Reisebericht

In the mist....

von D und M · begonnen 08. Feb. 2015 · 17 Teile

Teil 108. Feb. 2015
Liebe Fomis

Gerade zurück aus Uganda, hier mal ein erstes Posting. Der ausführliche Reisebericht folgt nach und nach. Die guten Photos wird hat unser "Hof-Photograf" Markus baldmöglichst auf Flickr geladen. Ich werde die Galerie dann verlinken.
Flickr Galerie Uganda
Hier im Bericht nur ein paar meiner Bilder als Eindruck.

Warum überhaupt Uganda?
Nach unserem Trekking auf den Mount Kenya 2009 hatten wir schon länger mit einem weiteren Trekking am Rwenzori geliebäugelt. Nun machten wir unseren Traum wahr und buchten eine private Uganda-Reise mit Driver-Guide. Das Trekking war sozusagen das Herzstück der Tour. Drumherum planten wir die üblichen Nationalparks, die man bei einem Erstbesuch in Uganda wohl bucht. Obwohl wir passionierte Zelt-Camper und Selbstfahrer sind, wollten wir diesmal nicht campen, da wir ungern verregnet werden. Das Fahren traute ich mir auch nicht recht zu, da zu den schwierigen Strassenverhältnissen noch das Orientierungsproblem kommt. Jedenfalls hatte das Rundum-Sorglos-Paket, das wir bei Matoke Tours gebucht hatten, seinen Preis. Preis-Leistung war aber sehr in Ordnung. Es war allerdings unsere teuerste je gemachte Reise und so schnell werden wir diese Art Reise wohl nicht wiederholen. Wir bereuen den Entscheid aber nicht, da die Reise auch ohne Selbstversorgung genügend anstrengend war.

Soviel mal vorweg: Trekking war super, Katzen waren rar, dafür Primaten en masse und mehrere Schuhschnäbel

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Liebe Grüsse
Daniela
Teil 210. Feb. 2015
Guten Abend

Ich starte mal mit unserem Bericht unserer ersten Reise nach Uganda, die übrigens vom 17.1 - 6.2.15 dauerte.

Tage 1 und 2
Am frühen Morgen flogen wir mit von Schnee und Eis verursachter Verspätung von Zürich nach London Heathrow und von dort weiter nach Entebbe. Fliegen ist heutzutage wirklich sehr mühsam mit all den Sicherheitschecks, Formularen und der ganzen Warterei. 😵 Wir kamen nach 23 Uhr in Entebbe an, erhielten bei der Einreise problemlos gegen 50 US $ unser Visum und konnten auch unsere Gepäck vollzählig in Empfang nehmen. Vor dem Ausgang wartete unser Driverguide Suleiman. Nun fuhren wir noch ca. 1.5 Std. nach Kampala, wo wir im Orchidea Guesthouse eine kurze Nacht verbrachten. War für eine Nacht okay. Von einem schönen Hotel mit Aussicht hätten wir sowieso nichts gehabt, da wir am nächsten Morgen um 8 Uhr bereits wieder abgeholt wurden und Richtung Norden zum Ziwa Rhino Sanctuary fuhren.

Spätestens jetzt waren wir sehr froh ein Auto mit Driver gemietet zu haben. Der Verkehr und die Strassen in Uganda sind, gelinde gesagt, gewöhnungsbedürftig. 🤢 Uns war schon nach 10 Min. klar, warum alle Minibusse und Lastwagen einen religiösen Spruch wie God’s Grace, Bismillah, Jesus loves you etc. angebracht haben – das Risiko im Verkehr zu sterben (und dann nahe bei Gott zu sein) schien uns sehr real. 😗 Wir fanden die Orientierung auch sehr schwierig. Es gibt praktisch nirgends eine Ausschilderung, die diesen Namen verdient. Das Auto war übrigens ein Toyota Minibus mit Pop-up-Dach und 4x4, das sehr zuverlässig war und nicht mal eine Reifenpanne hatte.

In Ziwa angekommen fuhren wir gleich ein Stück ins Gelände und spazierten anschliessend ca. 10 Minuten bis zu einer Nashornkuh mit Kalb, die unter einem Busch Siesta hielten. 😎 Wahrscheinlich geht es den meisten Besuchern so, die nicht dort übernachten. Man kommt entweder von Norden oder Süden ca. um die Mittagszeit dort an und dann ruhen die Tiere in der Hitze. Das Kalb stand immerhin kurz auf und schaute zu uns rüber und legte sich anschliessend wieder hin.

Das anschliessende Mittagessen war okay und wir fuhren weiter Richtung Gulu über die Brücke bei den Kururuma-Fällen (laut Suleiman Fotos verboten) und weiter an der nördlichen Parkgrenze des Murchinson Falls NP bis zur Fort Murchinson Lodge, wo wir 3 Nächte verbrachten. Dort wurden wir herzlich empfangen und zu unserem Zimmer im unteresten Gebäude im 1. Stock gebracht. Auf dem Dach der Lodge tranken wir als Sundowner anschliessend unser erstes Nile Special, das uns ausgezeichnet mundete. Die Sonne ging über dem Albert-Nile unter und zeichnete eine orange Bahn. Jetzt fühlten wir uns richtig in Afrika angekommen.

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Fort Murchinson Lodge

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Aussicht von der Lodge

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Sonnenuntergang über dem Albert Nile

Morgen geht's weiter mit dem Murchinson Falls National Park.

Liebe Grüsse
Daniela
Teil 312. Feb. 2015
Guten Morgen

Da wir gestern mit der Beschriftung der Flickr-Galerie beschäftigt waren, folgt der nächste Teil erst morgen.

Hier aber schon mal der Link zu den Fotos. Da viele Fotos im Wald aufgenommen wurden, wirken diese besser, wenn die Umgebung des PC nicht zu hell ist.

