Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201402. Juni 2018 · #21
19.04.2018 - Von White River geht's durch den Kruger zum Tamboti Tented Camp
Der Wecker klingelt um sechs, wir haben am Vorabend mit Holger das Frühstück für sieben Uhr ausgemacht. Da wir mit einer langen Strecke bis zum ersten Camp starten (ca. 225 Kilometer, davon 190 im Kruger), wollen wir uns früh auf den Weg machen, da wir mit einer Fahrzeit von 8 - 10 Stunden rechnen.
Noch vor dem Frühstück mache ich noch ein paar Bilder von den Strelitzien im Garten.
Die Taschen werden gepackt und um sieben stehen wir frisch geduscht am Frühstückstisch. 🙂 Dieses Mal sind bereits zwei Südafrikaner dort, die anscheinend beruflich in der Ecke sind. Erneut verzichten wir auf Eierspeisen, lassen uns jedoch das Obst mit Joghurt und die Käsebrote schmecken.
Dann heißt es Abschied nehmen, wir laden ein und verabschieden uns von Holger und Petra. Bereits um viertel vor acht sitzen wir im Auto - die Sonne scheint, doch das Thermometer zeigt nur 16 Grad an.
Wir wollen über das Numbi Gate einfahren und somit führt längste Teil des Weges entlang der R538 in Richtung Hazyview.
Hier ein paar Impressionen der Strecke:
Kurz vor der Einfahrt zum Kruger sehen wir einen überfahrenen Hund am Straßenrand liegen. 😐 Mmh, auf diese Sichtung hätte ich verzichten können... 🙁
Nach einer guten halben Stunde Fahrzeit sind wir dann am Gate! Juhuuuu!!!! Endlich wieder im Kruger (schließlich war mein letzter Aufenthalt dort bereits fast zwei Jahre her...). 😉
Es ist kaum etwas los und somit geht das Einchecken schnell... Wie immer schließen Markus und ich Wetten ab, welches Tier wir zuerst sehen werden. Warthog und Impala sind da meist bei einem von uns dabei... 😉
Mit dieser "Erstsichtung" hätten wir jedoch nicht gerechnet... 😄
Eine Giant blind snake/Blindschlange kreuzt die Fahrbahn.
Dieser Kite/Gleitaar kämpft aufgrund des Windes mit dem Gleichgewicht, pendelt sich jedoch bald wieder ein.
Unser erstes Ziel ist das nahe am Gate gelegene Pretoriuskop Camp, wo wir kurz die Toilette aufsuchen und uns (mal wieder) eine Kruger Mappe kaufen.
Ca. 200 Meter vor der Einfahrt sehen wir links etwas im Gebüsch und finden tatsächlich eine halbstarke Hyäne. 😘
Sie ist alleine unterwegs, verrichtet im hohen Gras ihr Geschäft und verzieht sich dann wieder in die Büsche.
Einfahrt Pretoriuskop Restcamp.
Den nächsten Halt machen wir am Wasserloch Shitlhave
Dort treffen wir auf einige Impalas und etliche Wasserböcke mit reichlich Nachwuchs. 😘
Während die Jungen durch den Schlamm tapsen, fechten die Männchen Revierkämpfe aus. Sie sehen gut genährt und kräftig aus, kein Wunder, bei dem hohen Gras!
Ein paar Vögel versüßen uns die weitere Stecke.
African Hoopoe/Wiedehopf
Fork-tailed drongo/Trauerdrongo
Mmh... und nun haben wir den Salat! 😕 Ist dies evtl. ein junger Goshawk?! Jawoll!!! 🙂 Und zwar ein junger Gabar Goshawk/Gabarhabicht! (Vielen Dank, Maddy! 😘 )
Es ist halb elf und die Temperaturen sind ganz ordentlich angestiegen. 😣
Am Transport Dam legen wir den nächsten Stop ein und sehen unseren ersten Elefanten!
Diese Marabus sind am Flußufer des Sabie mit der Federpflege beschäftigt.
Die Eisenbahnbrücke bei Skukuza.
Wir verkneifen uns eine Pause in dem großen Camp und setzen unseren Weg fort. Ein Glück, denn sonst wäre uns dieser Kill durch die Lappen gegangen... 🤩
Mit Genuss verspeist dieser Martial Eagle/Kampfadler die Maus, erst ein Stück und dann alles.
Schwupp und weg... 🙄
Die White-backed vultures/Weißrückengeier wärmen sich derweil am Flußufer auf.
Auf dem Weg von Skukuza nach Satara sehen wir erneut Elefanten und auch Büffel.
Auch die Impalas machen einen guten Eindruck. Dieses Männchen ist richtig schön speckig und strotzt vor Energie.
Das kleine Steinbock-Weibchen macht dagegen eher einen etwas "zerzausten" Eindruck.
Wollhalsstorch an Impala
Hier erkennt man gut, wie hoch die Gräser rechts und links der Straße waren. Selbst wenn wir direkt neben den Tieren hielten, waren die Paviane fast verdeckt. 😮
Uns wurde schnell klar, dass wir auf kooperative Tiere, wie dieses, hoffen mussten... 😗
Wasserloch funktioniert jedoch auch (meist) ganz gut. 😉
sandra1903385 Beiträge · seit 201502. Juni 2018 · #23
Huch, jetzt geht es aber flott voran 🙂
Wenn es mal wieder nur Toast gibt, kann ich Euch dieses empfehlen. Ein braunes Körner-Toast, uns schmeckt es gut
Schöne Grüße
Sandra
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201402. Juni 2018 · #24
maddy schrieb: Toll, die Photos vom Martial Eagle! Ja, der andere ist ein junger Gabar Goshawk.
Hallo Maddy,
ich danke Dir! Für uns war es auch die Sichtung des Tages! 🤩 Deshalb auch die vielen Bilder... 🙄
Da freue ich mich aber, dass ich bei dem Gabar Goshawk zumindest schon mal die richtige Tendenz hatte! 😉 Danke Dir, für's bestimmen und liebe Grüße nach Sodwana! Nadja
sandra1903 schrieb:Wenn es mal wieder nur Toast gibt, kann ich Euch dieses empfehlen. Ein braunes Körner-Toast, uns schmeckt es gut
Hallo Sandra,
danke Dir, für den Tipp! Dieses Toast oder auch Knäckebrot wandert auch in unseren Einkaufswagen, wenn es kein Vollkornbrot gibt... in den letzten Jahren haben wir aber eigentlich immer Glück gehabt, dieses Mal halt nicht, aber deshalb verhungern wir ja noch lange nicht... 😉
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201402. Juni 2018 · #25
19.04.2018 - 2. Teil - Ankunft im Tamboti Tented Camp
Während der restlichen Strecke nach Satara sehen wir noch Giraffen...
