D707- Vernichtungsstraße der Oryxe!!!

43 Antworten · 6'990 Aufrufe · gestartet 11. Feb. 2016 von afrika-paula
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Themenstarter309 Beiträge · seit 200911. Feb. 2016 · #1
Liebe FoMis,

seit ein paar Tagen bin ich von meiner Rundreise aus Namibia zurück und bevor ich meinen Reisebericht verfasse, muss ich dieses erst einmal los werden!

Die D707 ist die Vernichtungsstraße der Oryxe in Namibia!!!
Die Tiere laufen in Panik vor den Autos her und springen dann irgendwann aus lauter Verzweiflung und Entkräftigung über den "Vernichtungszaun"!! Dieser Zaun ist eigentlich nicht hoch, besteht aber aus Maschendraht! Wie hohl und gedankenlos ist das denn!!! In diesem bleiben die Tier mit ihren Hufen hängen und kommen da nicht wieder raus und verenden elendig in der heißen Sonne. Ich bin entsetzt und total verzweifelt, dass sich da noch nichts geändert hat, denn solange diese Farmen ihre Zäune nicht ändern, werden jeden Tag zahlose Tiere in den Tod getrieben!!! Die "Todesstrecke D707" beginnt ungefähr bei Namtib, dann Koiimasis, Kanaan, jetzt Nankuuse und das Gebiet noch dahinter. Sich mit den Farmern auseinandersetzen, ist vergebliche Mühe, denn ich behaupte, denen ist es egal, wieviele Tiere in den Zäunen verenden. Ich werde künftig diese Traumstraße/Alptraumstraße nicht mehr befahren und somit auch die Farmen nicht mehr aufsuchen! D707 - NEIN DANKE! Schade, ich war sehr gerne dort!
Paula
33,1k Beiträge · seit 200611. Feb. 2016 · #2
Moin Paula,

dazu gab es vor Monaten einen Artikel in der AZ... falls er Dich interessiert findest Du ihn sicher über Google. Nur zum Hintergrund: Alle Farmen im Süden sind an den Außengrenzen mit Maschendraht eingezäunt. Dieser schakalsichere Zaun sicher das Überleben der Schafe und damit des Farmers. Und eine Zaunhöhe ist einem Gemsbock egal, da er nie über einen Zaun springt, sondern immer unten durch (Warzenschweinlöcher etc) geht. Die Tiere sind dort ja auch irgenwie hingekommen, oder?

Viele Grüße aus dem heißen Windhoek
Christian
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Themenstarter309 Beiträge · seit 200911. Feb. 2016 · #3
Hallo Christian,

bei uns sind die Tiere, trotz sehr langsamer Fahrweise, über den Zaun gesprungen und einer ist hängen geblieben! ICH WAR DARÜBER TOTAL ENTSETZT!
Da kannst du doch nicht behaupten, die Oryxe springen nicht über die Zäune! Fahr doch da mal hin. Sieh es dir selber mal vor Ort an!

Liebe Grüße
PAULA
33,1k Beiträge · seit 200611. Feb. 2016 · #4
Hi Paula,

sie versuchen aus Panik durch den Zaun zu kommen. Gemsböcke springen bei normalem Verhalten niemals über einen Zaun. Das darfst Du mir, allen Wildtierexperten, einschlägiger Fachliteratur ruhig glauben.

Aber das ist ja auch nicht das eigentliche Thema...

Viele Grüße
Christian
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785 Beiträge · seit 200811. Feb. 2016 · #5
Hi,

soweit ich mich jetzt erinnere, gibt es sehr viele Straßen in Namibia, die von Zäunen begleitet sind,nicht nur die von dir erwähnte D707!

Was schlägst du jetzt vor?

Alle Straße mit Zäunen links und rechts meiden?

Oder vielleicht besser: Sehr vorsichtig fahren und dem Wild Zeit geben sich in Ruhe und möglichst ohne Stress zurück zu ziehen! ( wenn dies irgendwie möglich ist )


Gruß


Markus
5'479 Beiträge · seit 200911. Feb. 2016 · #6
Hört sich vielleicht zunächst komisch an, aber ich habe bei eingezäunten Straßen die besten Erfahrungen gemacht, wenn man schneller fährt, als die Tiere laufen können. Zu Anfang wollten wir auch immer langsam und rücksichtsvoll an den Tieren vorbei fahren, was aber nur die Folge hatte, dass wir Sie vor uns her getrieben haben. In dem Moment hat man, bzw. die Tiere schon verloren, denn die Viecher laufen ewig vor einem her. Wenn man dann erst beschleunigt, um schneller als die Tiere zu sein, beschleunigen diese mit, bis sie nicht mehr schneller können und drehen dann ab in die Zäune. Hat man von Anfang an eine ausreichend hohe Geschwindigkeit, ist man meist schon vorbei, bevor die Tiere so richtig reagieren.

