Botswanas Beasts & Beauty im April

Reisebericht 342 Antworten · 51,7k Aufrufe · gestartet 18. Apr. 2018 von Rehema
527 Beiträge · seit 201312. Juni 2018 · #181
Rehema schrieb:

SM-Impala2.jpg


ein wunderschönes, nahezu perfektes Impalabild. Gratulation dem Fotografen/der Fotografin.
W.
Themenstarter546 Beiträge · seit 201819. Juni 2018 · #182
Danke, Willi! So ad hoc hab ich gedacht: dieses Lob geht an Volker. Nun habe ich die Bilder nochmal durch geschaut und stelle fest: dieses Bild findet sich eindeutig nur unter denen von Bennis Kamera! Die hatte zwar ich auch ab und zu mal in der Hand - aber ich bin mir ziemlich sicher, dass an diesem Morgen Benni fotografiert hat - denn ich bin bis Third Bridge gefahren! Also: eindeutig ein Lob für den NachwuchsFotografen, der sich darüber sehr gefreut hat!!! 😉

Ansonsten: entschuldigt die lange Pause!
Meine Mutter, die hier still mitliest, fragte schon, ob wir auf dem Wege nach Third Bridge stecken geblieben sind…. Oder ob ich eher zwischen Umzugskiste 15 und 20 Stecken geblieben sei? Weil es hier gar nicht mehr vorwärts geht!?
Letzteres ist der Fall…. Wobei im Moment weniger zwischen Kisten, als mehr zwischen Autoreparaturen, Autoverkäufen, immer wieder doch Dinge, die am Haus nach wie vor kaputt gehen (ich wollte mich darum nicht mehr kümmern, aber nun haben wir einen durchgerosteten Boiler auf der Zwischendecke, und da lief uns das Wasser rein…. Da musste ich leider nochmal den Plumber holen… 😠 ), Abschiedsfeiern, kranken Kindern (und auch selber krank), Autokauf in Deutschland übers Internet (was heutzutage alles möglich ist!!! 🤩 ) u.v.m.
Ja, und dann waren wir am Samstag mal wieder im Majete Park (ca. 1 1/2 h entfernt von Blantyre), und eigentlich wollte ich da mal einen Bericht unseres Tagesausfluges ins Forum einstellen, da es so wenig Infos hier über Malawi gibt (und da Annick ja bald hier her reist – da wollte ich Dir, Annick, davor noch etwas Vorfreude machen! 🙂 ). Aber da sind die Bilder noch nicht durchsortiert.
Und außerdem ist es blöd, so lange zwischen SG und Third Bridge zu hängen, oder? Also versuche ich hier noch ein wenig Fortsetzung. Und da ich die Bilder größtenteils schon rausgesucht habe, sollte das bis heute abend wohl noch klappen! Bis denn!
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
Themenstarter546 Beiträge · seit 201819. Juni 2018 · #183
Fortsetzung Moremi – SG-Third-Bridge(2):

SM-Weg1.jpg


Nach der ersten ziemlich tierlosen Stunde wird der Rest der Strecke wirklich schön! Wir werden ständig begleitet von den üblichen Genossen – Impalas, hin und wieder mal Kudus, Hornbills, Frankolin und Stare

S-Star.jpg


S-Star2.jpg


und zur Abwechslung auch mal diese hier:

SM-Steenbock1.jpg


SM-Steenbok.jpg


Da gab es nun lange Diskussionen, was das war – sie ähneln den Dikdik, die in Ostafrika häufig anzutreffen sind, sind aber viel brauner. Unsere Kinder wälzen die Bestimmungsbücher und sind sich einig: es sind „Steenbok“. Was sagen die Experten Botswanas dazu?

Ein weiterer Hase erfreut uns auch an diesem Morgen

SM-Hase.jpg


Und endlich schauen uns auch mal zwei Büffel an, die sich etwas gelangweilt in der Morgensonne räkeln:

SM-Büffel1.jpg


SM-Büffel2.jpg


Nach einer Weile setzt der eine sich in Bewegung, und bald darauf erhebt sich auch der andere:

SM-Büffel5.jpg


SM-Büffel51.jpg


SM-Büffel52.jpg


Hin und wieder treffen wir auch einige Elefanten an, aber diesmal etwas weiter weg und zwischen Büschen, so dass es nicht für Bilder lohnt.
Dann begrüßt uns nochmals eine Zwergmangusten-Familie, die neben der Straße anscheinend in einem Termitenhügel wohnen.

SM-Mongoose11.jpg


SM-Mongoose.jpg


SM-Mongoose2.jpg


Langeweile überbrücken v.a. Joel und Tabea mit Kritzeleien in ihrem „Statistik-Block“, in welchen sie dann nach erkennbaren Formen suchen (wie das „Wolkenspiel“, was sich auch gut für lange Autofahrten eignet), und zeichnen daraus immer wieder erstaunlich lustige Dinge:

SG-A1.jpg


So langsam knurrt uns der Magen, aber eine schöne Stelle, an der wir Frühstückspause machen wollen, haben wir noch nicht so recht gefunden. Hin und wieder haben wir Abstecher auf die kleinen Wege neben der Straße versucht, aber es ist hier doch recht „wässrig“ – rechts und links der Straße steht oftmals das Wasser, oder spätestens wenn man ein paar Meter auf den kleinen Wegen gefahren ist, sieht das ganze nicht mehr sehr vertrauenserweckend aus:

SM-Weg.jpg

(Ganz so eine Schieflage hatten wir nicht - ich weiß nicht, warum das so geraten ist. Vielleicht hat sich der Fotograf gerade vor Hunger gekrümmt 🙄 )
Es sind dort auch nirgends frische Reifenspuren zu erkennen, und es wimmelt auch nicht gerade von Verkehr (zweimal ist uns bis Third Bridge ein Auto entgegen gekommen), so dass wir da ab des Weges evtl. doch leicht verloren gehen könnten…. Also drehen wir meist schnell wieder u zur Hauptstraße.

Einen Abstecher zu einem nahe gelegen Pool rechts der Straße versuchen wir dann aber doch noch, und finden dort einen wirklich schönen Platz, um unsere Mägen zum Schweigen zu bringen! Hier sind zwar keine Hippos im Wasser, aber jede Menge Impalas am gegenüber liegende Ufer, die eine wahre Zirkusvorstellung vorführen! Ich habe hierzu keine Bilder gefunden, und weiß nicht, ob das daran lag, dass sie doch verhältnismäßig weit weg waren, oder dass man ihre fantastische Sprünge nicht auf Bildern einfangen konnte, oder daran, dass wir hautsächlich mit Essen und Kaffee trinken beschäftigt waren.
Sie jage einander, springen zickzack, und die die Luft – es ist zu lustig! Und immer, wenn wir uns aufraffen wollen zu gehen, kommt wieder eine abwechslungsreiche Vorführung, dass wir uns gar nicht losreißen wollen!
Diverse Vögel – Gänse, Reiher, Ibisse u.a. sind auch mit dabei, und es tut gut, in der Stille ohne Motorengeräusch diese schöne Natur auf sich wirken zu lassen.

