D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201222. Feb. 2015 · #41
@Picco: Die Küche des Traveller Inns hat uns jetzt nicht vom Hocker gehauen, uns hat es im Lake Resort und den drei Natur Lodges viel besser geschmeckt. Das Bier war aber schön kalt 😄
Nun kommen noch die letzten beiden Tage in einem Aufwasch
4.2. Um 8 Uhr starteten wir von Kisoro Richtung Norden. In einer Lodge assen wir ugandische Hausmannskost vom Buffet (Ugali, Matoke, Ground Bean Sauce, Spinat... 😕 ), bevor wir in den Lake Mburo NP einfuhren. Hier machte sich nun die Trockenzeit voll bemerkbar. Scheinbar hatte es den ganzen Januar nie geregnet. Jedenfalls sahen wir zwar ein paar Topis, Impalas, Warzenschweine und Zebras, aber es soll ja sehr viele geben und das kam uns nicht so vor. Speziell fanden wir einen Bushbuck, der auf einem Termitenhügel Ausschau hielt. Normalerweise sind Bushbucks ja sehr scheu und im Busch anzutreffen. Wir fuhren dann zu unserer Unterkunft, der Rwkobo Rock Lodge. Sie liegt sehr schön und mit toller Aussicht auf einem Felshügel gleich ausserhalb der Parkgrenze und auch dort sah man Tiere grasen.
Warzis mit Ankole Rindern
Lokales Trottinett bei der Rwkobo Lodge
Bungalow der Rwakobo Lodge
Zebras ausserhalb der Parkgrenzen
5.2. Am Morgen fuhren wir wie gewohnt um 6.30 Uhr los, diesmal ohne Frühstück. Am Tor holten wir einen Ranger ab, der mit uns einen Gamewalk machte. Näher beim See sahen wir mehrere grosse Eland- Herden, Zebras, Büffel, Waterbucks sowie ein Impalakadaver von Geiern belagert. Es gibt laut Ranger einen männlichen Löwen im Lake Mburo NP, der scheinbar erfolgreich jagt. Der Spaziergang gefiel uns sehr gut. Es ist doch etwas anderes als aus dem Auto hinaus zu schauen. Nach zwei Stunden waren wir wieder beim Auto und fuhren zum späten Frühstück. Nach einer Dusche und dem Zusammenpacken fuhren wir weiter Richtung Norden. Am Äquator machten wir Mittagspause, ohne das obligate Foto mit dem Denkmal. Unser Driverguide war ganz irritiert, als wir abwinkten wegen dem Foto. 😗 Anschliessend ging es weiter zum Mabambwa Sumpf, wo wir uns nochmals auf die Suche nach Shoebills machen wollten. Bereits nach ca. 10 Minuten hatten wir den ersten gefunden. 🤩 Beim Näherfahren flog er davon. Gleichzeitig flog ein zweiter auf und stellte sich nahe ans Ufer. Was für ein Glück: Shoebill Nr. 3 + 4. 🤪 Leider war der Guide anschliessend nicht mehr sehr enthusiastisch im Aufspüren von weiteren Vögeln.
Shoebill Nr. 4 🤪 🤩 😎
leider konnte der Autofokus nicht Schritt halten beim Abflug 😠 , aber eindrücklich war's trotzdem
Im Mabambwa Sumpf
Dies war der krönende Abschluss unserer Tour. Wir fuhren das letzte Mal über Staubstrassen nach Entebbe und dort ins Lake Victoria Hotel, wo wir uns erfrischten, etwas assen, bevor es zum Flughafen und über London zurück in die Schweiz ging.
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201222. Feb. 2015 · #42
Und weil ich grad so schön im Fluss bin, hier noch unser Fazit:
Es war eine extrem eindrückliche Reise. Uganda ist landschaftlich sehr abwechslungsreich. Zu schaffen machte uns etwas die überall sichtbare Armut, die bettelnden Kinder, wenn man aus dem Auto stieg sowie die lange Fahrerei auf Rüttelpisten. Die Organisation der Tour, der Driverguide, das Auto und die Unterkünfte waren super. Es hat alles geklappt und wir waren schön untergebracht und haben sehr gut gegessen. Es war sehr trocken und wir hatten die ganze Zeit sehr viel Dunst und Nebel. Da es auch kaum einmal richtig geregnet hat, war die Luft nie klar. Dafür kamen wir überall flüssig vorwärts und Rwenzori und Muhavura waren Dank Trockenheit besser zu besteigen. Die Nationalparks sind nicht so tierreich wie in anderen von uns besuchten Ländern, dafür hat es auch nicht bei jeder Sichtung 15 Autos. Die Bootstouren sind absolute Highlights, allerdings eine Herausfordung für Fotografen wegen der Schaukelei. Ausserdem sind die vielen Primaten sehr interessant, kennen wir vom südlichen Afrika ja vor allem die problematischen Baboons und Vervet Monkeys auf den Zeltplätzen. Die Tour war so bis auf die Enttäuschung in Ishasha perfekt. Falls wir je nochmals nach Uganda reisen, würden wir ev. nochmals ein Trekking am Rwenzori machen, diesmal 6 Tage Central Circuit Trail ohne Gipfel. Interessieren würde uns auch noch der Nordosten mit Kidepo NP, der von Christa vorgeschlagene Ausflug, Jinja usw. Murchinson Falls NP wäre auf jeden Fall nochmals einen Besuch wert. Das Gorilla Tracking wird für uns wohl ein „Einmal-im-Leben-Erlebnis“ bleiben.
Zum Abschluss noch aus der "Giraffen-mit-Sonnenaufgang-Serie" 3 Bilder
Jetzt danke ich allen interessierten Lesern, den Danke-Button-Drückern, und allen, die mich durch ihre Kommentare und Komplimente ermuntert haben, weiter zu schreiben.
Zum Glück müssen wir diesmal nicht so lange warten, bis wir wieder nach Afrika reisen, bereits Mitte August geht es für 4 Wochen nach Nord-Namibia. 😎 🙂 Obwohl Flug, Auto und Campgrounds an den Hotspots gebucht sind, werde ich sicher noch mit Fragen für das Fein-Tuning an euch gelangen.
Daxiang5'049 Beiträge · seit 201423. Feb. 2015 · #43
Hallo Daniela und Markus,
schade, dass die Reise schon zu Ende ist - ich wäre gerne noch länger mit Euch gereist! Da wurden schöne Erinnerungen an unsere Tour im Herbst letzten Jahres wach. Gerade die Begegnungen mit den Gorillas und Schimpansen werden wir nie vergessen! Ganz doll beneiden tue ich Euch wegen der vielen Chamäleon-Sichtungen. Leider haben wir kein einziges gesehen.
kalachee1'059 Beiträge · seit 200623. Feb. 2015 · #44
Hallo Daniela und Markus
Für diesen tollen Bericht ganz herzlichen Dank!
Habe sehr interessiert mitgelesen und beneide euch um die vier (!) Shoebill-Sichtungen und das Rwenzori-Trekking. Letzteres hätte ich im 2009 eigentlich auch sehr gerne gemacht, passte dann aber nicht so recht rein und fit war ich damals leider auch nicht so. Aber vielleicht wird es ja irgendwann nochmal was, wenn nur nicht immer wieder dieses südliche Afrika dazwischen käme. 😛
chris p382 Beiträge · seit 200623. Feb. 2015 · #45
Hallo Daniela,
ganz toller Bericht, gerade der Teil mit Eurem Trecking in den Bergen hat mir besonders gut gefallen, die Landschaft ist ja phantastisch dort. Eine kurze Anmerkung zu Deinem Fazit, es ist uns auch aufgefallen das die Kinder gegenüber unsrer ersten Reise in 2013 beim nächsten Mal in 2014 doch mehr gebettelt haben, aber im noch nicht so häufig besuchten Norden des Landes ist das alles viel entspannter, da freuen sich die Kinder noch wenn sie mal ein paar Muzungus sehen. Trotz dessen und der Armut im Lande machen die Menschen einen glücklichen und sogar stolzen Eindruck auf uns und wir sind immer absolut freundlich und mit offenen Armen empfangen worden. Für uns sind die Begegnung mit den Menschen vor Ort genauso wichtig und schön wie die tollen Tierbegegnungen in den Nationalparks geworden.
Danke noch einmal für Deine Mühe und viele Grüsse Christian
nochmals herzlich Dank für den tollen Reisebericht und den Fotos. Mein Mann und ich freuen uns jetzt auch auf unseren Uganda-Urlaub im Juli, insbesondere auf die Gorillas.
Viele Grüße Uli
Big 5 Africa Tours
Reiseberichte:
Namibia's Süden 2017, Uganda's Norden 2016 , Uganda Juli 2015 , Namibia Mai 2013 ,Namibia Mai 2012
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201223. Feb. 2015 · #47
Es freut mich, dass es euch gefallen hat, vielen Dank für die positiven Feedbacks.
@Konni: Die Chamäleons (oder wie bildet man den Plural auf Deutsch 🙄 ) haben wir alle beim Wandern gesehen (erst nachdem die Guides sie uns gezeigt hatten 😗 ). Die Dinger sind ziemlich winzig und gut getarnt. In Südafrika hatte ich aber mal eines selbst entdeckt, auf 20 m über Boden an einem Baumstamm während der Canopy-Tour im Tsitsikamma. Ich steh' auf die Kleinen, wie sie ihre Augen in alle Richtungen drehen und den Schwanz zu einer Schnecke einrollen. Viele Afrikaner glauben allerdings, dass sie Unglück bringen und wenn man sie anfasst, jemand Nahestehendes stirbt. Sie nehmen sie deshalb immer mit einem Holzstäbchen vom Busch.
@Sam: Wenn du nochmals nach Uganda gehst, können wir Rwenzori nur empfehlen. Wie gesagt reichen 4 Tage, um einen sehr schönen Einblick zu haben. Die Gipfel sind ja nur mit Steigeisen und Hochalpin-Erfahrung zu meistern.
@Christian: Die Kinder müssen die Idee ja von irgendwoher haben, dass Touristen einfach so Sweets, Geld oder Stifte verteilen. Scheinbar gibt es immer noch solche Touristen, die wahllos mit Geschenken um sich schmeissen, statt die sicher dringend benötigte Hilfe Schulen oder Projekten zukommen zu lassen. Schade, es hat uns mit der Zeit daran gehindert, aus dem Auto auszusteigen.
@Uli: Ihr könnt euch wirklich freuen und das Gorilla-Tracking ist schon sehr beeindruckend. Zum Glück ist für uns und viele andere Fomis nach der Reise ja vor der nächsten Reise 🤩 😎 😉
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200925. Feb. 2015 · #48
Hallo Daniela,
vielen Dank für deinen wunderbaren Bericht, die fantastischen Fotos und beeindruckten Einsichten. Vor allem eure Tour in den wunderschönen Mondbergen hat mir sehr gefallen.Vielleicht schaffen wir es auch einmal in die Ruwenzoris.
Mit herzlichen Grüßen Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
Hallo Daniela, wie klein doch die Welt ist... ich las Deinen sehr schönen Reisebericht und mir fiel gleich auf, dass wir zur selben Zeit in Uganda waren und ich nun anhand Eures Gorilla-Trekkings auch weiß wer ihr seid:-) Wir waren oft zur selben Zeit in denselben Unterkünften:-) Ich habe Euch um Euer Gorilla-Trekking das ihr einen Tag später als wir gemacht haben, sehr beneidet... es war anscheinend überhaupt nicht anstrengend und ihr hattet die Gorillas wie auf dem Präsentierteller vor Euch... einfach super:-) vielen Dank für den schönen Bericht, ich war noch mal in Uganda, d. h. ich bin immer noch in Uganda, dieses Land lässt mich nicht mehr los... es ist Afrika pur und unverfälscht.. Liebe Grüße Valle
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201202. März 2015 · #50
Hallo Valle
Ja, mit den Gorillas hatten wir wirklich Glück und eigentlich auch sonst. Es war eine phantastische Reise und ich halte mich im nassen, grauen Alltag nur mit dem Schwelgen in Uganda-Erinnerungen und der Planung der nächsten Reise über Wasser.