Namibia bei Nacht

Reisebericht 75 Antworten · 19,1k Aufrufe · gestartet 28. Mai 2015 von weitwinkelkarli
Themenstarter841 Beiträge · seit 201301. Juni 2015 · #21
Rückblick:

Die Reisevorbereitungen auf diesen extrem anstrengenden und arbeitsreichen Ausflug waren aufgrund meiner Unwissenheit bzgl der Astrofotografie mehr als chaotisch.
Zuerst kaufte ich mir die Sony A7s, da die Werbung dem Kunden suggerierte, sie wäre die ultimative Kamera für Nachtaufnahmen. Als ich dann dahinter kam, dass die A7s einen Bug bei Langzeitbelichtungen aufwies und sie damit an der Nachführung unbrauchbar war, verkaufte sie wieder.

Dazwischen lagen viele Wochen des Testens in dunklen Nächten hier in Österreich. Als ich mich dann schweren Herzens zu einer Nachführung durchringen konnte, wurde mir klar, dass beides keinen Sinn macht. Entweder verwende ich eine Nachführung, dann brauche ich meine hohen ISOs mehr, oder aber ich mache einzelne Aufnahmen mit max 30 sec Belichtungszeit, dann würde ich die hohen ISO in guter Qualität brauchen.

Danach kaufte ich die neue Nikon D4s plus einer D810 und dachte damit ein perfektes Bundle für meine anstehende Reise zu haben. Kaum hatte ich die D4s gekauft kamen mir aber immer größere Bedenken, dass ich mit dieser Kamera nur eine höherwertigere Sony A7s gekauft hatte und mich offenbar immer noch nicht geistig von einem High-Iso fähigen Modell trennen wollte/konnte.
Wozu aber, fragte ich mich nach und nach, bräuchte ich eine EUR 6000.- teure Kamera, wo ich doch mit Nachführung in der Nacht arbeiten würde und die ISO max. auf 800 oder vielleicht 1600 voreinstellen werde?

Kleiner techn. Exkurs in die Benutzung einer Nachführung:

Genau wie ich haben fast alle Amateure eine Heiden Angst vor der Nutzung einer sogenannten parallaktischen Montierung. Hört sich kompliziert an und ist es auch.

Ich will und kann euch nicht die Angst davor nehmen, denn für einen unbedarften Fotografenanfänger stellt eine neue DSLR schon eine große Hürde dar. Gehen wir aber davon aus, dass ihr euch sehr gut mit eurer Kamera auskennt und diese blind in einer dunklen Nacht bedienen könnt.

Was bringt so eine Nachführung überhaupt und wann könnte ich sie einsetzen?

Das ist einfach erklärt.

Je dunkler die Nacht, desto länger könnt ihr belichten, also theoretisch, denn die Brennweite eurer Optik limitiert die maximal mögliche Belichtungszeit bis Sterne nicht mehr Punktförmig abgebildet werden und zu unschönen Star-Trails, zu Deutsch Strichspuren werden.

Im Internet wird dazu gerne die 500er Regel aus der Zeit der Analogfotografie zitiert, welche besagt, dass man 500 dividiert durch die Brennweite als längste Verschlusszeit nehmen kann. Das ist Unsinn.

500 durch sagen wir mal 14mm an KB ergibt 35,71 sec!

In der Praxis ist es aber vielmehr so, dass schon ab < 5sec Belichtungszeit Striche und nicht Punkte abgebildet werden. Mir ist aber bewusst, dass der Betrachtungsabstand sowie die Ausgabegröße der Datei hier eine große Rolle spielt.

Sieht man sich seine 36MP Fotos nur in 1280 Pixel lange Seite am Monitor an, wird einem der 7 Pixel lange Strich seiner 30sec Aufnahme fast wie ein Punkt erscheinen. Legt man aber etwas mehr Wert auf runde Sterne benötigt man schon bei einer 30 Sekunden andauernden Aufnahme eine automatische Nachführung welche die Erdrotation ausgleicht.

Aber werde ich das Einnorden schaffen……. Fragt jeder Anfänger sofort ängstlich???

Einnorden bedeutet nichts anderes, als das korrekte justieren seiner Montierung. Denn auch die beste Nachführung kann nur korrekt arbeiten wenn ihre Rektaszensionsachse exakt parallel zur Erdachse verläuft und damit zum himmelsnordpol weist.

Wer jetzt mit Sternbildern nicht wirklich etwas anfangen kann und Polaris auch bei besten Sichtverhältnissen nicht vom Mond unterscheiden kann wird zugegebenermaßen ein kleines Problem haben. Auf der Nordhalbkugel ist dieses Problem allerdings mit etwas Studium der Sternenkarten und einer App fürs iPhone in wenigen Minuten bewältigbar.

Was aber wenn ich Brillenträger und auch sonst eher schasaugert bin und mir die Justierung samt bestem Polsucher trotz alledem nicht zutraue?

Auch dann kann man mit etwas Beharrlichkeit durchaus gute Ergebnisse erzielen. Ich hatte dies bewusst vor meiner Abreise nach Namibia simuliert, dass Sigma Octantis nicht sichtbar ist und daher die „Einsüdung“ in der südlichen Hemisphäre deutlich schwieriger ist als hier bei uns.
Ich ging an einem leicht dunstigen Abend raus und versuchte trotz schlechter Sicht meine Nachführung Einzunorden, sprich ich konnte Polaris nicht sehen und versuchte nur mit meinem Handy und der App von iOptron und den dort angegebenen Winkeln die Einstellung vorzunehmen.

