Zwölf Wochen durch das südliche Afrika

127 Antworten · 25,9k Aufrufe · gestartet 16. Feb. 2015 von Der Reisende
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2'097 Beiträge · seit 200617. Feb. 2015 · #21
Hallo,

dein Titel klingt nach einem absoluten Traumurlaub. Den würde ich auch gerne mal über unseren Reisebericht schreiben.

Auf Kubu Island waren wir vor einigen Jahren auch. Damals waren wir ebenso beeindruckt von der Weite.

Bin schon auf die weiteren Etappen gespannt.

Hast du auch eine größere Darstellung eurer gefahrenen Strecke?

Viele Grüße
Uwe
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1'674 Beiträge · seit 201217. Feb. 2015 · #22
Hallo Reisender,

Ich hab mich auch noch in den Landy gequetscht.
12 Wochen!! 🤩

Da kommen bei aller Freude auf deinen Bericht doch leichte Neidgefühle auf. 😮
Ich weiß jedoch schon, theoretisch kann es jeder machen. Ein bisschen mehr Mut, ein bisschen mehr Abenteuerlust, ein bisschen mehr Entschlossenheit, ein bisschen mehr.... Ach was, ich finde es toll, dass IHR euch das getraut habt und uns daran teilhaben lasst.

Freue mich auf eure Abenteuer. Sind sie doch der Stoff für meine Träume.

Liebe Grüße
Dagmar
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
5'479 Beiträge · seit 200918. Feb. 2015 · #24
Worüber wird man denn bei dieser Sicherheitsbelehrung von der Polizei belehrt. So etwas habe ich bislang noch nie erlebt.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter152 Beiträge · seit 201318. Feb. 2015 · #25
Hallo zusammen,

vorweg ein großes Dankeschön an all die Danke-Button Drücker.

@ Eulenmuckel
Ja wir hatten eine gute Reise und zwölf Wochen sind eine lange Zeit und doch sind sie schnell vorbei. Mit der größeren Darstellung der Reiseroute muss ich mal schauen wo ich die verbudelt habe.

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hier ist die Route ....

@ take-off
mehr Mut ist nur ein Teil der Wahrheit, du brauchst ein gutes Stück Langmut um so was durchzuziehen. planen - Strecke festlegen, nur um festzustellen was alles Zeitlich nicht geht … Also alles nochmal auf Start und von vorn …. Das südliche Afrika ist einfach zu groß und es gibt zu viele schöne Ziele um diese in drei Monate zu packen …

@ erdferkel
genau fahrt da hin es lohnt sich wirklich … wir werden da mit Sicherheit auch nochmal hinfahren …

@ Topobär
man wird über das „sichere“ fahren auf den Straßen belehrt wie Fahrerwechsel, Pausen einlegen etc. Das ganze hatten wir mindesten zweimal gehabt.
Viele Grüße Der Reisende ________________________ Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. Aurelius Augustinus Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 18. Feb. 2015
Themenstarter152 Beiträge · seit 201318. Feb. 2015 · #26
17.07.2014 Senyati - Ihaha
Am Morgen ist das Dachzelt feucht vom Morgentau. Die Sonne trocknet es relativ zügig.
Mit der kleinen Getriebeuntersetzung haben wir so unsere Schwierigkeiten (die Untersetzung lässt sich oft nur sehr schwer bedienen). So dauert das Befahren der tiefsandigen Ausfahrt zur A3 etwas länger. Kaum auf der A3 angekommen, werden wir in einer Polizeikontrolle wieder mal belehrt zur vorsichtigen Fahrweise … Weiter geht es in Richtung Kasane. Dort stehen diverse Besorgungen auf der To-Do Liste wie Briefmarken besorgen, Lebensmittel kaufen, Bargeld vom Geldautomaten abholen etc. Nach dem Einkaufen brechen wir in Richtung Chobe NP auf. Am Sidudu Gate können wir die Eintritte für den Chobe NP und den Moremi NP bezahlen. Die Zeltplätze hatten wir ja bereits im September 2013 gebucht. Während der Fahrt an der Chobe River Front sehen wir viele Tiere.


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Unser Zeltplatz liegt direkt am Chobe River.


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In der zunehmenden Dämmerung auf unserer Campsite hören wir immer öfter ein Knacken, Rascheln und Stampfen. Wir bekommen ein mulmiges Gefühl. Als wir mit der Taschenlampe schließlich leuchten, funkeln uns unzählige Augenpaare an. Es sind Büffel, die am Flussufer entlang gehen. Ein schön-schauriges Erlebnis, aber für uns noch sehr ungewohnt. Wir sind dann bald in unserem Zelt verschwunden.

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18.07.2014 Ihaha - Lynianti
Wir stehen früh gegen 05:30 Uhr auf. Es ist fast noch dunkel und ziemlich kalt.