Vors Auto ist uns im übrigen dabei noch nie ein Wildtier gelaufen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter309 Beiträge · seit 200911. Feb. 2016 · #7
Hallo Markus,

ich schrieb nur von der D707! An allen anderen Straßen, die wir im Süden Namibias bislang gefahren sind, gab es diese Problematik nicht!!! Es gibt anderswo dort in Namibia Zäune ohne kleinem Maschendraht!!! Nirgendswo habe ich tote Tiere (Oryxe) in den Zäunen gesehen!!! Klar , müssen Zäune sein, aber kein feinmaschiges Maschendraht oder gar Stacheldraht! Die Tiere sollen auf den Farmen geschützt und nicht vernichtet werden. Wie kommen überhaupt die ganzen Oryxe durch diese Zäune???
Da die Tiere auf den Farmen auch gechossen werden, laufen sie natürlich weg, wenn Autos kommen. Es ist unglaublich, mit welcher Geschwingkeit manche ....... auf dieser Straße langheizen und somit sind wieder mal eine paar Tiere im Maschendraht verhakt!
173 Beiträge · seit 201511. Feb. 2016 · #8
Wir haben genau das erlebt, wovon Paula schreibt: eine Oryx war wohl gerade gestorben, nachdem sie über den Zaun gesprungen war und sich mit dem Hinterhuf oben im Zaun verfangen hatte (kommt in einem unserer nächsten Reiseberichte). Danach hatten wir eine Oryx, die panisch vor uns davonlief. Langsamfahren brachte nichts, und beim Versuch, sie zu überholen, passierte genau das, was Topobär schildert. Wollte abdrehen, als wir gleich auf waren, verfing sich dabei im Zaun. Wir haben gerade Werkzeug gesucht, um sie von der anderen Seite her rauszuschneiden, da hat sie sich selber befreien können. Uns blieb nur, den Zaun wieder so hinzubiegen und mit Steinen abzusichern, dass sich dort nicht gleich wieder eine verfängt.
Insgesamt war es nicht schön, Von der Hinterbank kam dauernd ein entsetztes: "Wir müssen das den Farmern unbedingt sagen!". Die ratio des Erwachsenen sagt einem aber, dass das nichts helfen würde.
Hm.
Lösung hab ich leider auch keine.
1'125 Beiträge · seit 200611. Feb. 2016 · #9
Guten Morgen, Paula, Du Liebhaberin des Ausrufezeichens!!!!
Du hast gesehen, was Du gesehen hast; ich stelle das nicht in Frage. Aber komisch (ganz subjektiv und auf nur eigene Erfahrungen gestützt): Ich bin die 707 insgesamt 13x in der gesamten Länge gefahren - und habe nie etwas dergleichen bemerkt. Ich habe Oryxe gesehen, aber innerhalb der Zäune. Entweder sie blieben beim Herannahen stehen oder sie trabten friedlich ins Landesinnere. Christian hat schon Recht: Ich habe Kudus höchst elegant über Zäune springen sehen; die können das, Oryxe eben nicht. Man fragt sich natürlich: Wie kommen diese Tiere auf die Straßenseite des Zauns? Sie müssen irgendwie den Zaun untergraben haben. Wenn ein Farmer, der oft seine Zäune abfährt, dies bemerkt, wird er es ganz schnell reparieren. Hoffentlich nicht, da hat Du völlig Recht, mit Stacheldraht. Aber ist das üblich in Namibia? Und ich würde den dortigen Farmern nicht unterstellen, ihnen sei das wurscht.
Mir ist Ähnliches einmal auf der Gamsbergstrecke (von Rooiklip nach Westen) passiert. Ich jagte einen Springbock am Zaun entlang, leider. Ich wollte ihn überholen, aber mein LR ist nicht schneller als ein Bock. Erst bergab ist es mir gelungen. Aber was soll man da machen? Mein Springbock hat's überlebt. Ich hielt danach an und sah, wie er zurücktrottete.
Und wenn Du die 707 in Zukunft meidest, ändert sich auch nichts.
Herzlichen Gruß!
Rodrigo
Omnia vincit amor
7'296 Beiträge · seit 200611. Feb. 2016 · #10
afrika-paula schrieb:Wie kommen überhaupt die ganzen Oryxe durch diese Zäune???
... die laufen wohl elend lange Strecken zwischen Zaun und Straße, wenn sie einmal dazwischen geraten. Mir ist einmal so ein verängstigtes Tier entgegengaloppiert und dann zwischen Piste und Zaun vorbei, als ich mit dem Rad unterwegs war. Da wird einem schon etwas komisch zumute, wenn so ein Tier mit riesigen Hörnern in Todesangst einem in vollem Tempo entgegen kommt.

