Preise kein Thema?

116 Antworten · 15,5k Aufrufe · gestartet 14. Jan. 2015 von namiblandy
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Themenstarter78 Beiträge · seit 200814. Jan. 2015 · #1
Hallo erstmal,

wir hätten da mal eine Frage an alle Forumnutzer und Namibia-Reisenden:
Bei der Durchsicht der Themen, Berichte, Empfehlungen und Tip(p)s hier im Forum fasziniert uns immer wieder, daß die Übernachtungskosten der einzelnen Unterkünfte offensichtlich keine Rolle spielen. Die Benutzung von Bett, Dusche und Toilette, sowie ein Kaffee und zwei Brötchen am morgen kosten in Namibia im Schnitt vorsichtig geschätzte 800,- NAM Dollar pro Person und Nacht. Wenn ich gedanklich dagegenstelle, wie lange ich hier dafür arbeiten muß, bis diese 800,- wirklich übrig sind, steht das für mich in keinem Verhältnis.
Ist die Mehrzahl der Namibia-Reisenden wirklich finanziell so gestellt, daß Übernachtungskosten nebensächlich sind?
Warum spielen Preise auch bei den Tip(p)s und Empfehlungen hier im Forum überhaupt keine Rolle?

Schon jetzt herzlichen Dank an alle, die mir/uns helfen, diese faszinierende Situation zu verstehen!

Gruß, Jens
Autofahren wird da interessant, wo es zu Fuß nicht mehr weiter geht...
zuletzt bearbeitet 14. Jan. 2015
2'060 Beiträge · seit 201314. Jan. 2015 · #2
Hallo Jens,

eine mögliche Antwort könnte sein, dass man in deutschen Städten meist sehr viel mehr zahlen muss. Neuerdings wird hier das Frühstück noch extra und teuer berechnet. Übrigens gibt es beim namibischen Frühstück in der Regel mehr als nur zwei Brötchen, 😉 das Buffet spart i. A. das Mittagessen.

Eine weitere mögliche Antwort wäre, dass es hier im Forum etliche Rentner gibt, die ihr Geld nicht mehr groß aufsparen wollen, sondern sich dafür etwas gönnen wollen.

Eine dritte Antwort wäre, dass die hochpreisigen Lodges häufig in toller Lage zu finden sind, die man genießen möchte.
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
33,1k Beiträge · seit 200614. Jan. 2015 · #3
Hallo Jens,
Ist die Mehrzahl der Namibia-Reisenden wirklich finanziell so gestellt, daß Übernachtungskosten nebensächlich sind?
Das trifft eher auf Botswana-Reisende zu 🙂 Im Ernst. Namibia war, ist und wird kein Billigreiseland sein. Du kannst für das was Du hier in einer Woche ausgibst auch 2 Wochen all-inclusive nach Thailand reisen. Hier im Forum sind überdurchschnittlich viele Camper unterwegs, bei denen der Preis grundsätzlich (außer bei denen, die einfach "gerne campen") schonmal eine Rolle spielt. Häufiger - und da "rege" ich mich auf - wurde sich z.B. schon über Campingpreise von N$ 150 pro Person und Nacht beschwert - unverschämt teuer und so 😉

Grundsätzlich bleibt eine Namibia-Reise (da spielt z.B. auch schon der teure Flug rein) einfach recht teuer. Und Da kommt es wohl bei vielen nicht so drauf an, ob nun die Übernachtung 20 Euro mehr oder weniger kostet. Wenn Du mal ins Namibia Tourist Exit Survey 2012/13 (http://www.namibiatourism.com.na/uploads/file_uploads/Report_Namibia_Tourist_Exit__survey_2012_2013.pdf) schaust, dann siehst Du, dass ein Namibia-Reisender im Schnitt pro Tag pro Person N$ 1870 ausgibt. Davon entfallen nur N$ 327 auf die Unterkunft und N$ 187 aufs Essen. Die deutschen Touristen geben im Schnitt am Tag N$ 1370 pro Person aus - das sind etwa €100.