Schönen Tag
Daniela
Teil 413. Feb. 2015
Hallo zusammen

Vielen Dank für das positive Feedback zu den Bildern. Das spornt an 😎 😁

19.01.2015
Am nächsten Morgen ging’s bereits um 6.30 Uhr los zum ersten Gamedrive. Eine Rangerin begleitete uns, was aber nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Ihr Hauptziel war es, Löwen zu finden. Wenn wir Katzen sehen, freuen wir uns, aber wir sind nicht so scharf darauf, dass wir deshalb an allem anderen achtlos vorbei fahren. Jedenfalls war unser erster Eindruck in der Morgendämmerung überwältigend. Es wimmelte von Tieren: Vor allem Kobs und Oribis, aber da wir diese noch nie vorher gesehen hatten, freuten wir uns darüber. Vom Öl-Verkehr, den andere beschrieben haben, haben wir während des ganzen Aufenthalts nichts mitbekommen. Wir sahen Giraffen, Elefanten, einen Side-striped Jackal, Warzenschweine, zwei kämpfende Hartebeests, diverse Vögel und immer wieder Kobs. Ganz stolz war ich darauf, dass ich die Verreaux's Eagle-Owl im Sausage-Tree entdeckte und nicht die Rangerin. Die Katzen suchten wir vergeblich, was uns nicht weiter störte.

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Am Campingplatz assen wir unseren Packed Lunch und tranken anschliessend in der Paraaa-Lodge ein Bier bevor wir die Bootsfahrt Richtung Wasserfall unternahmen. Wow, was für ein Erlebnis. Es wimmelte von den unterschiedlichsten Vögeln, Hippos, Crocs, Büffeln, sowie diversen Tieren, die zum Trinken kamen. Den Wasserfall sieht man dann von rel. grosser Distanz. Das Boot war eines der grossen Doppeldecker, ziemlich voll mit holländischen Gruppen, aber jeder findet ein gutes Plätzchen zum Fotografieren.

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Anschliessend Gamedrive zurück zu Lodge, wo wir kurz vor der Lodge bereits ausserhalb des Parks auf eine Gruppe Elefanten stiessen.
Das Gamedriven mit offenem Dach und ohne selbst fahren zu müssen, haben wir enorm genossen. So kann man sich ganz auf die Umgebung konzentrieren.

Lieber Gruss
Daniela
Teil 514. Feb. 2015
Hallo, nun geht's weiter mit den nächsten Teil des Berichtes.

20.1.
Heute fuhren wir bereits um 6.00 Uhr los, ohne Frühstück, da unsere zweite Bootstour zum Delta um 7.00 Uhr startete. Wir erhielten auf dem Boot ein Frühstück. Das war uns auch recht, da es ohnehin noch zu dunkel war zum Fotografieren und wir in der kühlen Luft gerne einen heissen Kaffee tranken. Auch diese Bootsfahrt genossen wir sehr. Im Delta sahen wir dann den ersten Shoebill – was für ein merkwürdiges Urvieh. Ich kenne den Schuhschnabel seit ich ein kleines Kind bin aus dem Zürcher Zoo und war sehr gespannt, diese Tiere in der Natur zu beobachten. Das Fotografieren gestaltete sich nicht so einfach, da der Vogel ziemlich weit weg war und das Boot schaukelte. Mit dem Feldstecher konnte man ihn aber sehr gut beobachten.

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Die holländische Gruppe, die mit uns fuhr, stieg anschliessend am Delta aus und fuhr mit den Autos zurück. Wir blieben allein auf dem Boot und hatten Einzelbetreuung, was uns sehr gefiel.

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Der allgegenwärtige African Fish Eagle

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Northern Carmine Bee-eater

Ca. 5 Min. vor Paraa hatten wir das unglaubliche Glück einen zweiten Shoebill zu sehen, diesmal sogar etwas näher als den ersten. Nach diesen unglaublich dichten Stunden auf dem Victoria Nile assen wir unseren Packed Lunch an der Anlegestelle der Fähre und fuhren anschliessend für die Siesta wieder zur Paraa Lodge. Der Nachmittags-Gamedrive brachte nicht viel Neues, wir genossen ihn trotzdem sehr.

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Defassa Waterbuck

So ging ein weiterer wunderschöner Tag mit einem Sundowner in der Lodge zu Ende.

Morgen geht's weiter Richtung Kibale NP und Chimps.
Liebe Grüsse
Daniela
Teil 615. Feb. 2015
21.1.
Die frühe Abfahrt um 6.30 war bereits Routine und wir machten unseren letzten Gamedrive im MFNP, wiederum mit Rangerin. Es war sehr dunstig oder sogar neblig, wie eigentlich die ganze Zeit in Uganda. Dies bescherte uns einen unglaublichen Sonnenaufgang mit Tieren, Palmen, Akazien und einer orangen Kugele „in the mist“.

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Die Löwen fanden wir trotz Rangerin auch diesmal nicht. Sie behauptete, am Vortag hätte sie sich gefunden. Egal, wir hatten ja noch den Queen Elizabeth NP vor uns. Um 11 Uhr nahmen wir in Paraa die Fähre und fuhren anschliessen zum Aussichtspunkt „Top of the falls“, wo wir auch unser Picknick machten. Es ist viel Wasser und eine enge Schlucht, aber mich hat es nicht vom Hocker gehauen. Wahrscheinlich war ich zu oft am Rheinfall bei Schaffhausen 😗 😄 🤪 😎

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rechts ist "unser" Minibus

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Anschliessend fuhren wir bis Hoima, wo wir im Kontiki-Hotel übernachteten. Sehr nett für eine Nacht, als Zwischenstop zwischen MFNP und Kibale.

22.1.
In Hoima wiederum früher Start um 6.30 Uhr, da unser Permit für das Chimps-Tracking im Kibale Forest NP aus mir unerfindlichen Gründen vom nächsten Morgen auf den heutigen Nachmittag verschoben worden war.

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Teeplantage bei Fort Portal

In Fort Portal kauften wir zur Abwechslung Samosas, Schaschlik, gebratene Kassawa und Obst, das wir beim Rangerpost im Kibale NP assen vor dem Start zum Tracking. Wir hatten zu zweit eine eigene Rangerin, es waren aber noch zwei weitere grössere Gruppen unterwegs, die letztlich bei den gefundenen Schimpansen zusammentrafen. Nach einer ca. 20-minütigen Fahrt mit unserem MInibus und der Rangerin an Bord starteteten wir das Tracking. Wir liefen mit wegen der Ameisen in die Socken gesteckten Hosen durch den Wald und fanden bereits nach ca. 15 Minuten eines der Alpha-Männchen am Boden liegend seine Siesta verbringend. Schimpansen leben in relativ grossen Gruppen, aber damit es keinen Futterneid gibt, nicht alle auf einem Haufen. Wir hörten noch weitere Tiere rufen oder schreien und das Männchen erhob sich und ging davon. Nun ging die Verfolgungsjagd quer durch den Wald los. Es war schon spannend, diesen Tieren zu folgen und zu sehen und zu hören, wie sie kommunizierten und sich wieder trafen. Die erlaubte Stunde verging viel zu schnell. Wir konnten aber trotz der Dunkelheit im Wald ein paar gute Bilder schiessen.