Im September 2015 habe ich auf dem Weg vom Spreetshoogte nach Sesriem ein auf ähnliche Weise gefangenes Zebra gesehen. Vor jedem Auto ist es eine Weile im Galopp geflüchtet, bevor das Auto dann passiert hat. Auch wir haben es mit den Rädern dann eine Weile vor uns her getrieben. Das hat dann allerdings nur noch höchstens 500 Meter gedauert. Dann hat es sich erschöpft auf den Boden gelegt und auf seinen Tod gewartet. Keine Chance, der ständigen Hetze zu entkommen und keine Chance, an Wasser zu kommen ... war nicht schön, das sehen zu müssen.

Das sind leider Situationen, die entstehen, wenn Mensch und Tier zusammen in einem Lebensraum vorkommen. Und wir als Touristen sind ja maßgeblich daran beteiligt. Von den Einheimischen kommen ja kaum welche vorbei, aber Touristen jede Menge.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
5'538 Beiträge · seit 200811. Feb. 2016 · #11
Guten Morgen, Paula,

entschuldige, aber das ist eine Bild-Zeitung-Überschrift.


Sicher - Du hast ein schlimmes Erlebnis gehabt. Leider wird das auch immer und überall dort in Namibia passieren passieren, wo man Zäune errichtet hat. Auf der D 707, die ich in den letzten 16 Jahren mindestens 20 x gefahren bin, aber noch nie. Dafür aber auf vielen anderen Straßen!!! Soll ich jetzt jedesmal einen Thread aufmachen und erklären, dass ich diese oder jene Straße nicht mehr fahre? Dann muss ich ja bald zuhause bleiben! Oder sollen alle Zäune abgerissen werden und sollen die Farmer ihre Existenzgrundlage, die Viehzucht, aufgeben?

So tragisch, wie Dein Erlebnis auch war, Du solltest die Kirche im Dorf lassen!!!!

Ich hoffe, Du steinigst mich jetzt nicht.

Liebe Grüße
Gerd
zuletzt bearbeitet 11. Feb. 2016
1'933 Beiträge · seit 200911. Feb. 2016 · #12
Hallo,
ich stimme hier Rodrigo, Wolfgang und Gerd zu.
BikeAfrica schrieb:
... die laufen wohl elend lange Strecken zwischen Zaun und Straße, wenn sie einmal dazwischen geraten.
......
Das sind leider Situationen, die entstehen, wenn Mensch und Tier zusammen in einem Lebensraum vorkommen. Und wir als Touristen sind ja maßgeblich daran beteiligt.........

Gruß
Wolfgang
Auch auf deutschen Autobahnen passiert das tagtäglich, aber deshalb meide ich diese doch nicht (habe auch schon ein Reh im Zaun hängen sehen...)!
Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
2'516 Beiträge · seit 200911. Feb. 2016 · #13
Hallo,

leider scheinen viele der hier Antwortenden den Beitrag von Paula entweder nicht wirklich gelesen zu haben, oder sie verstehen einfach das Problem nicht, welches ich auch genauso wie beschrieben kennen gelernt habe.

