Kurzfristige Änderungen vorbehalten

Reisebericht 54 Antworten · 12,1k Aufrufe · gestartet 22. Nov. 2015 von udo_h
8'684 Beiträge · seit 201026. Dez. 2015 · #41
Guten Abend Udo,

irgendwie sind da ein paar Kapitel im Weihnachtstrubel an mir vorbei gerauscht.... 😕 !

Wäre schade gewesen, denn da sind ja wieder tolle Fotos dabei!!! 🤩 So viele Hyänen - ich bin ech neidisch 🤢 .
Außerdem bewegt Ihr Euch in Gegenden, wo wir nicht mal zwei Monate vorher waren - da kommen Erinnerungen hoch 🙂 !

Sag mal - galt das auch für "normale" SUVs, also ohne Allrad??
Hinter dem Vet Gate bei Mururani zweigen wir rechts auf die D3016 ab. Der Abstecher lohnt sich wirklich. Die Straße ist ausgezeichnet zu befahren.
Ich wollte diese Strecke nämlich in der entgegengesetzten Richtung fahren, aber man riet mir auf Onguma davon ab.... zu einsam, zu bumby, zu....was weiß ich noch alles 😵 . Wenn das alles nicht gestimmt hat, dann ärgere ich mich rückwirkend darüber, nicht auf meine innere Stimme gehört zu haben 🙄 !
udo_h schrieb:
Meine Mutter hatte ja unterwegs Geburtstag, Bele hat mich ja mit meinem kleinen Hinweis schon enttarnt: Meine Mutter hatte in ihrer Mappe eine falsche Route – zu ihrem Geburtstag gab es dann die Richtige. Auf ihrer Variante stand immer unten extrem kleingedruckt drauf „Kurzfristige Änderungen vorbehalten“ – Schriftgröße 6pt. Meine Mutter hat das für einen Scherz gehalten – war aber Ernst gemeint! In der Endversion war der Schriftzug nicht mehr drauf. Daher auch der Titel der Reportage – die drei Worte waren der Running Gag des Urlaubs.
Udo
Uff.... jetzt bin ich aber froh dass das endlich aufgeklärt ist - ich kann mit Neugierde über einen so langen Zeitraum hinweg nicht gut umgehen.... 😗 😎

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 26. Dez. 2015
Themenstarter115 Beiträge · seit 201027. Dez. 2015 · #42
Hallo Bele,

Danke für Deine Komplimente! Bezüglich der Direktverbindung von "hinter dem Vet Gate" zur Etosha ist zwar durch eher einsame Gegenden - aber nicht einsamer als sonst wo in Namibia. Der Straßenzustand ist so dass Du mit einem normalen PKW, mit üblicher Bodenfreiheit etc. dort mit problemlos 100km/h fahren kannst - also richtig gut zu fahren und weit davon entfernt auch nur die Bodenfreiheit eines 4x4 zu brauchen. Uns sind dort auch Farmer mit normalen Autos entgegen gekommen. Also zu dem Zeitpunkt als wir unterwegs waren eine der wirklich gut zu fahrenden Schotterstraßen Namibias - da bin ich mit PKW´s viel schlechtere Straßen gefahren. Sorry wenn ich Dich da jetzt ärgere ... . Nimm es positiv: Deine innere Stimme hatte definitiv Recht!

Viele Grüße,
Udo
Themenstarter115 Beiträge · seit 201030. Dez. 2015 · #43
Hallo,

eine Folge geht dieses Jahr noch - und hier ist sie. Ich wünsche euch ein gutes neues Jahr und schöne Reisen!


11.10.2015

Windhoek ist das Tagesziel. Das heißt wir müssen uns von der Mushara verabschieden. Nach dem Frühstück geht es nach einem Tankstopp in Namutoni (man kann dort Sprit auch mit Kreditkarte bezahlen) recht direkt Richtung Halali. Irgendwie habe ich heute Kopfweh – drum fährt mein Schatz. Das wird sich noch als gut erweisen - hinter Springbokfontein sehe ich plötzlich links aus dem Augenwinkel einen Kopf hochkommen! Meine Mädels glauben es erst nicht, dennoch wird umgedreht. Wir sind die zweiten die an der Stelle sind wo die drei Geparden unter den Bäumen liegen. Bald kommen wir keinen Meter vor oder zurück. Ist auch egal. Wir sitzen in der ersten Reihe:









Als sich die Kätzchen trollen verkrümelt sich auch ein Teil der Menge – und wir können auch weiter.



