CuF in Botswana 2013

Reisebericht 51 Antworten · 17,4k Aufrufe · gestartet 08. Feb. 2015 von CuF
Themenstarter4'382 Beiträge · seit 201508. Feb. 2015 · #1
Animiert durch die interessanten Reiseberichte und Fotos – vor allem der Eulenmuckels, Clax etc. -und als Dank für die vielen nützlichen Tipps haben wir uns nun doch entschlossen, einen kleinen Reisebericht über eine unserer Afrikareisen im Forum einzustellen.
Wir, das sind C. F., ein schon angegrautes Paar mit einiger „Afrikaerfahrung“, resultierend aus Aufenthalten in Simbabwe, Namibia, Ruanda und Zaire (heute „Demokratische“ Republik Kongo) in den 80er-Jahren. Danach waren uns aus familiären und beruflichen Gründen solche Reisen nicht mehr möglich. Aber der sog. Afrikavirus wurde durch wiederholtes Quälen von Familie und Freunden durch Diaabende und Fotosgucken, außerdem durch Literatur und Filme wachgehalten. Nach dem Ende des Berufslebens, dem rigorosen Verkleinern unserer Lebensumstände hatten wir uns dann genügend Freiraum geschaffen, um wieder unserer Sehnsucht nach dem südlichenAfrika nachzugeben. 2008 waren wir im Erongo, Tywelfontein, Ethosa, Groß Barmen, 2011 in Namibia (Fischfluß, Ai-Ais, Oranje, Küste, Messum, Etosha) und Südafrika (KTP), 2013 in Botswana und 2014 in Namibia, Südafrika und Botswana.
Wir fangen mal mit 2013 an und hoffen, niemanden damit zu langweilen. Anders als bei früheren Diaabenden können wir zum Glück ja nicht sehen, wer alles zu gähnen anfängt.
Die Reise startete am 3.9. 13 in Frankfurt in einem vollbesetzten Flugzeug (SAA), der am frühen Morgen des 4.9.in Johannisburg landete. Nach 5stündigem, wie immer langweiligen Aufenthalt auf dem Flughafen ging es in einer kleineren Maschine nach Maun und wir konnten schon von oben die endlos scheinenden Salzpfannen erkennen. Mittags waren wir da und wurden von einem Mitarbeiter der Botswana-Adventure-Travel-Agency abgeholt. Dort hatten wir ein Auto (Toyota Land Cruiser Double Cab) gemietet und die Reiseroute abgesprochen, die Agency hatte alle unsere Reservierungswünsche auf den diversen Campsites gebucht, gute Verbesserungsvorschläge gemacht und alle Extrawünsche für die Ausstattung des „Ironman“ erfüllt. Für diesen guten Service wollten wir uns ein wenig erkenntlich zeigen und hatten ein Schweizer Messer mit den Namenszug unseres „Sachbearbeiters“, eines Mr. Gorgs, gravieren lassen und mitgenommen. Groß war unser Erstaunen und laut das gemeinsame Gelächter, als sich Mr. Gorgs als Mrs. Gorgs herausstellte.
Die Einweisung in das Auto (Toyota Land Cruiser Double Cab) dauerte sehr lange und war sehr gründlich. Nachdem uns ein Mitarbeiter noch zur Nationalparkverwaltung gebracht hat und wir dort die Parkgebühren bezahlt hatten, ging es zum Geldholen und Einkaufen in die quirlige Stadt. Kurz vor dem Dunkelwerden waren wir dann endlich bei unserer Unterkunft, einer kleinen Lodge am Thamalakane, „The Kraal“,
( liversedge@info.bw )die wir wegen der Nähe zur Straße in den Moremi ausgesucht hatten. Die Besitzer waren nicht da, aber eine Angestellte ließ uns ein und wir durften uns aus den vier Quartieren eines aussuchen. Todmüde, wie wir waren, nahmen wir gleich das erste Gästezimmer neben dem Küchenhaus, geschmackvoll und gut ausgestattet mit eigener Dusche und WC.