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sind sie nun verwandt oder nicht? 😗

Anschliessend fuhren wir zum Kibale Forest Camp, wo wir unser schönes Zeltbungalow bezogen. Den Abend beschlossen nach einem Rundgang im Garten im schönen Restaurant bei einem Nile Special.

Guten Wochenstart
Daniela
Teil 716. Feb. 2015
Hallo Christian

Wir haben zwei Holländer getroffen, die haben im MFNP nicht nur Löwen, sondern auch einen Leopard gesehen. 😠 Hängt halt sehr vom Tagesglück ab.

Danke dir und allen Danke-Button-Drückern für die Wertschätzung. So, nun geht's weiter.

23.1.
Heute konnten wir mal richtig ausschlafen. Der Swamp Walk startete erst um 8.30 Uhr und wir genossen es, uns wieder einmal die Beine vertreten zu können nach der vielen Fahrerei. Das Schimpansen-Tracking am Vortag war ja nicht wirklich körperlich anstrengend gewesen. Wir sahen einige der erhofften Vögel, unter anderem den Great Blue Turacco. Der Guide war sehr gut und ich machte mir fleissig Notizen zu den von ihm identifizierten Vögeln. Bei den ornithologischen Kenntnissen haben wir eindeutig noch Potential nach oben. Ausserdem sahen wir Black-and-white Colobuses und Baboons in Fotodistanz. Redtailed und Red Colobuses leider nur relativ schnell und weit weg.

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Visitorcenter des Swampprojektes

Am Nachmittag relaxten wir in der Lodge mit sehr schöner Anlage, wo wir von unserer Veranda aus Affen und Vögel beobachten konnten. Es war wunderbar entspannend.

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Blick von unserer Veranda

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Restaurant Forest Camp

24.1.
Wieder konnten wir ausschlafen und verliessen die Lodge um 8 Uhr. Wir fuhren über die Hügel entlang von Kraterseen nach Kasese, wo wir das Mittagessen einnahmen, unsere Postkarten zur Post brachten und Geld aus dem ATM zogen.

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Kratersee

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Bananentransporter

Das System der Verteilung der Ernte von Kochbananen funktioniert so: Fahrrad-Händler kaufen überzählige Kochbananen direkt vom Hof. Die Bauern erhalten dafür sehr wenig, aber doch wichtiges Bargeld. Die sehr stark beladenen Velos werden dann über eine recht weite Strecke bis zu einem Umschlagplatz gebracht, wo sie auf Lieferwagen geladen werden. An den grossen Hauptverkehrsachsen werden diese dann auf richtige Lastwagen umgeladen. Jeder Transporteur verdient so ein wenig mit und der Händler in Kampala am Schluss auch noch etwas.

Nach dem Mittagessen fuhren wir noch ca. 1 Std. Richtung Rwenzori nach Kilembe, ins Backpacker des Rwenzori Trekking Services auf ca. 1450 müM. Morgen sollte unser 4-tägiges Trekking starten und wir mussten noch unsere Ausrüstung zusammenstellen. Extra für das Trekking hatten wir unsere Schlafsäcke, einen Wasserfilter sowie Gummistiefel 🤢 😵 und warme Kleidung dabei (u.a. lange Unterhosen 😗 ). Am späten Nachmittag erreichte uns dann ein starkes Gewitter, das auch für Stromausfall sorgte und unsere Bedenken vergrösserte, ob wir das Trekking schaffen würden bei den Bedingungen, die normalerweise am Rwenzori herrschen. 😐 Bis jetzt hatte es auf der ganzen Reise noch nicht geregnet. 😎

So, morgen geht's dann ab in die Berge.

Liebe Grüsse
Daniela
Teil 817. Feb. 2015
Liebe Bele

Danke für die Blumen. Die Stimmung war wirklich überirdisch mystisch oder sowas in der Art 😉

So, seid ihr gerüstet für die Bergtour? Wanderschuhe, Proviant? 😄

25.1.
Am nächsten Morgen ging es los mit 2 ausgebildeten Bergführern, 2 Trägern für unsere Rucksäcke mit Schlafsack und Ersatzwäsche und 3 Trägern für Kochmaterial und Essen. Wir trugen den Tagesrucksack mit Wasser, Zwischenverpflegung, Regenschutz und Kamera sowie unsere Wanderstöcke. Zuerst ging es über eine durch eine Überschwemmung stark zerstörte Strasse bis ans Ende des Dorfes, anschliessend steiler über Feldwege vorbei an verstreuten Höfen, wo sich der Blick auf die hohen Berge öffnete, bis zum Eingang des Nationalparks, der deutlich sichtbar und mit einer Reihe Eukalyptusbäumen markiert ist.

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Kilembe Valley

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Grenze Rwenzori NP

Bei der Rangerstation auf 1727 müM Eintrag in die Kladde und gemütlich durch den Regenwald stetig bergauf. Schon bald fand unser Führer 2 Chamäleons, ein Black-spotted und ein Jackson’s Chameleon. Wir waren hell begeistert, aber auch etwas erstaunt, wie klein diese Chamäleons waren.

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Jackson's Chameleon

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Black-spotted Chameleon

Bis zum Lunchspot, einem Unterstand unter einem Fels mit Wellblechdach und Bänken, ging es stetig dem Tal entlang langsam aufwärt. Rechts hörte man das Rauschen des Baches, im Wald Vögel und in einer Lichtung sahen wir auch nochmals einige Berggipfel. Bis jetzt war es kein Problem, es war höchstens etwas heiss. Bei der Mittagspause trafen wir auf eine andere Gruppe. Es war eine Frau mit einem 4-jährigen Jungen plus Begleitmannschaft. Wir unterhielten uns und sie erzählte, dass sie, ital-schwedische Herkunft und ihr mexikanischer Mann beim Internationalen Roten Kreuz in Kampala arbeiteten und mit ihren drei Kindern einen Wochenendtrip machten. Ihr Mann war mit den zwei grösseren Mädchen (ca. 8 und 10) noch weiter aufgestiegen. Wir trafen die drei anschliessend bei der Sinehütte, als sie auf dem Abstieg waren. Alle machten einen zufriedenen Eindruck.

