picco6'369 Beiträge · seit 201101. Okt. 2014 · #21
Hoi zämä
OT-Modus on
franzicke schrieb:Wie lange ward ihr denn mit Guide und Fahrzeug unterwegs - hab jetzt mal wieder gelesen, dass es ab dem 8./10. Tag doch irgendwie grenzwertig wird, die ganze Zeit zusammen ... A
Da kann ich dem Thorsten nur zustimmen, wie man in den Wald rein ruft so tönt's heraus! Meist zumindest. Bis auf einen grottenschlechten Driverguide für eine 3-tägige Tour in den Amboseli hab ich nur gute Erfahrungen gemacht. Wir sehen den Driverguide aber auch nicht als Bediensteten sondern als Teil der Gruppe und entsprechend wird er auch behandelt. Natürlich kanns auch Unstimmigkeiten geben, aber das liegt meiner Erfahrung nach meist darin dass unklar oder nicht gesprochen wurde. Man darf nie vergessen: Da sprechen zwei Menschen in einer Fremdsprache miteinander, da kann es schon auch mal Missverständnisse geben. Wenn einem etwas nicht passt muss man es halt sofort und im Anstand sagen, bevor man sich nervt, das ist das A und O. OT-Modus off
KarstenB2'396 Beiträge · seit 201101. Okt. 2014 · #22
Hallo Thorsten,
so schade, aber wir werden uns wohl verpassen - wir fliegen vom 12.2. - 2.3. (glaube ich, habe die Unterlagen nicht mit, aber meine persönliche Sekretärin hat's bestätigt 😎 ). Ndutu - teils Lodge, teils Camping - wird natürlich der Schwerpunkt sein, daneben unser Lieblingspark Tarangire, aber das scheint Ihr ja ähnlich zu sehen 🤩 . Außerdem je 2 Nächte Manyara und Arusha NP.
LG,
Karsten
PS: Nein, so ernst war das mit dem nachträglichen Fotoeinfügen nicht gemeint - bevor Du uns ein tolles Foto verheimlichst, beiße ich lieber in den sauren Apfel 😗 !
THBikerThemenstarter1'366 Beiträge · seit 201101. Okt. 2014 · #23
Schade. da sind wir aber noch auf Sansibar 😉
Wink dann mal rüber. Mal gespannt ob wir ähnliche Sichtungen haben. Ich hoffe ja wirklich, dass ich dieses Jahr eine Geburt sehe. Letztes Jahr waren schon viele Kälber unterwegs.
THBikerThemenstarter1'366 Beiträge · seit 201101. Okt. 2014 · #24
Tag 2 Tarangire NP
Noch vor dem Wecker bin ich wach. Ein kurzer Blick nach draußen, aber es ist noch alles stockdunkel. Trotzdem hält mich nichts mehr im Bett und ich mache mich startklar für den Tag. Mal schauen was denn so früh um die Lodge los ist. Kaum habe ich meine Unterkunft verlassen und befinde mich auf dem Weg zum Eingang der Lodge, vernehme ich ein Grollen neben in den Büschen. Ihr kennt es sicherlich und habt es selbst oft gehört, dieses beruhigende Grollen. Dann höre ich Äste knacken, aber es noch zu dunkel um etwas zu sehen. Aber es befinden sich unverkennbar Elefanten neben mir im Busch. Ich laufe den Weg entlang in der Hoffnung die grauen Riesen zu entdecken, aber obwohl sie keine 10-20 Meter von mir entfernt sind, sehe bzw. erahne ich maximal den Rücken. Wie friedlich sie sind und wie zufrieden sie klingen. Ich finde dieses Geräusch absolut beruhigend. Inzwischen sind meine Mitreisenden auch da und wir machen uns auf den Weg zum Early Breakfast, welches wir den Abend davor extra bestellt hatten, damit wir zeitig in den Park kommen. Eigentlich erwartet man bei einem Early Breakfast ein reduziertes Frühstück, aber was soll ich sagen, es gab glaub alles was es sonst auch gegeben hätte. Angefangen von Eiern in diversen Variationen, über Obst und Pancakes (ich liebe sie). Was ich jedoch nie verstehen werde, wieso gibt es in Afrika (zumindest wo ich bisher war) keinen vernünftigen Kaffee!?!? Der wird doch da angebaut. Oder hatte ich einfach bisher nur Pech. Egal, es gibt schlimmeres. Irgendwie gehört es auch schon zum Ritual morgens vor seinem Zelt eine Tasse Instant-Kaffe zu schlürfen. Auf geht´s zum Gamedrive. Noch in der Dämmerung starten wir. Die Elefanten grasen noch immer gemütlich vor dem Eingang der Lodge. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. Belohnt werden wir mit einem schönen Sonnaufgang und als Motiv stellen sich die vielen Baobabs zur Verfügung.
