Zwölf Wochen durch das südliche Afrika

127 Antworten · 25,9k Aufrufe · gestartet 16. Feb. 2015 von Der Reisende
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Themenstarter152 Beiträge · seit 201316. Feb. 2015 · #1
Zwölf Wochen durch das südliche Afrika
– (k)ein Urlaub mit dem Landrover
(Südafrika – Botswana – Simbabwe - Sambia)

Vorwort
Zwölf Wochen im südlichen Afrika – wie kommt man auf so einen Gedanken?
Am Anfang steht wie bei fast allem ein Fingerzeig, eine Begegnung, ein Tipp. So war das auch bei uns. Wir waren im Juli 2011 für vier Wochen in Südafrika. Dort haben wir ein Schweizer Pärchen kennengelernt, die zu dem damaligen Zeitpunkt fast schon ein Jahr unterwegs waren. Wir unterhielten uns lange und stellten so manche Gemeinsamkeit fest. Aus einer Erzählung wurde ein Gedanke. Aus einem Gedanken wurde ein Wunsch. So wurde ein Samenkorn ausgesät. Das Samenkorn fiel auf fruchtbaren Boden. Ein zartes Pflänzchen gedieh und wurde größer. Zuerst war die fixe Idee, ein halbes Jahr auf die Reise zu gehen. Nach einigen überschlägigen Berechnungen und Recherchen stellte sich schnell heraus, dass dies für uns schwer umsetzbar ist. So haben wir uns für ein Vierteljahr entschieden ...

Nun ging es an die Umsetzung des Vorhabens. Der Arbeitgeber muss mitspielen, die Wohnung gehütet, die Post umgeleitet werden usw.. Eine Vielzahl von Dingen mussten wir beachten, im Voraus erledigen, Urlaub ansparen, Überstunden machen, Vertretungen einplanen und und und. Hätten wir das vorher geahnt, was für ein Wust von „Arbeit“ und Anstrengung auf uns zukommt, vielleicht hätten wir uns anders entschieden. Dann stand die große Frage im Raum, ob wir ein „4x4“ mieten oder kaufen sollen? Vorneweg war es eine Frage der Finanzen und des zeitlichen Aufwandes. So entschieden wir uns dafür, einen „4x4“ zu mieten. Im Namibia Forum tummeln sich verschiedene Anbieter. So wurden wir auf unseren Vermieter aufmerksam gemacht. Im Preis war die gesamte Ausstattung, sogar ein Satellitentelefon war dabei... Drei Jahre waren es vom ersten Gedanken bis zur Umsetzung, wobei wir die ersten beiden Jahre fast ausschließlich mit Recherchen befasst waren. Im Sommer 2013 ging es dann in die heiße Phase. Die Streckenplanung für die einzelnen Länder sowie das Buchen einiger notwendiger Unterkünfte, wie Campingplätze in den Nationalparks (Botswana) mussten getätigt werden, die Flüge waren zu buchen und ein Landrover wurde gemietet (was sich als sehr zeitraubend herausstellte). Die Zeit verging sehr schnell und plötzlich war es soweit. Es geht los.

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08.07.2014 Berlin – Frankfurt - Johannesburg
Heute geht es los, der erste freie Tag. Bis gestern haben wir gearbeitet und wir können noch gar nicht fassen, dass es jetzt wirklich losgeht. Der Kopf ist noch voll mit den Dingen der Vorbereitung. Die nervöse Aufregung, die sich im Laufe der letzten Tage eingestellt hat, steigt und steigt. Die Sachen, die wir mitnehmen wollen sind hergerichtet, gewogen, nur um anschließend wieder eini
ges auszusortieren ...
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Das alles soll in die Rucksäcke passen?

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Siehe da, es passt alles.

