In the mist....

Reisebericht 49 Antworten · 14,7k Aufrufe · gestartet 08. Feb. 2015 von D und M
Themenstarter435 Beiträge · seit 201216. Feb. 2015 · #21
Hallo Christian

Wir haben zwei Holländer getroffen, die haben im MFNP nicht nur Löwen, sondern auch einen Leopard gesehen. 😠 Hängt halt sehr vom Tagesglück ab.

Danke dir und allen Danke-Button-Drückern für die Wertschätzung. So, nun geht's weiter.

23.1.
Heute konnten wir mal richtig ausschlafen. Der Swamp Walk startete erst um 8.30 Uhr und wir genossen es, uns wieder einmal die Beine vertreten zu können nach der vielen Fahrerei. Das Schimpansen-Tracking am Vortag war ja nicht wirklich körperlich anstrengend gewesen. Wir sahen einige der erhofften Vögel, unter anderem den Great Blue Turacco. Der Guide war sehr gut und ich machte mir fleissig Notizen zu den von ihm identifizierten Vögeln. Bei den ornithologischen Kenntnissen haben wir eindeutig noch Potential nach oben. Ausserdem sahen wir Black-and-white Colobuses und Baboons in Fotodistanz. Redtailed und Red Colobuses leider nur relativ schnell und weit weg.

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Visitorcenter des Swampprojektes

Am Nachmittag relaxten wir in der Lodge mit sehr schöner Anlage, wo wir von unserer Veranda aus Affen und Vögel beobachten konnten. Es war wunderbar entspannend.

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Blick von unserer Veranda

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Restaurant Forest Camp

24.1.
Wieder konnten wir ausschlafen und verliessen die Lodge um 8 Uhr. Wir fuhren über die Hügel entlang von Kraterseen nach Kasese, wo wir das Mittagessen einnahmen, unsere Postkarten zur Post brachten und Geld aus dem ATM zogen.

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Kratersee

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Bananentransporter

Das System der Verteilung der Ernte von Kochbananen funktioniert so: Fahrrad-Händler kaufen überzählige Kochbananen direkt vom Hof. Die Bauern erhalten dafür sehr wenig, aber doch wichtiges Bargeld. Die sehr stark beladenen Velos werden dann über eine recht weite Strecke bis zu einem Umschlagplatz gebracht, wo sie auf Lieferwagen geladen werden. An den grossen Hauptverkehrsachsen werden diese dann auf richtige Lastwagen umgeladen. Jeder Transporteur verdient so ein wenig mit und der Händler in Kampala am Schluss auch noch etwas.

Nach dem Mittagessen fuhren wir noch ca. 1 Std. Richtung Rwenzori nach Kilembe, ins Backpacker des Rwenzori Trekking Services auf ca. 1450 müM. Morgen sollte unser 4-tägiges Trekking starten und wir mussten noch unsere Ausrüstung zusammenstellen. Extra für das Trekking hatten wir unsere Schlafsäcke, einen Wasserfilter sowie Gummistiefel 🤢 😵 und warme Kleidung dabei (u.a. lange Unterhosen 😗 ). Am späten Nachmittag erreichte uns dann ein starkes Gewitter, das auch für Stromausfall sorgte und unsere Bedenken vergrösserte, ob wir das Trekking schaffen würden bei den Bedingungen, die normalerweise am Rwenzori herrschen. 😐 Bis jetzt hatte es auf der ganzen Reise noch nicht geregnet. 😎

So, morgen geht's dann ab in die Berge.

Liebe Grüsse
Daniela
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zuletzt bearbeitet 16. Feb. 2015
8'672 Beiträge · seit 201016. Feb. 2015 · #22
Hallo Daniela,

Christian hats zwar auch schon geschrieben - aber ich muss das Foto noch mal hochholen - ich finde es einfach genial!!! 🤩

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Am späten Nachmittag erreichte uns dann ein starkes Gewitter, das auch für Stromausfall sorgte und unsere Bedenken vergrösserte, ob wir das Trekking schaffen würden bei den Bedingungen, die normalerweise am Rwenzori herrschen. 😐 Bis jetzt hatte es auf der ganzen Reise noch nicht geregnet. 😎
So, morgen geht's dann ab in die Berge.
Und da bin ich jetzt richtig gespannt drauf !!! 🤩

Danke fürs Berichten - liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 17. Feb. 2015
Themenstarter435 Beiträge · seit 201217. Feb. 2015 · #23
Liebe Bele

Danke für die Blumen. Die Stimmung war wirklich überirdisch mystisch oder sowas in der Art 😉

So, seid ihr gerüstet für die Bergtour? Wanderschuhe, Proviant? 😄

25.1.
Am nächsten Morgen ging es los mit 2 ausgebildeten Bergführern, 2 Trägern für unsere Rucksäcke mit Schlafsack und Ersatzwäsche und 3 Trägern für Kochmaterial und Essen. Wir trugen den Tagesrucksack mit Wasser, Zwischenverpflegung, Regenschutz und Kamera sowie unsere Wanderstöcke. Zuerst ging es über eine durch eine Überschwemmung stark zerstörte Strasse bis ans Ende des Dorfes, anschliessend steiler über Feldwege vorbei an verstreuten Höfen, wo sich der Blick auf die hohen Berge öffnete, bis zum Eingang des Nationalparks, der deutlich sichtbar und mit einer Reihe Eukalyptusbäumen markiert ist.