Angezeigt wurden folgende Werte:

Longitude: 016° 21‘ 37“E
Latitude: 48° 14‘ 00“N

Das heißt nichts anderes als das man die Nachführung ca. 48° nach oben neigen muss und dann noch mittels dem iPhone Kompass 16° Richtung Osten einstellt. Das ist in 5 min passiert und ermöglicht bereits schöne Kreisrunde Sterne mit einem 14 mm bei bis zu 5 min Belichtungszeit und bis zu 120 sec mit einem 600mm Superteleobjektiv.

Und passt es einmal nicht so gut und die Sterne sind Striche, kann man ein wenig feinjustieren und erhält nach meiner Erfahrung bereits nach ein oder zwei Versuchen – nach kleinen Korrekturen – akzeptable Ergebnisse.

Natürlich ist nichts besser, als eine perfekte Einnordung, keine Frage, aber es geht eben auch mit einer nur halbwegs hingeschusterten Einnordung ganz gut. Je nachdem welchen Anspruch man erhebt. Und eines ist ganz sicher so, besser als ohne Nachführung werden eure Fotos in jedem Fall!
Die Investition der Nachführung ist also nie rausgeworfenes Geld wenn ihr vorhabt Sternenfotos zu machen. Vielleicht bleibt es euch verwehrt eine ganze Stunde lang zu belichten, die Frage ist nur wer dies braucht….?

Und wer sich nun schon mit der Problematik des stackens von Lights und Darks beschäftigt hat weiß von welcher Challenge ich spreche. Arbeitet ihr ohne Nachführung passen die einzelnen Aufnahmen überhaupt nicht zusammen und können meist mehr schlecht als recht von Programmen wie dem DSS zusammengebastelt werden, oder eben nicht. Bei mit war’s immer NICHT!

Nutzt ihr aber eine Nachführung ist meiner Erfahrung nach nicht einmal wichtig, dass sie perfekt eingenordet ist, denn der Hauptvorteil beim Fotografieren von Sternen liegt ganz wo anders. Mit egal welcher DSLR müsst ihr in einer Nacht ohne Mondlicht extrem lange belichten und die Blende möglichst weit öffnen um das wenige Licht der Sterne einzufangen.

Soweit klar?

Dies bedeutet aber auch, dass bei offenblende die Abbildungsleistung sinkt, sprich Coma und Unschärfen im Bild stärker zum Tragen kommen als 2 Blenden abgeblendet. Auch kommt man selbst bei 30 sec Belichtungszeit nicht umhin die ISO auf 3200 oder gar 6400 zu erhöhen, möchte man ein halbwegs korrekt belichtetes Bild erhalten. Diese Faktoren zusammen ergeben ein leicht unscharfes, stark rauschendes Foto welches noch dazu strichförmige Sterne mit Halos zeigt.

Und auch wenn man 10 oder 25 gleiche Aufnahmen hintereinander gemacht hat, werden sie sich kaum deckungsgleich übereinanderlegen lassen (meine persönliche Erfahrung mit DSS).

Nutzt man jedoch eine Nachführung ist es fast unerheblich wie exakt man die Einnordung gemacht hat so man sich in einem Radius von 1 bis 3° bewegt, denn alle Fotos lassen sich im Anschluss am Computer tadellos selbst als Laie mittels der Ebenenfunktion im Photoshop stacken.

Dies ist mMn der weitaus größere Vorteil einer jeden Nachführung, denn auch wenn meine Einnordung mangelhaft ist und ich nur 30 sec belichten kann ohne Strichspuren zu erzeugen, kann ich doch 30 Fotos machen und diese im Anschluss perfekt übereinanderlegen und damit ein rauschfreies Ergebnis erzielen.

Gelingt es mir auch nur ein klein wenig sorgfältiger zu arbeiten und schaffe ich es die Einnordung mit 95%iger Genauigkeit hinzukriegen, werde ich schon 5 min problemlos belichten können (mit einem 14mm), was bedeutet, dass ich die Blende um ein oder zwei Stufen abblenden und/oder die ISO ein, zwei Stufen runterdrehen kann.

Beide Maßnahmen steigern die Bildqualität enorm und kosten im Vergleich zu einer hochgeöffneten Optik oder einer Nikon D4s fast nix, denn eine sehr gute Nachführung wie der Star Adventurer kostet samt allem erforderlichen Zubehör gerademal 400.- Euro!

Aber dies weiß anscheinend fast niemand…..

Fakt ist, dass eine Nachführung in 99% aller Fälle nur hilfreich sein wird und eurem Ergebnis nie schaden wird. Es kann fast nur besser werden, außer natürlich ihr könnt nicht einmal eure Kamera bedienen, dann hilft auch die parallaktische Montierung nix.

Nun aber weiter mit meiner Geschichte….

Also verkaufte ich die D4s schweren Herzens und war auch am überlegen, ob ich nicht die D810 gegen ein anderes Modell eintauschen sollte. Eigentlich wäre es nur logisch die neue Nikon D810A mitzunehmen, denn welche Kamera wäre wohl besser für meine Zwecke geeignet. Wie schon so oft, machte mir hier aber mein Abreisetermin einen gehörigen Strich durch die Rechnung, denn die Kamera erscheint erst jetzt nach unserer Rückkunft Ende Mai 2015 und unsere Abreise war mit dem 30. April dieses Jahres terminiert.

