GinaChrisThemenstarter4'984 Beiträge · seit 201615. Jan. 2018 · #1
On the night of the 4th of January my wife, myself and another two friends set up camp at Matopi 1 on the way to the SA side of the park.We were in two vehicles, ourselves in a ground tent the other vehicle a rooftop tent.
We ate dinner, built up the fire and burned our leftovers and trash. I went for a leak a little way from my vehicle and spotted a leopard lying in the road the road about 50m from camp. I called the others to come and have a look and we stood at my vehicle observing him. He paid us no attention and got up and started moving to our camp. We backed away to the other side of the camp to the other vehicle and him taking pictures and keeping a light trained on him. He moved around the camp lying down next to each vehicle, sniffing our chairs completely relaxed and paying us no mind. We had put the dishes in the back of the other vehicle so that there were an enticement for the animal.
At about 11pm we wanted to go too bed and I got in my vehicle and started it in the hope that he would take the hint and depart but he was completely unfazed and we guessed that he was habituated to humans which was saddening.
He moved off a little later clearly having lost interest in the camp site and went into the bush on the side he came from. We occasionally picked up the glint of his eyes about 200m off.
We decided that it should be safe enough to sleep in our tent as our understanding was that animals consider them to be inanimate structures with no connection to having us inside and that humans are not a food source for these animals. How wrong we were!!
At just after 12 I woke up to my wife screaming in terror with the leopard tearing into her leg trying to drag her out of the tent. I dived to the bottom of the tent and tried to find his eyes to get my fingers into him. At this point he let go and ran off.
I located my torch to assess the damage to her leg which was horrific. My wife started screaming that the leopard was back and I turned to find him stalking towards us about 10m away. I rushed out of the tent grabbed a spade and charged him him screaming as loudly as I could and he ran off with me in pursuit for about 100m.
By this stage my wife had managed to get herself to the vehicle which was about 5m from our tent.
My friend set up spots and kept an eye on him with our really powerful torch while I cleaned and dressed the wounds which were absolutely horrific with serious bleeding but I did not see any spurting of blood, just a steady very heavy flow.
After dressing and bandaging as best as I could we threw everything into our vehicles and each of us keeping watch for the other party. All of this time the leopard was moving around and never backing away.
So the drive from hell to Nossob began at 12:30 on the morning of the 5th began. Thanks to all the cretins who see fit to drive with over inflated tyres and not full 4 wheel drive engaged. My wife was in agony and bled through 3 pillows and duvet as I changed them every hour to try and assess blood loss. We arrived at Nossob to a locked gate and no medical facilities whatsoever and another 165km drive on sane and gravel to twee rivieren where we were finally met by an ambulance and another two and another 2 and 1/2 hour drive two Upington where thankfully there was an orthopaedic surgeon in theatre on another case when we arrived.
Miraculously though both tendons on either side of the artery were severely damaged the artery was unharmed. My wife is currently in hospital with a crushed heel requiring screws and severe wounding requiring plastic surgery.
Her leg is saved and there is no infection thanks be to God who saw us through this absolutely terrifying ordeal.
I would like to express my heartfelt thanks to the amazing doctor we met in the campsite in Nossob who redressed the wound and gave us advise on how to proceed. (The only person who happened to be awake in the entire campsite when I decided to go and wake the entire site to see if I could find a doctor!) The rangers were completely at a loss what to do.
As well as to the amazing staff and surgeon at Upington mediclinic. You will not find better at any of the major hospitals. (This comes from one of the top surgeons in Cape Town. High praise indeed.)
I believe that no ground tents should be allowed in the un fenced portion of any of the parks and that tyre pressures should be checked upon entrance. Had there been arterial bleeding the state of the road would have proved the death of my wife. Quite honestly I would push for baning of all wheel drive SUV vehicles as well as I believe these also are not up to the task of dealing with these roads and keeping them in decent state.