Was für ein schöner Start in den Tag, ich war jetzt schon zufrieden und glücklich. Weiter ging die Fahrt, aber nur kurz. Was liegt da am Straßenrand. Ein Löwe bei seiner Lieblingsbeschäftigung, nämlich Schlafen. Aber langsam wird der müde Kerl auch wach. Erst mal kräftig gähnen und dann schauen was los ist.
Langsam kam auch die Sonne über den Hügeln hervor und tauchte den Löwen in tolles goldgelbes Licht. Ein Traum. Und als ob er nie etwas anderes gemacht hätte, posierte der Löwe schön vor der Kamera.
Weitere Löwen waren im näheren Umkreis nicht zu entdecken und Action war von unserem Model auch nicht viel zu erwarten….außer einmal aufstehen und sich einen bequemeren Platz suchen.
Wir machten uns dann auch wieder auf den Weg und genossen die schöne Landschaft und beobachteten die Tierwelt. Sogar die DikDiks waren entspannt und sind nicht gleich weggelaufen sobald man neben ihnen anhielt.
Die Giraffen schauten auch mal nach uns.
Und die Bullen kämpften wohl um ihre Liebste.
Und dann…was war da unten?? Unglaublich, ein Leopard.
Wir sind nicht mal zwei Stunden unterwegs und sehen schon unsere zweite Katze. Ok, ich muss zugeben, diese war schon etwas weiter weg, aber das Bild mag ich irgendwie, da es auch schön den Lebensraum zeigt. Aber so schnell wie wir den Leo entdeckt hatten, war er auch schon wieder in den Büschen verschwunden. Wir versuchten zwar noch zu erahnen, wo er evtl. die Straße queren könnte, aber wir konnten ihn nicht mehr finden.
Wir machten uns nun auf den Weg zum Fluss, um zu schauen was dort los ist. Da war ein Leberwurstbaum (jetzt weiß ich auch endlich woher wir immer unsere Wurst bekommen 🤩 ) und auf dem Baum saß ein Schreiseeadler.
Ein perfekt eingerahmtes Motiv. Aber was ist das, er sitzt da nicht alleine. Könnt ihr es entdecken, was noch auf dem Bild ist? Ein kleiner Tipp: Es sind noch zwei weitere Tiere auf dem Foto zu sehen (Insekten bitte nicht mitzählen 😉 ) Die Auflösung dazu gibt es morgen.
Hier ein paar landschaftliche Impressionen aus dem Tarangire NP
Wir machten uns auf den Weg zum Lunch auf die Silale Picknick-Site. Die Picknick liegt sehr schön mit Blick Richtung Sumpf. Es gibt dort Bänke und Tische wo man es sich gemütlich machen kann.
Nachdem wir nun gesättigt waren ging es weiter Richtung Silale Swamp. Wieder gab es einige Antilopen und Vögel zu sehen, aber auch die kleinen Tiere bekamen unsere Aufmerksamkeit. Vor allem diese kleinen Zebramangusten. Sie beobachteten die Gegend genau, dann wieder schnelles Gewusel, aber einer schaute immer ob Gefahr droht.
Die Mangusten waren sehr nervös. Irgendetwas schien sie zu beunruhigen. Vielleicht eine Schlange? Auf einmal sehen wir es auch…ein Leopard schleicht durch das hohe Gras und hält Ausschau nach den Mangusten.
Muss der hungrig sein, wenn er sich mit so Kleinkram abgibt. Dann sehen wir, dass der Leopard verletzt ist, er hat nur noch 1 Auge. Der Arme 😮
Immer wieder schleicht er sich an die Mangusten an.
Und dann….der Angriff. Nix erwischt. Wieder anschleichen, neuer Angriff…und tatsächlich, da hatte der Kerl doch tatsächlich eine flinke Manguste erwischt (leider hat das Foto nur dokumentarischen Zweck. Entschuldigt bitte die miese Qualität).
Zwischendurch entdeckt der Leopard auch ein Kronenkranich-Paar und macht sich einen Spaß daraus diese zu jagen. Aber ohne Erfolg.
