Reisebericht

Kurzfristige Änderungen vorbehalten

von udo_h · begonnen 22. Nov. 2015 · 21 Teile

Teil 122. Nov. 2015
Hallo,

mir ist bewusst dass Reiseberichte mittlerweile kritisch gesehen werden, doch ist mir aufgefallen dass es in letzter Zeit einige Fragen gab die darauf hindeuten dass unsere Erfahrungen doch für ein paar Mitglieder hier interessant ist. Daher habe ich mich entschlossen doch loszulegen. Ich muss aber warnen – ich kann nicht jeden Tag eine Folge posten.
Unsere Route: Johannesburg – Krüger NP - Great Zimbabwe – Matopo NP – Hwange NP – Vic Falls – Makgadigadi / Nxai Pan – Maun – Tsodillo Hills – Etosha – Windhoek – Kgalagadi NP – Augrabies Falls – Johannesburg.
Ich muss dazu sagen dass es unsere vierte Reise ins südliche Afrika war und wir daher gezielt Orte wieder sehen wollten oder Lücken schließen wollten. Und dann natürlich Zimbabwe, das wir noch nicht kannten. Daher die vielleicht für manche etwas komische Route.
Wir waren drei Wochen unterwegs: Meine Frau, meine Mutter (sie hatte auf der Reise ihren 70-er und war deshalb mit dabei) und natürlich ich.
Aufgrund der Route war diesmal ein 4x4 angebracht – wir haben uns für einen Hilux von Europcar entschieden. Klar – Europcar hat von allen Vermietern die einfachste Ausstattung der Autos. Doch der Preis war einfach unschlagbar. Dafür gab es keine Zimbabwe – Ausrüstung. Da meiste wie Reflektoren und Warndreiecke haben wir aus Deutschland mitgenommen. Den Feuerlöscher hat mir ein Freund in Johannesburg besorgt.
Unser Navi haben wir selbst mitgenommen, den City Navigator Southern Africa haben wir noch von vor fünf Jahren, ergänzt wurde er um Tracks4Africa für Zimbabwe und Botswana.
Da wir unterwegs auch einmal selber kochen mussten und die Getränke auch gerne gekühlt sein dürfen haben wir eine elektrische Kühlbox mitgenommen. Mein Schatz hat vorher noch eine Tasche dafür genäht die mit Styrodur gepolstert war – so konnten wir sie als Fluggepäck aufgeben.
So das war´s – die Mappen mit den Reiseunterlagen und der Planung (allerdings nicht alle ident – doch das weis meine Mutter nicht) sind auch schon im Handgepäck verstaut. Jetzt kann es losgehen. Wer von euch kommt mit?


25.9.2015

Am Nachmittag holt mich mein Schatz im Büro ab – sie hatte heute schon frei. Meine Mutter ist schon am Montag aus Österreich gekommen. Ein Freund wollte uns nach Frankfurt auf den Flughafen bringen, doch er hat auch Urlaub. Sein Vater springt ein. Wir bekommen unsere sieben Zwetschgen mit Müh und Not in seinen Kuga. Doch das Stück auf den Flughafen geht es. Bei der Ethiopian ist wenig los und wir checken unsere Koffer, die Kühlbox und die Wanderstöcke meiner Mutter bis Johannesburg durch. Wir haben uns diesmal für den Flug via Addis Ababa entschieden, da die Ethiopian in der Business Class einen tollen Preis hatte – sogar billiger als die Premium Eco bei Lufthansa.
Dann geht es noch auf einen Sekt in die Lunge bevor wir pünktlich einsteigen. Der Flieger ist eine B787 mit den Angeld Lie Flat – Sitzen. Er heißt „Africa First“ – sehr passend für uns! Die BC ist zu einem Drittel belegt. Der Flug ist sehr angenehm und wir landen überpünktlich in Addis.


26.9.15

Nach etwas über zwei Stunden geht es weiter – diesmal in einer nagelneuen B777 – mit Flatbed – Sitzen. Der Tagflug über Afrika ist schön. Zu Essen gibt es das äthiopische Nationalgericht – sehr schmackhaft. Dabei zieht der Kilimanjaro an uns vorbei. Vor zwei Jahren in Tanzania war er wolkenverhangen.


Überpünktlich Landen wir in Johannesburg.


Bei der Passkontrolle ist nichts los, das Gepäck kommt schnell. Zur planmäßigen Landezeit um 13:10 sind wir schon am Weg zum Europcar – Schalter. Dort geht alles recht flott – die Dokumente für Zimbabwe sind da und wir bekommen einen drei Wochen alten Hilux Doublecab mit 4500km am Tacho. Super! Ich hole noch Geld, dann geht es zur Firma bei der mein Freund arbeitet – 5min vom Flughafen entfernt. Der Feuerlöscher liegt bei der Security. Dann geht es los Richtung Osten. Unterwegs kaufen wir noch ein: Kekse, Wasser, etwas Obst und eine Flasche Port. ZA – Aufkleber bekommen wir keinen. Unsere erste Unterkunft ist das Böhm´s Zeedernberg zwischen Sabie und Hazyview. Vor dem Long Tom Pass wird es finster. Wir rufen an dass wir zum Dinner später dran sind. Dann sind wir da und genießen den Abend. Langsam komme auch ich an.

Udo
Teil 222. Nov. 2015
27.9.15

Wir hatten zwei Bungalows nebeneinander – perfekt! Wir packen unsere Sachen und fahren gleich fertig gepackt zum Frühstück. Da das Schloss vom Canopy hakt bitte ich um ein paar Tropfen Öl – kein Thema. Ich bekomme noch Infos zu Botswana, denn der Sohn von Fr. Böhm (der das Guesthouse jetzt führt) führt dort auch Touren! Nun ein kleiner Blick ins Auto: Die gelbe Tasche ist die Übertasche der Kühlbox, sie dient auf der Reise als Krimskrams – Tasche. Auf der Ladefläche sehr praktisch. Die Kühlbox steht innen vor der Rückbank.



Dann geht es los zu den Klassikern der Panorama Route: Wir lassen Pilgrim´s Rest (ich erinnere mich noch mit Schaudern daran) links liegen und beginnen beim Pinnacle.



Weiter zu God´s Window.



Und zu den Potholes, wo man wirklich Eintritt zahlt (nicht nur ein paar Rand Parkgebühr).



Als letztes besuchen wir die Three Rondavels und



Lowfeld View.



Dann geht es via Hazyview Richtung Krüger NP. In Hazyview versuchen wir wieder einen ZA – Aufkleber zu bekommen – vergebens. Beim Phabeni – Gate fahren wir in den Park. Für Tagesbesucher wäre kein Kontingent mehr gewesen – aber wir haben ja in Berg en Daal reserviert. Wir sind gerade eine Stunde im Park als einige Autos bei einer Gruppe Elefanten stehen. Ich fahre dran vorbei. Dann kommt mir der Elefant übelgelaunt entgegen. Ich trete die Flucht nach hinten an. Im Rückwärtsgang geht es um die Kurve den Hügel hinunter. An einem Auto fahre ich vorbei, eines hat auch den Rückzug angetreten. Das erste tut es mir gleich. Das Auto hinter dem Elefanten bleibt ihm dicht auf den Fersen bis der Elefant im Gehölz verschwindet. Als er an uns vorbei fährt grinst der Fahrer von einem Ohr bis zum Anderen – das A…….h!



Weiter Richtung Berg en Daal ist es recht leer – wir sehen nicht viel. Wir fahren dann nicht über die Hauptroute zum Camp. Kurz vor dem Camp ist dann wieder was los: Ein Breitmaulnashorn mit Jungem! Volltreffer! Leider ist die Sonne schon weg.



Der Family Bungalow ist ganz OK aber nichts Besonderes. Der Abfluss ist verstopft und alles Wasser das abläuft findet sich auf der Terrasse wieder. Samt Geruch! Im Restaurant gibt es im Wesentlichen Fast Food. Für den einen Abend reicht es.

Udo
Teil 323. Nov. 2015
Hallo,

Bei so netten Worten gibt es gleich noch eine Folge (bevor es dann über die Woche hin dünner wird)! Herzlichen Dank und es freut mich dass der Bericht besser ankommt als befürchtet!

28.9.15

Heute geht es auf nüchternen Magen los – Morgenpirsch! Wir kommen nicht weit, da treffen wir wieder auf die Nashörner von gestern Abend. Diesmal sind sogar noch mehr dabei.








Auf der Weiterfahrt sehen wir dann in der Ferne noch zwei kämpfende Giraffen und in Fotodistanz Raubadler



Und eine Gabelracke.



Nach dem Frühstück im Restaurant melden wir den Schaden an der Sanitäranlage. Während wir das Auto beladen wird schon repariert. Wir fahren Richtung Biyamiti. Unterwegs sehen wir wieder Breitmaulnashörner!



Das Wasserloch ist aber schon durch ein Hippo belegt!



Piekst das Horn eigentlich beim Trinken?



Dann geht es wieder zurück zur Hauptstraße. Plötzlich ein Riesen – Auflauf. Mein Schatz ist schnell genug und schafft zwei Fotos vom Leo!



Elefanten sind sehr viele zu sehen – nicht nur nach dem Erlebnis des Vortags für meinen Geschmack zu viele. Hier ein stellvertretendes Foto.



Am Mazithi Damm kommt wenigstens etwas Afrika auf – einmal ein paar verschiedene Tiere am Wasserloch.



Unterwegs kommen wir an dem Gaukler vorbei (herzlichen Dank für die Bestimmung hier im Forum)



Nördlich von Satara liegen dann ein paar gelbe Fellbündel unter dem Baum – es sind nicht die ersten Löwen die wir sehen, aber sie sind recht nahe. Als Strafe (für uns) bewegen sie nicht einmal ein Ohr!



Von den Büffeln ist heute kein Foto dabei – doch wir haben noch vor 13 Uhr die Big Five gesehen. Ich weis – hier gerne belächelt, aber an einem halben Tag doch nicht schlecht!
Unterwegs stehen dann ein paar Giraffen schön im Busch.



