D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201212. Nov. 2016 · #41
Dienstag, 13. September 2016 - Cathedral Peak bei Nebel und Regen Am Morgen haben wir einen Schock. Das Gewitter ist nicht einfach vorbeigezogen, sondern hat Nebel und Nieselregen zurückgelassen. Die Nebeldecke ist max. 100 m über unserem Standort. Wir sehen nichts aber auch gar nichts von der Lanschaft. Das erste Mal in diesen Ferien stehen wir nicht früh auf. Wir hoffen, dass es später besser wird, aber es bleibt den ganzen Tag so. Wir gehen nur bis ins Museum für Felsmalereien, in den Shop und wieder zurück ins Bungalow. Sonst faulenzen wir den ganzen Tag und sind froh, dass wir wenigstens eine sehr schöne Unterkunft haben, wenn wir schon nichts unternehmen können. Diesmal kochen und essen wir im Bungalow drin, da es sehr feucht und klamm ist draussen. Heute gibt's keine Fotos 🙁
Mittwoch, 14. September 2016 - Cathedral Peak - Royal Natal NP Am Morgen reisst der Nebel auf und die Bergspitzen schauen hervor. Es ist eine tolle Stimmung und unsere hebt sich dadurch auch. 😎 Da wir heute weiter müssen, könnnen wir hier leider keine sehr lange Wanderung mehr machen. Wir fahren nach dem Auschecken zum Hikers Parking und laufen Richtung Doreen Falls. Es kommen uns zwei grosse Gruppen, eine mit Mädchen, eine mit Jungen entgegen, die eine Viertagestour gemacht hatten. Alle sind schmutzig und sehen zum Teil etwas mitgenommen aus mit ihren riesigen Rucksäcken, aber alle sind extrem freundlich und gut gelaunt. Bei dem Wetter war die Mehrtages-Tour sicher kein Honiglecken. Wir laufen zu den kleinen Wasserfällen. Oberhalb hat es weitere und dann finden wir einen Weg, der nicht markiert ist, aber dennoch weiter nach oben führt. Ich kann's nie lassen, irgendwo raufzukraxeln und so laufen wir bis zum Ende des Pfades zu einem Felsvorsprung. Darunter finden wir Felszeichnungen, die sonst wohl vom Hotel aus mit Guide besucht werden.
Blüte Flaschenputzer Baum geschlossen
....und offen
Wir laufen dann zurück und fahren die 80 km zum Royal Natal NP, wo wir im Upper Thendele Camp unser Bungalow beziehen. Wir machen noch eine Wanderung ins Devil's Hoek Valley und geniessen die schöne Bergwelt. Hier ist wieder Braaien angesagt, obwohl es recht frisch ist aufgrund der Höhenlage.
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201212. Nov. 2016 · #43
Hallo Beate Vielen Dank für das Kompliment. In erster Linie schreiben wir die Reiseberichte ja für uns selbst. Wenn wir jemanden damit inspirieren können, freuen wir uns natürlich. Bald komme ich zum Schluss und zum Fazit. Liebe Grüsse Daniela
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201212. Nov. 2016 · #44
Donnerstag, 15. September 2016 - Thugela Gorge Heute geht es früh los in Richtung Thugela Gorge. Bald hat man den Blick über das ganze Amphitheater. 😎 Zum Teil hängen Nebelschwaden an den Gipfeln, da es immer noch feucht Luft hat, aber es trocknet zunehmend ab. Die Wanderung gefällt uns gut, einzig das Boulderhopsen in der Schlucht ist etwas anstrengend. Wir lassen uns Zeit und geniessen die Landschaft in vollen Zügen. Zurück im Camp machen wir noch etwas „Vogeljagd“, mehr oder weniger erfolgreich.