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zuletzt bearbeitet 16. Feb. 2015
383 Beiträge · seit 201308. Feb. 2015 · #2
Hallo C & F
Schön das ihr hier einen Reisebericht schreibt. Reiseberichte kommen immer gut an, besonders wenn noch super Fotos dabei sind.
Meine Frau und Ich, wir waren selber 2012 im September in Botswana, unsere erste Afrikareise und seit dem nix anderes.
Wir sind auf alle Fälle dabei.
Eins habt ihr schon besser gemacht als wir, ihr seid von Johannesburg nach Maun geflogen, wir die 1000km im "Mannschaftswagen" gefahren. Wir haben aber dazu gelernt 😉 .

Holger
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zuletzt bearbeitet 08. Feb. 2015
Themenstarter4'382 Beiträge · seit 201510. Feb. 2015 · #3
5.9.von Maun nach Third Bridge

Auf dem Weg hierher am Blackpool lag ein totes Elefantenkind im Schlamm, das Maul unter dem Rüssel klaffend, glasige Augen, aber noch kein Aasfresser daran. Die Tragödie, die dahinter zu ahnen ist, machte uns ganz still.
Unterwegs sahen wir Giraffen, Roanantilopen, viele, viele Impalas, Letschwe, Elefanten, Zebras, Kudus, Gnus und ab und zu eine leuchtend blau auffliegende Gabelelracke wie ein türkiser Doppelpfeil, außerdem Klaffschnäbel, ein Pied Kingfisher saß auf einem Termitenhügel. Die Hitze und Trockenheit war so groß, dass die Tiere voller Madenhacker saßen – an einer Giraffe sah man nur noch den Kopf, der Hals war voll besetzt.
Unser Campingplatz war unter einem Leberwurstbaum und wir achteten darauf, nicht direkt unter einer der pfundschweren Früchte zum Stehen zu kommen.
Wir unternahmen noch eine kleine Fahrt und sahen auf dem Rückweg ein großes Rudel Wildhunde fast direkt vor dem Eingang herum faulenzen, sich räkeln und putzen.
Der Ablutionblock war sehr gewöhnungsbedürftig, desolate Duschen, keine Haken (die meisten abgerissen), defekte Toilettenspülung, versiffte, kaputte Waschbecken, blinde Spiegel, sehr schmutzig. Wie wir 2014 feststellen konnten, hat sich das sehr gebessert. Die Waschbecken waren ausgewechselt, neue Kacheln verlegt worden, die Toilettenspülungen in Ordnung, Haken in den Duschen und tiptop sauber.

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zuletzt bearbeitet 21. Feb. 2024
Themenstarter4'382 Beiträge · seit 201510. Feb. 2015 · #4
6.9. Third Bridge / Mboma Island
Geweckt vom hysterischen Geschrei der Rotschnabel Frankolin, nach einer mäßig gut verbrachten Nacht – fremde Geräusche, Löwengebrüll von allen Seiten – unternahmen wir eine Pirschfahrt, auf der wir Elefanten, Impalas, Tsessebes sahen. Auf dem Rückweg zum Camp durch ein dichtes Waldstück fuhren wir sehr langsam mit sehr,sehr viel Zeit durch eine riesige Büffelherde, die dort, rechts und links sowie auf der Pad, lagerte und wiederkäute, ein faszinierender Anblick für uns; die Büffel waren ob der Störung not amused.

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zuletzt bearbeitet 11. Feb. 2015
Themenstarter4'382 Beiträge · seit 201511. Feb. 2015 · #5
6.9. Third Bridge / Mboma Island Teil 2
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383 Beiträge · seit 201311. Feb. 2015 · #6
Hallo C & F

Bei dem rechten Büffel im ersten Bild, ist wohl ein Horn abgebrochen?
Schön, das ihr weiter schreibt.

Holger
2019 Südafrika Klaserie - Timbavati - Sabi Sands 2018 Brasilien Rio de Janeiro - Foz do Iguacu - Pantanal - südliches Amazonasgebiet 2017 Kanada BC 2016 Sambia & Malawi 2015 Süden Tansanias Reisebericht: Mit der Cessna durch den wilden Süden Tansanias 2014 Kenia & Norden Tansanias 2013 Uganda/Ruanda 2012 Botswana
Themenstarter4'382 Beiträge · seit 201511. Feb. 2015 · #7
7.9. Xakanaka

Danke Holger, es geht gleich weiter.