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Kilembe Valley

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Grenze Rwenzori NP

Bei der Rangerstation auf 1727 müM Eintrag in die Kladde und gemütlich durch den Regenwald stetig bergauf. Schon bald fand unser Führer 2 Chamäleons, ein Black-spotted und ein Jackson’s Chameleon. Wir waren hell begeistert, aber auch etwas erstaunt, wie klein diese Chamäleons waren.

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Jackson's Chameleon

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Black-spotted Chameleon

Bis zum Lunchspot, einem Unterstand unter einem Fels mit Wellblechdach und Bänken, ging es stetig dem Tal entlang langsam aufwärt. Rechts hörte man das Rauschen des Baches, im Wald Vögel und in einer Lichtung sahen wir auch nochmals einige Berggipfel. Bis jetzt war es kein Problem, es war höchstens etwas heiss. Bei der Mittagspause trafen wir auf eine andere Gruppe. Es war eine Frau mit einem 4-jährigen Jungen plus Begleitmannschaft. Wir unterhielten uns und sie erzählte, dass sie, ital-schwedische Herkunft und ihr mexikanischer Mann beim Internationalen Roten Kreuz in Kampala arbeiteten und mit ihren drei Kindern einen Wochenendtrip machten. Ihr Mann war mit den zwei grösseren Mädchen (ca. 8 und 10) noch weiter aufgestiegen. Wir trafen die drei anschliessend bei der Sinehütte, als sie auf dem Abstieg waren. Alle machten einen zufriedenen Eindruck.

Nach dem Mittagessen gab es die erste Flussdurchquerung ohne Brücke, die aber Dank Trockenzeit problemlos in Wanderschuhen machbar war und ausserdem die ersten Leitern. Danach ging es steil bergauf bis zur Sine-Hütte auf 2596 m, die wir ca. um 14 Uhr erreichten. Unterwegs sahen wir noch einen Blue Monkey, aber zu weit weg zum Fotografieren. Die Umgebung bei der Hütte war sehr schön mit dichtem Wald und einem Wasserfall und wir streiften herum und machten Fotos. Nach Sonnenuntergang wurde es schnell kühl und wir verkrochen uns nach dem Nachtessen und Zähneputzen in unsere Schlafsäcke. Die Hütte hatten wir ganz für uns allein. Die Träger und Führer hatten eine eigene Hütte und wir waren die einzige Gruppe hier. So war das auch die nächsten beiden Nächte.

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Flussüberquerung mit Mountainguide Abel

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Sine-Hütte

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mit Schmetterlingen kenne ich mich nicht aus

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Liebe Grüsse
Daniela
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Themenstarter435 Beiträge · seit 201218. Feb. 2015 · #24
Liebe Fomis

Es geht weiter mit dem viel anstrengenderen 2. Trekkingtag - seid ihr fit? 😄

26.1.
Nach einem herzhaften Frühstück mit Porridge 🙄 und Rührei mit Speck marschierten wir los. Kurz nach Abmarsch erreichten wir die Bambuszone. Diese war für uns am wenigsten attraktiv, aber nach ca. einer Stunde stetigem Bergauf auf einer Krete wechselte die Vegetation wieder und beim Kalalama Camp auf 3134 m begann die Heather Zone: Schöne grosse Erika-Bäume mit Flechten behangen und mit Moos bewachsen, ausserdem die ersten Lobelien. Hier sahen wir ein weiteres Chamäleon. 🙂

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Am oberen Ende der Bambuszone

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Beginn der Heather Zone

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Chamäleon

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junge Lobelien

Nach einer Pause ging es weiter über Wurzeln und Planken durch Sumpfgebiete, teils steil aufwärts bis zur Mittagsrast. Nach der Mittagspause dann steil rauf und runter, über Felsen und Baumstrünke, glitschige Holztreppen, mit Moos überwachsenes Geröll bis zum Mutinda Camp, das unter einem grossen Felsüberhang auf 3678 m liegt. Dieser Streckenabschnitt war der schönste der ganzen Tour, allerdings auch sehr anspruchsvoll zu gehen, obwohl es verhältnismässig trocken war. Wir hielten öfters an, um Fotos zu machen und uns einfach nur umzuschauen. Nach unserer Ankunft im Camp begann es leicht zu regnen. Nachdem der Regen nach einer halben Stunde wieder aufgehört hatte, streiften wir umher und machten wieder Photos. Wir sahen auch einen Bluemonkey, der sich diesmal sogar fotografieren liess.

