CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201515. Feb. 2015 · #21
20.9. – 21.9 Nxai-Pan, South Camp
Fahrt von Kubu-Island über zwei Pans und durch endlos scheinende, sprachlos machende Weite. Bis auf ein paar panische Strauße, magere Rinder und Pferde und einen großäugigen Triel sahen wir keine Tiere, auch wenig Menschen. In Gweta kaufen wir – zähes – Fleisch und brauchten für die 38 Kilometer vom Gate zur Campsite durch eine stramme Tiefsandpad über eine Stunde. Hier im Camp war einer der zwei Ablution blocks von Elefanten demoliert worden, so dass nur einer zur Verfügung stand, aber der Platz war mit insgesamt 3 Autos auch wenig besetzt. Den Autowassertank haben wir noch aufgefüllt und nach einem kleinen Imbiss fuhren wir zum ca. 1 km entfernten Wasserloch, um den eine kleine Gruppe Springböcke standen. Ein stolz „Seit an Seit“ schreitendes Löwenpaar näherte sich, das sich dann in den Sand warf, während die Springböcke weiter tranken. Es kam ein heftiger Wind auf, die Tiere verschwanden hinter Staubwolken und als sich der Wind wieder gelegt hatte, waren die Löwen wie von Zauberhand verschwunden, vielleicht erlagen wir einem Trugbild. Auf der Pirschfahrt durch trostlos vertrocknete Landschaft sahen wir nur sehr wenige Kudus, Strauße und Trappen, weit und breit kein Elefant. Lange vor Sonnenuntergang waren wir wieder auf der Campsite und beobachteten dort ein balzendes und nestbauendes Paar Schmarotzermilane. (Milvus aegyptius, Brutzeit Sept/Okt.) Da es nach Sonnenuntergang sehr kalt und windig war, krochen wir nach einem Aufwärmwhisky früh in die Schlafsäcke. Auch der zweite Tag hier verlief sehr ereignisarm, kaum ein Tier zu sehen, zermürbender Wind, so dass wir unsere Pirschfahrt abbrachen, um in Ruhe zu duschen. Wegen der nächtlichen Kälte verzichtete F. auf das Haarewaschen, was sie am nächsten Morgen sehr bedauern sollte. Da stand sie nämlich sprachlos in einer großen Wasserpfütze vor dem Ablutionblock, der mit schweren Betonteilen elefantensicher gemacht worden war und sah herausgerissene Leitungen und ein teilweise demoliertes Reetdach. Nachts hatte ein einzelner Elefant auf der Suche nach Wasser sich das Häuschen vorgenommen, obwohl das Wasserloch so nahe an der Campsite gelegen ist. Wir müssen wohl so gut geschlafen haben, dass wir davon überhaupt nichts mitbekamen. Zuhause jammern wir immer übers Schlechtschlafenkönnen… Gestern hätten wir noch gewettet, dass es in der Nxai-Pan keinen einzigen Elefanten gibt.
Eulenmuckel2'097 Beiträge · seit 200615. Feb. 2015 · #22
Hallo ihr beiden, schön, dass ihr euch nun auch entschieden habt, einen Bericht zu schreiben. Wir sind natürlich gerne mit dabei. Viele eurer Stationen haben wir auch schon besucht und freuen uns über ein Auffrischen der Erinnerungen oder ganz neue Eindrücke. Besonders die Karminspinte gefallen uns gut. Haben wir doch bisher so selten welche gesehen. Wir sind gespannt, wie es weiter geht. Liebe Grüße Ruth und Uwe
CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201516. Feb. 2015 · #24
22.9. Makgadikgadi Pan, Khumaga Camping
Am Eingang des Parks stand zur Begrüßung ein Oryx – unsere Lieblingstiere, auch mal auf dem Grill. Der Campingplatz liegt schön über dem Boteti und wir fuhren sofort zur Sichtung los hinunter an den Fluss. Wir sahen Gnus, Gnus, Gnus, Impalas, Kudus und drei badende Elefanten im Wasser. Die Vogelwelt dort war sehr vielfältig: Flussuferläufer, Angola Schmetterlingsfinken und Granatastrilde, heilige Ibisse und Hagedaschibisse, Graufischer auf der Jagd, Bienenfresser und Gabelschwanzracken. Oberhalb des Flusses auf der Ebene war alles von ausgebleichten Tierknochen übersät.
CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201516. Feb. 2015 · #25
23.9. Khumaga Camping
Der kalte Wind trug das fiepende Wiehern der Zebras bis weit in die Nacht auf den Platz. Tags standen wir sehr lange am Flussufer und ließen die Tiere auf uns zukommen. Kudus, Gnus, Büffel und jede Menge Vögel: Raubadler, Schmarotzermilane, afrik. Darter, Jacanas, Schwalbenschwanzbienenfresser (auch beim Höhlenbau), Stelzenläufer, Rallenreiher, Flussuferläufer, Büffelweber, Gabelschwanzdrongos, Elsterwürger und Elsterdrosslinge, (southern pied bubbler), deren englischer Name das Geschrei, das sie machen, viel plastischer ausdrückt. Auch hier hat sich der 4,2Ltr Landcruiser bestens bewährt, eine steile Uferböschung kraxelte er wie eine Ziege hinauf. Wir erfuhren von einem Touristen auf dem Platz, dass der „fairyman“ krank sei und es fraglich wäre, ob wir andern Tags übersetzen könnten. Jeden Abend kam der „Platzwart“ mit seiner Mappe unter dem Arm und „hakte“ uns ab. Von ihm erfuhren wir, dass der Fährmann von einem Arztbesuch wohl wieder zurück sei. So konnten wir uns beruhigt an das Feuer setzen und den Sonnenuntergang genießen.
CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201516. Feb. 2015 · #26
24.9. Central Kalahari Reserve/Deception Valley, Sunday-Campsite
Die Fähre bestand aus einer abenteuerlichen Konstruktion von Balken, Brettern und zwei Außenbordmotoren. Die Überfahrt kostete 130 Pula. Wir fuhren über Rakops, wo zum Glück die Tankstelle funktionierte. Mangels Angebot konnten wir keine Lebensmittel einkaufen. Rakops – Matsweregate Gate 43km auf einer total verrammelte Pad = ca. 2 Std. Um 11.00 waren wir am Gate Matswe und für die ca. 50 Kilometer lange Strecke, zur Campsite Sunday-Pan Platz 2, auf der wir Kudus, Giraffen, Steinböckchen, viele Singhabichte und Gackeltrappen sahen, brauchten wir über zwei Stunden. Dafür entschädigte uns der schöne Platz, auf dem wir ganz allein sein durften, mit weitem Blick über Deception Valley reichlich. Auch das lustige Plumpsklo und die Eimerdusche waren in Ordnung. Sofort nachdem wir uns installiert hatten, saßen Mahaliweber, Bülbüls und hübsche Spatzen an unserem Canvas-Waschbecken. Wir fuhren noch für zwei Stunden ans Wasserloch, wo wir Oryx und Springböcke sahen. Kaum saßen wir abends am Feuer beim Essen, kam ein kapitales Steinböckchen aus dem benachbarten Gebüsch und ging zielstrebig zu unserem Waschbecken, das aber zu hoch für ihn war. C. füllte eine Müslischale mit Wasser, stellte sie etwas abseits hin und das Böckchen trank zierlich, zum Schluss sogar mit knienden Vorderläufen und lief dann, gar nicht eilig, wieder in den Busch zurück. Wir saßen sprachlos da – kein Fotoapparat, keine Kamera schussbereit. So eine Begegnung kommt bestimmt nicht wieder. Später lief noch ein Schakal an uns vorbei.
CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201516. Feb. 2015 · #27
25.9. Central Kalahari Game Reserve/Sunday Campsite
Nachts hörten wir Schakalgeheul, Hyänengekeife und irgendetwas hüpfte auf unserem Zeltdach herum. Morgens weckte uns ein Vogelkonzert der Mahaliweber, Bülbüls und anderer Vogelarten. Von 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr fuhren wir durch die Kalahari und sahen Oryxe, Springböcke, Kudus, Gnus, panisch flüchtende Steinböckchen, Rotschopftrappen und Kampfadler. Es herrschte eine trockene, flirrende Hitze und wir trafen keinen einzigen Menschen in der endlosen, weiten, einsamen Landschaft. Aber so viel wir auch suchten, wir sahen auch keinen einzigen Löwen.
CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201516. Feb. 2015 · #28
26.9. Sunday-Pan
Dafür hörten wir die ganze Nacht ihr Gebrüll. Beim Frühstück warf C. eine matschige Tomate ins Gebüsch, die sofort von Bülbüls bemerkt wurde, die sich darum zankten. Und plötzlich stand das Steinböckchen von gestern wieder dort, fraß die Tomate schmatzend auf und war auch geneigt, das angebotene Wasser zu trinken. Dabei steht doch im „Handbuch der Säugetiere im südlichen Afrika“, dass sie von Wasser nicht abhängig sind. Dieses Mal waren Kamera und Fotoapparat bereit. Unsere „seltene“ Begegnung stellte sich als nicht gar so selten heraus, viele Forumsbesucher hatten ähnliche Erlebnisse. Uns bewegte unterwegs die Frage, was/wer uns wohl noch aus dem Gebüsch beäugt haben mochte.
Auf dem Weg zum Gate eine Löffelhundfamilie, entdeckt von F..
CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201516. Feb. 2015 · #29
26.9. Maun, The Kraal
Es war eine lange, anstrengende Fahrt vom CKGR nach Maun. Dieses Mal nicht über Rakops, sondern vom Matswere Gate (Abfallentsorgung, Wasser ergänzen) über Kuke Corner, Makalamabedi, A3, Maun, entlang des Zaunes, überweideter Farmländer mit dürren Rindern, besonders auf der ostwärtigen Seite. Unser komfortables Zimmer, diesmal zum Fluss hin, war bereit. Wir lernten unsere sympathischen Gastgeber kennen, June und Tim Leversedge, die als Tierfilmer und –fotografen bekannt sind und uns von ihrem letzten großen Projekt für National Geographic erzählten, dem Film „The Roar“, Lions of the Kalahari, ein Giant Screen Film, 70mm IMAX. Es ist die Geschichte eines Löwen mit zwei Weibchen in Nxai Pan, der von einem jungen Löwenmännchen vertrieben wird. Eine der Löwinnen mit fünf Jungen kann in ein anderes Revier abwandern. Die beiden haben uns den Film in ihrem kleinen Kino über ihrem sehr schönen Souvenirgeschäft auf dem Flughafengelände in Maun am Ende unserer Reise vorgeführt.
CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201517. Feb. 2015 · #30
27.9. Tsodilo Hills
Tsodilo Hills sollte einer der Höhepunkt unserer Reise werden. Wir starteten um 7.30 Uhr in Maun und sahen unterwegs magere Pferde, reglos am Straßenrand stehende Esel, Kühe, Kühe, Kühe in einer sehr überweideten Landschaft. Die phantasievollen Hinweise (Hausnummern) auf Ansiedlungen gefielen uns sehr: Auf Pfählen steckende Blecheimer oder Waschschüsseln ohne Boden, kaputte Plastikstühle, Stofffetzen. Sehr beliebt waren auch bemalte Reifen oder Autoteile. Mittags waren wir am Ziel. Da wir die neu angelegte Campsite nicht fanden, fuhren direkt zu den Hills und zum Museum. Das Museum war ohne Begründung geschlossen und uns wurde erklärt, dass man nicht mehr auf dem früheren Platz direkt davor nächtigen dürfe. Nach Diskussionen wollte einer der jungen guides den Parkmanager fragen, ob er uns das Campen hier trotzdem erlauben könne, aber nach langer, ergebnisloser Wartezeit beschlossen wir, uns die neue Campsite doch einmal anzusehen, obwohl es dorthin zurück 5 Kilometer über sehr schlechte, felsige pad ging. Die neue Campsite, anlässlich der Ernennung zum Weltkulturerbe errichtet, liegt auf einem schattenlosen Platz. Aus dem hübschen, neuen Ablution block, der intelligenterweise keine Eingangstür besitzt, quoll uns eine Herde Ziegen entgegen, die wie ertappte Kinder meckernd davonsprangen. Eigentlich war es zum Brüllen komisch. Wir fuhren also wieder zum Museum und beschlossen, einfach dort zu campieren, obwohl die Sanitäranlage da auch total verdreckt war (von den Tagesbesuchern?). Da wir noch den Rhinotrail gehen wollten, was man auch nicht mehr alleine machen darf, begaben wir uns mit zwei weiblichen guides auf den Weg, sie leierten abwechselnd die Erklärungen herunter und waren ganz offensichtlich darauf bedacht, das Ganze schnell hinter sich zu bringen. Wir konnten nicht einmal in Ruhe fotografieren. In den Gesprächen zwischen den beiden kam das Wort „Pula“ sehr häufig vor und wir fühlten uns, Verzeihung, ziemlich verarscht. Wir fragten, ob wir am nächsten Tag den Male-Trail gehen könnten und erhielten die Antwort, dass es absolut verboten wäre, den zu gehen, ob mit oder ohne Führer. Schließlich engagierten wir für den morgigen Tag einen anderen Guide, der früh um 7.00 Uhr bei uns am Platz sein wollte. Die beiden Mädchen wünschten, von uns nach Hause gefahren zu werden (5 Kilometer), da ihnen die Knie wehtäten, aber da wir bereits das Dachzelt aufgebaut hatten, konnten wir diesen Service nicht bieten. Bis dahin hatten wir 100 Pula Parkeintritt, 220 Pula Campsite und 120 Pula für den Schnelldurchlauf Rhinotrail bezahlt. Kurz vor Sonnenuntergang joggte der Parkmanager mit Stöpseln im Ohr an uns vorbei ohne uns eines Blickes zu würdigen. Was der wohl den ganzen Tag managt? Mehrere mitleiderregend magere Hunde, einer davon dreibeinig, streiften um uns herum. Aber da man uns unterwegs am Maul-und Klauenseuchen-Gate die Boreworst weggenommen hatte, hatten wir nichts anzubieten. Bis Mitternacht dröhnte aus dem Haus des Parkmanagers Generatorgetöse zu lauter Popmusik. Die Berge in ihren Turmalinfarben fanden wir beeindruckend schön, aber die ganze Atmosphäre war irgendwie bedrückend, kein Vogel zu sehen oder zu hören, alles war grau und trocken. Es hatte fast den Anschein, als ob mit der Ernennung zum Weltkulturerbe der Geist von Tsodilo Hills irgendwo anders hingezogen ist.
Topobär5'479 Beiträge · seit 200917. Feb. 2015 · #31
Wirklich sehr schade, wie sich die Situation bei den Tsodillo Hills verändert hat. Wir waren 2005 dort, konnten direkt am Female Hill auf einer sehr einfachen, aber sauberen Campsite übernachten und am nächsten Tag in Eigenregie, ohne Führer und Zeitdruck den Rhino-Trail wandern. Solange sich die Situation bei den Hills nicht wieder ändert schwelge ich lieber in meinen positiven Erinnerungen, anstatt diesen an sich traumhaft schönen Ort wieder zu besuchen. 🙁
Deine Schilderungen im letzten Beitrag kommen wir sehr bekannt vor. Kurz vor unserer letzten Reise haben wir von Bekannten Aehnliches von dort gehoert. Das war ebenfalls in 2013. Aufgrund dieser Schilderungen haben wir den Abstecher von Shakawe aus dorthin kurzerhand abgeblasen, zumal die Anfahrt dorthin ja nun auch nicht gerade kurz ist.
Wirklich schade... Bleibt zu hoffen, dass sich die Situation inzwischen wieder zum Besseren gewandelt hat.
Es gruesst, Elsa
CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201517. Feb. 2015 · #33
28.9. Ngoma-Island/Panhandle
Ein Paradies für Vogelbegeisterte, zumal im Frühling. Da der junge Mann, mit dem wir früh verabredet waren, bis 8.00 Uhr nicht aufgetaucht war, packten wir zusammen und fuhren mit Umweg über die neue Campsite, wo wir die eingefügten Fotos machten, aus dem Park. Leider waren diesmal keine Ziegen in ihrem Ziegenstall anzutreffen. Unterwegs fielen ein paar Regentropfen aus dem grauen, sonnenlosen Himmel. Einen Tag früher als geplant und angemeldet, kamen wir hier an, aber es waren noch viele Plätze frei, so dass das kein Problem darstellte. Den Rest des Tages verbrachten wir auf dem Freisitz über dem dichten Papyrusdickicht und sahen ein wunderhübsches Zwergganspärchen und zahlreiche Negerrallen, außerdem einen Braunkehlweber, der sein Nest aber nicht weiterbaute. Um unseren Platz herum beobachteten wir Schieferschnäpper und Weißbrauenrötel und draußen vor dem Tor über der Wiese flogen etliche Karminspinte. Abends aßen wir in der zur Campsite gehörenden Bar bei Kerzenlicht Abendessen, das uns von drei hübschen, freundlichen und sanften Mädchen serviert wurde. Wir waren die einzigen Gäste.
CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201517. Feb. 2015 · #34
29.9. Ngoma Island
Heute sahen wir einen Paradise-flycatcher, Jacanas, Klaffschnäbel, Rotschnabeldrosseln und auf der Wiese vor dem Camp wieder sehr viele Karminspinte und Gabelschwanzracken. Zielstrebig flog ein Trupp Pelikane zum Wasser und am Himmel kreisten Sattelstörche. Am Nachmittag fand sich das Zwerganspärchen wieder ein und ab und zu lugte ein Coucal aus dem Papyrus.
CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201517. Feb. 2015 · #35
30.9. Ngoma Island
Am Vormittag unternahmen wir eine Mokorofahrt durch dichten Papyrusbewuchs. Der Fahrer muss eine Landkarte im Kopf haben. Wir sahen nichts, was wir nicht schon gesehen hätten, außer einer flüchtenden Sitatunga. Auf einer kleinen Insel stiegen wir aus und entdeckten Weißstirnbienenfresser. Unser Guide zeigte uns das gewaltige Nest eines Hamerkops. Als wir einen grasenden Elefanten in unmittelbarer Nähe sahen, zogen wir es vor, uns wieder ins Boot zu begeben. Von den Flusspferden, die uns nachts mit ihrem Moped-Grunzen in den Schlaf gewiegt hatten, sahen wir keine Spur. Nach der Enttäuschung von Tsodilo Hills waren die drei Tage hier sehr erholsam. Morgens weckte uns immer ohrenbetäubendes Vogelgeschrei, da müssen afrikanische Vögel noch üben, um mit Amsel, Grasmücken, Nachtigallen usw. mithalten zu können.
CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201517. Feb. 2015 · #36
Hallo Elsa, das glaube ich nicht. Den Bericht haben wir damals auch Ilona Hupe geschickt. Für uns gibt es nun 3 Negativplätze: Etosha, Chobe und Tsodilo, die wir im weiten Bogen umfahren! Gruß CuF
CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201517. Feb. 2015 · #37
Hallo Topobär, gute Freunde hatten Jahre zuvor dieselben positiven Erlebnisse. Deren Schilderungen veranlassten uns zu diesem Besuch. Leider kamen wir zu spät. Gruß CuF
CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201517. Feb. 2015 · #38
1.10. Maun, The Kraal
Nach der langweiligen Fahrt von Ngoma Island nach Maun über teilweise schlaglochübersäte Teerstraße und den üblichen Kühen, Ziegen, Eseln und Schafen am Rande und auf dem Weg kamen wir spätmittags in Maun an. Bei Rileys Garage tankten wir und erfuhren, dass heute Nationalfeiertag war und die Geschäfte bald schließen würden. Kurz vor Ladenschluss konnten wir noch eine Flasche Wein kaufen. Tipp: Getränkegroßhandel in einer Parallelstraße vor der Airportstraße, jedem Bottlestore vorzuziehen. Wir genossen einen „Fleur du Cap“ Sauvignon Blanc. Unser Ironman wurde abends von einem Mitarbeiter der Travel Agency abgeholt und wir waren froh, dass wir das Auto ohne eine einzige Reifenpanne, Beulen oder gar Unfallschäden abliefern konnten. Den Wein tranken wir abends auf dem schönen Freisitz über dem Thamalakane im „Kraal“ und genossen etwas wehmütig den schönen Sonnenuntergang und unseren letzten Tag dieser Reise.
CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201517. Feb. 2015 · #39
Am 2. Oktober Am späten Vormittag fuhren wir mit unserem Gepäck per Taxi zum Flughafen in Maun und stellten die Koffer im Souvenirgeschäft von June Leversedge ab. Über dem Geschäft befindet sich ein kleines Kino und Tim Leversedge führte uns und ein paar anderen Leuten den schon erwähnten Film „The Roar“ vor, der in 6jähriger Drehzeit entstanden ist. Die Geschichte des alten Kalahari-Löwen hat wirklich etwas von einem Shakespearschen Drama. Wir waren sehr beeindruckt. Das war noch einmal ein gelungener Abschluss unseres Aufenthaltes in Botswana und wir waren sicher, dass wir nicht zum letzten Mal dort gewesen sind. Von Maun ging es mit einem kleineren Flugzeug nach Johannisburg und am 3. Oktober – unserem Nationalfeiertag - waren wir wieder zu Hause. Schade! 2014 aber schon wieder, Ziel: KTP zum 3.Mal und unser Traumgebiet = Moremi!!! Niemals mehr Tsodilo, Etosha und Chobe!!! 😠 Um den Bericht nicht in die Länge zu ziehen, haben wir vieles Erwähnenswerte nicht geschrieben, doch eines wollen wir hier am Schluss noch nachholen: Der Sternenhimmel im südlichen Afrika ist so schön, dass er nicht zu beschreiben ist. Allerdings kann man ihn fotografieren – wie Eulenmuckels es in ihren Berichten oftmals getan haben. Zum Identifizieren der Sternbilder gibt es übrigens auch eine App…. E N D E
chrissie2'460 Beiträge · seit 200617. Feb. 2015 · #40
Ihr habt ja fast schneller geschrieben als ich lesen kann 😉 Schade, dass euer Bericht schon vorbei ist, aber ihr ward 2014 ja auch wieder unterwegs, es kann also weitergehen 😛 Würde mich über eine Fortsetzung freuen. VG Chrissie