Irgendwann war der Leo dann im hohen Gras verschwunden. Wir beobachteten zwar noch einige Zeit die Gegend, aber er war nicht mehr zu finden. Dafür gibt es hier jetzt den gestern falsch benannten Weißscheitelwürger.
Wir machten uns dann irgendwann wieder auf den Weg um zu schauen was es noch zu entdecken gab. Nunja, weit kamen wir nicht, denn direkt neben dem Weg lagen zwei Löwinen…ja sie lagen und dösten vor sich hin und begrüßten uns mit einem müden Gähnen.
Aber immerhin eine setzte sich dann doch noch in Bewegung. Vermutlich hatte sie heute Küchendienst und musste für Essen sorgen. Leider verschwand sie dann auch im hohen Gras.
Und wir machten uns dann auch wieder weiter auf den Weg.
Auf der weiteren Fahrt gab es die üblichen Verdächtigen Elefanten
Ein Kaffernhornrabe im Baum
Eine Sporngans im Baum
Meerkatze im Baum
Und auch die beiden Herren aus der Muppetshow saßen gemütlich auf ihren Balkon und betrachteten das rege Treiben.
Hier noch ein Graubrustspecht/Grey Woodpecker (Dendropicos goertae) (Danke Marina) den ich bisher noch nicht identifizieren konnte (leider ist die Bildqualität auch furchtbar schlecht)
Impalas
Giraffe am Baum
Elis
Und eine Gabelracke die direkt neben dem Wagen saß (fotografiert mit 145mm Brennweite), dann aber auch wieder flüchtete
Dann sahen wir auch noch den Totengräber der Savanne (Marabu)
Und eine schöne Giraffe im Abendlicht
Sowie eine Ellipsen-Wasserbock Familie
Jetzt ging es dann langsam wieder nach Hause, aber nicht ohne ein schönes Sonnenuntergangsbild zu machen. Zu den Bildern kann ich noch erwähnen, falls es die Fotografen unter euch interessiert, dass ich mir für solche Aufnahmen ein Steckfiltersystem zugelegt hatte. So konnte ich den Dynamikumfang im Bild zwischen Himmel und Landschaft gut im Griff halten.
Die Nacht in der Lodge verlief wieder unspektakulär. Nach dem Essen wurden die 7 Sachen zusammen gepackt, damit wir am nächsten Morgen zeitig aufbrechen konnten.
Alle die morgen weiter mit nach Ndutu fahren wollen, bitte rechtzeitig zusammenpacken und pünktlich beim Frühstück erscheinen
KarstenB2'396 Beiträge · seit 201101. Okt. 2014 · #25
Hallo Thorsten,
Deine Mangusten sind wohl in diesem Fall "Banded Mongoose" (Streifenmangusten) - vergleiche mal mit denen vom 1. Tag. Zu dem Specht mag ich nichts sagen, habe hier auf Kreta meine Bestimmungsbücher nicht dabei.
Holger_W383 Beiträge · seit 201301. Okt. 2014 · #26
schön geschrieben und noch schönere Fotos. Da habt Ihr ja gleich richtiges Glück gehabt zum Anfang der Reise. Wir wollten auch erst in den Tarangire sind dann aber in den Manyara NP gefahren. Ich wollte Flamingos fotografieren, es waren auch welche da jedoch in weiter Entfernung und es gab kein heran kommen. Das gleiche haben wir am Anfang unserer Reise am Lake Nakuru erlebt.
Auf dem Schreiseeadlerfoto kann ich noch einen Waran entdecken.
Dank Marinas Tipp habe ich jetzt auch den King Fisher gesehen 😉 .
Holger
2019 Südafrika Klaserie - Timbavati - Sabi Sands
2018 Brasilien Rio de Janeiro - Foz do Iguacu - Pantanal - südliches Amazonasgebiet
2017 Kanada BC
2016 Sambia & Malawi
2015 Süden Tansanias
Reisebericht: Mit der Cessna durch den wilden Süden Tansanias
2014 Kenia & Norden Tansanias
2013 Uganda/Ruanda
2012 Botswana
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200901. Okt. 2014 · #27
Hi Thorsten,
wunderschöne Fotos! Vor allem die Wasserböcke und die beiden Sonnenuntergänge gefallen mir ausgesprochen gut. Der Tarangire steht noch auf unserer to-do-Liste und wird nun vermutlich ein wenig höher auf der Reiseagenda rutschen.
Egal, es gibt schlimmeres. Irgendwie gehört es auch schon zum Ritual morgens vor seinem Zelt eine Tasse Instant-Kaffe zu schlürfen.