Nach dem Mittagessen gab es die erste Flussdurchquerung ohne Brücke, die aber Dank Trockenzeit problemlos in Wanderschuhen machbar war und ausserdem die ersten Leitern. Danach ging es steil bergauf bis zur Sine-Hütte auf 2596 m, die wir ca. um 14 Uhr erreichten. Unterwegs sahen wir noch einen Blue Monkey, aber zu weit weg zum Fotografieren. Die Umgebung bei der Hütte war sehr schön mit dichtem Wald und einem Wasserfall und wir streiften herum und machten Fotos. Nach Sonnenuntergang wurde es schnell kühl und wir verkrochen uns nach dem Nachtessen und Zähneputzen in unsere Schlafsäcke. Die Hütte hatten wir ganz für uns allein. Die Träger und Führer hatten eine eigene Hütte und wir waren die einzige Gruppe hier. So war das auch die nächsten beiden Nächte.

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Flussüberquerung mit Mountainguide Abel

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Sine-Hütte

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mit Schmetterlingen kenne ich mich nicht aus

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Liebe Grüsse
Daniela
Teil 918. Feb. 2015
Liebe Fomis

Es geht weiter mit dem viel anstrengenderen 2. Trekkingtag - seid ihr fit? 😄

26.1.
Nach einem herzhaften Frühstück mit Porridge 🙄 und Rührei mit Speck marschierten wir los. Kurz nach Abmarsch erreichten wir die Bambuszone. Diese war für uns am wenigsten attraktiv, aber nach ca. einer Stunde stetigem Bergauf auf einer Krete wechselte die Vegetation wieder und beim Kalalama Camp auf 3134 m begann die Heather Zone: Schöne grosse Erika-Bäume mit Flechten behangen und mit Moos bewachsen, ausserdem die ersten Lobelien. Hier sahen wir ein weiteres Chamäleon. 🙂

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Am oberen Ende der Bambuszone

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Beginn der Heather Zone

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Chamäleon

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junge Lobelien

Nach einer Pause ging es weiter über Wurzeln und Planken durch Sumpfgebiete, teils steil aufwärts bis zur Mittagsrast. Nach der Mittagspause dann steil rauf und runter, über Felsen und Baumstrünke, glitschige Holztreppen, mit Moos überwachsenes Geröll bis zum Mutinda Camp, das unter einem grossen Felsüberhang auf 3678 m liegt. Dieser Streckenabschnitt war der schönste der ganzen Tour, allerdings auch sehr anspruchsvoll zu gehen, obwohl es verhältnismässig trocken war. Wir hielten öfters an, um Fotos zu machen und uns einfach nur umzuschauen. Nach unserer Ankunft im Camp begann es leicht zu regnen. Nachdem der Regen nach einer halben Stunde wieder aufgehört hatte, streiften wir umher und machten wieder Photos. Wir sahen auch einen Bluemonkey, der sich diesmal sogar fotografieren liess.

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Plankenweg durch Bog (Sumpf)

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Porter auf sumpfigem und wurzelreichem Pfad

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Bluemonkey im Heather Tree

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Fixzelte Mutinda Camp

Eine Option wäre gewesen, den über 4'000 m hohen Mutinda Peak zu besteigen. Aber das Wetter war nicht besonders, sodass wir nichts von der Aussicht gehabt hätten und wir waren ziemlich geschafft. Ich hatte ausserdem Kopfweh wegen der Höhe. Es wurde kühl und die Begleitmannschaft machte Feuer, einerseits zum Kochen, aber auch, um warm zu haben. Diese Nacht war es dann richtig kalt. Da das Camp unter einem wirklich grossen Felsvorsprung ist, besteht die Unterkunft immer noch aus Fixzelten mit Matratzen darin. Wir vermissten in dieser Nacht unsere Iso-Matten, da die Matratzen zwar dick waren, aber kaum gegen die Bodenkälte isolierten.

Liebe Grüsse
Daniela
Teil 1019. Feb. 2015
@speed66: Es war sehr anstrengend, aber weniger schlimm als erwartet, da wir nicht wie angekündigt ab dem 2. Tag in Gummistiefeln laufen mussten. Wir hatten ausserordentliches Glück mit dem Wetter - es hätte auch 4 Tage regnerisch und neblig sein können. Aber warte mal ab - so richtig anstrengend wird es dann am Mt. Muhavura, dem höchsten der Virunga-Vulkane. 🤩 😵 😎

@picco: Es gibt Porridge und Porridge - dieser war von der üblen Sorte 🤢 , jedoch wirklich gute Berg-Nahrung und darum haben wir uns gezwungen, es zu essen

@Botswanadreams: Euren Reisebericht habe ich auch verschlungen und er hat mir schon Ideen für eine weitere Ugandareise gegeben zB. mit Kidepo NP, Mt. Elgon (Trekking natürlich 😉 )und mit dem Zelt. Super schöne Website übrigens, könnten wir ja auch machen, wenn wir in Pension gehen 😗

So, nun geht's mit dem 3. Trekkingtag weiter.

27.1.
Am Morgen waren die Bretter, die zum Plumpsklo führten, mit Reif überzogen und entsprechend noch glitschiger als nur mit Nässe. Das Thermometer war also unter den Gefrierpunkt gefallen. Wir beschlossen, den Gipfel auch heute nicht in Angriff zu nehmen. Meinem Kopf fing es trotz Tabletten noch nicht besser und wir mussten über das anspruchsvolle Gelände ein Stück denselben Weg zurück, den wir gestern im Aufstieg benützt hatten. Der Abstieg ist ja immer viel schwieriger als der Aufstieg. Vor allem vorwärts über die Natur-Leitern runter zu laufen, war nicht Markus’ Sache und er ging die meisten rückwärts runter, was sehr zermürbend für ihn war. Die Guides tänzelten zum Teil ohne sich zu halten runter, ich balancierte mit den Wanderstöcken oder hielt mich auf einer Seite an der Seite der Leiter. Wir genossen nochmals die phantastische Landschaft und Vegetation.

