Wüstenpferde in Garub

153 Antworten · 38,6k Aufrufe · gestartet 04. Okt. 2016 von solitaire
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727 Beiträge · seit 200821. Feb. 2019 · #103
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2'530 Beiträge · seit 201121. Feb. 2019 · #104
War wohl auch die beste Lösung. Hyänen sind ja nicht vom aussterben bedroht, aber ich hoffe MET weiß wo das Den ist und hat vorher nach kleinen Hyänen geschaut anstatt gleich zu schießen.
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5'479 Beiträge · seit 200925. Feb. 2019 · #105
Mit Naturschutz hat das jedenfalls nix zu tun. Vielmehr wurde sich dem Druck und Lobbyismus der Pferdefreunde gebeugt. Das in einem Nationalpark oder einem Naturschutzgebiet die heimischen Tiere erschossen werden, um eingeschleppte Tierarten zu schützen halte ich für absurd.

Ich gehe auch davon aus, dass das Revier in absehbarer Zeit durch ein neues Rudel Hyänen besetzt wird. Werden die dann auch wieder erschossen?
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873 Beiträge · seit 201625. Feb. 2019 · #106
Topobär schrieb:Ich gehe auch davon aus, dass das Revier in absehbarer Zeit durch ein neues Rudel Hyänen besetzt wird. Werden die dann auch wieder erschossen?
Man geht wohl davon aus, dass diese bestimmte Hyänen-Rudel 'gelernt' hat, wie es Pferde angreifen und reißen kann. Dafür spricht, dass die Hyänen - anders als früher - in relativ kurzer Zeit die Population von über 200 auf 80 Tiere reduziert haben, ihr Beuteschema also anscheinend massiv auf Pferd 'eingestellt' haben. In den vielen Jahren zuvor haben sicher auch Hyänen im Garub-Revier gelebt oder sind durchgezogen, aber eben nie mit diesem fatalen Ergebnis für die Pferde.

Ob es gelingt, durch das Abschießen einzelner Hyänen dieses 'Rudelwissen' wieder auszumerzen weiß wahrscheinlich niemand und wäre sicher ein spannendes Untersuchungsobjekt. Genauso, ob eine neues Rudel wieder den gleichen Lerneffekt schafft - hatte ja vielleicht auch mit der langen Dürre und mangelnder Alternativen zu tun. Die Antilopen sind verdurstet oder weggezogen, die gefütterten Pferde sind geblieben und waren damit eins der wenigen erreichbaren Ziele für die Hyänen.

Das Ganze sieht derzeit nach einer etwas unstrukturierten Hauruck-Aktion aus, nachdem man lange viel versprochen und wenig gemacht hat. Ob's Erfolg haben wird .... ?
Wir - besonders die Töchter - hoffen jedenfalls, im Juli noch ein paar Pferde sehen zu können.

Christoph
NAM 09/2017 mit Galerie NAM 07/2019 mit Galerie NAM 08/2021 mit Galerie Südafrika 08/2023 mit Galerie NAM 08/2025 mit Galerie
zuletzt bearbeitet 25. Feb. 2019
5'479 Beiträge · seit 200925. Feb. 2019 · #107
Zebras gehören zur Standardbeute von Hyänen. Da ist die Transferleistung zum Pferd nicht sehr groß. An der Tatsache das die Pferde regional viel stärker an das Wasserloch in Garub gebunden sind als andere potentielle Beutetiere, wird sich auch nichts ändern, solange die Dürre anhält. Hyänen sind Opportunisten. Sie suchen sich immer die einfachste Nahrungsquelle. In der Region um Garub sind das ganz eindeutig die Pferde und werden es auf absehbare Zeit auch bleiben.
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661 Beiträge · seit 201525. Feb. 2019 · #108
Topobär schrieb:Zebras gehören zur Standardbeute von Hyänen. Da ist die Transferleistung zum Pferd nicht sehr groß. An der Tatsache das die Pferde regional viel stärker an das Wasserloch in Garub gebunden sind als andere potentielle Beutetiere, wird sich auch nichts ändern, solange die Dürre anhält. Hyänen sind Opportunisten. Sie suchen sich immer die einfachste Nahrungsquelle. In der Region um Garub sind das ganz eindeutig die Pferde und werden es auf absehbare Zeit auch bleiben.
Die Hyänen greifen auch die Pferde der umliegenden Farmen an. Ich habe ein verletztes Pferd gesehen....kein schöner Anblick!!
Gruss

Malbec
5'479 Beiträge · seit 200925. Feb. 2019 · #109
Hallo Malbec,

Was soll die Schlussfolgerung Deiner Aussage sein?