Auf dem Weg hierher sahen wir am Wasserrand, einen Hammerkopf, Braunkehlreiher und waren vom Anblick der phantastisch leuchtenden Karminspinten ganz beglückt. Außerdem gab es viele Jacanas, Ibisse und Squacco herons (Rallenreiher), die beim Fliegen wunderschöne weiße Flügel entfalten.
Der Campingplatz war sehr staubig, ziemlich vermüllt, die Sanitäranlagen in ebensolch desolatem Zustand wie die in Third Bridge. Aber der Anblick eines im Riedgras stehenden und äsenden Elefanten entschädigte für alles, wenn auch die Nähe des Tieres bei F. ein bisschen ein mulmiges Gefühl verursachte.
Es waren noch zwei weitere Plätze belegt mit Südafrikanern, die sich uns sehr nett vorstellten mit dem Satz: „We are all farmers.“

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Blue Waxbill,Schmetterlingsfink, Angola

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Langzehenkiebitz
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zuletzt bearbeitet 11. Feb. 2015
Themenstarter4'382 Beiträge · seit 201511. Feb. 2015 · #8
8.9 Xakanaka

Nachts brüllten uns wieder Löwen aus dem Schlaf
Nach dem Frühstück, das wir gegen aufdringliche Paviane (Zwille liegt zu Hause) verteidigen mussten, machten wir uns auf die Pirschfahrt durch labyrinthische Lagunenwege und sahen mit Grünzeug bedeckte Flusspferde, Letschwe. Da unser Spezialinteresse der Vogelwelt gilt, freuten wir uns über Klunkerkraniche, Witwenenten, Sporengänse, Schreiseeadler und die vielen Gabelracken. Wir konnten uns kaum sattsehen und der Tag verging wie im Fluge. Beim Abendessen äste ein Buschbock nur ein paar Schrittlängen von unsrem Sitzplatz entfernt. Tagesabschluß: Rotwein, Whisky und eine Havanna.
Morgen geht es nach Khwai.

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Karawane, Gänsemarsch wäre wohl unfein.


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zuletzt bearbeitet 21. Feb. 2024
Themenstarter4'382 Beiträge · seit 201511. Feb. 2015 · #9
9.9. Khwai
In der Nacht in Xakanaka keckerten immer mal wieder Hyänen.
Auf dem Weg nach Khwai stand ein schöner Ellipsenwasserbock an einer Wasserstelle – mit seinem wuscheligen Fell sah er aus, als wäre er gerade nach dem Bade trockenfrottiert worden.
In Khwai hatten wir einen schattenlosen Platz, aber sehr nahe an der Sanitäranlage, die vollkommen in Ordnung war. Dort konnten wir uns der grünen Meerkatzen kaum erwehren. Ein Exemplar saß im Handumdrehen im Auto und konnte nur mit Mühe verscheucht werden. Wir beschlossen für die nächste Reise eine Zwille mitzunehmen. Dass die Meerkatzen so aggressiv sein können, hatten wir nicht erwartet.
Nach einem Kaffee fuhren wir zu dem ca. 10 km entfernten Hippopool und sahen unterwegs viele Zebras und Giraffen. Am Pool ästen zahlreiche Letschweantilopen und separiert von dem Sprung lag ein prachtvoller Bock im Gras. Wir sahen Flusspferde, Nilgänse und Reiher. Auf dem Rückweg entdeckten wir eine Großfamilie Streifenmangusten, eine 20köpfige Elefantentruppe, wieder Tseessebes und vier sehr starke Kudus. Auf einer Lichtung standen wir lange und beobachteten das Treiben mehrerer türkisfarbener Pfeile, die sich als Zwergbienenfresser herausstellten.