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"Strohblumen"

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Disa Stairsii (Orchideenart)

Als das Gelände einfacher wurde, gab es nach einer Abzweiung einen Gegenanstieg wieder bis auf 3515 m auf den benachbarten Bergrücken. So gab es eine Rundtour und die dritte Nacht konnten wir in einem anderen Camp übernachten als am ersten Tag. Auf dem Abstieg machten wir noch einen Abstecher zum sogenannten Lobeliengarten, einem Sumpf, wo einige Lobelien und Senezien wachsen. Bis jetzt waren fast alle Lobelien vertrocknet gewesen. Hier fanden wir noch ein paar blühende Exemplare. Hier mussten wir auch zum ersten und einzigen Mal die Gummistiefel anziehen, da wir knöcheltief im Wasser resp. Matsch standen. Nach einem Picknick zog Nebel auf und wir sahen, wie das Trekking auch hätte sein könnnen, immer im Nebel, stets mit Gummistiefeln an den Füssen, Regenjacke an... Wir stiegen weiter ab durch phantastischen Erikawald bis zum Samalira Camp auf 3171 m. Auch hier regnete es am Nachmittag etwas, aber vorher und nachher konnten wir noch gut im Sonnenschein herumstreifen und Fotos machen.

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Der Fotograf in Aktion im Lobeliengarten

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Samalira Camp

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Bartflechte nach dem Regen

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bei der Hütte

Leider konnten wir kein Foto des wunderschönen Rwenzori Turaccos machen. Mit dem Feldstecher konnten wir ihn aber gut sehen. Ausserdem hatten wir heute auch zwei Black-fronted Duikers gesehen. Die waren aber weg, bevor wir die Kamera gezückt hatten. Das Samalira Camp, auch Camp 1 genannt, da vor dem Bau der Sine Hütte die erste Etappe im Aufstieg bis hierhin ging, war wieder eine Holzhütte mit verschiedenen Zelten und Unterständen zum Kochen und Essen und für die Begleitmannschaft. Von hier hätte man phantastische Aussicht über den Lake George und Lake Edward, den Queen-Elizabeth NP und die Virunga Vulkane, aber wegen der Trockenzeit war alles in the mist.... und man konnte die Seen nur erahnen. Diese Nacht war es wieder wärmer und endlich war auch mein Kopf wieder okay.

Liebe Grüsse
Daniela
Teil 1120. Feb. 2015
@Konni: Wir haben uns auch gesagt, wir machen es jetzt, solange wir noch fit genug sind

@Annick: Harry Potter, Lord of the Rings, Mittelerde, auf jeden Fall stelle ich mir die Landschaft in Fantasy Büchern so vor, einfach märchenhaft und phantastisch im wahrsten Sinne des Wortes

@Christa: Reisebericht auf Website oder im Forum macht wohl wirklich keinen grossen Unterschied, aber wir müssten ja zuerst einmal die Struktur der Website aufbauen und dafür fehlt uns grad die Musse. Ausserdem teilen wir uns nun schön auf, Markus speist die Flickr-Galerie und ich schreibe und illustriere im Forum.

So, jetzt aber weiter mit dem letzten Trekking-Tag, an dem es nur noch runter geht, was aber, wie gewiefte Berggänger wissen, keineswegs angenehmer ist als aufzusteigen. Mit den Wanderstöcken lassen sich aber allfällige Knieprobleme entschärfen.

28.1.
Da wir heute noch zum Queen Elizabeth NP weiterfahren wollten, starteten wir früh zum Abstieg nach Kilembe. Wieder ging es steil runtern, zuerst durch die Bambuszone und anschliessend durch den Regenwald bis zur Abzweigung, wo wir aufgestiegen waren. So schloss sich der Rundweg und wir gingen weiter Richtung Parkausgang und durchs Dorf bis zum Backpacker. Die rund 1'700 m Abstieg waren schon heftig und wir kamen ca. um die Mittagszeit müde aber glückllich über das wunderschöne Trekking dort an.

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Am Wegesrand: aus Raupen werden mal Schmetterlinge 🤨 😉

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Agame beim Backpacker

Fazit des Trekkings: Super organisiert, sehr umsichtige Führer, den Umständen entsprechend gutes Essen (abgesehen vom Porridge 🤢 ) und phantastische Landschaft und Vegetation. Wir hatten mit dem Wetter extrem Glück. Wir wurden nie ernsthaft verregnet, konnten durchwegs mit Wanderschuhen gehen, abgesehen vom freiwilligen Abstecher zum Lobeliengarten, und haben auch die Höhe ohne ernsthafte Probleme gut ausgehalten. Wenn man die verschiedenen Vegetationsstufen erleben will, sind 3 Tage das Minimum, besser 4 oder sogar 5. Den Gipfel haben wir von vornherein ausgeschlossen, Schnee, Eis und Fels haben wir in der Schweiz wirklich genug. 😈

Nach einem kurzen Mittagessen fuhren wir Richtung Kasese und weiter zum QENP, wo wir in der Bush Lodge mit Blick auf den Kazingakanal eincheckten. Diese Lodge gefiel uns ausgezeichnet, ebenso wie die anderen beiden Anlagen der Naturelodges.