Ein letzter Blick geht durch die Wohnung, ist auch alles in Ordnung? Wir sind für zwölf Wochen weg, unglaublich. Plötzlich trifft uns mit voller Wucht die Erkenntnis, wir sind ein Vierteljahr nicht zu Hause. Ist denn das auch alles richtig, was wir hier tun? Was ist, wenn ...? Wir schieben die Zweifel beiseite. Es klingelt an der Türe, unser Taxi ist da und es geht zum Flughafen. Das Haupt-Gepäck wiegt fast bis auf das Gramm genau 23 kg. Das Handgepäck wurde zum Glück nicht gewogen… Der Zubringerflug von Berlin nach Frankfurt verläuft problemlos, trotz einer Verspätung, die durch ein Gewitter bedingt ist. Dennoch haben wir keinen Stress, da wir genügend Zeit zwischen den Flügen eingeplant haben. Mit dem A380 ging es dann von Frankfurt nach Johannesburg. Es ist ein sehr ruhiger und angenehmer Flug, wir können später sogar etwas schlafen. Während des Fluges können wir zwar das Halbfinalspiel Brasilien – Deutschland nicht sehen, aber das Bordpersonal hält uns auf dem Laufenden.

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unser erster Flug im A380

09.07.2014 Johannesburg
Bei der Ankunft in Johannesburg haben wir 2°C und Sonne satt. Die Einreise wird zum Gedulds-spiel, bedingt durch einen sehr großen Andrang bei der Imigration. Im Auftrag des Vermieters holt uns N. vom Flughafen ab und fährt uns zu sich nach Hause, wo die Übergabe des Landrovers erfolgt.

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unser Zuhause für die nächsten Wochen

Bei Kaffee und Gebäck studieren wir die Unterlagen für das Mietfahrzeug. Im Verlauf der Reise sollte sich herausstellen, dass die Fahrzeugpapiere unvollständig waren und uns somit einige Probleme bei den Grenzübergängen bereiteten (später mehr dazu). N. will die Übergabe schnell erledigen und wird ungeduldig, als wir anfingen unsere eigene Checkliste herauszuholen. Der Landrover hat über 265.000 km laut Tacho runter. Später stellte sich heraus, dass davor eine 1 gehörte. Das „Beste“ ist, als er uns den High Lift Jack zeigt, der in Papier und Klebeband eingewickelt ist. Eine Einweisung gibt es nicht, nur den Hinweis auf ein Handbuch im Landrover. Das Fahrzeug hat ein Steinschlag in der Windschutzscheibe. Dazu bemerkt er: „Im Falle eines Schadens müsst ihr nur die Hälfte bezahlen...“. Die Lampe vorne links ist halb blind und wir sollen diese wechseln lassen. Die Rechnung wird uns ersetzt werden. Die Seilwinde können wir aus Zeitgründen auch nicht ausprobieren. Eine Bemerkung von N. soll uns die nächsten Wochen begleiten: „Die Motorleuchte leuchtet ab und zu mal auf. Bei fortwährender Fehlermeldung sollten wir uns mit dem Vermieter in Verbindung setzen und eine Werkstatt aufsuchen.“ Unser Gesicht wird lang und länger. Dabei heißt es im Internet auf der Seite des Vermieters „Unsere Fahrzeuge werden professionell gewartet…“. Die Überlegung steht im Raum, den „4x4“ nicht zu nehmen, aber was dann? Der Traum von zwölf Wochen im südlichen Afrika wäre geplatzt. Also haben wir den Wagen mit der Hoffnung übernommen, es wird schon gutgehen … was sich einige Wochen später als fataler Irrtum herausstellt.
Beim Blocken der Kautionssumme mit der Kreditkarte macht N. einen Fehler, sie wird abgebucht. Wir bemerken dieses erst etwa vier Wochen später, leider...
Nun geht es von Benoni nach Midrand zur gebuchten Unterkunft. Nach kurzem Ausruhen brechen wir zu unserer ersten Einkaufstour auf.