...mit und ohne Red-billed Oxpecker/Rotschnabel-Madenhacker
Ein Kori Bustard/Riesentrappe Pärchen
Der 2. sitzt rechts vom Busch... 😎
Trabende Zebras
sowie einen Lilac-breasted Roller/Gabelracke
Um drei Uhr erreichen wir schließlich das Satara Restcamp. Auf dem Weg zur Toilette entdecken wir zwei Fledermäuse im Baum. Warum suchen sich diese Tiere eigentlich oft solch' belebte Plätze aus?! 😐 😄
Die eine sieht ziemlich zerknautscht aus...
...die andere schläft anscheinend mit offenen Augen. 🤨 Wahrscheinlich sind sie selbst nicht so glücklich über ihren heutigen Schlafplatz....
Wir werfen einen Blick auf die Sichtungstafeln und holen uns am take-away Schalter im Tindlovu einen Kaffee, bevor wir unseren Weg weiter fortsetzen. Noch immer liegen 50 Kilometer bis zum Orpen Camp vor uns und dort erhalten wir dann die Schlüssel für unser Safari Zelt in Tamboti.
Der Stopp am Nsemani Dam fällt also nur kurz aus. Auf der linken Seite der Straße finden aktuell Bauarbeiten statt und im Wasser sehen wir einige Hippos.
Für diesen Burchell's starling/Riesenglanzstar halten wir dennoch gerne noch mal an.
Für die Zebras sowieso - sie stehen mitten auf der Straße und sind mit der nachmittäglichen Körperpflege beschäftigt. 😘
Es ist zwar erst vier Uhr, doch die Abenddämmerung setzt bereits langsam ein.
Dieses Swainson's Spurfowl/Swainsonfrankolin hat sich schon mal einen Schlafplatz gesucht.
Ein einzelner Elefant streift durch die Ebene.
Und dann entdecken wir in einem Busch noch einen ganzen Schwarm uns unbekannter Vögel. 😕 Leider ist das Bild nicht wirklich gut, aber evtl. kann uns trotzdem jemand helfen?!
Eigentlich wollen wir nur noch für spezielle Sichtungen halten, da die Zeit langsam drängt - also "verkaufe" ich Markus die Agame am Baum als seeehr speziell und er setzt prompt für ein paar Bilder nochmal zurück. 😘
African Fish-eagle/Schreiseeadler
Ca. 7,5 Kilometer vorm Orpen Camp gibt es dann plötzlich einen kleinen Stau. Wir beobachten die Leute in den Autos, in welche Richtung schauen sie nur?! 🙄 Schließlich fahren wir an ein Auto ran und das nette südafrikanische Ehepaar erklärt uns, dass eine Cheetah mit vier Cubs in der Ebene liegt. Mann kann sie leider nur nicht sehen... 😣 sie empfehlen uns, es auf der nächsten S-Straße zu versuchen, bevor sie selber drehen und ebenfalls den Weg dorthin einschlagen.
Nun gut, auch dort stehen bereits diverse Autos in Warteschleifen. Zumindest erkennen wir durch die Ferngläser einen Gepard, allerdings sitzen wir in unserem Corolla viel zu tief und haben aufgrund des hohen Gras keine Chance mehr zu entdecken.
Von daher nur ein schlechtes Bild zur Dokumentation. 🙁
Rechts neben uns steht ein Kleinwagen und der Insasse fragt uns, was wir sehen... Markus erklärt es ihm und beschreibt die Richtung, allerdings sitzt er natürlich ebenso tief wie wir. Trotzdem strahlt er bei dem Wort "Cheetah" übers ganze Gesicht und erzählt uns, dass er ganz in der Nähe wohnt, mehrmals im Monat in den Kruger fährt und noch nie einen Geparden gesehen hat! Wir freuen uns richtig mit ihm und geben gerne unseren Platz frei - viel Action erwarten wir hier nicht mehr und außerdem wollen wir noch im Hellen ausladen...
Um fünf sind wir am Orpen Camp und werden in der Rezeption freundlich begrüßt. Wir: "We have got a reservation" Sie: "Oh, yes, you'll get tent N° 09. But where is the key...?" 🙄 Und wir dann auch so: 🙄 🙄
Der Schlüssel ist und bleibt unauffindbar und schließlich erhalten wir die Schlüssel zu Zelt Nr. 29. 😕 Nun, zumindest haben ein "Dach" über'm Kopf...
Ein Blue Wildebeest/Gnu im letzten Licht...
... und schon sind war da!
Im Tamboti Tented Camp gibt es 30 Zelte für 2-4 Personen ohne Bad/Küche sowie 10 Zelte mit entsprechender Ausstattung. Alle liegen nebeneinander am Timbavati River, durch den buschigen Bewuchs hat man allerdings recht viel Privatsphäre. Allerdings auch wenig Sicht auf's Flußbett! 😛
Wir parken den Wagen und laden alles aus, der Kühlschrank steht sicher auf der Terrasse, geschützt durch einen Gitterschrank. Wie in vielen Camps, gibt es auch hier Probleme mit Affen... Nachdem alles verräumt ist, suchen wir die Abulutions auf und sind positiv überrascht. Sie sind zwar ein Stück entfernt, aber soweit sauber! Heißes Wasser gibt es ebenfalls im Küchenblock - dies ist schon mal gut zu wissen für den kommenden Morgen.
Wir wussten im Vorfeld, dass es ein langer Fahrtag werden wird, von daher gibt's zum Abendbrot heute nur Tomaten, Gurken, Schafskäse, Thunfisch und Knäckebrot. Das reicht allemal, wir sind platt nach 9,5 Stunden Fahrt, bleiben trotzdem noch bis halb neun draußen sitzen und trinken 1-2 Bier, bevor wir in die Betten krabbeln. Wir sind im Kruger - wir sind happy, lauschen den Geräuschen des Busches und sind uns nicht sicher, wie Freunde und Familie es hier gerade finden würden. 😄 🤪 😗
Ich lese noch ein paar Seiten, dann fallen mir die Augen zu. In der Nacht fängt es heftig an zu regnen, doch das stört uns in dem Moment nicht. Gute Nacht! 😘
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201403. Juni 2018 · #26
20.04.2018 - Gamedrive rund um Tamboti
Im April öffnen die Camptore um sechs Uhr, unser Wecker klingelt deshalb bereits um fünf. Doch es regnet immer noch wie aus Eimern und in beiderseitigem Einverständnis drehen wir uns nochmal um uns schlafen wieder ein... 😗
Um zwanzig nach sechs hört der Regen schließlich auf, wir ziehen uns etwas an, laufen durch die Pfützen bis zum Waschhaus und zapfen am Boiler im Küchenblock direkt heißes Wasser für Tee und Kaffee. Schnell ist auch die Kühltasche gepackt, die kleinen eingefrorenen Wasserflaschen dienen wie immer prima als Kühlakku und wir sitzen um sieben im Auto. Das Thermometer zeigt 18 Grad und die Sandpads präsentieren sich mehr oder weniger Corolla tauglich... 🤨
Der Giraffenbulle stört sich hingegen nicht am Wetter und lässt sich beim Frühstück von uns nicht stören.