]10.9. Khwai
Außergewöhnlich schön war hier die morgendliche Geräuschkulisse – Taubengurren, das Gekeife von Frankolinen, die Rufe von Wiedehopfen, dazwischen Paviangeröhre, das Gerassel der Baumhörnchen, die auf den Dächern der Sanitärhäuschen Fangen spielten, Laubbülbüls balzten, Steppenbaumhopfe brachen in Gelächter aus und Braundrosslinge jagten aufgeregt kreischend von einem Baum zum anderen.
Als F. nach der Katzenwäsche an der offenen Autotür stand, um sich anzuziehen, rannte, zum Greifen nah, ein Impala an ihr vorbei und dahinter, in zwei Gruppen geteilt, ungefähr 15 Wildhunde, die die Antilope in Richtung Fluss hetzten. Die lautlose Jagd, nur zwei Meter von ihr entfernt, war in Sekunden vorüber, so schnell, dass sie nicht mal Angst bekommen hatte.
Bei der nachmittäglichen Fahrt sahen wir eine prachtvolle Rappenantilope mit einem beeindruckenden Gehörn, Roanantilopen mit ihren schönen Maskengesichtern und drei sich gravitätisch bewegende Hornraben (southern-ground hornbills). Am Hippopool lagen die Flusspferde, die ihre Position seit gestern nicht verändert zu haben schienen. Außerdem entdeckten wir zwei Krokodile.
Mit dem Aufenthalt in Khwai waren wir sehr zufrieden.
In der Nacht hörte und sah C. Hyänen am Auto und behauptete, sie wären von F.s Schnarchen angelockt worden….

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immer wieder schön, diese Gabelracken

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Zwergbienenfresser, immer sehr behende


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Roan, sehr scheu und weit entfernt

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Steenbok
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Witwenente, White faced duck

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Hornrabe
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zuletzt bearbeitet 11. Feb. 2015
Themenstarter4'382 Beiträge · seit 201512. Feb. 2015 · #10
11.9. Savuti Camp

Nach dem Frühstück packten wir zusammen und starteten in Richtung Savuti Camp. Es ging durch teilweise üble Tiefsandpisten, da auch noch so ein (damned) langsam mahlender Versorgungstruck immer unseren Schwung abbremste. Gelbes Gras soweit das Auge reicht, kahle bis teilbelaubte Mopanebäume prägen die Landschaft bis zu den Dolomitfelsen kurz vor dem Camp.
Im Camp bekamen wir einen sehr tiefsandigen Platz unter einer blühenden Kameldornakazie. Wir stapften in knöchelhohem Sand zum von einer hohen, elefantensicheren Mauer umgebenen Waschraum.
Beim Auspacken waren wir sofort von Gelb-und Rotschnabeltokos und zutraulichen Ockerfuß-Buschhörnchen umgeben. Der weitere Platz ist umstanden von lilablühenden Korkrindensträuchern, was sehr hübsch aussieht.
Nach der Kaffeepause machten wir eine Fahrt am Flussufer des Savuti entlang und sehen auf der gegenüberliegenden Seite unzählige Elefanten. Immer wieder huschte ein Vogel am Ufer durch das Gebüsch, den wir nach vielem Blättern und Rätselraten als Coucal identifizierten – vermutlich der Senegalcoucal, aber sicher sind wir bis heute nicht, leider kein Foto, wir haben mehr AVCHD Filme als Fotos.
Die Filmsequenzen können wir nicht in das Forum einstellen.
Wir fuhren zurück, genossen die heiße Dusche, kauften Feuerholz und nahmen ein äußerst frugales Mahl in Form von Tschagalaka aus der Dose zu uns und genossen den obligatorischen Cabernet Sauvignon.


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12.9. Savuti Camp

In der Nacht liefen Löwen durch das Camp, ihre Fährten waren ganz deutlich auf unserem Platz zu erkennen und F. pries am Morgen die Vorzüge eines sicheren Dachzeltes…..
Auf dem Weg zur Pirschfahrt erzählen uns einige Gäste sehr aufgeregt von einem Riss am Hippopool, an dem angeblich gestern noch etliche Löwen gewesen wären. Der Riss stellt sich als schon lange sehr toter Elefant heraus, von dem nur noch Knochen und Leder übrig waren.
Auf dem Weg zu der Felsmalerei (Bushman-Painting-Hill) begegneten wir vielen Giraffen. Wir waren zeitig, vor dem üblichen Massenansturm vor Ort. Von der Zeichnung aus kletterte C. noch ein bisschen höher und entdeckte einen Klippspringer mit einer grandiosen Aussicht auf das Savutital. Er fand einen großen Felsen mit einer Art Mahlstein darin (Bushman-Mörser?). F. saß unterdessen auf Höhe der Felsmalerei und bestaunte die unendliche Weite aus gelbem Gras, braun-dürrem Gesträuch und rötlichen Mopanebäumen, durch die sich der Fluss schlängelt. Auf dem Rückweg zum Camp sahen wir noch einige Kudus und eine ((Schwarzbauchtrappe)), Rotschopftrappe (fotomatte).