Du kannst aber auch mit festen Unterkünften mit weniger als N$ 800 pro Person und Tag gut zurecht kommen.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
2'534 Beiträge · seit 200714. Jan. 2015 · #4
Also bei uns spielen die Kosten dann doch eine Rolle.
Nachdem wir für unsere Route ohnehin einen 4x4 benötigen, haben wir uns (nicht nur, aber auch) wegen den doch sehr hohen Übernachtungskosten in den Lodges für die Camping-Variante entschieden. Die 800 N$ p.P. sind schon eher am unteren Ende der Preisklasse für die Lodges, die wir uns angesehen haben und da waren keine Superluxuschalets dabei...
Wir haben jetzt in Swakopmund und in Windhoek in der letzten Nacht ein Zimmer, ansonsten schlafen wir im Dachzelt.
Kumulierte Kosten für's Schlafen sind für 21 Nächte und 2 Personen rund 6500 N$. Für das Geld hätten wir in Lodges nicht mal eine Woche übernachten können.
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
545 Beiträge · seit 200614. Jan. 2015 · #5
Hallo Jens,

ja die Erfahrung mußte ich in all den Jahren auch feststellen, das der durchschnitts Touri in Namibia sehr hohe Preise zahlt.
Obs nun jeder auch so dicke hat, oder ob halt einmal im Jahr auf "dicke Hose" gemacht wird weiß ich natürlich auch nicht.
Aber meiner Ansicht nach ist Namibia nach wie vor ein Reiseland der eher betuchten.
Übrigens finde ich viel bemerkenswerter welche Preise für Farmrundfahrten, Ausflüge, Sundownwer, Wüsten/Delphintouren und ähnliches bezahlt werden.
Ich kann und will mir das in der Form auch nicht Leisten, man kann auch mit Camping und eigenen Einkauf einen schönen und preisgünstigen Urlaub in Namibia machen.
Manchmal wundert es mich nicht, das viele Afrikaner (jeder Hautfarbe!) die Europäer für reiche Melkkühe halten, so wie manche dort jeden Preis zahlen.

Einträchtliche Grüße
2'346 Beiträge · seit 200614. Jan. 2015 · #6
Hallo Jens,

die Frage stelle ich mir auch schon mal. Aus meiner Sicht gibt es dafür folgende Gründe:

1.
Die Mehrzahl der aktiven Forumsmitglieder sind offenbar Camper. Für die gilt deine Kalkulation daher schon mal gar nicht. Da wird eher die Frage nach den Kosten für einen Geländewagen mit Dachzelt gestellt.

2.
Jemand, der sich einen Urlaub im südlichen Afrika leisten kann, lebt auch zu Hause sicher nicht gerade an der Armutsgrenze. Von daher ist die Notwendigkeit, den Euro auf die Goldwaage zu legen, auch nicht so groß, wie bei einer Familie mit einem Durchschnittseinkommen, die mit ihren Kindern einen Urlaub in den Sommerferien plant.

3.
Für Viele gilt sicher auch die Philosophie "Der Urlaub ist nicht zum Sparen da" oder "Im Urlaub gönne ich mir was". Da werden die teils heftigen Kosten für Unterkunft und Verpflegung wohl mit dem Satz "Ist doch Urlaub" abgetan.

4.
Viele rechnen für sich selber wohl auch die Lage der Unterkunft, die außergewöhnliche Landschaft, die Exotik, die Tierwelt usw. in die Unterkunftskosten mit ein, obwohl sie ja kein elementarer Bestandteil dieser sind. Aber anders machen es die Unterkunftsbetreiber ja letztendlich auch nicht.

