BerndW487 Beiträge · seit 201221. Apr. 2015 · #21Sicher spielt auch die Software der 4x4 Automatik eine Rolle, ein Crawlmodus bei Abwärtsfahrt ist angenehm.
Außer beim Dünenfahren bevorzuge ich den 4,2L Saugdiesel des Landcruisers, einfache Technik. Nichts ist angenehmer als im 2. oder 3. Gang bei einem Tocktock im Standgas zu pirschen, im Notfall lässt er sich anschleppen und ein Gang funktioniert fast immer. Die Kupplung ist allerdings nur zum Einlegen, aufgrund der Kraft ist schleifenlassen nicht zu empfehlen. Mit der Maschine kann man sogar im Nxai Pan Tiefsand anfahren und die auch die Anfälligkeit bei Wasserdurchfahrten ist geringer.
Wer in Namibia anfängt, lernt sicher mit einem schwach motorisierten 2,5L Hilux am meisten, der Tiefsand zum Dead Vlei ist eher von der harmlosen Sorte und ist auch damit leicht zu machen.
OLOlaf.L24 Beiträge · seit 201422. Apr. 2015 · #22hallo zusammen,
für eine Einsteigertour in Namibia ist es egal ob Schalter oder Automatik. Wer eh keinen großen Bock und Freude beim Autofahren hat, ist mit einer Automatik sicher komfortabler bedient. Wenn's richtig ins "Eingemachte" geht, zählt für mich nur 2 Starrachsen, Schaltgetriebe mit Untersetzung, 2 Differenzialsperren und hohe ( nicht unbedingt breite) Reifen.
Im schwierigem Gelände sehe ich für Automatik keine Vorteile, einzige Ausnahme 200m Dünenauffahrten, dann aber bitte mit mindestens 200PS. 😄 Wer mit Schaltgetriebe und seinem Auto richtig umgehen kann, hat den großen Vorteil, rechtzeitig und vorausschauend den richtigen Gang für die optimale Leistung und Drehmoment zu wählen und diesen ggf. auch zu halten.
Der Mensch "liest" das Gelände und nicht die Elektronik des Automatikgetriebes. Wer mit Automatik im Gelände unterwegs ist, wird bei richtiger Anwendung eh öfters manuell eingreifen z.B. um ein Hoch- oder Runterschalten zu verhindern oder einen bestimmten Gang fix zu machen. Für Namibia reicht meiner Meinung nach ein etwas höherer SUV für fast Alles!! Wenige Ausnahmen im Nordwesten, eine Dünentour in der Namib und bei Wasser in den Flusstälern.
BerndW :danke für die qualifizierten Beiträge, auch in der Diskussion"2. Reserverad" Frage, warum nicht Dünenfahren mit dem 4,2L Cruiser?, Wegen dem etwas schwach anmutenden Saugdiesel? Der Fahrer ist eindeutig der limitierende Faktor, es ist unglaublich, was selbst mit voll beladenem Reise- HZJ im Sand alles geht!! Nur die 200m Auffahrten, da gibt's bessere Motorisierungen 🙁
Gruß Olaf
Topobär5'479 Beiträge · seit 200922. Apr. 2015 · #23Es hat sicher einen Grund, weshalb die Veranstalter der Namib-Durchquerungen für diese Touren den 4,2l Saugdiesel Landcruiser nicht zulassen.
Für jedes andere Gelände mein absoluter Lieblingswagen. Ich weiss gar nicht, ob es den auch mit Automatik gibt. Hab ich leider noch bei keinem Vermieter gesehen.
OLOlaf.L24 Beiträge · seit 201422. Apr. 2015 · #24Hallo Topobär,
Automatik im HZJ ist mir ab Werk nicht bekannt, außer die privaten Umbauten mit dem Automatikgetriebe aus dem HDJ 80 in
Verbindung mit dem 4,2L TD
Übrigens mit dem Tourveranstalter im Bezug auf den HZJ, wenn mich nicht alles täuscht, war auf Eurer Tour ein Defender mit
Orginalmotorisierung dabei. Dem reicht der HZJ aber allemal das Wasser. Also wieder so ein Splien.
Wir waren mit dem HZJ 75 mehrmals im Erg Oriental, durch den Ubari, Erg Tifferine und Isouane, hat richtig Spass gemacht,
und wenn doch mal was zu hoch war, wurde eine alternativ Passage gesucht.
Gruß Olaf
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200822. Apr. 2015 · #25...und selbst mit'm lahmen BJ75, 3,5l Saugdiesel geht da einiges im Erg, man muss nur'n bisschen üben und die Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs gut einschätzen können und nicht meinen, dass man alles damit kann.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Topobär5'479 Beiträge · seit 200922. Apr. 2015 · #26Ich hab ja nun auch schon ein paar Erg-Durchquerungen in der Sahara hinter mir. Gegenüber den Anforderungen in der Namib war das ein Witz. In der Sahara war es immer viel weitläufiger. Es gab immer die Möglichkeit in den Dünentälern um die Dünen herum zu fahren. Man musste nur kurze Auffahrten bewältigen. In der Namib sind die hohen Dünen total ineinander verschachtelt. Da kann man oft nicht drum herum fahren.