10.07.2014 Johannesburg
Heute ist der Großeinkauf dran. Nach langem Suchen finden wir endlich einen Potje. Der Tag vergeht sehr schnell mit dem Einkaufen und Sortieren der Dinge. Eine Angestellte von unserer Unterkunft, der wir voller Stolz unseren Potje zeigen, sagt uns, der ist was für`s ganze Leben.
Hoffentlich bekommen wir morgen auch alles in unserem Auto untergebracht.

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Einkaufsmarathon Johannesburg

11.07.2014 Johannesburg – Mokolodi Nature Reserve

Am frühen Morgen haben wir angefangen, alles in den „4x4“ einzuladen. Wir staunen nicht schlecht, als alle Dinge doch noch ihren Platz finden. Dann geht es los in Richtung Botswana. Die Fahrt geht über Pretoria, Rustenburg und Zerust bis zur Grenze bei Lobatse. Die Strecke können wir schneller als erwartet bewältigen, so dass wir noch die Grenze passieren können.


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Pause auf dem Weg nach Botswana

Der Grenzübertritt verläuft problemlos, nur der Geldwechsel in Pula ist nicht möglich, denn der „Wechselcontainer“ hat geschlossen. Die Grenzübertrittgebühren können wir in Rand bezahlen. Weiter geht es in Richtung Gabarone. Unterwegs halten wir Ausschau nach einer Unterkunft. Die eine oder andere, die wir ansteuern, wollen nur Barzahlung in Pula haben. Bei der Suche nach einer Unterkunft werden wir im Reiseführer fündig und fahren zum Mokolodi Nature Reserve. Dort können wir mit Kreditkarte bezahlen. Nach der Rezeption fahren wir noch 3,5 km in Park hinein und erreichen das Chalet „Hartebeest“.


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unsere erste Übernachtung in Botswana im Chalet

Wir genießen die Abgeschiedenheit, Ruhe und herannahende Dämmerung.


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der Blick vom Chalet in der Abenddämmung über das Wasserloch

In der leicht hügeligen und mit Buschwerk bewachsenen Gegend können wir noch Fischreiher und ein paar Meerkatzen beobachten.

12.07.2014 Mokolodi Nature Reserve – Masama Lodge
Am Morgen begrüßt uns eine Horde Paviane und einige Löffler am gegenüberliegenden Ufer des Sees. Es ist ein sonniger, aber kalter Morgen. Über unsere feste Unterkunft sind wir froh.
Wir lassen den Blick schweifen und stellen fest, wir sind in Afrika angekommen!

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Paviane und Löffler am Wasserloch

Unsere Fahrt geht weiter in Richtung Khama Rhino Sanctuary. Unterwegs in Gabarone besorgen wir uns erst einmal das Nötigste. Alsbald merken wir, dass die Strecke zu lang ist, um an einem Tag in das Khama Rhino Sanctuary zu kommen und wir suchen uns eine Unterkunft. Die Masame Lodge liegt etwas südlich von Serowe. Als wir dort ankommen, stellen wir fest, dass wir die einzigen Gäste sind. Zuerst schauen wir uns die Chalets an, alles ist niegelnagelneu … aber es riecht extrem nach Holzschutzanstrich. So entscheiden wir uns für den Campingplatz. Es ist die erste Nacht in unserem Dachzelt, wir sind beide sehr gespannt.

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Campsite mit Beleuchtung und Steckdose

Der Ablution Block ist in einem sehr rudimentären Zustand und stark vernachlässigt. Für eine Nacht geht das aber. Abends kommen die Hunde der Besitzer und lassen sich am Feuer nieder, während wir den grillen. Als wir die Stühle auspacken stellen wir fest, dass der Zustand der Stühle zu wünschen übrig lässt. Hoffentlich halten diese bis zum Ende der Reise.

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praktische Feuerstelle auf einer ausgedienten Motorhaube

Heute haben wir zum ersten Mal auf der Reise Gegenstände suchen müssen, die wir verlegt haben. Das Suchen wird zu einem ständigen Begleiter während der zwölf Wochen. Auf so engen Raum und mit so vielen Dingen muss man schon seine Ordnung halten, sonst findet man nichts mehr.