Ich finde ja, dass der tansanische Instantkaffee um Klassen besser wie Jacobs schmeckt und habe mir gleich sechs große Dosen als Souvenir mitgenommen.
Neben deinem Schreiseeadler konnte ich noch einen Nilwaran und einen Pied Kingfisher entdecken.
Herzliche Grüße und Dank Marina
P.S.: Bei dem Specht könnte es sich ev. um einen Graubrustspecht/Grey Woodpecker (Dendropicos goertae) handeln.
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
THBikerThemenstarter1'366 Beiträge · seit 201101. Okt. 2014 · #28
KarstenB schrieb:Hallo Thorsten,
Deine Mangusten sind wohl in diesem Fall "Banded Mongoose" (Streifenmangusten) - vergleiche mal mit denen vom 1. Tag.
Hallo Karsten,
steht ja uach so im Text 😉 --> Zebramangusten 😗
Da habt Ihr ja gleich richtiges Glück gehabt zum Anfang der Reise.
Warts mal ab was noch in Ndutu und der Serengeti kommt 🤩 🤩 🤩 🤩 ...es wird viel Blut fließen 🤩 😗
tansanische Instantkaffee um Klassen besser wie Jacobs schmeckt und habe mir gleich sechs große Dosen
Ok, vielleicht verglichen mit einem Instant Kaffee, aber so ein richtig schöner, frisch gebrühter Kaffee habe ich bisher keinen Guten bekommen 🤨
Schreiseeadler konnte ich noch einen Nilwaran und einen Pied Kingfisher
Den Tarangire kann ich nur empfehlen und auch jedem anraten länger als nur eine Nacht zu bleiben. Dieses mal bleiben wir 3 Nächte und ich freu mich drauf. Ich finde den Park landschaftlich einfach wunderschön. Dass wir so viel gesehen haben war natürlich Glück.
lionfight1'324 Beiträge · seit 201301. Okt. 2014 · #29
Ein richtig schöner Tag. Prima Fotos.
Gruß! der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela
10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
picco6'369 Beiträge · seit 201101. Okt. 2014 · #30
Hoi Thorsten
Den Waran hab ich sofort gesehen, aber den Kingfisher erst nachdem ich gelesen hab dass da noch zwei weitere Tiere sind...und nach langem Suchen...zuerst hab ich sogar an einen Leoparden links gedacht, aber dann doch bemerkt dass es nur die Baumrinde ist.
Den Tarangire haben wir letztes Mal auf Wunsch von Steffi genauso ausgelassen wie den Ngorongoro auf meinen Wunsch...nächstes Mal wenn ich wieder mit jener Truppe unterwegs bin sind die beiden wieder dabei!!! Zumindest der Tarangire!!! 😎
Champagner8'672 Beiträge · seit 201001. Okt. 2014 · #31
Hallo Thorsten,
ich hab GAR NICHTS gesehen 😊 - warum wundert mich das nicht 😗 ? Okay, den Fisheagle schon, aber sonst?
Dann endlich soeben den Waran!!! Schön wenn man weiß, wonach man suchen muss 😉 !
Neben deinem Schreiseeadler konnte ich noch einen Nilwaran und einen Pied Kingfisher entdecken.
Der Kingfisher ist aber ein joke, oder???? 😐 Kann mir mal jemand die Koordinaten durchgeben?? 😗
Da sind ja wirklich ein paar ganz coole Fotos dabei - aber dieses hier ist mein Favorit:
In einem Elterngespräch sagte mir mal ne Gymnasiallehrerin, dass mein Sohn und sein Freund ständig wie die zwei aus der Muppet Show dasitzen würden und leicht amüsiert ihren Unterricht beobachten und kommentieren würden. Das würde sie irritieren 🤪
Ich freu mich schon auf die Fortsetzung - muss jetzt aber erstmal das Vögeli suchen - liebe Grüße von Bele
Biologe1'162 Beiträge · seit 201202. Okt. 2014 · #34
Hallo Thorsten,
aufreizend tolle Bilder! Beneidenswert.