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Plankenweg durch Bog (Sumpf)

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Porter auf sumpfigem und wurzelreichem Pfad

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Bluemonkey im Heather Tree

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Fixzelte Mutinda Camp

Eine Option wäre gewesen, den über 4'000 m hohen Mutinda Peak zu besteigen. Aber das Wetter war nicht besonders, sodass wir nichts von der Aussicht gehabt hätten und wir waren ziemlich geschafft. Ich hatte ausserdem Kopfweh wegen der Höhe. Es wurde kühl und die Begleitmannschaft machte Feuer, einerseits zum Kochen, aber auch, um warm zu haben. Diese Nacht war es dann richtig kalt. Da das Camp unter einem wirklich grossen Felsvorsprung ist, besteht die Unterkunft immer noch aus Fixzelten mit Matratzen darin. Wir vermissten in dieser Nacht unsere Iso-Matten, da die Matratzen zwar dick waren, aber kaum gegen die Bodenkälte isolierten.

Liebe Grüsse
Daniela
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1'737 Beiträge · seit 201018. Feb. 2015 · #25
Es geht weiter mit dem viel anstrengenderen 2. Trekkingtag - seid ihr fit?
Fit für die virtuelle Begleitung - na klar, aber nie in Realität - leider.

Hallo Daniela,

die Vegetation ist sehr beeindruckend. Super, dass wir durch Euch die Mondberge in Wort und Bild so hautnah miterleben dürfen. Danke für Eure Mühe.

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
751 Beiträge · seit 201119. Feb. 2015 · #27
Es geht weiter mit dem viel anstrengenderen 2. Trekkingtag - seid ihr fit? 😄
also so fit wir ihr glaub ich dann doch nicht...
Im Ernst, das hört und sieht sich sehr anstrengend an - hattet ihr vorab euch das auch so vorgestellt?
Die Landschaft schaut aber toll aus. Bin gespannt, was euch auf der Tour noch erwartet!
Danke fürs Berichten,
LG, Nette
Themenstarter435 Beiträge · seit 201219. Feb. 2015 · #28
@speed66: Es war sehr anstrengend, aber weniger schlimm als erwartet, da wir nicht wie angekündigt ab dem 2. Tag in Gummistiefeln laufen mussten. Wir hatten ausserordentliches Glück mit dem Wetter - es hätte auch 4 Tage regnerisch und neblig sein können. Aber warte mal ab - so richtig anstrengend wird es dann am Mt. Muhavura, dem höchsten der Virunga-Vulkane. 🤩 😵 😎

@picco: Es gibt Porridge und Porridge - dieser war von der üblen Sorte 🤢 , jedoch wirklich gute Berg-Nahrung und darum haben wir uns gezwungen, es zu essen

@Botswanadreams: Euren Reisebericht habe ich auch verschlungen und er hat mir schon Ideen für eine weitere Ugandareise gegeben zB. mit Kidepo NP, Mt. Elgon (Trekking natürlich 😉 )und mit dem Zelt. Super schöne Website übrigens, könnten wir ja auch machen, wenn wir in Pension gehen 😗

So, nun geht's mit dem 3. Trekkingtag weiter.

27.1.
Am Morgen waren die Bretter, die zum Plumpsklo führten, mit Reif überzogen und entsprechend noch glitschiger als nur mit Nässe. Das Thermometer war also unter den Gefrierpunkt gefallen. Wir beschlossen, den Gipfel auch heute nicht in Angriff zu nehmen. Meinem Kopf fing es trotz Tabletten noch nicht besser und wir mussten über das anspruchsvolle Gelände ein Stück denselben Weg zurück, den wir gestern im Aufstieg benützt hatten. Der Abstieg ist ja immer viel schwieriger als der Aufstieg. Vor allem vorwärts über die Natur-Leitern runter zu laufen, war nicht Markus’ Sache und er ging die meisten rückwärts runter, was sehr zermürbend für ihn war. Die Guides tänzelten zum Teil ohne sich zu halten runter, ich balancierte mit den Wanderstöcken oder hielt mich auf einer Seite an der Seite der Leiter. Wir genossen nochmals die phantastische Landschaft und Vegetation.

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"Strohblumen"

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Disa Stairsii (Orchideenart)

Als das Gelände einfacher wurde, gab es nach einer Abzweiung einen Gegenanstieg wieder bis auf 3515 m auf den benachbarten Bergrücken. So gab es eine Rundtour und die dritte Nacht konnten wir in einem anderen Camp übernachten als am ersten Tag. Auf dem Abstieg machten wir noch einen Abstecher zum sogenannten Lobeliengarten, einem Sumpf, wo einige Lobelien und Senezien wachsen. Bis jetzt waren fast alle Lobelien vertrocknet gewesen. Hier fanden wir noch ein paar blühende Exemplare. Hier mussten wir auch zum ersten und einzigen Mal die Gummistiefel anziehen, da wir knöcheltief im Wasser resp. Matsch standen. Nach einem Picknick zog Nebel auf und wir sahen, wie das Trekking auch hätte sein könnnen, immer im Nebel, stets mit Gummistiefeln an den Füssen, Regenjacke an... Wir stiegen weiter ab durch phantastischen Erikawald bis zum Samalira Camp auf 3171 m. Auch hier regnete es am Nachmittag etwas, aber vorher und nachher konnten wir noch gut im Sonnenschein herumstreifen und Fotos machen.