13.07.2014 Masama Lodge – Khama Rhino Sanctuary
Die erste Dachzeltnacht ist etwas ungewohnt. Die beengten Verhältnisse und die vielen Laute bei Nacht haben uns dann und wann aufgeweckt. Das Frühstück in der Sonne tut gut. Der Sohn des Besitzer kommt vorbei, um Smalltalk zu halten. Als wir zur Abreise bereit sind, zeigt er uns eine Alternative-Route durch den Busch. Sie führt über ein Felsplateau und steile Passagen, um in Richtung der A14 zu gelangen. So können wir die Geländegängigkeit des Landrovers das erste Mal antesten.
In der kleinen Stadt Serowe angelangt, biegen wir in Richtung Makgadikgadi Pan ab. Kurz bevor wir die Stadtgrenze passieren, sehen wir zur Linken eine Kirche, wo schon einiges los ist. Kurz entschlossen fahren wir auf den Parkplatz der Kirche und werden auch schon begrüßt.
Der Gottesdienst verläuft wie immer in Afrika mit viel und lauter Musik sowie großem Enthusiasmus. Der Pastor hält seine Predigt in Englisch, ein Anderer übersetzt sie in die Stammessprache. Danach werden wir mit viel Herzlichkeit und unter vielen Fragen zu unserem Aufenthalt und unserer Herkunft verabschiedet. Der Pastor betet zum Abschluss für uns, dass wir eine sichere Fahrt haben.


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bei der Verabschiedung vor der Kirche

Nach ca. 1 ½ Stunden geht es weiter in Richtung Khama Rhino Sanctuary. Das Schild zum Abzweig verpassen wir und so müssen wir ca. 20 km zurückfahren. An der Rezeption angekommen, ist eine Campsite schnell gebucht und bezahlt. Die Leute sind hier wie immer sehr freundlich. Auf dem Weg zur Campsite haben wir viele Tiersichtungen, wie Springböcke, Kudus, Zebras, Gnus, Strauße, Warzenschweine und immer wieder Nashörner.


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Die Campsite ist schön gelegen und der Ablution Block ist ein ganzes Stück entfernt, was uns aber nicht stört. Zuerst sind wir ganz alleine auf weiter Flur, aber am Abend kommen einige Südafrikaner mit Ihren Geländewagen und Anhängern auf die benachbarte Campsite. Später erhalten wir Besuch und man tauscht sich über die Tiersichtungen aus.
Viele Grüße Der Reisende ________________________ Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. Aurelius Augustinus Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 16. Feb. 2015
2'610 Beiträge · seit 200716. Feb. 2015 · #2
Hallo Reisender,

das hört sich ja aufregend an. Bin schon gespannt, wie es weiter geht! Ich quetsche mich mal frech mit auf den Beifahrersitz zum mitreisen 😉 .

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
Themenstarter152 Beiträge · seit 201316. Feb. 2015 · #3
Hallo Jambotessy,

ja es war eine spannende Zeit.
Afrika ist wie immer schön und aufregend ....
Viele Grüße Der Reisende ________________________ Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. Aurelius Augustinus Meine Reiseberichte
1'470 Beiträge · seit 200816. Feb. 2015 · #4
Hallo Reisender,

ich bin dabei und freue mich schon sehr auf Euren Bericht! Geht ja schon mal gut los. 😗
Liebe Grüße,

Moose.
http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=a8a948-1342536910.jpg Fotobericht Madagaskar 2012 - Zwei Knäckebrote auf Lemurensuche Fotobericht Südafrika 2013 - Von Elefanten gejagt, von Katzen verlassen Fotobericht Madagaskar 2014 - Madagascar Ostküste - Teil 2 der Knäckebrot-Saga
5'479 Beiträge · seit 200916. Feb. 2015 · #5
Hallo Reisender,