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Die Strecke nach Lynianti soll lang und tiefsandig sein, deshalb wollen wir früh los. Nach dem Frühstück kommt Lesley, unser Nachbar auf der Campsite (ein Weißer aus Harare) vorbei und will wissen, ob wir nachts etwas bemerkt haben. An seinem Auto soll jemand versucht haben, die Türen zu öffnen. Wir haben nichts dergleichen bemerkt und an unserem Auto sind auch keine Spuren zu entdecken. Wir sind froh, dass nichts passiert ist. Es geht dann am Chobe River entlang, bevor die Piste vom Fluß wegführt. Viele Tiersichtungen haben wir unterwegs – Antilopen aller Art, Affen, Zebras usw.



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Wir verlassen den Chobe NP und es geht auf Asphalt weiter. Später, als wir wieder auf eine Piste wechseln, müssen wir den Luftdruck in den Reifen senken, was sehr zeitaufwendig ist.
Die Strecke ist zum Teil sehr tiefsandig. Gut, dass wir einen Landrover haben.


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Plötzlich sehen wir in einiger Entfernung eine Elefantenherde, die mitten auf der Piste sich vergnügt. Sie nehmen ein Sandbad. Wir warten in einigem Abstand und schauen uns das Schauspiel an. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen. Irgendwann dauert es uns doch zu lange und wir fahren einfach ganz langsam auf sie zu. Die Elefanten haben uns schon lange bemerkt. Als wir etwas näher kommen, verschwinden sie im Busch. Der tiefe Sand wird immer mehr, aber für den Landrover kein Problem. Die Untersetzung tut ihren Dienst. Schließlich kommen wir am Gate an. Kurz danach sind wir auf der gebuchten Campsite. Von weitem hören wir schon die Flußpferde brüllen und überall liegt der Elefantendung herum. Unter hohen Bäumen liegt unser Platz, ein herrliches Fleckchen Erde.
Nach einer wohltuenden Dusche wird es Zeit, das Abendessen vorzubereiten. Die Sonne geht wieder viel zu schnell unter.


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19.07.2014 Lynianti - Savuti
In der Nacht sind die Flusspferde gut zu hören und am Morgen entdecken wir ihre Spuren unweit von unserem Landrover. Nach dem Frühstück geht es los in Richtung Savuti. Die Strecke ist auch hier sehr tiefsandig. Da kommt mal wieder die kleine Untersetzung zum Einsatz. Das Wetter ist wie immer sehr schön und wir genießen die Landschaft, als wir von zwei Fahrzeugen in hoher Geschwindigkeit überholt werden.


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Wenig später erreichen wir eines der beiden Fahrzeuge, die uns überholt haben. Es steckt fest im Tiefsand - festgefahren. Der Toyota liegt mit dem Unterboden vollflächig auf. Das kommt davon, wenn man die Spur wechseln will. Es sind drei junge Männer aus Österreich, die es ein bisschen zu eilig hatten. Mit vereinten Kräften und den Klappspaten bzw. mit bloßen Händen haben wir den Toyota bald freigeschaufelt. Nach gut einer halben Stunde können wir unseren Weg fortsetzen. An der Rezeption in Savuti treffen wir die drei wieder. Dort erfahren wir auch, dass in ca. 40 km Entfernung – Jackal Island – ein Löwenrudel einen Büffel gerissen hat. Also, nichts wie los und auf die Suche nach den Löwen. Gut, das wir Detailkarten haben und ohne T4A hätten wir Jackal Island wohl nicht gefunden. Unterwegs treffen wir auf die Büffelherde und etwas weiter weg sind schon die ersten Geier zu sehen.


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Kurz danach entdecken wir den Riss …


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Es ist ein Fahrspur zu entdecken, die kreisförmig um den gerissenen Büffel im großem Abstand herum verläuft. Nach dreimaligem Abfahren auf dieser Spur können wir das Löwenrudel nicht entdecken. Wir beschließen zum Campingplatz wieder zurückzufahren. Doch plötzlich sehen wir unter einem Busch im Schatten etwas liegen. Das könnte einer sein. Wir fahren etwas näher ran und siehe da, ein kleines Rudel – Männchen, Weibchen und zwei Jungtiere, die alle mit vollem Bauch im Schatten der Büsche schlafen.


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Auf dem Rückweg sehen wir dann noch Wasserböcke, Gnu´s ...


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Als wir uns auf der Campsite gerade häuslich einrichten wollen, bekommen wir Besuch. Der „Herr des Platzes“, ein Elefant stattet uns einen Besuch ab.


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Erstaunt nimmt er zur Kenntnis, dass sein Platz durch uns belegt ist, stutzt kurz und trollt sich bogenförmig am Platzrand entlang in den Busch, um ca. zehn Minuten später wieder einen Blick zu riskieren: „Sind die denn immer noch da???“
Einige andere Besucher stellten sich auch noch ein, wie Fuchsmangusten und einige Buschhörnchen nebst den hier immer gegenwärtigen Rotschnabeltoko`s. Ein Buschhörnchen legt sich mit einem Rotschnabeltoko an, der ihm zu nahe kam …

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So haben wir noch einen geselligen Abend. Als wir schlussendlich ins Zelt wollen, leuchten wir den Platz nochmals ab. Da ist doch was – Hyänen inspizieren noch unseren Platz ...
Viele Grüße Der Reisende ________________________ Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. Aurelius Augustinus Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 18. Feb. 2015
Themenstarter152 Beiträge · seit 201319. Feb. 2015 · #28
Hallo Graskop

das freut mich wenn du dir einige Infos rausziehen konntest 😄
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Themenstarter152 Beiträge · seit 201319. Feb. 2015 · #29
Weiter geht es in Richtung Moremi WR ...
20.07.2014 Savuti – Khwai River Gate
Nach einer weiteren sehr kalten Nacht ziehen wir alles an, was uns warm hält.
Gegen 08:30 Uhr brechen wir auf. Auf dem Pad in Richtung Khwai River sehen wir sehr viele Elefanten, Giraffen, Gnus, Geier, Zebras und Antilopen der verschiedensten Arten.