Crowned Lapwing/Kronenkiebitz
Frisch gewaschen, steht dieser Impala Dame das Fell noch ein wenig zu Berge.
Unser Plan ist es, an diesem Morgen in Richtung Talamati über die S140 und dann weiter über die Sweni Road nach Satara zu fahren.
Die Cheetahs haben sich mittlerweile natürlich verdrückt bzw. wohl noch mehr ins schützende Gebüsch zurück gezogen. Dafür sehen wir einige Gnus, die nach dem Regen anscheinend erst mal ein ausgiebiges Schlammbad genommen haben. 😁
Auch auf der S140 präsentiert sich der Weg wie eine Modderpiste, wir lassen uns davon jedoch nicht beirren und wollen einfach schauen, wie weit wir kommen. Zur Not müssen wir halt umdrehen...
Southern Yellow-billed Hornbill/Gelbschnabeltoko
Schon nach kurzer Zeit entdecken wir einige Elefanten links im Gebüsch. Wir haben Glück, denn sie kreuzen genau vor uns den Weg.
Auch einige noch recht kleine Familienmitglieder sind dabei. 😘
Kurz darauf werden wir von einem Antipoaching Fahrzeug incl. Hundeverstärkung überholt. Uns bedrückt es immer wieder, dass das Thema Wilderei nach wie vor nicht abnimmt. 🙁
Während der nächsten 1,5h Fahrzeit kommen uns noch einige Tiere vor die Linse, doch insgesamt ist es eine recht ruhige (wenn nicht sogar zähe) Fahrt. 😗
Gabar Goshawk
Magpie Shrike/Elsterwürger
Impalas
Immerhin lässt sich die Sonne nun zwischendurch mal blicken!
Lilac-breasted Roller/Gabelracke
Burchell's Coucal
Es ist fast halb zehn und wir einigen uns darauf, am nahe gelegenen Picknickplatz "Muzandzeni" unsere Frühstückspause einzulegen. Bis nach Satara ist es uns definitiv zu weit - so lange wollen wir nicht warten... 😛
Da das Wasserloch "Ximangwaneni" auf dem Weg liegt, steuern wir dies natürlich an - ein paar Autos stehen dort verteilt. Nichts besonderes!
Oder etwa doch?!?!?! Wir reiben uns die Augen, können gar nicht glauben, was wir dort sehen... WILDDOGS!!!!! 🤩 🤩 🤩 Aufgrund der wenigen Fahrzeuge, kann jeder "seinen" Platz einnehmen - wir haben das Gefühl, wir haben einen der Besten, da wir seitlich aus dem Fenster auf die Tiere schauen können...
Insgesamt handelt es sich um ein Rudel von +10 Tieren, einige liegen faul im Sand, andere sind auf der anderen Seite des Wasserlochs aktiv und wieder andere rennen vor unserem Auto im hohen Gras auf und ab. Wahnsinn!!!
Wir sind überglücklich und dankbar für diese Sichtung! 😊 Es macht einfach Spaß, diesen lebhaften Tieren zuzusehen. Ständig wuselt einer durch's Gebüsch, während das wohl trächtige (oder sehr vollgefressene) dominante Weibchen nur ab und zu den Kopf hebt und schaut und nach dem Rechten sieht...
Sorry, für die Bilderflut... 😗
Wir können uns gar nicht satt sehen, brechen jedoch trotzdem irgendwann zum Picknickplatz auf, da die Blase drückt. 😵
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201403. Juni 2018 · #27
20.04.2018 - Teil 2 - Gamedrive rund um Tamboti
Nach dieser genialen Wilddog Sichtung erreichen wir schon fast euphorisch den Picknickplatz. Hier ist bereits einiges los, auch diverse Gamedrivefahrzeuge haben diesen Platz für eine kurze Pause aufgesucht. Trotzdem ergattern wir noch einen Tisch am Rande und bereiten unser Frühstück zu und beobachten das Geschehen ringsum. Es gibt Obst, Müsli, Joghurt und Fruchtsaft... Nebenan werden bereits Gasgrill herangeschleppt und einige Südafrikaner werfen uns mitleidige Blicke zu. 😄 Wir ihnen auch, es ist halb elf und uns steht um diese Zeit noch nicht der Sinn nach Deftigem! 😉
Immer wieder laufen einzelne Personen zu einem nahe gelegenen großen Baum und schauen nach oben. Ein südafrikanisches Pärchen zeigt nach oben und erklärt. 😐 Nachdem wir wieder alles "affensicher" verstaut haben, lassen wir uns von ihnen ebenfalls eine Stelle im Baum zeigen - und tatsächlich sitzt dort oben (gut getarnt) eine kleine Southern White-faced African Scops-Owl/Afrikanische Zwergohreule. 😊 (Vielen Dank, Matthias! 🙂 )
Leider hält sie ihr Köpfchen versteckt, aber wer kann ihr das Verübeln?! Schließlich ist es mitten am Tag und auch sie hat sich einen äußerst betriebsamen Schlafplatz gesucht. 🙄 Erneut sind wir happy! Wir hätten sie ohne Hilfe niemals entdeckt...
Während ich unsere Teller etc. spüle, verbringt Markus nun seine Zeit damit, einer deutschen Reisegruppe die Position der Eule zu erklären. Ständig kommen neue Leute hinzu und einige sehen auch Minuten später noch nix... 😎 😗
Bevor sie Markus komplett vereinnahmen, kommt dieser lieber zum Küchenblock... Wir dürfen uns am abgekochten Wasser bedienen, so dass es noch einen Tee für die Weiterfahrt gibt, hinterlassen den Picknickplatz Betreibern ein Trinkgeld und setzen die Fahrt fort.
Unser Weg führt über die Sweni Road und anschließend über die H-6 bis zum Picknickplatz N'wanetsi.