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SM-Ibis.jpg


SM-Vögel3.jpg


SM-Vögel4.jpg


SM-Vögel2.jpg


Am Ende waren wir sicher eine halbe Stunde lang hier, doch dann blase ich zum Aufbruch – denn eigentlich möchte ich in Xakanaxa doch noch 1 oder 2 h lang eine kleine Bootstour machen, und so habe ich grob überschlagen, dass wir spätestens um 11 in Third Bridge sein sollten.

SM-Vogelschwarm.jpg
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
zuletzt bearbeitet 19. Juni 2018
5'479 Beiträge · seit 200919. Juni 2018 · #184
Rehema schrieb:
SM-Steenbock1.jpg


SM-Steenbok.jpg


Da gab es nun lange Diskussionen, was das war – sie ähneln den Dikdik, die in Ostafrika häufig anzutreffen sind, sind aber viel brauner. Unsere Kinder wälzen die Bestimmungsbücher und sind sich einig: es sind „Steenbok“. Was sagen die Experten Botswanas dazu?

Richtig bestimmt!
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter546 Beiträge · seit 201820. Juni 2018 · #185
Fortsetzung Moremi – SG-Third Bridge(3):
Zurück auf der Hauptstraße kommt nun etwas Abwechslung auf – endlich sehen wir auch mal ein paar Tsessebe oder auch „Topi“ (oder auch „Damaliscus lunatus“, wenn man mit Hannes mithalten will – er wiederholt das in den folgende Tagen mehrmals, damit er es sich merkt. Ich muss ihn vielleicht mal wieder abfragen, ob es auch heute noch sitzt? 🤨 ),

SM-Topi.jpg


und um sie herum tanzen einige Zebras!

SM-Zebra1.jpg


SM-Zebra4.jpg


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Auch hier bekommen wir eine Vorführung – zwei Zebrabullen vertragen sich nicht so gut, und jagen einander im Kreis – u.a. um unser Auto herum!

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SM-Zebra3.jpg


Uns tut besonders gut, dass die Landschaft hier nun immer lichter wird, und man rechts und links der Straße auch mal weiter schauen kann! Dieses ständige Gestrüpp direkt neben einem strengt irgendwie an! Ich werde wohl doch bis ans Ende meines Lebens ein Kind Ostafrikas bleiben – denn nichts liebe ich mehr, als den weiten Blick über endlose Grassavannen, in denen hin und wieder eine Schirmakazie das wunderschöne Bild vervollständigt! Auch dem Rest meiner Familie geht es hier ähnlich. Insofern müssen wir sagen: Ja, der Moremi ist schön, und einzigartig – aber er wird wohl nicht unser absoluter Favorit werden (nun höre ich einen Shitstorm aus dem Forum! 🤪 Aber das sind nun mal persönliche Geschmäcker).

SM-ZebraGnu.jpg


SM-Gnu.jpg


Ah, ich sehe, ich habe doch ein einziges halbwegs gelungenes Elefantenbild unterschlagen!

SM-Ele.jpg


Irgendwann fahren wir über „4th Bridge“, 1st und 2nd Bridge.

SM-4thBridge.jpg


SM-4thBridge2.jpg


und bald häufen sich kleine Pools rechts und links der Straße, was wohl ein Zeichen dafür ist, dass wir uns den Wasserläufen des Deltas nahen! In einem liegen sogar einige Hippos, aber diese sind gerade wenig unterhaltsam drauf, und so verweilen wir hier nicht all zu lange.

SM-Hippo.jpg


Zwischendurch laufen auch mal einige Strauße neben uns her

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Und bald darauf tut sich vor uns eine weite Eben auf, wo sich zur Abwechslung mal mehr als ein einzelnes Gnu tummeln, und wir erspähen das „Eingangstor“ zum Third Bridge Camp site! Es ist ca. 10:30 – also sind wir gut in der Zeit. Wir hätten aber nicht noch mehr bummeln dürfen!

SM-Third1.jpg


SM-Third2.jpg


Deshalb Fazit für diese Strecke:
Ich habe anhand der Tracks4Africa Karte (die ca. 2 h für diese 40 km angibt) geschätzt, dass wir mit Pausen und Tierbeobachtungen vermutlich ca. 4 h brauchen, und das muß man wohl auch so einkalkulieren, wenn man nicht nur durch rasen will (wir waren nun ca. 4 h und 15 min. unterwegs).

Hier bei Third Bridge machen wir eine kleine Pinkelpause und treffen – „unsere“ südafrikanische Kolonne mit ihren Anhängern wieder! Wir unterhalten uns eine Weile, ich schaue mir noch einige Campsites an – und bin gar nicht böse, dass wir nicht hier übernachten und ca. das Doppelte von South Gate bezahlen. Denn: zwar gefällt uns die Umgebung sehr gut, aber die CampSites selber sind auch völlig „verbuscht“. Vielleicht ist das nur in der Regenzeit so – aber alle Plätze sind umgeben von dichtem Gestrüpp, und man hat keine Sicht auf die hier doch nah angrenzenden Wasser.

SM-Third3.jpg


Benni hat aber irgendwo hier noch einige Lechwe hübsch erwischt:

SM-Lechwe1.jpg


SM-Lechwe2.jpg


So sind wir glücklich mit unserer Campsite-Wahl am South Gate! Und nach einer kurzen Unterbrechung machen wir uns auf nach Xakanaxa!

Und wo hält sie sich denn nun versteckt, diese legendäre „Third Bridge“??? Denn wir haben sie bisher noch nicht erspähen können!?
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
zuletzt bearbeitet 20. Juni 2018
1'523 Beiträge · seit 201120. Juni 2018 · #186
Guten Morgen Antje,

Du sprichst mir aus der Seele......Diese Weite der ostafrikanischen Savannen vermisse ich im

südlichen Afrika immens........wenn nur die ganze negative Entwicklung dort in vielerlei Hinsicht

nicht wäre.......

lg ......BMW
Themenstarter546 Beiträge · seit 201820. Juni 2018 · #187
Benni hat mich gerade korrigiert: "Nein, Mama das war 1st und 2nd Bridge! Die 4th Bridge ist die ganz lange zwischen Third Bridge Camp und Xhakanaxha!"

Ich hab es eben auf der Karte nachgeschaut und - er hat natürlich Recht!

Ich habe es soeben im Bericht korrigiert.
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
527 Beiträge · seit 201320. Juni 2018 · #188
Rehema schrieb:
Ich werde wohl doch bis ans Ende meines Lebens ein Kind Ostafrikas bleiben – denn nichts liebe ich mehr, als den weiten Blick über endlose Grassavannen, in denen hin und wieder eine Schirmakazie das wunderschöne Bild vervollständigt!
Damit du nicht ganz vergisst, liebe Antje, wie die Savanne aussieht und wie unvergleichlich ein Sonnenuntergang (hier im Amboseli) das Herz berührt, schicke ich dir einen fotografischen Gruss aus Ostafrika.
W.