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Blick von unserem Zelt-Bungalow

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Blick auf den Kazinga-Kanal

Nach einer Pause ging es zum Gamedrive in den östlichen Teil des Parks. Nach dem tierreichen MFNP schien dieser Teil des Parks wie ausgestorben. Wir sahen dann aber doch noch einige Tiere und als Besonderheit Giant Forest Hogs. Zum Nachtessen wurden die Tische weiträumig um das Feuer unter freiem Himmel mit Blick auf den Kanal aufgestellt. Es war wunderschön und das Essen sehr lecker. Lustig ist in dieser Lodge das Klo im Zeltbungalow. Es werden 1 – 2 trockene Bananenblätter auf den Grund des Klos gelegt, darauf verrichtet man sein Geschäft und tritt anschliessend auf einen Hebel, der den Boden des Klos öffnet und die ganze Geschichte in einen Eimer darunter fallen lässt. Es funktionierte gut und stank auch nicht. Hinter dem Zelt gab es eine schöne Openair Dusche mit sonnengewärmtem Wasser. Jedenfalls genossen wir die ausgiebige Dusche nach 4 Tagen Trekking und auch das kühle Nile Special. 🤩 😗

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Giant Forest Hogs

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Black-headed Gonolek bei der Lodge

Liebe Grüsse
Daniela
Teil 1221. Feb. 2015
29.1.
Um 6.30 Uhr Start zum Morning Gamedrive, wiederum im Ostteil des Parks, diesmal mit einer Rangerin. Dank ihr und ihrem Kontakt zu einem Ranger auf Motorrad fanden wir eine Löwin, die parallel zur Strasse lief. Ein Auto fuhr offroad hin und wurde anschliessend von unserer Rangerin ermahnt. Interessant waren die Kobs in der Nähe, die Alarm schlugen und genau schauten, wo die Löwin war. Nach ca. einer halben Stunde schlug sie sich in die Büsche, wo sie wahrscheinlich den Tag verschlief. Wir hatten ja gehofft, dass sie den Rest des Rudels suchen würde, war aber leider nicht so.

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Ausserdem sahen wir 4 grosse Büffelherden und machten einen Abstecher zum Vulkansee, wo es Salzminen gibt. Das Konzept der UWA, die umliegende Bevölkerung an den natürlichen Ressourcen des Nationalparks teilhaben zu lassen, ist wohl im stark bevölkerten Uganda die einzige Möglichkeit, die Nationalparks wirklich zu schützen.

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Zum Mittagessen fahren wir zurück zur Lodge und am Nachmittag machten wir eine Fahrt auf die Mweya-Halbinsel und von dort eine zweistündige Bootsfahrt auf dem Kazinga Channel. Auch dieses Mal waren wir hell begeistert von der riesigen Vielfalt an Tieren, die wir zu sehen bekamen. Zusätzlich zu denen im MFNP sahen wir Spoonbills, Pelicans, Water Monitors und ein auf dem Wasser treibedes totes Hippo, das von Halbstarken aus ihrem Revier „vertrieben“ wurde. Die Krokodile liessen es wohl noch ein bisschen "abhängen", damit es leichter zu zerreissen war 🤩 🤢 Zurück zur Lodge sahen wir von dort aus noch am Rande des darunterliegenden Sumpfes, ein Riesenkrokodil, Fish-Eagles und eine Gruppe von Giant Forest-Hogs. Nun hofften wir auf mehr Löwen im Ishasha-Teil des QENP.

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Spoonbill

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Totes Hippo mit entsprechenden Geruchs-Emissionen 🤢

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Juveniler Fish-Eagle

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trügerisches Idyll 😵 😎

Bald geht's weiter 🙂
Teil 1321. Feb. 2015
Dann mach' ich mal weiter.

30.1.
Abfahrt um 7.00 Uhr durch den NP Richtung Süden mit dem Ziel Ishasha-Teil des QENP. Dabei querten wir verschiedene Habitate: Baumsavanne, Sumpfgebiet und Waldgebiete. Wir hatten ein paar schöne Sichtungen von Elefanten, Affen und Vögeln. Im Nachhinein hätten wir uns besser mehr Zeit in diesem Teil des Parks gelassen. Ishasha war eine grosse Enttäuschung, da ein am Vortag von den Rangern gelegtes Feuer wegen dem Wind ausser Kontrolle geraten war und weite Teile des Parks verkohlt waren oder immer noch vor sich hinschwelten. 😈 😠 Es waren deshalb auch kaum Tiere zu sehen, kein Wunder haben wir auch die Löwen nicht gefunden, da sie kein Futter mehr hatten. In allen Nationalparks wurden durch die Behörden grosse Grasflächen brandgerodet, damit das nährstoffarme trockene Gras dem neuen frischen Gras Platz macht. Es gab ja schon immer natürliche Buschfeuer, aber hier war eindeutig übertrieben worden. Wir fuhren deshalb aus dem Park raus und in unsere Lodge, die Ishasha Jungle Lodge, wo wir die einzigen Gäste waren. Im angrenzenden Sumpf fanden wir viele Spuren von Elefanten, Hippos und anderen Tieren. Diese halten sich an keine Grenzen und schwärmten in der Trockenzeit je nach Futterangebot in die DR Congo oder in die Gebiete ausserhalb des NP. Wir verzichteten auf einen weiteren Gamedrive, da das Feuer immer noch schwelte und verbrachten einen erholsamen Nachmittag in der Anlage der Lodge. Immerhin amüsierten wir uns noch über unseren "Mitbewohner" 😗 im Bungalow (zum Glück nur auf der Veranda)

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unser Mitbewohner 🤪

Auf dem Weg nach Ishasha:
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Palmnut-Vulture

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Hamerkops

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Topi auf verbrannter Erde 🙁

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bei der Lodge

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Unser Bungalow in der Ishasha Jungle Lodge 😎

Liebe Grüsse
Daniela
Teil 1422. Feb. 2015
So, heute ist der Grosse Tag, an dem wir Verwandte besuchen 😁

