BerLin schrieb:
So verknubbelt, ist es vollkommen falsch!
Und auch wenn du deine naiven Vorstellungen noch so oft wiederholst.
Ich schreibe es deiner jugendlichen Ahnungslosigkeit zu, was du hier so ablieferst.
Natürlich bist du nicht die Einzige, auch viele Touristen wissen nach Jahren sehr wenig von den tatsächlichen gesellschaftlichen Gegebenheiten in „Afrika“, aber sie tun auch nicht so wie du, als wüssten sie es und wollen missionieren und verteilen Schuld!
Grundsätzlich...
- ist jeder Reisende reich! Reich genug, dass er reisen kann! – und wer so tut, als wäre er „arm auf Augenhöhe“ mit einem armen Afrikaner, der lügt sich in die eigene Tasche! - und seinem Gegenüber etwas vor.
- ist es vollkommener Quatsch, dass hohe Preise durch „weiße/europäische“ Touristen entstehen, das sind ganz andere Mechanismen! (siehe Luanda... 🤢 😄 )
Und - Es ist schon eine sehr vereinfachte Vorstellung, man müsse den armen Afrikanern nur vorleben, wie man auch mit wenig Geld reisen kann. 😊
Diese Vorstellung setzt etwas voraus, was so nicht existent ist: Eine im Ansatz ähnliche Sichtweise, wie die eigene europäische – plus, im Ansatz ähnliche Lebensmöglichkeiten wie die eigenen.
Beides existiert bei der armen Bevölkerung dort nicht.
Kein armer Mensch in Afrika geht auf Reisen, um des Reisens willen! Das kann er nicht! Und das hat handfeste Gründe.
Reisen ist ein ur-europäisches Ding. Das machen nur "elitär lebende Reiche“, mit ausreichender Bildung und Geld.
...„vorlebende“ Backpacker gibt es in Afrika schon seit mehr als zwei Generationen und es gibt noch immer keine schwarzen Reisenden im Backpackerformat, – auch nie auf Campsites. Man könnte nun davon ausgehen, dass die Backpacker der Vergangenheit alle nicht genug missioniert hätten. Vielleicht... 🤪
Wir persönlich haben in ca. 5 ½ Jahren „reisendem Aufenthalt“ (Backpack + Auto) in Afrika genau eine schwarze Backpackerin mit ihrem weißen Freund getroffen: Sie wollten sich „ihren“ Kontinent ansehen, - ...ihr Geburtsort: Paris. 😉
Es sind strukturelle Gründe, banal finanzielle und gesellschaftliche: Keine Familie hätte Verständnis für einen derartigen Ego-Trip eines Familienmitglieds, das sich aus dem harten Familienalltag löst umd hinterher ohne verdientes Geld für die Familie wieder nach Hause zu kommen! - Denn, wenn man reist, dann um Geld zu verdienen! - oder aber, weil man so viel verdient, dass man sich Hotels leisten kann und Luxus. Dort traf man schon immer reisende Einheimische.
Ebenso wie man nicht aus Überzeugung Fahrrad fährt, wenn man sich ein Auto leisten könnte. Never. (sportlich begründete Ausnahmen bestätigen die Regel)
Und, "man tut so was nicht": Man sitzt nicht freiwillig im Dreck, im Zelt, dürstet, hungert ein bisschen vor sich hin und wandert „sinnlos“ im Schweiße seines Angesichts durch die Gegend, wenn man es sich anders leisten kann – und der, der es sich nicht leisten kann, kann auch nach der Reise nirgends zurückkehren, wo man ihn mit Freuden wieder aufnimmt! (S.o. - der Ego-Trip ist ein No-Go im Familienverband!)
Dies nur als kleine Hinweise.
Es wäre gut für dich, wenn du dich insgesamt etwas breiter informieren würdest und dich intensiv zu den afrikanischen Gesellschaften bildest, bevor du in Gegenden reist, deren Gesellschaftsstruktur und Kultur du weder kennst noch im Ansatz verstehst
Gruß lilytrotter
„... - da viele europäische Touristen mit Geld um sich herumwerfen, unvernünftig hohe Preise für alles zahlen und auch europäisches Niveau an Komfort haben wollen, gehen die Einheimischen in ärmeren Ländern davon aus, dass jeder Tourist mit weißer Hautfarbe ein Geldtopf ist, der sich überwiegend im Hotel aufhält und sich ausschließlich mit dem Taxi oder notfalls Auto mit eigenem Chauffeur fortbewegen kann.“Nein!