Ich selber habe in den letzten Jahren diesbezüglich Folgendes beobachtet:

1.
Die alljährlichen stereotypen Preiserhöhungen von 10-20% haben sich in den letzten Jahren auf 0-10% reduziert.

2.
Die Kursentwicklung ZAR bzw. N$ hat in den letzten Jahren dazu beigetragen, die Preiserhöhungen (zum Glück) weitgehend aufzufangen.

3.
Zahlreiche Unterkunftsbetreiber bieten mittlerweile aktiv Preisermäßigungen unter bestimmten Umständen an oder sind auf Nachfrage zu Zugeständnissen beim Preis bzw. bei Zusatzleistungen bereit.

Im Grunde genommen gebe ich dir aber Recht, dass das Preisniveau für Unterkunft und Verpflegung in Namibia - auch im Vergleich zu entsprechenden Leistungen in Mitteleuropa - sehr hoch ist. Und da scheinen sich die Forumsmitglieder - ausgesprochen oder unausgesprochen - aber auch wieder weitgehend einig zu sein.

Trotzdem viel Spaß
Armin
zuletzt bearbeitet 14. Jan. 2015
1'155 Beiträge · seit 200614. Jan. 2015 · #7
namiblandy schrieb:

Die Benutzung von Bett, Dusche und Toilette, sowie ein Kaffee und zwei Brötchen am morgen kosten in Namibia im Schnitt vorsichtig geschätzte 800,- NAM Dollar pro Person und Nacht. Wenn ich gedanklich dagegenstelle, wie lange ich hier dafür arbeiten muß, bis diese 800,- wirklich übrig sind, steht das für mich in keinem Verhältnis.


Schon jetzt herzlichen Dank an alle, die mir/uns helfen, diese faszinierende Situation zu verstehen!

Gruß, Jens
Hallo Jens

...das wundert mich auch immer. Ich kenne 3 Paare aus meinem Bekanntenkreis die kürzlich eine Lodge Tour in Namibia gemacht haben. 800 NAM pp ist eher sehr knapp kalkuliert, gerade wenn es etwas Luxus dabei sein soll. Da werden die Preise schnell abartig.

Auf meine Frage nach der Tour bekam ich 3 mal fast identische Antworten. Landschaft usw. grandios. Preis / Leistung eher nicht. Service oft ungenügend bis schlecht -eben für den horrenden Betrag den viele Unterkünfte verlangen-.

Es waren zudem Leute die gerne gut essen. Das kulinarische Angebot wurde als eher langweilig empfunden. Das ewige Grillfleisch mit Beilage wird lästig, wenn man längere Zeit unterwegs ist.
Die Qualität des Essens war oft auch nicht sehr überzeugend. Kein Vergleich mit Südafrika und schon gar nicht mit der Kapregion...

Ich glaube vielen Reisenden hier fehlt hier etwas der Vergleich mit anderen Destinationen. Man kann es eine Art "Namibiablindheit" nennen...

Die 3 Paare übrigens haben Namibia abgebucht unter "gesehen"... 😎


lg tom
zuletzt bearbeitet 14. Jan. 2015
17 Beiträge · seit 201414. Jan. 2015 · #8
Hallo,
ich denke, dass einige wohl nach den Preisen schauen. So haben wir es auch gemacht. Wir zelten seit Jahren immer und überall auf der Welt und ich würde und werde es auch weiterhin machen. Doch bei unserer ersten Namibiatour, die wir uns sehr lange erspart und gewünscht haben, geben wir dann doch mal etwas mehr aus. Wir wählen dadurch auch ganz bewusst mittelklasse Lodges. Ob dann so auf dicke Hose macht...
2'060 Beiträge · seit 201314. Jan. 2015 · #9
Hallo,

was die Landschaft betrifft, so zahlt man die in anderen Ländern genauso mit: Zimmer mit Meer/See/Bergblick sind meist teurer als welche ohne. Ein Bungalow direkt am Meer ist teurer als einer hinter Straße + Bahnlinie.

