Swakop1952Themenstarter2'664 Beiträge · seit 201201. Sept. 2016 · #2
Bin schon erstaunt über die fehlende Reaktion über eine schlimme Katastrophe in einem der am strengsten bewachten Naturparks in Afrika. Es ist zu hoffen daß Präsident Khama jetzt so rigoros durchgreift, daß keine Wilderer mehr in Gefangenschaft geraten, ungeachtet ob die Verbrecher aus Namibia oder Zambia kommen für ihre chinesischen Auftraggeber, und ungeachtet ob deren Regierungen deshalb losjaulen wie in der Vergangenheit.
Geht mir ähnlich. Ist dort zumindest ja zum Glück zumindest in diesem Ausmaß noch nicht Businness as usual. Wenn man sich in deinem zweiten Link die Fundorte so ansieht erscheint immerhin offensichtlich, aus welcher Richtung die Täter kamen..
Swakop1952Themenstarter2'664 Beiträge · seit 201202. Sept. 2016 · #4
Man spricht von 200 Elefantenkörpern, die man allein im Mamili Park gefunden haben will
John Grobler: "Something tells me we're not being told what has happened in Mamili Park: I was told of over 200 carcasses discovered recently, in addition to heavy poaching in Etosha where EIGHT black rhino carcasses were discovered in one day. We look forward to a full MET briefing on this".
PApaulinchen475 Beiträge · seit 201202. Sept. 2016 · #5
Hallo
hab´s gerade erst gelesen und bin schockiert... danke für die Einstellung der links, werden es in den nächsten Tagen weiter verfolgen...
Violetta19 Beiträge · seit 201602. Sept. 2016 · #6
Hallo zusammen Wollte mich grad noch einmal etwas schlau machen, bevor wir abreisen. Und jetzt müssen wir dass lesen. Wir sind extrem schockiert. Wir werden uns über Euer Forum auf dem laufenden halten, da wir in dieser Gegend auf Reisen sind. Lg
Applegreen1'796 Beiträge · seit 201402. Sept. 2016 · #7
Hallo Swakop1952,
Danke für den Link zu diesem grauenvollen Vorfall! Auch ich bin etwas über die ausbleibenden Reaktionen erstaunt.
Ich für meinen Teil habe den Beitrag in meinem Bekanntenkreis geteilt und heute morgen auch direkt mal eine Anfrage an eine große deutsche Tageszeitung bezüglich einer Berichterstattung gestartet.
Aber was kann man als Einzelperson noch dagegen tun???
Ich weiss nicht, wieviele Petitionen ich schon gegen diese sinnlose Abschlachten unterzeichnet habe... Gefühlt wird es aber immer schlimmer - es tut sich rein gar nichts 🤢
Ich persönlich stelle gerade eine geplante Reise für 2017 in diese Region mehr als in Frage und werde das mit unseren Reisepartnern auch zur Diskussion stellen.
ich denke mal alle hier sind von dem Vorfall schockiert und das die fehlende Reaktion einfach nur aus der Hilflosigkeit her rührt, denn wir haben leider keine konkreten Lösungen wie man dieses sinnlose Abschlachten irgendwie in den Griff bekommt.
Applegreen schrieb:
Ich persönlich stelle gerade eine geplante Reise für 2017 in diese Region mehr als in Frage und werde das mit unseren Reisepartnern auch zur Diskussion stellen.
Sehr traurige Grüße Sabine
Sabine, ich denke, dass ein Absagen deiner Reise in diese Region leider das falsche Signal ist, du solltest gerade jetzt dort dein Geld ausgeben und hoffen, dass ein Teil dieser Einnahmen auch dazu verwendet werden gegen die Wilderei zu kämpfen!
Die lokale Bevölkerung muss von der Tierwelt direkt profitieren, damit auch der Wille zum Schutz wächst und die Werthaltigkeit erkannt wird.
Viele Grüße
Markus
Viele Grüße
Markus
Strelitzie2'844 Beiträge · seit 201102. Sept. 2016 · #9
Mir geht es wie Sabine- man liest es ohnmächtig und fragt sich, wie man diesem Irrsinn ein Ende bereiten kann. Gern würde ich erleben, dass meine Enkelin in 20 Jahren noch Elefanten in Freiheit erleben kann!
Viele Grüße Strelitzie
Applegreen1'796 Beiträge · seit 201402. Sept. 2016 · #10
@Markus: Ist schon richtig - aber mir ist im ersten Moment die Lust und Freude an dieser geplanten Reise vergangen. Noch ist ohnehin nichts gebucht.