Wir nächtigen in Lethaba, kurz vor den Camp biegen wir noch einmal rechts ab und fahren dem Fluss entlang. Highlight waren hier die Hippos die noch einmal baden gegangen sind.



In Lethaba haben wir dann zwei normale Bungalows. Auch fein. Grundsätzlich fällt uns an den Sichtungstafeln auf dass scheinbar nicht viel Los ist derzeit – das ist auch unser Gefühl. Das Restaurant liegt schön mit Blick auf den Fluss. Die Qualität des Essens ist der genaue Kehrwert. Es ist kalt und schlecht. Ein Glas Port aus unserer Flasche macht es dann doch besser.

Udo
Teil 426. Nov. 2015
29.9.15

Wir frühstücken aus unseren Vorräten und sind früh unterwegs Richtung Norden. Unterwegs gelingt mir das erste Foto von einem Gelbschnabeltoko.



Kurz vor Mopani steht der schöne Wasserbock.



In Mopani frage ich dann einen Ranger nach Nyalas – das nächste „Sichtungsziel“ auf dieser Reise. Mein Schatz hat ja die gewünschten Nashörner schon gesehen. Dort erfahren wir dass diese recht sicher um Pafuri anzutreffen sind. Auch erfahren wir dass es vor zwei Wochen 30mm Regen gab und die Tiere daher alle bereits in der Fläche sind. Darum ist es auch recht Grün! Und in der Hitzewelle liegen nicht nur die Löwen im Schatten.
Etwas nördlich von Mopani blockieren dann Büffel die Weiterfahrt.



Am Shingwedzi machen wir kurz Halt. Die Szene ist herrlich – es staubt richtig als die Büffelherde zum Trinken kommt.



Auch bei den Leierantilopen sieht man wie grün die Vegetation ist.



Je weiter wir nach Norden kommen desto mehr Baobabs stehen in der Landschaft.



Bei Pafuri gibt es den Nyala Drive – also probieren wir ihn aus. Mit Erfolg, die erste Gruppe weiblicher Nyalas steht neben der Straße.



Dann geht es auf die andere Seite zur Picnic Area – dort warten weiter Weibchen.



Auf dem Weg zu Crooks Corner sehen wir dann auch noch das erhoffte Männchen!



Im Luvuhu entdecken wir dann noch Krokodile.



Die Elefanten plantschen unbeeindruckt.



Am Crooks Corner fällt dann auf wie wenig Wasser im Limpopo ist!



Wir verlassen dann den Krüger NP und fahren Richtung Louis Trichard. Dort müssen wir dann den ZA – Aufkleber bekommen. Im vierten Laden klappt es dann – bei Autozone werden wir kurz vor Ladenschluss fündig!
Wir nächtigen dann in der Mount Azimbo Lodge. Die Zimmer sind gut, das Abendessen einfach super! Kleine Karte und auf Vorbestellung frisch zubereitet! Dazu noch ein feines Bierchen vorher. Auf der terrasse ist schon ein holländisches Pärchen. Von ihnen und vom Eigentümer – Mare – bekommen wir noch Tipps zu Zimbabwe und Beitbridge. Die einhellige Empfehlung ist dass wir nicht zu früh in Beitbridge sein sollen, denn in der Früh sind viele Busse an der Grenze.

Udo
Teil 529. Nov. 2015
30.9.15

Nach dem Frühstück geht es los. Vor der Abfahrt haben wir noch die Reflektoren auf das Auto geklebt – weiß vorne, rot hinten. Unmittelbar vor der Grenze tanken wir noch einmal voll. An der südafrikanischen Seite beginnt es schon: Wir sollen uns draußen bei den Containern anstellen – dann wird dort geschlossen und alles rein ins Gebäude. Viel Gedränge rennen, schubsen und vordrängen. Doch drin geht es schnell. Dann noch zum Zoll wegen dem Auto, wieder zurück den Stempel für den Gate Pass, einen Anschiss, man darf da keine Kamera offen umgehängt haben.
Auf der Zimbabwe – Seite geht es dann los. Zuerst gleich neben dem Auto bequatschen uns zig Leute. Ich ignoriere sie. Wir gehen zur Road Tax und Bridge Toll – das klappt noch. Dann steht jemand in Einheitskleidung mit einem umgehängten verblichenen Ausweis neben mir und drückt mir das Zollformular in die Hand. Es sei Free – dann kommt er mit dem Visumsformular. Inzwischen stellen sich meine Frau und meine Mutter bei Einreise / Visum an. Als der Mann im blauen Hemd neben mir steht und zur CVG (Commercial Vehicle Guarantee) geht, frage ich ihn zum ersten Mal, ob er von der Hilfsstelle der Tourismusbehörde ist – er sagt mir, er sei ein „running assistant“ . Plötzlich stehen zwei weitere da. Irgendwann soll ich meinen Pass bei der Einreise zur Visums – Erteilung abgeben. Das machen wir alle drei. Die CVG kostet 180 US$, am Beleg, den ich später bekomme, stehen 280$. OK. Dann wieder mit den TIP – Formular zu einem uniformierten Typen, der einen Vermerk drauf macht, ich soll relaxen und da bleiben, gehe den Typen aber nach. Irgendwann bekommen wir die Pässe samt Visum und Einreisestempel am entsprechenden Schalter zurück. Dann soll ich plötzlich 269$ für die Versicherung und Carbon Tax und TIP (Temporary Import Permit) zahlen – mir reicht es. Ich zücke den Zettel, dass es nur 45$ sind. Dann verschwindet einer, es soll dann ein Missverständnis sein – ZIM – Dollar und USD, und ca. 50 und etwas für jumping the queue. Ich sage, ich habe Zeit und stelle mich an. Vorne steht jemand, der die Formalität für zig Leute macht – also genau so ein Agent. Es dauert ewig. Dann schließt plötzlich ein Schalter – also alle beim verbleibenden hinten anstellen. Die Frau kommt aber bald wieder und hält ein langes Schwätzchen mit zwei Freundinnen – eine davon (stellt sich später heraus) ist die Chefin der Polizei. Weitere Leute drängen sich vor und kommen damit durch. Zwischendurch kommt einer der Schleusertypen und fragt, ob ich nicht doch zahlen will. Nein! Ich frage mehrmals, was das soll – keine klare Antwort mehr, ob sie von der Tourist Authority sind – also doch die Schleuser, die ich vermeiden wollte. Dann fehlen mir noch die Seriennummern der Kameras und vom iPad, also zum Auto und wieder zurück zur TIP. Als nächstes bekomme ich weitere Papiere zurück und soll dann zur Polizei – durch die Hintertüre. Dann geht es los, ich soll für die Einreihung und die Services zahlen – um die 80$ - ich weigere mich. Ich zahle dann etwas, dann noch für die „Bewachung“ des Autos. Dann darf ich an all den wartenden Autos vorbei – die Schlangen waren schon ziemlich lange und es bewegt sich nichts. Klar – wenn alle noch vorbei „jumpen“. Ein BMW X6 kommt auch an allen vorbei extrem schnell durch. Dann soll ich noch für die Zöllner zahlen. Ein kurzer Blick in den Kofferraum und ich bekomme den Stempel. Dann wollen sie noch was für sich. Mir reicht es und ich erinnere, dass ich zig mal gefragt habe, ob sie die Offiziellen sind – was ich mir denke ist, dass sie mitgeschnitten haben und sie ziehen dann auch ab. Ich gebe dann bei der Ausfahrt den Gatepass ab und wir sind endlich aus dem Irrsinn draußen. Alles ein gut abgekartetes Spiel von Schleppern und Bestechung aus dem es fast kein Entkommen gibt! Einiges an Erfahrungen gemacht – in dreieinhalb Stunden waren wir durch.
Warum ich das alles schreibe – ich will warnen: Entweder man nimmt sich den gratis Service der Tourist Authority oder man bezahlt einen Helfer wie er auch schon hier im Forum erwähnt wurde. Oder man macht es wie die Einheimischen und meidet Beitbridge in die Richtung! Selbst nach mehreren vorherigen Grenzquerungen in Afrika – auf Beitbridge ist man nicht wirklich vorbereitet!

Die erste Polizistin hält mich kurz hinter der Grenze auf – ein LKW vor mir wurden angehalten, der folgende PKW wollte links vorbei, ich rechts. Es folgt ein Anschiss, der PKW – Fahrer muss aussteigen. Dann darf ich weiter. Bis Masvingo kommen noch zwei weitere Polizeikontrollen, die uns durchwinken. Die Landschaft wird bergig und schön.





Schulkinder sind am Heimweg. In Uniform.



Auffallend sind die betonierten Kilometertafeln die überall in Zimbabwe stehen.



Noch vor dem Sonnenuntergang sind wir in unserem Quartier – dem Norma Jean´s Lakeview Resort. Auf dem Weg dorthin sehen wir schon rechts am Hügel die Ruinen. Das Resort selbst liegt wunderschön auf einem steilen Hügel.



Wir bekommen einen Family Bungalow mit drei Schlafzimmern als free upgrade. Die Küche und das Bad sind schon eher vorsintflutlich – aber sauber. Der Rest einschließlich Terrasse schön. Der Garten ist ausgesprochen schön und das gemütliche Haupthaus mit Bar und Restaurant ist im britischen Landhausstil gehalten. Zum Abendessen wird ein Menü angeboten. Passt – im Nachhinein muss ich sagen, es hat besser geklungen als geschmeckt und war unterm Strich dafür eher teuer. Wobei Zimbabwe in jeder Hinsicht ein teureres Land ist als die Nachbarländer. Auffallend ist gewesen, dass man hier nur bar bezahlen kann – wohl in Zimbabwe nicht so unüblich.

Udo
Teil 630. Nov. 2015
Danke für die motivierenden Worte! Da geht das Schreiben gleich flotter!

1.10.2015

Vor dem Frühstück fahren wir schon zu den Ruinen. Von einem Forumsmitglied hier habe ich den Tipp bekommen dass um die Zeit und am Abend das Licht am schönsten ist. Um 6 Uhr stehen schon Mitarbeiter vor dem verschlossenen Kassenhäuschen. Wir sollen gleich zahlen – den Beleg können wir nachher abholen. Wir machen es so und es klappt auch. Der Weg zum Hill Complex ist steil und steinig. Wir brauchen ca. eine halbe Stunde hinauf.



Am Weg hinauf treffen wir eine Britin - sonst ist niemand unterwegs. Außer den Vögeln hören wir nichts. Es ist faszinierend und das Licht ist wie erwartet schön und weich.









Auch der Ausblick auf das Great Enclosure ist gut.



Nach einer Stunde die wir oben zum Fotografieren, herumkraxeln usw. verwenden gehen wir zur Great Enclosure. Unterwegs noch durch das Tal der Ruinen.



Dann steht man schon vor dem Great Enclosure.



Ein Baugerüst sorgt für einen besseren Blickwinkel.



Der Zweck des kegelförmigen Turmes ist noch immer ungeklärt.



Im Hintergrund der Hill Complex.



Greater Zimbabwe hat mir sehr gut gefallen – wirklich faszinierend! Gegen 8:30 fahren wir wieder zurück. Beim Frühstück wechsle ich einige Worte mit einem netten Amerikaner – er fährt auch zum Big Cave Camp – wir sehen uns also am Abend.
Die Fahrt ist ereignislos. Da wir keinen Zeitdruck haben kann man auch einmal in Ruhe fotografieren was so auf der Straße los ist.
Die Jacarandas sind in voller Blüte.



„Hübsch links bleiben“



TÜV????



Und ein paar Straßenszenen mit Menschen – aus dem fahrenden Auto heraus fotografiert.





Ein Verschlag für Vieh.



Eine oft gesehene Kombination: Cocktail Bar & Butchery.



Von einer Brücke herunter sieht mein Schatz diese Taufszene.



Und weiter geht es auf der Straße. Der Schirm ist nicht da weil es regnet!





Der Schweißtrupp bruzzelt an ein paar Schienen herum.



In der Gegend wird auch Gras für Dächer geschnitten und lagert neben der Straße zum Abtransport.



Pinkelpause von Fahrer und Beifahrer eines voll besetzten Busses!



In Bulawayo tanken wir voll. Auch hier stehen die Jacarandas in voller Blüte.



Richtung Matopos müssen wir erstmals an einer Polizeikontrolle anhalten – man verkauft uns ein raffle ticket um 5$ - jetzt kann ich eine Toyota 4x2 oder einen KIA Kleintransporter gewinnen! Insgesamt waren es 4 Polizeikontrollen. Sonst wurden wir durchgewunken.
Am Big Cave Camp ist die Zufahrt eine Sandpiste die viel Bodenfreiheit erfordert. Am Parkplatz angekommen sollen wir hupen. Man holt uns mit einem Safari – Fahrzeug ab. Hier das Haupthaus.



Der Restaurantbereich.



Wir trinken einen Kaffee und bekommen eine Einführung von Tamaha. Wir entschließen uns noch einen Sundowner Drive zu machen. Die Zimmer sind Bungalows in die Granitfelsen hinein gebaut. Der Weg zum Zimmer führt über die Felsen.



Sehr schön und mit viel Geschmack – ohne Aircon. Der Blick von der Terrasse ist super.



Auf dem Drive sehen wir wenige Tiere, aber bekommen viel zu Felsen und Pflanzen erklärt. Zepa – der Guide – ist super. Unter Anderem nimmt er einen Zweig eines trockenen Krautes mit. Wenn man es einen Tag einfrischt soll es voller Laub sein. Wir werden sehen! Zum Sundowner sehen wir Wetterleuchten. Die Stimmung mit Wolken und Sonne ist sehr schön.



Knapp vor dem einsetzenden Regen sind wir zurück. Leicht feucht sind wir beim Zimmer. Es geht ein starker Regen nieder, der Strom fällt einige Zeit aus – der generator will eine Zeit lang nicht. Zum ausgezeichneten Abendessen sitzen alle um einen Tisch, auch Tamaha und Zepa. Der Amerikaner ist auch angekommen und das Ehepaar das schon am Drive mit war (Zimbabweaer die in Südafrika leben) sind neben uns die einzigen Gäste. Es gibt sehr nette Gespräche. Das Abendessen ist ausgezeichnet. Die Vorspeise und der Nachtisch werden serviert – das Hauptgericht samt Beilagen gibt es von einem bedienten Buffet – Ladies first please. Die Runde am Feuer wird durch den nächsten Regen verhindert. Und um 22:30 ist Strom aus.

Udo
Teil 702. Dez. 2015
2.11.15

In der Früh sehen wir einmal was der Zweig von Gestern Abend so macht – Zepa hatte Recht – alles ist grün!



Heute geht es gemütlich los – nach dem Frühstück fahren wir in den Matopos NP. Vom Big Cave Camp links rum zur nächsten Einfahrt. Dort steht zwar noch ein Eingangsportal samt Torhüttl. Die Scheiben sind eingeschlagen und niemand ist zu sehen. Also fahren wir zum Malene Dam und weiter zum dortigen Kiosk und zahlen dort 15US$ Parkeintritt pro Person.
Am Maleme Dam.



Von dort fahren wir dann gleich weiter zum Worlds View. Am Parkplatz steht kein weiteres Auto – nur die Bude zum Zahlen der 10US$ pro Person für die Denkmalbehörde. Dann gehen wir den gemütlichen Weg hinauf.



Die allbekannte Grabplatte.



Das Panorama am World´s View



Eine Agame



Am Weg zurück sieht mein Schatz eine Frau am Wegrand sitzen und mit dem Handy telefonieren. Den Moment piepst mein Handy – die Firma hat mich eingeholt! Eine Viertelstunde später geht es weiter zum White Rhino. Über einen steilen Weg geht es hoch zu den Felszeichnungen



Dann steht man vor den sehr feinen Zeichnungen.



Auf dem Weg zur Pomongwe Cave kommen wir dann in den Regen. Dort angekommen nutzen wir den Regenschauer um uns erst das nette kleine Museum anzusehen. Dann gehen wir zur Höhle, deren Malereien ja leider aufgrund unsachgemäßer Renovierungsversuche fast völlig zerstört sind.



Die wenigen erhalten gebliebenen Bilder



Durch die schöne Landschaft geht es weiter.



Man stelle sich das Verkehrszeichen in Europa vor



Es steht aber nicht vor der Strecke! Auf der Zufahrt zur Nswatungi Cave benötigen wir zu ersten Mal die Bodenfreiheit des Autos.



Über den steilen Weg geht es dann hinauf zur Höhle



Dann steht man vor der Höhle



Die Felszeichnungen sind toll







Dann fahren wir noch hinüber ins Game Reserve.



Doch außer einer Giraffe mit Kampfspuren sehen wir nicht viel.



Dann geht es wieder zurück ins Big Cave Camp. Am Weg zum Parkplatz liegt ein frisch umgestürzter Baum auf dem Weg. Wieder ist die Bodenfreiheit unseres Autos gefragt. Heute ist Lynn, die Managerin, zurück und sie sitzt auch mit beim Abendessen. Es ist wieder ein schöner Abend der heute auch am Lagerfeuer ausklingt.

Udo
Teil 805. Dez. 2015
3.10.2015

Wir haben im Vorfeld gehört dass Mastercard in Zimbabwe eine schlechte Abdeckung hat, für Botswana wussten wir es. Wir haben aber alle Mastercard. Daher hat meine Mutter sich eine Visa – Karte für drei Monate genommen. Heute ist es so weit – sie soll im Big Cave Camp zahlen. Doch daraus wird nichts – die Karte ist zu Hause geblieben! Gut dass auch Mastercard geht. Auf der Straße nach Bulawayo sitzen massenweise Affen!



Da die Grenze in Beitbridge etwas teurer war als geplant will ich sicherheitshalber noch ein paar Dollar holen. Also in Bulawayo zur Bank. Bei der Barclays schiebe ich meine Karte in den Automaten. Er zeigt sofort die Sanduhr an und tut dann 15min gar nichts mehr! Keine PIN – Eingabe etc. . Da die Bank demnächst zusperrt gehe ich hinein. Die Leute müssen sich in der Zwischenzeit mit einem Bankomaten begnügen. Ich stelle mich drinnen an. Dann deutet mir die Security dass der Automat meine Karte wieder ausgespuckt hat. Das ist mir mit der Karte auch schon vor zwei Jahren in Tanzania passiert! Und zwar mehrmals. Mir reicht es und ich gebe weitere Versuche auf. Wir fahren weiter zum Foodlover´s. Ich fahre an der Einfahrt vorbei und muss daher in der nächsten Quergasse umdrehen, denn dort ist nur die Ausfahrt vom Parkplatz. Die Auswahl speziell bei Fleisch und Obst/Gemüse ist sehr gut. Wir kaufen für die beiden Selbstverpfleger – Nächte im Hwange ein. Jetzt noch volltanken und weiter. Doch dann fährt plötzlich ein weißes Auto mit einem Polizisten drin neben mir und deutet mir ich soll anhalten. Es folgt eine unschöne Diskussion – ich sei beim Einkaufszentrum gegen eine Einbahn gefahren (dort war kein Schild), hätte dann umgedreht. Fünf Polizisten würden mich in der Stadt suchen. Wir fahren jetzt dort hin, dort warten schon die vier Kollegen. Dann zur Polizeistation, das Auto wird konfisziert, nächste Woche dann Gerichtstermin (es ist Samstag) – kann schon sein dass ich freigesprochen werde. Die Aussage wir fahren zur Polizei wird begrüßt, da gibt es dann die Beschlagnahme des Autos etc. . Längere Diskussionen folgen. Er will dann 50US$ direkt. Mit der Strafenliste weise ich nach dass die höchste Strafe 20 US$ ist. Doch das Fahren gegen die Einbahn ist nicht drauf. Er kennt die Liste – fahren gegen die Einbahn ist schlimmer als das Überfahren einer roten Ampel. Es werden dann 20US$ ohne Quittung. Warum ich zahle? Hätte er mittels Handy 4 Kollegen aufgetrieben die das Behauptete bezeugt hätten? Jederzeit! War die Polizeiuniform richtig – ziemlich sicher! Haben wir in Zimbabwe je ein Polizeiauto gesehen? Nein! Sprich ich hätte im Zweifelsfall wenig Chancen gehabt, dann lieber 20US$. Leider habe ich die Homepage der Polizei für Beschwerden nicht mehr gefunden – das Autokennzeichen haben wir jedenfalls! Dann fahren wir weiter zum Hwange NP. Beim Airport fahren wir in das Wild Dog Conservation Center. Wir bekommen eine Privatführung, doch zu den Hunden können wir nicht mehr – wir sind schon zu spät. Man ruft für uns beim Park an – wir können am nächsten Tag noch einmal kommen und müssen nicht noch einmal Eintritt bezahlen. Man finanziert sich im Conservation Center mit Spenden – bitte großzügig dort lassen!
Wir fahren dann weiter zum Main Camp und checken ein. Den Parkeintritt können wir mit Mastercard bezahlen, die Nächtigung haben wir ja schon aus Europa überwiesen. Von außen sieht der Bungalow ganz gut aus.