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Für die ca. 30 km lange Strecke bis zum Moremi NP brauchen wir ca. 1 ½ Stunden. Am Gate wollen wir ein Picknick machen, doch die Ranger weisen uns darauf hin, zum Essen doch im Auto zu bleiben.

Nach einer langen Fahrt auf einer Gravelroad sind es „nur“ noch etwa sieben km bis zum Camp am Khwai River. Plötzlich stehen wir vor einem Fluss. Wir steigen aus und beratschlagen, wie wir ans andere Ufer kommen. Der Seitenarm sieht erst mal nicht sehr tief aus, doch in der Mitte kann man den Grund nicht erkennen – alles ist dunkel. In dem durch eine Sandbank vom Fluss getrennten Seitenarm können wir keine Tiere entdecken, im Fluss schon – Flußpferde … Wir drehen um und versuchen unser Glück an einer anderen Stelle. Alsbald kommt uns ein Fahrzeug entgegen, dass in Richtung Fluss weiterfährt. Kurz danach stellen wir fest, dass es keine andere Möglichkeit gibt, als den Fluss zu durchqueren, also zurück zum Fluss. Dort treffen wir auf das andere Fahrzeug. Es ist eine Familie aus Deutschland. Während wir uns unterhalten, kommt noch ein 4x4 an, ebenfalls Deutsche. Nun sind wir zu „dritt“. Plötzlich kommt noch ein 4x4, diesmal mit Einheimischen und am anderen Ufer tauchen zwei Fahrzeuge auf, vermutlich sind es Südafrikaner. Dann geht es schnell, einer der Schwarzen und ein Südafrikaner waten durch den Seitenarm und „lotsen“ die Tiefe aus. Kurz danach steht fest, welchen Weg wir nehmen können. Wir legen die Reihenfolge fest. Am Landrover befestigen wir die Schleppleine und packen diese danach aufs Dach. Als letzte fahren wir los, Anspannung pur. Wir versuchen nicht in der Spur des Vorausfahrenden zu kommen. Es gelingt uns ganz gut und wir kommen ohne „abzusaufen“ ans andere Ufer.


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Die Freude bei allen Beteiligten über das Gelingen ist groß. Kurze Zeit später erreichen wir das Khwai Camp. Dort versorgen wir uns mit Feuerholz, ehe wir unsere Campsite beziehen. Für die ca. 110 km haben wir ungefähr 6 ½ Stunden gebraucht. Die Tage sind hier sind wie immer zu kurz, der Abend kommt sehr schnell, dann duschen, Tagebuch schreiben und das Kochen mit dem Potje dauert eben seine Zeit. Wir „fallen“ müde in unsere Schlafsäcke.

21.07.2014 Khwai River Gate – Third Bridge Camp
Die Nacht über sind unsere Freunde, die Hippos mal wieder besonders gut zu hören. Es ist eine schöne Geräuschkulisse, dennoch verbringen wir eine unruhige Nacht … Nach dem allmorgendlichen Check des Landrovers brechen wir in Richtung Third Bridge auf. Wir fahren gerade los, als einige Affen sich mitten auf dem Weg niederlassen und sich in der morgendlichen Sonne aufwärmen.


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Zuerst verpassen wir die richtige Piste, dadurch sehen wir aber einige Elefanten. Wenig später finden wir den Weg.


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Unterwegs treffen wir zwei Spanier, die ohne Navi unterwegs sind und sich ein wenig verfahren haben. Sie fragen uns nach dem Weg nach Xakanaxa. Da wir in dieselbe Richtung fahren, machen sie von unserem Angebot, uns zu folgen Gebrauch. Am Domo Hippo Pool machen wir eine kurze Rast. Der Blick über den Pool ist sehr schön. Der Hochsitz ist recht gut „bevölkert“, es ist ein Kommen und Gehen. Einige wenige Tiere sind zu beobachten.

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An einem Ausläufer eines Flusses treffen wir die Spanier wieder. Sie beratschlagen sich mit zwei Holländer, wie man am besten durch den seichten Fluss kommt.
Die Holländer machen sich fertig für die Durchquerung, die Spanier hinterher und bei uns heißt es GoPro dran und los. Das Wasser ist nicht allzu tief.