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201213. Nov. 2016 · #46
Freitag, 16. September 2016 - Tiger Falls / Mahai Valley Leider ist das Wetter wieder bedeckt und es hat in der Nacht etwas geregnet. Wir machen uns trotzdem auf den Weg, zuerst zu den Tiger Falls und dann weiter das Mahai Valley hinauf. Unterwegs treffen wir ausser einem illegalen Einwanderer aus Lesotho keinen Menschen. Auf The Crack und die Mudslide verzichten wir 😗 , da es zu nass ist für eine solch exponierte Wanderung. Wir wandern dann zurück und sind Mitte Nachmittag wieder im Camp zurück. Zwischendurch hat sogar die Sonne kurz hervorgeschaut. Alles in allem kein schlechter Tag. 😎
Tiger Falls, warum auch immer die so heissen 😕
Mahai Valley 1
Mahai Valley 2
Wir relaxen noch ein wenig und freuen uns über die gefiederten Besucher, dafür weniger über die Baboons, die es tatsächlich schaffen, uns etwas zu klauen, als wir grad nicht aufpassen 😈 😠 – Mist! Unser letztes Braai mit einem speziellen Wein und den letzten Resten geniessen wir wieder auf der Terrasse. Für den nächsten Tag ist schlechtes Wetter angesagt und wir beschliessen, erst am Morgen zu packen.
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201213. Nov. 2016 · #47
Samstag, 17. September 2016 Tatsächlich ist es am Morgen sehr trüb, feucht und kalt. 🤢 😠 In der Nacht hat es wieder geregnet und auch jetzt gibt es immer mal wieder ein paar Tropfen. Nach dem Frühstück sortieren wir unsere Siebensachen und packen die Taschen flugtauglich. Dann mache ich noch eine Runde im Camp, um endlich noch die Sunbirds zu erwischen und es gelingt mir schliesslich, auch wenn die Bilder nicht so toll sind wegen des schlechten Wetters.
Malachite Sunbird
Malachite Sunbird
Speckled Mousebird
UFO von hinten
...und von der Seite
Um 10 Uhr müssen wir auschecken und wir fahren langsam weg von den Drakensbergen Richtung Johannesburg. Je weiter wir von den Bergen wegkommen, desto weniger schlecht ist das Wetter. Für das Land ist es ja gut, aber von mir aus hätte der Regen auch noch eine Woche warten können. 🤨 Unterwegs essen wir an einer Autobahnraststätte etwas und sind schliesslich kurz nach 15 Uhr am Flughafen. Die Autoabgabe geht speditiv und wir checken ein und verbringen die Stunden bis zum Abflug mit Schmökern in verschiedenen Läden. Der Rückflug verläuft planmässig und wir landen am nächsten Morgen um 06.15 Uhr relativ ausgeruht in Zürich dank einer Schlaftablette. Um 07.30 Uhr sind wir zuhause.
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201213. Nov. 2016 · #48
Fazit der Reise Es war eine tolle Reise mit vielen Eindrücken, guten Sichtungen und ohne grössere Zwischenfälle. Wir sind positiv überrascht von der Vielfalt der Landschaft, vor allem auch im Krüger NP. Das Ziel war es, den Osten von Südafrika kennen zu lernen, um bei einer weiteren Reise besser Schwerpunkte setzen zu können. Wir wollten neben den Gamedrives uns auch selbst bewegen. Dieses Ziel haben wir erreicht. Landschaftlich war die Reise sehr abwechslungsreich. Die Waterberg-Region, die Soutpansberge, Krüger von Nord bis Süd, die Blyde River Canyon Region, das hügelige Swaziland, Kwa-Zulu-Natal mit seinen Hügeln und der eindrücklichen Küstenregion und letztlich die nördlichen Drakensberge. Wir mögen Hügel- und Gebirgslandschaften, wohl die Macht der Gewohnheit als Schweizer. 😗 🤪 Wir haben einige Wanderungen gemacht, allerdings in den Drakensbergen wegen des schlechten Wetters weniger als erhofft. Wir haben aber das Beste daraus gemacht. Hier möchten wir auf jeden Fall nochmal wieder kommen in der Hoffnung auf besseres Wetter.
Krüger ist im Norden landschaftlich phantastisch und mit wenigen Besuchern recht entspannt. Im Süden fanden wir die Verkehrsstaus bei Katzensichtungen grauenhaft. Dafür sahen wir dort die Big 5 (nicht ganz, Breitmaul- statt Spitzmaulnashorn) innerhalb eines Tages, was uns im Norden nicht gelungen ist. Aber es gibt so viel mehr als die Big 5! Insgesamt waren wir aber positiv überrascht vom Krüger.