Gerade nach Namibia fahre ich doch vor allem wegen der weiten Landschaft, dafür zahle ich auch gerne, sitze doch lieber oben auf der Düne mit Fernblick als im Tal mit Düne vor der Nase - nur mal so als Beispiel. 🙂

Das Essen in den Lodges kann ich persönlich nicht als langweilig empfinden, es gibt immer auch Gebratenes, Gekochtes, vielfältige Beilagen, selbst Vegetarier müssen nicht verhungern. 😉 Das ewige Grillfleisch haben m. E doch eher die Camper.

Der Vergleich mit anderen Reiseländern wird hier wohl etwas einseitig gesehen. Natürlich kann man einen all-inclusive-Urlaub in der Türkei mittlerweile billigst haben, aber z. B. in Frankreich sieht es schon anders aus. Individualurlaube sind immer nicht ganz billig. Selbst das Campen ist in Europa mittlerweile teuer geworden. Außerdem sind nicht alle Touristen eingefleischte Schnäppchenjäger.

In Namibia stellen wir zuerst die Route zusammen, schauen was wir sehen wollen. Dann suchen wir zu jedem Punkt die Lodges und vergleichen Lage, Aktivitäten, Preis/Leistungs-Verhältnis. Im Laufe der Reisen wollten wir alles einmal kennenlernen von der Luxuslodge bis zur einfachen Guestfarm, wobei wir bei Luxus noch unterscheiden: Wenn der Preis am Spa hängt, ist es für uns kein gutes P/L-Verhältnis, denn das ist etwas, das man auch in Europa machen kann, deswegen fahre ich nicht nach Namibia.

Ich denke, jeder hat seine Prioritäten für den Urlaub und richtet danach seine Vorstellung vom P/L-Verhältnis. Und weil hier immer wieder angepriesen wird, doch lieber Camping zu machen: Es gibt auch Menschen, die dies aus gesundheitlichen Gründen nicht können. 😉
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
zuletzt bearbeitet 14. Jan. 2015
2'497 Beiträge · seit 201114. Jan. 2015 · #10
Hallo,

wir campen dieses Jahr, obwohl ich dachte, wir wären eigentlich aus dem Alter raus (53 und 62), teils wegen der Preise, teils, weil wir in Gegenden wollen, wo es kaum Lodges gibt. Bei der Anmietung eines Bushcampers gönnen wir uns ein Mindestmaß an Luxus, haben aber auch hier durchaus Preise verglichen.

Es gibt bei genauem Lesen durchaus immer wieder Fragen nach bezahlbaren Unterkünften, aber wenn´s in der Region halt keine billige Unterkunft gibt, kann die auch keiner empfehlen.

Zur Lage: Wir haben für den Wintersport im März gerade ein Hotel in Österreich gebucht für 88 € pro Person und Halbpension, müssen aber ein kleines Stück mit dem Skibus zum Lift fahren. Ein gleichwertiges Hotel (mehr oder weniger) direkt am Lift hätte ca. 130 € gekostet.

In der Bagatelle Lodge hatten wir letztes Jahr die "einfachen" Zimmer und sind zu Fuß zu den Dünen und Aussichtspunkten gegangen. Die Dune Chalets wären viel teurer gewesen und wir sitzen sowieso nicht ewig auf einer Terrasse, sondern bewegen uns auch mal gern ein bisschen. Manchmal kann man auch so ein wenig einsparen.

"Selber drucken" kann sicher auch im Forum niemand sein Geld, aber ich glaube, dass die meisten einfach "verliebt" sind in dieses wundervolle Land, und für seine Liebe tut man halt einiges.

Liebe Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
2'060 Beiträge · seit 201314. Jan. 2015 · #11
chamäleon2011 schrieb:... ich glaube, dass die meisten einfach "verliebt" sind in dieses wundervolle Land, und für seine Liebe tut man halt einiges.
Das ist ein wahres Wort!