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Albizia antunesiana?

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zuletzt bearbeitet 17. Feb. 2015
Themenstarter4'382 Beiträge · seit 201514. Feb. 2015 · #11
13.9. Ihaha/Chobe NP

Am frühen Morgen brachen wir vom Savuti Camp auf und quälten unseren Landcruiser durch tiefe Sandpads. Die knapp 40km bis zum Ngoma-Gate auf der neuen Teerpad waren dafür rasch bewältigt. Am Nachmittag kamen wir auf dem Campingplatz Ihaha an, suchten unser Plätzchen, das phantastisch schön am Fluss liegt, stellten das „Mobiliar“ auf und fuhren sofort auf Sichtungstour am Chobe entlang. Wir sahen eine riesige Büffelherde, die viel Staub aufwirbelnd, Namibia ‚okkupierte‘ am Fluss entlang zog. Selbst die Ranger, die wir unterwegs trafen, waren ob der Menge der Tiere begeistert. Außerdem sahen wir natürlich viele, viele, viele Elefanten, Löffler, Nimmersatte, Sattelstörche, an einem Aas Marabus und Geier.


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14.9. Ihaha/Chobe NP

Die Nacht war erfüllt vom eindrucksvollen Dröhnen des grollenden Löwengebrülls. Beim frühen Frühstück nervten uns Paviane und Meerkatzen.
Da wir befürchteten, für Pirschfahrten und die morgige Tour nach Kasane nicht mehr genug Treibstoff zu haben, beschlossen wir, uns schon heute zum Einkaufen und Tanken auf den Weg nach K. zu machen. Das war eine gute Entscheidung, denn es waren nur noch 20Ltr im Tank. Zwischen Maun und Kasane gibt es keine Tankstelle, also 180 – 200Ltr Diesel in Maun bunkern! Sandpads und Game Drives kosten Sprit. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer großen Geieransammlung vorbei, die sich um ihren Anteil an einem Büffelkadaver stritten (Weißrücken- und Ohrengeier), auch einige Marabus beteiligten sich an dem Gezänk. Säbelantilopen mit knuffigen Jungtieren kreuzten den Pad. Die Büffelherde vom Vortag hatte sich zerstreut und ruhte unter Büschen oberhalb des Flusses und auch hier sahen wir große Schwärme von Karminspinten, für die die insektenumschwirrten Büffel wohl das „gefundene“ Fressen waren.
Auf dem Rückweg, entlang des Chobeufers, zog eine vielköpfige Elefantenherde an den Fluss, hinter beinahe jedem Baum stand eine Giraffe und eine noch größere Gruppe von Rappenantilopen stand am Wasser und trank. Wir hielten zum Fotografieren an und während C. mit der Kamera hantierte, schweifte F.s Blick zur Seite. Der Anblick von zwei Löwinnen, die betont gleichmütig ihr Abendessen bei der Tränke beobachteten, knapp drei Meter vom Auto entfernt, veranlasste sie sofort, den Ellbogen ins Auto zu ziehen. Die Tiere verschmolzen so gut mit ihrer Umgebung, dass wir beim Vorbeifahren nicht wahrgenommen hätten.
Wir sahen unterwegs Fiskalwürger, heilige und Hagedaschibisse, verschiedenste Störche und Großtrappen und auch wieder hurtige Coucale.
Am Campingplatz waren Scharen von Buntastrilden, Weißbrauenrötel und Angola Schmetterlingsfinken (blue waxbills) geschäftig auf Nahrungssuche.


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zuletzt bearbeitet 15. Feb. 2015
2'512 Beiträge · seit 200914. Feb. 2015 · #12
Hallo CuF,

eure Trappe vom 12.9. in Savuti ist eine Rotschopftrappe. Das Deckgefieder ist charakteristisch.