@Strelizie: Ich habe zwar noch keine Enkel, hoffe aber inständig für die nachfolgenden Generationen, dass in vielerlei Hinsicht die Menschheit zur Einsicht kommt. Ich bin froh, dass mein Sohn zumindest bereits die Gelegenheit hatte, die Tierwelt und Natur im südlichen Afrika zu erleben.
Diesen Link hatte Christian (travelNAMIBIA) gestern in einem anderen Beitrag gepostet. Das Thema "Elefanten droht die Ausrottung" hat es gestern wohl immerhin bis in die Tageschschau gebracht: http://www.tagesschau.de/ausland/elefanten-afrika-101.html
Applegreen schrieb:@Markus: Ist schon richtig - aber mir ist im ersten Moment die Lust und Freude an dieser geplanten Reise vergangen. Noch ist ohnehin nichts gebucht.
@Strelizie: Ich habe zwar noch keine Enkel, hoffe aber inständig für die nachfolgenden Generationen, dass in vielerlei Hinsicht die Menschheit zur Einsicht kommt. Ich bin froh, dass mein Sohn zumindest bereits die Gelegenheit hatte, die Tierwelt und Natur im südlichen Afrika zu erleben.
Diesen Link hatte Christian (travelNAMIBIA) gestern in einem anderen Beitrag gepostet. Das Thema "Elefanten droht die Ausrottung" hat es gestern wohl immerhin bis in die Tageschschau gebracht: http://www.tagesschau.de/ausland/elefanten-afrika-101.html
Liebe Grüße Sabine
Hallo Sabine, ich frage mich immer wenn ich so in der Natur sitze.....ist es kommenden Genarationen vielleicht gar nicht mehr wichtig, dass es Natur mit allen seinen Schönheiten gibt...wenn ich mir das so alles betrachte, Games Convention, Cebit, etc pp... Vielleicht ist es dann wichtiger, Pokemons in der virtuellen Welt zu jagen und mit der 3D Rundumsicht vor dem Auge durch "frühere" Zeiten zu wandeln.... Gruß
das ist schrecklich, aber ich glaube nicht, das Botswana nun ein großes Wildereiproblem hat. Es sind jetzt 26 von ca. 135.000 Elefanten: 0,019 Prozent. In anderen Ländern werden teilweise 10% der Population in einem Jahr abgeschlachtet. Das Problem da ist also 500 mal größer.
Alle Fälle passierten in der Grenzregion zu Namibia (vorwiegend in der Linyanti-Gegend), wurden also mutmaßlich durch Namibier oder Sambier verübt. Der Fluss Chobe definiert auf ca. 500km die Grenze zwischen Namibia und Botswana. Weil der Fluss alle paar hundert Meter eine Biegung macht, dürfte er und somit die Grenze unheimlich schwer zu überwachen sein. Vermutlich müsste man 500 Boote auf dem Fluss im Einsatz haben, um diese Grenze lückenlos zu überwachen.
Die Botswana Defense Forces werden in der Chobe-Region nun sicherlich ihre Patrouillen verstärken. Sie haben zumindest in der Nacht schon eine (umstrittene) Policy "erst schießen, dann fragen". Viel mehr geht nicht. Einzelne Wildereifälle sind auch zukünftig zu erwarten. Man wird die Fallzahlen nicht auf null bekommen. Aber selbst wenn in Botswana 1.000 Elefanten pro Jahr gewildert werden sollten, wird die Population da nicht sinken - anders als in so vielen anderen Ländern.
Beste Grüße
Guido
Applegreen1'796 Beiträge · seit 201402. Sept. 2016 · #13
Can schrieb:
Hallo Sabine, ich frage mich immer wenn ich so in der Natur sitze.....ist es kommenden Genarationen vielleicht gar nicht mehr wichtig, dass es Natur mit allen seinen Schönheiten gibt...wenn ich mir das so alles betrachte, Games Convention, Cebit, etc pp... Vielleicht ist es dann wichtiger, Pokemons in der virtuellen Welt zu jagen... Gruß
Hallo Can,
ich kann jetzt nur für meinen Sohn und dessen Freundeskreis (alle so in den Zwanzigern) eine Antwort geben:
JA - es ist ihnen wichtig! Sehr sogar. Die gehen jeden Tag in die Natur, beobachten die heimischen Tiere, Sonnenuntergänge etc. Liegt aber vielleicht auch daran, dass es Studenten der Umweltwissenschaften sind. Aber auch diejenigen die wir kennen, und BWL oder andere Fächer studieren sind so drauf - Gott sei Dank!