Wieder einmal sehen wir Elefanten – auch wenn wir schon zu viele gesehen haben!



Nochmal eine Gruppe Springböcke vor der Pfanne



Dann entdecken wir den jungen Singhabicht auf einem Baum.



Endlich einmal ein paar Oryxe.



In Gemsbokvlakte haben wir bisher bei jedem Besuch im Etosha NP Löwen gesehen. Doch diesmal sollte es nicht so sein. Nur ein paar Antilopen



und die Rotschopflerche.



In Okukauejo trinken wir dann einen Kaffee – dabei fallen wieder die Vögel auf. Ein Maskenbülbül



Und ein Brillenweber



Irgendwie fällt auf dass ich auf dem Urlaub so viele Vögel fotografiert habe wie noch nie. Irgendwie vielleicht vor lauter Frust über die wenigen Katzen und keine Herden … . In der Mushara hat uns Bernadette – die Managerin – schon erzählt dass die Tiere derzeit aufgrund der Hitzewelle sich untertags im Schatten der Bäume und Büsche verstecken und daher wenig zu sehen ist. Der Rest des Tages ist schnell erzählt. Wir fahren Nachmittags dann aus dem Etosha NP raus Richtung Süden. Ich hab noch immer irgendwie Kopfweh und mein Schatz fährt bis vor Okahandja. Die Radarkontrolle unterwegs stört uns nicht. In der Casa Piccolo checken wir dann ein und verspeisen zum Abendessen unsere restlichen Brötchen, Streichkäse und Käseecken. Da wir heute Kaffee getrunken haben muss das reichen. Joe´s Beerhouse wäre mir lieber gewesen – wird aber vom Rest der Reisegruppe abgelehnt. Nicht einmal eine Bratwurst ist für mich drin! Meine Laune wird noch weiter durch ein deutschsprachiges Ehepaar gesteigert das so laut gesprochen und telefoniert hat dass in der Nähe keine Unterhaltung möglich war.

Udo
376 Beiträge · seit 201401. Jan. 2016 · #44
Hallo Udo,

Auch wir sind gestern erst auf deinen Bericht gestoßen und haben viele deiner Stationen selbst schon kennen gelernt! Vielen lieben Dank für deine Berichterstattung und die schönen Fotos 😎 !

Wir haben dieses Jahr ja auch schon die Erfahrung mit Beitbridge gemacht, wir sind uns vorgekommen wie bei der Serie "Auf Achse" aus den 80 zigern 😉 ! Wir haben uns aber einen "Schleuser" geleistet und waren wirklich froh darüber! War ei euch auch Putztag mit Parafin, da kommt noch zum allgemeinen Wirrwar irgendwann die Parafinvernebelung 🤢 !

Auch uns hat es im Matobo NP super gefallen, die Landschaft und die Leute dort einfach super!

Der Hwange hat bei uns auch ähnliche Gefühle ausgelöst wie bei Euch, es könnte dort so schön sein, wenn die Sanitäreinrichtungen und die Bungalows auf Vordermann gebracht würden! Auch fanden wir das Painted Dog Conservation Center sehr sehenswert und es ist bewundernswert mit welcher Mühe und Anstrengung dieses Projekt, für die Fauna und Flora sowie die unmittelbare Bevölkerung, geführt wird!

Die Leute in Simbabwe sind wirklich sehr freundlich und es ist so schade um die "Äußeren Umstände" dort!

Nxai Pan NP mit Baines Baobabs wecken bei uns auch schöne Erinnerungen an einen früheren Urlaub, ebenso wie Etosha!

Gerne begleiten wir eure Reise weiter und wünschen Euch ein gutes neues Jahr 2016!

Liebe Grüße
Kloppo
- Wurstsalat gibt es wieder zu Hause 2013- - die Reise zu den unaussprechbaren NPs 2014- - Kloppo und die Klepperkischd 2015- - How was Your Day?... A Trip to MOZ & SA 2016- - Kloppos zu Gast beim Tanz der Vampire
Themenstarter115 Beiträge · seit 201001. Jan. 2016 · #45
Hallo Kloppo,

vielen Dank für Deine Zeilen. Ich habe mir wirklich überlegt Deinen Tipp mit dem Einreisehelfer zu nutzen. Im Nachhinein habe ich mich geärgert es nicht getan zu haben. Deine Reiseberichte waren mir übrigens Quelle von vielen Tipps, hinweisen und auch Ideen. Vielen Dank dafür. Umso mehr freit es mich wenn wir dasselbe empfunden haben und natürlich auch wenn Dir mein Reisebericht gefällt!