Mediclinic in Upington.....gehört meines Wissens zur Hirslandengroup ...hat im Normalfall mein Vertrauen
Hallo BMW
Andersherum wird ein Schuh draus. Die Schweizer vertrauen mit Hirslanden den Südafrikanern. Hirslanden gehört Mediclinic. Aber der Standard bei Hirslanden ist sehr hoch, zumindest in Basel.
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
Wie schrecklich.... Wir haben vor 3 Monaten auf dieser Campsite einen Mittagsstopp eingelegt, auf dem Weg von Nossob nach Boso. Wenn ich mir das bildlich vorstelle, wird mir ganz anders. In diesem "nirgendwo" in so eine Notsituation zu kommen muss wirklich der blanke Horror sein. Unabhaengig von dem Verhalten des Leos oder der Piste frage ich mich wirklich, ob in so abgelegenen und wilden Gegenden es denn nun wirklich unbedingt ein Bodenzelt sein muss. Ein Glueck hat die Frau ueberlebt. Das haette anders ausgehen koennen. Da braucht es Zeit, so ein Trauma zu verarbeiten.
Nachdenkliche Gruesse, Elsa
La Leona2'779 Beiträge · seit 200715. Jan. 2018 · #5
Google translate: ..."In der Nacht vom 4. Januar haben meine Frau, ich und zwei weitere Freunde auf dem Weg zur SA-Seite des Lagers in Matopi 1 ein Lager aufgeschlagen. Wir waren in zwei Fahrzeugen, in einem Zelt, das andere Fahrzeug ein Dachzelt .
Wir aßen zu Abend, bauten das Feuer auf und verbrannten unsere Reste und den Müll. Ich ging ein wenig von meinem Fahrzeug weg und entdeckte einen Leoparden, der etwa 50m vom Lager entfernt auf der Straße lag. Ich rief die anderen an, um vorbeizuschauen und wir standen an meinem Fahrzeug und beobachteten ihn. Er schenkte uns keine Aufmerksamkeit und stand auf und ging in unser Lager. Wir gingen auf die andere Seite des Lagers zu dem anderen Fahrzeug zurück und machten Fotos und hielten ein Licht auf ihn gerichtet. Er bewegte sich im Lager neben jedem Fahrzeug herum, schnüffelte völlig entspannt auf unseren Stühlen und machte uns keine Gedanken. Wir hatten das Geschirr auf die Ladefläche des anderen Fahrzeugs gestellt, so dass es für das Tier eine Verlockung gab.
Gegen 23 Uhr wollten wir zu Bett gehen und ich stieg in mein Fahrzeug und begann es in der Hoffnung, dass er den Hinweis nehmen und abreisen würde, aber er war völlig unbeeindruckt und wir vermuteten, dass er an Menschen gewöhnt war, was traurig war.
Etwas später zog er sich ab, verlor offensichtlich das Interesse am Campingplatz und ging auf der Seite, aus der er kam, in den Busch. Gelegentlich nahmen wir das Schimmern seiner Augen etwa 200m entfernt wahr. Wir beschlossen, dass es sicher genug sein sollte, um in unserem Zelt zu schlafen, da wir verstanden haben, dass Tiere sie als unbelebte Strukturen betrachten, ohne Verbindung zu uns, und dass Menschen keine Nahrungsquelle für diese Tiere sind. Wie falsch wir waren !!
Kurz nach 12 Uhr wachte ich vor meiner Frau auf und schrie vor Entsetzen, als der Leopard sich in ihr Bein bohrte und versuchte, sie aus dem Zelt zu ziehen. Ich tauchte auf den Boden des Zeltes und versuchte seine Augen zu finden, um meine Finger in ihn zu bekommen. An diesem Punkt ließ er los und rannte davon.