Beste Grüße Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200902. Okt. 2014 · #35
Hallo Thorsten,
Ok, vielleicht verglichen mit einem Instant Kaffee, aber so ein richtig schöner, frisch gebrühter Kaffee habe ich bisher keinen Guten bekommen
Beim Naabi Hill Gate vor dem kleinen Souvenirshop gibt es einen Coffee Shop mit italienischem Kaffeeautomat (Latte, Cappuccino, Espresso - alles frisch gemahlen und gebrüht). Das war ein völlig unerwarteter Genuss nach sechs Tagen Camping in der Serengeti! 🤩
Herzliche Grüße Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
THBikerThemenstarter1'366 Beiträge · seit 201102. Okt. 2014 · #36
Guten Morgääääääääääähn zusammen oder auch habari ya asubuhi (wenn ich mich richtig erinnere)
picco schrieb: Den Tarangire haben wir letztes Mal auf Wunsch von Steffi genauso ausgelassen wie den Ngorongoro auf meinen Wunsch...nächstes Mal wenn ich wieder mit jener Truppe unterwegs bin sind die beiden wieder dabei!!! Zumindest der Tarangire!!! 😎
Tarangire kann ich dir nur ans Herz legen, der Park ist einfach wunderschön und so abwechslungsreich. Den Krater lasse ich wieder aus und würde es auch wieder so machen. Die Kosten sind einfach unverhältnismäßig zu hoch. Schön ist es dort aber mit Sicherheit auch
Der Kingfisher ist aber ein joke, oder???? Kann mir mal jemand die Koordinaten durchgeben??
Hast du ihn gefunden? Zieh mal von links unten nach rechts oben eine Diagonale. Die Gerade trifft im oberen rechten Eck ziemlich genau auf den Kingfisher (noch unterhalb von dem dicken Ast). Hat es geklappt??? 😄
aufreizend tolle Bilder! Beneidenswert.
Danke Michael, es freut mich, wenn ich mit meinen Bildern etwas der Magie Afrikas vermitteln kann. Aber hier im Forum sind vermutlich eh alle dem Virus verfallen 😗
Beim Naabi Hill Gate vor dem kleinen Souvenirshop gibt es einen Coffee Shop mit italienischem Kaffeeautomat
Danke Marina für den Tipp. Leider kommen wir nächstes Jahr nicht dort vorbei, aber vielleicht ein anderes mal. Ich werde mein Glück weiter versuchen.
picco6'369 Beiträge · seit 201102. Okt. 2014 · #37
Hoi Thorsten
THBiker schrieb:Tarangire kann ich dir nur ans Herz legen, der Park ist einfach wunderschön und so abwechslungsreich. Den Krater lasse ich wieder aus und würde es auch wieder so machen. Die Kosten sind einfach unverhältnismäßig zu hoch. Schön ist es dort aber mit Sicherheit auch
Danke, da an meinem Herz hats aber beinahe keinen Platz mehr vor lauter Parks die schon da liegen... 😉 Ja, der Tarangire liegt schon da, denn mir hat er im Februar 2011 sehr gut gefallen, auch wenn wir nur eine Nacht dort blieben. Und klar ist der Ngorongoro schön, aber nicht in dem Ausmass schöner als die Serengeti als dass ich für die sechs Stunden auf 12 Stunden Serengeti verzichten will, aber da sind nicht alle meiner Mitreisenden gleicher Meinung, was auch für den Tarangire gilt. Vor allem die Tsetse's sind Steffi's Begründung gegen den Tarangire...obwohl...wenn ich so drüber nachdenke fällt mir ein dass damals nur ihr Vater und wenige Male ich, aber keine der Frauen gebissen wurden...hmm... 😠
THBikerThemenstarter1'366 Beiträge · seit 201102. Okt. 2014 · #38
Tag 3 Tarangire NP – Ngorongoro Conservation Area (Ndutu Region)
Heute war ein Fahrtag eingeplant, denn es ging in die Ngorongoro Conservation Area. Ziel war das Ndutu Mobile Camp (http://www.wildlandssafaris.com/index.php/ndutu-camp). Nach einem kurzen Game Drive ging es direkt Richtung Ndutu. Jedoch nicht ohne den ein oder anderen Stopp, z.B. am Lake Manyara View Point.
