chrissie2'460 Beiträge · seit 200607. Nov. 2018 · #301
Hallo Antje, ich glaube, ich hatte mich am Anfang mal als Mitleser geoutet 😎 , aber auch wenn ich nicht regelmäßig dabei bin, möchte ich dir vielen Dank für die interessanten Einblicke und Erläuterungen sagen.
freshy schrieb: so ein bisschen liebäugeln wir für 2019 mit Sambia. Aber derartigen "Überfällen" an der Grenze fühle ich mich nicht gewachsen. Du und zwei Kinder im Auto und nirgendwo jemand, der euch beistehen würde, wenn es gefährlich würde - ich habe mit dir gebibbert.
Da geht es mir wie freshy, nicht zuletzt nach unserer negativen Erfahrung an der Grenze SA-Zimbabwe (Beitbridge). Mein Mann sollte deine Schilderung des Grenzübertritts besser nicht lesen, sonst würde er sicherlich dazu tendieren, Sambia zu streichen, was ich trotz allem (noch) nicht will. Vielleicht kann uns jemand beruhigen und berichten, ob der Grenzübertritt bei Katima Mulilo etwas entspannter vonstatten geht? Gerne auch per PM, damit es nicht zuviel Off-Topic im Thread von Antje wird.
RehemaThemenstarter546 Beiträge · seit 201807. Nov. 2018 · #302
Danke auch Dir, chrissi, ich habe nichts gegen ein bisschen off-topic in meinem thread, solange es nicht ausartet (und das war es hier bisher noch nicht). gerne zu Chrissis Frage auch hier - die Antworten zu den Grenzübergängen würden mich ebenfalls interessieren!
Aber so ganz spontan von mir: wollt Ihr Euch wirklich ein ganzes Land nehmen lassen - nur wegen so ein bisschen Grenz-Stress???? Oder merkt man an solche Stellen doch, dass ich eben auf diesem Kontinent mehr zu Hause bin als manch anderer hier? Aber jetzt mal ehrlich, Leute - Ihr seid in der Regel Selbstfahrer, Ihr seid alle erwachsen, Ihr seid nicht blöd - lasst Euch von so ein paar "Lumpen" an Grenzen doch nicht aussperren! Bzgl. Kriminalität denke ich nicht, dass Grenzposten kritischer sind - da seid Ihr alle gewiss schon durch Orte gekommen, wo ich das kritischer sehen würde... Es nervt halt, und wohl ist mir an solchen Stellen wie Ihr ja lesen konntet nicht zumute. Aber das ist auch nicht schlimmer als manch andere Risiken wenn man auf diesem Kontinent unterwegs ist.
Wenn man sagt: "Zambia ist nichts für mich!" Ist das was anderes. Aber wenn einen Zambia interessiert, würde ich es nie und nimmer wegen der Grenzen abblasen! Nur so meine Meinung.... 😎 Antje
freshy3'883 Beiträge · seit 201108. Nov. 2018 · #303
Rehema schrieb: Aber so ganz spontan von mir: wollt Ihr Euch wirklich ein ganzes Land nehmen lassen - nur wegen so ein bisschen Grenz-Stress???? Oder merkt man an solche Stellen doch, dass ich eben auf diesem Kontinent mehr zu Hause bin als manch anderer hier? Aber jetzt mal ehrlich, Leute - Ihr seid in der Regel Selbstfahrer, Ihr seid alle erwachsen, Ihr seid nicht blöd - lasst Euch von so ein paar "Lumpen" an Grenzen doch nicht aussperren! Bzgl. Kriminalität denke ich nicht, dass Grenzposten kritischer sind - da seid Ihr alle gewiss schon durch Orte gekommen, wo ich das kritischer sehen würde... Es nervt halt, und wohl ist mir an solchen Stellen wie Ihr ja lesen konntet nicht zumute. Aber das ist auch nicht schlimmer als manch andere Risiken wenn man auf diesem Kontinent unterwegs ist. Nur so meine Meinung.... 😎 Antje
Guten Morgen Antje, wir wissen noch nicht, was wir 2019 unternehmen werden, denn mir geht Verschiedenes durch den Kopf. Doch ein bisschen kann ich dich beruhigen: Ich habe gestern den Reiseführer "Zambia" vom Hupe Verlag bestellt 😄 . Sobald wir uns entschieden haben, werde ich berichten! Nun wünsche ich mir, dass andere Fomis über ihre Grenzerfahrungen 😉 berichten.