Ich suchte meine Taschenlampe auf, um den Schaden an ihrem Bein festzustellen, der entsetzlich war. Meine Frau fing an zu schreien, dass der Leopard zurück war und ich drehte mich um, um ihn in etwa 10m Entfernung auf uns zukommen zu sehen. Ich eilte aus dem Zelt und schnappte mir einen Spaten und schrie ihn so laut wie möglich an und er rannte mit mir auf der Verfolgung für ungefähr 100m davon.
Zu diesem Zeitpunkt war es meiner Frau gelungen, zu dem Fahrzeug zu gelangen, das etwa 5 Meter von unserem Zelt entfernt war.
Mein Freund machte Flecken und behielt ihn mit unserer wirklich starken Fackel im Auge, während ich die Wunden säuberte und kleidete, die absolut schrecklich waren mit schweren Blutungen, aber ich sah keine Blutspritzer, nur einen stetigen, sehr starken Fluss.
Nachdem ich mich so gut wie möglich angezogen und verbandelt hatte, warfen wir alles in unsere Fahrzeuge und jeder von uns hielt nach der anderen Party Ausschau. Während dieser ganzen Zeit bewegte sich der Leopard und wich nie zurück. So begann die Fahrt von der Hölle nach Nossob um 12:30 Uhr am Morgen des 5. begann. Danke an alle Cretins, die mit überfüllten Reifen und nicht vollem Allradantrieb fahren wollen. Meine Frau war in Agonie und blutete durch 3 Kissen und Bettdecke, als ich sie jede Stunde änderte, um Blutverlust zu bewerten. Wir kamen in Nossob an einem verschlossenen Tor und keine medizinischen Einrichtungen und noch eine 165km Fahrt auf gesund und Kies zu Twee Rivieren, wo wir endlich von einem Krankenwagen und zwei weitere und zweieinhalb Stunden Fahrt zwei Upington wo Gott sei Dank dort war ein orthopädischer Chirurg im Theater in einem anderen Fall, als wir ankamen.
Wundersamerweise, obwohl beide Sehnen auf beiden Seiten der Arterie stark beschädigt waren, war die Arterie unverletzt. Meine Frau ist zurzeit im Krankenhaus mit einer zerquetschten Ferse, die Schrauben und schwere Verwundung erfordert, die plastische Chirurgie erfordert.
Ihr Bein ist gerettet und es gibt keine Infektion dank Gott, der uns durch diese absolut schreckliche Prüfung gesehen hat.
Ich möchte mich ganz herzlich bei dem erstaunlichen Arzt bedanken, den wir auf dem Campingplatz in Nossob getroffen haben, der die Wunde wieder heilte und uns beratend zur Seite stand. (Die einzige Person, die zufällig auf dem gesamten Campingplatz wach war, als ich beschloss, die ganze Anlage zu wecken, um zu sehen, ob ich einen Arzt finden konnte!) Die Ranger wussten nicht, was sie tun sollten.
Sowie zu den erstaunlichen Mitarbeitern und Chirurgen von Upington Mediclinic. Sie werden in keinem der größeren Krankenhäuser besser finden. (Dies kommt von einem der Top-Chirurgen in Kapstadt. Hohes Lob in der Tat.)
Ich glaube, dass keine Bodenzelte im un umzäunten Teil eines der Parks erlaubt sein sollten und dass der Reifendruck beim Eingang überprüft werden sollte. Hätte es arterielle Blutungen gegeben, hätte der Zustand der Straße den Tod meiner Frau bewiesen. Ganz ehrlich würde ich für das Abhängen von Allrad-SUV-Fahrzeugen drücken, und ich glaube, dass diese auch der Aufgabe nicht gewachsen sind, mit diesen Straßen fertig zu werden und sie in einem anständigen Staat zu halten. ...."