Zwischendurch hielten wir noch an dem ein oder anderen Craft Center, denn ich wollte mir als kleines Mitbringsel einen Massai-Speer und die ein oder andere Schnitzerei kaufen. Natürlich musste erst einmal verhandelt werden, aber so richtig schienen die Jungs noch nicht in Stimmung zu sein, also hab ich ihnen meinen Preis genannt und dass ich auf der Rückfahrt noch einmal vorbei komme und dann ggf. kaufe. Vermutlich haben die Jungs nicht geglaubt, dass wir wieder kommen, aber da hatten sie sich getäuscht. Dazu aber mehr auf der Rückfahrt. Der nächste Stopp war dann das Lodoare Gate. Eigentlich sollte es eine kurze Angelegenheit sein, aber da hatten wir die Rechnung nicht mit den Rangern gemacht. Irgendetwas war mit der Karte, mit der David unser Guide, die Parkgebühren hätte bezahlen müssen. Denn es war nicht genug Guthaben drauf. Wie sich herausstellte hatte David einem Kollegen ausgeholfen, der 1 Tag vorher in die NCA gefahren ist. Der andere Guide hätte das dann vorab regeln sollen, was aber wohl ziemlich schief ging. Also mussten wir warten bis die afrikanische Bürokratie ihre Arbeit gemacht hatte und wir nach guten 2 Stunden endlich das Ok hatten um weiter zu fahren. 😈
Da wir nun etwas spät waren, haben wir nur einen kurzen Stopp am Krater gemacht.
Wir hatten ja noch ein gutes Stückchen bis zum Camp vor uns. Eine Fahrt in den Krater haben wir uns nicht gegönnt, da es uns einfach unverhältnismäßig teuer war für einen halben Tag so viel zu bezahlen. Wir sind dafür lieber 1 Tag länger geblieben. Die Fahrt ging weiter auf einer gut präparierten Schotterpiste durch eine wunderschöne grüne Hügellandschaft, vorbei an Massai-Siedlungen und wieder den Krater runter in die Ebenen. Es waren nun schon wieder die ersten Gnus und Zebras zu sehen. Irgendwann ging es dann von der Hauptpiste ab auf eine etwas holprige, aber durchaus gut fahrbare Nebenstrecke Richtung Ndutu. Wir holpern zügig dahin und genießen unsere ersten Tiere, bis es auf einmal kracht…..was war das??? Aussteigen, gucken und…..ohneeeeeee, hinten links sind ein Teil der Blattfedern gebrochen. 😊 😈 Und nun??? David verkündete uns stolz, dass wir eine Ersatzfeder dabei haben. Oh, das hätte ich nun nicht erwartet. Prima, dann nix wie dran ans Reparieren. Wagen aufgebockt, Rad ab machen und dann die Federn abmontieren. Da war dann auch der Haken! Womit? Im ganzen Wagen gab es keinen passenden Schraubenschlüssel für die Blattfeder-Halterung. Das darf doch nicht wahr sein. Unser Guide regte sich auch tierisch auf, denn eigentlich fährt David in Kenia für Sunworld und ist nur für diese Safari nach Tansania gekommen. Den Wagen hat er übernommen und hat das Werkzeug nicht im Detail gecheckt, weil er davon ausgegangen ist, dass die Wagen genauso wie in Kenia ausgerüstet sind. Prima und nun? Mobil-Telefonverbindung hatten wir auch keine. Da wir ja in der NCA sind, kommt ab und zu auch mal ein Auto vorbei, aber leider hat auch hier niemand das passende Werkzeug dabei. Ein anderer Fahrer hat dann von unterwegs schon einmal das Camp informiert, dass wir ein „matata“ haben. Inzwischen haben uns auch die Hyänen entdeckt und haben wohl auf ein schnelles Mahl gehofft. Da hat „Essen auf Rädern“ auf einmal ne ganz andere Bedeutung. Aber nix gibt’s. 😗
Wir haben dann versucht ohne Werkzeug und mit Gewalt die noch funktionsfähigen Federn in die Halterung zu schieben. Nach gefühlten Stunden Schinderei in der prallen Mittagshitze hatten wir das Auto auch wieder halbwegs fahrbereit. Wir haben uns dann ganz langsam bzw. vorsichtig auf den Weg Richtung Camp gemacht. Bei jedem Schlagloch, Stein oder sonstigem Hindernis haben wir das Knarzen und Knacken der Federn vernommen. Und jede hat einfach nur gehofft, dass es die notdürftige Reparatur bis zum Camp hält. Wir hatten inzwischen auch einem anderen Guide getroffen, der in unser Camp fuhr. Ihn hatten wir beauftragt, dass er dort Bescheid gibt und sie ein Fahrzeug entgegen schicken. Und tatsächlich, auf