Laughing Dove/Palmtaube
White-backed Vulture/Weißrückengeier
Eine Pavianfamilie stillt auf der Teerstraße an einer Pfütze seinen Durst. Der Kleine muss sich ganz schön festklammern. 🤪
Nach einer kurzen Pipi-Pause setzen wir unseren Weg weiter fort. Es geht über die S100 zurück. Bisher hatten wir auf dieser, für tolle Sichtungen bekannten Strecke, immer "Katzenpech", aber wer weiß?! 😗
Ziemlich zu Anfang der S100 sehen wir eine große Leoparden Schildkröte. Irgendwie sieht sie jedoch "verformt" aus. 😕 Zum Glück liegt sie auf Markus' Seite, er schaut raus und ich frage nur "ist sie tot?" Und er antwortet: "ich hoffe es für sie..." 🙁 Mein Tag ist gelaufen.... Wie kann man denn bitte so eine große Schildkröte überfahren?!?! 😠 😠 😠 Ich verfluche alle Touristen, Katzen, die S100 und das Satara Camp sicherheitshalber gleich mit!!! 😈 Am liebsten würde ich mich auf der Stelle zurück ins Camp beamen...
Lange Zeit sitze ich auf dem Beifahrersitz und schaue nur noch stur geradeaus. Erst die Wasserbockfamilie - mit süßem Nachwuchs - hellt meine Stimmung wieder auf.
Auch die Kleinen haben bereits diese hübschen herzförmigen Nasen! 😘
Das Zebrafohlen fühlt sich ebenfalls zu dem Wasserbockjungen hingezogen und macht einen langen Hals...
...wie die Unschuld vom Lande... 😗
... und plötzlich jagt er den kleinen Wasserbock quer durch die Gruppe.
Die adulten Tiere beider Spezies schauen einfach zu - anscheinend handelt es sich hier um spielerisches "Überlebenstraining". 😄
In diesem Urlaub sehen wir so viele Frankoline, wie niemals zuvor...
Natal Spurfowl/Natalfrankolin
Eine Büffelherde steht im hohen Gras, doch von Katzen ist auch in diesem Urlaub, kein Spur zu sehen. Es scheint nicht unser Weg zu sein.
Auf einen Stopp in Satara verzichten wir und fahren direkt weiter in Richtung Orpen Camp.
Auf dem Weg fällt mir ein seltsam aussehendes Nest auf, schwarze Vögel hüpfen umher. Aber Momentmal, die haben doch einen roten Schnabel, das sind doch keine Stare?! 🙄
Wir tippen auf Red-billed Wood Hoopoe/Baumhopfe - allerdings bin ich mir jetzt beim Reiseberichtschreiben gar nicht mehr so sicher. Der Schnabel sieht dafür irgendwie kurz aus. 😕
Red-billed buffalo weavers/Büffelweber (Vielen lieben Dank, Alma und Matthias! 🙂 )
Erneut überholt uns ein Rangerfahrzeug - mit gleich drei Hunden an Bord.
Um halb vier sind wir am Orpen Camp, schnell kaufen wir Eis sowie ein wenig Baguette und getrocknete Mangos, bevor wir wieder zu unserem Zelt aufbrechen.
Zurück im Camp sprangen wir unter die Dusche, die meisten Besucher waren noch unterwegs und somit war noch alles schön frisch und sauber! 😉
Während Markus sich um die Kohlen kümmerte, kämpfte ich mit dem Butternut und schnitt ihn in mundgerechte Stücke.
Hier dann auch mal ein paar Bilder von unserer Unterkunft:
Zwei Betten, ein Schrank und eine Steckdose (!), was braucht es mehr?!
Unsere Sicht auf's Flussbett
Der "affensichere" Kühlschrank auf der Terrasse
Während wir mit den Vorbereitungen für's Essen beschäftigt sind, wird unser Auto genau unter die Lupe genommen, ob es nicht etwas zu holen gibt... Ihre feuchten Fußabdrücke blieben uns während der gesamten Reise erhalten. 😁
Markus am Grill
Schon um kurz vor sechs essen wir, mit Eintritt der Dunkelheit, zu Abend. Es gibt (mal wieder 😉 ) Filet mit Butternut und Schafskäse vom Grill, dazu Baguettebrot.
Die Kunststoffteller, sowie einen Satz Besteck, Salz und Pfeffer, Spüli etc. haben wir bereits von Zuhause für unsere Tour mitgenommen. Da alle gebuchten Unterkünfte lt. Beschreibung ohne Ausstattung sind, mussten wir uns natürlich im Vorfeld überlegen, was wir ohne Töpfe etc. so "kochen". Soviel vorweg - satt geworden sind wir immer! 😛
Wir genießen den restlichen Abend auf der Terrasse bei Gin Tonic und lassen die Erlebnisse des Tages nochmal Revue passieren. Die Wilddogs werden einstimmig zur Sichtung des Tages gekrönt.
Bevor wir in die Betten kriechen, überspielen wir ordnungsgemäß - nach meinem Fiasko während des letzten Urlaubes - alle Bilder aufs Tablet. Die Akkus sind ebenfalls aufgeladen. "Prima! Dann haben wir ja alles..." denken wir... 😗
Also die Wilddogsichtung haut mich um. Wow. Da waren wir wohl nicht am richtigen Ort ..... und ihr habt alles richtig gemacht. Sehr schön! Schöne Bilder! Zum Thema überfahrene Schildkröte, als ich wegen einer auf der Fahrbahn laufenden angehalten hatte, hat mich ein Einheimischer sehr komisch angeschaut, so nach dem Motto, "Idiot, fahr doch weiter." No Comment. LG Andreas
Fortuna77 schrieb: Wir tippen auf Red-billed Wood Hoopoe/Baumhopfe - allerdings bin ich mir jetzt beim Reiseberichtschreiben gar nicht mehr so sicher. Der Schnabel sieht dafür irgendwie kurz aus. 😕
Liebe Nadja ich tippe hier auf Red billed buffalo weavers. 🙂
fotomatte2'516 Beiträge · seit 200903. Juni 2018 · #31
Hallo Nadja,
die blauen Vögel hat ja brisen schon richtig gestellt, und bei der Eule musst du dich schon entscheiden. 😉 😛 Du hast da ganz chalant zwei Arten zusammen geworfen.
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201404. Juni 2018 · #33
maddy schrieb:Ach, ich will gleich wieder in den Kruger!! Dein unbekannter Schwarm sind Wattled Starlings.
Gruss aus Sodwana Maddy
Hi Maddy,
die unbekannten sind nun benannt! 😉 Vielen lieben Dank, für Deine Bestimmungshilfe!