Sie kam auf gut deutsch zu spät heraus, wie schon 2007 die Nikon D3. Damals musste ich mit dem letzten DX Modell der Einstelligen vorlieb nehmen, was mehr als ärgerlich war (Nikon D2Xs).
LG Wolfgang
zuletzt bearbeitet 01. Juni 2015
12 Beiträge · seit 201501. Juni 2015 · #22
Hallo Wolfgang,

da ich im Oktober erstmals das Vergnügen habe , das Land Namibia kennen zu lernen, bin ich auf jeden Reisebericht gespannt. Man kann als "Neuling" von solchen Berichten viel lernen und normalerweise halte ich mich mit negativen Kommentaren zurück.
Die erste Bezeichnung Deines Reiseberichts war mir auch so was von egal.
Was Du hier aber unter Reisebericht einstellst, da würde ich sagen: Thema verfehlt, 6, setzen!

Ich fotografiere (hobbymäßig) auch sehr gerne, aber Du bist glaube ich, besser in einem Foto-oder Astrologie-Forum besser aufgehoben.

Gruß
Jürgen
Themenstarter841 Beiträge · seit 201301. Juni 2015 · #23
Danke für die Belehrung!

Vieleicht solltest du die Einleitung gelassen abwarten oder überlesen und warten bis die Reise beginnt....

Ich schreib doch nicht extra fürs Forum einen eigenen Bericht und für meine HP einen anderen?!
LG Wolfgang
6 Beiträge · seit 201501. Juni 2015 · #24
Also jetzt muss ich doch mal...

Hallo Wolfgang,

zugegeben, der erste Name des Berichts... Aber das hat mich nur in sofern gestört, als das ich mich als Anfang 40jähriger als zu Jung erachte, als dass ich mich mit solchen "alten" Problemchen und möglichen Vorwürfen konfrontiert sehen will.
Aber Schluss damit. Überschrift geändert, alles gut.

Und dann ging der Bericht los und ich muss sagen: Jwau, der absolute Wahnsinn. Ja ich habe mich durchaus auch schon mit dem Thema beschäftigt. Ja, ein paar "Bildchen" mit Star-Trails in dunklen Nächten in der Einsamkeit der Joshua Tree Wüste hängen auch bei mir zuhause an der Wand. Aber das Fachwissen und die Muse es niederzuschreiben... Hut ab, Wahnsinn, ich bin begeistert und ein wenig sprachlos.

Das jetzt hier wieder jemand meckert - find ich wirklich voll daneben, bei der Mühe die in dem Bericht steckt. Zumal man viel daraus lernen kann und es sich, für den Interessierten, sehr gut liest.

Also bitte bitte: Nicht von den Uninteressierten verschrecken lassen, sondern die Interessierten mit diesem komplexen Wissen und den Erfahrungen erfreuen.

Besten Gruß aus dem auch Nachts recht hellen Hamburg,
Sascha
4'129 Beiträge · seit 200801. Juni 2015 · #25
Ja, ja,
SaschaHH,
wir haben da schon so unsere Erfahrungen mit dem Hans Walter
nun wieder Wolfgang
Er teilt gern aus, wenn man ihn nicht hofiert.
weitwinkelkarli schrieb:Da der von mir ohne jeglichen bösen Hintergedanken ausgesuchte Titel „Deutsch-Südwest³“ bei den Korintenkackern nicht gut ankommt, ...
Einen Reisebericht mit Beschimpfungen gegen Fomis zu beginnen, das hat schon etwas gewisses Arrogantes
und so ist es auch schon wieder auf dem besten Wege zur bitteren Pille, bevor es wirklich gefangen hat

…- und wenn ihn ab jetzt nicht alle brav bewundern, dann löscht der Wolfgang letztlich wieder als kollektive Strafe alle seine Bilder…
wegen der bösen “Korinthenkacker” im Namibia Forum 🤨
das kennen wir schon vom letzten Mal bei den mondlosen Nächten…
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/236116-fotografieren-in-mondlosen-naechten.html

also, nehmt euch gefälligst’n bisschen zusammen und lasst das sein, mit der Kritik und dem lustig machen und bewundert ihn! 🤪 😉
Sonst schreibt er es nicht mehr hier ins Namibia-Forum und ihr müsst alles auf seiner HP lesen und das wäre doch wirklich schade
http://www.wolfgangsteiner.com/blog-do-show-blogid-179.html


Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 01. Juni 2015
159 Beiträge · seit 200601. Juni 2015 · #26
Hallo Wolfgang,

kann mich dem Sascha nur anschliessen!
Bitte schreibe weiter!!

Wen es nicht interessiert, der braucht es ja auch nicht zu lesen!

Ich lese gerne mit!