Und wie ich schon andeutete - es liegt nicht unbedingt am Alter, sondern eher am gesundheitlichen Zustand, wie viel "Luxus" man sich gönnt bzw. gönnen muss. Auch mit gewissen Handicaps möchte man verreisen.
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Gast14. Jan. 2015 · #12
Hallo Jens, ich lese seit einiger Zeit in diesem informativen Forum und habe mir das gleiche für Südafrika gedacht. Mein letzter Namibiabesuch liegt schon lange zurück, aber hin und wieder klicke ich auf die hier erwähnten Unterkünfte und schlucke kräftig. Generell gibt es m. E. im NF wenig Tipps für Reisende mit kleinerem Budget. So ist beispielweise SA ein preiswertes Reiseland, auch bei festen Unterkünften, hier werden aber fast nur Unterkünfte im oberen Preissegment genannt. Macht aber Nichts, denn der Tourismus in SA ja professionell organisiert ist und man kann sich preiswerte Unterkünfte auch leicht selber suchen. Leute, die unbedingt auf Nummer sicher gehen wollen, dass sie jeden Tag ihr (subjektiv) standesgemäßes Ambiente und Futter kriegen, sind da eben mehr auf Foren angewiesen, das standesgemäße Afrikaerlebnis hat auch durchausTradition:
http://rhodesianheritage.blogspot.co.at/2013/12/the-victoria-falls-hotel-menu-january.html

Und für Kampierer ist das sowieso kein Thema, meint ein leser
zuletzt bearbeitet 14. Jan. 2015
6 Beiträge · seit 201314. Jan. 2015 · #13
Hallo!

Ich gehöre hier eher zu den "Mitlesern" als "Schreibern", aber dieses Thema war/ist für mich auch sehr interessant und daher möchte ich auch etwas dazu schreiben.

Wir haben uns nach langem Hin und Her nun für unsere erste (und aufgrund der Preise wahrscheinlich auch eher letzte) Namibia-Reise aus den diversteten Gründen nun für eine geführte Lodge-Tour entschieden.

Bei uns sind die Reisekosten (leider) absolut keine Nebensache. Da wir unbedingt das Land und hauptsächlich ein paar große Tierchen sehen wollen, haben wir uns den Preisen gebeugt und entsprechend in den letzten Jahren auf andere Dinge verzichtet.

Da ich wohl nie zu den Namibia-Experten zählen werde, wird meine Forenaktivität hier nach wie vor eher mitlesend als schreibend sein, da ich bei den meisten Themen einfach nicht mitreden kann und somit für User eher "unsichtbar" bin.

Viele Grüße
Fluffi
126 Beiträge · seit 201314. Jan. 2015 · #14
Der Preis war für uns persönlich entscheidend - entscheidend darüber, ob wir meinen Traum, Namibia meiner Familie näher zu bringen (s. mein "Reisebericht" in der Signatur), realisieren können.

Wir waren zu 6. mit einem 4x4 und Bodenzelten unterwegs. Die Platzverhältnisse waren ziemlich eng, aber von zuhause her waren wir es uns schon gewohnt. Mit dem Gepäck haben wir uns stark eingeschränkt. 5 grosse Sporttaschen mussten für Kleider, Schuhe, 1 Zelt und 6 Schlafsäcke reichen. 1 Zelt und Schlafmatten haben wir mit dem Auto gemietet, eine minimale Küchenausrüstung haben wir uns direkt vor Ort zugelegt und fand in 1 Kunststoffbox Platz, 1 kleine Kühlbox musste ebenfalls genügen. Unterwegs also keine kalten Getränke. 😎

Trotz unseres für eine solche Reise knappen Budgets wählten wir die Übernachtungsorte nicht einfach nach dem günstigsten Preis. In der ersten und letzten Nacht (Windhoek) sowie in Swakopmund übernachteten wir in einem Guesthouse, wir waren auch auf weniger preiswerten, "besseren" Campsites wie in Tsondab und Onguma. Im Etosha leisteten wir uns sogar eine Nacht im Dolomite Camp, einfach um dies auch einmal erlebt zu haben. Als Camper verpflegten wir uns meist selbst, ab und zu nahmen wir das vorhandene Angebot eines Frühstücks und/oder Nachtessen auch gerne an. Wir hatten so einen Mix von verschiedensten Angeboten.