Ja, der Kruger ist wirklich immer wieder eine Reise wert... 😊
brisen schrieb: ich tippe hier auf Red billed buffalo weavers. 🙂
Hallo liebe Alma,
wie schön, dass Du hier mit liest (und vielen Dank auch nochmal für eure Mail bzw. die Bilder 😉 ) und mir direkt weiterhelfen kannst! Seltsamerweiser sind die Büffelweber auf meiner Krugerliste auch schon abgehakt, da war ich gestern wohl total durch den Wind... 😄 😣 😗
Kein Wunder, denn:
fotomatte schrieb: ...und bei der Eule musst du dich schon entscheiden. 😉 😛 Du hast da ganz chalant zwei Arten zusammen geworfen.
Hallo Matthias,
gestern Abend haben wir den Fehler nicht mehr gefunden, aber nun weiß ich, was Du meinst... 😉 Ich entscheide mich offiziell für: African Scops-Owl! 🙂
Da Google oft ganz anders übersetzt, orientiere ich mich auch an den diversen Kruger Mappen, die wir mittlerweile angesammelt haben und bin einem Fehler auf den Leim gegangen... 😎
Man sollte nicht alles glauben, was die einem so als Eule verkaufen wollen... 😛 Danke Dir, für den Hinweis!!!
loeffel schrieb: kann man richtig sehen, wie die Schwerkraft auf die Mundwinkel wirkt ... 😄
Hallo Stefan,
wie schön, dass Du auch bei unserer Kruger Tour dabei bist! 🙂
😄 😄 Ja, der Gesichtsausdruck ist wirklich der Hammer!!! 😄 😄
Viele liebe Grüße und vielen Dank an alle Nachrichtenschreiber, Danke-Button-Drücker und Mitleser! 😘
Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche, Nadja
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201404. Juni 2018 · #34
AndreasG2523 schrieb:Also die Wilddogsichtung haut mich um. Wow. Da waren wir wohl nicht am richtigen Ort ..... und ihr habt alles richtig gemacht. Sehr schön! Schöne Bilder! Zum Thema überfahrene Schildkröte, als ich wegen einer auf der Fahrbahn laufenden angehalten hatte, hat mich ein Einheimischer sehr komisch angeschaut, so nach dem Motto, "Idiot, fahr doch weiter." No Comment. LG Andreas
Hallo Andreas,
auch Dir herzlichen Dank für Deine Nachricht! Schön, dass Du hier mit liest... 🙂
Ja, die Wilddog Sichtung war sicher eins der Highlights des Urlaubes und wir haben uns sehr darüber gefreut!!! Wie Du schreibst gehört Glück dazu und dass man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist... Dazu im späteren Reiseverlauf noch mehr... 😗 Allerdings bin ich auch froh, dass man oft gar nicht weiß, was man so alles "knapp" verpasst! 😄
Das passt dann auch wieder zu dem Schildkröten Thema... 🙁 So schön die ganze Technik und digitale Kommunikation auch ist, befürworten wir es nicht, dass Sichtungen live gepostet werden (z. B. über Latest Sighting etc.), da immer die Gefahr besteht, dass Menschen wegen "Löwen hier oder Cheetahs dort etc." durch die Gegend "preschen". 😠 😣 Ob dies der Grund war, ich weiß es nicht und möchte auch uns nicht davon freisprechen, dass wir nie etwas übersehen oder das uns so etwas nie passieren würde... Die Ignoranz einiger (wie auch von Dir beschriebenen) Personen ist einfach erschreckend! Auch die Geschwindigkeitsüberschreitungen, die tagtäglich in vielen Nationalparks (nicht nur im Kruger!) begangen werden, sollten unserer Meinung nach viel öfter und härter bestraft werden... 😈
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201404. Juni 2018 · #36
21.04.2018 - Von Tamboti geht's nach Letaba
Der Wecker klingelt um viertel nach fünf und schnell sind wir auf den Beinen. Im Halbdunklen suchen wir unsere Klamotten zusammen, die wir am Vorabend schon rausgelegt haben, ziehen uns an und machen uns auf den Weg zu den Waschräumen. Mittlerweile sind wir schon eingespielt, während des Weges putzen wir uns die Zähne, was direkt ein paar kostbare Minuten einspart... 😉 Katzenwäsche, heißes Wasser für die Thermobecher und Abmarsch.
Die restlichen Klamotten sind schnell zusammengepackt und das Auto ebenso schnell beladen. Um Viertel nach sechs sitzen wir im Auto und los geht's... Das Thermometer zeigt 17 Grad an, aber es ist trocken.
Bis nach Letaba sind es rund 125 Kilometer und wir haben grob 5 Stunden Fahrzeit angesetzt. Zuerst geht es über die H-7, bevor wir auf die S39 in Richtung Timbavati Picknicksite abbiegen wollen.
Die Sonne geht gerade auf.
Ein Elefant steht am Wegesrand und verursacht prompt einen kleinen Stau. 😁
Auch wenn wir Elefanten sehr lieben, haben wir keine Lust auf diese "Massenveranstaltung" und fahren langsam vorbei, sobald sich eine Gelegenheit ergibt.
Es zeigen sich Gnus und Kudus.
Ansonsten ist es recht ruhig. Wir biegen zu den Lookoutpoints ab, doch im Timbavati Flußbett regt sich nix.
Und dann erleben wir wieder so einen Moment... "richtige Zeit, richtiger Ort und so..." 😗
Denn nur 3 Minuten später stehen 2-3 Autos vor uns auf der Tar Road. Wir halten ebenfalls an und haben diesen Blick. 🤩
Ein einzelner Halbstarker läuft durchs Gras und lässt sich hinter einem Busch nieder.
Bevor wir weiter vorfahren können, um ggf. den störenden Busch zu umgehen, steht er wieder auf und läuft parallel zum Weg in unsere Richtung.
Er wirkt unruhig, suchend... dreht sich wieder um.
Zum Glück sind nicht mehr Autos angekommen, so dass die Fahrbahn blockiert ist. Vor unserem Auto wechselt er die Straßenseite und ist kurz drauf im Busch verschwunden.
Ganze zehn Minuten hat das Spektakel gedauert und wir sind happy! Nach gut einer Stunde Fahrzeit stempeln wir den Tag bereits als ERFOLGREICH ab. 😉 Mit solchen Sichtungen haben wir in dieser Ecke eigentlich gar nicht gerechnet. Löwen (und davon reichlich) hatten wir erst für Lower Sabie u.U. auf dem Schirm... 😎
Dieser Pavian sitzt wenige hundert Meter weiter seelenruhig auf der Straße.
Dann geht's ab auf die Gravelroad, weiter am Timbavati entlang.