Ich habe in den Nationalparks viele durch Raubtiere verletzte Tiere gesehen. Sollen jetzt alle Raubtiere geschossen werden, damit es keine verletzten Beutetiere mehr gibt? Das ist nie ein schöner Anblick, aber von der Natur so eingerichtet. Die Natur ist brutal, wenn man sie unter den Gesichtspunkten menschlicher Ethik betrachtet. Deshalb sollte man dies nicht tun, denn in den natürlichen Prozessen gibt es kein gut und böse.

Ich sehe im übrigen einen sehr großen Unterschied, ob Raubtiere auf privatem Farmland Nutztiere töten, oder ob sie in Naturschutzgebieten auf Beutefang gehen. Auf privatem Farmland halte ich es für legitim, dass der Farmer sein Vieh verteidigt, solange er dabei nicht gegen Vorschriften über den Schutz bedrohter Arten verstößt. Naturschutzgebiete und im besonderen Nationalparks sind dazu da, die Natur zu schützen und vor dem Eingriff durch Menschen zu bewahren.

Alles Gute
Thomas
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16,9k Beiträge · seit 201225. Feb. 2019 · #110
Topobär schrieb:Was soll die Schlussfolgerung Deiner Aussage sein?
Die Schlussfolgerung ist, wie schon vergangenes Jahr diskutiert, dass die Hyänen sich inzwischen in Richtung der Ortschaft AUS bewegen und dort die Nutztiere reißen.

LG
Logi
425 Beiträge · seit 201825. Feb. 2019 · #111
Guten Tag zusammen,lieber Thomas,
wie schreibst du so schön "Die Natur zu schützen und vor dem Eingriff der Menschen zu bewahren".

Es gibt ein Filmchen (27 Min Die Wildpferde der Namib Wüste) noch auf You Tube zu sehen, das beschreibt die Folgen der Einmischung der Menschen, nicht nur für die Pferde der Namib, durch den Zaun, mit welchem man die Gharub Ebene nach Osten abgeriegelt hat.

Genau das gleiche geschieht im Etosha Nationapark, auch hier hindert der Mensch die Tiere durch Zäune sich in der Not andere Nahrungsquellen zu erschließen.Ich habe das 2013 im Etosha Nationalpark gesehen. Die Spießböcke und Zebras standen im Zähen Schlamm der Wasserlöcher und litten Durst, den Menschen die das verursacht haben wars egal. Genau wie in Gharub.

Die Erkenntnis daraus: Nach einmal Einmischen folgt Immer einmischen.

Alles Gute Georg
661 Beiträge · seit 201525. Feb. 2019 · #112
Topobär schrieb:Hallo Malbec,

Was soll die Schlussfolgerung Deiner Aussage sein?

Ich habe in den Nationalparks viele durch Raubtiere verletzte Tiere gesehen. Sollen jetzt alle Raubtiere geschossen werden, damit es keine verletzten Beutetiere mehr gibt? Das ist nie ein schöner Anblick, aber von der Natur so eingerichtet. Die Natur ist brutal, wenn man sie unter den Gesichtspunkten menschlicher Ethik betrachtet. Deshalb sollte man dies nicht tun, denn in den natürlichen Prozessen gibt es kein gut und böse.

[]Ich sehe im übrigen einen sehr großen Unterschied, ob Raubtiere auf privatem Farmland Nutztiere töten, oder ob sie in Naturschutzgebieten auf Beutefang gehen. Auf privatem Farmland halte ich es für legitim, dass der Farmer sein Vieh verteidigt, solange er dabei nicht gegen Vorschriften über den Schutz bedrohter Arten verstößt.[/]
Naturschutzgebiete und im besonderen Nationalparks sind dazu da, die Natur zu schützen und vor dem Eingriff durch Menschen zu bewahren.

Alles Gute
Thomas
Hallo Thomas

Genau das meine ich....die Farmer haben auch ein Recht, aber sie können sich nicht auf die Lauer legen um Hyänen abzuschiessen.
Verletzte Wildtiere oder Haustiere........... da besteht doch ein Unterschied! Die Hyänen sind auf den Geschmack gekommen wie man leichte Beute findet....Pferde gehören eigentlich nicht auf den Speiseplan dieser Raubtiere.
Auch wir Touristen tragen eine Mitschuld....falls Schuldige gesucht werden.
Gruss
Malbec
33,1k Beiträge · seit 200626. Feb. 2019 · #113
Falls jemand am Donnerstag hier vor Ort ist. Interessante Gesprächsrunde.