Viele Grüße,
Udo
Themenstarter115 Beiträge · seit 201002. Jan. 2016 · #46
12.10.2015

Beim Frühstück sitzen die Leute von gestern Abend am Nebentisch – Ein Gespräch ist uns unmöglich. Drei Hinweise von mir werden ignoriert – ich setzte mich an den entferntesten Tisch und beeile mich mit dem Frühstück – ich will nur noch weg. Als ich gehe schließe ich die Tür hinter mir (und neben deren Tisch) schwungvoll. Schnell die Sachen ins Auto gepackt und Abfahrt! Wir fahren einen Sprung in die Stadt und ich zeige meinem Schatz die wichtigsten Orte. Die Fotos sind da nur stellvertretend.





Doch dann zieht es uns weiter ins Auob – Tal. Hier sehen wir dass auf großen Flächen das Tal abgeholzt und zur Holzkohleproduktion genutzt wird.



Ein Schild in Gochas wo wir noch einmal vollgetankt haben.



Weiter Richtung Süden. Hier ist die Holzkohle schon verpackt.



Die ersten Webervogelnester



Und immer wieder die schöne Landschaft



Gegenverkehr ist selten – die C15 ist ausgezeichnet zu fahren und wir kommen gut voran.



Einzig die Fotostopps bremsen uns – wie zum Beispiel für rote Dünen





Telegrafenmasten



Und weiter Richtung Mata Mata.



Wir haben in Mata Mata keine Unterkunft mehr bekommen (im Februar für Oktober). Daher habe ich einige Kilometer vorher im Kalahari Farmstall Zimmer gebucht. Die Unterkunft kann ich wirklich empfehlen. Die zwei Zimmer direkt am kleinen Pool die wir bekommen haben sind riesengroß – vier Betten, Küche usw. . Da noch etwas Zeit war sind wir auf der Farm umher gegangen.





Marica betreibt das B&B, Cafe/ Restaurant, Laden usw., ihr Mann die Farm. Alles ist mit viel Sorgfalt und Liebe gemacht und dekoriert.



Wir hatten auch das Abendessen dazu gebucht – der Bobotje aus Kudu – Fleisch war ausgezeichnet.

Udo
Themenstarter115 Beiträge · seit 201004. Jan. 2016 · #47
13.10.2015

Heute steht unser letzter Grenzübertritt am Programm. In Mata-Mata reisen wir aus Namibia aus und fahren in den Kgalagadi Transfontier Park. Die Formalitäten sind schnell erledigt und wir fahren an die Tankstelle in Mata Mata – es gibt eine Rationierung von Diesel, der Tankwagen ist nicht gekommen. Kein Problem für uns – wir haben erst in Gochas vollgetankt. Daher lassen wir nur vorschriftsgemäß Luft aus den Reifen. Uns fällt gleich eines angenehm auf: Es gibt keine Elefanten im Kgalagadi! Aber auch sonst gibt es nicht viel zu sehen. Die Landschaft ist sehr schön, doch auch im Auob – Tal ist wenig los. Springböcke haben gerade Junge.





Die Giraffen sind am Weg zum Wasserloch



Gnus sind auch da



Das Oryx und der Sekretär



Und ein Ground Squirrel



Ein Stück weiter verschwindet eine Schlange in einem Loch – doch ein Foto geht sich noch aus.



Die nächste Gruppe Gnus ist unterwegs.



Dann sind wir auch schon in Twee Rivieren. Dort reisen wir nach Südafrika ein, zahlen unsere Parkgebühr und checken im Restcamp ein – die Schalter sind direkt nebeneinander. Irgendetwas habe ich nicht richtig in der Erinnerung gehabt – wir haben ein Dreibettzimmer, also das was wir eigentlich vermeiden wollten. Also zurück zum Office. Die Nachrichten sind durchwachsen. Für die erste Nacht geht nichts, aber für die zweite Nacht bekommen wir einen Bungalow mit zwei Schlafzimmern. Der Tipp von Marcia war also richtig – vor Ort geht oft noch etwas! Nachmittags fahren wir noch einmal los. Es geht das Nossob – Tal hinauf. Die Oryxe sind am Weg zum Wasserloch.