da dachte ich, wir wären mit unseren 5 1/2 Wochen lange unterwegs gewesen und dann lese ich hier was von 12 Wochen. Ein Traum und der Bericht fängt auch sehr interessant an. Da bleibe ich auf jeden Fall dabei.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1'409 Beiträge · seit 201016. Feb. 2015 · #6
Hallo Reisender,

bin auch mit aufgesprungen......wann geht's weiter? 😗

LG
Fleur
https://www.TickerFactory.com/ Bots Zim 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283181-auf-tuchfuehlung-mit-zimbabwe-die-zim-light-tour.html KTP 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/278551-ktp-ja-wo-sind-denn-alle-hin.html CKGR/KTP 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/236736-schee-waras-ckgr-a-ktp-april-2012.html Nam/Bots 2011 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/195675-wie-alles-begannnambot-april-2011.html
1'794 Beiträge · seit 201316. Feb. 2015 · #7
Hallo Reisender, 12 Wochen Zeit...ja das wäre noch mal unser Träumchen 😉 !

Passt bloß auf euer Auto auf...nicht das etwas damit passiert 😄 😈 😣 !

Wir reisen also dann mal mit euch, auch wenns ab und zu nur der erste Gang ist 😐 !

Freuen uns auf weitere Geschichten.

LG NOGRILA
8'672 Beiträge · seit 201016. Feb. 2015 · #8
Der Reisende schrieb: Der Pastor betet zum Abschluss für uns, dass wir eine sichere Fahrt haben.

😄 😄 😄 Den Pastor hat sicher euer Vermieter organisiert 😎 ! Gebete statt Wartung 😛 !

Ich bewundere Euren Mut, eine solch lange Reise umzusetzen - und ich finde es auch gut, dass Du eure Bedenken vor der Abreise ein bisschen rüberbringst - man fühlt sich dann nicht ganz so sehr als Spießer 😗 😎 !

Und jetzt freue ich mich auf deinen spannenden Reisebericht - ich hoffe, es gibt noch ein Plätzle im Wagen (aber ich kann nix reparieren - das sag ich gleich mal vorweg 😕 ).

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 16. Feb. 2015
443 Beiträge · seit 201416. Feb. 2015 · #9
Halt! HAAALT!! Ich will auch noch mit. Geht das? Gibt`s noch ein Plätzchen oder soll ich die Kühlerfigur abgeben? Die Mitreise könnte mir die Wartezeit bis Oktober verkürzen oder wird nur die Sehnsucht immer größer???
Drei Monate ..... Ich fass` es nicht! ... und freu` mich für euch. Bin ganz gespannt auf euren Bericht.
LG
Ute
Themenstarter152 Beiträge · seit 201316. Feb. 2015 · #11
Liebe Leute,

ist das schön, wenn so viele mitfahren.
Im Landrover ist Platz für alle.

@ MooseOnTheLoose
... und es endet noch viel besser ....

@ Topobär
51/2 Wochen sind doch auch schon was ...
Bei 12 Wochen bist du auf der Reise, nicht mehr unbedingt im Urlaub ...

@ Fleur-de-Cap
bald geht es weiter und das ist keine "afrikanische" Zeitansage...

@ NOGRILA
Träumen ist gut, manchmal kann man sogar einen Traum umsetzten ...

@ Champagner
Die ersten Schritte waren die schwierigsten, wie den zeitliche Rahmen der Reise eingrenzen, den Arbeitgeber zu überzeugen .... man braucht schon einen gewissen Langmut um all die Dinge vorzubereiten und umzusetzten, die gewissheit, dass jemand auf unser Heim aufpasst, machte es uns etwas leichter ...

@ UDi
ist doch gar nicht mehr so lange hin bis zum Oktober ...
Wo solls denn hingehen?