Viele Grüße
Christian

NEWS-TALK_28Feb_Debate.jpg
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
5'479 Beiträge · seit 200928. Feb. 2019 · #115
travelNAMIBIA schrieb:Falls jemand am Donnerstag hier vor Ort ist. Interessante Gesprächsrunde.

Viele Grüße
Christian

NEWS-TALK_28Feb_Debate.jpg
Hallo Christian,

das klingt hoch interessant, denn das ist für mich auch die entscheidende Frage. Leider ist die Anreise etwas weit.

Wenn Du Informationen über Verlauf und Ergebnis der Diskussion findest, würde ich mich freuen, wenn Du diese hier mit uns teilst.

Alles Gute
Thomas
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
33,1k Beiträge · seit 200601. März 2019 · #116
Hi Thomas (und alle Anderen),
"Der Bestand der Wilden Pferde bei Garub im Südwesten Namibias kann langfristig nur erhalten werden, wenn man die Tiere umsiedelt. Das war der Konsens einer Podiumsdiskussion gestern Abend in den Räumen der Wissenschaftlichen Gesellschaft in Windhoek, an der das Umweltministerium, der Umweltschutzvdachverband NCE die Organisation NEWS und die Wild Horses Foundation teilnahmen. Das Töten der Hyänen, die die Pferde seit Jahren dezimieren, widerspreche jeglichem Naturschutzkonzept. Umweltminister Pohamba Shifeta verteidigte die Maßnahme als kurzfristige Lösung, um die Pferde vom Aussterben zu bewahren. Eine Umsiedlung der Pferde sei eine Option, die jedoch sorgfältig geprüft werden müsse. Shifeta zufolge muss man dabei vor allem die Gemeinschaften in Aus und Lüderitz einbeziehen, die von der Tourismusattraktion der Wilden Pferde profitieren." (Quelle: Hitradio Namibia, 1. März 2019)

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
2'391 Beiträge · seit 201604. März 2019 · #117
Hallo Christian,
danke für die Info. Klingt für mich nach weiterem warten und nichts tun.
Das werden die Pferde wohl mittelfristig nicht überleben.

Viele Grüße
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
16,9k Beiträge · seit 201204. März 2019 · #118
Wohin mit den Tieren? https://www.az.com.na/nachrichten/wohin-mit-den-tieren2019-03-04/

....Umweltkammer-Chef Chris Brown: „Ich kenne niemanden, der nur wegen der Wilden Pferde nach Namibia reist und wir würden deshalb keine Landesbesucher verlieren“, sagte er und weiter: „Sie sind für den Tourismus von unbedeutendem Wert.“

LG
Logi
16,9k Beiträge · seit 201205. März 2019 · #119
Ein Versäumnis mit Folgen https://www.az.com.na/nachrichten/ein-versumnis-mit-folgen-2019-03-05/

Es gibt jene, die sich die Garub-Ebene ohne Wilde Pferde nicht vorstellen können. Die die Huftiere untrennbar mit dieser Gegend um Aus in Verbindung bringen...

Jagdverband kritisiert Töten der Hyänen https://www.az.com.na/nachrichten/jagdverband-kritisiert-tten-der-hynen2019-03-05/

Der namibische Berufsjagdverband (Napha) betrachtet die Entscheidung des Umweltministeriums, die Hyänen in der Garub-Ebene zu erlegen, mit „großer Sorge“. In einer schriftlichen...

LG
Logi
96 Beiträge · seit 201805. März 2019 · #120
Logi schrieb:Wohin mit den Tieren? https://www.az.com.na/nachrichten/wohin-mit-den-tieren2019-03-04/

....Umweltkammer-Chef Chris Brown: „Ich kenne niemanden, der nur wegen der Wilden Pferde nach Namibia reist und wir würden deshalb keine Landesbesucher verlieren“, sagte er und weiter: „Sie sind für den Tourismus von unbedeutendem Wert.“

LG
Logi
Nun ist eine (1) Person nicht wirklich weit von Null (0) entfernt, aber bei meiner diesjährigen Planung nehmen eben diese Pferde und die Region einen wichtigen Platz ein.
Alleine schon weil mein Standpunkt "für" die Pferde ist, werde ich das Reiseziel intensiv überdenken.

Gruß, Stefan