In dieser Generation scheint tatsächlich ein Umdenken stattzufinden! Das stelle ich häufig fest. Diese jungen Menschen sind interessiert, kritisch und wollen etwas verändern - und das sind die zukünftigen Eltern der nächsten Generation! Mich lässt das immer wieder hoffen und ich freue mich immer sehr, wenn ich diese Entwicklung beobachten darf!
Applegreen schrieb:Diesen Link hatte Christian (travelNAMIBIA) gestern in einem anderen Beitrag gepostet. Das Thema "Elefanten droht die Ausrottung" hat es gestern wohl immerhin bis in die Tageschschau gebracht: http://www.tagesschau.de/ausland/elefanten-afrika-101.html
Ich finde es ganz großartig, wenn so etwas Aufwändiges wie der Great Elephant Census gemacht und finanziert wird. Es sträubt mich, das zu kritisieren, aber was da jetzt in der Presse und bei der Tagesschau steht, ist schlicht nicht korrekt.
Die Studie beziffert die Elefantenpopulation auf den einzelnen Elefanten genau. Also sie erweckt den Eindruck, das zu können, was großer Nonsens ist. Genau 352.271 sollen es noch sein. Überall in der Presse steht jetzt, dass es nur noch 352.271 Elefanten in Afrika gibt. Und das das ein großer Rückgang ist. Nur hat die Studie gar nicht die Population in ganz Afrika untersucht.
Namibia hat beispielsweise bei der Studie nicht mitgemacht. In anderen Ländern wurden einige Gebiete auch nicht untersucht. Die Zahl von 352.271 gilt nur für die untersuchten Gebiete in 18 afrikanischen Staaten. Sie gilt nicht für ganz Afrika. Bezüglich Namibia steht beispielsweise in der Studie: " Large-scale surveys conducted in Namibia in 2015 produced an estimate of 22,711 elephants (CITES, 2016). When added to the 352,271 elephants estimated on the GEC, this leads to a total estimate of 374,982 savannah elephants.". In der Zahl von 374,982 fehlen noch ein paar weitere Gebiete. Die Zahl von 352.271 verbliebenen afrikanischen Elefanten, die jetzt überall in der Presse steht, ist also definitiv falsch und zu niedrig.
Der Great Elephant Census wurde von Mike Chase geleitet wurde. Das ist der Chef von "Elephants without Borders" und der macht da großartige, unterstützenswerte Arbeit. Nur hat der wohl auch ein hohes Eigeninteresse, die Situation möglichst dramatisch darzustellen. Wenn man eine Frauenrechtlerin wie Alice Schwarzer eine Studie zu Vergewaltigungen machen lässt, dann kommen da auch hundertfach höhere Fallzahlen heraus, als sie das BKA ermittelt. Es wäre wissenschaftlich vermutlich besser gewesen, wenn eine neutralerer Universität das Projekt geleitet hätte.
Beste Grüße
Guido
Logi16,9k Beiträge · seit 201202. Sept. 2016 · #15
ich habe die Studie zum Great Elephant Census mal überflogen. Noch ein paar interessante Punkte:
Die Studie beschreibt, dass die Elefantenpopulation in Afrika von 1995 bis 2007 gewachsen ist. Ab 2007 ist sie geschrumpft, ab 2010 hat sich der Rückgang beschleunigt. Wir haben heute auch laut dieser Studie aber immer noch mehr Elefanten als 1995. Die Bilanz der letzten 20 Jahre ist also immer noch positiv und nicht negativ, wie man angesichts der ganzen Berichterstattung meinen könnte.
Die Studie bezieht sich nur auf Elefanten in der afrikanischen Savanne. Waldelefanten in Afrika wurden nicht mitgezählt.
Die Studie merkt an, dass bei der Zählung aus der Luft einige Elefanten z.B. unter großen Bäumen unentdeckt bleiben. Dafür wurde aber kein Korrekturfaktor eingerechnet. "Even with the highest standards, the quality of aerial survey results is limited by the perceptual abilities of human observers, and all observers miss some animals on surveys. [...] As a result, actual elephant populations are likely slightly higher than GEC estimates. "
Im südlichen Afrika ist die Elefantenpopulationen weiter stabil bis leicht wachsend. Die großen Probleme gibt es in Ost und Westafrika, wo Elefanten regional vom Aussterben bedroht sind. Alles in allem mit den Elefanten in Namibia und anderen nicht untersuchten Gebieten, mit den nicht aufgeführten Waldelefanten, mit nicht entdeckten Elefanten dürfte die Zahl der Elefanten in Afrika auch auf Basis dieser Studie noch deutlich über 400.000 liegen.