Zurzeit ist es bei uns wie in Afrika: Wir freuen uns sehr darüber, dass es regnet!
RehemaThemenstarter546 Beiträge · seit 201809. Nov. 2018 · #305
Fortsetzung Dienstag, 10.04.2018: Wieder in Zambia - noch einmal Maramba River Lodge!
Es ist später nachmittag, als wir hier einrollen. Es tut gut, auf Reisen zwischendurch auch an bekannte Orte zu kommen! Wir melden uns an der Reception an und fahren zur Campingwiese:
Es steht ein einziges Fahrzeug da (mit 2 aufgeklappten Dachzelten) – und zwar quasi nebenan von „unserem“ Stellplatz. 🙁 Also, um das hier klar zu stellen: wir haben hier keinen Anspruch auf irgendeinen Stellplatz – wir sind ja nicht in Botswana! Aber dieser Platz hat uns bisher immer am besten gefallen, denn er ist nahe zu den (sehr schönen!) Abolution Blocks,
was für die Kinder und auch zum Abspülen wesentlich einfacher ist. Er hat einen Wasserhahn in der Nähe, einen Tisch zum Kochen UND eine noch nicht zu morsche Ess-Bank!
Doch wollen wir unsere noch unbekannten Mit-Camper nicht verärgern, indem wir ihnen zu nah auf die Pelle rücken. Deshalb schauen wir uns diesmal doch noch auf den anderen Plätzen näher am Fluß um. Da flieht eine Riesenagame vor uns. 😮 Das ist eine nette Begrüßung! So ganz eben sind die Plätze aber nicht, und teilweise auch recht matschig, weshalb wir doch zu „unserem Stammplatz“ zurückkehren und dort unsere Zelte aufbauen.
Dieses Bild ist von der Hinfahrt – aber bis auf den inzwischen nicht mehr so weißen LandCruiser sah es diesmal sehr ähnlich aus. Auch andere Camping-Alltäglichkeiten, wie abspülen, Kiste entzurren oder mal Scheiben putzen klappt nun schon viel „geschmeidiger“ als wie vor 10 Tagen. 🤪 🙂
Wir sind also definitiv wieder mal als Camping-Team besser zusammen gewachsen, was Familienbande stärkt. Eines meiner starken Plädoyers fürs Campen, auch wenn es manchmal anstrengend ist!!!
Nach dem Zelte aufbauen geht jeder so seiner Wege – ich flaniere ein wenig auf dem Lodge Gelände herum, Volker sucht sich in der Lounge Wifi,
während die Kinder noch einmal in den liebevoll angelegten Pool springen.
Es gibt „künstliche“
Und echte Tiere
Im Fluß sind wie immer Hippos, aber sie haben sich gut versteckt,
so dass es nur ein schlechtes Beweisfoto gibt:
Dann treffen wir uns zum Kochen wieder. Eigentlich wollte ich diesen Abend einmal das hübsche Restaurant ausnutzen. Doch wir müssen uns morgen nochmal unserem leidigem Thema „Gasflasche“ widmen – d.h. die auf der Hinfahrt neue ausgeliehene zurückgeben und gegen unsere alte, fast leere (die uns bisher ja keiner abnehmen will 😵 ) wieder tauschen. Wieviel wir mit der dann noch kochen können, wissen wir nicht. Vermutlich müssen wir uns dann in den nächsten Tagen ein „Essen gehen“ leisten, weshalb heute ein letztes Mal Dosenfutter auf die noch sehr volle Afrox-Gasflasche kommt. 🤩 😛
Dabei kommen unsere Nachbarn an. Es ist eine britische Familie mit 2 Kindern. Wir grüßen einander kurz, doch es wirkt nicht sehr herzlich und wir fragen uns, ob sie doch genervt sind, dass wir den Platz neben ihnen gewählt haben. Dabei fällt uns auf, dass wir ihnen den direkten Trampelpfad blockiert haben. Ich spreche das an und fahre unseren Cruiser nochmal einen Meter weiter vor in den Matsch, damit sie besser trockenen Fußes vorbei laufen können. Das scheint sie positiv zu überraschen, und sie tauen ein wenig auf. Die Kinder – ein etwas 10- oder 11-jähriger Junge und ein 14-jähriges Mädchen, haben sich mit unseren ohnehin schon im Pool angefreundet, und die Eltern werden jetzt auch aufgeschlossener. So kommt doch noch ein interessantes Gespräch zustande: Sie sind 4 Monate unterwegs. Sie machen das schon seit vielen, vielen Jahren so: arbeiten selbständig 2 Jahre lang ohne Urlaub, und dann geht es 4 Monate lang auf Reisen! Die Kinder machen in dieser Zeit selber etwas Schule (Im Gegensatz zu Deutschland ist sowas in UK ja rechtlich leichter möglich). Auch eine Art zu leben! 😎 Wir treffen auf diesem Kontinent so viele verschiedene Leute mit so unterschiedlichen Lebensmodellen, dass wir immer wieder feststellen: so verrückt, für wie uns manche in Deutschland halten, sind wir gar nicht. Die Welt und die Möglichkeiten sind so viel größer als viele denken können! Dann kriechen sie recht früh in ihre Zelte – die Eltern verraten uns noch, dass sie für morgen einen Hubschrauber Flug über die Vic Falls gebucht haben (und deshalb früh raus müssen), und die Kinder davon noch nichts wissen!