Sabota lark/Sabotallerche
Natal spurfowl/Natalfrankolin
In einigen Senken befindet sich immer noch Regenwasser vom Vortag, ansonsten ist die Strecke aber gut befahrbar.
Burchell's Coucal Paar
kleiner Schreihals: Southern white-crowned Shrike
White-headed Vulture/Wollkopfgeier
Southern Black-tit/Mohrenmeise
Wir treffen auf ein Nyala Männchen
Und endlich gelingt es mir auch, eine Banded Mongoose/Zebramanguste auf's Foto zu bannen. Diese kleinen Strolche sind so flink, dass ich meist nur "Weg mit Nix" auf den Bildern habe. 😗
Es gibt viele Giraffen
Um halb zehn ist der Picknickplatz in Sicht. Wahnsinn, wie schnell die Zeit immer vergeht...
Wir frühstücken und genießen die Aussicht, noch ist es ziemlich ruhig, außer uns sind nur zwei weiter Fahrzeuge vor Ort. Es ist ein wirklich schöner Platz, nicht so überlaufen und schön gelegen... Nur das ansässige Buschböckchen lässt sich dieses Mal nicht blicken. 🙄
Dafür sitzen zwei Schwalben dekorativ auf dem Dach.
Beim Spülen fragt mich der nette ältere Mitarbeiter am Picknickplatz, ob wir etwas "Besonderes" gesehen haben. Ich berichte von unserer Löwensichtung und erfreut sich für uns! Auch hier erhalten wir wieder heißes Wasser, so dass wir uns noch einen Tee für die Weiterfahrt machen können. Auch hier wird der Tip dankend angenommen und wir werden mit guten Wünschen verabschiedet.
Dann schlängeln wir uns weiter entlang des Timbavati auf der S39, in Richtung Norden.
Am nahe gelegenen Retelpan Hide halten wir erneut. Viel ist nicht zu sehen, aber es ist schön grün überall! 🙂
Am Piet Grobler Dam erwarten uns jede Menge Impalas und ein Steinbock Pärchen.
Blacksmith Lapwing/Kronenkiebitz
Und sie dürfen natürlich auch nicht fehlen, die wuseligen Helmeted Guineafowls/Helmperlhühner.
Wir sehen noch eine Gruppe Kudus...
... ansonsten ist hier tote Hose und wir fahren Kilometer weit nur durch Mopane. 🙄
Ein "Highlight" sind Gnus am Wasserloch, kurz bevor wir die Tar Road wieder erreichen - und das soll schon etwas heißen. 😄
Als wir den Olifants überqueren, machen wir natürlich den obligatorischen Stopp auf der Brücke und schauen auf's Flußbett. Er führt Wasser und es ist überall schön grün.
Da wir früh dran sind, fahren wir auch zum N'wamanzi Lookout hoch.
Auf einer der kleinen Inseln im Wasser erkennen wir durch's Fernglas ein Hippo und als es sich etwas bewegt, sehen wir auch das Kleine neben ihm. 😘
Wir nehmen noch einen kleinen Loop am Rande des Weges mit und auch von hier sind Hippos zu sehen.
Seltsamerweise haben wir jedes Mal wieder beobachtet, dass die Hippos am Olifants tagsüber im Sand liegen oder unterwegs sind. 😮
Die "Sand" Warnung vor Letaba kommt noch gerade recht... 😎
... und ein paar Minuten später treffen wir auch schon am Camp ein!
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201405. Juni 2018 · #37
21.04.2018 - Letaba Camp und Umgebung
Um kurz nach eins stehen wir somit an der Rezeption - viel zu früh, da die Check-in Zeit erst ab 14.00h ist. Die freundliche SANParks Mitarbeiterin übergibt uns trotz allem die Schlüssel für unsere Hütte Nr. 33, bittet uns jedoch, noch nicht direkt hinzufahren. Kein Problem! Wir wollen ohnehin erstmal in den Camp Shop... 😎
Als wir bei unserer Rundhütte eintreffen, sind wir überrascht. Es ist die vorletzte vorm Restaurant (okay, das kann natürlich laut werden - war es jedoch während unserem Aufenthaltes nie...) und wir haben sogar View!!! 🙂
Schnell sind alle Sachen eingeräumt und verstaut. Der Kühlschrank steht hier im Innenraum, das nervt beim Einschlafen schon ein bisschen, aber ansonsten ist es geräumig (3 Betten sind vorhanden) und es gibt sogar ein Waschbecken im Zimmer.
(leider habe ich nur ein ziemliches unscharfes Bild vom Innenraum)
Die Sanitäreinrichtungen liegen direkt hinter unserem Parkplatz.
Auch wenn das Thermometer "nur" 25 Grad anzeigte und der Himmel ziemlich bewölkt ist, tauschen wir die kurzen Hosen gegen Badeklamotten und machen uns auf den Weg zum Pool.
Überall treffen wir auf völlig relaxte Buschböckchen. Diese kennen wir jedoch bereits von vorherigen Stopps in Letaba, da sie einem auch auf dem Parkplatz an der Rezeption und auf dem Weg zum Restaurant oft begegnen.
Am Pool ist außer uns, nur eine Familie mit Kind, ansonsten ist es (noch) ruhig.
Das Wasser ist recht sauber und schön erfrischend!
Nichtsdestotrotz halten wir es nicht lange dort aus - wir wollen schließlich noch etwas von der Umgebung sehen... 😎
Die Gemeinschaftsküche wird kurz inspiziert. Sie liegt relativ weit weg von unserer Unterkunft, das macht jedoch nichts, da wir sogar einen Wasserkocher im Zimmer haben! LUXUS-Alarm!!! 🤩
Bei unserem Nachmittagsdrive soll es zum Engelhardt Dam gehen, wir packen einige Nüsse und Biltong ein und sind schon wieder "on the road".
Der kleine Loop über die S95 ist recht unspannend, imposant sind jedoch die vom Hochwasser angespülten Wurzeln, die am Flußufer liegen.
Blick auf den Letaba
Auf der Zufahrt zum Matambeni Bird Hide treffen wir auf eine kleine Gruppe Elefanten.
Die Tiere sind ganz relaxt, obwohl auch Kleine dabei sind. Mama interessiert sich mehr für's Abendessen. 😉
Vom Hide aus, schaut man auf einen Teil des Engelhard Dams. Außer uns ist niemand vor Ort, es ist wunderbar ruhig, lediglich die Hippos grunzen immer mal wieder...
Am Ufer sind einige Wasserschildkröten
Außerdem sehen wir einen African Openbill/Mohrenklaffschnabel - unser erster!
Ein paar Kroks liegen natürlich auch (gut getarnt) am anderen Ufer.