Amboseli,Abend.jpg
Themenstarter546 Beiträge · seit 201821. Juni 2018 · #189
Fortsetzung Moremi – Third Bridge-Xakanaxa:
Das ist schon irgendwie lustig mit der Third Bridge. Denn sie ist ja sozusagen direkt hinter dem ThirdBridge-Eingangshäuschen (hier blick zurück), aber von der Campsite aus ist sie nicht zu sehen. 🤨

SM-ThirdB.jpg


Uns ist zunächst nicht klar, wo wir lang müssen, denn der nach „Hauptweg“ aussehende Pfad ist gesperrt. Also wieder raus durch das Eingangstor und um eine Kurve - und da ist sie plötzlich direkt vor uns!
Das eine Auto mit Anhänger der Südafrikaner wartet dort auf seinen „Rest“, und läßt uns vorbei (oder ist er sich nur noch nicht so sicher, ob er durch dieses viele Wasser will??? 🙄 )

SM-ThirdB1.jpg


SM-ThirdB2.jpg


Ich habe nur Bilder im Rückblick – vermutlich waren wir vom Anblick dieser langen „Wasserstraße“ doch recht beeindruckt! Es kommt hier auf den Bildern gar nicht so gut raus, wie weit die Strecke durch das Wasser ist – diejenigen von Euch, die bereits dort waren (und das sind, glaube ich, ziemlich viele meiner Leser), können es sich aber sicher vorstellen, auch wenn Ihr bei niedrigerem Wasserstand da gewesen sein wolltet. Wobei – wenn ich es recht kapiert habe, schwillt das Delta ja erst nach der Regenzeit an – so dass im Juli /August zwar die Straßen trockener, in unmittelbarer Deltanähe die Wasserpegel aber höher sind.

Die Kinder finden das sehr cool, Volker denkt glaube ich im Stillen drüber nach, wie er da am besten durch fährt, und ich freue mich einfach nur, dass wir endlich selber hier sein dürfen!

SM-ThirdB3.jpg


Tja, und dann wird’s einmal ordentlich „wässrig“ um uns herum, und kurz taucht sogar die Kühlerhaube unter 😮 und das Wasser fließt uns zur Windschutzscheibe entgegen! Wow! Damit hatten wir irgendwie nicht gerechnet, so sah das gar nicht aus!
Aber möglicherweise habe ich einfach von Euren vielen Berichten her gedacht,: dies ist ja eine gängige Straße, also fährt man hier einfach durch, ohne sich viel Gedanken zu machen. Es ist ja keine Flußdurchfahrt am Khwai! Und Volker hatte Vertrauen in meine Routenplanung. Und weder die Ranger bei Third Bridge noch die Südafrikaner äußerten irgendwelche Bedenken! Deshalb ist keiner zu Fuß vorher durchgewatet, um, die Tiefen zu testen (die Kinder hätten das sicher liebend gerne übernommen!)
Naja, und was wollen wir schon? Es ist ja problemlos gut gegangen – vermutlich, da der Untergrund überall fest genug war!
Dann hoppeln wir noch über die Holzbalken der Brücke, und ganz verstehe ich nicht, warum sie diese lange Brücke nicht noch ein paar Meter länger gemacht haben – wenn da sozusagen immer das Wasser steht? Ach; vielleicht wollten sie den Besuchern einfach ein bisschen Spaß lassen!?

SM-ThirdB4.jpg


Die Kinder sind ganz fasziniert – und noch mehrmals durch den restlichen Tag müssen wir ein quälendes „Bitte, nochmal zurück und über Third Bridge!!!“ ertragen…. 🤩 🤩 🤩 🤩

Das Stück zwischen Third Bridge und Xakanaxa ist schöne Landschaft! Das gefällt uns sehr!

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Einige Lechwe und Zebras tummeln sich hier

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Irgendwann passieren wir 4th Bridge (ja, jetzt hab ich die Reihenfolge richtig herum!)

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SX-2ndBridge2.jpg


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Und kurz vor Xakanaxa, wo der Wald wieder beginnt, treffen wir mehrmals Elefanten an:

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SX-Ele4.jpg


Wir suchen die BootStation bei der Campsite – so hatte man es mir als Auskunft per email angegeben. Erst treffen wir auf ein kleines Schild mit „Boating here“, wo auch gleich jemand auf uns zugestürmt kommt – er hat wohl nicht so viele Kunden derzeit? Irgendwie überzeugt uns das Ganze nicht, und wir fahren weiter.
Kurz danach kommt dann auch die Campsite, hinter der die „offizielle“ Bootstation liegt.
Ah, diese Campsite ist wirklich sehr schön! Unter den Bäumen, am Ufer mit Schilf, und mit Blick auf das Wasser des OkavangoDeltas!

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Es sieht aber recht verlassen aus – ein einzelner Camper sitzt auf seinem Stuhl – sonst ist alles leer. Ich hatte hier angefragt, und eine Absage bekommen, da alles „fully booked“ wäre. Ob wirklich alle unterwegs sind, und heute Abend noch aufschlagen? Wir können uns das kaum vorstellen, denn auch bis zum Abend begegnen uns fast keine Autos!

Auch wenn es von Third Bridge nur nochmal eine gute Stunde war – es tut gut, aus dem Auto zu steigen, sich zu strecken, zu laufen und kein Motorengeräusch ums ich zu haben! Irgendwie sind die Wege im Moremi echt sehr holperig, und wir sind ordentlich durchgeschüttelt! 🙁 🤢 🤪

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Wir finden bald den Bootsführer und vereinbaren, dass wir uns in einer viertel stunde am Boot treffen. Er will 580 Pula pro Stunde für das Boot – das finden wir in Ordnung. Da sein kleines Boot kaputt ist, bietet er uns den „Doppeldecker“ für den gleichen Preis an. Es ist ca. 12:15 als wir ankommen, und so vereinbaren wir eine Bootsfahrt von ca. 1 ½ h.
Jeder sucht sich noch eine Toilette, und wir essen schnell noch was zu Mittag, dann kommt unser guide auch schon an, und los geht’s aufs Wasser!

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Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
zuletzt bearbeitet 21. Juni 2018
Themenstarter546 Beiträge · seit 201825. Juni 2018 · #190
Fortsetzung Moremi – Xakanaxa Bootstour:

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Zunächst geht es etwas durchs Schilf, vorbei an den paar Lodges, und dann auf offenere Wasser.

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Nun sind wir also wirklich im Delta – AUF dem Delta sozusagen! Es ist schon schön, jetzt noch ein wenig mit Boot unterwegs zu sein. Initial hatte ich das erst gar nicht so eingeplant – dachte dann aber doch, dass es bei so viel Auto Fahrerei nochmal ein schöne Unterbrechung sein könnte. Bei meinen Recherchen (im Forum und an andern Stellen) war der allgemeine Tenor, dass die Bootstouren bei Xakanaxa besser wären als die von Third Bridge/Mboma Boat Station. Außerdem fährt man von Third Bridge wohl nochmal fas 1 h bis man die Bootstation erreicht.
Hier finden wir es wirklich schön, und sind sehr glücklich, dass wir das noch eingeplant hatten – und dass es nun von der Zeit her auch noch rein passt.

Die Landschaft ist einfach schön, und den Kindern gefällt besonders, wie sich das lange Schilfgras beugt und in Wind und Wellen wiegt!

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SX-Boot2A.jpg


Bald kommen Seerosen und Wassernüsse. Unser guide ist in Ordnung, aber kann mit BG vom Chobe River nicht mithalten. Dennoch – er ist freundlich, und stolz auf sein Deutsch, das er mit all den Touristen fleißig weiter ausbaut. Seine Begründung: „Aaah, you have to surprise and impress them somehow!“

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Hin und wieder sitzt irgendwo ein Kormoran oder Pelikan, und wir alle suchen vergeblich nach Krokodilen oder Hippos.