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Der Fotograf in Aktion im Lobeliengarten

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Samalira Camp

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Bartflechte nach dem Regen

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bei der Hütte

Leider konnten wir kein Foto des wunderschönen Rwenzori Turaccos machen. Mit dem Feldstecher konnten wir ihn aber gut sehen. Ausserdem hatten wir heute auch zwei Black-fronted Duikers gesehen. Die waren aber weg, bevor wir die Kamera gezückt hatten. Das Samalira Camp, auch Camp 1 genannt, da vor dem Bau der Sine Hütte die erste Etappe im Aufstieg bis hierhin ging, war wieder eine Holzhütte mit verschiedenen Zelten und Unterständen zum Kochen und Essen und für die Begleitmannschaft. Von hier hätte man phantastische Aussicht über den Lake George und Lake Edward, den Queen-Elizabeth NP und die Virunga Vulkane, aber wegen der Trockenzeit war alles in the mist.... und man konnte die Seen nur erahnen. Diese Nacht war es wieder wärmer und endlich war auch mein Kopf wieder okay.

Liebe Grüsse
Daniela
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6'369 Beiträge · seit 201119. Feb. 2015 · #29
Hoi Daniela
D und M schrieb:...so richtig anstrengend wird es dann am Mt. Muhavura, dem höchsten der Virunga-Vulkane. 🤩 😵 😎
Kann ich bestätigen, das Kerlchen ist anstrengend und trotzdem wunderschön!
Aber wir habens alle nicht bis ganz oben geschaft, zum Einen weil ich Probleme mit den Auswirkungen meines Genick(halbdurch)bruchs von zwei Jahren davor bekahm, zum Anderen weil die Zeit nicht mehr gereicht häte im Hellen runterzusteigen.
D und M schrieb:@picco: Es gibt Porridge und Porridge - dieser war von der üblen Sorte 🤢 , jedoch wirklich gute Berg-Nahrung und darum haben wir uns gezwungen, es zu essen
😵 Dann hatte ich wohl Porridge... 🤢
Bin aber der Meinung es gibt nur Porridge von der üblen Sorte!!! 😣
Aber gute Bergnahrung ist es auf jeden Fall, ich würgs auch immer runter... 😕
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
1'737 Beiträge · seit 201019. Feb. 2015 · #30
Euren Reisebericht habe ich auch verschlungen und er hat mir schon Ideen für eine weitere Ugandareise gegeben zB. mit Kidepo NP, Mt. Elgon (Trekking natürlich 😉 )und mit dem Zelt. Super schöne Website übrigens, könnten wir ja auch machen, wenn wir in Pension gehen
Hallo Daniela,

Danke für das Lob zur Webseite. Macht eigentlich auch nicht mehr Arbeit als den Reisebericht hier zu schreiben - Jimdo-Baukasten mit Null Ahnung vom Programmieren und so. Ideen zu geben, ja das ist der Grund, warum es diese Seite gibt. Mt. Elgon soll auch sehr schön sein. Unser Guide war da schon mal zum Trekking mit oben. Für Kletter- und Wanderfreunde habe ich noch einen Tipp vom Kidepo aus. Suche ich raus und schick Dir die Info.

Ich hoffe, dass wir dieses Jahr auch ein wenig Bartflechten und Co. am Kili zu sehen bekommen, auch ohne Besteigung.

Danke für's weiterschreiben.

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
8'054 Beiträge · seit 200819. Feb. 2015 · #31
Coucou Daniela,

Es macht Spass mit euch durch Uganda zu reisen. 😎

Zu den Rwenzori Mountains wollte ich auch schon. 🙂

Alle Leute die ich kenne die da oben waren, sagten mir, die Landschaft wäre wie in einem Harry Potter Film. Deine Bilder bestätigen es. 😎

Freue mich auf die Fortsetzung.
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
5'049 Beiträge · seit 201420. Feb. 2015 · #32
Hallo Daniela,

euer Reisebericht mit den tollen Fotos macht Lust auf mehr! Schön, dass ich nun auch diesen Teil von Uganda sehen durfte. Da ich so gar nichts von einer Bergziege habe, werde ich diese phantastische Landschaft nie selbst sehen können. Für mich war es schon ein Erfolg, dass ich das Gorilla-Trekking geschafft habe.

So, jetzt freue ich mich schon auf die Fortsetzung und bin gespannt was ihr noch so alles gesehen und erlebt habt.