Grüßle aus dem manchmal dunklen Schwarzwald,
Anke
Auch ein Weg von 1000 Meilen beginnt mit einem Schritt. (aus China)
Themenstarter841 Beiträge · seit 201301. Juni 2015 · #27
lilytrotter schrieb:Ja, ja,
SaschaHH,
wir haben da schon so unsere Erfahrungen mit dem Hans Walter
nun wieder Wolfgang
Er teilt gern aus, wenn man ihn nicht hofiert.
weitwinkelkarli schrieb:Da der von mir ohne jeglichen bösen Hintergedanken ausgesuchte Titel „Deutsch-Südwest³“ bei den Korintenkackern nicht gut ankommt, ...
Einen Reisebericht mit Beschimpfungen gegen Fomis zu beginnen, das hat schon etwas gewisses Arrogantes
und so ist es auch schon wieder auf dem besten Wege zur bitteren Pille, bevor es wirklich gefangen hat

…- und wenn ihn ab jetzt nicht alle brav bewundern, dann löscht der Wolfgang letztlich wieder als kollektive Strafe alle seine Bilder…
wegen der bösen “Korinthenkacker” im Namibia Forum 🤨
das kennen wir schon vom letzten Mal bei den mondlosen Nächten…
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/236116-fotografieren-in-mondlosen-naechten.html

also, nehmt euch gefälligst’n bisschen zusammen und lasst das sein, mit der Kritik und dem lustig machen und bewundert ihn!
Sonst schreibt er es nicht mehr hier ins Namibia-Forum und ihr müsst alles auf seiner HP lesen und das wäre doch wirklich schade
http://www.wolfgangsteiner.com/blog-do-show-blogid-179.html


Gruß lilytrotter
Danke für Deine Ausführungen! 🤩
LG Wolfgang
6 Beiträge · seit 201501. Juni 2015 · #28
Hallo Lillytrotter,

es ist mir schon aufgefallen, das sich hier im Forum so einige betätigen, die eine - ähm - etwas schmale Toleranzlinie haben. Was ich persönlich sehr schade finde. Jeder, der sich hier betätigt sollte sich des Dankes Aller Leser gewiss sein. Allerdings sollte auch jeder so erwachsen und vernünftig sein, dass solche privaten und bedenklichen Themen wie Politik uns sonstiges Zeugs für eine Reise-Forum absolut ungeeignet und fehl am Platze sind. Klar sollte jeder seine Meinung vertreten, aber mal ehrlich, muss das in einem Forum sein, in dem es um Urlaub und schöne Erfahrungen geht???

Na, ich lese hier jedenfalls vor unsere ersten Tour, die in einer Woche startet, gerne mit und habe schon so einiges an Infos für unsere Reise hier gezogen.

Besten Gruß
Sascha
Themenstarter841 Beiträge · seit 201301. Juni 2015 · #29
Abflug:

Die Abreise an sich gestaltete sich fast schon normal, immerhin war dies ja nicht meine erste Flugreise. Irgendwie ist es doch immer das Gleiche. Man checkt ein, geht durch die Passkontrolle, wartet aufs Boarding und irgendwann, nach einer gefühlten Unendlichkeit darf man an Bord gehen um sich wie eine Sardine in den viel zu kleinen Sitz quält und dort verharrt bis die Galeere den nächsten Hafen erreicht. Nur rudern muss man nicht….

Manche haben das Glück schlafen zu können, andere wiederum betrinken sich und die meisten würden am liebsten die schreienden Kinder aus dem Fenster werfen wenn sie es könnten. Aber alle wollen nur möglichst schnell wieder raus aus der Blechdose…..

In Dubai angekommen sind wir erst mal froh, dass alles planmäßig und ohne Delay abläuft und warten die vier Stunden auf den Anschlussflug nach Johannesburg. Spätestens bei der erneuten Sicherheitskontrolle und beim Boarding wird auch dem letzten Flugpassagier klar dass hier ausschließlich Idioten am Werk sind, denn wie sonst wäre es möglich, dass man sich – wenn man mit ein und derselben Airline fliegt – unterschiedliche Handgepäckbestimmungen, resp. deren Auslegung durch Mitarbeiter der Airline unterwerfen muss??

Wenn ich mit ein und demselben Handgepäck einmal eingecheckt habe, kann mir doch zum Teufel nochmal nicht plötzlich im nächsten Airport nicht jemand erklären es wäre zu groß und schwer oder sonst was, wenn ich daran in der Zwischenzeit gar nicht verändern konnte, da ich mich dazwischen NUR im Flugzeug befand. Ich würde mir die ganze Sache noch einreden lassen, wenn die Mitarbeiter am ersten Airport unachtsam waren und sich mein Handgepäck nicht angesehen hätten, aber wenn es abgemessen und gewogen und für okay befunden wurde, können mich die Komiker am nächsten Airport wortwörtlich kreuzweise am .....

Da meine Lebenszeit aber begrenzt ist und ich diese Patienten nicht für voll nehme, widme ich ihnen hier nur den nötigsten Platz und gehe nicht näher darauf ein was bei Emirates alles verbesserungswürdig ist. Belassen wir es einfach dabei, dass unser Flug nach JNB pünktlich abgeflogen ist und wir mit an Bord waren.

Dass ein neunstündiger Flug in so einer modernen Galeere in der Economy keine Hetz ist, ist jedem bekannt, trotzdem muss man sich dem Prozedere unterwerfen, will man um kleines Geld weit entfernte Ziele auf unserem blauen Planeten bereisen. Außer man stiehlt sein Geld irgendwo so dass es nicht auffällt, denn dann spielen die 3000.- Euro pro Person und Flugstrecke in der Business Class auch keine große Rolle mehr.

Für Otto-Normalverdiener kommt dies leider nicht in Frage und so kam es, das auch diese paar Stunden zwar nicht erfreulich, aber doch ohne gröbere Zwischenfälle irgendwann zu Ende gingen und wir wohlbehalten, aber komplett streichfähig in Johannesburg gelandet sind.