Wir machen noch eine Familien-Lage-Besprechung, denn wir werden 2 Nächte hier sein und hatten uns einen vollen Tag in Livingstone eingeplant aber die Gestaltung offen gelassen. Und es ist so wie fast erwartet: Wir alle sagen: nochmal Vic Falls, auch wenn es ein unglaublich schönes Erlebnis ist, welches wir gerne wiederholen würden - das muss morgen nicht auch noch sein. Wir hatten das vor 2 Jahren – und diesmal sind wir so voll von dem vielen anderen Erlebten, dass wir lieber nur ein wenig in Livingstone über den Markt schlappen und ansonsten noch hier auf dem Gelände etwas ausspannen wollen.
Es ist schön, etwas weniger Programm und keine Fahrstrecke vor sich zu haben! Mit diesen Gedanken schlafen wir entspannt ein!
RehemaThemenstarter546 Beiträge · seit 201813. Nov. 2018 · #307
Mittwoch, 11.04.2018: Livingstone – Victoria Falls „von Hinten“ und Erinnerungen
Heute machen wir mal einen ganz gemütlichen Morgen! Die Kinder sind schon unterwegs am Pool, und Volker sitzt auch schon in der Morgensonne, während ich mich gegen 7:30 aus dem Zelt schäle, denn da weckt mich Motorenlärm 😠 . Die ersten Hubschrauber und sonstigen touristischen „Vic-Falls-Himmelskörper“ über uns…. Ob unsere Nachbarn jetzt da oben sind? Das ist das einzige, was die Idylle an diesem wunderschönen Ort hier etwas trübt…..
Nach einem gemütlichen Frühstück wird es fast 10 Uhr, bis wir uns ins Auto versammeln, um nach Livingstone rein zu fahren. Doch zunächst machen wir noch einen Abstecher an den Zambezi oberhalb der Victoria Fälle, wo dieses Familien-Bild entsteht:
Ich liebe diese Stelle, mit der „Gischt“ im Hintergrund! „Mosi-oa-Tunya“ („Donnernder Rauch“) nennen ihn die Einheimischen, denn der Sprühnebel steigt bis zu 300 m in die Höhe und kann in bis zu 30 km Entfernung gesehen werden! Es soll sogar in unmittelbarer Umgebung einen Regenwald geben, der seine Existenz nur diesem Sprühnebel verdankt! Wo der liegt, ist mir allerdings nicht ganz klar. Der unten eingefügten Aufnahme einer Nachbildung nach ist wohl das kleine Areal gemeint, auf welches man nach Übergang auf der kleinen Fußgängerbrücke gelangt.
Jede Jahreszeit hat hier wohl seinen eigenen Reiz – aber die Wassermassen sind jetzt im April, am Ende der Regenzeit, am gewaltigsten! Bis zu 10.000 m³/s Wasser schießen dann über den Rand der Schlucht in die Tiefe (am Ende der Trockenzeit, September & Oktober kann die Wassermenge auf nur 170 m³/s schrumpfen). Doch auch in den meisten anderen Monaten des Jahres wird der Wasserfall seinem Titel „Größter Wasservorhang der Erde“ gerecht – auch wenn sie nur ca. 100 m tief fallen, erstrecken sich die Fälle auf eine Breite von 1708m! Damit bleiben die Victoriafälle der breiteste durchgehende Wasserfall der Erde.