Und weil der Sekretär so schön in der Sonne steht noch einmal in Großaufnahme



Unterwegs sehen wir noch den Milchuhu am Baum sitzen



Ein Weißbürzelsinghabicht sitzt im Geäst.



In Kij Kij biegen wir dann auf die Dunes Road ins Auob Tal ab. Wir hätten es sein lassen sollen – wir sehen rein gar nichts mehr. Ziemlich frustriert fahren wir zurück. Das Abendessen im Restaurant (man muss sich im Shop für eine Abendessenszeit eintragen) sorgt auch nicht gerade für eine Besserung der Laune! Die Bedienung ist ausgesprochen langsam und das Essen – naja, es macht satt.

Udo
Themenstarter115 Beiträge · seit 201009. Jan. 2016 · #48
14.10.2015

Da es Abends oft noch sehr heiß ist fahren wir heute zur frühestmöglichen Zeit los zur Morgenpirsch. Beim Office holen wir unsere Park Permit wieder ab und fahren das Nossob Tal Richtung Norden. Doch es beginnt wie es gestern endet. Erst am Rückweg entsteht das erste Foto von den beiden Schakalen die sich lieb haben.



Und wieder Landschaft und Springböcke.



In Rooiputs ist es dann so weit. Ein Schatten liegt im Schatten eines Baumes beim Wasserloch. Eine kapitale Löwin erhebt sich aus dem Sand. Ich wende schnell um sie von der Sonnenseite zu bekommen.



Sie verschwindet dann Richtung des Camps Rooiputs auf die Botswana – Seite.



Wie so oft nach ein paar Minuten ist alles vorbei. Gerade einmal zwei bis drei andere Autos haben davon was mitbekommen, dann ist die Löwin wieder verschwunden. Ob die Leute in Rooiputs überhaupt etwas davon mitbekommen haben?
Wir fahren weiter – die Gnus sind auch wieder unterwegs. Ich habe das Gefühl Gnus gehen immer in Gruppen von irgendwo nach irgendwo.



Dann geht es zurück nach Twee Rivieren. Wir gehen frühstücken, ziehen aus dem Dreibettzimmer und fahren eine Runde bis wir das andere Zimmer bekommen. Also zu den Wasserlöchern in der Nähe. Die rote Kuhantilope ist unterwegs zum Wasserloch Leeuwdrill.



Dort ist aber schon was los: Eine Herde Oryxe sind beim Trinken.



Doch zwei sind sich nicht ganz grün:







Es geht aber auch friedlich.



Sonst tut sich nicht viel – wir beziehen also den Zweizimmer – Bungalow. Am Nachmittag fahren wir wieder los und versuchen das Auob – Tal. Hinter Batulama drehen wir frustriert um. Dann sehe ich etwas aus dem Augenwinkel und fahre zurück. Ein Kapfuchs liegt neben seinem Bau.



Wir nehmen dann die Dunes Road nach Kij Kij. Diese führt zwar an zwei Wasserlöchern vorbei, dort tut sich aber nichts. Doch die Landschaft ist sehr schön.







Im Nossob – Tal etwas südlich von Kij Kij entdecken wir dann neben der Straße noch eine Gruppe Erdmännchen. Die possierlichen Tierchen sind einfach herrlich! Doch wenn diese Luder endlich einmal ruhig halten würden zum Fotografieren – grrrr! Habe ich schon geschrieben dass ich unentspannt bin wenn ich keine guten Fotos kriege?







Langsam heißt es Abschied nehmen von Kgalagadi Transfontier Park und von den Tierbeobachtungen. Noch zwei Strauße beim Staubbad.



Noch ein letzter Baum mit Webervögelnestern.



Dann sind wir wieder in Twee Rivieren. Sortieren die Koffer etwas, räumen das Auto komplett aus gehen Abendessen. Zum Essen gibt es keine Anmerkung mehr – es ist wie gestern. Der Tag war was die Sichtungen betrifft ausgesprochen dünn. Nur die Löwin und der Kapfuchs haben ihn gerettet. Der Kgalagadi hat uns was die Landschaft betrifft ausgesprochen gut gefallen. Die Temperaturen sind in den letzten Tagen gesunken – morgens hatte es 8-10 Grad, Mittags unter 30. Der Plan dass wir uns diese Ecke für zukünftige Reisen merken müssen steht. Doch die Quartiersituation ist schwierig – vor Allem wenn man nicht ein Jahr im Voraus planen kann.