Eine Zahl von exakt 352.271 Elefanten an die Medien zu geben, ist wenig seriös, wenn man selbst genau weiß, dass die Zahl zu niedrig ist. Das steht aber nur in den kleingedruckten Details der Studie. Sowas liest aber kein normaler Mensch. Die sehen alle nur die Schlagzeilen in den Medien. Das heißt nicht, das man die Hände in den Schoß legen kann, aber die Situation ist auch nicht so dramatisch, wie jetzt teilweise in den Medien dargestellt
Beste Grüße
Guido
Applegreen1'796 Beiträge · seit 201402. Sept. 2016 · #17
Hallo nochmal,
Danke Guido. für die ausführlichen Berichte zur Situation!
Dennoch ist die Vorgehensweise dieser Monster auf das Schärfste zu verurteilen und zu verfolgen! Egal in welchem Land!
Diese Typen sind Wilderer=Verbrecher - und die armen Geschöpfe wurden obendrein auf qualvollste Art und Weise ausgelöscht!
Und in diesem Kontext finde ich die Parole "erst schießen, dann fragen" völlig angemessen.
Strelitzie2'844 Beiträge · seit 201102. Sept. 2016 · #18
Moin,
das, was ich in den Medien bisher gelesen habe - ohne mir die Studie angesehen zu haben - soll vor allem auf die VERNICHTUNG der Elefanten hinweisen, jährlich um ca. 30.000! Die Jagd auf die Elefanten seit 10 Jahren wieder kontinuierlich zu. Und man war bisher von einer Zahl von bis zu 500.000 noch lebenden Elefanten ausgegangen, dies musste jetzt revidiert werden. Dass hierbei nicht alle Tiere erfasst werden konnten, ist wohl völlig klar. Hier noch der heute gelesene Bericht (nachzulesen hier
Elefanten droht die Ausrottung Johannesburg. Es ist schlimmer als gedacht: Die Zahl der afrikanischen Dickhäuter ist wesentlich geringer als bisher angenommen – und geht wegen der zunehmenden Wilderei um jährlich 30 000 Exemplare zurück. Zu diesem erschütternden Ergebnis kam eine bislang beispiellos gründliche Elefantenzählung, die in den vergangenen zweieinhalb Jahren in 18 wildtierreichen Staaten des Kontinents durchgeführt wurde.
Der Zensus ergab, dass in den betroffenen Ländern nur noch gut 350 000 Savannenelefanten leben: Experten waren bislang von einer halben Million ausgegangen. Von der Zählung nicht erfasst wurden die Waldelefanten, die vor allem im Kongobecken zu finden sind: Doch auch ihr Bestand ist in den vergangenen 14 Jahren um über 60 Prozent auf gerade noch 50 000 Exemplare eingebrochen. „Ich glaube nicht, dass irgendein Mensch der Welt jemals so viele tote Elefanten wie ich in den vergangenen zwei Jahren gesehen hat“, sagte der wissenschaftliche Leiter des Zensus, Mike Chase. An dem von Microsoft-Mitgründer Paul Allan mit sieben Millionen Dollar finanzierten „Great Elephant Census“ (GEC) hatten insgesamt 90 Wissenschaftler und 286 Piloten teilgenommen. Sie flogen in 81 Kleinflugzeugen fast eine halbe Million Kilometer, um aus der Luft die Population der Jumbos zu zählen – was einer Strecke wesentlich weiter als zum Mond entspricht. Die Flugzeuge waren mit Zählrastern und Kameras ausgerüstet: Auf diese Weise sollte eine hohe Zuverlässigkeit der gewonnenen Daten sichergestellt werden. Lediglich drei afrikanische Staaten mit nennenswerten Elefantenzahlen wurden nicht berücksichtigt: Die Zentralafrikanische Republik und der Südsudan, wo derzeit Bürgerkriege herrschen, sowie Namibia, das seinen Elefantenbestand mit 22 700 Tieren angibt.
Im Norden Kameruns machten die Wissenschaftler pro zehn lebenden acht tote Elefanten aus: Insgesamt wurden dort nur noch 148 Rüsseltiere registriert. Ihr dortiges Aussterben steht unmittelbar bevor. Kaum weniger erfreulich das Bild in Angola, Mosambik und Tansania: Im tansanischen Selous-Nationalpark ging die Zahl in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 75 Prozent zurück. Im Babile Elefantenschutzgebiet Äthiopiens wurde noch eine einzige 36-köpfige Elefantenherde gezählt, und im Westen Sambias brach die Zahl der Jumbos in den vergangenen zwölf Jahren von 900 auf 48 ein.