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Kurz danach biegen wir auf die Dry Route ab, wir müssen es ja nicht herausfordern …
Der Weg ist in sehr schlechtem Zustand und wir brauchen einige Zeit dafür. Plötzlich kommt die Motorleuchte, geht aber wieder aus. Der Motor kommt ab und zu ins Stocken. Das wiederholt sich nun bis zum Camp. Unterwegs verliert uns das Navi immer wieder, so dass wir bei einigen Abzweigungen unsicher sind, welche Piste wir nehmen sollen. Wir behelfen uns mit Karte und Kompass, so gut es geht. Dann hat uns das Navi wieder gefunden. Kurz vor Third Bridge fahren wir über eine Brücke. Die „Brücke“ (Third Bridge) ist stellenweise geflutet und die Knüppel sind lose und schlagen beim Darüberfahren von unten gegen den Landrover.


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An der Rezeption erklärt man uns, dass wir eine shared Campsite haben und uns diesen mit Anderen teilen werden. So sind auf unserem Platz zwei Polen und später kommen noch zwei US-Amerikaner dazu. Mit den beiden aus Kalifornien kommen wir schnell ins Gespräch, so dass wir den Abend gemeinsam am Lagerfeuer verbringen.

22.07.2014 Third Bridge Camp
Heute haben wir länger geschlafen. Wir machen uns also später auf den Weg, als sonst. Es geht auf die Halbinsel Mboma Island. Auf dem Weg dorthin entdecken wir drei Fahrzeuge, die abseits von der Piste um einen Baum herum stehen. Also gibt es dort was zu sehen. Bei unserem Ankommen fahren die Anderen gerade weg. Was ist zu sehen?

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Drei Löwen, ein Weibchen und zwei Männchen, noch relativ jung, liegen unter einem Baum. Zum ersten Mal konnten wir Löwen so nahe sehen. Wir verbringen dort einige Zeit, um die Löwen zu beobachten und würden sie am allerliebsten streicheln.
Dann geht unsere Fahrt weiter. Der Weg ist oft sehr schmal, kurvenreich und ausgefahren. Nur langsam kommen wir voran. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich. Offene Savannenlandschaft wechselt sich ab mit Wald, dazwischen immer wieder viel Schilf am Deltarand. Wir sehen Elefanten, Zebras und sogar Wildhunde (zum ersten Mal in unserem Leben).


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Nach der Rückkehr kommt das alltägliche Lagerleben… Am Abend sitzen wir mit den Kaliforniern am Lagerfeuer und erzählen lange. Als wir später zum Ablution Block gehen, sehen bzw. hören wir von anderen Campern, dass die Wildhunde einen Springbock neben dem Eingang gerissen haben. Aber es ist nur noch eine Blutlache zu sehen, die Ranger haben den Kadaver bereits entsorgt.
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zuletzt bearbeitet 19. Feb. 2015
2'097 Beiträge · seit 200621. Feb. 2015 · #30
Hallo,

vielen Dank für die Route. Das war sicher eine schöne Tour und in 12 Wochen ohne Stress zu fahren. Bin schon auf die weiteren Stationen gespannt.

Da wären wir uns im Savuti noch fast begegnet. Wir waren am Morgen des 19.7. noch bei Jackals Island bei dem Löwenrudel und haben den Chobe anschließend am Ghoha Gate verlassen. Den Elefantenbesuch hatten wir auf der Savuti-Campsite auch.

So eine Wasserdurchfahrt ist immer spannend. An dieser "vielbefahrenen" Stelle am Khwai ist es immer ratsam, auf Ortskundige zu warten. Mehrere Autos geben ein wenig Sicherheit.

Mit den Wildhunden hattet ihr aber Glück. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Viele Grüße
Uwe
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Themenstarter152 Beiträge · seit 201324. Feb. 2015 · #31
Hallo Eulenmuckel,

im Schnitt waren dass 156 km am Tag ... hört sich erst mal nicht viel an.
Es gibt Tage wo man gar nicht fährt bzw. zwei drei Tage an einem Ort ist.
dann hat man eben mal "Strecke" zu machen wenn man die selbst Gestecken Ziele erreichen will ...

Ja, dass wäre doch was gewesen hätten wir uns dort getroffen ... Mir ist im Vorfeld gar nicht in den Sinn gekommen uns als FOMI zu kennzeichnen. So hätten wir uns gar nicht erkannt …

Wildhunde sind schon faszinierende Tiere, schade das es sie so selten gibt ... 🙁
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1'558 Beiträge · seit 201124. Feb. 2015 · #32
Hallöle,
ich hatte ein bisschen nachzuholen, vielen Dank für euren kurzweiligen Bericht. Es erschüttert mich zuhören, dass ein anderer Camper in Ihaha das Gefühl hatte, jemand sei des nachts an seinem Auto gewesen. In der letzten Zeit liest man immer wieder von irgendwelchen versuchten oder anderen Übergriffen dort. Gibt es vor Ort Ranger und ist ihnen das Problem bekannt?