Gruss Leona
La Leona2'779 Beiträge · seit 200715. Jan. 2018 · #6
Dieser Leopard hat offensichtlich gelernt dass es eine Verbindung zwischen Mensch und Bodenzelt gibt, er hat das Nachtlager und dessen Bewohner wie beschrieben ausgiebig studiert um dann an seine Beute zu kommen. Abgesehen vom Fehlverhalten der Camper (Geschirr mit Essensresten auf Ladefläche als Köder, herumspazieren im Dunkeln) bin auch ich perplex vom Vorfall. Ich bin gerne zu übervorsichtig wenn wir in nicht eingezäunten Camps in Nationalparks oder direkt frei in der Wildnis campen. Man darf die wilden Tiere und deren Lern- und Anpassungsfähigkeit niemals unterschätzen.
Gruss Leona
GinaChrisThemenstarter4'984 Beiträge · seit 201615. Jan. 2018 · #7
Mich persönlich beunruhigt dieser Satz am meisten: The rangers were completely at a loss what to do.
Für jede "Rangerausbildung" (field guide) wird vor Antritt eine bestandene Ersthelferprüfung verlangt. Zumindest ist das in Südafrika so; Tracker sind von der Vorschrift ausgenommen. Gruß Gina
sternschnubi1'137 Beiträge · seit 201115. Jan. 2018 · #8
Elsa schrieb:Wie schrecklich.... Wir haben vor 3 Monaten auf dieser Campsite einen Mittagsstopp eingelegt, auf dem Weg von Nossob nach Boso. Wenn ich mir das bildlich vorstelle, wird mir ganz anders. In diesem "nirgendwo" in so eine Notsituation zu kommen muss wirklich der blanke Horror sein. Unabhaengig von dem Verhalten des Leos oder der Piste frage ich mich wirklich, ob in so abgelegenen und wilden Gegenden es denn nun wirklich unbedingt ein Bodenzelt sein muss. Ein Glueck hat die Frau ueberlebt. Das haette anders ausgehen koennen. Da braucht es Zeit, so ein Trauma zu verarbeiten.
Nachdenkliche Gruesse, Elsa
Hallo Elsa,
uns hat es dort noch nie so gefallen, dass wir dort über Nacht geblieben wären. Für einen Stopp ja, aber weder die Lage noch die Umgebung sind annähernd attraktiv, und dann noch im Bodenzelt, definitiv nein. Das dann natürlich dort so etwas furchtbares passiert ist, ist schrecklich. nachdenkliche Grüße Uwe
Topobär5'479 Beiträge · seit 200915. Jan. 2018 · #9
Über ein paar Aussagen in dem Text lohnt es sich zu reflektieren, bevor hier gleich mit radikalen Forderungen und Stellungnahmen vorgeprescht wird.
Gerne wird in den Camps jeder Angestellte in Uniform als Ranger bezeichnet. Nur die allerwenigsten dort sind tatsächlich Ranger und haben eine entsprechende Ausbildung. Mich würde es sehr wundern, wenn die Protagonisten tatsächlich einen "field guide" mit entsprechender Ausbildung angetroffen haben und nicht einfach nur normale "staff members".
Nach den Schilderungen des Berichts liegt die Vermutung nahe, dass vergessen wurde das Zelt zu verschließen. Wie kann der Leopard sich sonst in das Beim verbeißen und versuchen die Frau aus dem Zelt ziehen? Zumindest letzteres geht nur bei offenem Zelt. Das passt auch zu allen bisherigen Berichten zu Raubtierattacken im Bodenzelt. Mir ist keine einzige mit geschlossenem Zelt, aber mehrere mit geöffnetem Zelt bekannt.
Dieses übers Ziel hinausschießen und wegen eines "unklaren" Vorfalls gleich die Bodenzelte generell verbieten zu wollen ist typisch für die heutige (immer etwas hysterische) Diskussionskultur. Bei Dachzelten kommt es immer wieder zu schweren Verletzungen durch Stürze aus dem Zelt und von der Leiter. Sollte dann Camping am besten gleich ganz verboten werden?
Im übrigen basiert in Afrika der gesamte Tourismus im Bereich organisierter Campingsafaris auf Bodenzelten. Täglich schlafen tausende von Touristen und deren Begleiter in der Wildnis in Bodenzelten. Insgesamt sicherlich mehr als in Dachzelten.
