Elefantös - Zimbabwe 2016

Reisebericht 114 Antworten · 29,4k Aufrufe · gestartet 06. Juni 2016 von Topobär
1'667 Beiträge · seit 201107. Juni 2016 · #21
Hallo Thomas,

schön das es losgeht. Der Anfang Eurer Reise ist ja fast identisch mit dem Ende unserer Reise.

Uns hat es in Zvakanaka (allerdings im Cabin ) auch sehr gut gefallen. Dazu dann mehr in einigen Tagen oder Wochen 😉

LG

Montango
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Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200907. Juni 2016 · #22
fordfahrer schrieb:Hi Topo,
gibt mal bitte am Anfang jetzt einen kurzen Abriss der Route.
Danke
Gruss
Christian
Für die ganz Neugierigen: Johannesburg - Gonarezhou - Great Zimbabwe - Mana Pools - Matusadona - Hwange - Kasane
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1'523 Beiträge · seit 201107. Juni 2016 · #23
Guten Tag Thomas,

bin gerne mit dabei auf dieser ZIM-Reise....... 🙂 🙂 🙂

lg, BMW
2'460 Beiträge · seit 200608. Juni 2016 · #24
Bei Zimbabwe bin ich auch gern dabei 🙂
Topobär schrieb:
fordfahrer schrieb:Hi Topo,
gibt mal bitte am Anfang jetzt einen kurzen Abriss der Route.
Danke
Gruss
Christian
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Seid ihr dann von Kasane aus zurückgeflogen?

Gruß Chrissie
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200908. Juni 2016 · #26
@chrissie: Ja, wir sind von Kasane zurück geflogen.
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zuletzt bearbeitet 08. Juni 2016
1'651 Beiträge · seit 201409. Juni 2016 · #27
Hallo Thomas,

bei Deinem Reisebericht bin ich auch dabei.

LG Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
8'054 Beiträge · seit 200809. Juni 2016 · #28
Hallo Topobär,

Ich bin auch noch schnell ins Auto hineingeschlüpft! 😎

Freue mich schon riesig auf die Fortsetzung da wir im August Simbabwe besuchen. 🙂

Liebe Grüsse
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200910. Juni 2016 · #29

2.Tag (So. 15.05.2016)
Louis Trichardt – Gonarezhou National Park
371km

In der Nacht hat es wieder angefangen zu tröpfeln. Das erleichtert uns die Entscheidung ohne Frühstück aufzubrechen, damit wir zeitig in Beitbridge sind.

In Musima, dem letzten Ort vor der Grenze, holen wir noch schnell die vergessenen Einkäufe nach und tanken noch einmal voll.

Dann sind es nur noch wenige Kilometer zur Grenze und nach noch nicht einmal einer viertel Stunde haben wir Südafrika verlassen und rollen auf die Grenzanlagen von Zimbabwe zu.

Wir hatten uns bereits kurz vor unserer Abreise aus Deutschland mit den offiziellen Grenzhelfern der Zimbabwe Tourism Authority in Verbindung gesetzt. Von denen hatten wir eine Liste der benötigten Unterlagen und einen Telefonkontakt zu unserem Grenzhelfer Reginald bekommen. Wir hatten Reginald von Musima aus noch einmal kurz kontaktiert und jetzt kommt er uns schon entgegen gelaufen, als er den Bushlore-Wagen sieht.

Wir sind sehr froh Reginald zu unserer Unterstützung zu haben, denn für Außenstehende ist es absolut unersichtlich, wann man zu welchem Schalter muss. Es geht kreuz und quer durch verschiedene Gebäude, ohne dass ich ein System darin zu erkennen vermag. Ich möchte nicht wissen, wie lange es alleine dauert, sich durchzufragen, wann man wohin muss. Außerdem hat Reginald anscheinend die Lizenz zum Vordrängeln, denn er prescht überall an der Schlange vorbei direkt nach vorne zum Schalter. Interessanterweise regt sich niemand der in den Schlangen Wartenden darüber auf.