LG und ein schönes Wochenende
Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html
Themenstarter435 Beiträge · seit 201220. Feb. 2015 · #33
@Konni: Wir haben uns auch gesagt, wir machen es jetzt, solange wir noch fit genug sind

@Annick: Harry Potter, Lord of the Rings, Mittelerde, auf jeden Fall stelle ich mir die Landschaft in Fantasy Büchern so vor, einfach märchenhaft und phantastisch im wahrsten Sinne des Wortes

@Christa: Reisebericht auf Website oder im Forum macht wohl wirklich keinen grossen Unterschied, aber wir müssten ja zuerst einmal die Struktur der Website aufbauen und dafür fehlt uns grad die Musse. Ausserdem teilen wir uns nun schön auf, Markus speist die Flickr-Galerie und ich schreibe und illustriere im Forum.

So, jetzt aber weiter mit dem letzten Trekking-Tag, an dem es nur noch runter geht, was aber, wie gewiefte Berggänger wissen, keineswegs angenehmer ist als aufzusteigen. Mit den Wanderstöcken lassen sich aber allfällige Knieprobleme entschärfen.

28.1.
Da wir heute noch zum Queen Elizabeth NP weiterfahren wollten, starteten wir früh zum Abstieg nach Kilembe. Wieder ging es steil runtern, zuerst durch die Bambuszone und anschliessend durch den Regenwald bis zur Abzweigung, wo wir aufgestiegen waren. So schloss sich der Rundweg und wir gingen weiter Richtung Parkausgang und durchs Dorf bis zum Backpacker. Die rund 1'700 m Abstieg waren schon heftig und wir kamen ca. um die Mittagszeit müde aber glückllich über das wunderschöne Trekking dort an.

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Am Wegesrand: aus Raupen werden mal Schmetterlinge 🤨 😉

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Agame beim Backpacker

Fazit des Trekkings: Super organisiert, sehr umsichtige Führer, den Umständen entsprechend gutes Essen (abgesehen vom Porridge 🤢 ) und phantastische Landschaft und Vegetation. Wir hatten mit dem Wetter extrem Glück. Wir wurden nie ernsthaft verregnet, konnten durchwegs mit Wanderschuhen gehen, abgesehen vom freiwilligen Abstecher zum Lobeliengarten, und haben auch die Höhe ohne ernsthafte Probleme gut ausgehalten. Wenn man die verschiedenen Vegetationsstufen erleben will, sind 3 Tage das Minimum, besser 4 oder sogar 5. Den Gipfel haben wir von vornherein ausgeschlossen, Schnee, Eis und Fels haben wir in der Schweiz wirklich genug. 😈

Nach einem kurzen Mittagessen fuhren wir Richtung Kasese und weiter zum QENP, wo wir in der Bush Lodge mit Blick auf den Kazingakanal eincheckten. Diese Lodge gefiel uns ausgezeichnet, ebenso wie die anderen beiden Anlagen der Naturelodges.

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Blick von unserem Zelt-Bungalow

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Blick auf den Kazinga-Kanal

Nach einer Pause ging es zum Gamedrive in den östlichen Teil des Parks. Nach dem tierreichen MFNP schien dieser Teil des Parks wie ausgestorben. Wir sahen dann aber doch noch einige Tiere und als Besonderheit Giant Forest Hogs. Zum Nachtessen wurden die Tische weiträumig um das Feuer unter freiem Himmel mit Blick auf den Kanal aufgestellt. Es war wunderschön und das Essen sehr lecker. Lustig ist in dieser Lodge das Klo im Zeltbungalow. Es werden 1 – 2 trockene Bananenblätter auf den Grund des Klos gelegt, darauf verrichtet man sein Geschäft und tritt anschliessend auf einen Hebel, der den Boden des Klos öffnet und die ganze Geschichte in einen Eimer darunter fallen lässt. Es funktionierte gut und stank auch nicht. Hinter dem Zelt gab es eine schöne Openair Dusche mit sonnengewärmtem Wasser. Jedenfalls genossen wir die ausgiebige Dusche nach 4 Tagen Trekking und auch das kühle Nile Special. 🤩 😗

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Giant Forest Hogs

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Black-headed Gonolek bei der Lodge

Liebe Grüsse
Daniela
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Themenstarter435 Beiträge · seit 201221. Feb. 2015 · #34
29.1.
Um 6.30 Uhr Start zum Morning Gamedrive, wiederum im Ostteil des Parks, diesmal mit einer Rangerin. Dank ihr und ihrem Kontakt zu einem Ranger auf Motorrad fanden wir eine Löwin, die parallel zur Strasse lief. Ein Auto fuhr offroad hin und wurde anschliessend von unserer Rangerin ermahnt. Interessant waren die Kobs in der Nähe, die Alarm schlugen und genau schauten, wo die Löwin war. Nach ca. einer halben Stunde schlug sie sich in die Büsche, wo sie wahrscheinlich den Tag verschlief. Wir hatten ja gehofft, dass sie den Rest des Rudels suchen würde, war aber leider nicht so.

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Ausserdem sahen wir 4 grosse Büffelherden und machten einen Abstecher zum Vulkansee, wo es Salzminen gibt. Das Konzept der UWA, die umliegende Bevölkerung an den natürlichen Ressourcen des Nationalparks teilhaben zu lassen, ist wohl im stark bevölkerten Uganda die einzige Möglichkeit, die Nationalparks wirklich zu schützen.