Mit einem letzten Blick auf die kleinen Hippos verabschieden wir uns.
Als wir den Hide verlassen, kommen zwei Südafrikaner (Vater und Sohn) rein. Sie warnen uns noch: "There are Olifants". Unsere Elefantenfamilie hat sich also bis zum Parkplatz bewegt. 😗
Unser Auto steht links, die Elefanten geradeaus im Gebüsch. Langsam und vorsichtig bewegen wir uns zum Auto. Sie bleiben völlig entspannt und beachten uns gar nicht. 🙂
Wir wollen noch hoch zum Longwe Lookout und folgen den Giraffen.
Der Weg ist steinig und wir holpern mit unserem Corolla über die scharfkantigen Steine. 😕 Ablaufendes Wasser hat teilweise ziemliche Furchen ausgespült, doch Markus meistert die Strecke und bringt uns (und das Auto) heil hoch und wieder runter. 😘
Blick auf den Engelhardt Dam
Crested Francolin/Schopffrankolin
Auf dem Rückweg befahren wir noch den mittleren Abzweig zum Anna Ledeboers Denkmal. Die Vegetation ist plötzlich anders und es gefällt uns außerordentlich gut hier. Das Hippo schaut obgleich des späten Besuchs zwar ein wenig genervt aus seinem Wasserloch heraus, aber ich finde es - umrahmt von lilafarbenen Blüten - einfach entzückend! 😊
Es gibt hier auch einige Fevertrees, die uns immer an den Norden des Krugers erinnern!
Man hat hier kaum vernünftige Sicht auf's Wasser, aber wir erkennen durch die Bäume und Büsche einige Wasserböcke und eine Gruppe Elefanten.
Ein triefend nasser Adler sitzt - nach einem offensichtlich misslungenen Jagdversuch - auf einem Ast und richtet sich wieder her. Ist es evtl. ein junger Fish eagle/Schreiseeadler?! 😕
Wir verändern unsere Position und haben nun bessere Sicht auf eine Gruppe Elefanten.
Es ist zum schießen - während die meisten am Wasser ihren Durst stillen, "wälzt" sich einer regelrecht am Abhang! 😄
Wir beobachten das muntere Treiben eine zeit lang und machen uns dann auf den Heimweg. Zwischen den Büschen sieht man immer wieder Flusspferde am Letaba.
Um halb sechs kommen wir im Camp an. Markus bereitet den Grill vor und ich lade die Akkus auf. Also würde ich gerne... 😈 Shit - es ist kein Adapter Stecker im Fotorucksack! 😣 Zwei Stück hatten wir dieses Mal dabei und die habe ich beim einpacken total vergessen und sie stecken nun schön aufeinander gesteckt, in der Steckdose im Zelt Nr. 29 im Tamboti Camp. 🙁 Na Bravo, das geht ja gut los... 😗
Markus nimmt das Ganze locker und macht sich schnell auf den Weg zum Shop. Gott sei dank sind die ja meistens super gut ausgestattet!!! 🙂
Zum Abendessen gibt es heute Filet mit Grillgemüse und Pfefferschafskäse. Dazu wahlweise Bier oder Savanna. Wir genießen den lauen Abend auf unserer Terrasse und wundern uns, wie ruhig es hier im Camp ist. Vom Restaurant hört man kaum etwas, ab und an kommen mal Gäste vorbei, die vom Abendessen auf dem Weg zu ihrem Bungalow sind, aber ansonsten entpuppt sich die 33 als wunderbar gelegen. Die Hippos grunzen im Letaba und das Eis klirrt in unserem Gin Tonic. Hach, haben wir es gut!
Bevor es ins Bett geht werden noch schnell die Bilder überspielt, jeder macht ein paar Tagesnotizen und ich lese ein paar Seiten. Nur der Kühlschrank nervt, aber bald hören wir auch das nicht mehr. Gute Nacht! 😘
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201408. Juni 2018 · #38
22.04.2018 - Letaba - Morning Drive
Um viertel nach fünf sind wir auf den Beinen. Da wir den Luxus eines eigenen Wasserkochers in unserer Hütte haben, kochen wir uns unser Tee-/Kaffeewasser dort, während wir unsere Kühltasche für die Fahrt packen und alles bereit legen. Plötzlich geht das Licht aus... 🙄 Ein Blick nach draußen verrät, dass es wohl im ganzen Camp einen Stromausfall gibt. Wir aktivieren also unsere Stirnlampen, absolvieren eine Katzenwäsche und ziehen los. Plötzlich höre ich eine vertraute Stimme aus meiner Hosentasche "Nadja..., ist alles okay...?!" 😮 Anscheinend hatte ich meine Tastatursperre im Handy nicht aktiviert und habe meine Schwester (Sonntag Morgen) um kurz vor sechs angerufen. 😣 😵 😗 Es folgt eine Entschuldigung und sowie ein kurzes "Update", dann kann es losgehen...
Wir sitzen um kurz nach sechs im Auto, mal wieder zeigt das Thermometer 17 Grad an und es scheint ein schöner, klarer Tag zu werden. Unser Weg soll uns heute Vormittag über die H9 zum Sable Dam führen, schließlich hatten wir in den vergangenen Tagen immer wieder Leopardensichtungen auf den Sichtungstafeln entdeckt. 😗
Wenige Kilometer hinter dem Letaba Camp stoßen wir jedoch erstmal auf einen Hyänenbau.
Außer uns ist nur ein weiteres Fahrzeug vor Ort und somit haben wir gut Sicht auf die Bande.
Hinter uns geht derweil die Sonne auf.
Die Familie ist äußerst aktiv, 4-5 ausgewachsene sowie 6 kleine Hyänen wuseln umher. 🙂
Wir beobachten das Geschehen eine zeit lang, setzen dann jedoch unseren Weg weiter fort - schließlich werden wir hier noch ein paar Mal vorbeischauen können!
Den Loop S69 nehmen wir mit, vor knapp zwei Jahren hatten wir hier mitten am Tag eine tolle Honeybadger Sichtung. Diesmal ist jedoch alles ruhig, trotzdem gefällt uns diese Stelle sehr.
Kaum sind wir wieder auf der Tar Road taucht dieser Halbstarke von links auf. 🤩
Er überquert die Straße und ist kurz drauf im Gebüsch verschwunden.
Ein zweiter "Dreckspatz" mit kugelrundem Bauch folgt ihm.
Diese Sichtung dauert keine zwei Minuten, dann ist nix mehr zu sehen. Wir fahren vor und zurück, aber keine Chance...