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Immerhin: Jeder von uns genießt diese ganz andere Landschaft, und diese andere Art, unterwegs zu sein! Es ist auch schön, dass wir diesmal sogar das Boot mit Oberdeck haben – die Sicht ist dadurch einfach besonders schön!

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Auf einer der kleinen Inseln sehen wir in der Ferne einige Lechwe-Antilopen.

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Joel und ich finden es besonders interessant, nach all unserem theoretischen Botswana-Wissen einen kleinen Ausschnitt des Deltas so erleben zu können. Und wenn man sich umschaut, fällt es einem nun auch leicht, zu glauben, dass das Delta mit seinen 15.000qkm auf dieser gesamten Fläche nicht mehr Gefälle als 2 m hat! Deshalb dauert es auch so lange, bis das Wasser sich ausgebreitet hat! Einen Monat dauert es, bis das Wasser die ca. 1200 km aus Angola bis zum Delta geflossen ist – aber 4 Monate dauert es, bis es sich in Botswana ausgebreitet hat! Ich finde das schon irre, und wenn man es nur liest so schwer vorstellbar! Aber wenn ich mich umschaue (und was mein Auge rundherum sieht, ist ja nur ein Mini Ausschnitt des gesamten Deltas), wird das Ganze doch glaubhaft!

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.....geht gleich weiter.... 😏

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Wir fahren noch weiter auf den Wasserwegen, die nun immer enger werden, und unser guide muss immer mal wieder die Schlingen der Wassernüsse aus seinem Außenbordmotor entwirren. Aber auch hier will sich partout kein Getier sehen lassen! Es läßt sich zwar erkennen, wo Elephant-Crossings stattfinden, aber im Moment möchte sich dort leider keiner zeigen. Schade – ich hätte mir Elefanten im Wasser neben dem Boot schon gewünscht. Und gleichzeitig sin wir alle nicht zu sehr enttäuscht, da wir ja insgesamt in den vergangenen Tagen schon so viele schöne Tiere gesehen haben!
So tuckern wir gemütlich wieder durch die Wasserstraßen zurück. An einer Insel halten wir noch an, und unser guide und die Kinder vertreten sich kurz die Beine.

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Wußtet Ihr, dass die meisten dieser Inseln durch Ablagerungen der Salze an Termitenhügeln entstehen? Dort dann Bäume wachsen, und sich um die Wurzeln weiteres ablagert, und es somit zum „Festland“ wird? Allerdings bleibt für mich etwas als Fragezeichen, wie Termitenhügel im Wasser entstehen…?
Es ist schon einzigartig, das OkavangoDelta, und wir finden es sehr besonders, dass wir diesen Ort besuchen dürfen!

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Hin und wieder läuft neben uns ein Lillytrotter auf den Wassernüssen und Seerosen her, und ein Pelikan hebt ab.

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Aber das ist so ziemlich alles, was wir an Tieren zu sehen bekommen. Zwischendurch treibt mal ein großer aber toter Catfish neben unserem Boot. Also, wenn man das schon als angenehme Abwechslung wahr nimmt.... Naja - somit ist dieser BootsTrip nun nicht gerade der Brüller, aber wir hatten unsere Erwartungen schon davor etwas runter geschraubt, und als Abwechslung zum ewigen Im-Auto-Sitzen ist es das allemal Wert. So sagen wir uns: genießen wir den friedlichen Blick, und sind zufrieden mit dem, was wir haben!

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Die Zeit hat unser Bootsführer sehr gut im Blick – ziemlich genau nach 1 ½ h steuern wir die Anlegestelle wieder an.
Noch ein Blick zurück:

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Und dann geht’s auch schon wieder an Land

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Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
zuletzt bearbeitet 25. Juni 2018
Themenstarter546 Beiträge · seit 201826. Juni 2018 · #191
Fortsetzung Moremi – Xakanaxa-South Gate:
Es ist ca. 2 Uhr. Also sind wir gut in der Zeit. Wir nehmen die Schleife an den Lodges vorbei wieder zurück zum Xakanaxa Gate. Ich bin erst sehr verwirrt, warum es hier ein „Moremi-Gate“ gibt – erkläre mir das aber damit, dass es ja IM Delta sehr viele Lodges gibt, die nur mit Boot oder Flugzeug zu erreichen sind, und von wo aus Touristen dann wohl über den Wasserweg in den Moremi gelangen.
Hier tummeln sich nochmal einige Elefanten, was uns sehr freut!

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Wir schätzen, dass wir für die schräge Strecke nach South Gate etwa 2 ½ h benötigen. Deshalb haben wir noch Zeit, eine kleine Runde zu den Paradise Pools zu drehen. Das ist nicht spektakulär, aber hat sich für uns dennoch gelohnt: hier finden wir einige Impalas und Lechwe, die Landschaft ist noch etwas offener. Es bietet sich einfach eine friedliche, schöne Stimmung.

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Leider haben wir nicht so viele Tage, um auch noch die Strecke nach North Gate abzufahren – das würde mich schon reizen, erhoffe ich mir hier entlang des Wassers doch eher noch mehr Tiersichtungen. Aber: man kann nicht alles haben! Und so biegen wir bald nach rechts ab auf die Straße nach South Gate.
Dass die allerdings so langweilig sein würde, hatten wir nicht erwartet. Hier gibt es vor allem eines: reichlich dichtes Gestrüpp rechts und links der Straße! 😠 😠 😠 Ich hatte Euch ja schon sehr früh in meinem Bericht gesagt, dass Ihr dieses Wort von mir noch öfter hören würdet….. 😈 Aber es ist wirklich so: es nervt sehr! Wenn man schon keine Tiere sieht, finde ich es immer schön, wenn man wenigstens Landschaft sieht. Nun will ich nicht abstreiten, dass Gestrüpp auch Landschaft ist. Aber für mein Empfinden eben doch sehr eintönige, und es macht einen auch irgendwie kurzsichtig. Ich fühle mich beim aus dem Fenster schauen, wie wenn eines meiner Kinder mir ein Blatt zum Lesen viel zu nah vor die Nase hält! 😵

Dann endlich mal etwas Abwechslung – als uns neben der Straße ein Büffel etwas gelangweilt aus seinem „SPA“ anschaut:

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Na, der guckt ganz so begeistert, wie ich mich hier fühle! Also bitte, selbst die Büffel finden es öde hier!

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Wir hoppeln weiter. Die Straße ist außerdem ziemlich schlecht – vermutlich einfach der Zustand Ende Regenzeit. Es sind unglaublich viele kleine Löcher und unschöne Bodenwellen drin – man kann kaum mehr als 5 Atemzüge lang im dritten Gang fahren. So schleichen wir also dahin. Es ist sehr still geworden in unserem Auto. Jeder träumt oder trant etwas vor sich hin. Alle sind wir vermutlich auch etwas müde.

Doch da – was ist das denn? Endlich! Eine willkommene Abwechslung!!!! Zwar nicht für den Betroffenen dort – aber immerhin für uns! Alles jubelt auf, als wir vor uns ein stecken gebliebenes Auto mit Anhänger im Matsch erblicken! 🤩 🤩 🤩 🤩 🤩 🤩 (wir sind fies, nicht? Aber es kommt wirklich gerade passend, bevor wir uns völlig in genervter Langeweile verlieren!)