Alles in allem - also inklusive Flug, Automiete, Benzin, Permits, Unterkunft, Verpflegung und Souvenirs - kamen wir mit rund N$ 1700 pro Person und Tag aus. Für diese weite Reise, für diesen einmaligen, eindrücklichen Urlaub aber durchaus OK. Der erste Kostenvoranschlag (nur Lodges) belief sich auf mehr als das Doppelte, was für uns schlicht nicht möglich gewesen wäre. Es lohnt sich also zu vergleichen, nach Alternativen zu fragen und ganz besonders im Forum nachzufragen 🙂 😉 🤪 . Trotzdem bleibt der nächste Namibia-Urlaub für uns momentan in (noch) unerreichbar weiter Ferne 🙁
Lebensträume
zuletzt bearbeitet 18. Jan. 2015
2'167 Beiträge · seit 200914. Jan. 2015 · #15
Hallo Jens,

Interessanterweise ist das hier noch gar nicht erwaehnt worden:
Du scheinst einen wichtigen Punkt zu vergessen: die Leute (Touristen) verdienen ihren Lohn in Euro und CHFranken.
Du und ich verdienen Nam$ und Rand. Da liegt der Unterschied.
Und da haben sich die Lodges halt angepasst (extremer in Namibia, noch schlimmer in Botswana, nicht ganz so arg in Suedafrika)

Wie oft kannst du dir leisten nach Europa zu fliegen und dort Urlaub zu machen (ohne bei Verwandten zu wohnen)?

Deshalb kann ich auch die Leute nicht verstehen, die unbedingt einen Job suchen und hierher auswandern wollen! Verrueckt!!
Viele Europaer koennen sich leisten einmal im Jahr, manche sogar mehrmals im Jahr im Suedlichen Afrika Urlaub zu machen. Wenn sie aber dann hier wohnen, muessen sie fuer ihre Rand / Nam$ arbeiten, und wie oft, was denkst du, koennen die Uebersee Urlaub maschen??

Gruss aus Sodwana
und wenn wir im Suedlichen Afrika reisen ist das auch hauptsaechlich per Zelt!
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
412 Beiträge · seit 201114. Jan. 2015 · #16
Hi Jens
Such dir mal in Europa ein Hotel für umgerechnet knapp 60€ 😉 . Zumindest hier in der Region wirst du kaum fündig werden, nicht mal bei einer Dorfspelunke an der Hauptstrasse. Selbst da liegt der Einstiegspreis schnell beim Doppelten. Richtig teuer wird's nur in Botswana, da kannst bei deinem genannten Preis problemlos die Zahl stehen lassen und ein USD dahinter setzen. Da kostet selbst ein Stück Erde zum Campieren 100 USD für 2 Personen.
Es lohnt sich übrigens direkt zu buchen. Für ein Hotel in Swakopmund wollte mir das Reisebüro über 300 CHF abknöpfen, direkt ging es dann für umgerechnet 65.-. Die Abzocker sind also nicht primär in Namibia zu suchen.

Gruss Dieter
Themenstarter78 Beiträge · seit 200814. Jan. 2015 · #17
Ups,
scheine da ja ein interessantes Thema losgetreten zu haben... Fühle mich ein Wenig wie der Zauberlehrling 😕
Wir sind so im Schnitt 3 - 4 mal im Jahr hier im Land unterwegs. Mit Masse mit Besuch aus Deutschland (Freunde, Familie). Wenn es gerade eben geht, auch nicht zu "Luxus"-Lodges.