Wie vermutet wartete dort jemand auf uns und nachdem wir etwas Geld gewechselt hatten konnte der eigentliche Urlaub endlich losgehen. Geplant war ein günstiges Guesthouse namens „Sunrock“ direkt am Airport, aber irgendwie wollte ich meiner Frau dann doch etwas Schöneres bieten, immerhin war dies unser 20 jähriges Hochzeits-Jubiläum und so wurde das Sunrock Guesthouse kurzerhand durch das Hotel „The Residence“ mit einer Abholung durch einen Chauffeur im dunkelblauen Rolls Royce ersetzt.

Zuerst dachte ich dies müsse unglaublich teuer sein und so etwas könnten sich nur reiche Leute leisten, aber als ich hörte, dass es „nur“ 72.- Euro kostet war der Schrecken geschwunden und der Rolls gebucht.

Wenn ich mir im Vergleich dazu die Preise des Heathrow Express vom Airport in London bis zur Station Paddington mit 59 Pfund für 2 Personen One-way ansehe, fahre ich ab jetzt nur noch Rolls Royce (59.- Pfund = ca. 81.- Euro) Und von Paddington braucht man erneut die U-Bahn plus meistens einen Bus um in sein Hotel zu gelangen, wodurch nochmals 4,40 Pfund pro Person fällig werden, was die einfache Fahrt von London Heathrow zum Hotel für JEDEN Fluggast zum sehr kostspieligen Vergnügen macht.

Ich weiß dies, da ich gerade dort war. Für zwei Personen kommen da exakt 67.- Pfund, oder 93.- Euro zusammen! Damit kostet die billigste Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln in London weit mehr, als sich in Johannesburg Standesgemäß mit einem Rolls Royce abholen zu lassen.
Nach einer sehr angenehmen 40 minütigen Fahrt durch Johannesburg kamen wir dann in unserem Hotel unweit vom ehemaligen Haus Nelson Mandelas an und wurden herzlich von einer Mitarbeiterin des Hotels begrüßt. Die Penthouse Suite mit ihren fast 200 m² und der riesigen Terrasse war natürlich herrlich und im Jacuzzi konnten wir den Stress des letzten Tages binnen weniger Minuten im wahrsten Sinne des Wortes einfach wegsprudeln. Im Zimmer stand eine Flasche Sherry und ein Sektkübel mit einer Flasche Champagner – beide kostenlos - für uns bereit, was uns doch einigermaßen überraschte.

Auch das exzellente Abendessen im Restaurant des Hauses ließ keine Wünsche offen und so begann der Urlaub 2015 gänzlich anders als der letzte in 2012 als mein Gepäck nicht ankam.
Natürlich hätten wir auch mit Air Namibia über Frankfurt anreisen können, aber erstens fliege ich nicht gerne in die verkehrte Richtung und zweitens ist Air Namibia nicht für ihre Zuverlässigkeit berühmt. Ganz abgesehen davon, dass Air Namibia noch dazu teurer ist als meine Flüge mit Emirates samt Aufenthalt in diesem luxuriösen Hotel in Johannesburg! Da mache ich doch lieber einen angenehmen Zwischenstopp in Dubai oder „Joburg“ bevor ich mich auf das Wagnis dieser Dritte Welt Airline einlasse und um Tage verspätet ankomme oder gar abstürze.


Zum Vergleich:
Flug mit Lufthansa und Air Namibia über FRA: EUR 2456.- für 2 Pax

Flug mit Emirates und SAA ab JNB nach WDH: EUR 1791.- für 2 Pax
Hotel The Residence samt Abholung im Rolls : EUR 430.- für 1 Nacht beim Hinflug
Hotel Dubai International im Airport: EUR 177.- für 9 Stunden

Zusammen ergibt das eine Summe von 2398.- Euro für alle Flüge Hin und retour inkl. zwei Übernachtungen!

Am nächsten Morgen ging es dann nach einem herrlichen späten Frühstück gemütlich retour zum Airport wo unser Butler uns beim Einchecken behilflich war und wir nichts anderes zu tun hatten als uns höflich zu verabschieden und unsere Pässe wieder einzupacken. Der zweistündige Flug war nicht der Rede Wert und zu Mittag kamen wir entspannt in der Hauptstadt Namibias, Windhoek an.
Wie immer um diese Jahreszeit war es angenehm warm, aber nicht wirklich heiß. Wir wurden von einem Mitarbeiter von ASCO abgeholt und zur Autovermietung gefahren. Für mich ein bekanntes Prozedere, für meine Gattin aber war dies alles neu und aufregend, hatte sie doch noch nie Namibia gesehen und wusste nur aus meinen Erzählungen was auf sie wartete.

Die 35 min vergingen wie im Flug und schon begann die Einschulung für unseren Toyota Safari 4x4 welcher vollgetankt und gereinigt in der Garage von ASCO auf uns wartete. Frau Lersch war so nett gewesen und hat für uns alle Getränke besorgt und diese schon sicher im Kofferraum des Double-Cab verstaut, sodass wir nach der Erklärung des Navis und Kontrolle aller gemieteten Gegenstände losfahren konnten.