Auch wenn wir diesmal nicht hinter die Gischt in den Abgrund blicken, erinnern wir uns gerne zurück an unseren Vic-Falls-Besuch im April vor 2 Jahren – und die Erinnerungen sind uns noch so lebendig, dass ich beschlossen habe, diesen sonst etwas „Bild-armen“ Bericht-Tag mit ein paar Bildern von unserem damaligen Besuch zu würzen:
Wir waren dem Rat meiner Mutter gefolgt: „ Zieht Euch am besten gleich nur Badesachen und Flipflops an!“ – eine weise Entscheidung! Schon am Anfang werden wir ordentlich geduscht!!! 😄 🤩
Die Wassermassen im April sind unglaublich! Eigentlich möchte ich die Falls mal in einer anderen Jahreszeit erleben. Die „Klassischen“ Bilder mit den Regenbögen entstehen ja im Juli/Augst, bei „halb hohem“ Wasserstande. So weit können wir nun leider nicht entlang der Fälle blicken, denn die Gischt hüllt alles in dicksten Nebel!
Es ist eine unglaubliche Wucht, die einen hier umgibt, und der Weg über die 100 m hohe Brücke ist schon unheimlich – rundherum nur Wassernebel! Joel war damals noch sehr höhenempfindlich und ängstlich (8 Jahre) – und ich staunte, wie er über diese Brücke lief. Hinterher hat er mir gesagt, er habe sich selber die ganze Zeit gut zugeredet: „Now don’t panic! Stay calm and don’t panic and just move on!“ 😵 😎 . Es ist faszinierend - er scheint an diesem Erlebnis grundlegend ein Stück "Angst-bewältigungs-Strategien" gelernt zu haben, denn er geht seit dem ganz anders mit solche Situationen und mit seiner Anlage zur Höhenangst um: Souveräner - nicht leichtsinniger, aber er gerät nicht mehr so leicht in Panik und kann sich besser selbst regulieren! Tabea hingegen (damals 7) überstand es erst mal nur mit Tränen….
Dann der Blick zur Zambisch-ZImbabwischen Brücke – wenigstens hier bekommen wir einen Regenbogen!
Und in der Tiefe „The Boiling Pot“!
Dort wandern wir dann auch noch runter, schauen Bunjee-Jumpern zu und starren vor uns in die verrückten, angsteinflößenden Strudel:
Nachdem wir wieder den Berg hochgekraxelt sind, sind alle so verschwitzt, dass die Kinder eine erneute „Dusche“ wünschen, und nun bittet Tabea sogar darum, noch einmal über die Brücke zu gehen! Sie tut es tatsächlich mutig, und behält es nun doch noch als freudiges Ereignis in Erinnerung!
Jetzt, 2 Jahre später, erinnern wir uns alle noch ganz begeistert daran, und es ist schön, dass es keinem als „Angst-Erlebnis“ haften geblieben ist, sondern als einzigartig eindrücklich und überwältigend schön!
Kurz vor dem Ausgang zollen wir noch David Livingstone Respekt, der 1855 auf der Insel an der Kante mit seinem kleinen Boot anlegte.
Benni ist heute noch ganz glücklich über dieses Bild 🙂 , denn er hatte damals ein ausführliches Referat über Livingstone in der Schule erarbeitet gehabt!
David Livingstone nannte die kleine Insel vor dem Abgrund zu Ehren der damaligen Königin „Queen Victoria Island“. Diesen Namen trägt sie bis heute, und wer einen Nervenkitzel benötigt kann (soweit ich weiß allerdings bei niedrigerem Wasserstand) auch mit dem Boot dorthin übersetzten. Auf der Nachbildung am Eingang des "Parks" ist das zu sehen - hier allerdings ist die Insel als "Livingstone Island" benannt. Nun bin ich also etwas verunsichert, wie sie heute heißt...
Ich brauche diesen Nervenkitzel allerdings nicht, denn wenn man oben seitlich an der Kante steht, ist die Strömung neben einem und das laute Tosen, mit dem die Wassermassen in das vom Nebel umhüllte Nirwana stürzen, Furcht einflößend!