Normale Viehzäune in Namibia bestehen aus mehreren horizontal verlaufenden Drähten, gehalten von "Droppers" und "Stoppers" aus Holz. Holz ist aber im südwestlichen Namibia ( Namib-Wüste ) absolute Mangelware, und deshalb wird mit Eisenpfosten und kleinflechtigem Machendraht gezäunt. Deshalb können hier die Oryx--um die geht es tatsächlich hauptsächlich, denn bei "normalen" Viehzäunen versuchen sie immer unten durch zu kriechen-- hier nicht ihrer Gewohnheit entsprechend kriechend entkommen, sondern müssen gegen ihre Natur ihre 200 bis 250 kg Lebendgewicht über den Zaun wuchten, und dabei bleiben immer wieder welche mit den Hinterläufen hängen, und verenden meist langsam und qualvoll.
Da die Gemsböcke ohnehin für die Farmerei eine lästige Konkurrenz ( dort "unten" gibt es kaum Jagdfarmen und von daher wenig Interesse am Wild ) darstellen, wird den meisten Farmern dieses Problem eher gering scheinen.
Leider gibt es diese Problematik nicht nur entlang der D 707, sondern im gesamten Süden und Südwesten.

Man löst natürlich kein Problem damit, wenn man sagt, ich "boykottiere" zukünftig diese Gegend und ihre Unterkünfte, aber ich verhehle nicht, dass auch ich damals solche Gedanken hatte.
Springböcke übrigens, die zweite Hauptwildart dort, setzt ohne Mühen über solche Zäune hinweg, aber ein Kitz haben wir auch im Zaun hängen sehen, die dann schnell von Schakalen und Geiern entsorgt werden, und damit nicht allzu lange für die Strassenbenutzer sichtbar bleiben.

viele Grüsse,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
33,1k Beiträge · seit 200611. Feb. 2016 · #14
Hallo Matthias,
Holz ist aber im südwestlichen Namibia ( Namib-Wüste ) absolute Mangelware, und deshalb wird mit Eisenpfosten und kleinflechtigem Machendraht gezäunt.
das ist ja eine hanebüchene Erklärung. Der Farmer im Südwesten Namibias kauft seine Dropper genauso bei Agra wie jeder andere Farmer. Früher meist Holz, heute sehr viel Hartplastik. Kein Farmer macht seine Dropper (noch) selber. Die Haltepfähle alle 10 Meter und die Zugpfähle alle 100 Meter waren schon immer aus Stahl, Telefonpfosten o.ä. Maschendrahtzaun hat jede Schafffarm in Namibia schon immer (100+ Jahre) an den Außengrenzen gehabt, damit eben keine Schakale eindringen können. Zudem werden natürlich die Schweinewege unter den Zäunen immer wieder geschlossen, damit auch keiN Schakal (und damit leider auch kein Oryx) dadurch kann.

Natürlich ist das ein vom Mensch geschaffenes Problem, aber die Fülle an Oryx zwischen den Zäunen auf den Straßen kommt meist zur Paarungszeit, ansonsten ist es kaum bis nie anzutreffen.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
2'516 Beiträge · seit 200911. Feb. 2016 · #15
Hallo Christian,

ich habe noch bei KEINER Farm entlang der 707 Pfosten aus Holz gesehen, nicht Einen.
Und die Farmer, die ich persönlich kenne ( im östlichen Nam ), machen ihre Pfähle alle selbst. Lediglich nach einem kapitalen Brand vorletztes Jahr, als alle Zäune kaputt waren, wurden diese von einer Firma mit gelieferten Pfählen neu gebaut.

Was daran hanebüchen sein soll, bleibt wohl dein Geheimnis....

Grüsse,
Matthias
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33,1k Beiträge · seit 200611. Feb. 2016 · #16
OFF TOPIC
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Hi Matthias,

Du schriebst: Metalldropper und Maschendrahtzaun sind eine Ausnahme und das ist definitiv falsch.
Du kannst gerne mal bei uns auf der Farm (im Norden) oder bei meinem Schwiegervater (im Süden) vorbei schauen und es Dir genau angucken.