@ dergnagflow
wir merken jetzt erst mal beim Schreiben , wieviel Arbeit in einem RB steckt ...
Viele Grüße Der Reisende ________________________ Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. Aurelius Augustinus Meine Reiseberichte
2'462 Beiträge · seit 200617. Feb. 2015 · #13
erdferkel schrieb:Klinke mich auch mal ein und bin schon gespannt! Hat Euch der Pfarrer auch das Stoßgebet

Gott behüte uns vor Schlamm und Wind, und Autos, die aus England sind!

beigebracht? 😈

Bin gespannt, wie es weitergeht!
Auf dem Dach muss ja noch Platz sein, da quetsch ich mich mal drauf und bring den Wein auch mit... 😉

Gerhard, seltsam ich habe häufiger von Briten bei technischen Problemen gehört: Das Problem sitzt immer davor 😊 😛

Ich freu mich auf die Fortsetzung, macht mal zügig 🤩

Liebe Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
1'415 Beiträge · seit 201417. Feb. 2015 · #15
Im Landrover ist Platz für alle.
wenn das so ist, dann komme ich auch noch mit 😁
Grüessli von der Gromi Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA Reisebericht 2018: NA, BW, NA
324 Beiträge · seit 200917. Feb. 2015 · #17
12 Wochen....ehrlich, so geht Luxus.

Freu mich auf die Fortsetzungen...

VG
Melanie
Die Strasse gleitet fort und fort, weg von der Tür, wo sie beginnt, weit überland, von Ort zu Ort. Ich folge ihr, so gut ich kann. Ihr lauf ich raschen Fusses nach, bis sie sich gross und weit verflicht mit Weg und Wagnis tausendfach. Und wohin dann? Ich weiss es nicht. J.R.R. Tolkien, Der Herr der Ringe
1'558 Beiträge · seit 201117. Feb. 2015 · #18
Hallo Reisender,
ich habe es geschafft und bin, dank deiner Mitteilung, noch pünktlich gekommen. 🤩 Auch wenn wir uns schon ausgetauscht haben, so steigt nach dem verheißungsvollen Einstieg, die Spannung auf mehr.
Lass uns nicht zu lange warten! 🤩
Die Parallelen der Landyprobleme sind schon verblüffend 😈 😗 😗 😗

Liebe Grüße
Biggi

PS: Ich hoffe, die finanziellen Probleme bzgl. der Kaution sind jetzt zu eurer Zufriedenheit geklärt?
Meine Reiseberichte
Themenstarter152 Beiträge · seit 201317. Feb. 2015 · #19
Ein Hallo an alle,

wie schon gesagt Platz ist im kleinsten Landrover...
Und los geht die wilde Fahrt.

@ tiggi
tiggi schrieb:
PS: Ich hoffe, die finanziellen Probleme bzgl. der Kaution sind jetzt zu eurer Zufriedenheit geklärt?
nein leider nicht
Viele Grüße Der Reisende ________________________ Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. Aurelius Augustinus Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 17. Feb. 2015
Themenstarter152 Beiträge · seit 201317. Feb. 2015 · #20
14.07.2014 Khama Rhino Sanctuary – Kubu Island
Am Morgen stehen wir früh auf, denn wir haben eine weite Strecke vor uns und wissen nicht, wie wir durchkommen. Nach kurzem Frühstück heißt es einpacken und los geht es. Die Fahrt verläuft auf der A14 zügig. In Letlhakane angekommen, suchen wir für den Abzweig vergeblich eine Beschilderung. Gut, dass wir ein Navigationsgerät haben. Ohne dieses wären wir manchmal hilflos. Endlich finden wir den Abzweig...

Nach kurzer Mittagspause geht es weiter in Richtung Makgadikgadi Pan. Ein sehr sandiger, zum Teil sehr steiniger bzw. ausgefahrener Weg erwartet uns.

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Das Buschwerk lässt allmählich nach, es geht in savannenähnliche Landschaft über und dann ist die Salzpfanne da …

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Es ist einzigartig, ja ein wundervoller Ausblick, der sich uns hier eröffnet. An der „Einfahrt“ zur Makgadikgadi Pan sind wir zunächst alleine, nach einiger Zeit kommen noch andere hinzu. So lernen wir Mark aus Bern kennen. Auch er ist ein Vierteljahr unterwegs und will im weiteren Verlauf seiner Reise nach Sambia … Unser Ziel heute ist die Felseninsel Kubu Island inmitten der Pan.