einmal kommt uns ein Auto mit einigen Fundis (Mechanikern) entgegen. Sie prüfen kurz das Auto und entscheiden sich dafür, dass wir die Autos tauschen. Ok, alles zusammen suchen. Gerade hatten wir uns häuslich eingerichtet, müssen wir alles wieder zusammen packen. Aber das war kein Problem. Danach ging es mit dem neuen Wagen auf direktem Weg ins Camp. Trotz der späten Ankunftszeit hielt man dort noch etwas zum Essen für uns bereit. Wir bezogen unsere Zelte und sind dann schnell zum Lunch. Danach ruhten wir uns noch ein bisschen aus. Gegen 16:00 wollten wir dann nochmal auf Pirsch gehen. Wir sind ja nicht zum Spaß hier. Zum Camp kann ich sagen, dass es ganz nach meinem Geschmack war. Es war einfach aber zweckmäßig eingerichtet. Ein Bett, ein paar Ablagen und eine separate Dusche und WC. Mitten im Busch und ohne Zäune. Die Angestellten waren alle sehr freundlich und hilfsbereit. Das Essen war immer gut, abends hätte es durchaus aber etwas mehr sein können. Aber wir sind nicht verhungert. Möglichkeiten zum Laden der Akkus gab es nur im Hauptzelt, aber das war problemlos möglich. Ich habe hierzu immer eine eigene Steckerleiste mit Mehrfachstecker dabei, so kann ich dann alle Akkus, das Laptop und ggf. das Mobile gleichzeitig laden während ich mein Schlummertrunk genieße. Ja Fotografieren kann richtig in Arbeit ausarten und es sicherlich auch nicht jedermanns Sache. Inzwischen bin ich jedoch auch ruhiger geworden und muss nicht alles um mich herum ablichten. Trotzdem ist man den ganzen Tag irgendwie gespannt um den richtigen Moment nicht zu verpassen. Abends geht’s dann an das Bilder sichern. Dazu habe ich das Laptop sowie zwei externe 1TB Festplatten (USB3.0) dabei. Den Laptop habe ich inzwischen übrigens mit einer 250GB SSD ausgestattet, da ich jetzt schon 2 Festplatten-Ausfälle im Busch hatte. Viele werden sich vielleicht jetzt Fragen warum ich diesen Aufwand betreibe. Ich möchte einfach nicht nach Hause kommen und feststellen, dass die Platte oder die CF-Karte defekt ist und die ganzen Fotos verloren sind. Ich hatte inzwischen diverse Defekte und war froh die doppelte Sicherung gemacht zu haben. Zu den Datenmengen ist zu sagen, dass ich im RAW-Format fotografiere und da eine recht große Datenmenge zusammen kommt. Da ich meine Fotos meistens erst zu Hause am großen Monitor sichte und bewerte, muss ich halt auch den Ausschuss sichern. An einem ganzen Safaritag kommen schon gerne mal an die 1000 Bilder zusammen, wobei man froh sein kann, wenn davon 10% gut geworden sind, d.h. Licht, Schärfe, Bildkomposition und Motiv stimmen. Meine Bilder die ich hier zeige entwickle ich übrigens alle mit Lightroom, dies ist ein Raw Konverter von Adobe mit einer Bilddatenbank. Nur ganz selten nutze ich Photoshop, z.B. wenn ich mehrere Bilder zu einem großen Panorama zusammenfüge oder wenn ich mich an HDR versuche (bisher erfolglos). So nun aber genug abgeschweift, weiter geht’s. Wir wollten ja auf Pirsch. Da das Camp direkt an der Ndutu Marsh liegt sind wir ruck zuck mitten im Geschehen. Da die Zeit schon fortgeschritten ist, bewegen wir uns auch nicht allzu weit fort. Wir nehmen erst mal die neuen Eindrücke auf und die Kamera bleibt heute fast unbenutzt. Überall sind die Gnus und Zebras verstreut und die Herden ziehen an uns vorbei. Es ist schon beeindruckend so viele Tiere auf einem Haufen zu sehen. Wenn man weiß welchen Weg diese Tiere Jahr für Jahr zurücklegen, nur um an frisches Gras zu kommen, ist das noch eindrucksvoller. Noch ein kleiner Exkurs zu Wanderung der Gnus. Die Herden ziehen Jahr für Jahr immer dem Regen folgend von der NCA durch die Serengeti, über den Grumeti bis in die Masai Mara in Kenia um dann im Januar/Februar wieder zurück in der NCA zu sein um dort ihre Kälber zur Welt zu bringen. Warum dieser ganze Aufwand wird man sich fragen. Dazu muss man wissen, dass die Region um Ndutu aus Grassavanne besteht und in der Trockenzeit ganz wenig Futter bietet und somit die