Ein Problem gibt es dann aber doch noch. Beim Zoll wird behauptet, wir hätten bei unserem letzten Besuch in Zimbabwe (Januar 2015) den Wagen nicht wieder ausgeführt. Das ist natürlich vollkommener Unsinn, aber bei dem hier überall herrschenden Zettel-Chaos wundert es mich nicht, dass in den Computersystemen wichtige Einträge fehlen. Ich diskutiere lange mit dem Zöllner, dass es damals gar nicht möglich gewesen wäre, das Land ohne das Fahrzeug zu verlassen und auch Reginald legt sich für uns ins Zeug. Ich habe den Eindruck, der Zöllner hat irgendwann einfach keine Lust mehr weiter zu diskutieren und ohne für uns ersichtlichen Grund, wird das Problem zu den Akten gelegt und wir können weiter. Es wird dann noch einmal lustlos in den Canopy geschaut und dann können wir auch schon einreisen.

Insgesamt kostet uns die Einreise 194,-$US
100,-$US Autoversicherung
2 x 30,-$US Visum
10,-$US Road Tax
9,-$US Bridge Toll
15,-$US Carbon Tax

Nach den ganzen Horrorgeschichten, die man auch hier im Forum immer wieder vom Grenzübergang Beitbridge hört und liest, hatte ich schon gehörigen Respekt vor dem was uns dort wohl erwartet und wir hatten einen halben Tag eingeplant. Tatsächlich waren wir trotz der Probleme beim Zoll in weniger als 2h in Zimbabwe eingereist. Der Service der Zimbabwe Tourism Authority ist tatsächlich kostenlos. Wir haben Reginald für die Unterstützung bei unserem Zollproblem jedoch ein Trinkgeld gegeben, ohne dass er auch nur eine Andeutung in dieser Richtung gemacht hätte.

Da wir noch einiges an Strecke vor uns haben, nehmen wir weder die kürzeste noch die schönste Strecke zum Gonarezhou National Park, sondern die Schnellste. Auf bestem Asphalt geht es auf der A4 zunächst nach Rutanga, wo wir noch einmal volltanken. Von dort geht es parallel zur Bahnstrecke bis nach Chikombedzi. Achtung: Chikombedzi ist auf der Reise-Knowhow-Karte falsch eingezeichnet (Chikombedzi liegt in Realität dort, wo in der Karte der Ort Matibis eingezeichnet ist). Der Ort ist aber gut ausgeschildert. Ganz anders dagegen der Nationalpark. Hier findet sich das erste Schild erst am Ortsausgang von Chikombedzi und weißt auf eine Piste die T4A nicht kennt. Es passt aber alles sehr gut und bald haben wir das Gate zum Nationalpark erreicht.

001BaobabimHerbstlaub.jpg


Wir befinden uns hier in der Mwenezi Area des Nationalparks, benannt nach dem Fluss, welcher die Westgrenze des Parks bildet. Schon nach wenigen Kilometern zweigt der Weg zur Samalema Gorge von der Hauptpiste ab. Am Ende des Stichweges befindet sich ein kleiner Hide mit schönem Blick auf den Fluss.

006HidebeiSamalemaGorge.jpg

002ViewpointSamalemaGorge-1.jpg


Eine wirkliche Schlucht kann man von hier aber nicht erkennen. Man sieht lediglich den Fluß zwischen Felsen verschwinden. Da man den Wagen für den Hide sowieso verlassen muss entscheiden wir für uns, dass man hier auch zu Fuß unterwegs sein darf und entschließen uns für eine kleine Wanderung entlang des Flusses. Tatsächlich können wir dann dort, wo der Fluss zwischen den Felsen verschwindet eine kleine, aber sehr schöne Schlucht mit vielen Strudeltöpfen entdecken. Ich finde es auf Safari immer sehr angenehm, wenn sich die Möglichkeit für einen Spaziergang bietet und man nicht die ganze Zeit im Auto sitzen muss.

005StromschnellevorSamalemaGorge.jpg

004SamalemaGorge.jpg

003SamalemaGorgeStrudellöcher.jpg


Auch zum Makwakwani Viewpoint machen wir noch einen Abstecher. Auch hier gibt es einen Hide, der jedoch hoch auf einem Felsen über dem Flussbett thront, so dass ein weiterer Spaziergang ausfällt.