Mit den Löwen und Wildhunden hattet ihr wirklich viel Glück, schöne Fotos! 🙂 🤩
Eine schöne Tour habt ihr euch ausgesucht. Ich bin ganz gespannt auf die Sambiaerlebnisse. Anfangs dachte ich noch, ihr reist sehr schnell von einem Ort zum nächsten, nun kann ich die weitere Tour kaum erwarten. 😣

Liebe Grüße
Biggi
Meine Reiseberichte
Themenstarter152 Beiträge · seit 201324. Feb. 2015 · #33
tiggi schrieb: In der letzten Zeit liest man immer wieder von irgendwelchen versuchten oder anderen Übergriffen dort. Gibt es vor Ort Ranger und ist ihnen das Problem bekannt?

Mit den Löwen und Wildhunden hattet ihr wirklich viel Glück, schöne Fotos! 🙂
Hallo Biggi,

am der Rezeption / Eingang gibt es Ranger, die sind aber einige Hundert Meter weit weg bekommen dadurch aber nicht viel mit was unten am Chobe so los ist...

Ja, die Löwen und die Wildhunde, das war schon Klasse ... 🤩
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Themenstarter152 Beiträge · seit 201325. Feb. 2015 · #34
23.07.2014 Third Bridge Camp - Maun
Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von unseren Nachbarn, den Kalifoniern. Es geht heute über das South Gate nach Maun. Unterwegs zeigt es sich mal wieder, dass es gut ist, ein Navigationsgerät dabeizuhaben. Die Piste ist ganz in Ordnung und wir sehen einige Elefanten, Giraffen und Antilopen …

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Zwei Brücken passieren wir, welche doch etwas wackelig sind.

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Nach dem South Gate haben wir eine ca. 40 km lange Wellblechpiste vor uns, die es in sich hat. Entsprechend werden wir durchgeschüttelt. Endlich fahren wir dann wieder auf Asphalt, was für eine Wohltat. Nun heißt es wieder die Reifen aufpumpen und weiter geht es.

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In Maun wollen wir zum Maun Rest Camp, das jedoch geschlossen ist und renoviert wird. Nach langem Suchen entscheiden wir uns schließlich für das Rivernest Luxery Cottage. Es ist zwar etwas teurer, aber ruhig und am Stadtrand gelegen.

24.07.2014 Maun

Es ist schön und ungewohnt zugleich, wieder in einem Bett zu schlafen. Heute gilt es einige Vorräte aufzustocken, so fahren wir in die Stadt. In Maun ist es für uns schwierig, bestimmte Orte zu finden. Das Kartenmaterial ist ungenau bzw. die Geschäfte/Werkstätten gibt es an der Stelle nicht mehr. Wir fragen uns durch, die Leute sind alle nett und bemüht, haben aber oft keine Ahnung. Dafür haben sie aber unsere Ginger Kekse erspäht und wollen natürlich diese haben … Wir fahren also die Straße noch mal zurück und schließlich finden wir die Landrover Werkstatt – Lesedi Motors. Es sind einige Dinge zu besorgen, wie z. B. die Lampe vorne links, die halbblind ist (bereits bei der Übergabe geschildert), einige Sicherungen, die nicht vorhanden sind und Schmutzfänger, die uns im Moremi WR verloren gegangen sind. Zusätzlich kaufen wir nochmals fünf Liter Motoröl – der Ölverbrauch ist enorm... Weiter geht es zum Einkauf der Lebensmittel. In Afrika dauert alles etwas länger. Nach vier Stunden kommen wir im Rivernest wieder an. Danach bringen wir unsern Land Rover in Ordnung, machen den Innenraum sauber und tauschen die Lampe vorne links aus. Am Nachmittag ruhen wir uns aus. Gerade beginne ich am Laptop eine Mail zu schreiben, als es an der Tür klopft. Die Frau von der Rezeption steht vor der Tür und fragt, ob alles in Ordnung ist. Irgendetwas ist wohl mit den Handtüchern, gut – meine Frau regelt das. Kurze Zeit später klopft es wieder. Viola von der Rezeption ist erneut da. Ich will schon fragen, was jetzt wieder nicht in Ordnung ist, da sagt meine Frau zu mir „ mach mal bitte den Laptop aus, es geht nochmal los“. Draußen steht ein Taxi und wir steigen ein. Auf meine Frage, wohin wir fahren, bekomme ich zur Antwort „warte es ab“. Ich habe eine Vorahnung, schweige aber. Es dauert einige Zeit, bis wir da sind. Ich erkenne den Flughafen schon von weitem. Tatsächlich hält das Taxi vor dem Flughafen an. Wir werden bereits erwartet, aber müssen uns im Wartebereich gedulden. Gedanken schießen mir durch den Kopf – ein Flug über das Delta – Klasse. Aber was dann kommt, ist der Hammer. Wir fliegen nicht mit einer Cessna, sondern mit einem Helikopter. Ein Vorab-Geschenk meiner Frau für meinen Geburtstag. Am Rollfeld wartet der Pilot bereits auf uns. Es ist ein Deutscher, der einige Jahre in Australien und anderswo zur Buschbrandbekämpfung geflogen ist. Er hat die linken Türen ausgebaut, so dass wir besser Fotografieren und Filmen können. Eine Stunde fliegen wir über das Delta. Zunächst geht es mit hoher Geschwindigkeit nach Norden. Kurze Zeit später erreichen wir die Ausläufer des Deltas. Es ist warm, wir spüren den Wind, hören den Lärm der Rotoren - es ist einfach der Wahnsinn, der Brüller schlechthin. Im Tiefflug geht es über die Landschaft, das Delta. Als wir uns Tiere nähern, geht der Pilot höher, um diese nicht zu verscheuchen.