1.2.
Abfahrt um 6.30 Uhr Richtung Bwindi – Rushaga, wo wir gebrieft und der Bweza-Gruppe zugeteilt wurden. Von unserem Fahrer wurden wir zum Ausgangspunkt gefahren. Ausser uns waren nur noch 2 weitere deutsche Touristen in der Gruppe, die allerdings doppelt soviel wogen wie wir und schon am Vortag ein strenges Gorilla-Tracking gemacht hatten. Dies zeigte sich schon beim ersten Anstieg, als die beiden keuchten und schwitzten und nicht Schritt halten konnten mit der Rangerin. Wir hatten schon Bedenken, dass wir so die Gorillas nie rechtzeitig erreichen würden 😕 😈 . Wir hatten allerdings Glück, da schon bald der erlösende Funkspruch kam, dass die Gorillas in der Nähe seien. Wir stiegen ein Stück über eine Wiese am Waldrand ab und fanden die Tracker. Kurz darauf standen wir im Wald in der Nähe des ersten Gorillas. Es ist wirklich unglaublich, wie friedlich die Tiere sind und wie eng verwandt zum Menschen. Wir konnten von 3 Gorillas inkl. dem Silberrücken sehr gute Fotos machen, ohne dass sie zu sehr verdeckt waren mit Blättern, 4 weitere waren nicht besonders fotogen platziert aber trotzdem schön zu beobachten. Das einzige Mal als ein bisschen Unruhe aufkam, war, als ein anderes männliches Tier als der Silberrücken versuchte, sich „unsittlich“ 😊 😘 😗 einem Weibchen zu nähern. Die Gruppe besteht aus total 10 Mitgliedern. Es ging uns wie allen, die Stunde war viel zu schnell vorbei. 🙁 Allerdings mussten wir kaum hinter ihnen her keuchen, es waren alle relativ entspannt und ziemlich stationär. So waren wir bereits nach ca. 2.5 Std. zurück vom Tracking. Dass es auch anders sein kann, bestätigten die beiden Deutschen, die am Vortag 7 Std. unterwegs gewesen waren und die Gorillas nur durch Blätter zu sehen bekamen und kaum ein brauchbares Foto hatten. Beglückt fuhren wir zurück zum Mutanda Lake Resort zurück und genossen einen entspannten Nachmittag, obwohl es zwischendurch wieder etwas regnete.

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Teil 1522. Feb. 2015
Nach dem sehr berührenden Erlebnis mit den Gorillas bezweifelten wir, ob auf dieser an Highlights sehr reichen Reise noch viel dazu kommen könne, aber es konnte:

2.2.
Am Morgen unternahmen wir eine Kanufahrt um ein paar Inseln, um Vögel zu suchen. Wir waren allerdings nicht allzu erfolgreich. Der See bietet für die Fischfresser nicht viel, da die Einheimischen alles leer fischen und nur kleine Fische übrig sind. Es war trotzdem schön, so ruhig über das Wasser zu gleiten im Morgenlicht. Die anderen Bootstouren waren ja immer motorisiert.
Danach fuhren wir zur Hauptstrasse und von dort nach Kisoro, da die Abkürzung entlang dem See wegen einem Hangrutsch verschüttet war. Wir checkten für 2 Nächte im Travellers Rest Hotel ein und machten einen Spaziergang im Ort. Es war unglaublich viel los, weil es der 1. Schultag des Jahres war und ausserdem Markttag. Viele Leute machten Besorgungen für das neue Schuljahr.

3.2.
Im Mgahinga NP wollten wir an diesem Tag den Mt. Muhavura, den höchsten der Vulkane besteigen. Wir hatten ihn ja bereits vom See aus bewundern können. Je näher wir dem Vulkan kamen, desto höher und steiler schien er uns. Die Idee war, nochmals alle Zonen der Afro-Alpinen Vegetation zu geniessen. Ausser uns waren noch 2 Holländer am Ausgangspunkt der Tour. Um ca. 7.40 Uhr liefen wir los von ca. 2'400 auf 4'137 müM. Zuerst ging es moderat bergauf durch sekundären Regenwald, der auf früher landwirtschaftlich genutztem Gebiet gewachsen war. Wir sahen wiederum Bushbucks und weiter oben einen Duiker sowie einige Vögel. Die Hauptattraktion war allerdings die Vegetation. Die Bambuszone war nicht richtig ausgeprägt, dafür erreichten wir diesmal die oberste Vegetationsstufe, oberhalb der Heather Zone. Es hatte wiederum Leitern und Felsen und Baumstrünke zu überklettern und in dieser Höhe war es unendlich anstrengend. Diese Tagestour war etwas vom Härtesten, das wir je gemacht hatten. Wir erreichten aber alle den Gipfel um ca. 12 Uhr. Der Ranger meinte, dass die Erfolgsquote bei max. 45% liege und wir sehr stark seien. Wir hatten allerdings auch Porter engagiert für unsere Rucksäcke, da diese durch den grossen Wasservorrat rel. schwer waren. Der eine Porter schaffte es aber auch nur mit Müh’ und Not, den Gipfel zu erreichen. Wahrscheinlich hatte er gehofft, dass wir Oldies den Gipfel nie und nimmer erreichen würde und es leicht verdientes Geld sei. Wir hatten wiederum Glück mit dem Wetter und manchmal sogar Aussicht auf die anderen Vulkane und ganz oben Richtung Rwanda. Zuoberst gibt es einen runden kleinen Kratersee mit Lobelien und Senezien umgeben. Wir assen unser Picknick mit allen mitgebrachten Kleidern inkl. Mütze am Leib, da es ordentlich kalt war und zudem ein eisiger Wind blies. 😈

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Muzungu in the mist 😎 (die Füsse hat uns der Holländer, der das Foto geschossen hat, abgeschnitten 😕

Da die Portionen des Lunchpacks wie üblich für uns zu gross waren, gaben wir den Rest unseren Portern. Danach machten wir uns auf den ebenso beschwerlichen Abstieg, wieder über rutschige Leitern und Felsen. 😠 In der Regenzeit machen diese Sprossen vielleicht schon Sinn, wenn der Untergrund sehr tief matschig ist, nun waren sie eher ein Hindernis und wir umliefen sie, wo es möglich war. Der eine Holländer hatte Probleme mit dem Knie und so ging der Abstieg unendlich langsam. Allerdings liess uns dies Zeit, um Fotos zu machen. Ca. um 17.00 Uhr waren wir wieder am Parkplatz, wo wir bereits erwartet wurden, nicht ohne nochmals zwei Chamäleone bewundert zu haben. Es war wunderbar, diese einmalige Vegetation nochmals zu sehen, aber es war auch extrem anstrengend und ich sank direkt nach dem Nachtessen (und einem oder zwei 😗 Nile Specials) in einen 9-stündigen Tiefschlaf.

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Virunga Vulkan in the mist vom Lake Resort aus gesehen - er ist hoch und steil, sehr hoch und sehr steil...

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...und kurz vor dem Gipfel am steilsten, wenn man eh schon kurz vor dem Kollaps ist 🙄

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man beachte die Leitern 🙄

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Nach dieser anstrengenden Etappe kommt noch der Endspurt. Vielleicht schaffe ich es noch heute Abend.