008ThomasHideMweneziRiver.jpg

007PanoramaMweneziRiver.jpg


Vor lauter landschaftlicher Schönheit haben wir die Zeit vertrödelt. Wir müssen auch noch kurz für die Registrierung ins Headoffice des Parks und so findet der Sonnenuntergang ohne uns statt, kurz bevor wir unsere Campsite an den Rossi Pools erreichen.

Die Campsite an den Rossi Pools ist eine Exclusiv-Campsite. Das heißt zum einen, wir sind hier garantiert alleine, zum anderen, dass die Infrastruktur nur minimal ist - Plumpsklo, Hide und Feuerstelle. Es liegt sogar Feuerholz für uns bereit. Die Lage auf einer 30m hohen Klippe über dem Fluss ist ein Traum.

Tiere haben wir bislang nur wenige und nur in der Ferne gesehen. Impalas, Elefanten, Zebras und Wasserböcke. Es lohnte sich nicht auf den Auslöser zu drücken.

Zum Abendessen kommt ein gutes Rinderfilet auf den Grill. Dazu gibt es Gemüse süßsauer.

Wir hören immer wieder Schakale, sie lassen sich aber nicht blicken.
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zuletzt bearbeitet 10. Juni 2016
1'667 Beiträge · seit 201110. Juni 2016 · #30
Hallo Thomas,

es ist ja immer wieder spannend, wie sich die Gebühren je nach Grenzübergang unterscheiden. Wir haben in Kariba gezahlt:
30 $ Versicherung
30 $ Carbon Tax
2x30 $ Visum
keine Roadtax
macht 120,00 $ gesamt.
Auch für einen Landcruiser.

Das soll mal einer verstehen.

Ja, das Plumpsklo in Rossi Pool 😄 Das ist leider so eine überdachte Betonschnecke. Für Menschen mit Platzangst echt grenzwertig 😗

Die Schlucht sieht wirklich nett aus. Haben wir leider nicht besucht.

Danke, das es weiter geht mit Deinem schönen Bericht.

LG

Montango
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Gast10. Juni 2016 · #31
Danke Topobär und ich hoffe dass du vergibst, wenn ich hier noch Bilder vom Ausgang der Schlucht hereinstelle. Mich hat sie beeindruckt, wobei die Begehbarkeit und der Eindruck auch stark von der Wasserführung abhängen.
nach den Strudellöchern

Samalemagorge3.jpg

schaut es dann so aus
Samalemagorge1.jpg


Samalemagorge2.jpg


Grüße
56 Beiträge · seit 201410. Juni 2016 · #32
Hallo Thomas alias Topbär
Lese mit Begeisterung deinen Bericht. Danke das du dir soviel mühe und Zeit nimmst.!
Mich interessier es sehr, kenne nur die Viks"falls in Zimbabwe. Reise seit 2003 jedes Jahr (Miete auch bei Kwenda) nach Namibia Botswana &SA
Ich würde gerne 2017 mal Zimbabwe kennen lernen, daher bin ich sehr gespannt auf deine weiteren berichte.

LG Irene

PS: vielleicht möchte noch jemand Zimbabwe bereisen, suche noch eine Reisebegleitung.
IMG_2137.jpg
Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200913. Juni 2016 · #33
@leser: Vielen Dank für die Bilder von der hinteren Schlucht. Bei uns neigte sich leider der Tag schon sehr dem Ende zu und so fehlte uns leider die Zeit, noch weiter nach hinten zu laufen. Aber man muss ja auch noch Ziele für zukünftige Reisen haben.

@Irene: Du wirst sehen, Zimbabwe lohnt sich als Reiseziel.
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Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200913. Juni 2016 · #34

3.Tag (Mo. 16.05.2016)
Gonarezhou National Park
172km


Über Nacht hat es zugezogen. Dadurch wirkt die fantastische Flusslandschaft am Mwenezi River leider nicht mehr so spektakulär wie am Vortag. Wir besuchen zunächst noch ein paar Viewpoints.