Udo
4'382 Beiträge · seit 201509. Jan. 2016 · #49
....Habe ich schon geschrieben dass ich unentspannt bin wenn ich keine guten Fotos kriege?


...das nennt man fishing for compliments!
Sind doch gelungene Aufnahmen!
Danke!
CuF
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter115 Beiträge · seit 201010. Jan. 2016 · #50
Hallo,

vielen Dank für die Blumen! Die meisten Aufnahmen sind gut geworden und die kleine Auswahl die ich hier zeige ist gut. Es sind aber auch genug rausgeflogen. Bei den Erdmännchen - und nicht nur da hatte ich immer wieder einmal Themen mit der Schärfe. So ist das zweite Erdmännchenfoto von oben nicht auf den richtigen Punkt scharf. und einige andere sind raus geflogen obwohl das Motiv besser war. Aber je mehr man im Tele - Bereich ist desto kritischer ist es mit der Schärfe - und ich verwende in Afrika üblicherweise mein 120-400mm Sigma. Drum fuchst es mich halt ein bisschen - ich bin vielleicht aber auch ziemlich pingelig! Im Großen und Ganzen bin ich aber zufrieden!

Udo
Themenstarter115 Beiträge · seit 201015. Jan. 2016 · #51
15.10.15

Wir haben heute keinen Ehrgeiz mehr eine Morgenpirsch zu machen. Die Sichtungstafel ist auch recht leer. Nur um Mata Mata soll es eine Gepardensichtung gegeben haben! Also geben wir unseren Parkpass ab und fahren Richtung Süden. Wehmütig fahren wir noch einmal durch die roten Dünen.



An der Goera Pan gibt es einen Fotohalt. Auch hier versuche ich mich mit einem Panorama – Foto mit dem iPhone. Ich mache mich ja sonst regelmäßig über die Handy – und iPad – Fotografen hauptsächlich mit asiatischen Gesichtszügen lustig. Doch das Panorama – Feature ist nicht schlecht.



Die Webervögel nutzen wirklich alles für ein Nest. Den Ort des Fotos brauche ich wohl nicht näher beschreiben.



Ich habe ja am Anfang schon geschrieben dass die Reise ein Aufarbeiten von Lücken ist. Was uns noch gefehlt hat waren die Augrabies Falls. Am Weg vom Office zu den Aussichtspunkten werden wir genau beobachtet.



Auch Köcherbäume gibt es hier.



Dann sind wir an der Schlucht des Orange River. Erst ein Überblick.



Der Zulauf.



Dann ein Blick die Fälle hinunter.



Und weiter in die Schlucht.





Die Formation ist meinem Schatz aufgefallen.



Ein letzter Blick zurück.



Dann geht es zurück nach Upington unterwegs fallen mir noch die beiden Telegrafenmasten auf.



Wir checken in der LeMust River Residence ein – ein sehr nettes Quartier und absolut empfehlenswert. Wir leeren unsere Sundowner - Flasche Port. Zum Abendessen waren wir dann in einem Irischen Restaurant in der Nähe. Ebenfalls gut, die Musik und das Publikum leider etwas zu laut und das Beef Stroganoff (a la Maggi) meiner Mutter leider eine Pleite. Die Steaks aber super. Aber viel Alternativen haben wir nicht wirklich gesehen.

Udo
Themenstarter115 Beiträge · seit 201016. Jan. 2016 · #52
16.10.2015

Der Tag ist schnell erzählt. Es geht heute über 900km zurück nach Johannesburg – ein reiner Fahrtag. Ich fahre das erste und das letzte Drittel – mein Schatz das mittlere. Unterwegs tanken, Radarkontrolle und die Fahrt durch die Erzminengegend von Shishen. Vor Johannesburg sind wir erstaunt wie dicht dort der Verkehr stadteinwärts am Freitag Abend ist. Mein Freund hat uns ein Hotel in Flughafennähe gebucht. Wir treffen uns zu einem ausgezeichneten Abendessen und freuen uns dass wir uns wieder einmal sehen. Er bekommt seinen Feuerlöscher zurück.