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Zum Mittagessen fahren wir zurück zur Lodge und am Nachmittag machten wir eine Fahrt auf die Mweya-Halbinsel und von dort eine zweistündige Bootsfahrt auf dem Kazinga Channel. Auch dieses Mal waren wir hell begeistert von der riesigen Vielfalt an Tieren, die wir zu sehen bekamen. Zusätzlich zu denen im MFNP sahen wir Spoonbills, Pelicans, Water Monitors und ein auf dem Wasser treibedes totes Hippo, das von Halbstarken aus ihrem Revier „vertrieben“ wurde. Die Krokodile liessen es wohl noch ein bisschen "abhängen", damit es leichter zu zerreissen war 🤩 🤢 Zurück zur Lodge sahen wir von dort aus noch am Rande des darunterliegenden Sumpfes, ein Riesenkrokodil, Fish-Eagles und eine Gruppe von Giant Forest-Hogs. Nun hofften wir auf mehr Löwen im Ishasha-Teil des QENP.

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Spoonbill

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Totes Hippo mit entsprechenden Geruchs-Emissionen 🤢

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Juveniler Fish-Eagle

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trügerisches Idyll 😵 😎

Bald geht's weiter 🙂
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Themenstarter435 Beiträge · seit 201221. Feb. 2015 · #35
Dann mach' ich mal weiter.

30.1.
Abfahrt um 7.00 Uhr durch den NP Richtung Süden mit dem Ziel Ishasha-Teil des QENP. Dabei querten wir verschiedene Habitate: Baumsavanne, Sumpfgebiet und Waldgebiete. Wir hatten ein paar schöne Sichtungen von Elefanten, Affen und Vögeln. Im Nachhinein hätten wir uns besser mehr Zeit in diesem Teil des Parks gelassen. Ishasha war eine grosse Enttäuschung, da ein am Vortag von den Rangern gelegtes Feuer wegen dem Wind ausser Kontrolle geraten war und weite Teile des Parks verkohlt waren oder immer noch vor sich hinschwelten. 😈 😠 Es waren deshalb auch kaum Tiere zu sehen, kein Wunder haben wir auch die Löwen nicht gefunden, da sie kein Futter mehr hatten. In allen Nationalparks wurden durch die Behörden grosse Grasflächen brandgerodet, damit das nährstoffarme trockene Gras dem neuen frischen Gras Platz macht. Es gab ja schon immer natürliche Buschfeuer, aber hier war eindeutig übertrieben worden. Wir fuhren deshalb aus dem Park raus und in unsere Lodge, die Ishasha Jungle Lodge, wo wir die einzigen Gäste waren. Im angrenzenden Sumpf fanden wir viele Spuren von Elefanten, Hippos und anderen Tieren. Diese halten sich an keine Grenzen und schwärmten in der Trockenzeit je nach Futterangebot in die DR Congo oder in die Gebiete ausserhalb des NP. Wir verzichteten auf einen weiteren Gamedrive, da das Feuer immer noch schwelte und verbrachten einen erholsamen Nachmittag in der Anlage der Lodge. Immerhin amüsierten wir uns noch über unseren "Mitbewohner" 😗 im Bungalow (zum Glück nur auf der Veranda)

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unser Mitbewohner 🤪

Auf dem Weg nach Ishasha:
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Palmnut-Vulture

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Hamerkops

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Topi auf verbrannter Erde 🙁

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bei der Lodge

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Unser Bungalow in der Ishasha Jungle Lodge 😎

Liebe Grüsse
Daniela
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Themenstarter435 Beiträge · seit 201222. Feb. 2015 · #36
So, heute ist der Grosse Tag, an dem wir Verwandte besuchen 😁