Da dies bereits meine dritte Reise nach Namibia war, war mir bekannt wie oft es passiert, dass arglos einkaufen gehende Touristen am Parkplatz des Supermarktes ausgeraubt werden. Viele denken dies passiere eh nur den anderen, was allzu oft aber nicht stimmt, denn die Dunkelziffer jener die ausgeraubt werden und es gar nicht bei der Polizei melden ist hier sehr hoch. Um zu verstehen wie verlockend es für Kriminelle ist Touristen auszurauben, muss man sich nur vor Augen führen was selbst der dümmste Verbrecher weiß.

Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Touristen die nach Namibia einreisen machen mindestens zwei, meist aber drei oder mehr Wochen Urlaub und mieten zudem auch ein großes Geländefahrzeug samt Dachzelt. Klarerweise brauchen all jene Touristen dann umgehend, also sofort, einen Supermarkt in dem Lebensmittel für mindestens 1 Woche meist aber für die ganzen 3 Wochen eingekauft werden.

Dies bedeutet für die Kriminellen aber auch, dass exakt jene Touristen todmüde vom langen Flug, die Taschen aber voller Geld, unerfahren im Linksverkehr weil aus Deutschland kommend, schlaftrunken durch den Supermarkt stolpern und all ihr Gepäck sicher versperrt im Toyota am „bewachten“ Parkplatz wähnen.

Dass der Parkwächter nur Zierde ist, stellen viele dann gleich fest, wenn
ad1: ihr KFZ aufgebrochen wurde und alles weg ist, oder
ad2: der Dieb sie vor dem Auto stellt und ihnen alle Wertsachen abnimmt.
Deshalb gehe ich den wesentlich komfortableren vor allem aber sichereren Weg und lasse einkaufen, bevor ich ankomme. Das wird gerne für den zahlenden Kunden erledigt und ich spare Nerven und Zeit.

Die Fahrt nach Düsternbrook dauerte dann nur 45 min und so kamen wir bereits gegen 17:00 Uhr an und bezogen dort das von mir reservierte Felsenzimmer. Ich hatte im Vorfeld viel über Düsternbrook gelesen und war gespannt wie es mir dort – immerhin ist Düsternbrook die älteste Gästefarm Namibias – gefallen würde.

Vor allem aber war ich gespannt darauf ob ich trotz Vollmondes in der Lage sein würde Fotos von Sternen zu machen, oder sogar die Einsüdung würde üben können. Übrigens gibt es von Düsternbrook überhaupt keine Fotos in der Nacht. Also zu mindestens habe ich kein einziges bei Flickr gefunden. Das ist witzig, denn so malerisch wie es auf dieser Anhöhe am Fluss liegt, bietet es sich eigentlich an für schöne Fotos von der Landschaft bei Nacht.

Leider war das Zimmer an sich eine herbe Enttäuschung. Die alten Möbel wären nicht das Problem, denn auch alte Gegenstände lassen sich liebevoll arrangieren, doch uns kam es auch nicht besonders sauber vor. Das hätte mich nicht gestört, aber das Bad mit seiner Dusche und dem Waschtisch und seinem direkt darüber hängenden Holzkästchen ist eine Katastrophe. Von allen Unterkünften in Namibia – und ich keine schon gute zwei Dutzend – ist dies bis auf Mesosaurus Fossil Site das schlechteste Bad ever.

Mir ist aber bewusst, dass ich ein Luxustourist bin und mein Maßstab nicht für andere gelten muss, nur möchte ich gerade im Urlaub mich nicht mit weniger als zu Hause zufrieden geben. Und Einwände bezüglich der Lage in Namibia lasse ich vielleicht in extremen Lagen wie entlang der D707 gelten, diese treffen aber auf eine Lodge nahe Windhoek einfach nicht zu. Hier ist alles binnen einer Autostunde zu organisieren.

Und spätestens seit Billigunterkünfte (Düsternbrook hat offiziell 2 Sterne) richtig viel Geld verlangen – das Felsenzimmer kostet 2015 EUR 145.- pro Nacht inkl. DBB (bei Belegung mit 2 Pax).

Es wurde über Düsternbrook schon sehr viel geschrieben und Herr Vaatz ist nie müde Kritiken in Tripadvisor lautstark zu kommentieren. Als wir vor Ort waren, war er gerade auf Urlaub in Angola und die Lodge wurde von seiner Tochter geführt. Das Personal war sehr freundlich und zuvorkommend, von dieser Seite kann ich nichts negatives sagen, allerdings fanden wir die Einteilung der Gäste am Abend bzgl. der zwei verschiedenen Zimmer etwas seltsam, vor allem wurde niemand gefragt wo er denn sitzen möchte.

Meine Intention nach Düsternbrook zu fahren war, wie wahrscheinlich für die meisten Touristen, die inzwischen berühmten Geparden und Leoparden Beobachtungstouren mitmachen zu können. Am zweiten Tag haben wir dies am Nachmittag und am dritten Tag am Vormittag gemacht. Dabei ist uns folgendes aufgefallen:

Es werden kleine Kinder auf den offenen Jeeps mit in die Gehege genommen! Auf unserer ersten Tour waren 4 Kinder unter 10 Jahren mit dabei. Allen Raubkatzen wurden die Fangzähne in der Hälfte abgeschnitten (saubere Schnitte waagrecht, keine Bruchkanten!). Ich kommentiere dies bewusst nicht, kann aber mit Fotos belegen was ich behaupte. Vor allem aber sind die Gehege der Leoparden viel zu klein und sicher nicht Artgerecht für afrikanische Verhältnisse.