Hi Uwe, da stimme ich Dir zu. Diese beiden Plaetzte sind definitif nur Notplaezte. Wir hatten sogar eine Buchung fuer diesen Platz, in diesem Fall Matopi 2. Ein Glueck konnte ich noch eine Nacht in Nossob dranhaengen, so dass wir dann dort nur einen Stopp eingelegt haben. Erst durch solche Faelle wie dieser werden wir wieder etwas sensibiliert auf die Tatsache, dass es sich hierbei um Wildtiere handelt, die nach Instinkt handeln. Oder besser gesagt, die hoffentlich noch nach Instinkt und nicht nach den Erfahrungen handeln, die sie evtl. schon durch Menschen , oder die Naehe zu ihnen, sammeln mussten. Leos sind bekannt dafuer, dass sie aus dem Hinterhalt angreifen. Und genau das hat er wohl gemacht. Der Mensch war es, der genau dort zur falschen Zeit am falschen Ort war, naemlich im Bodenzelt. Haetten alle im Rooftent geschlafen, waere wohl nichts passiert. Ausschliessen kann man auch das allerdings nicht unbedingt. Das Geschehene koennte letztendlich ueberall auf unfenced campsites passieren.
OT: Ich gehoere auch zu den sehr Vorsichtigen und wuerde niemals in einem Wildcamp im Bodenzelt schlafen. Auch im Moremi oder Chobe nicht. Wir hatten auf unserer letzten Reise eine tierische Begegnung, wo mir die Naehe zu dem Tier irgendwann zu gering war, obwohl die Situation allgemein als sehr entspannt eingestuft wurde. Das Tier hatte eine Verletzung, es war abends und ich konnte es nicht mehr sehen, nur hoeren. Mein Gefuehl sagte mir in dem Moment ich sollte ins Auto gehen, was ich dann auch tat.
Elsa
dergnagflow2'534 Beiträge · seit 200715. Jan. 2018 · #11
Topobär schrieb: Nach den Schilderungen des Berichts liegt die Vermutung nahe, dass vergessen wurde das Zelt zu verschließen. Wie kann der Leopard sich sonst in das Beim verbeißen und versuchen die Frau aus dem Zelt ziehen? Zumindest letzteres geht nur bei offenem Zelt. Das passt auch zu allen bisherigen Berichten zu Raubtierattacken im Bodenzelt. Mir ist keine einzige mit geschlossenem Zelt, aber mehrere mit geöffnetem Zelt bekannt.
Leider ist der hier kopierte Bericht auch "nur" über eMail zu einem, der im 4x4-Community Forum postet, gelangt und es wird dort bis dato nicht weiter auf diesen Umstand eingegangen. Persönlich würde es mich ein wenig wundern, wenn man mit einem Leopard in der Nähe das Zelt nicht verschließt. Was die ganze Sache dann doch ein wenig verstörend macht. Mir kommt's auch so vor, als hätte der Leopard die Situation genau "abgecheckt" und einen Zusammenhang zwischen dem Zelt und einer möglichen Beute darin hergestellt.
Ich selbst zähle mich jetzt auch nicht wirklich zu den "ängstlichen", habe schon zweimal jeweils zwei Wochen im Bodenzelt geschlafen, aber mit einem im Camp umherziehenden und nicht weggehenden Leoparden wäre ich eher ins Auto als ins Bodenzelt gegangen.
Vielleicht meldet sich der Schreiber ja noch im 4x4 Forum...
Dem Rest deiner Ausführungen kann ich mich vollinhaltlich anschließen.
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200815. Jan. 2018 · #12
Ein entsetzlicher Vorfall und grad mal noch davon gekommen...