1.2.
Abfahrt um 6.30 Uhr Richtung Bwindi – Rushaga, wo wir gebrieft und der Bweza-Gruppe zugeteilt wurden. Von unserem Fahrer wurden wir zum Ausgangspunkt gefahren. Ausser uns waren nur noch 2 weitere deutsche Touristen in der Gruppe, die allerdings doppelt soviel wogen wie wir und schon am Vortag ein strenges Gorilla-Tracking gemacht hatten. Dies zeigte sich schon beim ersten Anstieg, als die beiden keuchten und schwitzten und nicht Schritt halten konnten mit der Rangerin. Wir hatten schon Bedenken, dass wir so die Gorillas nie rechtzeitig erreichen würden 😕 😈 . Wir hatten allerdings Glück, da schon bald der erlösende Funkspruch kam, dass die Gorillas in der Nähe seien. Wir stiegen ein Stück über eine Wiese am Waldrand ab und fanden die Tracker. Kurz darauf standen wir im Wald in der Nähe des ersten Gorillas. Es ist wirklich unglaublich, wie friedlich die Tiere sind und wie eng verwandt zum Menschen. Wir konnten von 3 Gorillas inkl. dem Silberrücken sehr gute Fotos machen, ohne dass sie zu sehr verdeckt waren mit Blättern, 4 weitere waren nicht besonders fotogen platziert aber trotzdem schön zu beobachten. Das einzige Mal als ein bisschen Unruhe aufkam, war, als ein anderes männliches Tier als der Silberrücken versuchte, sich „unsittlich“ 😊 😘 😗 einem Weibchen zu nähern. Die Gruppe besteht aus total 10 Mitgliedern. Es ging uns wie allen, die Stunde war viel zu schnell vorbei. 🙁 Allerdings mussten wir kaum hinter ihnen her keuchen, es waren alle relativ entspannt und ziemlich stationär. So waren wir bereits nach ca. 2.5 Std. zurück vom Tracking. Dass es auch anders sein kann, bestätigten die beiden Deutschen, die am Vortag 7 Std. unterwegs gewesen waren und die Gorillas nur durch Blätter zu sehen bekamen und kaum ein brauchbares Foto hatten. Beglückt fuhren wir zurück zum Mutanda Lake Resort zurück und genossen einen entspannten Nachmittag, obwohl es zwischendurch wieder etwas regnete.

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Themenstarter435 Beiträge · seit 201222. Feb. 2015 · #37
Nach dem sehr berührenden Erlebnis mit den Gorillas bezweifelten wir, ob auf dieser an Highlights sehr reichen Reise noch viel dazu kommen könne, aber es konnte:

2.2.
Am Morgen unternahmen wir eine Kanufahrt um ein paar Inseln, um Vögel zu suchen. Wir waren allerdings nicht allzu erfolgreich. Der See bietet für die Fischfresser nicht viel, da die Einheimischen alles leer fischen und nur kleine Fische übrig sind. Es war trotzdem schön, so ruhig über das Wasser zu gleiten im Morgenlicht. Die anderen Bootstouren waren ja immer motorisiert.
Danach fuhren wir zur Hauptstrasse und von dort nach Kisoro, da die Abkürzung entlang dem See wegen einem Hangrutsch verschüttet war. Wir checkten für 2 Nächte im Travellers Rest Hotel ein und machten einen Spaziergang im Ort. Es war unglaublich viel los, weil es der 1. Schultag des Jahres war und ausserdem Markttag. Viele Leute machten Besorgungen für das neue Schuljahr.

3.2.
Im Mgahinga NP wollten wir an diesem Tag den Mt. Muhavura, den höchsten der Vulkane besteigen. Wir hatten ihn ja bereits vom See aus bewundern können. Je näher wir dem Vulkan kamen, desto höher und steiler schien er uns. Die Idee war, nochmals alle Zonen der Afro-Alpinen Vegetation zu geniessen. Ausser uns waren noch 2 Holländer am Ausgangspunkt der Tour. Um ca. 7.40 Uhr liefen wir los von ca. 2'400 auf 4'137 müM. Zuerst ging es moderat bergauf durch sekundären Regenwald, der auf früher landwirtschaftlich genutztem Gebiet gewachsen war. Wir sahen wiederum Bushbucks und weiter oben einen Duiker sowie einige Vögel. Die Hauptattraktion war allerdings die Vegetation. Die Bambuszone war nicht richtig ausgeprägt, dafür erreichten wir diesmal die oberste Vegetationsstufe, oberhalb der Heather Zone. Es hatte wiederum Leitern und Felsen und Baumstrünke zu überklettern und in dieser Höhe war es unendlich anstrengend. Diese Tagestour war etwas vom Härtesten, das wir je gemacht hatten. Wir erreichten aber alle den Gipfel um ca. 12 Uhr. Der Ranger meinte, dass die Erfolgsquote bei max. 45% liege und wir sehr stark seien. Wir hatten allerdings auch Porter engagiert für unsere Rucksäcke, da diese durch den grossen Wasservorrat rel. schwer waren. Der eine Porter schaffte es aber auch nur mit Müh’ und Not, den Gipfel zu erreichen. Wahrscheinlich hatte er gehofft, dass wir Oldies den Gipfel nie und nimmer erreichen würde und es leicht verdientes Geld sei. Wir hatten wiederum Glück mit dem Wetter und manchmal sogar Aussicht auf die anderen Vulkane und ganz oben Richtung Rwanda. Zuoberst gibt es einen runden kleinen Kratersee mit Lobelien und Senezien umgeben. Wir assen unser Picknick mit allen mitgebrachten Kleidern inkl. Mütze am Leib, da es ordentlich kalt war und zudem ein eisiger Wind blies. 😈

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Muzungu in the mist 😎 (die Füsse hat uns der Holländer, der das Foto geschossen hat, abgeschnitten 😕