Tief beeindruckt beschrieb David Livingstone diesen Wasserfall als „das schönste, das er in Afrika je zu Gesicht bekam“. Und ich glaube, David Livingstone hat so manches Schöne und Beeindruckende auf dem afrikanischen Kontinent zu Gesicht bekommen!!!
Also, wer von Euch noch nicht dort war: auf zur Reise-Planung! 😉
freshy3'883 Beiträge · seit 201113. Nov. 2018 · #308
Rehema schrieb: Also, wer von Euch noch nicht dort war: auf zur Reise-Planung! 😉
Ja, ja, ich sehe dich mit dem Zaunpfosten winken! Noch ist unsere Planung für 2019 nicht in trockenen Tüchern, aber Sambia könnte evtl. Glück haben, dass wir es besuchen 😉 😄 .
Euer Familienfoto gefällt mir außerordentlich gut.
RehemaThemenstarter546 Beiträge · seit 201813. Nov. 2018 · #309
Meine liebe freshy, Du magst es nicht glauben, aber dieser Satz war gar nicht speziell an Dich gerichtet - denn ich wußte wirklich nicht, dass Ihr noch nicht an den Victoria Fällen wart! Nachdem Ihr es doch schon einige Male bis Kasane geschafft habt, ging ich davon aus, dass Ihr den "Abstecher" zu den Vic-Falls zumindest als Tagesausflug sicher schon mal gemacht habe. Da hab ich mich wohl geirrt. Nein, nein, es läge mir fern, jemanden zu seinem Glück zu drängen 😛 , aber es freut mich natürlich, dass Dir das Ganze mehr Lust auf Zambia zu machen scheint! 😏 Mit dem Hupe-Reiseführer waren wir auch unterwegs (denn der "Zambia-Malawi" war außer dem englischen "Bradt" der einzige, den ich zu Malawi finden konnte vor unserer Ausreise), und wir fanden ihn sehr gut und hilfreich! Auch wenn wir noch viiiiel zu wenig von Zambia gesehen haben! Ich werde also, sollte Eure Reise zustande kommen, sie mit ein klein wenig Neid begleiten..... (falls nichts aus einer gemeinsamen Wegstrecke werden sollte). Oder, auch falls wir nicht nach Tanzania ziehen können, eine weitere ausführliche Reise fest im Auge behalten! 😉
Nur so am Rande für Zambia: meine Freundin und Inhaberin der schönen Campsite "Sunga Moyo" am Lake Malawi, die sehr lange in Südafrika gelebt hat und auch Zambia gut kennt, hat mir für Zambia unbedingt die "Kapishya Springs" empfohlen (sie kennt dort auch den Inhaber einer Lodge). Das ließ sich dann in unsere Botswana-Tour von Strecke und Zeit leider nicht integrieren - aber falls Du mal gucken magst - vielleicht könnt Ihr es ja in eine Route mit einbauen!? Ich werde es dann in eine Route von Tanzania aus integrieren - da passt es von der Wegführung her besser.....
Viel Spaß weiter beim Planen oder Träumen - beides ist schön! 😉 Antje
freshy3'883 Beiträge · seit 201114. Nov. 2018 · #310
Guten Morgen liebe Antje, vielen Dank für deine lange Antwort.
Ich war mir nicht sicher, ob du mich meintest 😉 , habe deine Info jedoch zum Anlass genommen mitzuteilen, dass wir zwar noch nichts fest gemacht haben, aber weiterhin mit dem Ziel Zambia planen. Im Moment studieren wir die Bedingungen für die Anmietung eines Bushcampers. Es geht jedoch um 2019, und da werdet ihr wohl noch nicht in Tansania sein. Schade! Ein paar Zeilen bekommst du noch als PM.
Hallo Antje , vielen Dank für die Bilder von der "anderen " Seite der Fälle . Wir waren ja im Juni auf der Zimbabwe - Seite , was sehr beeindruckend war . Aber anscheinend ist es von Sambia aus auch sehr schön - ich bekomme direkt wieder Lust, loszufahren .
Liebe Grüße Conny
Bei unserem Besuch am 20. 06.18 hatten wir auch sehr viel Wasser und hohe Gischt . Trotz geliehener Capes waren wir gut " eingeweicht " , hat uns aber nicht gestört .
Namibia zum 1.
Elefantenrunde
Abschied für immer
Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?")