Nachtrag: Was mir gerade einfällt. Die Zäune der Nationalparks (z.B. Namib-Naukluft bei der D707) sind immer mit "festen" Droppern errichtet.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian

P.S. Eine Fotos (auf die Schnelle gegoogled (schreibt man das so?)) von Zäunen an der D707:
- http://l7.alamy.com/zooms/f16c8e64da174401beb41b6935d3aa5c/endless-fence-in-desert-landscape-secondary-road-d-707-namibia-africa-c68ywk.jpg
- http://www.ingrids-welt.de/reise/nam/bilder/suedtirasberge4.jpg
- http://blog.xoafrica.com/wp-content/uploads/2013/02/Tiras-mountains-road-Namibia.jpg
- http://cache4.asset-cache.net/xt/578176951.jpg?v=1&g=fs1%7C0%7CGAO%7C76%7C951&s=1
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zuletzt bearbeitet 11. Feb. 2016
2'516 Beiträge · seit 200911. Feb. 2016 · #17
Lustig. Wo bitte habe ich solches geschrieben?
Leider scheint es eine gewisse Diskrepanz zwischen tatsächlich Geschriebenem ( auch bei dem von Paula geschriebenem ) und Hineininterpretiertem zu geben.
Ich habe jedenfalls nicht geschrieben, dass Maschendrahtzaun eine Ausnahme wäre, im Gegenteil.

leicht irritierte Grüsse,
Matthias
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33,1k Beiträge · seit 200611. Feb. 2016 · #18
OFF TOPIC
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Hi Matthias
Wo bitte habe ich solches geschrieben?
hier: "Holz ist aber im südwestlichen Namibia ( Namib-Wüste ) absolute Mangelware, und deshalb wird mit Eisenpfosten und kleinflechtigem Machendraht gezäunt. " Umkehrschliss: Weil es kein Holz gibt wird dort Maschendraht und Metall genommen. Und das ist eben schlichtweg falsch. Weder hat der Maschendraht was mit Holz zu tun, noch gibt es dort weniger Holzdropper oder gar besonders viel Maschendraht.

Viele Grüße
Christian
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649 Beiträge · seit 200711. Feb. 2016 · #19
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afrika-paula schrieb:Hallo Christian,

bei uns sind die Tiere, trotz sehr langsamer Fahrweise, über den Zaun gesprungen und einer ist hängen geblieben! ICH WAR DARÜBER TOTAL ENTSETZT!
Da kannst du doch nicht behaupten, die Oryxe springen nicht über die Zäune! Fahr doch da mal hin. Sieh es dir selber mal vor Ort an!

Liebe Grüße
PAULA
Und? Hast Du ihn befreit?

Wenn man die Beiträge So liest, könnte man meinen, dass alle hundert Meter ein verendetes Tier im Zaun hängt. Ja es passiert - aber nicht nur auf den von Dir genannten Farmen.Wir haben auch schon einen Springbock aus einem Zaun bei Sesriem herausoperiert.
Im Prinzip gebe ich Dir Recht -aber der schon genannte “Bildzeitungsstil“ ärgert mich...

Namibia ist kein großer Naturschutzpark und die Tiere teilen sich das Land mit den Farmern. Das da Konflikte entstehen, die einem Tier auch das Leben kosten können ist leider vorprogrammiert. Aber die Haltung, dass die bösen, bösen Farmer in Kauf nehmen, das die Oryx vernichtet werden....Sorry, glaubst Du ernsthaft, dass mit dieser Polemik ein sinnvoller Dialog in Gang gesetzt wird?

Bedenke bitte auch mal eines: Auf dem bewirtschafteten Land leben trotz Dürre und wenig Bewuchs noch Wildtiere. In dem fruchtbaren Europa -also Deiner Heimat -ist das so gut wie nicht mehr der Fall. Ich finde es anmaßend, als Gast in einem fremden Land über die Farmer zu urteilen, während man zuhause ruhig zusieht, wie die Wildtiere immer mehr verschwinden.
zuletzt bearbeitet 11. Feb. 2016
2'516 Beiträge · seit 200911. Feb. 2016 · #20
Lieber Christian,

entlang der 707 habe ICH nicht einen hölzernen Pfahl gesehen.Alles aus Metall, zum Teil auch alte Eisenbahnschwellen.Punkt.
"Weder... gibt es dort... besonders viel Maschendraht. " Nun, es gibt dort -im Süden, also da, wo traditionell mit Schafen gefarmt wird, ausschliesslich Maschendraht.

Die Verwendung von Metall für den Zaunbau wurde mir von einem Farmer an der 707 genau so erklärt, dass zuwenig eigenes Holz zur Verfügung steht, um daraus Pfähle machen zu können.

Aber ich mag mich nicht streiten. Letztlich geht es auch um die Problematik der elendig verreckenden Gemsböcke, und nicht darum, ob die Pfähle aus Holz oder Metall sind. das wäre den Viechern nämlich wurscht.

Grüsse, Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019