😎
Die Dürre war schon sehr spürbar bei Flora, Fauna und den besorgten Menschen. 🙁 Bevor es nicht zwei gute Regenzeiten gegeben hat, möchten wir nicht wieder in diese Gegend reisen. Da wir bis zur Pensionierung von Markus nur entweder im Januar/Anfang Februar oder dann Mitte Juni bis Mitte September verreisen können, schien uns die Trockenzeit die bessere Option wegen der Temperaturen und dem geringeren Malariarisiko. Nach der Pensionierung möchten wir gerne einmal das südliche Afrika kurz nach der Regenzeit grün und nicht zu heiss erleben.
Wir haben einige Schwerpunkte gesetzt mit 2 oder 3 Übernachtungen am selben Ort, aber auch einige Einzelübernachtungen. Wir finden das nicht so schlimm, da wir dann ausser den Toilettenartikeln und etwas Wechselwäsche nichts auspacken und das Ein- und Ausräumen auf diese Weise schnell geht. Die Unterkünfte waren meistens okay, zum Teil allerdings recht abgewohnt und in den Parks eigentlich zu teuer für südafrikanische Verhältnisse. Aber hier zahlt man für das Privileg, im Park zu sein. Leshiba war in dieser Hinsicht das absolute Highlight. Das Cottage auf Lindani war aber auch sehr schön. Uns gefällt es besser, in Self-Catering Unterkünften zu logieren und nur ab und zu im Restaurant zu essen. Ein Braai hinter dem Bungalow mit Besuch des Camp-Tiers ist spezieller als das oft nur mittelmässige Essen in den Restaurants. Vor allem zum Frühstück mag ich lieber Müesli und Obst als Eier, Speck und Bohnen und langweiliges Toastbrot. Am liebsten campen wir ja, aber in den Nationalparks sind die Campsites zu eng aufeinander, sodass wir uns für feste Unterkünfte entschieden haben.
Je öfter wir auf Safari sind, desto mehr interessieren uns auch die kleineren Tiere, insbesondere Vögel und auch die Flora. Wir versuchen bei unseren Fotos auch vermehrt, die Tiere in schöne Landschaft einzubauen, statt nur das Tier formatfüllend abzulichten. Die Sichtungen waren vielfältig, auch wenn wir gerne noch einen Leoparden auf einem Baum und Ground Hornbills gesehen hätten. Der Lotto-Sechser wären für uns aber Pangolin und Aardvark. Wir geben nicht auf!
Afrika, wir kommen wieder! Tanzania im Jan/Feb 2017 ist bereits gebucht. 🙂 😊 🤪
Danke den stillen Mitlesern, den Danke-Button-Drückern und den Feedback-Gebern Liebe Grüsse Daniela
Old Women1'543 Beiträge · seit 201313. Nov. 2016 · #49
Hallo Daniela, noch einmal ein herzliches "Dankeschön" für den schönen und informativen Reisebericht. Ich bin sehr gerne mit euch gefahren Herzliche Grüße Beate
Topobär5'479 Beiträge · seit 200914. Nov. 2016 · #50
Vielen Dank für den schönen Reisebericht. Ich hoffe, Ihr lasst uns auch an Euren Erfahrungen in Tansania teilhaben. Wir bereisen fast zeitgleich mit Euch Tansania (Dezember 2016/Januar 2017).
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201214. Nov. 2016 · #51
Hallo Beate Gern geschehen - es hat mir auch viel Spass gemacht.
Hallo Topobär Dann bin ich bebenfalls gespannt auf euren Bericht. Ihr fahrt ja sicher wieder selbst. Das trau' ich mich nicht in Tansania bei potenziellen Schlammpisten. Wir werden sicher wieder Bilder publizieren und einen Bericht. Liebe Grüsse Daniela
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201217. Nov. 2016 · #54
Liebe Konni, lieber Honeybadger Euch lieben Dank fürs Mitfahren, und Konni für das Bild. Es macht mehr Spass, wenn man noch ein bisschen Feedback kriegt. Liebe Grüsse und bis zum nächsten Bericht im Februar (Tanzania) Daniela