themenstarter49 Beiträge · seit 200923. Aug. 2019 · #27
Bevor ich unseren Reisebericht weiter schreibe, möchte ich zum Ausgang zurückkehren – zu Vince (unserem Guide).
Ich hatte am Anfang recht große Bedenken ihn mit der Organisation unserer Safari im Moremi-Khwai-Savuti-Gebiet zu beauftragen. Wir hatten ihn, wie ich schon schrieb, 2015 kennen und als Top-Guide schätzen gelernt, aber ein gewisses Grummeln im Bauch blieb anfangs doch.
Schließlich ging es bei 17 Reisenden um eine recht große Summe, die wir ihm vorab zu Verfügung stellen mussten. Mit eigenen Mitteln hätte er es niemals geschafft alle notwendigen Buchungen und Bestellungen zu tätigen.
Gemeinsam mit meiner Frau und meinen Kindern hatte ich dann doch entschieden, Vince zu vertrauen und ihm diese Chance (er wollte ein eigenes Reiseunternehmen gründen) zu geben.
Und unser Vertrauen hat sich bezahlt gemacht – wir erlebten eine tolle Safari.
Wer mehr zu und über Vince wissen möchte sollte auf unsere gemeinsame Webseite schauen.

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Themenstarter49 Beiträge · seit 200929. Aug. 2019 · #28
Abgeholt werden sollten wir morgens gegen 10.00 Uhr. Tatsächlich wurde es eine ganze Zeit später – also zehn Uhr afrikanischer Zeit.
Endlich erschienen Vince und ein weiterer Guide mit unseren Fahrzeugen. Wir hatten alle unser „kleines“ Gepäck dabei, ausgelegt für die sechs Nächte im Zelt.
Kurz hinter Maun das erste Problem, einer unserer Toyotas wollte nicht mehr. Nach kurzer Zeit stand fest, wir brauchen ein anderes Fahrzeug und dies in der Hochsaison.
Wir hatten schon schlimmste Befürchtungen, aber nach etwas über einer Stunde hatte Vince ein anderes Fahrzeug organisiert und es ging weiter zu unserem ersten Camp in der Moremi-Region.
Ein Teil unserer Reisegruppe kannte diesen Weg schon, umso erstaunter waren wir über die vielen Giraffen, die wir entlang dieses Weges trafen. Ebenso erwähnenswert sind die Schäden an den Bäumen, verursacht durch das extreme Anwachsen der Elefantenpopulation in Botswana.
Am späten Nachmittag erreichten wir, nach vielen Tier-Sichtungen, unsere erstes Camp, Die Unterkunftscrew war schon vorausgefahren, hatte die Zelte aufgestellt und das Dinner vorbereitet.

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