[url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
RehemaThemenstarter546 Beiträge · seit 201815. Nov. 2018 · #312
@ freshy - es freut mich, dass Ihr Euch nochmal wagt zu planen 😉
@ Conny, danke für die schönen Bilder von der "anderen" Seite. Da gibt es ja unterschiedliche Meinungen dazu - einige sagen, die zimbabwische wäre schöner, andere sagen es wiederum anders herum. Das beibt vermutlich ein persönlicher Geschmack - und wir kennen nur die zambische. Es war uns zu teuer, bloß dafür noch Visum für ZImbabwe bezahlen (mal 6 macht das gelcih ein Sümmchen aus...), und dort dann sicher nochmal Parkeintritt usw.... und zurück durch ZImbabwe fahren konnten wir damals leider nicht (hätte cih gerne gemacht!), denn da hätten wir bei Tete durch Mozambik gemußt, um nach Malawi zurück zu kommen, und da gingen damals wieder Autos in die Luft und es wurde dringend vor Reisen durch Tete abgeraten.... Inzwischen habe ich auch dazu von diversen Leuten wieder unterschiedliches gehört.
Schön, dass Du auch noch so treu mit dabei bist, Conny!
RehemaThemenstarter546 Beiträge · seit 201815. Nov. 2018 · #313
Mittwoch, 11.04.2018 - Fortsetzung Livingstone - Stadt, Gasflaschen und CraftMarket
Nach unserem „Foto-Shooting“ an den Vic-Falls und dem „mentalen Erinnerungserlebnis“ ist die erste Adresse in der Stadt „Ankufa“, wo wir ja glücklicherweise auf der Hinfahrt unsere alte, fast leere und nirgends befüllbare K-Gasflasche
gegen eine neue, volle Afrox-Gasflasche tauschen konnten,
mit dem Deal, das auf der Rückreise wieder zurück zu tauschen, und nur für das verbrauchte Gas zu zahlen (20 % des Neupreises war ausgemacht, d.h. wir haben den vollen Preis bezahlt, und wenn wir die Flasche in quasi neuem Zustand, nur mit reduzierter Gasfüllung, wieder bringen, würde er uns 80 % erstatten)!
(Falls jemand meiner Leser nicht von Anfang an dabei war, und jetzt irritiert ist: Die „Geschichte dieser Gasflasche“ ist in diesem Bericht auf Seite… zu finden. Die „Auflösung“ gibt es dann auch erst fast am Ende der Reise….)
Bei Ankufa läuft alles super! Der indische Inhaber nimmt uns die Afrox Flasche wie ausgemacht ab und erstattet uns die 80%, im Gegenzug bekommen wir unsere alte K-Gas-Flasche wieder. Noch besteht ja die Hoffnung, sie auf der Rückreise in Chipata, wo wir sie 2 Jahre vorher erstanden haben, wieder los zu werden.
Dann fahren wir zum Souvernirs-Markt, denn in Malawi gibt es unserer Ansicht nach sehr wenige schöne Schnitzereien u.ä., und Volker hatte dieser hier in Livingstone damals so gut gefallen!
Mit den Kindern war ausgemacht, dass sie sich von ihrem Taschengeld nochmal etwas kaufen können, falls sie das möchten. Wir haben besprochen, dass wir erst an allen Ständen vorbei laufen und schauen, was uns gefällt. Das ist einerseits eine gute Idee, andrerseits merken wir nach ca. zwei Dritteln, dass das wirklich seeeehr viele Stände sind!!!! 😕
Wir erleben die meisten Händler sehr freundlich und aufgeschlossen und wenig aufdringlich! So macht es Spaß zu gucken, hier und da mal zu quatschen, und über Dinge zu staunen, ohne sie gleich aufgedrängt zu bekommen! Ich betrachte ausgiebig einige Malereien, was ich selten tue – doch hier gibt es einige Künstler, die einen für mich faszinierenden, eigenen Stil entwickelt haben, Tiere zu malen: gekonnte Formen, mit manchmal unüblichen Farben in Szene gesetzt, meist noch mit einem kleiner „Kniff“ in ausdrucksstarken Blicken oder Haltungen. Am liebsten würde ich ganz viele davon kaufen, und unsere großen weißen Wände in Blantyre damit voll hängen! Ich male und zeichne selber gerne – das ist eines meiner (schon lange nicht mehr zum Zuge gekommenen) Hobbies!