So verknubbelt, ist es vollkommen falsch!
Und auch wenn du deine naiven Vorstellungen noch so oft wiederholst.
Ich schreibe es deiner jugendlichen Ahnungslosigkeit zu, was du hier so ablieferst.
Natürlich bist du nicht die Einzige, auch viele Touristen wissen nach Jahren sehr wenig von den tatsächlichen gesellschaftlichen Gegebenheiten in „Afrika“, aber sie tun auch nicht so wie du, als wüssten sie es und wollen missionieren und verteilen Schuld!
Grundsätzlich...
- ist jeder Reisende reich! Reich genug, dass er reisen kann! – und wer so tut, als wäre er „arm auf Augenhöhe“ mit einem armen Afrikaner, der lügt sich in die eigene Tasche! - und seinem Gegenüber etwas vor.
- ist es vollkommener Quatsch, dass hohe Preise durch „weiße/europäische“ Touristen entstehen, das sind ganz andere Mechanismen! (siehe Luanda... 🤢 😄 )
Und - Es ist schon eine sehr vereinfachte Vorstellung, man müsse den armen Afrikanern nur vorleben, wie man auch mit wenig Geld reisen kann. 😊
Diese Vorstellung setzt etwas voraus, was so nicht existent ist: Eine im Ansatz ähnliche Sichtweise, wie die eigene europäische – plus, im Ansatz ähnliche Lebensmöglichkeiten wie die eigenen.
Beides existiert bei der armen Bevölkerung dort nicht.
Kein armer Mensch in Afrika geht auf Reisen, um des Reisens willen! Das kann er nicht! Und das hat handfeste Gründe.
Reisen ist ein ur-europäisches Ding. Das machen nur "elitär lebende Reiche“, mit ausreichender Bildung und Geld.
...„vorlebende“ Backpacker gibt es in Afrika schon seit mehr als zwei Generationen und es gibt noch immer keine schwarzen Reisenden im Backpackerformat, – auch nie auf Campsites. Man könnte nun davon ausgehen, dass die Backpacker der Vergangenheit alle nicht genug missioniert hätten. Vielleicht... 🤪
Wir persönlich haben in ca. 5 ½ Jahren „reisendem Aufenthalt“ (Backpack + Auto) in Afrika genau eine schwarze Backpackerin mit ihrem weißen Freund getroffen: Sie wollten sich „ihren“ Kontinent ansehen, - ...ihr Geburtsort: Paris. 😉
Es sind strukturelle Gründe, banal finanzielle und gesellschaftliche: Keine Familie hätte Verständnis für einen derartigen Ego-Trip eines Familienmitglieds, das sich aus dem harten Familienalltag löst umd hinterher ohne verdientes Geld für die Familie wieder nach Hause zu kommen! - Denn, wenn man reist, dann um Geld zu verdienen! - oder aber, weil man so viel verdient, dass man sich Hotels leisten kann und Luxus. Dort traf man schon immer reisende Einheimische.
Ebenso wie man nicht aus Überzeugung Fahrrad fährt, wenn man sich ein Auto leisten könnte. Never. (sportlich begründete Ausnahmen bestätigen die Regel)
Und, "man tut so was nicht": Man sitzt nicht freiwillig im Dreck, im Zelt, dürstet, hungert ein bisschen vor sich hin und wandert „sinnlos“ im Schweiße seines Angesichts durch die Gegend, wenn man es sich anders leisten kann – und der, der es sich nicht leisten kann, kann auch nach der Reise nirgends zurückkehren, wo man ihn mit Freuden wieder aufnimmt! (S.o. - der Ego-Trip ist ein No-Go im Familienverband!)
Dies nur als kleine Hinweise.
Es wäre gut für dich, wenn du dich insgesamt etwas breiter informieren würdest und dich intensiv zu den afrikanischen Gesellschaften bildest, bevor du in Gegenden reist, deren Gesellschaftsstruktur und Kultur du weder kennst noch im Ansatz verstehst
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt