Plattfüße / Mangetti Nationalp / verherende Folgen

22 Antworten · 3'123 Aufrufe · gestartet 08. Okt. 2015 von paddy
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Themenstarter518 Beiträge · seit 200708. Okt. 2015 · #1
Wir sind in den Mangetti Nationalpark gefahren und hatten uns , da im Park keine Autos unterwegs waren , am Gate ,einen Arbeiter als Begleitung mitgenommen .

Dieser war unsere Rettung als wir links zwei Platten gleichzeitig hatten (Holzstamm) und nur einen Reservereifen dabei hatten ( bitte spart Euch hier die Kommentare )

Er rief seinen Vorgesetzten per Handy an , der eine Stunde später mit einer elektrischen Pumpe erschien .

Einen Reifen haben wir dann gewechselt und den am wenigsten gerissenen alle 500 Meter neu aufgepumpt . und konnten somit zumindest das Gate wieder erreichen.

Er half uns auf der 60 km entfernten Farm Wildacker zu übernachten , telefonierte mit Hertz / Windhoek Airport und am nächsten Tag kam eine KFZ Reperaturfirma aus Grootfontain und montierte zwei neue Reifen mit Felge.

Und jetzt nam das Schicksal seinen Lauf , das uns fast das Leben gekostet hätte .


Wir fuhren weiter zur wunderschönen Riverdance Lodge ( beste Lodge der Reise ) , wo wir jetzt nur noch eine Nacht leider bleiben konnten , dort berechnete man uns die ausgefallene aber nicht , da frühzeitige Information an die Lodge , danke dafür nochmals .

Am nächsten Tag ging es weiter quer durch den Caprivi zur Nukase Lupala Lodge ( sehr zu empfeheln ) und dort ließen wir den Wagen vier Tage stehen , da wir alle Ausfahrten mit der Lodge machten

nach vier Tagen fuhren wir mit Tempo 120 auf der Teerstraße wieder zurück um in der Divava Lodge ( ebenfalls sehr zu empfehen ). drei Nächte zu bleiben .

Plötzlich knallte es vorne links und das Auto schlingerte leicht , ich bremste sofort leicht ab und dachte , bitte nicht schon weider einen Plattfuß.

Im Rückspiegel sah ich noch , wie etwas silbernes , wie eine Cola Dose , in den Strassengraben flog.

Nach dem Aussteigen sagte meine Frau noch : Gottseidank , wir haben keinen Platten.

Wir gingen dann 200 Meter zurück und fanden im Strassengraben eine Radmutter liegen.

Ich hob diese auf und ging zum Auto / linkes Vorderrad / zurück und schaute genauer hin und

..............schaute ........

in 6 Löcher !!!!

Uns blieb die Luft weg , alle 6 Radmuttern waren ab , was wir bis dato während der Fahrt nicht bemerkten.das Rad war aber noch auf der Achse .

Was wäre , wenn das Rad abgesprungen wäre bei Tempo 120 ......könnte ich heute hier noch schreiben ??

Es hielten andere Autos an , wir nahmen von den drei anderen Reifen je eine Radmutter ab , montierten mit denen und meiner 4. das Rad wieder fest und konnten so eierned die Divava Lodge erreichen.

Dort half man uns sofort mit Gesprächen mit Hertz Windoek Airport erneut , die 36 Stunden später über 1200 km ( one Way ) einen Autotransporter geschickt haben mit einem nagelneuen gleichen Auto , wieder einem Toyota SUV Frontier 4x4.


Eine Rechnung hierüber , sowie die Platten , oder sonstige Kosten hat man uns nie gestellt von Hertz, was ich sehr sehr fair fand.

Die KFZ Firma aus Grootfontain hat beim vorderen linken Radwechsel die Radmuttern nicht angezogen , daher die fatalen Folgen.,

Ich weiß , in Deutschland zieht man nach 50 km nach Radwechsel die Radmuttern neu an , daran habe ich in Namibia nicht gedacht.

Wir sind noch da und das ist heute für uns die Hauptsache und das wenn und aber ist sicher Disskusion wert , aber nicht mehr zu ändern .

Dies , geschehen vor 6 Wochen , will ich aber hiermit Euch allen mitteilen und liegt mir sehr am Herzen

Eure Paddy ( Heike und Michael Grote )
Malediven Experte und 6x Namibia und 2xBotswana,1x Tansania, Azoren,Uganda,Island
zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2015
4'129 Beiträge · seit 200808. Okt. 2015 · #2
Da hattet ihr aber ein paar kleine Schutzengel neben euch fliegen... - denen sei noch im Nachhinein einmal lieb über den Kopf gestreichelt! 🙂

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
663 Beiträge · seit 201508. Okt. 2015 · #3
Da wird einem ganz anders wenn man das liest. Freut mich sehr, dass Ihr da noch mal ganz viel Glück im Unglück hattet!
22 Beiträge · seit 201508. Okt. 2015 · #5
Hi ihr beiden,

da hattet Ihr aber echtes Glück, eurem Schutzengel könnt Ihr wohl danken 😉
Anscheinend hattet Ihr ansonsten ja eine sehr schöne Reise!
Das man an etwas wie das nachziehen der Rad muttern nicht unbedingt denkt kann ich vollkommen verstehen...

Gruß,
Melanie
Individuell nach Afrika reisen mit 2 - 12 Personen. Deutsch geführt oder als Selbstfahrer. Informationen zu Namibia Reisen
33,1k Beiträge · seit 200608. Okt. 2015 · #6
Hi Paddy,

Glück gehabt!
Ich kann mir kaum vorstellen, dass eine Werkstatt beim Reifenwechsel vergisst, die Muttern festzuziehen...
Aus Westafrika kenne ich dieses "Verhalten" regelmäßig: Muttern werden gelöst oder der Reifen aufgestochen. Hintergrund ist, dass die Leute sich erhoffen dann beim Reifenwechsel ein paar "Dollar" verdienen zu können. Ich befürchte fast, dass es bei Euch auch so gelaufen sein könnte (dann wohl, Deinem Bericht nach, auf Nkasa Lupala)

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter518 Beiträge · seit 200708. Okt. 2015 · #7
hallo Christian

daran hatte ich auch schon gedacht , jedoch wäre das Zufall , das dies ausgerechnet an dem Reifen gemacht worden wäre , der vorher gewechselt wurde.

Paddy
Malediven Experte und 6x Namibia und 2xBotswana,1x Tansania, Azoren,Uganda,Island
663 Beiträge · seit 201508. Okt. 2015 · #8
Na ja, bei zuvor 2 von 4 gewechselten Reifen hast Du da den 50:50 Joker... Sooooo unwahrscheinlich wäre das nicht. Entscheidender ist da vermutlich schon eher wie rum das Auto nachts da stand, welche Reifen waren von der Lodge abgewandt?
zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2015
2'261 Beiträge · seit 201108. Okt. 2015 · #9
Hallo Michael,
schön, dass du auch wieder von "the deep blue" heil zurück bist.
Ich hofe die Tour war der erhoffte Erfolg.
Die Geschichte kenne ich ja, aber gut, dass du sie hier einstellst.
Manchmal hat man echt einen Schutzengel, das hätte wirklich schlimm enden können.
Danke nochmal für die angenehmen Stunden auf WGF.

Liebe Grüße, auch an Heike
Gudrun
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
4'129 Beiträge · seit 200808. Okt. 2015 · #10
travelNAMIBIA schrieb:
...Aus Westafrika kenne ich dieses "Verhalten" regelmäßig: Muttern werden gelöst oder der Reifen aufgestochen. Hintergrund ist, dass die Leute sich erhoffen dann beim Reifenwechsel ein paar "Dollar" verdienen zu können. Ich befürchte fast, dass es bei Euch auch so gelaufen sein könnte (dann wohl, Deinem Bericht nach, auf Nkasa Lupala)...
...aber das Entscheidende für einen solchen Verdacht hat dort gefehlt: Niemand stand da und erhoffte sich etwas dazuzuverdienen, indem man den Fahrer auf die losen Muttern aufmerksam machte und seine Hilfe anbot.

Deshalb gehe ich genau davon aus, was du dir kaum vorstellen kannst: Dass der Mechaniker in der Werkstatt, nach dem Reifenwechsel vergessen hat, die Muttern festzuziehen!
Schlampereien passieren überall.
Nur mit der Hand eingeschraubte Muttern brauchen so ihre Zeit, bis sie sich durch Fahren auf vorwiegend Asphalt alle rausgeschraubt haben...

Wir können uns das sehr gut vorstellen!! Alles schon passiert - selbst hier in D...

Und da wir misstrauische kleine Schisser sind, und es ja um unser eigenes Leben geht, sind wir unterwegs in der Werkstatt immer dabei oder prüfen mit den Fingern, - denn was gefährlich lose ist, das merkt man sofort - alles andere zieht man routinemäßig nach 50 km nach - wenn man es nicht vergisst...

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2015
435 Beiträge · seit 201208. Okt. 2015 · #11
Hallo

Den "Trick", den Christian beschreibt, haben wir auch erlebt. Als wir von Springbok auf Teerpad Richtung Upington fuhren, knallte es plötzlich und der Wagen schlingerte. Das Rad hin dann noch an einer Schraube. Wir hatten zwar am Tag zuvor einen schleichenden Platten gehabt, aber es war ein anderes Rad und ich stand daneben beim Wechsel. Ich bin sicher, dass sich die Radmuttern nicht von selbst gelöst hatten, da wir ja schon über zig km Gravel gefahren waren. Es muss im gesicherten Hof unserer Unterkunft passiert sein, oder aber als wir kurz shoppen waren.
Seither laufen wir immer mal wieder um den Wagen und kontrollieren die Muttern.
Augen auf und gut Pad
Daniela
Fotos auf Flickr: Alben Reiseberichte: Botswana/Zimbabwe 2018: Reisebericht Südafrika 2016: Reisebericht[/url ] --- Namibia 2015: Reisebericht[/url ] --- Uganda 2015: Reisebericht[/url ] --- Namibia - Südafrika 2013: Reisebericht[/url ] --- Südafrika 2011: Reisebericht --- Kenia 2008: Infos --- übriges Afrika und weitere Länder: Fotos
1'920 Beiträge · seit 200808. Okt. 2015 · #12
Was für'n Alptraum ..... 🤩
sowas braucht kein Mensch...... 😈
4'129 Beiträge · seit 200808. Okt. 2015 · #13
Wem nützt das denn, wenn mir 200 km weiter das Rad abfliegt??


Das was ich an dem "Trick" nicht verstehe, der hier jetzt zwei Mal Erwähnung fand und der uns durchaus bekannt ist (aber da stand dann IMMER einer, der einen drauf aufmerksam machte und seinen persönlichen Vorteil darin suchte - entweder einen Dank zu erhalten oder etwas zu klauen, während man sich an sein Werkzeug macht und am Auto arbeiten muss...):

Wer, in irgendwelchen Lodges sollte denn ein Interesse daran haben, sich so viel Arbeit zu machen, wahllos Radmuttern an Touristenfahrzeugen zu lösen (macht ja auch beim Lösen immer einen deutlichen Schlag pro Radmutter und es besteht für denjenigen ein rel. hohes Risiko erwischt zu werden, muss er doch auch noch über einen Radmutterschlüssel verfügen!)
- und das alles, ohne einen klitzekleinen persönlichen Vorteil davon zu haben?

Kann mich mal jemand aufklären?
Warum geht man davon aus, in so einem Fall?