17./18.10.2015

In der früh fahren wir noch schnell zu einem Bottelshop in der Nähe und kaufen einige Flaschen südafrikanischen Port die wir in die Kühlbox packen. Gegen Mittag laden wir dann unsere frisch gepackten Koffer ins Auto und fahren die letzten Kilometer zum Flughafen. Bei der Rückgabe fülle ich dann noch den Damage Report für die Kratzer an der Stoßstange aus Botswana aus. Die Kratzer von den Büschen von der Fahrt nach Kubu Island fallen nicht auf – die tieferen habe ich ja an den Rundungen von den Fensteröffnungen mit Zahnpaste herauspoliert. Da fahrlässig verursachte Schäden nicht von der Versicherung bezahlt werden bin ich nicht sicher ob ich etwas zahlen muss. Die Kreditkarten – Rechnung einige Wochen später gibt die Sicherheit – ich muss nichts zahlen, die Kasko übernimmt den Schaden.
Bei der Ethiopian wird eingecheckt und es gelingt sogar das Gepäck meiner Mutter bis Österreich durchzuchecken obwohl es ab Frankfurt ein anderes Ticket ist. Als unser Flug dann auf go to gate wechselt gehen wir los. Trotzdem sind ist das Gate schon leer als wir ankommen. Der Flug geht pünktlich – als wir abfliegen ist in Johannesburg eine geschlossene Wolkendecke. Die regenzeit ist da. Wir landen auch pünktlich in Addis. Dort nutzen wir noch die Gelegenheit und kaufen im Duty Free Kaffee ein. Auch der Flug nach Frankfurt ist unspektakulär. Diesmal ist es sogar eine B777 die eingesetzt wird. Sehr angenehm – denn die hat Flatbeds. Der Service ist allerdings unterdurchschnittlich. Es gibt noch ein paar Raviolis nach dem Abflug und kein Frühstück – nicht einmal einen Kaffee – vor der pünktlichen Landung. Das Gepäck kommt schnell und wir sind vor 6 Uhr morgens draußen. Mein Freund wartet schon – er kommt direkt aus der Nachtschicht!

Fazit:

Route, Reise, Reisezeit: Es war unsere bisher abenteuerlichste Afrika – Reise. Wie immer sehr eindrucksvoll und mit tollen Lokationen, Erlebnissen und Eindrücken. Viele von euch werden sich an den Kopf greifen wieviel wir gefahren sind. Doch abgesehen vom letzten Fahrtag, der wirklich sehr lang war hat es für uns gepasst. Das muss aber jeder selbst wissen. Wir benötigen zum Beispiel keine Mittags – und Kaffeepausen. Uns war nicht bewusst dass 2015 El Nino – Jahr war. Deshalb war es wohl besonders heiß und trocken. Die wenigen Tiersichtung haben die Stimmung schon manchmal etwas gedrückt. Wir waren auch noch nie so knapp vor der Regenzeit unterwegs wie diesmal – vielleicht zu knapp davor.
Wir wollten auf jeden Fall mehr von Zimbabwe sehen als auf unseren bisherigen Reisen. Das haben wir auch. Die Unterkünfte dort waren von miserabel bis toll. Die Leute ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Doch die korrupten Behörden von Beitbridge bis Bulawayo haben irgendwie für ein nicht ganz unbeschwertes Reisegefühl gesorgt. Ich kann mich nur Silvio (Graskop) anschließen – es ist dem Land zu wünschen dass nach dem Abtritt von „Uncle Bob“ das Land schnell zu stabilen, demokratischen Strukturen findet und die Korruption erfolgreich bekämpft wird. Wir waren auf eine Art erleichtert als wir aus Zimbabwe draußen waren. Wobei natürlich der Kontrast zu Botswana gleich kräftig war – auch die Sauberkeit betreffend.

Europcar: Die Ausstattung ist wie immer bei Europcar die Basisausstattung des Autos – auch von der Motorisierung. Doch das Auto war neu, daher in TOP – Zustand und sauber. Die Übernahme und die Übergabe waren ausgesprochen schnell und problemlos. Der Preis war erheblich billiger als bei allen Wettbewerbern, dafür haben wir die nicht vorhandene Ausrüstung für Zimbabwe in Kauf genommen. Das nächste Mal werden wir aber versuchen einen Fortuner zu bekommen und keinen Hilux. Denn der Staub auf der Ladefläche war auf die Dauer nervig.