Gruss, fotomatte
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
Themenstarter4'382 Beiträge · seit 201514. Feb. 2015 · #13
Hallo fotomatte,
danke für den Hinweis.
Die females sind aber auch schwer zu unterscheiden.

Gruß
Claus
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2'512 Beiträge · seit 200914. Feb. 2015 · #14
Hi Claus,

in dem Fall kann ich dir nicht sagen, ob das ein Weibchen ist, denn die Geschlechter sind praktisch identisch. 😵 😗

fotomatte
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
376 Beiträge · seit 201414. Feb. 2015 · #15
Hallo CuF

Ich reise auch gerne mit Euch und ich finde die Fotos von den Karminspinten super, leider haben wir noch nie welche gesehen, da wir meist im Mai und Juni im Chobe waren!
Und da sind die Karminspinte leider anderswo!

Liebe Grüße

Kloppo
- Wurstsalat gibt es wieder zu Hause 2013- - die Reise zu den unaussprechbaren NPs 2014- - Kloppo und die Klepperkischd 2015- - How was Your Day?... A Trip to MOZ & SA 2016- - Kloppos zu Gast beim Tanz der Vampire
Themenstarter4'382 Beiträge · seit 201514. Feb. 2015 · #16
15.9. Kasane, Chobe Safari Lodge Campsite

Wir fuhren am frühen Morgen langsam in Richtung Kasane und sahen unterwegs wieder viele Elefanten, Büffel und Rappenantilopen. Auf der Campsite der Logde mussten wir lange einen geeigneten, schattigen Platz suchen, der für unser Dach-Zelt geeignet war. Wir fanden die Plätze dort ziemlich eng. Nachdem wir uns dort installiert und ein kleines Mittagessen im Restaurant zu uns genommen hatten, hielten wir Siesta. Es war fast unerträglich heiß. Ein zutraulicher Morgenrötel besuchte uns und ein Zweifarbenwürger. Zum Sonnenuntergang saßen wir in der kleinen Bar am Flussufer, die glücklicherweise Ruhetag hatte und beobachteten das abendliche Treiben. Auf halbem Weg zum Ablution-block hat sich eine Gruppe ‚Kitchen-buren‘ mit einer umfassenden Küchenausrüstung im Hänger breit gemacht, meine Güte, was für ein Equipment. 😄

16.9. Kasane Chobe - Safari Logde

Wegen der aufdringlichen Meerkatzen und Paviane, die morgens von Mülltonne zu Mülltonne zogen, beschlossen wir im Restaurant zu frühstücken. Wir brachten unsere Wäsche in die Wäscherei und hielten uns vormittags wieder auf dem Freisitz über dem Fluss auf, wo wir Weißbrustkormorane, Weißbrauenheckensänger, Kapturteltauben, Graufischer (Pied Kingfisher), Silberreiher, Senegaltauben und eine elegante Witwenbachstelze sahen. Ein Nilwaran wälzte sich unter den Freisitzstelzen ins Wasser.
Nachmittags fuhren wir mit dem Taxi ins „Caracal Biodiversity-Center“ und ließen uns die Schlangen zeigen – nicht gerade F.s Lieblingstiere….
Das Abendessen mussten wir nicht nur gegen Paviane und Meerkatzen, sondern dieses Mal auch gegen dicke grüne Schmeißfliegen verteidigen.

17.9. Kasane, Chobe –Safari-Lodge Campsite

Diesen dritten Tag hier hätten wir uns sparen können. Wir verbrachten ihn mit Aufräumen, Karten schreiben und Vögel gucken, außer den schon erwähnten sahen wir mehrere Gelbbrustbülbüls.


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Hausschweine! 😗

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zuletzt bearbeitet 15. Feb. 2015
2'460 Beiträge · seit 200615. Feb. 2015 · #17
Hallo CuF 🙂 ,
tolle Erlebnisse habt ihr bisher gehabt, vor allem dieses hier
CuF schrieb:[
Als F. nach der Katzenwäsche an der offenen Autotür stand, um sich anzuziehen, rannte, zum Greifen nah, ein Impala an ihr vorbei und dahinter, in zwei Gruppen geteilt, ungefähr 15 Wildhunde, die die Antilope in Richtung Fluss hetzten. Die lautlose Jagd, nur zwei Meter von ihr entfernt, war in Sekunden vorüber, so schnell, dass sie nicht mal Angst bekommen hatte.
gehört für mich in die Kategorie, die auch die x-te Afrikareise immer wieder spannend macht und an die man sich auch nach langer Zeit noch erinnern wird.