Liebe Grüsse
Daniela
Teil 1622. Feb. 2015
@Picco: Die Küche des Traveller Inns hat uns jetzt nicht vom Hocker gehauen, uns hat es im Lake Resort und den drei Natur Lodges viel besser geschmeckt. Das Bier war aber schön kalt 😄

Nun kommen noch die letzten beiden Tage in einem Aufwasch

4.2.
Um 8 Uhr starteten wir von Kisoro Richtung Norden. In einer Lodge assen wir ugandische Hausmannskost vom Buffet (Ugali, Matoke, Ground Bean Sauce, Spinat... 😕 ), bevor wir in den Lake Mburo NP einfuhren. Hier machte sich nun die Trockenzeit voll bemerkbar. Scheinbar hatte es den ganzen Januar nie geregnet. Jedenfalls sahen wir zwar ein paar Topis, Impalas, Warzenschweine und Zebras, aber es soll ja sehr viele geben und das kam uns nicht so vor. Speziell fanden wir einen Bushbuck, der auf einem Termitenhügel Ausschau hielt. Normalerweise sind Bushbucks ja sehr scheu und im Busch anzutreffen. Wir fuhren dann zu unserer Unterkunft, der Rwkobo Rock Lodge. Sie liegt sehr schön und mit toller Aussicht auf einem Felshügel gleich ausserhalb der Parkgrenze und auch dort sah man Tiere grasen.

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Warzis mit Ankole Rindern

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Lokales Trottinett bei der Rwkobo Lodge

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Bungalow der Rwakobo Lodge


Zebras ausserhalb der Parkgrenzen

5.2.
Am Morgen fuhren wir wie gewohnt um 6.30 Uhr los, diesmal ohne Frühstück. Am Tor holten wir einen Ranger ab, der mit uns einen Gamewalk machte. Näher beim See sahen wir mehrere grosse Eland- Herden, Zebras, Büffel, Waterbucks sowie ein Impalakadaver von Geiern belagert. Es gibt laut Ranger einen männlichen Löwen im Lake Mburo NP, der scheinbar erfolgreich jagt. Der Spaziergang gefiel uns sehr gut. Es ist doch etwas anderes als aus dem Auto hinaus zu schauen. Nach zwei Stunden waren wir wieder beim Auto und fuhren zum späten Frühstück. Nach einer Dusche und dem Zusammenpacken fuhren wir weiter Richtung Norden. Am Äquator machten wir Mittagspause, ohne das obligate Foto mit dem Denkmal. Unser Driverguide war ganz irritiert, als wir abwinkten wegen dem Foto. 😗 Anschliessend ging es weiter zum Mabambwa Sumpf, wo wir uns nochmals auf die Suche nach Shoebills machen wollten. Bereits nach ca. 10 Minuten hatten wir den ersten gefunden. 🤩 Beim Näherfahren flog er davon. Gleichzeitig flog ein zweiter auf und stellte sich nahe ans Ufer. Was für ein Glück: Shoebill Nr. 3 + 4. 🤪 Leider war der Guide anschliessend nicht mehr sehr enthusiastisch im Aufspüren von weiteren Vögeln.

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Shoebill Nr. 4 🤪 🤩 😎

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leider konnte der Autofokus nicht Schritt halten beim Abflug 😠 , aber eindrücklich war's trotzdem

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Im Mabambwa Sumpf

Dies war der krönende Abschluss unserer Tour. Wir fuhren das letzte Mal über Staubstrassen nach Entebbe und dort ins Lake Victoria Hotel, wo wir uns erfrischten, etwas assen, bevor es zum Flughafen und über London zurück in die Schweiz ging.

Als nächstes gibt's dann noch ein Fazit.
Teil 1722. Feb. 2015
Und weil ich grad so schön im Fluss bin, hier noch unser Fazit:

Es war eine extrem eindrückliche Reise. Uganda ist landschaftlich sehr abwechslungsreich. Zu schaffen machte uns etwas die überall sichtbare Armut, die bettelnden Kinder, wenn man aus dem Auto stieg sowie die lange Fahrerei auf Rüttelpisten.
Die Organisation der Tour, der Driverguide, das Auto und die Unterkünfte waren super. Es hat alles geklappt und wir waren schön untergebracht und haben sehr gut gegessen.
Es war sehr trocken und wir hatten die ganze Zeit sehr viel Dunst und Nebel. Da es auch kaum einmal richtig geregnet hat, war die Luft nie klar. Dafür kamen wir überall flüssig vorwärts und Rwenzori und Muhavura waren Dank Trockenheit besser zu besteigen.
Die Nationalparks sind nicht so tierreich wie in anderen von uns besuchten Ländern, dafür hat es auch nicht bei jeder Sichtung 15 Autos. Die Bootstouren sind absolute Highlights, allerdings eine Herausfordung für Fotografen wegen der Schaukelei. Ausserdem sind die vielen Primaten sehr interessant, kennen wir vom südlichen Afrika ja vor allem die problematischen Baboons und Vervet Monkeys auf den Zeltplätzen.
Die Tour war so bis auf die Enttäuschung in Ishasha perfekt. Falls wir je nochmals nach Uganda reisen, würden wir ev. nochmals ein Trekking am Rwenzori machen, diesmal 6 Tage Central Circuit Trail ohne Gipfel. Interessieren würde uns auch noch der Nordosten mit Kidepo NP, der von Christa vorgeschlagene Ausflug, Jinja usw. Murchinson Falls NP wäre auf jeden Fall nochmals einen Besuch wert. Das Gorilla Tracking wird für uns wohl ein „Einmal-im-Leben-Erlebnis“ bleiben.

Zum Abschluss noch aus der "Giraffen-mit-Sonnenaufgang-Serie" 3 Bilder

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Jetzt danke ich allen interessierten Lesern, den Danke-Button-Drückern, und allen, die mich durch ihre Kommentare und Komplimente ermuntert haben, weiter zu schreiben.

Zum Glück müssen wir diesmal nicht so lange warten, bis wir wieder nach Afrika reisen, bereits Mitte August geht es für 4 Wochen nach Nord-Namibia. 😎 🙂 Obwohl Flug, Auto und Campgrounds an den Hotspots gebucht sind, werde ich sicher noch mit Fragen für das Fein-Tuning an euch gelangen.

Bis dann, liebe Grüsse
Daniela

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