Sowas passiert nicht mal eben, wenn das Zelt geschlossen ist... – Möglicherweise hat es irgendwann mal angefangen mit gedankenlosen Handlungen wie Fleischabfälle, Essenstöpfe, Geschirr, Grillreste, und Grid usw. draußen lassen... 😗 Oft schon wurde berichtet, dass sich Großkatzen zur Begeisterung der Camper morgens/nachts des Grills bemächtigten. Ich erinnere Vorfälle auf Motopi2, CKGR (Löwe) und Khwai North (Leopard). Mehr unerfahrene Touristen, mehr Fehler...
Diese Camper waren eigentlich gewarnt, dass dieser Leopard seine typische Scheu verloren hatte und es liegt mir fern, ihnen Unvorsichtigkeit zu unterstellen, denn es steht ja alles in dem Bericht, sie haben sich "ganz normal" verhalten... Doch es empfiehlt sich offensichtlich, wenn man derartige Anzeichen bemerkt, sich mehr zu fürchten, als sich über die Nähe zu freuen und sich ggf. lieber zum Schlafen ins Auto zu setzen... (ich war schon immer überzeugter Feigling 🙂 ) -
Besodere Beachtung verdient der Kommentar der Biologin Anne Rasa auf facebook, - genau das ist nun das Problem: Er hat Blut geleckt... 🙁 Anne Rasa: "As I said earlier, this leopard is on the way to being a maneater. Once they have the taste of human blood, they will keep coming back. Small children should in NO WISE be allowed to stay at that camp. Even translocation of the leopard may not help. There is a record in Kenya of one travelling 1100 km from it's point of release back to it's old territory. The only possibility is to trap it and translocate it to an enclosed park like Pilanssberg and hope it gives up harassing humans. A place with lots of warthogs"
Übrigens Zäune sind z.T. auch nur Makulatur... sie sind häufig alles andere als dicht...
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
GinaChrisThemenstarter4'984 Beiträge · seit 201615. Jan. 2018 · #13
Gerne wird in den Camps jeder Angestellte in Uniform als Ranger bezeichnet. Nur die allerwenigsten dort sind tatsächlich Ranger und haben eine entsprechende Ausbildung. Mich würde es sehr wundern, wenn die Protagonisten tatsächlich einen "field guide" mit entsprechender Ausbildung angetroffen haben und nicht einfach nur normale "staff members".
Da hast du wohl recht; habe erst nach meinem Beitrag an diese Möglichkeit gedacht.
Obwohl es täglich x Menschen tun, so ganz wohl wäre mir in einem Bodenzelt auch nicht ehrlich gesagt; liegt aber sicher nicht nur an den Katzen.
Sind solche Vorfälle auch schon bei Nutzung von Dachzelten passiert? Gruß Gina
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200815. Jan. 2018 · #14
ich könnte mir vorstellen, dass es einen großen Unterschied macht, ob man in einem "durchsichtigen" dünnen Hightec Zelt liegt oder in einem dicken Canvas-Zelt, wo nix durchscheint und auch keine Körperteilchen die Zeltwand ausbeulen... - nur eine Vermutung...
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Chrigu7'267 Beiträge · seit 200615. Jan. 2018 · #15
Leider habe ich nicht herausgefunden um was für ein Bodenzelt es sich handelt. Es gibt ja sehr leichte, kleine Zelte die zum Teil fast durchsichtig sind. Aber auch die deutlich grösseren Canvas Zelte. Auf dem Foto ist unser kleineres Canvas-Zelt. Das ist 2,5 x 2,5 x 1,8 Meter gross. Natürlich könnte sich da auch was zu schaffen machen. Wir hatten aber noch nie Probleme mit Tieren. Obwohl Löwen, Hyänen und Elefanten schon auf einen Meter dran waren.
Es gibt mehrere Geschichten von Elefanten die Dachzelte abgeräumt haben. Von Vorfällen mit Löwen oder Leopard im Zusammenhang mit einem Dachzelt habe ich noch nicht gehört.