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Endlose Weite, einfach nur gigantisch … dann der beeindruckend blaue Himmel … Freiheit pur

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Kubu Island ist eine Felseninsel mit vielen Baobabs inmitten der Pan. Unser Campingplatz ist herrlich gelegen.
Wir werden von den Rangern erst als „International“ eingestuft, aber nach einigem Verhandeln bezahlen wir als „SADC“ die Campsite...
Abends kommt Mark, der Schweitzer noch zu Besuch. Spät am Abend präparieren (mit Sand und Gemüseresten) wir den Potje noch im Lagerfeuer.

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15.07.2014 Kubu Island – Nata Lodge
Wir stehen wieder früh auf und ein neuer Tag liegt vor uns.

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in der „Telefonzelle“

Die richtige Piste nach Gweta ist etwas schwierig zu finden, aber das Navigationsgerät erweist sich wieder als nützlich. Es geht zuerst durch die Salzpfanne, später dann durch eine Grassavanne entlang an einem Veterinärzaun. Das Navi verliert uns für einige Zeit, so dass wir auf die Beschreibung im Reiseführer und das Kartenmaterial angewiesen sind. Oft gehen die Fahrspuren auseinander, um später wieder aufeinander zu treffen.

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Über die Ntwetwe Pan können wir zum Teil bis zu 60 km/h fahren. Dann geht es wieder langsamer auf tiefsandigen Pisten durch die Grassavanne oder über Wellblechpisten. Die Pfanne hat etwas Faszinierendes mit ihrer endlosen Weite. Man fühlt sich wie im Nichts, auf dem Mond oder in einem Meer. In der Ferne sind Luftspiegelungen zu entdecken.

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endlich mal ein „Wegweiser“ ….

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Wir erreichen schließlich Gweta und biegen dort auf die A3 in Richtung Nata ab. Unterwegs kommt es das erste Mal zum Aufleuchten der Motorleuchte. Nach ein- bis zweimal Starten des Wagens ist alles wieder in Ordnung. Der Campingplatz auf der Nata Lodge ist schön angelegt und der Ablution Block überrascht angenehm. Abends gibt es das erste Potje-Essen, einen Gemüseeintopf mit Reis. Und es schmeckt sehr gut.

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16.07.2014 Nata Lodge – Senyati

Nach dem Frühstück kommen wir mit einem deutschen Ehepaar ins Gespräch. Die beiden sind schon seit drei Jahren unterwegs in einem MAN 5t mit Kofferaufbau mit „De Luxe“-Ausstattung.
Er war früher Hubschrauberpilot in Botwana, Sambia, Simbabwe und Mosambik usw. zur Tse-Tse Fliegen-Bekämpfung eingesetzt. Wir bekommen noch einige Tipps von ihnen. Als wir die Nata Lodge verlassen, kommen wir unweit danach in eine Polizeikontrolle. Wir erhalten eine Sicherheitsbelehrung in einem Zelt, dass neben der Straße aufgebaut ist. Kurz danach ist eine Veterinär-Kontrolle, wir werden jedoch durchgewunken. Weiter geht es in Richtung Kasane.
In Senyati angekommen, überrascht uns der Anblick einer Elefantenherde (21 Tiere) am Wasserloch neben der Rezeption.

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Nach einer Fotosession beziehen wir unsere Campsite. Am Abend sitzen wir noch an der Bar, beobachten die Elefanten und lassen den Abend bei einem Bier ausklingen.
Zur näheren Beobachtung dient ein Bunker, der sich nur wenige Meter vom Wasserloch entfernt befindet. Der Einstieg in den Tunnel, der zum Bunker führt, liegt unterhalb der Bar.
Es ist schon beeindruckend, wenn man so nah bei den Elefanten ist.
Viele Grüße Der Reisende ________________________ Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. Aurelius Augustinus Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 17. Feb. 2015