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Ein zweites Fahrzeug, ein großes Wohnmobil, war gerade die „Detour“ gefahren, und positioniert sich von vorne, um seinen Freund rauszuziehen.

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Wir halten an, steigen aus, begrüßen einander und beraten. Er war die Detour nicht gefahren, da dort zwei dünne Bäume sehr dicht beieinander stehen, und er Bange hatte, dort mit seinem Anhänger hängen zu bleiben.

Es sind sehr nette Leute, und Benni ist v.a. angetan von der älteren Dame, die in dem festgefahrenen Fahrzeug auf dem Beifahrersitz sitzt und in aller Seelenruhe strickt! 😎 Sie lächelt uns allen freundlich zu und strickt weiter, als würde sie gerade auf Kreuzfahrt sein! 😄

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Recht schnell sind sich alle einig, dass es sehr viel einfacher ist, wenn wir mit unserem Toyota und unserer Winde den Unglücksknaben rückwärts rausziehen, als wie wenn der Kollege versucht, von vorne mit Anhänger das ganze Gefährt durch die noch recht lange und tiefe Matschpartie zu ziehen.

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Gesagt getan – nicht nur Volker freut sich, sondern auch Rafiki scheint zu neuem Leben zu erwachen! Winde eingehängt, einmal rückwärts gefahren, und Schwupps! Ist das gesamte Anhängergefährt wieder frei!

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Rafiki, Du bist einfach der Beste! 🙂 Und während ich dies schreibe, geht mir doch ein kleiner Stich durchs Herz, da unser guter Freund inzwischen sozusagen verkauft ist. 🙁 Wir fahren ihn noch bis wir am 16.07. von Malawi aus abfliegen, aber der Verkauf ist bereits geregelt. Nun, alles hat seine Zeit….

Wir schauen noch zu, wie er sich nun mit Anhänger zwischen den Bäumen durchfädelt – da geht es wirklich um Zentimeter! Aber am Ende sind beide auf der anderen Seite des Matschloches, und so setzten wir unsere Fahrt auch wieder fort.

SXG-B6.jpg


Nur weil hier im Forum hin und wieder mal von unfreundlichen Begegnungen berichtet wird, und dass sich manche Leute nicht bedanken oder erkenntlich zeigen: Sie haben Volker für das Rausziehen sogar noch Geld angeboten! Das wollte wir nun wirklich nicht. Neben dem, dass es für uns ja ein kleiner Spaß war, sind solche Dinge doch eigentlich selbstverständlich, wenn man auf solche Strecken unterwegs ist!? Aber, wie einige von Euch schrieben, gibt es da wohl leider auch andere Erlebnisse.
Wir müssen doch sagen; wir haben auf dieser ganze Reise nur sehr schöne und freundliche Begegnungen mit Südafrikanern haben dürfen!

Nun sind wir alle wieder wach, und hoppeln noch ein wenig weiter – und sind auch schon nach ca. 20 Minuten zurück am South Gate Camping Platz! Es ist erst ca. viertel nach 5 – eigentlich eine wunderschöne Zeit für einen Abendgamedrive. Hannes fragt bettelnd, ob wir nochmal einen Schlenker zu den Black Pools drehen – aber Volker schreit nur: „Ihr könnt gerne noch zusammen fahren – aber ICH will jetzt nur noch eines: RAUS AUS DIESEM AUTO!!!!!“ 😈 🤢 🙄
Einen kurzen Augenblick überlege ich mir, ob ich noch eine Runde fahre – mit denen, die des Autos noch nicht überdrüssig sind. Aber auch wenn man ja nicht bis ganz zu den Pools fahren muss – ein ganzes Stück wieder auf der Straße Richtung Third Bridge müsste man wohl schon, bevor der erste lohneswerte Abstecher abzweigt. Und irgendwie ist es auch gut, noch ein bisschen Zeit auf dem Campingplatz zu haben, bevor es dunkel wird. Auch das Kochen ist bei etwas Tageslicht noch einfacher.
So parken wir neben unseren Zelten und purzeln nach diesem langen aber abwechslungsreichen Tage fröhlich und müde aus dem Auto.
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
zuletzt bearbeitet 26. Juni 2018
Themenstarter546 Beiträge · seit 201826. Juni 2018 · #192
Fortsetzung – South Gate Zweiter Abend:
Die Briten von letzten Abend sind abgereist, aber neben uns steht auf Platz 4 ein Mietwagen mit Dachzelten. Aus der Ferne meine ich, Deutsch zu vernehmen, und es ist auch ein Mädchen im Alter von Joel dabei.

Zuerst wurschtelt jeder noch so vor sich hin, ich kümmere mich ums Essen, und alle sind etwas zögerlich, die Nachbarn zu begrüßen. Unsere Kinder tuscheln ständig, ob sie mal hingehen und das Mädchen zum Spielen einladen sollen, trauen sich aber doch nicht so ganz. Was uns wundert, denn unsere Kinder haben wenig Berührungsängste.
Dann aber beschließen sie anscheinend, dass es doch doof ist, so nebeneinander zu campen und kein Wort miteinander zu wechseln, und unsere 4 machen den ersten Schritt. Kurz danach spielen sie alle zusammen auf dem großen Platz am South Gate Fangen oder keine Ahnung was – auf jeden Fall sind alle 5 Kinder fröhlich! 😄 🙂 😛 😏 🤪
Volker fasst sich auch ein Herz und sucht das Gespräch – wir finden es immer doof, wenn man als Camper so tut, als wäre der Nachbar gar nicht da. Man muss sich ja nicht in Gespräche vertiefen – aber wenigstens mal kurz begrüßen gehört eigentlich zum Anstand, finden wir.

Und wieder einmal zeigt sich, dass das meistens doch das Beste ist! Es sind sehr nette Leute aus Hamburg, und wir verquatschen uns schnell, so dass wir hinterher schauen müssen, wie unser halbangebranntes Essen noch tauglich serviert werden kann…. 😗
Später sitzen wir gemeinsam noch lange um ein schönes Feuer – und heute gibt es auch mal ein Gläschen Wein! Das ist eine abwechslungsreiche Gaumenfreude – aber ich stelle wieder einmal fest: Auch wenn ich beim Campen nicht anspruchsvoll bin: Wein aus Plastikbechern schmeckt eigentlich irgendwie nicht wirklich…. 🤢

Und dann bekommen wir wieder Besuch – um unseren South Gate Aufenthalt komplett zu machen:
Nein, auch heute ist es nicht der Honigdachs! Wieder der Civet? Nein, auch das nicht! Abwechslung ist geboten! Diesmal ist es eine scheue, kleine Ginsterkatze!

Ich war zwar fest der Meinung, ich hätte einige wenige (schlechte und unscharfe) Bilder von ihr gesehen – aber ich habe eben mehrfach alle Fotos durchgeforstet, und nichts gefunden! Vielleicht hat ein Perfektionist sie gelöscht?
Auch wenn sie sehr viel scheuer ist als der Civet vom Vorabend ist es eine schöne Überraschung! Sie läuft recht schnell in Richtung der Abolutions und ist kurz danach in der Dunkelheit verschwunden.