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Wir erfahren vom Piloten einiges über das Delta und das Zusammenspiel zwischen Fauna und Flora. Durch die Pfade der Elefanten und Flusspferde wird das Wasser im Delta besser verteilt, wie eine Art Kanalsystem. Die Elefanten sorgen für die „Palmenpflanzungen“, indem sie die Palmenkerne durch ihre Ausscheidungen verteilen. Es ist eine ständige Landschaftsveränderung von Jahr zu Jahr. Unter anderem entstehen Inseln durch die Sedimentablagerung an den Termitenhügeln.
Zurück auf dem Flughafen, sind wir noch ganz erfüllt von den Eindrücken des Fluges.

25.07.2014 Maun – Matswere Gate (Central Kalahari Game Reserve)
Nun geht es in den Central Kalahari Game Reserve. Die Fahrt von Maun nach Rakops verläuft relativ ereignislos, Asphalt pur. Bevor wir in den CKGR fahren, wollen wir in Rakops noch tanken und ein paar Briefmarken in der Post erstehen.
Die Tankstelle ist nach einigem Suchen gefunden. Die Post hatten wir unterwegs in Rakops schon gesehen, aber das Kaufen der Briefmarken ist sehr zeitraubend. Zuerst haben die Angestellten der Post noch Mittagspause. In der Wartezeit werden wir am Auto ständig nach Süßigkeiten bzw. nach Geld angebettelt. Dann geht es mit aller Gelassenheit ans Werk oder auch nicht. Als ich dann endlich am Schalter bin, weiß niemand, was für eine Briefmarke wir für das Ausland brauchen ...

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Über eine ausgefahrene Piste fahren wir zum Matswere Gate. Dort können wir noch eine zusätzliche vierte Nacht bei Bigfoot buchen. Auf dem heruntergekommenen Campsite am Gate verbringen wir die Nacht und sind erstaunt, dass es kostenlos ist.
Viele Grüße Der Reisende ________________________ Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. Aurelius Augustinus Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 25. Feb. 2015
487 Beiträge · seit 201225. Feb. 2015 · #35
Hallo,

schön bei Euch mitzureisen, ihr rast zwar meines Erachtens durch die Parks aber köstlich finde ich immer wieder die Landrover Probleme, er sieht gut aus aber... .
Da lobe ich mir doch den Landcruiser, in jedem Botswanatiefsand keine Luft ablassen (sicher auch den generell breiteren Reifen geschuldet), allenfalls Allrad, Lastgang nur zum Crawlen, Wasser oder Extremsteigung, kaum Ölverbrauch und bei 11.000 Botswana km keine Panne. Nur beim Großdünenfahren fehlt dem 4.2 L die Drehzahl. Meiner Beobachtung nach fahren sehr viele Touristen durch die Tiefsandspuren mit leicht eingeschlagenem Lenkrad und lassen den Wagen nicht laufen, weil sie nicht zu nahe an die Dornbüsche an der Fahrerseite kommen wollen, dadurch schieben sie immer Sand und reiben die Reifenwandung warm oder riskieren einen Astschlitzer in der Wandung. Als Landyfahrer scheint ja auch bei der Fahrzeugübergabe schmerzfrei zu sein.
Doch genug der Landy-Cruiser Diskussion, gerne mehr von eurer Story.
Auf dem Weg zur Kalahari hättet ihr noch eine schönen Stopp am Boteti River machen können. aber sicher war das für Euch nicht das letzte Mal Botswana 🙂

Grüße

Bernd
www.save-wildlife.org www.sptr.de
1'362 Beiträge · seit 201125. Feb. 2015 · #36
Wow, diese Helikopter-Tour war bestimmt super genial 🤩 🤩 !!
Kannst du den Anbieter verraten ? Das würde uns nämlich auch noch besser gefallen als so ein Kleinflugzeug...
Ich fahre gerne weiter mit, liebe Grüße Nane 🙂
Meine Reiseberichte - Namibia/ Südafrika
258 Beiträge · seit 201526. Feb. 2015 · #37
Hallo Reisender,

der Flug mit dem Heli klingt super !!!
Wir sind vor 20 Jahren mit einer Chesna von Maun ins Oddballs geflogen. Der Blick von oben auf die Deltalandschaft ist gigantisch.
Denke jetzt darüber nach, es Euch im November in Maun mit dem Heli nachzumachen... 😉

Hab aber noch ne Frage, warum und wie wird ein Potje "präpariert"?