OLOlaf.L24 Beiträge · seit 201422. Apr. 2015 · #27Topobär, dass glaube ich Dir, Deine Bilder dazu haben das schon gut rüber gebracht, sehr beeindruckend!
Aber bist Du nicht auch der Meinung, was dem Landy dort ging, geht mit dem Saug- Cruiser auch?
Gruß Olaf
Topobär5'479 Beiträge · seit 200922. Apr. 2015 · #28Der Landy, den wir dabei hatten, war die kurze Version und somit zumindest erheblich leichter als der Landcruiser. Dort wo es ganz extrem wurde hat unser Guide ein paar Mal einen Chickenway für den Landy suchen müssen. Auch hin der Landy mindestens 10x so oft fest, wie die anderen Fahrzeuge. Zweimal war es dem Besitzer nicht möglich, den Landy wieder aus einem Dünental herauszubekommen, so dass sich unser Guide ans Steuer setzen musste. Selbst der brauchte dann etliche Anläufe, bis der Landy draußen war. Dabei wurde der Wagen jeweils an die Grenze der Belastbarkeit gebracht. Es hörte sich wirklich so an, als würde der Landy vor Schmerz schreien.
Wahrscheinlich bringt man auch einen 4,2l Saugdiesel Landcruiser irgendwie von Lüderitz durch die Namib nach Walvis Bay. Man wird aber sicher viele Umfahrungen nehmen müssen und ständig festhängen. Ein Spaß ist das ganz sicher nicht. Weder für den Fahrer noch für die Mitreisenden in den anderen Fahrzeugen.
Ansonsten liebe ich den Landcruiser und er ist immer meine erste Wahl. Nur nicht in Dünen.
Jens_Dietzel1'455 Beiträge · seit 200622. Apr. 2015 · #29Nissan Patrol, 4.8l Benziner mit Automatik.
Nix besseres.
...brauchst nur einen Tankwagen der folgen kann, die fast 18l/100km dezimieren leider die Reichweite, zumal meiner nur den 95l Standardtank hat und nicht den 40l Subtankzusaetzlich. Muss noch Zusatztank schweissen lassen, die vielen Kanister auf dem Dach sind schlecht fuer den Schwerpunkt 😉
Frueher war ich ueberzeugter Schaltgetribefahrer, bis auf den Punkt mit dem Anschieben und Reparatur, nur Vorteile mit Automatik.
LG Jens
Topobär5'479 Beiträge · seit 200922. Apr. 2015 · #30So einen hatten wir auf unserer Namib-Tour auch dabei. Ein echtes Monster. Hat auf der Tour 280l verbraucht, aber Leistung ohne Ende. Allerdings auch sehr schwer. Wenn der Mal fest saß war es echt Arbeit ihn rauszuziehen.
maggus785 Beiträge · seit 200822. Apr. 2015 · #31Hi,
ist zwar off topic, aber dennoch mal ne Frage an die Spezialisten, was eurer Meinung nach das ultimative Dünenauto?
Gruss
Markus
Topobär5'479 Beiträge · seit 200922. Apr. 2015 · #32Bei den Serienfahrzeugen und bei 2 Personen Besatzung: Toyota Fortuner 3,0l D-4D mit Automatik-Getriebe.
Das sage ich nicht, weil wir diesen Wagen gefahren sind, sondern ich zitiere damit unseren Guide.
Gründe: Leicht, starker Motor, geringer Verbrauch, selten technische Probleme, die Automatik harmoniert sehr gut mit den Anforderungen in den Dünen.
Jens_Dietzel1'455 Beiträge · seit 200622. Apr. 2015 · #33Iss ja langweilig 😎
280l fuer einen Patrol mit 2.4xx Tonnen Leergewicht find ich gar nicht soooo schlimm 😊
Die Saudis pimpen die Kisten auf ueber 1000PS, aber frag mich nicht, ob der Verbrauch dabei runtergeht....
LG Jens
dergnagflow2'534 Beiträge · seit 200722. Apr. 2015 · #34Das Problem mit den 280 Litern ist nur, dass du die zu Beginn schon mitschleppen musst. Ohne Zusatztank ist da mal nix und selbst dann musst dir noch irgendwo 6 Stück 25 Literkanister hinschnallen. Meistens auf's Dach. Auch nicht lustig...
BerndW487 Beiträge · seit 201222. Apr. 2015 · #35Topobär schrieb:Es hat sicher einen Grund, weshalb die Veranstalter der Namib-Durchquerungen für diese Touren den 4,2l Saugdiesel Landcruiser nicht zulassen.