Nahrungsgrundlage der Grasfresser fehlt. Bäume wachsen auf den großen Ebenen kaum welche, da der Boden nur wenige Zentimeter unterhalb der Oberfläche für die Wurzeln der Bäume undurchdringlich ist. Das Gras jedoch, kann dort gut gedeihen, sofern genügend Wasser da ist. In den feuchten Monaten wächst dort ein sehr nährstoffreiches Gras, das die Kühe benötigen um den Kälbern über die Muttermilch die Mineralien zu geben. Woher kommt es, dass dort in der Region alles austrocknet? Dies liegt an der geografischen Lage dieser Region. In der Trockenzeit ziehen die Wolken von der Küste her ins Land und bleiben an den Bergen des Kraterhochlandes hängen. Die Ndutu Region liegt also im Regenschatten der Berge, d.h. alles Grünzeug vertrocknet und bietet keine Nahrungsgrundlage für die Gnus. Der hohe Nährstoffgehalt der Gräser kommt übrigens durch die Vulkanasche die dort die Grundlage des Bodens bildet. Noch heute gibt es in der Gegend aktive Vulkane, wie z.B. den Oldoniyo Lengai, der heilige Berg der Massai. Zuletzt hat sich dieser Vulkan 2007 mit einer großen Aschewolke entladen. Die mineralische Asche gibt dem Boden wieder neue Nährstoffe, die dann durch das Wasser von den Gräsern aufgenommen werden. Dies ist also der Grund, warum die großen Herden jedes Jahr wieder in diese Gegend zeihen um ihre Kälber auf die Welt zu bringen.
So, nun aber weiter mit der Pirsch. Neben den vielen Gnus und Zebras sehen wir auch noch dieses Warzenschwein.
Und kurze Zeit später entdecken wir ein Löwenpaar die sich gegenseitig beschnuppern.
Wir dachten ja, dass wir jetzt gleich eine Löwenpaarung miterleben dürfen. Aber nein, die Dame hatte wohl keine Lust und legt sich ins Gras um mal wieder ein Nickerchen zu machen. Da hat es ihn dann wohl auch überkommen. Der Löwe gähnt nochmal kräftig und das war´s dann mit der Action.
Da es inzwischen schon spät ist und wir von dem anstrengenden Tag auch ziemlich müde sind, machen wir uns auf den kurzen Rückweg ins Camp. Dort genießen wir erst mal die warme Dusche die mit 20l Wasser pro Person rationiert ist. Ich habe Glück, denn ich habe ein Doppelzelt für mich alleine, d.h. ich hätte 40l zur Verfügung 😗 Aber ich will ja nicht verschwenderisch sein und begnüge mich auch mit einer schnellen Dusche. Danach geht´s zum Dinner, das einfach aber gut war. Anschließend noch einen Absacker in der Bar und ab in Bett. Endlich kann ich mit den afrikanischen Klängen einschlafen und wie so oft bekomme ich in der Nacht nichts mit. Anscheinend war eine Herde Büffel im Camp und die Löwen sollen gebrüllt haben. Ich habe geschlafen wie ein Stein und bin erst um 5 Uhr von meinem Wecker geweckt worden. Unser Auto wurde übrigens repariert und war abends schon wieder im Camp.
Das war es schon von dem Fahrtag. Heute auch mit wenig Fotos, nicht dass es euch zu viel wird 🤩
THBikerThemenstarter1'366 Beiträge · seit 201102. Okt. 2014 · #39
picco schrieb:Vor allem die Tsetse's sind Steffi's Begründung gegen den Tarangire...obwohl...wenn ich so drüber nachdenke fällt mir ein dass damals nur ihr Vater und wenige Male ich, aber keine der Frauen gebissen wurden...hmm... 😠
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es im Tarangire so schlimm war mit den Tse Tses. In der Serengeti war es schlimm, dort wurde ich ziemlich zerfressen von den Biestern. Man konnte gar nicht anders, denn entweder war das Foto verwackelt oder man hat sich zerstechen lassen 🤩
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200602. Okt. 2014 · #40
Butterblume schrieb:
Beim Naabi Hill Gate vor dem kleinen Souvenirshop gibt es einen Coffee Shop mit italienischem Kaffeeautomat (Latte, Cappuccino, Espresso - alles frisch gemahlen und gebrüht). Das war ein völlig unerwarteter Genuss nach sechs Tagen Camping in der Serengeti! 🤩
Herzliche Grüße Marina
Hallo Marina,
danke für diesen Tipp. Der kommt gerade richtig für unsere diesjährige Reise. Diesen Automaten hatte ich 2012 entweder nicht gesehen oder es gab ihn noch nicht.