Wenn ihr noch ein wenig Platz habt, außer mit dem Potje könnte ich vielleicht mal kochen?
Schrauben kann ich jedenfalls nicht 🙁

Ich freue mich auf die Fortsetzung Eures Berichtes !!!
Reisebericht Botswana November 2015 Reisebericht Wüste und Wasser 2017
Themenstarter152 Beiträge · seit 201326. Feb. 2015 · #38
@ Bernd
BerndW schrieb:
... ihr rast zwar meines Erachtens durch die Parks aber köstlich finde ich immer wieder die Landrover Probleme, er sieht gut aus aber...
Meiner Beobachtung nach fahren sehr viele Touristen durch die Tiefsandspuren mit leicht eingeschlagenem Lenkrad und lassen den Wagen nicht laufen, weil sie nicht zu nahe an die Dornbüsche an der Fahrerseite kommen wollen, … Als Landyfahrer scheint ja auch bei der Fahrzeugübergabe schmerzfrei zu sein ... gerne mehr von eurer Story ... aber sicher war das für Euch nicht das letzte Mal Botswana 🙂
Hallo Bernd,

ja, wir waren im nach hinein gesehen vielleicht zu schnell unterwegs … man hat so halt seine Vorstellung von dem was man sehen will. Wie sich das ganze vor Ort Umsetzen lässt, zeigt sich dann eben erst... 😗
Da hast du recht, im Tiefsand sahen wir einige „Reifen“ liegen. Die „Decke hat sich gelöst … Wir hatten im Vorfeld einen 4x4 Kurs beim ADAC gemacht der hat sich gelohnt, denke ich. Gerade beim Tiefsandfahren kann man einiges falsch machen. Wir hatten keine Reifenpanne bzw. kein Unfall geschuldet dem Fahrverhalten … 😛
Die Fahrzeugübergabe war schon speziell … im Nachgang weiß man halt es immer besser … 😐
Der RB geht sukzessive weiter und in Botswana waren wir nicht das letzte mal ... 🤩


@ Nane
Nane42 schrieb:
... Helikopter-Tour war bestimmt super genial ...
Kannst du den Anbieter verraten ? Das würde uns nämlich auch noch besser gefallen als so ein Kleinflugzeug...
Hallo Nane,

ja, der Flug war einmalig … 🤩
Leider kann ich Dir den Anbieter nicht nennen. Meine Frau hat, wie bereits erwähnt, den Flug gebucht, Sie hat mir nicht verraten was beim wem das war bzw. was das gekostet hat. Die Buchung ging über die Rezeption des Rivernest Luxery Cottages. Vielleicht kannst du dort was in Erfahrung bringen.
http://www.rivernestmaun.com/activities/

@ Mischa
Mischa schrieb:
… Hab aber noch ne Frage, warum und wie wird ein Potje "präpariert"?
Hallo Mischa,

Den Potje präpariert man deshalb um die Herstellungsrückstände im Potje zu beseitigen,
denke ich,hier die Anleitung aus dem Forum von Carsten Möhle:

Anleitung zum preparieren eines neu gekauften Potjies:

1. Potjie mit heiß Wasser und Spüli schrubben (ruhig mit Stahlwolle)
2. Potjie mit Gemüseresten, Sand und Wasser füllen und zum kochen bringen und immer schön umrühren.
3. Potjie nochmal auswaschen
4. Potjie leer erhitzen. Wenn schön heiss, Schmalz rein und 10 min braten lassen
5. Potjie mit Lappen auswischen - FERTIG

Wichtig: Potjie danach NIE WIEDER mit Seife auswaschen, immer nur mit heißem Wasser spülen und auswischen!! 😉
http://www.namibia-forum.ch/forum/126-essen-und-trinken/3263-potje-rezepte.html
Viele Grüße Der Reisende ________________________ Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. Aurelius Augustinus Meine Reiseberichte
Themenstarter152 Beiträge · seit 201327. Feb. 2015 · #39
26.07.2014 Matswere Gate – Sunday Pan
In der Nacht hören wir immer wieder den Stromgenerator, Stimmen und Musik aus den Unterkünften der Ranger. Irgendwann kommt ein starker Wind auf, der sogar unseren Landrover hin- und herschüttelt. Der Morgen ist sehr kalt. Beim Frühstückmachen stellen wir fest, dass ein Brot schimmelig ist. Heute ist also noch Brot zu backen. Kurz vor der Abfahrt ist die tägliche Routine mit dem Landrover – Öl, Wasser, Luft - dran.
Am Gate haben wir mit der Rangerin noch eine sehr nette Unterhaltung mit viel „afrikanischem“ Lachen. Unsere Fahrt geht durch viel Buschebene und dann abwärts ins Deception Valley, eine weite Savannenlandschaft mit vielen Springböcken, Gnus, den wunderschönen Oryx Antilopen, Giraffen, Schakale, Riesentrappen und Sekretärvögel. Immer tiefer fahren wir in die Kalahari hinein.

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Um die Mittagszeit machen wir uns auf den Weg zu unserer Campsite - Sunday Pan. Das dauert immerhin noch über zwei Stunden.
Unsere Campsite liegt etwas oberhalb auf einem kleinen Hügel. Trotz umliegenden Buschwerks und der Bäume haben wir eine traumhafte Aussicht ins Tal. Die sanitären Einrichtungen sind einfach, aber in Ordnung.