Herzliche Grüsse Chrigu
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La Leona2'779 Beiträge · seit 200715. Jan. 2018 · #16
Topobär schrieb:
Nach den Schilderungen des Berichts liegt die Vermutung nahe, dass vergessen wurde das Zelt zu verschließen. Wie kann der Leopard sich sonst in das Beim verbeißen und versuchen die Frau aus dem Zelt ziehen? Zumindest letzteres geht nur bei offenem Zelt. Das passt auch zu allen bisherigen Berichten zu Raubtierattacken im Bodenzelt. Mir ist keine einzige mit geschlossenem Zelt, aber mehrere mit geöffnetem Zelt bekannt.
Man weiss nicht ob das Zelt vollkommen geschlossen war oder nicht. Im thread des 4x4 community Forum habe ich diese Passage gelesen und als sehr interessant bewertet, siehe unten kopiert, leider ist sie ohne Quellenangabe:
...."With regard to this behaviour it is certainly not normal, but there are reported incidents of animals interacting with people in tents, both zipped up and closed and open"....
Gruss Leona
La Leona2'779 Beiträge · seit 200715. Jan. 2018 · #17
Und diese Aufforderung ist ebenfalls im thread: ...."I would like to request that anyone who has recently seen a leopard at Matopi camp to send an email to me at ktp.leopards@gmail.com with a brief description of the sighting along with the date and time. I will then check to see if it is the same leopard that is being seen at the camp and whether we know of him from either side of the park"....
....so schrecklich das für die Betroffene ist - hier sollten wir unser aller Verhalten im Busch bzw. in den Parks reflektieren.
Und wir sollten uns fragen, wieviel Zivilcourage wir aufbringen, wenn wir offensichtliches Fehlverhalten bemerken. Die Ranger können und werden nicht überall sein um Mahnungen auszusprechen, leider gibt es auch auf dieser Seite schon seit vielen Jahren sehr viel Desinteresse; wenn nicht gar eigenes Fehlverhalten.
Mir persönlich fällt insbesondere in den letzten 2 - 3 Jahren auf, dass die Tiere immer "zutraulicher" werden. In Etosha haben wir die Fleischstückchen schon aus dem Autofenster fliegen sehen. Es waren in diesem Fall zwar nur Krähen, doch wer bitte, hat rohes Fleisch im Fahrerraum?
Erst im Noveber letzten Jahres waren wir im Moremi, dort sind uns 3 Hyänenen entgegengekommen, die ganz eindeutig nachgesehen haben, ob irgend etwas aus dem Auto fliegt.
Das addiert sich zu unerfahrenen Campern, die über Nacht alles, inklusive der Lebensmittel draussen liegen und stehen lassen. Und wie oft ist nach einem gemütlichen Abend am Lagerfeuer Alkohol im Spiel?
Hier kann ich allen nur empfehlen, Reiseführer, wie die von Ilona Hupe und Manfred Vachal aufmerksam durchzulesen. Die Tipps sind ernst gemeint!
Grüße baboon
solitaire1'942 Beiträge · seit 201116. Jan. 2018 · #19
Ich klinke mich jetzt mal ein zum Mitlesen, weil mich das Thema sehr interessiert. Grundästzliche Frage: Sind Großkatzen in der Kalahari häufig oder hier im Park angesiedelt, weil eben NP? Kann mir über die Fauna oder generell Reisen in der Kalahari jemand Literatur-Tipps geben?
Liebe Grüße Solitaire
www.margit-noehrer.com
FB und Insta: reisende.autorin
Buch: Der glühende Atem der Wüste
Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
GinaChrisThemenstarter4'984 Beiträge · seit 201616. Jan. 2018 · #20
solitaire schrieb:Ich klinke mich jetzt mal ein zum Mitlesen, weil mich das Thema sehr interessiert. Grundästzliche Frage: Sind Großkatzen in der Kalahari häufig oder hier im Park angesiedelt, weil eben NP? Kann mir über die Fauna oder generell Reisen in der Kalahari jemand Literatur-Tipps geben?