Fahren: Problemlos, die Polizeikontrollen in Zimbabwe sind etwas nervig. Im Vergleich zu den letzten Malen gab es viel mehr Radarkontrollen – mindestens eine in jedem Land. Da die Strafen heftig sind sind wir stets vorschriftsmäßig gefahren (vorschriftsmäßiger als in Deutschland). Das kann ich nur empfehlen! Wir hatten auch für Zimbabwe alle Reflektoren etc. am Auto. Wir haben andere Autos mit südafrikanischer Nummer gesehen die ohne Reflektoren diskutierend an der Polizeikontrolle gestanden sind. Auch die Treibstoffversorgung war problemlos.

Ethiopian Airlines:
Die Business Class von Ethiopian und z. B. Egyptair sind wesentlich billiger als die von Fluglinien die direkt fliegen und waren in unserem Fall billiger als die Economy Plus. Unsere Flüge waren OK und pünktlich, die Flugzeuge neu und haben einen guten Eindruck gemacht. Ich würde wieder mit der Linie fliegen. Vor Allem da die Lufthansa absolut unzuverlässig und kundenfeindlich geworden ist. Sie haben zum Beispiel meine Mutter auf dem Flug zu uns vor dem Urlaub unmöglich behandelt. Am Abflug – Flughafen in Österreich war Chaos und sie hat über 30min. in der Schlange auf den Check In gewartet um dann gesagt zu bekommen dass sie um 6min zu spät am Check In war. Sie musste dann die Umbuchung zahlen, da das Ticket sonst verfallen wäre! Meine Beschwerde bei der Lufthansa wurde nun seit drei Monaten nicht beantwortet. Der Fall liegt nun bei der Schlichtungsstelle des österreichischen Verkehrsministeriums – denn auch der Konsumentenschutz in Österreich (vergleichbar mit den Verbraucherzentralen in Deutschland) bekommt kaum einmal eine Antwort von der Kranichlinie.

Gepäck: Es war gut die Kühlbox mitgehabt zu haben. Wichtig waren auch die mehreren Taschenlampen, die Powerbank und der Verteiler für den Zigarettenanzünder. Daher konnten wir Navi, Telefone, iPad etc. gleichzeitig mit der Kühlbox anschließen. Denn in der Basisversion des Hilux gibt es nur eine Steckdose! Was wir mit hatten – aber nicht gebraucht haben war der 12V-220V Konverter. Damit hätten wir auch die Kamera – Akkus laden können. Man kann – speziell in Zimbabwe – nicht genug batteriebetriebene Lampen mithaben. Schlecht war dass wir kein Abschleppseil, keinen Kompressor und keinen Klappspaten mit gehabt haben. Denn mit einem Kompressor hätten wir auf den Sandstrecken in der Nxai Pan den Reifendruck absenken können. Das wäre gut gewesen.

Statistik: 8553km gefahren, 809lt. Diesel getankt, 2602 Bilder von drei Kameras auf 13 Speicherkarten und einem iPhone (Panoramas) mit nach Hause gebracht, wobei täglich am Abend gelöscht wurde was offensichtlich Pixelmüll war. Den Reisebericht habe ich in Word geschrieben und die Bildlinks hineinkopiert. So dass ich die Beiträge im Forum in einem Arbeitsgang reinkopieren kann. Das Word – Dokument hat 64 Seiten.

Forum: Vielen Dank für die vielen Infos vor der Reise und der Bestimmung der Vögel nach der Reise. Die Vögel wurden erst auf dieser Reise von mir vermehr wahrgenommen – bisher waren sie eher Nebendarsteller. Dazu hat sicher der Mangel an größeren Tieren mit beigetragen. Vielen Dank für das lesen meiner Reportage, die ermunternden Kommentare und die vielen Danke – Buttons!

Udo
4'382 Beiträge · seit 201516. Jan. 2016 · #53
Lieber Udo,
und Dir vielen Dank für den äußerst informativen und interessanten Bericht. Er macht große Lust auf mehr!

Viele Grüße
CuF
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
960 Beiträge · seit 201316. Jan. 2016 · #55
Vielen Dank
für den netten und informativen Bericht.
Wir fahren ja auch immer recht viel,
aber eure 8553km haben wir noch nicht während einer Reise
geschafft.
Wie auch immer,
vielleicht begegnen wir uns ja mal auf einer unserer nächsten Reisen 😉

LG
Silvio
SA/BW März 2013, SA November 2013, SA Dez/Jan 2014/15, SA/BW/SIM/RU/UG Okt 2015, SA Dez/Jan 2016/17, SA/NA/BW Mrz/Apr/Mai 2018,NA JAN 2022,SA März 2023