Was mir bei meinen Nahaufnahmen der beiden Leoparden weiters auffiel, sind die extrem kleinen Pupillen trotz liegen der Raubkatze im Schatten. Auf meine direkte Frage an unseren Ranger ob Tranquilizer in die Fleischstücke gemischt werden um die Tiere ruhigzustellen (was mMn bei den kleinen herumschreienden Kindern gar keine schlechte Idee wäre) lachte dieser nur und als ich nachhakte und ihn auf die Gefahr mit den Kindern ansprach verneinte er halbherzig.

Das Abendessen am ersten Abend war nicht schlecht, aber die herumgereichten Schüsseln reichten nur deshalb für all an jenem Abend anwesenden Personen, weil sich niemand viel nehmen traute. Eine etwas komische Situation wenn man tagsüber unterwegs war und wirklich hungrig Platz nimmt. Die Kritik vieler Gäste es läge viel Gerümpel und alte Gerätschaften herum kann ich ebenfalls nachvollziehen, denn nur wenige „Ausstellungsstücke“ aus längst vergangener Zeit sind bewusst schön drapiert und augenscheinlich für Fotografen postiert worden. Der Rest kugelt einfach irgendwo herum und rostet leise vor sich hin.

Lustig fanden wir, dass wir einem rührigen Mitte Sechziger aus Johannesburg trafen, der vor lauter offener Blasen an seinen Füßen kaum gehen konnte. Auf Düsternbrook wurde nämlich just in der Woche in der wir ankamen ein neuer 90 km (neunzig) Hike von 6 Profis aus den Johannesburger Hiking Club vorgenommen. Also, ob er auch „idiotproof“ wäre. Auch wenn dieser Wahnsinnstrip nur offiziell auf Düsternbrook beworben wird und querfeldein über Berg und Tal quer durch 3 angrenzende Farmen führt , rate ich eingehend davon ab!

Die von Hrn. Vaatz extra eingeflogenen Profis aus Südafrika haben die 90km in 6 Tagen mit Ach und Krach bewältigt und der Mann – dessen Namen ich mir nicht gemerkt habe – gab zu, dass selbst er neben der schweren Verletzungen beider Füße (trotz ärztlicher Betreuung unterwegs – die Füßen wurden komplett getapet), mehrfach kurz vor dem aufgeben war.

Wie man dies normalen Touristen als lustige Wanderung verkaufen, resp. empfehlen kann, ist mir schleierhaft.

Nichts desto trotz liegt Düsternbrook aber an einem Landschaftlich großartigen Flussarm der von Windhoek mit Wasser gespeist wird und der Lodge seinen tollen Charakter verleiht. Mit tollen Nacht Fotos und lustigen Klippschliefer Videos von sich im Sand badenden Tierchen verließen wir nach der zweiten Nacht die Lodge wieder und waren gespannt was Okonjima wohl bringen würde.
LG Wolfgang
zuletzt bearbeitet 04. Juni 2015
294 Beiträge · seit 200701. Juni 2015 · #30
Hallo Wolfgang,

wir waren vor vielen, vielen Jahren mal auf Düsternbrook und viel scheint sich jetzt nicht geändert zu haben...
Kinder beim GamedrTippfehler korrigiertive, knappes Essen, Zimmer, die mal ein Update gebrauchen könnten...
Naja, da würde ich ggf. gegenüber lieber unterkommen um dann als Tagesgast kurz rüber zu fahren um die Katzen zu sehen.
Aber jeder wie er mag 🙂

Bin mal gespannt, was Du über Okonjima zu berichten hast. Unser letzter Besuch war 1997 🙁

VG
Achim
0
zuletzt bearbeitet 01. Juni 2015
284 Beiträge · seit 201001. Juni 2015 · #31
Also, einen Teil der Formis als "Korinthenkacker" zu bezeichnen ist schon ein starkes Stück und sagt viel über den Autor.
Aber ich werde den Threat hier nicht noch weiter aufblasen.

Fredi
Die Massai haben erzählt, dass sich zwei Löwen das Grab als Ruheplatz ausgesucht haben. Von dort haben sie eine gute Sicht ins Tal und auf das Wild. Ich darf nicht vergessen, es Denys zu erzählen, er würde sich darüber freuen. ( Frei nach Tanja Blixen)
zuletzt bearbeitet 01. Juni 2015
284 Beiträge · seit 201001. Juni 2015 · #32
Hallo Wolf,
nur ur Info: habe deine Beleidigung beim Moderator gemeldet
Die Massai haben erzählt, dass sich zwei Löwen das Grab als Ruheplatz ausgesucht haben. Von dort haben sie eine gute Sicht ins Tal und auf das Wild. Ich darf nicht vergessen, es Denys zu erzählen, er würde sich darüber freuen. ( Frei nach Tanja Blixen)
126 Beiträge · seit 200902. Juni 2015 · #33
Hallo Fredi1,

welche objektive Beleidigung hat Wolf - ich denke A-Wolf ist gemeint - denn begangen? Er hat doch nur auf die Bedeutung des Begriffs "Kor..." hingewiesen.

Ich hoffe die Moderatoren werden Deine/Ihre Meldung ignorieren.

@Weitwinkelkalahari: Entschuldigung aber soetwas kann ich nicht leiden und muss beantwortet werden. Ich hoffe Du Schreibst trotzdem weiter.