Vor der Kolonialisierung durch die Europäer sollen in Afrika rund zwei Millionen Elefanten gelebt haben. Ihre Zahl ging ständig zurück, bis Naturschutzbemühungen den verhängnisvollen Trend in den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts stoppen konnten. Seit zehn Jahren nimmt die Wilderei wieder zu, was auf den wachsenden zahlungskräftigen Mittelstand in China und Vietnam zurückgeführt wird. Dort wird Elfenbein als Schmuckrohstoff verwandt.
Mit Jagdgewehren oder Giftpfeilen Der illegale Handel mit den Stoßzähnen ist in den Händen hoch professioneller Banden, die zur Tötung der Tiere auf lokale Helfer zurückgreifen. Die Elefanten werden mit hochkalibrigen Jagdgewehren, oft aber auch mit russischen Schnellfeuergewehren oder vergifteten Pfeilen unter enormen Schmerzen getötet."
Applegreen schrieb:Und in diesem Kontext finde ich die Parole "erst schießen, dann fragen" völlig angemessen.
In gewisser Weise stellt man damit die Tiere über den Menschen. Nicht umsonst spielen im Strafrecht Motive für eine Tat eine große Rolle für die Strafbemessung. Der Wilderer hat vielleicht auch eine kleine Tochter oder einen kleinen Sohn, dem man mal eben den Vater wegschießt. Der eine wildert vielleicht, um essentielle Dinge für seine Familie finanzieren zu können. Der andere wildert, um Auto und iPhone finanzieren zu können = pure Gier. Das ist - wie immer - alles komplex im Detail. Auf der anderen Seite muss man natürlich sehen, das Wilderer auch bewaffnet sind und sich die BDF erhöhten Risiken aussetzen, wenn sie nicht zuerst schießen. Man kann das schon kontrovers diskutieren. Aber die Diskussion will ich hier nicht auch noch führen. 😎
Beste Grüße
Guido
Violetta19 Beiträge · seit 201602. Sept. 2016 · #20
Hallo Sabine, hallo zusammen
Du schreibst :"Ich persönlich stelle gerade eine geplante Reise für 2017 in diese Region mehr als in Frage und werde das mit unseren Reisepartnern auch zur Diskussion stellen."
Meiner Meinung nach, wäre dies gerade eine völlig falsche Entscheidung. Wir Touris bringen das Geld in diese Regionen, das heisst, wir bringen für die dort lebenden Menschen, arbeit, sprich, Sie können auf legale weise Geld verdienen.
Weisst Du, wir sind kurz vor dem Abflug für nach Namibia/Botswana. Auch wir haben das Caprivi Gebiet in unserer Route. Klar macht man sich Gedanken und nach meinen Emotionen darf gerade nicht gefragt werden! Ich frage mich auch, was kann ich oder jeder Einzelne tun.
Aber dennoch dürfen wir im Westen sitzenden Erdbewohner nicht vergessen, wie extrem gut es uns geht. Wir müssen nicht ums tägliche überleben kämpfen! Versteht das bitte nicht falsch! Es ist eine Straftat, Tiere müssen beschützt werden! Aber, man sollte die RICHTIGEN erwischen. Die Wilderer sind die bösen, weil die ja den Auftrag ausführen und so einen extremen Bruchteil dessen erhalten, was schlussendlich die AUFTRAGGEBER verdienen. Wilderer können ja nur gewonnen werden, weil man Ihnen dafür Geld verspricht, obschon es wahrscheinlich nur ein Bruchteil dessen ist, was von "gewissen" Ländern geboten wird. Also sollte man ja dort ansetzten! Sie für eine gute Sache zu gewinnen, zu motivieren und zeigen, dass man mit lebenden Tieren MEHR Geld verdienen kann, als mit toten.
(Dies ist nicht nur Theorie, ich glaube in Südafrika gibt es ein solches Projekt, wo Südafrikaner zu den Stämmen fahren, wo man vermutet, dass es in den Familien Wilderer hat und es wird dort aufgezeigt, wie wichtig die Tiere für unsere Welt ist.)
Emotional gesehen, geb ich dir Recht, Sabine. Aber Verstandmässig wäre dies ein völlig falscher Weg, weil es ganz einfach die Falschen bestraft.
Zumal finde ich, müssten wir im Westen auch einmal vor der eigenen Tür misten! Massentierhaltung, Nutztiere durch ganz Europa karen für zum schlachten. Stunden lang ohne Wasser in brütend heissen Lastwagen! Etc. etc. Dies gehört nicht hierher ich weiss, aber diese Tiere leiden auch! Fast ihr ganzen Leben lang!!!!!
Hoffen wir jetzt, dass Sie dir Richtigen finden und zur rechenschaft ziehen.