Für jedes andere Gelände mein absoluter Lieblingswagen. Ich weiss gar nicht, ob es den auch mit Automatik gibt. Hab ich leider noch bei keinem Vermieter gesehen.
Der 4,2L Landcruiser wird noch wegen der australischen Minenarbeiter gebaut und der Nachfrage aus Afrika. Eine Automatik gibt es nicht, bei den Drehmomente einfach zu teuer und groß.
P.S.: Mit Dünenfahrten meine ich über 50m und mehr, das geht mit dem unaufgeladenem Saugdiesel einfach nicht.
Ansonsten halte ich den Landcruiser und das G-Modell für die zuverlässigsten Fahrzeuge von der Stange. Ein Unimog ist leider zu groß und zu teuer.
BerndW487 Beiträge · seit 201222. Apr. 2015 · #36Topobär schrieb:Ich hab ja nun auch schon ein paar Erg-Durchquerungen in der Sahara hinter mir. Gegenüber den Anforderungen in der Namib war das ein Witz. In der Sahara war es immer viel weitläufiger. Es gab immer die Möglichkeit in den Dünentälern um die Dünen herum zu fahren. Man musste nur kurze Auffahrten bewältigen. In der Namib sind die hohen Dünen total ineinander verschachtelt. Da kann man oft nicht drum herum fahren.
Genau das ist der Punkt, Sahara ist Dünenschaukeln und für Landcruiser kein großes Problem.
BerndW487 Beiträge · seit 201222. Apr. 2015 · #37maggus schrieb:Hi,
ist zwar off topic, aber dennoch mal ne Frage an die Spezialisten, was eurer Meinung nach das ultimative Dünenauto?
Gruss
Markus
Kamel an erster Stelle 🙂 , Buggy mit Schaufelrädern, leistungsstarke Modelle mit breiten Reifen und kurzem Radstand und guten Kühlsystemen. Der Fortruner scheint wirklich interessant zu sein. Danke übrigens an Topobär für den Bericht!
PEpeterB249 Beiträge · seit 200622. Apr. 2015 · #38Hallo Jens
Ueberlege Dir das gut mit dem grösseren Tank.Ich hatte mir so einen 135l Tank einbauen lassen.
Schlussendlich habe ich nach2 Tanks auf Garantie einen nachbauen lassen mit etwas mehr Verstärkung.
Auch den hat es gerissen.Das Resultat war dann wieder einen Originalen einbauen lassen.
Durch den grösseren Tank bist Du sehr anfällig auf Schläge von unten, dadurch werden die Zwischenwände im Tank deformiert und dieser reisst an den Schweissnähten.
Auf der Tour zum KuneneMund habe ich tapfere 35 Liter verbraucht.
Gruss Peter
Alex_Muc857 Beiträge · seit 201423. Apr. 2015 · #39Hallo,
mal eine ernstgemeinte Frage: Sind die Touren durch die Namib eher "Geniesser"-Touren für Landschaft oder für Leute, die mal richtig Gelände fahren wollen?
Was ich so lese, wundert es mich, dass Leute wie mein Vater vor 30 Jahren mit Unimogs mit 60/70 PS durch die Dünen fahren konnten (ja, man fuhr nicht jede hoch, sondern versuchte zu umfahren). Ebenso mit dem G, der nur 128 PS hat..
Wenn es um Gelände geht, dann ist ein Buggy ideal, praktisch kein Gewicht und viel Leistung (aber viel Sprit passt auch nicht rein 😉 ). Der Fortuner ist wirklich sehr gut, mich hat bei einem Freund beeindruckt, wie mühelos das Auto durch Sand geht (keine Dünen) - übrigens ein Automatik 😉
Zum Tank: Wir fahren seit Jahrzehnten Ersatztanks, und undicht war noch nie einer.. gibt es da nicht Alternativen, die nicht reissen? Kann ich mir kaum vorstellen, dass alle Hersteller/Einbauer diese Probleme haben..
Viele Grüße
Alex
MAmartin6154 Beiträge · seit 201523. Apr. 2015 · #40Guten Tag,
wenn der Fortuner nun der heilige Gral des Dünenfahrens sein soll, dann muss es der ordinäre Hilux in gleichem Maße sein. Denn der Fortuner ist ein Hilux, bei dem der hintere Teil der Karosserie etwas anders ausfällt. Bis zur B-Säule ist auch die Karosserie identisch. Technik der Autos, Motoren, Getriebe usw. sind weitgehend gleich. Vorderer und hinterer Böschungswinkel sind gleich. Leergewicht (Doublecab gegen Fortuner) ist gleich. Bodenfreiheit ist gleich. Der Hilux hat lediglich 30 cm mehr Radstand und dadurch einen Tick schlechteren Rampenwinkel (Dünenkämme).
Gruß, Martin