@Alle: Ein wenig Nettigkeit in der Welt und im Forum sind sicherlich nicht verkehrt. Und manchmal schreibt jemand auch etwas ohne Hintergedanken und andere verstehen es anders/falsch. Da sollte dann aber eine Richtigstellung des Schreibers den Diskurs verstummen lassen.

Bitte bedenkt:
Hier möchte ein Forumsmitglied einen Bericht schreiben. Nun lasst ihn doch. Es gibt bestimmt interessierte. Die die es nicht interessiert können den Bericht ja ignorieren.

In der Hoffnung ab jetzt weiteres vom Autor und interessierten Lesern zu lesen.

Viele liebe Grüße

Peter
zuletzt bearbeitet 02. Juni 2015
1'182 Beiträge · seit 200602. Juni 2015 · #34
Hallo Peter,

für mich war der ursprüngliche Titel des Threads auch total daneben. Ich habe nicht reagiert, weil ich es grundsätzlich möglichst vermeide und weil es andere erfreulicherweise gemacht haben.

Du erwartest Nettigkeit in der Welt und im Forum. Einverstanden! Du meinst, dass eine Richtigstellung des Schreibers den Diskurs verstummen lassen sollte. Grundsätzlich einverstanden, aber in diesem Fall keineswegs. Die Richtigstellung ist nicht aus Überzeugung geschehen, sondern nur, um die ´Korinthenkacker´ zu befriedigen. Das hat mit Nettigkeit nichts zu tun.. Das halte ich für reichlich arrogant. Da fühle ich mich auch betroffen - und der Hinweis von A. Wolf hilft mir überhaupt nicht.

Gruß,
Bernd
0
zuletzt bearbeitet 02. Juni 2015
Themenstarter841 Beiträge · seit 201302. Juni 2015 · #35
SaschaHH schrieb:Hallo Wolfgang,
.....Aber Schluss damit. Überschrift geändert, alles gut.

Und dann ging der Bericht los und ich muss sagen: Jwau, der absolute Wahnsinn. Ja ich habe mich durchaus auch schon mit dem Thema beschäftigt. Ja, ein paar "Bildchen" mit Star-Trails in dunklen Nächten in der Einsamkeit der Joshua Tree Wüste hängen auch bei mir zuhause an der Wand. Aber das Fachwissen und die Muse es niederzuschreiben... Hut ab, Wahnsinn, ich bin begeistert und ein wenig sprachlos. Sascha
Hallo Sascha!

Danke für deinen netten Worte. Ich habe auch nur deshalb soviel in meine Einleitung gepackt da ich dachte jeder würde gerne gelungene Sternenfotos mit nach Hause bringen, aber zumeist scheitert es nicht an den Möglichkeiten oder der verfügbaren Kamera, sondern an falschen Kameraeinstellungen.

LG Wolfgang
LG Wolfgang
Themenstarter841 Beiträge · seit 201303. Juni 2015 · #36
Hier der ausgewachsene Leopard von Düsternbrook mit Detail:
LG Wolfgang
1'523 Beiträge · seit 201103. Juni 2015 · #37
@ Wolfgang,

ehrlich gesagt sehe ich den Sinn nicht, die unteren Eckzähne zu kürzen..........

falls der Leopard schon älter ist........könnte das auch eine Abnützung durch den

Gegenbiss sein (das Gebiss hätte ich gerne geschlossen auf einem Bild gesehen,

dann wären wir klüger)..... 🙁 😉 🙂

BMW

ausserdem riskiert man eine Zahnpulpaerröffnung (mit Gangrän)........Schmerzen für das Tier.... 🙁 🙁

verbunden mit Tierarztkosten.....etc 🙁 🙁 🙁 🙁
zuletzt bearbeitet 03. Juni 2015
Themenstarter841 Beiträge · seit 201303. Juni 2015 · #38
BMW schrieb:@ Wolfgang,

ehrlich gesagt sehe ich den Sinn nicht, die unteren Eckzähne zu kürzen..........
Ich auch nicht, da es aber bei beiden Leoparden und den Geparden auch so ist....
Und Bruchkanten bei Zähnen sind nicht in jedem Fall exakt waagrecht, also jedenfalls nicht bei mir! 😈
LG Wolfgang
2'845 Beiträge · seit 201103. Juni 2015 · #39
o.T. 🙁
Das Warum ist m.M. sehr einfach: 😠
"Die langen, dolchartigen Eck - oder Fangzähne dienen zum Packen, Töten und Festhalten der Beutetiere..." - das soll ja auf der "Farm" auf keinen Umständen passieren.
Den Unterschied von Düsternbrook zu anderen "Gefangenenlagern" wie zB. den "Lions Park" kann ich eh nicht erkennen!
Ist nur meine Meinung - sorry Wolfgang. Ich hoffe, es gibt nicht wieder eine endlose Diskussion!
Die Fotos gefallen mir aber.

@BMW: bei Abrasion durch den Antagonisten im OK würde das "Schleifbild" anders aussehen. Das Tier muss gelitten haben!

Grüße
Strelitzie
5'479 Beiträge · seit 200903. Juni 2015 · #40
Solch ein Zahnbild habe ich bislang noch nie bei älteren Katzen gesehen, weshalb ich davon ausgehe, dass es keine natürliche Ursache hat. Obwohl ich nie da war (und aufgrund vieler Berichte auch nie besuchen werde), wird mir Düsterbrock immer suspekter.
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