Beschwingt und zufrieden über unser Glück, setzen wir den Weg weiter fort. Am nächsten Wasserloch halten wir natürlich, allerdings ist nichts los.
Auch für die Perlhühner halten wir und freuen uns, endlich mal Perlhuhnkücken zu Gesicht zu bekommen!
Long-tailed Paradise Whydah/Schmalschwanzparadieswitwe (leider nur von hinten 🙁 )
Dark Chanting Goshawk/Graubürzel-Singhabicht
Zebras dürfen natürlich auch nicht fehlen... 😄
Wenig später betritt von links ein großer Elefantenbulle die Fahrbahn und setzt dort seinen Weg weiter fort.
Während einige 4x4 Fahrzeuge die "only 4x4 Route" nehmen, wählen die anderen den Rückwärtsgang. Wir folgen dem grauen Riesen einfach in sicherer Entfernung. 😗
Ein Mutiger bleibt stehen und dies wird direkt mit "Ohrenaufstellen" quittiert! Aber wie heißt es so schön, "der Klügere gibt nach" und so verabschiedet sich der Eli wieder in die Büsche und gibt die Fahrbahn frei.
Anhand der "Pyramiden" erkennen wir, dass wir nicht mehr allzu weit vom Picknickplatz entfernt sind.
Es ist erst kurz nach acht und somit verschieben wir unser Frühstück noch ein wenig nach hinten. Nutzen jedoch die Gelegenheit, für eine Toilettenpause und unterhalten uns mit einem netten südafrikanischen Paar über unser Löwensichtung heute morgen.
Während Markus heißes Wasser organisiert, laufe ich ein wenig über die Picnic Site und schieße ein paar Bilder. Es gibt ein kleines Museum und man kann geführte Erkundungstouren unternehmen. (beim späteren Bildersichern am Abend, ist Markus ganz überrascht und auch ein wenig angefressen, dass ich es ihm vor Ort nicht erzählt habe... 😗 )
Als wir am Sable Hide eintreffen, sind wir die einzigen Besucher! Uns soll es recht sein... 😉
Der Hide ist einer von zwei Übernachtungshides im Kruger. Eine Übernachtung in einem der Hides steht noch auf unserer "to-do" Liste!
Wir sitzen kaum, da erscheinen am linken Ende des Wassers einige Elefanten...
Strammen Schrittes marschieren sie auf's Wasser zu und stillen ihren Durst.
Und es werden immer mehr! 🤩
Dieser kleine Vogel sitzt auf unserer Uferseite im Gebüsch. Cisticola/Zistensänger?! 😕
Sorry, es folgen noch einige Elefantenbilder... 😗
Während wir die Tiere beobachten, stoßen die beiden Südafrikaner (Vater und Sohn) zu uns, die uns am Vorabend am Matambeni Hide vor den "Olifants" gewarnt haben. Sie sind kameratechnisch gut ausgerüstet und ab nun ist unser aller ständiges Klicken im Hide zu vernehmen. 😄
Nachdem der erste Durst gestillt ist, geht's ans Baden, erfrischen und spielen...
... und hier sind alle Mittel recht! 😄
Wie Kinder spielen die Elefanten im Wasser, während ein Einzelner alleine seine "Bahnen" zieht...
Es ist einfach göttlich, diesen Tieren zuzusehen! Diese Lebensfreude!
Die kleineren stehen unter strenger Überwachung der Mutterkühe.
Schließlich dürfen sie jedoch auch am Rand ins Wasser und haben sichtlich Spaß! 🤩
Mittlerweile sind immer mehr Besucher am Hide eingetroffen und dementsprechend steigt auch der Lärmpegel. Wir konnten die Elefanten gut eine Dreiviertelstunde in Ruhe beobachten und machen uns nun aus dem Staub.
Auf der anderen Seite des Wassers fahren wir einen kleinen Loop und halten dort für unser Frühstück. Aussteigen ist hier nicht uns somit wird einfach improvisiert... Käse, Biltong, Tauben und Cräcker müssen heute reichen! 😉
Als ein einzelner Elefant in unserer Nähe das Wasser aufsucht, wird uns doch ein wenig mulmig. 🤨 Schließlich haben wir mit unserem wenig geländegängigen Fahrzeug schlechte Karten, falls er weiter in unsere Richtung kommt. 😕
Aber er verhält sich unauffällig, doch als ein weiteres Fahrzeug eintrifft, machen wir Platz und machen uns auf den Rückweg.
Einer der vielen Termitenhügel nahe des Phalaborwa Gates...
Immer wieder sehen wir rechts und links Elefanten im Gebüsch.
Und Termitenhügel... 😄
Auf halber Strecke biegen wir links auf die S139 ab, da wir die Gravelroad bis zum Mingerhout Lookout fahren wollen.
Ein kleines Wasserloch liegt vermeintlich verlassen da.
Doch nein, auch hier entdecken wir hübsche "kleine" Tiere.
Beim Abstecher zum Marhunbyeni Wasserloch stören wir einen Büffel bei der Mittagsruhe. 😐
Er liegt zwar weit entfernt von uns, steht jedoch auf unserem Hin- und Rückweg auf und schaut nicht begeistert drein. "Sorry, old guy, wir wollen Dich nicht stören... " und rumpeln langsam wieder davon.
Bei N'wanetsi liegt ein grauer Brocken im Wasser.
Allzu tief scheint das Wasser hier nicht zu sein, sonst wäre das Flusspferd wohl weiter abgetaucht... 😗
Und dann steht tatsächlich unsere erste "Wasserdurchfahrt" an! 😎
Auch am Mingerhout Lookout sehen wir Flusspferde im Wasser.
Impalas
Der Weg führt entlang des Letaba und entdecken wir Elefantenherden, die auf dem Weg zum Wasser sind...
Einige wählen ziemlich steile Strecken... 😮
Doch die meisten folgen der Leitkuh und gelangen sanfter zum Flussbett.
Es ist kurz vor eins, als wir wieder im Camp eintreffen. Diese Giraffe ist einer unserer letzten Sichtungen, während eines wunderschönen Drives.
sandra1903385 Beiträge · seit 201508. Juni 2018 · #39
So kleine Hyänen würde ich auch gerne mal sehen, die sind sooooo niedlich 😊
Schöne Grüße
Sandra
Old Women1'543 Beiträge · seit 201308. Juni 2018 · #40
Hallo Nadja,
was für ein schöner Bericht 🙂 . Diese riesigen Elefantenherden, toll im Bild festgehalten. Aber sag einmal, was habt ihr für interessante Frühstücksgelüste?
Fortuna schrieb:
Käse, Biltong, Tauben und Cräcker müssen heute reichen!