Jetzt bereue ich, keine Fotos gemacht zu haben, aber ich fühle mich immer ziemlich doof, wenn ich beim „Durch-die Stadt schlendern“ herum knipse. Das ist mir zu auffällig, ich mag das nicht. Aber leider kann ich Euch deshalb jetzt keine schönen Bilder zeigen! Mit zwei der Künstler unterhalte ich mich auch länger, und bin ganz fasziniert über ihre Ansichten und ihre komplexen Gedanken zu ihren Werken! Manche haben auch inspirierende Sprüche in ihre Kunstwerke mit eingearbeitet – das ist Poesie und Kunst auf hohem Niveau! Ich bin wirklich fasziniert!!!!
Volker muß zwischendurch vehement einige „Bettler“ davon abhalten, unser angeblich völlig „verdrecktes“ Auto zu waschen! „I said NO! No, no, no please! Don’t wash it – otherwise I will get into trouble with my kids!!!” 😣 – die möchten ja gerne, dass es in diesem “coolen“ Zustand noch in Blantyre ankommt! Denn auch DAS ist schließlich KUNST!!! 😄
Nach 1 ½ h sind wir endlich am Ende aller Buden angekommen, völlig erschöpft, und inzwischen wollen wir kaum noch etwas kaufen! Wir haben uns satt gesehen an den schönen Dingen! Am Ende ersteht Benni einen besonderen Elefant aus grünem Malachit-Stein, Tabea ein kleines Bild einer Giraffe, Joel ein Armband, und Hannes eine Sammlung diverser alter Münzen! Volker und ich kaufen einige kleine Tiere als „Mitebringsel“, wenn wir wieder nach Deutschland reisen, wie diese kleinen Holztiere
Oder die kleine Elfantenherde, die einige Monate später Joels Botswana-Tisch in der Schule zieren wird:
Ganz besonders finden Benni und ich diese kleinen Specksteingiraffen mit ihren dicken Bäuchen und kurzen Hälsen:
Solche habe ich wirklich noch nirgends gesehen – nicht in 30 Jahren Kenya, nicht in Tanzania, nicht in Malawi!
Dann heißt es noch einmal ordentlich „sparen“! 😛
Dieses Bild ist, glaube ich, zwar aus Chipata. Aber SPAR wird für uns immer eine Verbindung zu Livingstone haben. Denn als wir vor 2 Jahren hier waren, gab es SPAR noch nicht in Malawi, und wir haben hier unsere Essensvorräte aufgefüllt. Immer gespickt mit Volkers leicht sarkastischem Kommentaren: „Kaufen sie hier und kaufen sie viel, Sie können eh nur sparen!“. Tja, Werbelügen, die uns so umgeben….. Hier in Deutschland ist das besonders schlimm. „Wir kaufen uns glücklich!“ ist ja nur eine der vielen Lügen, die uns hier von großen Plakaten anplärren….. 😠
Es ist dann schon früher Nachmittags, ehe wir wieder in der Maramba River Lodge einrollen. Wir genießen nochmal die freie Zeit an einem wunderschönen Ort, denn es stehen uns drei lange Fahrtage bis Blantyre bevor!
Benni knipst dieses Bild in der Annahme, dass diese Meerkatze einen ganz besonders langen Schwanz hat:
Als er selber merkt, dass das ein Kabel ist, lacht er sich schlapp über seinen eigenen Irrtum! 😗
Diese Viecher waren diesmal wirklich aufdringlich, und ich war beim Kochen nur noch Dank meiner starken Beschützer sicher: unsere Jungs standen um mich herum mit ihren Zwillen! Und es ist wirklich so, wie ich gelesen habe: Affen haben vor Kindern gar keinen Respekt, vor Frauen wenig, und reagieren am allermeisten erst dann, wenn ein Mann sich mit ihnen angelegt! Kaum zu glauben, aber sie lassen sich wirklich nicht von mir, hingegen aber von Hannes einschüchtern!!!! Tja, so ändert sich der Gang der Dinge, und mein 13-Jähriger ist nun schon zu meinem Beschützer geworden! 😏