Innen ist es recht einfach. Die Küche wie aus der unmittelbaren Nachkriegszeit und entsprechend abgewohnt, aufgequollen und schäbig. Alles ist mäßig sauber. Auch im Bad ist uns nicht nach eingehender Körperpflege. Die Fenster sind mit Gittern verschweißt – alles nicht sehr einladend. Wir fahren dann noch nach Nyamandhlovu – dort soll es Sichtungen gegeben haben. Auf dem Weg dorthin sehen wir den Wasserbock.



Am Wasserloch sehen wir dann einige Elefanten.







Ich bin sauer auf sie. Denn sie tun genau das Falsche! Unter den Plattform treibt sich völlig unmöglich ein Haufen Chinesen herum, kommt dem Wasserkoch immer näher, macht Selfies, platziert Stofftiere etc. . Die Elefanten rührt das nicht, doch die Gruppe Löwen unter den Bäumen und im Gebüsch hält sie fern! Anders rum wäre mir lieber gewesen!





Als dann die Sonne untergeht machen wir uns auf den Rückweg.



Wir haben dann Pasta mit Gemüse gegessen und das Quartier mit einer Flasche Shiraz von KWV verschönert. Ein Glas Port stimmt mich dann endgültig wieder friedlich – und meine Mädels auch.
Dafür habe ich diesmal ein Stativ mitgenommen: Ein Foto vom Kreuz des Südens. Heute Abend passt es.



In Summe waren es heute sieben Polizeikontrollen plus die besagte aus Bulawayo. An einer Kontrolle will man mir wieder ein Lotterieticket verkaufen – ich zeige das von vor zwei Tagen. Das löst Gelächter aus. An einer Kontrolle bittet man mich um Wasser. Das ist kein Problem. An den restlichen werden wir einfach durchgewunken.

Udo
Teil 909. Dez. 2015
4.10.15

Heute geht es wieder auf nüchtenern Magen los – mein Schatz und ich fahren wieder nach Nyamandhlovu. Außer ein paar Affen und Elefanten ist nichts los. Dafür sitzen die Affen fotogen vor der Damentoilette.



Dann geht es zurück zum Bungalow (Lodge 2 bedrooms 4 beds) zum Frühstück. Dann geht es wieder zur Wild Dog Conservation. Wir werden bereits erwartet und können heute auch zu den Gehegen wo die beiden Dauerbewohner faul herumliegen.



Zurück im Park soll es nach Sinamatella gehen. Wir wollen nicht die Hauptstraße fahren sondern den Loop weiter im Norden der Main Road. Es ist eine Pleite – wir sehen außer einem Dik Dik nichts.



Einzig ein Paar aus Malawi kommt uns entgegen. Wir bekommen den Tipp dass in Nyamandhlovo Löwen sein sollen. Also wieder zurück dorthin. Weniger als hier kann es auch nicht zu sehen geben. Die Löwen liegen faul im Schatten und bewegen sich kaum.



Während Elefanten das Wasserloch belagern. Kaum gehen einige kommen schon die nächsten.





Kommt das bekannt vor? Dann fahren wir weiter Richtung Sinamatella. Die Straße ist meistens asphaltiert – manchmal wird der Straßenbelag durch großflächige Schlaglöcher ersetzt.



Bis Shumba ist wieder nichts zu sehen. Dort sehen wir dann Elefanten, Rappenantilopen



und Hippos.



Dann geht es weiter zu den Elefanten am Masuma Dam.



Dann machen wir einen Abstecher Richtung Robins Camp. Die Straße benötigt Abschnittweise die Bodenfreiheit eines 4x4.



Am Deteema Dam sehen wir dann ein paar Giraffen,



Warzenschweine



und Krokodile. Am Mandavu Dam tut sich nichts, weshalb wir nach Sinamatella weiterfahren. Die Aussicht ist phantastisch.



Unser Bungalow ist direkt neben dem Zugang zum Restaurant.



Innen sieht es nicht so toll aus. Wasser gibt es auch keines, Eimer stehen im Bad und Klo, samt Dreckschicht am Wasser. Für die Küche bekommen wir noch einen Kanister auf die Terrasse.



Es ist schäbiger, vergammelter und schmutziger als im Main Camp, die Risse in den Wänden sind noch nicht ausgebessert.



Die Fenster sind auch vergittert, so dass man die Terrassentür kaum aufsperren kann. Die Küchentür kann gar nicht aufgesperrt werden. Wir gehen dann zum Restaurant. Außer zwei Bieren und einem Savannah (der letzte) bekommen wir nichts. Auf der Terrasse sehen wir dann die Ground Squirrells trinken.



Der Mahaliweber schaut auch vorbei.



Da wir draufgekommen sind dass die gesammelten Salzpäckchen zu Hause liegen versuche ich in der Küche etwas Salz zu bekommen. Erst als man mir nicht herausgeben kann werde ich erfolgreich – ich verzichte auf ein paar Cent Wechselgeld und frage nach Salz – nun geht es. Noch vor Sonnenuntergang schließt das Restaurant. Wir kochen selbst und gehen bald schlafen. Vor dem Einschlafen ermorde ich noch zwei Kakerlaken in meinem Bett.
Sinamatella hat wahnsinnig viel Potential. Vernünftig renovierte und neu ausgestattete Bungalows (die von der Substanz her gut sind). Vielleicht klimatisiert. Dazu das Restaurant wirklich entsprechend in Betrieb nehmen – mehr braucht es nicht. Die Lage ist phänomenal.

Udo
Teil 1013. Dez. 2015
5.10.2015

Wir stehen heute auch wieder recht zeitig auf. Einfach weil wir weg wollen. Nach dem Frühstück packen wir unsere sieben Zwetschgen ins Auto und fahren direkt nach Vic Falls. Der Kleine verabschiedet uns vom Hwange NP.



Zwischendurch befürchten wir ich hätte mich verfahren – die Straße ist schwarz von Kohle, rundherum Berge von Kohle und Abraum, Bergbaufahrzeuge. Doch die Straße führt vor Hwange mitten durch eine Kohlemine. Auch die Schranken werden ohne Frage geöffnet. An der letzten der vier Kontrollen auf der Strecke nach Victoria Falls will man meinen Führerschein sehen – gerne und kein Problem. Wir sind viel zu früh – gegen 10:30 Uhr – im Victoria Falls Hotel. Die letzten Male waren wir nur zu Besuch da und haben Kaffee getrunken. Ein Mal wollte ich da nächtigen. Nun erfülle ich mir den Traum.





Die Rezeption



Die Lounge



In den Gängen fallen die Plakate aus der britischen Kolonialzeit auf – hier welche von der BOAC. Ich bin erstaunt dass die die ganze Zeit hier hängen durften. Auch Kriegsplakate sind dabei!



Wir vermuten dass auf den Fällen sehr wenig Wasser ist. Da wir die Fälle schon in voller Länge entlang gegangen sind habe ich einen Vorschlag: Ich kassiere von meinen Damen die 30 USD Nationalparkeintritt und spendiere dafür einen Helikopterflug. Ich muss nicht lange fragen. Wir buchen dann im Hotel den nächste möglichen Flug – eine Viertelstunde später werden wir abgeholt. Der Spaß kostet 150 US$ pro Person plus 12 US$ Nationalparkgebühr für den 15min - Flug. Das Helipad liegt wenige Kilometer von Vic Falls entfernt. Beim Einsteigen passen wir auf dass wir auf unterschiedlichen Seiten sitzen und auch ein Fenster in der Tür zum Durchfotografieren haben. Durch Scheiben fotografieren bewirkt immer eine Farbverschiebung – das mag ich nicht. Auf den Fällen ist extrem wenig Wasser. Bei der Livingstone – Staue läuft Wasser – wie immer. Dann wird es dünn, und die Zambia – Seite ist völlig trocken.







Die Farbspiele beim Zulauf haben mir auch gefallen.



Zurück im Hotel sind unsere Zimmer fertig. Wir bringen unser Gepäck hinauf wobei ich mit meinem Wunsch das selbst zu erledigen nicht immer auf Verständnis stoße. Mittags gehe ich dann auf den Bahnhof gegenüber. Demnächst soll der Personenzug aus Bulawayo kommen – da ist natürlich ein Foto fällig. Das mache ich auch sehr gerne - ist aber nicht Teil des Forums. Dann geht es zum bekannten High Tea.



Hier zeigt sich auch schon eine Schwäche: Wir bestellen High Tea für drei, davon einen mit Kaffee. Wir bekommen High Tea für zwei und einen Kaffee. Es hat aber schon lange gedauert bis der kam, also reklamieren wir nicht und teilen uns die Sandwiches und Kuchen. Auf der Rechnung sind auch nur zwei High Tea und ein Kaffee – was soll´s. Dann räumen wir unsere Koffer auf gleich, fahren tanken und gehen zum OK einkaufen. Zimbabwe ist Tee – Land. Daher wird zugeschlagen. Wir kaufen über drei Kilo! Der Preis ist extrem günstig und der Tee schmeckt!
Abends machen wir dann den Fehler im Restaurant des Hotels auf der Terrasse zu essen. Die Bedienung ist auch für afrikanische Verhältnisse langsam. Der Strauß klingt verlockend, ist aber auch nicht gerade billig. Was soll´s. Nach langem Warten kommt das Essen. Es ist eiskalt. Ich bin bitter enttäuscht und sage es der Bedienung. Ich will es aber nicht tauschen lassen, denn dann wird die Portion weggeworfen und das will ich nicht. Auch habe ich schon sehr lange auf das Essen gewartet (das dann mindestens 10 Minuten in der Küche auf mich gewartet hat). Also esse ich ohne dass es wirklich schmeckt. Wobei das Fleisch an sich ausgezeichnet ist. Ein teurer Reinfall. Ich sehe es als nette Geste dass mich die Kellnerin dann fragt ob sie mich aufs Dessert einladen darf – bis ich es dann auf der Rechnung finde. Sprich abgesehen vom allbekannten High Tea (mit Abstrichen) ist der Restaurantbetrieb bis jetzt eine teure Pleite. Wir wären besser woanders hingegangen! Die Zimmer sind schön und geschmackvoll, wenn auch etwas klein. Das Ambiente und die öffentlichen Räume sind toll!

Udo
Teil 1114. Dez. 2015
6.10.2015

Heute wird wieder ein spannender Tag – und ein langer Fahrtag. Wir wollen heute in einem zweiten Anlauf nach Kubu Island. Vor fünf Jahren haben wir es von Süden her nicht geschafft. Wir hatten mit einem Honda SUV (4x2) einfach das falsche Auto. Doch zuerst geht es zum Frühstück. Ich bringe noch Gepäck zum Auto und komme dann meinen Damen nach zum Frühstück. Irgendo verpasse ich einen Wegweiser und komme dann von der Rückseite zur Terrasse – bis mich ein Mitarbeiter zurück schickt. Ich habe schon das Geschirr klappern gehört! Also die große Runde. Meine Laune ist schon etwas limitiert. Das Buffet sieht dann toll aus. Doch die Eier Benedikt (die ich liebe) sind eiskalt und man schmeckt nur Essig. Kein Wunder – sämtliche Warmhalter sind außer Betrieb. Es gibt auch kaltes Rührei, kalte Hash Browns, kalte … . Das wärmste ist die eine Tasse Kaffee die ich bekomme. Ich esse dann etwas kaltes und einen noch nicht ganz kalten Porridge – er ist am längsten warm geblieben. Selbst die Toiletten in dem Bereich sind alle abgesperrt. Ich bin stinksauer. Beim Auschecken sage ich es auch freundlich und sachlich den Mitarbeitern an der Rezeption. Fakt ist dass die Küche und der Restaurantbetrieb in dem Haus eine Pleite sind. Das vergällt den Aufenthalt dann doch. Bei der Ausfahrt aus Vic Falls fahren wir an dem Plakat vorbei – es ist irgendwie absurd!



In Hwange zweigen wir dann nach Pandamatenga ab. Auf dem Weg kommen wir an dem Dorf vorbei.



Die Straße ist einspurig und auch nicht immer im Top – Zustand, drum geht es an der Stelle durch das Bachbett.



Wir fahren ja durch den Nordteil des Hwange – auch ein paar Elefanten, Giraffen und Oryxe sind zu sehen. Der Sekretär fliegt uns entgegen.



Wir sind dann gegen 9:30 an der Grenze. Die Beamten werden erst aus ihren Unterkünften geholt – wir sind heute die ersten an der Grenze die schon um 8 Uhr „aufgemacht“ hat. Die Stempel sind schnell erteilt, dann noch die Polizei, ein Blick ins Auto und wir sind nach 15 Minuten aus Zimbabwe draußen. Der Polizist fragt noch ob ich Elfenbein mit habe – ich verneine entrüstet. Er sagt ich soll ihn nicht anlügen – dann klopft er grinsend auf einen seiner Zähne! Hier kann man auch gut einreisen – alles sehr klein und übersichtlich. Ein riesen Kontrast zu Beitbridge.
In Botswana steht der Schranken offen, ich nehme die Einfahrt zum Abfertigungsgebäude. Dort gibt es bei der Passkontrolle einen Anschiß. Ich hätte vor dem (trockenen) Bad stehenbleiben müssen und wir hätten über den Seuchenteppich müssen. Wir holen es dann nach. Der Schranken ist auch wieder zu. Der übliche Blick ins Auto – wir haben weder Obst noch Fleisch – also alles OK. Weiter nach Nata. Unterwegs halten wir an einer Rest Area um ein Säckchen mit Müll in einen großen gemauerten Müllkübel zu werfen. Ich fahre nahe dran dass mein Schatz ihn gleich einwerfen kann – und verschätze mich etwas – um genau einen cm. Die Kratzer an der Stoßstange sind unübersehbar. Ärgerlich aber nicht zu ändern. In Nata fahren wir dann zur Bank – es gibt nur eine. Bei Barclays schiebe ich meine Karte in den Bankomaten – klingt das schon irgendwie wie Bulawayo? Kommt auch so! Nach 15min stehen vier Leute hinter mir und mein Schatz sitzt schon drin um Euro zu tauschen. Vor ihr sind sicher 10 Leute und es rührt sich nichts. Dann spuckt der Bankomat meine Karte aus, startet neu (Windows XP!) und nach weiteren 10 Minuten tut er wieder. Dann kommen die anderen wartenden Leute dran. Dann gehe ich todesmutig wieder hin und schiebe meine österreichische Mastercard hinein. Siehe da – es klappt. Ich bekomme Pula – nur zahle ich halt auch eine Behebungsgebühr. Whatever, gleich die paar Meter zur Zapfsäule und weiter Richtung Gweta. Nach ca. 20km geht rechts die Straße nach Kubu Island (Iwanowski hat nicht Recht). Ich habe es schon hier im Forum geschrieben, wiederhole es aber noch einmal: Ohne Tracks4Africa – Karte im Navi ist die Zufahrt nicht machbar! Es ist keine eindeutige Straße erkennbar, die Fahrspuren teilen sich, vereinigen sich etc. Es ist in dem Busch unübersichtlich und wir schauen nur dass wir im lt. Navi am Strich bleiben. Teile der Strecke sind mit max. 30km/h fahrbar, andere mit 90 – der Straßenzustand ist stark schwankend. Die Büsche stehen recht eng und verkratzen das Auto. Später poliere ich vor der Rückgabe die ärgsten mit Zahnpaste raus – es gibt keine Probleme bei der Rückgabe. Nur von links gibt es Mecker, mein Schatz behauptet ich würde nur auf ihrer Seite die Büsche streifen. Ich verteidige mich nur eine Seite vom Auto zerkratzen zu wollen … .



Nach ca. 2:45 Stunden sind wir dann da. Kubu Island ist ganz toll!













Dann geht es auf den Rückweg. Wir nehmen den direkten Weg nach Gweta. Zwischendurch geht es entlang eines Zaunes.



Auch auf dem Rückweg ist die Straße ziemlich durchwachsen.



Der Höhepunkt auf der Strecke ist die Durchquerung der Ntwetwe Pan – 13km bretteben und geradeaus. Ein Erlebnis. Hier am Ende der Durchfahrt.



Auf den letzten Kilometern vor dem Planet Baobab kommen wir in die Dunkelheit – nicht wirklich lustig, aber es war klar dass es knapp wird. Einmal fahre ich mich im weichen Sand fast fest. Der Rückweg dauert etwa gleich lang wie die Hinfahrt.



Hier sieht man dann was wir an dem Tag falsch gemacht haben: Wir haben die Koffer nicht in die Müllsäcke gesteckt die wir ohnehin mit gehabt haben. Alles ist verstaubt – auch in die Koffer ist der Staub gekommen. Das Auto ist komplett eingesaut.



Am Planet Baobab angekommen öffnen wir das Tor der Umzäunung und werden gleich wieder rausgeschmissen – wir sollen die nächste Einfahrt nehmen. Die Zimmer sind ziemlich basic, unser Zimmer wurde frisch gestrichen, es stinkt furchtbar. Dafür geht das Licht nur teilweise. Das Abendessen ist mäßig. Mein Schatz geht früher ins Zimmer da die Handwerker noch etwas wollen. Das Licht bekommen sie nicht hin, dafür montieren die den Türriegel so dass er auch schließt. Dies aber in grausamer handwerklicher Qualität. Auch die Organisation und die Qualität im Restaurant sind Naja.
Wieder einmal haben wir getrennte Betten. Von außen öffnen wir die Holzverschläge um etwas Luft ins Zimmer zu bekommen und den Gestank mildern können. Mein Nachteil ist dass mit dem Wind die Insekten genau durch einen Schlitz in meinem Moskitonetz gedrückt werden und nicht wieder raus kommen. Das Blutbad ist veritabel. Ich wache mehrmals auf, stopfe den Schlitz und erschlage die Moskitos. In der Früh bin ich gerädert und total zerstochen – mein Schatz hatte keinen einzigen Moskito – klar die waren ja bei mir.

Udo
Teil 1217. Dez. 2015
7.10.2015

Am Frühstücks“buffett“ dauert es recht lange bis die Restbestände von der inzwischen abgereisten australischen Gruppe für uns fünf Hanseln (also wir drei plus noch ein Ehepaar) wieder auf annähernd sättigende Mengen aufgestockt werden (in mehreren Anläufen iterativ serviert). Hier noch die Bungalows der Anlage – sie sehen ja wirklich nett aus.



Am Weg in Nxai Pan NP schon Strauße am Weg. Am Parkeingang ist keiner da der die Gebühr kassieren darf – wir sollen beim Rausfahren zahlen. Wir bekommen die Empfehlung nicht nur zu den Baines Baobabs zu fahren sondern auch zur gepumpten Nxai Pan. Die Straße ist hinter dem Gate 10 km tiefer Sand, vor Abzweig zu Baines Baobab dann wieder besser. Weiter zum Office dann noch schlechter.



Am Wasserloch ist viel los. Wieder kommt das Afrika – Feeling auf. Thompson Gazellen, viele Strauße, Impalas, Vögel, ein Elefant.



Drei weitere Elefanten kommen – sie vertreiben die Strauße. Kein Problem mit Gazellen – die lassen sie in Ruhe.





Endlich einmal was los! Vorne ein Raubadler, hinten ein Sekretär und Antilopen.



Eine Gabelweihe macht den Abflug.



Wir dann auch – es geht zurück zum Abzweig und weiter zu den Baines Baobabs. Die Straße ist teilweise miserabel. Doch die Fahrt durch die Pfannen ist sehr schön.



Auch bei den Baobabs sind wir dann alleine. Die Bäume sind imposant und das Ensemble einfach schön.







Als wir etwas von der Ladefläche holen wollen fällt uns auf dass diese nass ist – einer unserer Wasserkanister hat ein Loch und ist ausgelaufen. Ärgerlich, aber nicht tragisch.
Am Rückweg ist die Straße blockiert – ein französisches Pärchen hat sich mit seinem Landrover festgefahren. Ich kriege das Auto flott und fahre es auf die Seite. Beim Vorbeifahren will ich noch was sagen – und fahre mich dann selbst fest! Ein Safariwagen kommt, die Franzosen haben Schaufel und Abschleppseil mit. Ich sitze auf den Differentialen auf und schaufle sie so gut es geht frei. Die Franzosen ziehen mich dann raus.



Die Passagiere im Safarifahrzeug (auch Franzosen) maulen von wegen verlorener Zeit. Ich hoffe sie haben nie ein Problem wenn sie unterwegs sind und Hilfe brauchen. Die Franzosen die uns herausgezogen haben wollen dann nicht mehr zu den Baobabs. Ich warte am Abzweig auf festem Grund – sie wollen nur mehr zur Campsite. Da sie völlig neu in Botswana sind (sie haben das Auto erst an dem Tag übernommen gebe noch ein paar Tipps. Dann geht es zurück zum Gate. Wir zahlen, noch ein Schwätzchen mit Ranger, dann geht es weiter nach Maun, 30km vor Maun geht die Reservelampe an – der Verbrauch im Sand war bei ca. 25-30 lt./100km! Irgendwo unterwegs gibt es in einer langen 60-er Beschränkung eine Radarkontrolle. Für uns unkritisch – ich bin vorschriftsmäßig unterwegs. In Maun tanken wir und lassen das Auto außen und die Ladefläche auch innen waschen. Während die Damen Postkarten und Wasser kaufen repariere ich das Verdeck. Au der rechten Seite kommt die Dichtung heraus und das Canopy wird locker. Irgendwie sitzt es für das Gerüttel nicht richtg. Die Thamalakane River Lodge liegt sehr schön 18km außerhalb von Maun. Wieder ein richtig kitschiger Sonnenuntergang am Fluss.



Die Zimmer in Bungalows sind sehr schön. Unklimatisiert – aber ein großes Moskitonetz im offenen Giebel. Wir nehmen einen Sundowner und gehen dann Essen. Es gibt das Nationalgericht Botswanas: Shredded beef mit Polentabrei und Relish – ganz gut, aber ungesalzen. Doch das kann man ändern.

Udo
Teil 1319. Dez. 2015
8.10.15

Um 6:30 sind wir beim Frühstück, Abfahrt ist um 7:30. Die Straße Richtung Westen ist gut, etwas viel Viehwechsel, die Landschaft wird grüner.



Man merkt die Nähe des Okavango – Deltas. In Sehithwa biegen wir rechts ab und fahren westlich des Okavango Delta nach Norden. Die Straße ist teilweise schon ausgebessert, teilweise in Arbeit. Der Rand ist in den nicht ausgebesserten Teilen ausgebrochen und Schlaglöcher sind auch reichlich vorhanden. Grundsätzlich ist die Straße gut zu fahren. Eine Radarkontrolle in einer langen 60-er Zone. Ich bin wieder halbwegs vorschriftsmäßig. Unterwegs sehen wir einige Frauen in Tracht.





So eine Anzeige habe ich im Navi auch noch nicht gesehen – der erste Abzweig zu den Tsodillo Hills ist ein Sandweg entlang eines Zaunes.



Das Navi umgestellt auf von kürzeste Route auf schnellste Route – es sind dann 16km weiter und 45min weniger. Die Straße von der A35 zu den Hills ist dann Gravel aber sehr gut zu fahren. Die Tsodillo Hills sind auch die (angeblich) höchsten Erhebungen Botswanas – hier ein Blick auf den 1489m hohen Male Hill. Laut wikipedia aber um5m doch nicht der höchste Berg Botswanas.



Die Einfahrt zu den Hills dann beim Eingang zur Campsite. Wir bezahlen und bekommen den Hinweis wie zu fahren ist – sonst nix. Die Straße zum Parkplatz beim Office/Museum benötigt die Bodenfreiheit eines 4X4. Dort erhalten wir dann plötzlich die Aussage wir sollen einen Guide nehmen. Laut anderen Reiseforen soll man es strikt ablehnen da man angeblich aggressiv versucht die zu bezahlenden Guides zu vermarkten. Der Typ ist aber recht hartnäckig es kommt fast zum Eklat. Ich merke es recht spät dass die Regeln geändert wurden. Kann es aber klären und entschuldige mich. Er erzählt mir dann das das Problem schon öfter aufgetreten ist und meine Erklärung wie es von meiner Seite dazu kam leuchtet ihm ein. Ich verspreche ihm dann die korrekte Info im Internet zu posten – was ich hiermit getan habe. Später kommt dann noch die Frage vom Guide – der super ist – ob man es uns beim Gate nichts gesagt hat – das sollten die dort tun, haben es aber nicht. Es ist mittlerweile sehr heiß und Weg geht durch Sand. In den Felsen gibt es tolle Farbschichten. Rosa ist Mangan, grün ist Kupfer. Wir sehen schöne Felszeichnungen, teilweise sehr hoch oben, alle auf reinem Quarz weil es dort besser haftet und mit Wachs zur Haftung in der Farbe. Ohne unseren Guide hätten wir bei weitem nicht alle entdeckt!









Die Formation sieht aus wie Afrika.



Wir gehen dann in eine magische Gebetshöhle wo wir einen Moment inne halten. Dann geht es weiter zur nächsten Höhle – samt Frühstückstisch. Hier hat man Nüsse beim Knacken in die Vertiefungen gelegt dass sie nicht davonrollen.



Aus der Höhle heraus sieht die Silhouette aus wie ein Honigdachs!



An den Tsodillo Hills besteht Jagdverbot weil sie ein heiliger Platz sind und jagen in dem Gebiet als Unglückbringend gilt. Ich zahle dann unseren Guide in Pula und Rand – ich habe nicht mehr genug Pulas. Wir fahren zurück zur A35 und weiter zur Grenze bei Muhembo über die Grenze nach Namibia. Die Ausreise aus Botswana und die Einreise nach Namibia sind schnell und problemlos – in 20 min. sind wir in über der Grenze. Wir fahren direkt zur Divava Lodge bei Divundu. Durch den folgenden NP ist nur Tempo 40 zulässig. Dann noch Gate statistics ausfüllen und weiter. Wir sind in der Lodge 30min zu spät für den Sundowner trip zu den Popa Falls. Es ist ohnehin besser so – wir genießen die Location samt gratis Kaffee und Kuchen, Pool usw. .





Die Zimmer sind toll über zwei Ebenen, mit Außendusche und großer Terrasse. Wir waschen die Koffer in der Außendusch es reicht nicht wirklich, gehen Schwimmen … . Als Sundowner gibt es wieder einen Port auf der Terrasse. Hier haben wir Halbpension. Das Abendessen ist ein Traum in fünf Gängen – wir genießen es auf der Terrasse über dem Fluss. Ich habe selten so ein tolles Steak gegessen. Auch der Wein ist ausgezeichnet und ausgesprochen bezahlbar.

Udo
Teil 1421. Dez. 2015
9.10.15

Beim Frühstück auf der Terrasse nervt ein Guide am Nebentisch – er redet extrem laut und viel Blödsinn der uns nicht interessiert. Heute ist ein reiner Transittag mit vielleicht etwas Game Viewing am Abend. Aber auch Tag der Überraschung. An der Tankstelle in Divundu ist die Hölle los – der Tankwagen steht gerade am Füllstutzen und daher ist die Tankstelle geschlossen. Viele Autos stehen schon an. ATM gibt es auch keinen vollwertigen und wir kommen so auch an keine NAD. In 20km in unsere Richtung soll eine Total sein. Also fahren wir in die Richtung. Doch sie existiert nicht mehr. Also weiter Richtung Rundu. Schön gleichmäßig, dann geht es sich mit dem Sprit aus. So ca. 80km vor Rundu müsste die Reserve angehen – dann komme ich aber noch über 100km. Geht also. Die Leuchte geht 35km vor Rundu an – alles schick. In Rundu gehen wir zum Bankomaten und holen NAD, an der Take wird dann vollgetankt – 72lt passen in unseren 80lt – Tank. Inzwischen gehen die Damen noch in den Supermarkt. Noch schnell an der Post die Karten aufgegeben und dann geht es weiter Richtung Etosha. Unterwegs fotografieren wir wieder einmal Straßenszenen.



Wofür die Holzschiffchen gut sein sollen erschließt sich mir nicht.