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Nun geht es ans Brot backen … Teig anrühren, kneten und gehen lassen, Feuer entfachen bis genügend Glut vorhanden ist. Zwischendurch bekommen wir Besuch von unseren Zeltplatznachbarn. Mit den Südafrikanern unterhalten wir uns einige Zeit. Das Brot muss nun in den Potje und dann ins Feuer. Nach einer halben Stunde ist es fertig und es duftet gut!


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Die Zeit ist nun für das Abendessen auch heran, es wird so langsam dunkel. Ein Reiseintopf im Potje …. ein Hase hoppelt über die Campsite ...

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27.07.2014 Sunday Pan - Passarge Valley
Die Nacht ist sehr ruhig, aber bitterkalt. Wir brauchen noch unsere zusätzlichen Decken. Zum Frühstück ziehen wir alle dicken Sachen an, die wir haben.
Zuerst fahren wir den Sunday Loop, danach geht es in Richtung Passarge Valley, Unterwegs entdecken wir noch ein Hinweisschild, aber danach kommt keines mehr. Auf dem Weg sehen wir viele Herden mit Springböcken, Oryx Antilopen, einzelne Riesentrappen, Sekretäre und Strauße.


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Oryx kaut an einem Unterkiefer

Nach gut vier Stunden Fahrt mit vielen Fotostopps erreichen wir die Campsite. Diese liegt auf einer kleinen Anhöhe. Die Sicht ins angrenzende Tal ist gut. Sogleich bei unserer Ankunft verschwinden die Erdmännchen in ihren Bauten und lassen sich nicht mehr blicken.
Um unseren Brotvorrat aufzustocken, backen wir heute noch ein Brot. Es gelingt uns schon besser als das gestrige.
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Der Potje ist sehr vielseitig einsetzbar, und so gibt es zum Abendessen Buschpizza und Rotwein. Nach drei Pizzen sind wir pappesatt.

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Wir sind müde und verziehen uns bereits um 19:00 Uhr in unsere Koje.

28.07.2014 Passarge Valley - Piper Pan
In der Nacht ist es sehr sehr unruhig um unser Auto bzw. das Dachzelt. Wir haben den Eindruck, wir werden von einem Vogel attackiert. Alles ist uns sehr unheimlich. Wir leuchten immer wieder mit den Taschenlampen, aber es ist nichts zu sehen. Dann ist eine Weile Ruhe und plötzlich ist er wieder da. Schließlich verschwindet er und irgendwann schlafen wir ein.
Müde kriechen wir morgens aus dem Zelt. Der Himmel ist heute bewölkt, ein ungewohntes Bild.

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Um unseren Landrover herum entdecken wir so einige frische Spuren der Nacht. Wir hatten wohl etwas „größeren“ Besuch.

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Unser Weg führt uns über die Passarge Pan, dann über den „Western Link“ zur Tau Pan, San Pan, Phokoje Pan und bis schließlich zur Piper Pan. Es ist eine schöne Strecke. Mehr als 30 Trappen sehen wir unterwegs. Wir genießen die Landschaft und wunderschöne Wolkenspiele am Himmel.

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Die letzten 30 Kilometer haben es mit der Wellblechpiste in sich und so werden wir tüchtig durchgeschüttelt, es fühlt sich an wie Schwerstarbeit.
Als wir an unserem Zeltplatz ankommen, ist eine Familie schon dort. Die „Dame des Hauses“ meint zu ihrem Ehemann: „Darling, we have a problem…“. Sie ist sehr aufgeregt. Wir sehen das Ganze als nicht so tragisch an und fahren zum zweiten Campingplatz von Piper Pan. Nach einem kurzen Telefonat mit dem DWNP können wir auf dem Platz bleiben.

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Es bleibt ein bißchen Zeit, um kleine „Reparaturen“ zu bewerkstelligen. Der Saugfuß des Navigationsgerätes hält nicht mehr, so befestigen wir es mit Kabelbinder am Rückspiegel. Die Befestigung der Einstiegshilfe hinten ist derart ausgeschlagen, dass sie nicht mehr benutzbar ist. Nun heißt es sportlichen Einsatz auf der Anhängerkupplung zeigen, wenn wir etwas aus dem Auto hinten holen wollen.

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Die Wolken türmen sich nun auf und der Sonnenuntergang sieht „schmutzig-rot“ aus. Es zieht ein Gewitter auf, dass uns schließlich von drei Seiten umringt. Wir bleiben solange im Auto, bis es vorbei ist. In der Nacht fängt es heftig zu regnen und zu stürmen an. Wir schlafen schlecht und horchen immer wieder auf den Regen und das Gewitter.
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zuletzt bearbeitet 27. Feb. 2015
1'409 Beiträge · seit 201027. Feb. 2015 · #40
Hallohallo,

Das mit dem im Auto warten, bis das schlechte Wetter vorüber ist, kennen wir
auch von der Piper Pan 😄

Ich fahr richtig gern mit....sind wir doch auch in 4 Wochen wieder dort....

Hoffe, am WE hast viel Zeit zum weiterschreiben 😗

LG
Fleur
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