009AusblickRossiPools.jpg

Rossi Pools

Danach fahren wir den Malingani Loop. Hier zeigt sich eine ganz andere Landschaft. Der Weg führt durch eine offene Parklandschaft mit solitären Bäumen und weiten Grasflächen. Auch der Fluss präsentiert sich hier ganz anders. Sein Bett ist breit und sandig. Von Felsen keine Spur.

010MwenezisandigesFlussbett.jpg


Bedingt durch die offene Landschaft sieht man hier auch erheblich mehr Tiere. Allerdings sind sie sehr scheu, was wohl an der am anderen Flussufer befindlichen Hunting Area liegt.

011Kudu.jpg


Frühstück wollen wir am Ironwood Lookout machen, müssen aber feststellen, dass dieser verfallen ist. So beschließen wir, noch weiter bis zur Nyamugwe Pan zu fahren, wo wir uns dann zum Essen installieren. Als der Tisch fertig gedeckt ist, fängt es an zu tröpfeln – ungünstiges Timing. Dummerweise steht der Wagen auch so, dass die Markise nicht zu nutzen ist. Als dann noch ganz in der Nähe Elefanten aufgeregt trompeten, ohne dass wir sie sehen, ist es mit der Gemütlichkeit endgültig vorbei, denn die Elefanten dieses Gebietes werden im Hupe als sehr aggressiv beschrieben. Auch eine Folge der Wilderei und der Hunting Area.

Dann machen wir uns auf den Weg über die Transitstrecke in die Save-Runde Area. Große Teile der Transitstrecke sind nicht auf T4A erfasst. Da heißt es dann wie in früheren Zeiten mit Karte, Kompass und Tacho zu navigieren.

Im Reiseführer wir die Transitstrecke als einsam, eintönig und Tier arm beschrieben. Einsam stimmt, aber wir sehen recht häufig Tiere und die Vegetationsformen wechseln mehrfach. Immer wieder liegen Äste oder sogar ganze Bäume auf der Strecke, die von Elefanten abgerissen oder umgeknickt wurden. Beim um- oder überfahren dieser Hindernisse verklemmen sich mehrfach Äste unter dem Wagen, die wir von dort wieder entfernen müssen.

Einige Kilometer bevor wir den Runde River erreichen öffnet sich die Landschaft. Das Buschland verschwindet und weicht großen einzeln stehenden Bäumen mit weiten Grasflächen dazwischen. Hier huscht plötzlich eine afrikanische Wildkatze vor uns über den Weg. Sie hält kurz inne, aber noch bevor ich die Kamera schussbereit habe, verschwindet sie hinter einer Kuppe und lässt sich auch nicht mehr blicken. 🙁

Kurze Duschpause im Chinguli Camp denn unser häutiger Übernachtungsplatz weißt solch einen Luxus nicht auf. Als bei Kathrin die Wasserzufuhr während des Duschens den Dienst einstellt, darf ich mich noch als Klempner betätigen. Glücklicherweise sind afrikanische Sanitärinstallationen auch für den Laien leicht zu durchschauen.

Die Strecke zum Chitowe Camp führt durch Galeriewald und über mit Baobabs bestandene Grasflächen entlang des Runde River, den wir dabei auch zweimal überqueren müssen. Die Landschaft gefällt uns sehr und wir können auch viele recht scheue Tiere entdecken. Die Furten durch den Runde River sind nicht allzu tief. Maximal Reifendurchmesser. Da bietet der Tiefsand des Flussbettes schon eine größere Herausforderung.

012AutoundBaobab.jpg

013BopomelaCauseway.jpg


Inzwischen kommt auch vereinzelt die Sonne raus und es sieht aus, als würde der Himmel noch weiter aufreißen.

Nach der zweiten Furt führt der Weg auf der Südseite des Runde River durch dichten Mopanebusch. Langweilig! Kurz bevor wir das Camp erreichen treffen wir auf einen Roadblock. Etliche Elefanten stehen auf dem Weg und sind genüsslich am Fressen. Wir warten und warten; die Sonne nähert sich so langsam dem Horizont und die Viecher bewegen sich nicht einen Millimeter von der Stelle. Wir wollen nicht schon wieder erst nach Sonnenuntergang das Camp erreichen und versuchen es mal wieder mit einem guten Trick, der häufig funktioniert - lautes Klatschen. Tatsächlich setzen sich die Dickhäuter umgehend in Bewegung und schon nach kurzer Zeit ist der Weg frei zum weiterfahren.