Orangen werden auch verkauft





Holz und Schrott neben der Straße



Hinter dem Vet Gate bei Mururani zweigen wir rechts auf die D3016 ab. Der Abstecher lohnt sich wirklich. Die Straße ist ausgezeichnet zu befahren. Nachmittags sind wir am Lindequist Gate.



Am Wasserloch Klein Namutoni ist wenig los – wir klapper die Wasserlöcher Richtung Westen ab. In Chudob ist dann etwas los.



Nach kurzer Zeit kommt dann auch noch ein Spitzmaulnashorn von hinten und geht zum Wasserloch – direkt an unserem Auto vorbei!





Auch ein Warzenschwein kommt zum Trinken.



Am Rückweg Richtung Lindequist Gate ist schon richtig schönes Abendlicht. Wir sehen Zebras,



Springböcke,



und mehrere Großtrappen.



Der Gelbschnabeltoko sitzt fotogen am Baum.



Da noch etwas Zeit ist bis zum Torschluss fahren wir noch einmal in Klein Namutoni vorbei und – Volltreffer! Ein weiteres Nashorn schaut an dem Wasserloch bei der einsamen Giraffe vorbei.



Eine Hyäne stillt auch ihren Durst.



Meine Mutter hatte ja unterwegs Geburtstag, Bele hat mich ja mit meinem kleinen Hinweis schon enttarnt: Meine Mutter hatte in ihrer Mappe eine falsche Route – zu ihrem Geburtstag gab es dann die Richtige. Auf ihrer Variante stand immer unten extrem kleingedruckt drauf „Kurzfristige Änderungen vorbehalten“ – Schriftgröße 6pt. Meine Mutter hat das für einen Scherz gehalten – war aber Ernst gemeint! In der Endversion war der Schriftzug nicht mehr drauf. Daher auch der Titel der Reportage – die drei Worte waren der Running Gag des Urlaubs. Mama hat eine Liebligslodge: Die Mushara in der Nähe des Lindequist Gate. Ich habe die Route natürlich inklusive geplant, aber eben als Überraschung. Die Ausrede war es sei zu weit und der Plan für sie war direkt von Divundu nach Stampriet und Mata Mata. Die Freude war entsprechend groß als unser kleines geheimnis offengelegt wurde. Doch das war nicht alles. Wir checken ein und bekommen Zimmer 1 und 18. Meine Mutter soll die eins bekommen. Ich hab ja keine Ahnung bezüglich der Zimmernummern. Als wir hineingehen passt für sie alles – für mich aber nichts. Draußen nehme ich dann die nette Dame von der Lodge zur Seite, sie dachte wir kriegen die 18 – ich kläre auf dass wir eine Villa als Single gebucht haben – also zurück und meine Mutter herausgeholt. Sie denkt erst dass es ein gratis – Upgrade ist dass sie da bekommt – letztes Mal vor fünf Jahren hatten wir das Glück. Doch es ist das Geschenk von meinem Schatz und mir! Die Freude ist riesig – denn wir sind zwei Nächte da! Hier ein Eindruck von außen:



Und stellvertretend für innen die Badewanne:



Zur Erläuterung: Die Villa Mushara ist ein ganzes Haus – sicher 100m² das in drei Teile geteilt ist: Ein Wohnbereich, ein Schlafbereich mit 4-Poster Bett und ein Bad. Dazu eigener Jacuzzi, eigenes Wasserloch und Liegen auf der Düne. Einfach ein tolles Erlebnis. Da meine Mutter sehr müde ist legt sie sich eine halbe Stunde hin, dann wiederbeleben wir uns bei unserem ersten Rock Shandy und gehen zum Abendessen: Heute gibt es Bush Braai in der Boma. Ausgezeichnet – nur ist das Kudu Steak bestenfalls rare. Für mich passt´s!

Udo
Teil 1526. Dez. 2015
10.10.2015

Beim Frühstück sehen meine Frau und ich heute zu zweit den frechen Squirrels zu. Meine Mutter genießt heute die Location und macht sich einen „grasse matinee“. Wir wollen heute in Namutoni rechts rum über Twee Palms und Aroe fahren. Auf dem Weg zum Gate sehen wir dutzende Dik Diks.



Auf dem Loop gibt es nicht viel zu sehen. Hauptsächlich Vögel wie diese Weißflügeltrappe



Und dieses Burchell´s Sandhuhn



Weiter Richtung Klein Okewi sehen wir dann den Springbok und das Kudu im Hintergrund.



Den Zugang zum Wasserloch selbst versperren dann diese komischen Vögel und die Hühnchen !



Also weiter nach Groot Okewi. Dort unterhält uns ein Rudel Hyänen.





Wovor die Hyäne so bremst ist mir leider entfallen.





Noch ein Foto von dem Waffekibitz



Und wir machen uns auf den Rückweg. Doch wir kommen nicht weit. Eine mächtige Löwin liegt unter einem Baum. Doch so abgemagert ist fürchte ich dass sie nicht mehr lange lebt. Von ausgesprochen netten Reisenden in Groot Okewi erfahren mir dass sie die Löwin am Abend mit einem Rudel am Wasserloch gesehen haben – sieht also doch nicht so schlecht aus.



Bei einem Rock Shandy werten wir dann die Sichtungen der Morgenpirsch gemeinsam aus. Die Nachmittagspirsch wollen wir dann Richtung Namutoni machen.
Der Ort dieser Zebraherde ist mir entfallen.



Unterwegs sehen wir rote Kuhantilopen



Aufgrund des weißen Erdreichs mit dem sich die Elefanten bewerfen ist natürlich auch ihre Oberfläche der Umwelt angepasst … .



Ein paar Gnus vor der Pfanne



An den Wasserlöchern ist nichts los, wieder enden wir in Chudob. Und wieder ist da ein Spitzmaulnashorn.



Bei den Hyänen steigt Staub auf.



Wie weit war das Rhino wohl im Wasser?



Auf der Rückfahrt sehen wir in Klein Namutoni wieder Nashörner – sie sind sich allerdings nicht grün und drohen sich.



Diesem Rhino fehlt auch ein Ohr.



Dann geht es wieder zurück in die Mushara. Wegen der Lodge haben wir übrigens die ganze Reiseroute umgedreht – ursprünglich war es anders herum geplant. Doch da war die Mushara bereits m Februar ausgebucht. Anders herum ging es sich noch aus. Denn theoretische Alternativen wären de facto keine Alternativen gewesen! Unmittelbar hinter dem Tor läuft uns ein Eland über dem Weg – es ist schon zu finster und ich bin mit der Kamera zu langsam. Es ist das einzige das wir auf der Reise sehen werden. Heute wird das Abendessen im Restaurant serviert.

Udo
Teil 1630. Dez. 2015
Hallo,

eine Folge geht dieses Jahr noch - und hier ist sie. Ich wünsche euch ein gutes neues Jahr und schöne Reisen!


11.10.2015

Windhoek ist das Tagesziel. Das heißt wir müssen uns von der Mushara verabschieden. Nach dem Frühstück geht es nach einem Tankstopp in Namutoni (man kann dort Sprit auch mit Kreditkarte bezahlen) recht direkt Richtung Halali. Irgendwie habe ich heute Kopfweh – drum fährt mein Schatz. Das wird sich noch als gut erweisen - hinter Springbokfontein sehe ich plötzlich links aus dem Augenwinkel einen Kopf hochkommen! Meine Mädels glauben es erst nicht, dennoch wird umgedreht. Wir sind die zweiten die an der Stelle sind wo die drei Geparden unter den Bäumen liegen. Bald kommen wir keinen Meter vor oder zurück. Ist auch egal. Wir sitzen in der ersten Reihe:









Als sich die Kätzchen trollen verkrümelt sich auch ein Teil der Menge – und wir können auch weiter.



Wieder einmal sehen wir Elefanten – auch wenn wir schon zu viele gesehen haben!



Nochmal eine Gruppe Springböcke vor der Pfanne



Dann entdecken wir den jungen Singhabicht auf einem Baum.



Endlich einmal ein paar Oryxe.



In Gemsbokvlakte haben wir bisher bei jedem Besuch im Etosha NP Löwen gesehen. Doch diesmal sollte es nicht so sein. Nur ein paar Antilopen



und die Rotschopflerche.



In Okukauejo trinken wir dann einen Kaffee – dabei fallen wieder die Vögel auf. Ein Maskenbülbül



Und ein Brillenweber



Irgendwie fällt auf dass ich auf dem Urlaub so viele Vögel fotografiert habe wie noch nie. Irgendwie vielleicht vor lauter Frust über die wenigen Katzen und keine Herden … . In der Mushara hat uns Bernadette – die Managerin – schon erzählt dass die Tiere derzeit aufgrund der Hitzewelle sich untertags im Schatten der Bäume und Büsche verstecken und daher wenig zu sehen ist. Der Rest des Tages ist schnell erzählt. Wir fahren Nachmittags dann aus dem Etosha NP raus Richtung Süden. Ich hab noch immer irgendwie Kopfweh und mein Schatz fährt bis vor Okahandja. Die Radarkontrolle unterwegs stört uns nicht. In der Casa Piccolo checken wir dann ein und verspeisen zum Abendessen unsere restlichen Brötchen, Streichkäse und Käseecken. Da wir heute Kaffee getrunken haben muss das reichen. Joe´s Beerhouse wäre mir lieber gewesen – wird aber vom Rest der Reisegruppe abgelehnt. Nicht einmal eine Bratwurst ist für mich drin! Meine Laune wird noch weiter durch ein deutschsprachiges Ehepaar gesteigert das so laut gesprochen und telefoniert hat dass in der Nähe keine Unterhaltung möglich war.

Udo
Teil 1702. Jan. 2016
12.10.2015

Beim Frühstück sitzen die Leute von gestern Abend am Nebentisch – Ein Gespräch ist uns unmöglich. Drei Hinweise von mir werden ignoriert – ich setzte mich an den entferntesten Tisch und beeile mich mit dem Frühstück – ich will nur noch weg. Als ich gehe schließe ich die Tür hinter mir (und neben deren Tisch) schwungvoll. Schnell die Sachen ins Auto gepackt und Abfahrt! Wir fahren einen Sprung in die Stadt und ich zeige meinem Schatz die wichtigsten Orte. Die Fotos sind da nur stellvertretend.