Irgendwann müssen wir uns auch an diesem schönen Abend vom Feuer verabschieden und unsere Zelte aufsuchen, denn morgen wollen wir wieder früh aus den Federn! 😣
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
Themenstarter546 Beiträge · seit 201826. Juni 2018 · #193
Sonntag, 08.04.2018- Von South Gate über Umwege (Khwai und zurück) zum Mankwe Camping:
Oder: Irrfahrten im Moremi
Oder: Wer laut genug schreit, kriegt manchmal, was er will!
Oder: Hochmut komm vor dem Fall
Oder: Ein verlorener Tag
Oder: Woran misst man, ob ein Tag verloren war?

Ihr seht schon: heute wird’s philosophisch. D.h., der Tag war eigentlich weniger philosophisch. Nur der Versuch einer Resumee am Abend hatte was davon…. 😠 😎 😵

Wir haben nun noch einen Tag zur Verfügung, den wir unterschiedlich gestalten können – einzige Eckpunkte:
Wir wachen am South Gate auf und wollen abends am Camping Platz der Mankwe Lodge sein.

Bisher waren unsere Entscheidungen ja größtenteils ziemlich gelungen. So überlegen wir:
In jedem Falle wollen wir früh aufstehen, und erst mal keine Zelte abbauen, damit wir die Morgenstunden im Park nutzen. Also könnten wir entweder einen Morgendrive zu den Black Pools machen (das wäre eine schöne Ergänzung zu unserer Abendrunde dort), dann wieder zum Camp, alles abbauen und zum Mankwe fahren.
Oder aber wir fahren ebenfalls früh los ohne Zelte abbauen, aber nach Norden zum Khwai, denn dort waren wir noch nicht, und dort soll es ja auch viele Tiere geben. Auch Löwen sollen sich dort reichlich tummeln. Das ist natürlich sehr verlockend! Dann ebenfalls wieder zurück zum South Gate, abbauen, und zum Mankwe.

Von den Strecken scheint beides gut möglich und ähnlich viel Fahrerei zu sein. Und da wir gerne Neues entdecken, fällt die Wahl auf: Ab nach North Gate und ein wenig südlich des Khwai herumkurven!
Im Forum wurde diese Gegend irgendwo mal als Geheimtip gehandelt (es hieß: „Pssst – nicht verraten, sonst wird es dort auch zu voll!“)
Ich hatte mir das ganze auf der Karte näher angeschaut, und tatsächlich: da gibt es südlich des Khwai-Flusses doch viele kleine Wege – das sieht doch gut aus für ein bisschen Game-Drive!

Gesagt getan – wir stehen wieder so auf, dass wir um kurz nach 6 im Auto sitzen. Müde aber voller Erwartung neuer Entdeckungen zockeln wir die Straße durch den Wald nach Norden.
Es ist vermutlich unnötig zu erwähnen, was es hier reichlich zu sehen gibt: Na klar! Gestrüpp! 😠 Rechts und links der Straße….. Über einen ziemlich langen Zeitraum. Sonst nichts. Ach doch: Matschlöcher. Reichlich! Alle auch recht tief – aber immer noch so, dass man gut durch kommt.

SK-Straße.jpg


Endlich erbarmt sich mal ein Impala und zeigt sich. Dann wieder lange nichts…. Nur ständig Elefantenspuren auf der Straße vor uns!

SK-Elespuren.jpg


Der scheint ziemlich lange hier lang spaziert zu sein – und fand den Wald wohl auch unbequemer als die Straße!

Tja, so wird die Stimmung langsam schlechter, denn irgendwie geht die Zeit dahin, und dass man bis zum North Gate so gar nichts zu sehen bekommt, hatten wir nicht erwartet. Nun sind sie schon bald vorbei – die frühen Morgenstunden….

Aber wenn wir glauben, dass wir nun bald am North Gate sind, dann haben wir uns mächtig getäuscht! Heute sind nämlich WIR dran mit der Matschpartie:

Bei einem Matschloch halten wir an, und Volker fährt nicht einfach so durch. Es sieht irgendwie übler aus als die bisherigen. Am Rand, wo es ja meistens besser geht, da flacher, macht es allerdings auf beiden Seiten einen sehr schlammigen Eindruck, so dass weder Volker noch ich großes Vertrauen in diese Variante haben. Die einzigen erkennbaren Reifenspuren führen relativ mittig durch. Hmm… Was tun? Da die vielen Hundert Matschlöcher der letzten Tage immer gut gegangen waren – auch in der Mitte – und es in der Regel doch einigermaßen fester Untergrund war, entscheidet sich Volker für eine Stelle rechts/mittig.
Aber das entpuppt sich als eine schlechte Entscheidung! Bald wühlen wir uns nur noch mühsam einige Millimeter vorwärts, dann geht nichts mehr vor – und nichts mehr zurück.

Nanu? Rafiki, alter Freund, machst Du jetzt etwa schlapp????? 😊
Durch den unter Wasser liegenden Auspuff blubbert er unverständliche Worte......

SK-Stecken.jpg


Und es läßt sich nicht mehr leugnen, dass das hier jetzt irgendwie einigermaßen ernst ist……..
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
zuletzt bearbeitet 26. Juni 2018
3'883 Beiträge · seit 201126. Juni 2018 · #194
Du hast es aber auch drauf mit dem Cliffhanger! 😠

Ich kaue jetzt Nägel, bis du weiterschreibst!

Not amused
freshy
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Themenstarter546 Beiträge · seit 201827. Juni 2018 · #195
Ach komm, freshy! Ein bisschen Spannung muss sein! 😄
Ich fand meine letzten Beiträge eh schon viel zu langweilig....

Und außerdem wißt Ihr doch eh schon alle, dass wir am Ende alle unbeschadet wieder zu Hause angekommen sind! Also, wo ist das Problem? WIR wußten das zu jenem Zeitpunkt noch nicht! 😮 😣
Außerdem ist der Hauptgrund für diese Unterbrechung, dass ich nicht so viel auf einmal schreiben und mit Bildern (so es welche gibt) gut gestalten kann. Ihr wißt doch alle: sowas braucht Zeit... und damit das ganze dann nicht zu langweilig wird, muss ich das doch an einer "passenden" Stelle unterbrechen...
Sag bloß, Du findest diese Stelle "unpassend"? 😈