Da die Portionen des Lunchpacks wie üblich für uns zu gross waren, gaben wir den Rest unseren Portern. Danach machten wir uns auf den ebenso beschwerlichen Abstieg, wieder über rutschige Leitern und Felsen. 😠 In der Regenzeit machen diese Sprossen vielleicht schon Sinn, wenn der Untergrund sehr tief matschig ist, nun waren sie eher ein Hindernis und wir umliefen sie, wo es möglich war. Der eine Holländer hatte Probleme mit dem Knie und so ging der Abstieg unendlich langsam. Allerdings liess uns dies Zeit, um Fotos zu machen. Ca. um 17.00 Uhr waren wir wieder am Parkplatz, wo wir bereits erwartet wurden, nicht ohne nochmals zwei Chamäleone bewundert zu haben. Es war wunderbar, diese einmalige Vegetation nochmals zu sehen, aber es war auch extrem anstrengend und ich sank direkt nach dem Nachtessen (und einem oder zwei 😗 Nile Specials) in einen 9-stündigen Tiefschlaf.

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Virunga Vulkan in the mist vom Lake Resort aus gesehen - er ist hoch und steil, sehr hoch und sehr steil...

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...und kurz vor dem Gipfel am steilsten, wenn man eh schon kurz vor dem Kollaps ist 🙄

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man beachte die Leitern 🙄

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Nach dieser anstrengenden Etappe kommt noch der Endspurt. Vielleicht schaffe ich es noch heute Abend.

Liebe Grüsse
Daniela
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1'737 Beiträge · seit 201022. Feb. 2015 · #38
Hallo Daniela

Schöne Gorillas, Danke fürs zeigen. Das weckt immer wieder traumhafte Erinnerungen. In Ishasha hattet Ihr ja wirklich Pech. Es bleibt mir etwas unverständlich, warum man die Grasflächen in den Parks abbrennt, da viele Insekten und Kleinlebewesen so Ihr leben verlieren.

Im Anhang noch der Versprochene Abschnitt aus einem Angebot zu einem Ausflug vom Kidepo. Wir haben es nicht gemacht, wegen der langen Strecke zu laufen. Klingt für mich aber für geübte Wanderer und Bergfreunde sehr interessant.
Alternative Aktivität: (kann kurzfristig mit Ihrem Guide vor Ort entschieden werden):

Tagesausflug zum Volk der Ik. Dieser kleine Volksstamm von nur einigen Tausend Menschen wurde bei der Gründung des Kidepo Valley National Parks in die Berge vertrieben. Dort lebten sie mehr oder weniger isoliert von der Außenwelt. Seit einigen Jahren ist es möglich, diesen Volksstamm zu besuchen und deren Lebensweise und Riten kennen zu lernen. Dazu ist aber eine mehrstündige
Bergtour erforderlich, die sehr anstrengend sein wird. Deshalb werden wir heute auch früh (5 Uhr) starten, um die schlimmste Mittaghitze beim Aufstieg zu meiden. Mit dem Sonnenaufgang werden wir ein Karamajong Dorf erreichen um hier unsere Träger und Eskorte zu treffen. Wir laufen in ein Tal hinein bevor es den ersten Anstieg von einigen Höhenmetern zu bewältigen gilt. Oben angekommen legen wir erst einmal eine Pause ein und genießen die Aussicht auf das vor uns liegende Hochtal. Nach Querung dessen erwartet uns ein wirklich anstrengender Anstieg, vor allem da sich bereits auch die Hitze des Tages bemerkbar macht. Belohnung für all die Anstrengungen sind tolle Aussichten und wenn wir dann endlich den Bergrücken erklommen haben erreichen wir auch den ersten Außenposten eines Ik Dorfes. Von den Ältesten des Dorfes werden wir begrüßt und zum Dorf geleitet. Ein
Rundgang durch das Dorf mit Erläuterungen zur Lebensweise wird mit einer traditionellen Tanzaufführung abgeschlossen. Wir verabschieden uns und Rückweg.

Hinweis: Für diesen Ausflug ist eine gute Fitness sowie Trittsicherheit unbedingt erforderlich. Sollte es bereits viel geregnet haben oder am Tag der Wanderung regnen raten wir davon ab, da die Bergpfade dann sehr schlammig und rutschig, teilweise höchst gefährlich sind.
LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
Themenstarter435 Beiträge · seit 201222. Feb. 2015 · #39
Liebe Christa

Vielen Dank für den interessanten Tipp. Ich werde ihn gerne im Hinterkopf behalten, da wir jetzt "leider" 😗 erst wieder nach Namibia reisen 😎

Liebe Grüsse
Daniela
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6'369 Beiträge · seit 201122. Feb. 2015 · #40
Hoi zämä

@Christa: Interessant!!! Ich versuch das mal im Hinterkopf zu behalten für die nächste Reise in die Region! Danke dafür!!!

@Daniela: Gratulliere zur Besteigung des Mt. Muhavura!!! 🤩 BRAVO!!! 🤩
Der ist echt hart!
Und die Treppen machen Dich fertig!!!
Wir sind viel später gestartet und von uns hat's niemand geschaft...aber schön ist's trotzdem!!!

Und wie ich lese konntet Ihr die gute Küche im Travelers Inn auch geniessen... 🤩
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)