Mzeekenya527 Beiträge · seit 201315. Nov. 2018 · #314
7. November 2018, 22:57 (aus der Postbox, die du offenbar nicht besuchst...)
Hi Antje, habe gesehen, dass du noch ein paar Posts über eure Reise nachgetragen hast. Ja, die Grenzübertritte werden in Schwarzafrika nicht einfacher... Ich scheine zudem ein feines Händchen bei Polizeikontrollen zu haben; ich bin gegen Schikanen bei Polizeikontrollen und bei den Grenzübertritten inzwischen eher allergisch und kann in manchen Situationen meine Klappe nicht halten. Trotz zahlreicher unerfreulicher Situationen kann ich meine Hände noch nicht von Ostafrika lassen: Mitte Dezember bin ich - mit meinem Sohn Urs - wieder für einige Monate in Kenia und auch in Uganda und/oder Tansania. Die mitteleuropäischen Winter sind für mein Wohlbefinden nicht förderlich und ich nehme es deshalb in Kauf, mich mit dem einen oder andere Officer und Beamten rumzustreiten. Ich hoffe, dass sich eure Wünsche bezüglich Afrika erfüllen werden und ihr noch viele schöne Jahre auf dem Schwarzen Kontinent verbringen könnt. Herzliche Grüsse. WILLI
PS. Ich lese deine Beiträge noch immer mit Vergnügen :-))
RehemaThemenstarter546 Beiträge · seit 201827. Nov. 2018 · #315
Donnerstag, 12.04.2018 Livingstone – Lusaka
Heute geht es bis Lusaka, ins uns bereits bekannte Eureka Camp. Auf der Hinfahrt hatten wir uns ja kurz das sonst auch bekannte „Pioneer’s Camp“ angeschaut, und einstimmig beschlossen, dass wir Eureka klar vorziehen!
Vor der Abfahrt möchte Benni UNBEDINGT noch mit Selbstauslöser mit seiner Kamera ein Familienfoto machen – und er krampft ein bisschen auf einem krummen eingeschlagenen Holzpflock herum. Meine Anmerkung, dass das Gegenlicht sei, hört er irgendwie nicht.
Naja – so schlecht ist es gar nicht mal geworden, und er hat sich seinen „Abschied“ von der wunderschönen Maramba River Lodge verewigt! Sollten wir jemals wieder nach Livingstone kommen, wird dieser Ort hier uns ganz gewiss wieder sehen!
Noch einmal fahren wir durch das beschauliche Livingstone – es ist uns gelungen, unser Auto ungewaschen durch zu kriegen!
Als kleine Anmerkung noch zu Livigstone für solche unter Euch, die noch nicht dort waren und einen Besuch planen: Bei unserem ersten Besuch waren wir sowohl im Eisenbahnmusem als auch im Livingstone Museum. Ersteres lohnt sich aus unserer Sicht eher nicht – es ist sehr teuer und bietet wenig (da ist selbst das inzwischen etwas verlodderte Eisenbahnmuseum in Nairobi lohnenswerter!).
Gut ist noch eine Ausstellung in einem Raum mit viel Geschichte zu den Juden in Zambia – und deren Beitrag zur zambischen Wirtschaft/Entwicklung.
Das Livingstone Museum hingegen ist eine ganz klare Empfehlung von uns!
Auch für kleinere Kinder bietet es viel Abwechslungsreiches! Dafür zahlt man auch erstaunlich wenig. 2 h sollte man dafür schon einplanen – Fotos von innen habe ich allerdings nicht.
RehemaThemenstarter546 Beiträge · seit 201827. Nov. 2018 · #316
entschuldigt - doppelt! Ich dass in einem Cafe beim Sport unseres Sohnes mit sehr schlechtem Internet und es bewegte sich nichts. Dann hab ich nochmal auf den Button gedrückt. Ewig ging immer noch nichts. Und nun war's doppelt - also hab ich einmal wieder gelöscht! Entschuldigt! So ist das mit der Ungeduld.... 😊
freshy3'883 Beiträge · seit 201127. Nov. 2018 · #317
Hallo Antje, sehe ich doppelt, oder hast du den Beitrag doppelt eingestellt? Um jegliches Missverständnis zu vermeiden: ich trinke den ganzen Tag über nur Wasser 🙄 . Wohin platziere ich denn nun mein Dankeschön?
RehemaThemenstarter546 Beiträge · seit 201827. Nov. 2018 · #320
Also ihr Lieben, ich kann Euch beruhigen: es war WIRKLICH doppelt - und lag NICHT an Eurem alkoholisierten Wasser! 😄 Ich habe es korrigiert und einmal den Inhalt gelöscht....