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2015
663 Beiträge · seit 201508. Okt. 2015 · #14
Nun ja. Klar würde es Sinn machen danach zu warten um ein Trinkgeld zu kassieren. Aber kann ja sein dass das Timing "dumm gelaufen" ist und derjenige gerade etwas anderes machen musste und deswegen nicht lauern konnte.

Risiko - welches Risiko? Einen Anschiss zu bekommen? OK, aber was kann ihm sonst passieren? Realisitisch nichts.
4'129 Beiträge · seit 200808. Okt. 2015 · #15
SO jemand würde in Nam sofort rausfliegen, aus seinem Job in der Lodge.
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
Themenstarter518 Beiträge · seit 200708. Okt. 2015 · #16
ehrlich , ich glaube nicht daran , das beim Parkplatzt der Nkasa Lupala Lodge jemand die

Radmuttern abdrehte , dafür liegt diese Gegend schon zu tief im einsamen Norden des

Okavangodeltas nahe dem Penhendl. ( 10 KM vor Botswanischer Grenze) Richtung Süden

Eher , das der Mechaniker diese nur lose angedreht hat und sich bei der Fahrt diese nach und nach lösten.

Paddy
Malediven Experte und 6x Namibia und 2xBotswana,1x Tansania, Azoren,Uganda,Island
785 Beiträge · seit 200808. Okt. 2015 · #17
Hi,

ich hatte auch beinahe mal ein Rad verloren, hatte nach einem selbst durchgeführten Radwechsel nach ein paar Kilometern nicht mehr nachgezogen und somit hat sich das Rad dann auf der Piste von selbst gelöst.

Der Fehler war nur bei mir selbst zu suchen, jeglich Fremdmanipulation schließe ich hierbei aus und seither kontrolliere ich auch so nach längeren Pistenfahrten immer wieder die Radmuttern und dies hat bis jetzt noch nicht geschadet!

Was bei uns auf deutschen Straßen vielleicht noch gut geht, funktioniert auf der Piste garantiert nicht mehr und hier ist halt dann der Fahrer für die Sicherheit des Autos verantwortlich.

Auch schadet es nichts, sich selbst mal unters Auto zu legen und einfach mal zu schauen,ob da noch alles fest ist, irgendwelche Beschädigungen erkennbar sind,ob Öl irgendwo austritt, usw,...!

Es freut mich dennoch für euch, dass ihr keinen größeren Schaden hattet, denn solche Aktionen können böse ins Auge gehen!


Viele Grüße


Markus
1'580 Beiträge · seit 201408. Okt. 2015 · #18
Hallos

manchmal faehrt der Schutzengel mit und was haette boese Enden koennen, wird nur ein grosser Schreck.

In Afrika lernt man das noch mehr als in Europa.

Toller Service von allen, die Euch geholfen haben.

Viele Gruesse
Elvira
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Themenstarter518 Beiträge · seit 200709. Okt. 2015 · #19
Danke Euch allen für die lieben Wünsche und glaubt mir , auch das Fahrzeug werden wir ab sofort regelmäßig vor jeder Fahrt checken.



Paddy
Malediven Experte und 6x Namibia und 2xBotswana,1x Tansania, Azoren,Uganda,Island
962 Beiträge · seit 200709. Okt. 2015 · #20
Hallo Paddy, ich weiss aus eigner Erfahrung nur zu gut, dass
unter den zahlreichen Sinneseindrücken von Afrika die Ratio oft mal aussetzt. Beim Durchqueren von Tiefsandpassagen in Botswana blieben wir mit dem Buschcamper unerwartet stecken .
Erst später bemerkte ich, dass ich die manuell zu bedienende 4x4 Sperre der Vorderräder einfach vergessen hatte, zu aktivieren. Das passiert einem nur einmal.
Verständnisvoll grüßt Frank
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193547-afrika-2011-so-qbeautiful-greenq-1teil.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193761-afrika-2011-so-beautiful-green-teil-2.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/195398-a-f-r-i-k-a-2011-so-beautiful-green-teil-3.html