Aber v.a. findest Du, ich soll hier nicht dumm daherfaseln, sondern lieber Bericht weiter schreiben, gell?
Aber weißt Du was? Ich bin jetzt mal ein bisschen fies: ich schreibe jetzt nicht weiter, sondern bin ganz vernünftig und gehe ins Bett! Denn morgen um 5.30 klingelt mein Wecker. Und Volker ist in Tanzania und ich muß die Meute alleine versorgen!
Also schlaf Du mal lieber schön, anstatt Fingernägel zu kauen! 😉
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
3'883 Beiträge · seit 201127. Juni 2018 · #196
Rehema schrieb:
Und außerdem wißt Ihr doch eh schon alle, dass wir am Ende alle unbeschadet wieder zu Hause angekommen sind! Also, wo ist das Problem? WIR wußten das zu jenem Zeitpunkt noch nicht! 😮 😣
Außerdem ist der Hauptgrund für diese Unterbrechung, dass ich nicht so viel auf einmal schreiben und mit Bildern (so es welche gibt) gut gestalten kann. Ihr wißt doch alle: sowas braucht Zeit... und damit das ganze dann nicht zu langweilig wird, muss ich das doch an einer "passenden" Stelle unterbrechen...
Sag bloß, Du findest diese Stelle "unpassend"? 😈
Guten Morgen Antje,
ausgeschlafen? Ist 05:30 Uhr eure gewöhnliche Aufstehzeit? Auch wenn ihr in Deutschland seid? Das kann ja heiter werden 😮 . Wir gehören z. B. nicht zu den Lerchen 😉 .
Aber zur Sache: Auch in einem Thriller weiß ich, dass ein Cliffhanger nur da ist, um mich Leserin in Spannung zu halten. Trotzdem halte ich die Luft an vor Schreck. Ich gucke mir dann die ungelesene Zahl von Seiten an, um mich zu vergewissern, dass der Plot noch weitergeht und versuche, meine Nerven zu beruhigen. Beim Online-Tagebuch ist das schwierig 🙁 . Was deine Frage angeht, ob die Stoppstelle passend war, muss ich neidlos gestehen, dass du Krimischreiberinnentalent besitzt. Du läufst Fotomatte den Rang ab!

Viele sonnige Grüße nach Malawi,
freshy 😄
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zuletzt bearbeitet 27. Juni 2018
Themenstarter546 Beiträge · seit 201828. Juni 2018 · #197
Guten Morgen - an alle, aber insbesondere Dir, freshy! Gleich geht's raus aus dem Schlamm, falls Dich das beruhigt! 😎

Aber davor kurz zu Deinem Bemerkungen und Fragen:
Was deine Frage angeht, ob die Stoppstelle passend war, muss ich neidlos gestehen, dass du Krimischreiberinnentalent besitzt.
Danke für das Kompliment - aber das ist eigentlich seltsam, denn ich mag Krimis überhaupt nicht!!!!
Und, ob Du's glaubst oder nicht: ich glaube, ich habe in meinem ganzen Leben noch keinen einzigen richtigen Krimi gelesen! Weil mich das einfach nicht interessiert. Ich lese gerne Berichte "aus dem wahren Leben". Biographien sind mein Steckenpferd. Das hat irgendwie Bezug zu meinem Leben.
Insofern passt das hier dann ja doch wieder: "Krimis aus dem wahren Leben" geht dann eben auch wieder 😉

Und zu Deiner Frage unserer "Aufsteh-Zeiten":
Ja, 5:30 ist hier in Blantyre unsere übliche Zeit unter der Woche. Und Nein, ich mache das nicht, weil ich das mag, sondern weil ich muss!! 😣

Die Schule beginnt hier um kurz nach 7! Ja, Ihr habt richtig gelesen!
Das hat wohl mit den Grund, dass sie die heiße Mittagszeit etwas vermeiden wollen - zumindest ist um 12:30 dann der Hauptteil des Unterrichts vorbei - auch wenn es viele Nachmittagsaktivitäten und teilweise auch nachmittags Unterricht gibt.

In unserer Familie gibt es 3 Lerchen - das sind v.a. an erste Stelle Joel, dann Volker, und auch Hannes. und die Eulen sind wir anderen 3 - Benni, Tabea und ich..... 🙄
Und wenn ich nicht muss, werde ich in Deutschland NICHT um 5:30 aufstehen!!!
Und wenn wir Ferien haben, ist eh alles anders.... Insofern ist ein Urlaub, bei dem wir um 6 auf Gamedrive gehen wollen, schon fast ein Opfer für mich.... Aber ich weiß einfach, dass da die frühen Morgenstunden kostbar sind, dann geht das auch mit dem Aus-Dem-Zelt-Krabbeln für mich.....

Sofern ich eben früh morgens noch nicht weiß, dass sich der Tag auch so gestalten kann wie dieser 😠 - hätte ich das gewußt, hätte ich mir das frühe Aufstehen an jenem Tag gespart und stattdessen in Ruhe und Frieden am South Gate an einem Feuer meinen Kaffee geschlürft.... 😄
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
zuletzt bearbeitet 28. Juni 2018
Themenstarter546 Beiträge · seit 201828. Juni 2018 · #198
Fortsetzung Matschpartie:
Also, wenn Ihr aufgrund des letzten Bildes meint, die Hilfe wäre schnell vorbeigekommen in Form eines anderen Autos, das uns rauszog (weil man ja hier unsere Winde sieht), dann habt Ihr falsch geraten. An diesem Morgen scheint noch keiner auf die Idee gekommen zu sein, zwischen Khwai und South Gate unterwegs zu sein. Nicht ein einziges Fahrzeug hatten wir bisher getroffen!

Hier nochmal das (einzige) Bild, um sich frisch in die Situation versetzen zu können:

SK-Stecken-2.jpg


Volker ist es glücklicherweise gelungen, den Motor am Laufen zu halten, und er steigt aus und klettert über die Kühlerhaube aufs Trockene. Dann zeigt er mit einem gequälten Lächeln „Daumen hoch“ – ich glaube, er hat gesehen, dass die Winde immerhin gerade noch über Wasser liegt!

Da im Forum ja regelmäßig mal die Frage auftaucht, was man macht, wenn man in einem Park Reifen wechseln muss – und ob man dann aussteigt oder nicht, wegen der möglichen „unsichtbaren“ Raubkatzen im Gebüsch:
Wir haben das schon im Hinterkopf. Aber man kann ja nicht hier im Matsch sitzen bleiben und langsam aber sicher tiefer sinken…. Insofern scanne ich immer mal wieder mit Argusaugen das Gestrüpp um uns herum ab, und bitte die Kinder, das Gleiche zu tun.
Volker meint, wir sollen im Auto bleiben – viel helfen können wir da draußen eh nicht, und es gäbe nur eine elende Sauerei, wenn noch mehr von uns durch das braune Schlammbad waten….

Während Volker damit beschäftigt ist, die Winde an einem größeren Busch schräg rechts vorne zu befestigen (ein starker Baum ist links, aber der würde uns von der Richtung ins Tiefere ziehen), darf Hannes vom Fahrersitz aus die Fernbedienung der Winde bedienen, was ihn stolz wie Osker macht!
Unterdessen ergreift Benni auf dem Beifahrersitz etwas der Schreck, da zu seinen Füßen Wasser eindringt! Und schnell kommen zwei paar Schuhe und Socken auf die Mittelbank geflogen…..

SK-Stecken2.jpg


Das scheint unsere Vermutung zu bestätigen, dass diese Tür irgendwie leicht verzogen sein muss. Denn auch sonst hat man manchmal den Eindruck, sie sei nicht richtig geschlossen, denn man hört ein Geräusch, als ob das Fenster einen Schlitz offen wäre.