So schaffen wir es diesmal gerade noch rechtzeitig zum Sundowner zu unserem Übernachtungsplatz, dem Chitove Camp. Dies liegt in einem Feldkessel unter großen Bäumen direkt am Ufer des Runde River. Besser geht es kaum.

Schnell ist das Dachzelt ausgeklappt und wir können auf den ersten richtigen Sundowner dieser Reise anstoßen.

014ChitoweCampsite.jpg

015SonnenuntergangChitoveCampsite.jpg


Danach wird das Lagerfeuer entfacht und als genug Glut vorhanden ist, kommen leckere Lammkottelets auf den Grill. Dazu mache ich Gemüsereis.

Nachdem es dunkel geworden ist können wir mit der Taschenlampe unzählige Krokodile anhand der reflektierenden Augen im Fluss entdecken. Da muss das morgendliche Bad wohl ausfallen. 😎 Ganz in der Nähe hören wir Elefanten aufgeregt trompeten und in der Ferne grunzen die Hippos.

Das Highlight des Tages kommt aber erst nach dem Abendessen. In den großen Bäumen über uns entdecken wir einen Riesen-Galago beim herumturnen. Seine kleinen Verwandten kennen wir schon, aber der Riesen-Galago ist für uns eine Erstsichtung. 🤩
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zuletzt bearbeitet 13. Juni 2016
56 Beiträge · seit 201413. Juni 2016 · #35
Danke für diese schönen Fotos ... genau so mag Ich auch Afrika zu bereisen. Sundowner Steak und improvisieren 🙂
Vielleicht gibt es ja bis 2017 auch eine Tracks4Afrika Karte ?!
LG Irene
3 Beiträge · seit 201613. Juni 2016 · #36
Hallo Topobär

Wir wollen nach Jahren der Abstinenz ab Mitte September Zimbabwe bereisen.
Allerdings sind wir durch Pressemeldungen über die Dürre durch den Ausfall der letzten Regenzeit und des damit verbundenen Ernteausfalls mit Viehsterben und resultierender Hungersnot der Bevölkerung verunsichert.

Welche Erfahrungen habt Ihr hinsichtlich dieser Situation auf Eurer Reise gemacht?

Bin gespannt auf den weiteren Reisebericht. Danke.
Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200914. Juni 2016 · #37
Hallo adventures lines,

da kann ich Dich beruhigen. Das wurde in den Medien hochgespielt. Wir hatten auch Bedenken und hatten sogar schon einen Plan B in der Hinterhand, sollte Zimbabwe nicht zu bereisen sein.

In der Realität verhält es sich aber so, dass die Regenzeit nicht ausgefallen ist, sondern mit Verspätung stattfand und etwas schwächer als der Durchschnitt war. Als wir Mitte Mai unterwegs waren, war die Regenzeit gerade am Auslaufen. Das ganze Land war grün und es gab überall Verkaufsstände mit Lebensmitteln am Straßenrand. Die Supermärkte waren genauso gut bestückt, wie in Südafrika. Niemand hat uns nach Lebensmitteln angebettelt.

Ich will jetzt nicht behaupten, die verspätete Regenzeit hätte keine Folgen gehabt. Es sind rund 8.000 Rinder verendet. Für die betroffenen Bauern sicher dramatisch, bezogen auf den riesigen Rinderbestand in Zimbabwe aber nur ein geringer Verlust. Verschärft wurde die Situation mit Sicherheit auch durch die starke Überweidung in manchen Landesteilen. Da gibt es dann keinerlei Reserven mehr in etwas schlechteren Jahren und es gibt schwerwiegendere Folgen als bei einer nachhaltigen Landwirtschaft.
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1'667 Beiträge · seit 201114. Juni 2016 · #38
Hallo,

Thomas entschuldige, dass ich mich hier einklinke.

Wir waren ja ca. 4 Wochen nach Dir in Südzimbabwe.