Doch dann zieht es uns weiter ins Auob – Tal. Hier sehen wir dass auf großen Flächen das Tal abgeholzt und zur Holzkohleproduktion genutzt wird.



Ein Schild in Gochas wo wir noch einmal vollgetankt haben.



Weiter Richtung Süden. Hier ist die Holzkohle schon verpackt.



Die ersten Webervogelnester



Und immer wieder die schöne Landschaft



Gegenverkehr ist selten – die C15 ist ausgezeichnet zu fahren und wir kommen gut voran.



Einzig die Fotostopps bremsen uns – wie zum Beispiel für rote Dünen





Telegrafenmasten



Und weiter Richtung Mata Mata.



Wir haben in Mata Mata keine Unterkunft mehr bekommen (im Februar für Oktober). Daher habe ich einige Kilometer vorher im Kalahari Farmstall Zimmer gebucht. Die Unterkunft kann ich wirklich empfehlen. Die zwei Zimmer direkt am kleinen Pool die wir bekommen haben sind riesengroß – vier Betten, Küche usw. . Da noch etwas Zeit war sind wir auf der Farm umher gegangen.





Marica betreibt das B&B, Cafe/ Restaurant, Laden usw., ihr Mann die Farm. Alles ist mit viel Sorgfalt und Liebe gemacht und dekoriert.



Wir hatten auch das Abendessen dazu gebucht – der Bobotje aus Kudu – Fleisch war ausgezeichnet.

Udo
Teil 1804. Jan. 2016
13.10.2015

Heute steht unser letzter Grenzübertritt am Programm. In Mata-Mata reisen wir aus Namibia aus und fahren in den Kgalagadi Transfontier Park. Die Formalitäten sind schnell erledigt und wir fahren an die Tankstelle in Mata Mata – es gibt eine Rationierung von Diesel, der Tankwagen ist nicht gekommen. Kein Problem für uns – wir haben erst in Gochas vollgetankt. Daher lassen wir nur vorschriftsgemäß Luft aus den Reifen. Uns fällt gleich eines angenehm auf: Es gibt keine Elefanten im Kgalagadi! Aber auch sonst gibt es nicht viel zu sehen. Die Landschaft ist sehr schön, doch auch im Auob – Tal ist wenig los. Springböcke haben gerade Junge.





Die Giraffen sind am Weg zum Wasserloch



Gnus sind auch da



Das Oryx und der Sekretär



Und ein Ground Squirrel



Ein Stück weiter verschwindet eine Schlange in einem Loch – doch ein Foto geht sich noch aus.



Die nächste Gruppe Gnus ist unterwegs.



Dann sind wir auch schon in Twee Rivieren. Dort reisen wir nach Südafrika ein, zahlen unsere Parkgebühr und checken im Restcamp ein – die Schalter sind direkt nebeneinander. Irgendetwas habe ich nicht richtig in der Erinnerung gehabt – wir haben ein Dreibettzimmer, also das was wir eigentlich vermeiden wollten. Also zurück zum Office. Die Nachrichten sind durchwachsen. Für die erste Nacht geht nichts, aber für die zweite Nacht bekommen wir einen Bungalow mit zwei Schlafzimmern. Der Tipp von Marcia war also richtig – vor Ort geht oft noch etwas! Nachmittags fahren wir noch einmal los. Es geht das Nossob – Tal hinauf. Die Oryxe sind am Weg zum Wasserloch.



Und weil der Sekretär so schön in der Sonne steht noch einmal in Großaufnahme



Unterwegs sehen wir noch den Milchuhu am Baum sitzen



Ein Weißbürzelsinghabicht sitzt im Geäst.



In Kij Kij biegen wir dann auf die Dunes Road ins Auob Tal ab. Wir hätten es sein lassen sollen – wir sehen rein gar nichts mehr. Ziemlich frustriert fahren wir zurück. Das Abendessen im Restaurant (man muss sich im Shop für eine Abendessenszeit eintragen) sorgt auch nicht gerade für eine Besserung der Laune! Die Bedienung ist ausgesprochen langsam und das Essen – naja, es macht satt.

Udo
Teil 1909. Jan. 2016
14.10.2015

Da es Abends oft noch sehr heiß ist fahren wir heute zur frühestmöglichen Zeit los zur Morgenpirsch. Beim Office holen wir unsere Park Permit wieder ab und fahren das Nossob Tal Richtung Norden. Doch es beginnt wie es gestern endet. Erst am Rückweg entsteht das erste Foto von den beiden Schakalen die sich lieb haben.



Und wieder Landschaft und Springböcke.



In Rooiputs ist es dann so weit. Ein Schatten liegt im Schatten eines Baumes beim Wasserloch. Eine kapitale Löwin erhebt sich aus dem Sand. Ich wende schnell um sie von der Sonnenseite zu bekommen.



Sie verschwindet dann Richtung des Camps Rooiputs auf die Botswana – Seite.



Wie so oft nach ein paar Minuten ist alles vorbei. Gerade einmal zwei bis drei andere Autos haben davon was mitbekommen, dann ist die Löwin wieder verschwunden. Ob die Leute in Rooiputs überhaupt etwas davon mitbekommen haben?
Wir fahren weiter – die Gnus sind auch wieder unterwegs. Ich habe das Gefühl Gnus gehen immer in Gruppen von irgendwo nach irgendwo.



Dann geht es zurück nach Twee Rivieren. Wir gehen frühstücken, ziehen aus dem Dreibettzimmer und fahren eine Runde bis wir das andere Zimmer bekommen. Also zu den Wasserlöchern in der Nähe. Die rote Kuhantilope ist unterwegs zum Wasserloch Leeuwdrill.



Dort ist aber schon was los: Eine Herde Oryxe sind beim Trinken.



Doch zwei sind sich nicht ganz grün:







Es geht aber auch friedlich.



Sonst tut sich nicht viel – wir beziehen also den Zweizimmer – Bungalow. Am Nachmittag fahren wir wieder los und versuchen das Auob – Tal. Hinter Batulama drehen wir frustriert um. Dann sehe ich etwas aus dem Augenwinkel und fahre zurück. Ein Kapfuchs liegt neben seinem Bau.



Wir nehmen dann die Dunes Road nach Kij Kij. Diese führt zwar an zwei Wasserlöchern vorbei, dort tut sich aber nichts. Doch die Landschaft ist sehr schön.







Im Nossob – Tal etwas südlich von Kij Kij entdecken wir dann neben der Straße noch eine Gruppe Erdmännchen. Die possierlichen Tierchen sind einfach herrlich! Doch wenn diese Luder endlich einmal ruhig halten würden zum Fotografieren – grrrr! Habe ich schon geschrieben dass ich unentspannt bin wenn ich keine guten Fotos kriege?







Langsam heißt es Abschied nehmen von Kgalagadi Transfontier Park und von den Tierbeobachtungen. Noch zwei Strauße beim Staubbad.



Noch ein letzter Baum mit Webervögelnestern.



Dann sind wir wieder in Twee Rivieren. Sortieren die Koffer etwas, räumen das Auto komplett aus gehen Abendessen. Zum Essen gibt es keine Anmerkung mehr – es ist wie gestern. Der Tag war was die Sichtungen betrifft ausgesprochen dünn. Nur die Löwin und der Kapfuchs haben ihn gerettet. Der Kgalagadi hat uns was die Landschaft betrifft ausgesprochen gut gefallen. Die Temperaturen sind in den letzten Tagen gesunken – morgens hatte es 8-10 Grad, Mittags unter 30. Der Plan dass wir uns diese Ecke für zukünftige Reisen merken müssen steht. Doch die Quartiersituation ist schwierig – vor Allem wenn man nicht ein Jahr im Voraus planen kann.

Udo
Teil 2015. Jan. 2016
15.10.15

Wir haben heute keinen Ehrgeiz mehr eine Morgenpirsch zu machen. Die Sichtungstafel ist auch recht leer. Nur um Mata Mata soll es eine Gepardensichtung gegeben haben! Also geben wir unseren Parkpass ab und fahren Richtung Süden. Wehmütig fahren wir noch einmal durch die roten Dünen.



An der Goera Pan gibt es einen Fotohalt. Auch hier versuche ich mich mit einem Panorama – Foto mit dem iPhone. Ich mache mich ja sonst regelmäßig über die Handy – und iPad – Fotografen hauptsächlich mit asiatischen Gesichtszügen lustig. Doch das Panorama – Feature ist nicht schlecht.



Die Webervögel nutzen wirklich alles für ein Nest. Den Ort des Fotos brauche ich wohl nicht näher beschreiben.



Ich habe ja am Anfang schon geschrieben dass die Reise ein Aufarbeiten von Lücken ist. Was uns noch gefehlt hat waren die Augrabies Falls. Am Weg vom Office zu den Aussichtspunkten werden wir genau beobachtet.



Auch Köcherbäume gibt es hier.



Dann sind wir an der Schlucht des Orange River. Erst ein Überblick.



Der Zulauf.



Dann ein Blick die Fälle hinunter.



Und weiter in die Schlucht.





Die Formation ist meinem Schatz aufgefallen.



Ein letzter Blick zurück.



Dann geht es zurück nach Upington unterwegs fallen mir noch die beiden Telegrafenmasten auf.



Wir checken in der LeMust River Residence ein – ein sehr nettes Quartier und absolut empfehlenswert. Wir leeren unsere Sundowner - Flasche Port. Zum Abendessen waren wir dann in einem Irischen Restaurant in der Nähe. Ebenfalls gut, die Musik und das Publikum leider etwas zu laut und das Beef Stroganoff (a la Maggi) meiner Mutter leider eine Pleite. Die Steaks aber super. Aber viel Alternativen haben wir nicht wirklich gesehen.

Udo

Zur Diskussion mit allen 55 Beiträgen