Dann starten wir mal einen Versuch mit Winde, doch – nichts rührt sich! 😮 😵
Das hatten wir noch nie! Es gibt sozusagen gar kein Fortbewegen! Ziemlich schnell ist klar, dass die Vorderräder unter Wasser an einer “Abbruchkante“ hängen. Das war auch dem Kollegen von gestern zum Verhängnis geworden. Viele der Matschlöcher hier sind zur Zeit so, dass sie plötzlich nochmal tiefer werden, und man über eine mitunter steile Kante wieder hoch muss. Das ist manchmal recht tückisch, und so entpuppt sich manches Matschloch als nicht ganz so harmlos, wie es zunächst aussieht.
Also schaufelt Volker diese Kante weg (wie gut, dass wir Spaten und eine kleine Klappschaufel mit haben!), und sammelt etwas Holz zum unterlegen. Noch ein Versuch. Nun rührt sich das Gefährt mit winzigen Bewegungen. Immerhin! Stück für Stück geht es vorne ein bisschen höher, dann beginnt der Busch, sich zu entwurzeln. Na Klasse…. 🤨

Der Auspuff blubbert immer noch unter Wasser vor sich hin und hinterläßt schwarze Rußspuren auf der braunen Wasseroberfläche…..
Das löst bei den Kindern Entsetzen aus! Joel sitzt mit mir gerade ganz hinten, und starrt auf dieses seltsame Bild. Ich erkläre ihm nüchtern, dass das normal sei – dieser Ruß käme auch sonst aus dem Auspuff, auch wenn man ihn (bei unserem Auto – im Gegensatz zu vielen anderen auf diesem Kontinent....) sonst nicht so sieht. Oh! Da haben wir das nächste schwierige Thema…. Dürfen wir uns denn dann überhaupt mit diesem wunderbaren aber die Umwelt verschmutzenden Auto so durch die wunderschöne Natur bewegen???
Ich diskutiere ja gerne verzwickte Themen, aber manchmal ist es mir auch zu viel. Unsere schlauen Kinder fragen und denken bereits „zu“ viel…. Manchmal möchte ich mich gerne in meine kleine Ecke zurück ziehen und einfach nur meine kleinen privaten Brötchen backen. Und die vielen Probleme der Welt sind mir einfach zu groß! Oft bin ich dann aber wieder froh dass wir inmitten von so Vielschichtigem leben dürfen, und dass wir uns vielen Dingen/Fragen einfach gar nicht entziehen können hier im Alltag in „Afrika“.
Aber jetzt habe ich URLAUB – und außerdem genügt mir gerade das Problem, ob überhaupt, und wenn ja wie, wir hier wieder raus kommen….

Da nun immerhin die Vorderräder wieder etwas mehr unter den Füßen haben, und es deshalb links vorne nicht mehr ins Tiefere gehen kann, spannt Volker die Winde um, diesmal doch um den Baum links.
Noch ein Versuch! Und tatsächlich: sehr langsam und mühsam setzt sich Rafiki in Bewegung, und nach viel Zittern ist es tatsächlich geschafft: wir haben das „Wasser“ hinter uns gelassen! 🙂

Dann wird „entschlammt“: Volkers Füße, Beine und Hände mit etwas kostbarem Trinkwasser grob gereinigt, ebenso die Schaufel, und der Fußraum des Beifahrersitzes so gut es geht wieder trocken gelegt!
Auch pinkeln gehen ist jetzt erlaubt – aber Vorsicht beim Ausstiegen: Alle Trittbretter haben ein ordentliches Schlammbad genommen!!! Und entsprechend ist gleich der nächste eingesaut….. 🤢 🤢 🤢

Ich habe beim Durchsehen der Bilder festgestellt, dass es nur dieses einzige Bild von dieser Situation gibt (und das vom Fußraum- aber das habe ich auf die Schnelle mit meinem SmartPHone gemacht). Das erstaunt mich – denn Volker macht in der Regel mehrere Bilder von etwas. Ich hatte ihm am Anfang schnell einmal den Foto über die Kühlerhaube raus gereicht, damit wir das wenigstens im Bild festhalten.
Als ich ihn dieser Tage frage, wieso er nur ein einziges gemacht habe, meint er mit recht ernster Miene: “Ich hatte wirklich Schiss, dass das Auto noch ernster einsinkt. Denn ich sah, dass die Trittbretter nach einiger Zeit tiefer drin waren als am Anfang. Da hatte ich keine Nerven für Fotos….“ 🤨

Also, Kinder, das war nun der Preis für Euer Geschrei, bevor wir in Blantyre losfuhren: „Au jaaaaa! Wieder mal Stecken bleiben!!!!“
Sowas ist immer lustig, wenn es gut ausgeht, und man es hinterher auf der gemütlichen Couch erzählen kann. Aber in der Situation erinnere ich mich, dass meine Kinder im Auto plötzlich doch sehr still wurden und ich ihnen eine nicht geringe Furcht ab spüren konnte….

Das ganze Vergnügen hat uns fast eine Stunde gekostet! Unser frühes Aufstehen war also zwar ein guter Ansatz, aber so langsam werden sich wohl auch die Löwen am Khwai River unter die Büsche verkrochen haben…
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
zuletzt bearbeitet 28. Juni 2018
527 Beiträge · seit 201328. Juni 2018 · #199
Rehema schrieb:

Also, Kinder, das war nun der Preis für Euer Geschrei, bevor wir in Blantyre losfuhren: „Au jaaaaa! Wieder mal Stecken bleiben!!!!“
Sowas ist immer lustig, wenn es gut ausgeht, und man es hinterher auf der gemütlichen Couch erzählen kann.
Mein Sohn, der etwa so alt ist wie eure vier Kinder zusammen, meint auch immer "so richtig stecken bleiben möchte ich auch wieder mal". ICH NICHT !! Ich finds auch nachträglich, auf festem Boden, überhaupt nicht lustig und stimme mit Hemingway überein, der mal gesagt hat "der Mut zum Risiko nimmt im Quadrat zum Alter ab". Da muss ich doch schon ziemlich alt sein!
Danke für deinen RB - einer, den ich wieder mal mit Vergnügen lese.
W.
Themenstarter546 Beiträge · seit 201829. Juni 2018 · #200
Nun könnt Ihr alle erst mal wieder aufatmen, gell? Deshalb gibt's jetzt zunächst wieder mal einen kleinen
Einschub: International Day

A-IntDay.jpg


Aber der wird diesmal wirklich kurz und bebildert: Morgen ist von Joels Klasse der International Day, da werde ich ein paar Fotos machen und Euch daran teilhaben lassen!

A-IntDay2.jpg


Aber erst muss ich jetzt noch schnell ein paar Mopane Würmer mit meinem Drucker „frittieren“….. 😄

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A-Mopane4.jpg


A-Mopane1.jpg


A-Mopane2.png


A-Mopane5.png


A-Mopane6.jpg


Das ist nicht mein Mund... Ich habe die BIlder nur geklaut...

A-Mopane.jpg


So wird es bei uns aber nicht aussehen... Ich habe vorhin "Pap" gekocht und es zu Bällchen geformt (oder nennt es Ugali oder Nsima - je nach Land - aber ehrlich gesagt passt das Wort "Pap" irgendwie am besten... die meisten Europäer mögen diese "Pampe" ja nicht - ich hingegen esse es hin und wieder sogar gerne!). Und die Mopane-Wurm-Bilder habe ich mit Joel auch schön auf Zahnstocher geklebt....

Schade, dass Ihr nicht vorbeischauen könnt in der Schulaula!
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
zuletzt bearbeitet 29. Juni 2018