Könnt ihr noch ein wenig mehr zum Caracal Biodiversity-Center schreiben? Lohnt es sich?
LG Chrissie
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter4'382 Beiträge · seit 201515. Feb. 2015 · #18
18.9. Nata Logde Campsite

Von Kasane aus brachen wir früh auf, tankten noch einmal, füllten die Vorräte auf und fuhren dann eine autobahnähnliche Straße bis Nata, links und rechts lagen zerfetzte Autoreifen wie überfahrene Tiere. Unterwegs sahen wir ab und an einen Strauß und mehrmals Hornraben, die anscheinend immer zu dritt oder viert unterwegs sind. Am Veterinärzaun vor Nata erfolgte die übliche Reifen-und Schuhdesinfektion und unser Kühlschrank wurde kontrolliert.
Zur NATA-Logde musste ‚Ironman‘ wieder Sandpad fahren und die Campsite dort war sehr tiefsandig. Nachmittags fuhren wir ins Bird Sanctuary, aber da es sehr trocken war, entdeckten wir keine Flamingos dort. Wir sahen Pelikane, deren Kehlsäcke im starken Wind flatterten, Sattelstörche, Stelzenläufer und einige wenige Springböcke. Abends saßen wir im Restaurant der Lodge und ließen uns bedienen. Ein paar deutsche Besucher (Loreley) nervten mit ‚chatter-away‘ (Logorrhoe).

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zuletzt bearbeitet 15. Feb. 2015
Themenstarter4'382 Beiträge · seit 201515. Feb. 2015 · #19
Danke chrissie

dass unser Bericht Gefallen findet.
Zum Car Bio Cen.
Vor dem Spar lungern einige Taxifahrer herum, einen haben wir geordert, der uns oben auch wieder abgeholt hat.
Es gibt einige Schlangenarten, werden gut erläutert, Phyton darf man sich, sofern man das mag, um den Hals legen, außerdem Amphibien, Skorpione und vieles Kleingetier. Wir fanden die Führung interessant.
Gruß CuF
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zuletzt bearbeitet 27. Juni 2017
Themenstarter4'382 Beiträge · seit 201515. Feb. 2015 · #20
19.9. Kubu Island

Die Strecke nach Kubu Island war sehr anstrengend; aber führte durch herrliche Landschaften.
In den kleinen, vegetationslosen Siedlungen hatte der Wind leichtes Spiel und hüllte uns in eine undurchsichtige Staubwolke. Oft überholte uns unsere eigene Staubfahne, so dass wir minutenlang stehenbleiben mussten, um uns wieder orientieren zu können. Unterwegs standen zahlreiche Holzgestelle mit Feuerholz und wir deckten uns an einem Stand ein und entrichteten den verlangten Obolus in eine kleine Kalebasse, die dort als Kasse aufgehängt worden war. Die Menschen haben wohl keine schlechten Erfahrungen gemacht.
In – oder heißt es auf?? – Kubu-Island wies uns ein ‚Guard‘ den Weg zur Campsite und wollte uns für die Formalitäten abends noch aufsuchen. Wir haben ihn nicht mehr gesehen. Wir lagerten unter einem afrikanischen Kastanienbaum ( Sterculia africana ) und staunten über die schönen, dicken und alten Baobabs. Auf dem Weg zum Cave und zu den Steinmauern, die aus dem 13.Jahrhundert stammen sollen (Simbabwe-Zeit), scheuchten wir zwei Hasen und Perlhühner auf. Der Blick über die weißleuchtende Pan war beeindruckend und die Stille nach dem Lärm in Kasane wohltuend erholsam. Nachdem die Sonne glutrot untergegangen war, stieg gegenüber der ebenso glutrote Vollmond auf. Hier wird man ganz klein und demütig.


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zuletzt bearbeitet 19. Feb. 2015