Ich habe es etwas anders empfunden. Fakt ist, dass es für Touristen mit Dollars kein Problem ist Zim zu bereisen. Die Supermärkte führen sogar ein größeres Sortiment als 2012. Tanken scheint auch überall problemlos möglich. Aber z.B. auf dem Markt in Karoi war das Angebot deutlich geringer als noch 2012. Die Roadblocks sind noch häufiger, wir wurden aber auch häufiger durch gewunken als noch 2012.

Es hat zwar jetzt spät noch etwas geregnet, der Wasserstand z.B. vom Karibasee oder auch von vielen Flüssen ist jedoch viel geringer als z.B. 2012.
Wir sind an der Grenze zu Südafrika aus dem Gonareshou heraus gefahren. In dieser Gegend hat es besonders wenig geregnet und wenn man dort die Maisfelder gesehen hat, sah es schon sehr schlecht aus.
Die Menschen dort waren aber trotzdem nett und auch uns hat niemand angebettelt.
M.E. hat die Dürre aber sicher dazu geführt , dass die Menschen zumindest im Süden auf Hilfe angewiesen sind.
Fazit: Als Tourist ist das Land gut zu bereisen, da muss man sich keine Sorgen machen. Im Land selber ist die Situation wohl schlechter als noch im Aufbruchsjahr 2012. Die Stimmung ist deutlich gedämpfter. Dies wurde uns auch von Einheimischen so bestätigt.

LG
Montango


Mehr zu Zim kommt später noch in meinem Reisebericht.
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Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200914. Juni 2016 · #39
Der Wasserstand im Karibasee ist kein Indiz für den Niederschlag in Zimbabwe, sondern für den Niederschlag in Angola und Nordzambia.
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Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200916. Juni 2016 · #40

4.Tag (Di. 17.05.2016)
Gonarezhou National Park
171km


Der Sonnenaufgang im Chitove Camp war sogar noch schöner als der gestrige Sunnenuntergang.

016SonnenaufgangChitoveCamp.jpg

017VögelimSonnenaufgang.jpg


Sowie der Feuerball am Himmel steht, verlassen wir unseren schönen Übernachtungsplatz und wechseln auf dem nahe gelegenen Chitove Causway wieder auf das Südufer des Runde River.

018AutoimChitoveCauseway.jpg

019ChitoveCauseway.jpg

020Kibitz.jpg


Durch lichten Galeriewald fahren wir in der Nähe des Flusses weiter nach Osten und treffen bald auf zwei Elefantenbullen, die sich in aller Ruhe die schönsten Leckerbissen von den Bäumen holen. Da sich die beiden überhaupt nicht an unserer Anwesenheit stören, bleiben wir lange in Ihrer Nähe stehen und genießen das friedliche Schauspiel.

021ElefantfrisstvonBaum.jpg


Weiter geht es bis zum Zusammenfluss von Runde River und Save River, wo wir den östlichsten Punkt des Nationalparks erreichen. Man sieht vom Ufer aber nur eine riesige Sandfläche. Der Zusammenfluss selbst ist nicht zu sehen.

Durch dichtes Palmendickicht fahren wir dann weiter zur Tembwahata Pan, wo wir in Ruhe frühstücken. Ein perfekter Platz, an dem wir im angenehmen Schatten riesiger Bäume sitzen können und dadurch noch nicht einmal unsere Markise ausklappen müssen.

022FrühstückanderTembwahataPan.jpg


Die praktische Außenküche ist ideal für ein Picknick unterwegs.

024Küche.jpg


Am Ufer der Pan und auf der stark zugewachsenen Wasserfläche tummeln sich jede Menge Wasservögel. Immer wieder sieht man auch Elefanten ans Wasser kommen.

025Waffenkibitz.jpg

026Seerosenblüte.jpg

023ElefantenanderTembwahataPan.jpg


Wir hören und sehen auch Hippos. Es fällt uns schwer, wieder aufzubrechen.

Auf dem Chamuluvati Causeway überqueren wir ein weiteres Mal den Runde River. Das Flussbett ist hier eine gewaltige, rund einen Kilometer breite Sandfläche. Die seichte Wasserdurchfahrt ist überhaupt kein Problem, der weiche Tiefsand im Flussbett aber durchaus anspruchsvoll. Vor allem, da es immer wieder kleine Steilstufen zu überwinden gibt.