Sehr spannend fand ich den Vergleich mit Übernachtungspreisen in Europa, bei dem der Unterschied von Lohn- sowie Lohnnebenkosten, Energiepreisen und sonst. Abgaben wohl nicht so ganz berücksichtigt wurde.
Alles in allem bin ich mit meinem / unserem Empfinden wohl nicht ganz allein (was ungemein beruhigt): Langweiliges Essen, und Übernachtungskosten, die wenig Gegenwert haben.
Bis hierhin schon mal vielen Dank Euch allen!

Grüße aus dem gewittrigen Tsumeb
Jens
Autofahren wird da interessant, wo es zu Fuß nicht mehr weiter geht...
1'737 Beiträge · seit 201014. Jan. 2015 · #18
Hallo Namiblandy

ich finde Deine Fragestellung schon etwas provozierend, da Du ja in Namibia lebst.

Wir können uns in Europa 3-4 Reisen, gleich welcher Preisklasse, im Gegensatz zu Dir nicht leisten. Das eine sind die Kosten und das andere der zur Verfügung stehende Urlaub. Wir können uns auch keinen Landy leisten, sondern fahren einen Kleinwagen.

Du fragst nach Preisvergleichen, solltest Du ja eigentlich kennen. Du hast ja Verwantschaft in D und warst zu Euro-Zeiten noch da.

Gern liefere ich Dir einen Preis aus Basel. Die Jugendherberge ist wohl die billigste Unterkunft in der Stadt.

6-Bettzimmer mit Waschbecken € 34.80 pro Person inkl. Frühstück, was in der Schweiz sehr eintönig ausfallen kann. Doppelzimmer WC/Dusche € 110.24 pro Person

Bitte noch zu bedenken, dass der nächste Supermarkt um die Ecke ist, Wasser und Strom vor der Haustür liegt.

Was möchtest Du? Pack ein Zelt in Deinen Landy und Du kannst für ca. 15€ klasse nächtigen.

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
Gast14. Jan. 2015 · #19
Hallo Dieter: „Such dir mal in Europa ein Hotel für umgerechnet knapp 60€ ….“
Ich nehme an du meintest € 60 ppn. Wer suchet der findet …..und das zu Hauf, wenn Du nicht unbedingt ein ****Hotel willst. Ich reise in Europa viel öfter als in Afrika und meine: Es gibt massenhaft kleine Hotels, B&Bs, Apartments, mit gutem Standard und Lage, (auch weit) unter 100 € für zwei Personen/Nacht, bei längerem Aufenthalt auch mit entsprechenden Rabatten. Dass das nur Absteigen wären, ist m.E. bloß großkotzig. Wie sonst sollte sich ein Durchschnittseuropäer sonst das Reisen leisten können. Und wie das für SA ist, hat Maddy ja schon erklärt. Zuletzt war ich 2013 dort und da (und auch früher) war mir auffällig, dass ich bei meinen (für mich leistbaren) Unterkünften hauptsächlich SA-Nachbarn hatte. Es hat mir super gefallen, war aber sicher unter deinem Standard.
Grüße
2'534 Beiträge · seit 200714. Jan. 2015 · #20
Fluffi schrieb:
Wir haben uns nach langem Hin und Her nun für unsere erste (und aufgrund der Preise wahrscheinlich auch eher letzte) Namibia-Reise aus den diversteten Gründen nun für eine geführte Lodge-Tour entschieden.
Das ist natürlich die teuerste Variante einer Namibia-Reise (falls es keine "Busreise" sondern eine mit "privatem Führer" ist).
Ich kenne natürlich eure Gründe nicht, die zu dieser Entscheidung geführt haben, kann dir aber versichern, dass das sicherlich um einiges günstiger auch geht.

lg
Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026