Bald erreichen wir die Machaniwa Pan, welche der Tembwahata Pan am anderen Ufer in keinster Weise nachsteht. Wir holen die Campingstühle raus und genießen die Natur. Auch hier gibt es jede Menge Wasservögel, Hippos und Elefanten.

027Gans.jpg

028MachaniwaPan.jpg


Unser nächstes Ziel sind die Chilojo Cliffs. Als erstes wollen wir die Aussicht von dort oben genießen. Die Landschaft wird hier deutlich trockener. Der Bewuchs geht in Mopanebusch über und auch Baobabs werden wieder häufiger.

029BaobabGonarezhou.jpg

030SchakalGonarezhou.jpg


Es gibt kaum etwas unübersichtlicheres, als einen schmalen Track, der sich durch Mopanebusch schlängelt. So kommt, was kommen muss und wir platzen mitten in eine Elefantenherde. Zunächst einmal großer Schreck auf beiden Seiten und lautes Trompeten der Elefanten. Ich setze sofort zurück und nehme die nächste Lücke im Gebüsch um zu wenden. Das war auch gut so, denn plötzlich kommt ein Mitglied der Herde den Track entlang auf uns zugestürmt. Ich muss Vollgas geben, um uns aus der Gefahrenzone zu bringen, denn der Elefant verfolgt uns noch mehrere hundert Meter. Gut das ich schon gewendet hatte. Im Rückwärtsgang wäre ich wahrscheinlich nicht schnell genug gewesen. Solch eine Situation haben wir in 20 Jahren Afrika noch nicht erlebt. Während die Bullen auch hier in diesem Nationalpark recht entspannt sind, entsprechen die Herden der Warnung im Hupe.

Da uns der Weg durch die Elefanten versperrt ist und wir mit dieser Herde nicht noch einmal in Kontakt kommen wollen, nehmen wir einen größeren Umweg in Kauf. Am Viewpoint angekommen machen wir ausgiebig Picknick und genießen die spektakuläre Aussicht.

031ChilojoCliffViewpoint1.jpg

032ChilojoCliffViewpoint2.jpg

033RundeRivervomChilojoCliff.jpg

034ChilojoCliffViewpointPanorama.jpg


In der Nähe des Fishans Camp treffen wir dieser auf das Ufer des Runde River. Ich entdecke einen Elefanten im Flußbett vor den Cliffs. Das Fotomotiv im Gonarezhou National Park schlechthin. Dummerweise dreht uns der Dickhäuter den Arsch zu. Das macht sich auf dem Foto natürlich nicht ganz so gut. Ich habe Geduld und werde nach einer halben Stunde belohnt. So komme ich noch zu meinem ersehnten Foto.

035ElefantvorChilojoCliff.jpg


Für heute Nacht haben wir einen Platz im Chinguli Camp gebucht. Als wir ankommen sind allerdings alle Plätze belegt. Kathrin klärt die Situation. Es ist eine Gruppe Südafrikaner im Camp, die nur eine Campsite gebucht haben, sich aber über mehrere Campsites breit gemacht haben. Als Kathrin unsere Buchung vorzeigt, wird sofort ein Stellplatz für uns freigeräumt.

036RundeRiveramChinguliCamp1.jpg

037RundeRiveramChinguliCamp2.jpg

038ChinguliCamp.jpg


Das Chinguli Camp bietet insgesamt 5 Stellplätze. Jeder mit eigener Lapa, Grillstelle und Wasseranschluss. Von allen Plätzen hat man einen schönen Blick auf den Fluss Das zentrale Waschhaus hat saubere Toiletten und Duschen. Kathrin hatte auch eine warme Dusche. Meine Dusche war leider kalt, dabei bin doch ich der Warmduscher von uns beiden. Das ganze Camp wirkt sehr gepflegt. Es werden gerade kleine Gartenanlagen angelegt.

Während wir dem Tröten der Elefanten und dem Grunzen der Elefanten lauschen, grillen wir ein Rinderfilet und kochen dazu einige Gemsquash. Einfach gemacht und super lecker.
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