jetzt ist es soweit! Nach vielem mitlesen in diesem Forum möchte ich auch einen Bericht einstellen, um vielleicht dem ein oder anderen Anregungen zugeben oder einfach um euch das Warten auf euren nächsten Urlaub ein bisschen zu verkürzen. Ich möchte vornweg nehmen, dass meine eigentliche Passion die Fotografie ist. Speziell Afrika hat mich hier in seinen Bann gezogen, aber ihr kennt das ja, diese „Krankheit“, die durch den Afrikavirus ausgelöst wird. Im Verfassen von Reiseberichten bin ich nicht sonderlich geübt und vergesse vielleicht das ein oder andere, für euch wichtige/interessante Detail. Ich bitte euch einfach nachzuhaken, ich versuche dann alles zu beantworten und ggf. den Bericht zu ergänzen.
Reiseplanung: Irgendwann war ich mal wieder zu Besuch bei meinen Eltern und es kam mal wieder das Gespräch auf Afrika. Da sie bereits einmal in Kenia waren, äußerten sie nun den Wunsch, dass sie gerne noch einmal nach Afrika wollen, aber dieses mal soll es Tansania werden mit Fokus auf die Serengeti. Ich soll doch mal etwas planen und schauen was das so kostet. Na das ließ ich mir nicht zweimal sagen und habe die Gelegenheit gepackt und für mich auch gleich mitgeplant. Als Ziele waren schnell Tarangire, die Ndutu Region und die südliche Serengeti festgelegt. Später kam zum Abschluss noch Lake Manyara hinzu. Was ich wusste, dass ich zur Geburt der Gnus dort sein wollte, d.h. heißt also irgendwann Ende Januar bis Ende Februar. Genau kann das natürlich niemand voraussagen und die Gnus richten sich da auch nicht an irgendwelche Terminkalender, aber in fast 2 Wochen sollte die Chance doch ganz gut stehen, zumindest die Kälber zu sehen. Da bei mir dieses Mal der Fokus auf der Fotografie lag, stand mein Wunsch-Safariunternehmen bereits ziemlich fest. Sunworld Safaris sollte es sein. Bisher hatte ich nur Gutes über den Veranstalter gehört. Schnell waren wir in Kontakt und ich habe mit Christian die Route, bzw. die Camps im Detail ausgearbeitet, bis letztendlich die nun folgende Tour feststand. Anforderungen für die Tour waren neben einem eigenen Guide mit einem großen 4x4 Fahrzeug, welches für Fotografen gut geeignet ist (einzelne Sitzplätze, Bohnensäcke im Fahrzeug, ggf. Scheibenstative, unbegrenzt Pirschfahrten u.ä.), auch Camps auszuwählen, die sowohl etwas Komfort für meine Mitreisenden bieten, aber auch das Buschfeeling näher bringen. Zu Sunworld kann ich sagen, dass die Betreuung sowohl vor, während und nach der Reise sehr gut war. Ich denke jedoch, dass das Unternehmen auch eher zu den höherpreisigen zählt, aber in diesem Urlaub habe ich dies bis heute in keiner Minute bereut. Die nächste Reise ist übrigens schon wieder geplant und startet im Januar 2015
Anreise und Tag 1. Arusha - Tarangire NP Nach kurzer Fahrt zum Frankfurter Flughafen, klappt der Check In bei KLM problemlos. Dann geht´s durch die Kontrollen. Wie immer muss ich mit meinem Fotogepäck zur Kontrolle und die Zollbeamten wundern sich, warum jemand so viel Fotogeraffel mit in den Urlaub nimmt. Nach einem kurzen Small Talk werde ich aber wieder „frei gelassen“. Der Flug geht zuerst mit einem kleinen Cityhopper nach Amsterdam. In Amsterdam ist umsteigen angesagt. Zum Glück wird das Gepäck durchgecheckt und nur wir müssen unseren Weg durch die Menschenmassen finden. Auch hier wieder das Gleiche Procedere. Anstellen, Kontrolle, Gepäck prüfen. Da wir noch etwas Zeit bis zum Boarding haben, suchen wir uns ein gemütliches Plätzchen. Pünktlich geht es dann zum Boarding. Der Flug verläuft unspektakulär und ich widme mich meiner Lieblingsbeschäftigung beim Fliegen, nämlich dem Schlafen. Irgendwann kurz nach Mitternacht werde ich dann geweckt, damit ich mich zur Landung bereit mache. Wie, muss ich jetzt den Vogel landen? Wo ist der Pilot? Nee, zum Glück nur anschnallen und aufwachen. Sogar ein paar Minuten früher als geplant setzen wir am Kilimanjaro Airport auf. Kaum setze ich meinen Fuß auf den afrikanischen Boden, da ist es wieder, dieses Gefühl das mich jedes Mal überkommt wenn ich nach Afrika komme. Ein Gefühl von zu Hause zu sein. Kennt ihr das? Wenn ich das bei meinen Freunden erzähle, dann schütteln sie nur alle ungläubig mit dem Kopf, vermutlich halten sie mich in dem Moment für etwas verrückt. Die Einreiseformalitäten verlaufen reibungslos und für afrikanische Verhältnisse relativ zügig. Schnell stehen wir am Gepäckband und nehmen unser Gepäck entgegen, das erfreulicher Weise komplett und unbeschädigt angekommen ist. Draußen wartet schon unser Guide David und nimmt uns in Empfang. Kurz noch Geld eintauschen und los geht es durch die afrikanische Nacht zu unserer Unterkunft für diese Nacht. Wir haben uns für die Olasiti Lodge entschieden, da wir sowieso nur ein paar Stündchen dort verweilen würden, wurde auf unnötigen Luxus verzichtet und eine zweckmäßige Unterkunft ausgesucht. Gegen 2 Uhr nachts kamen wir in der Unterkunft an und beratschlagten uns noch, wann es am nächsten Morgen losgehen soll. Danach verabschiedeten wir uns alle ins Bett und haben die erste Nacht unter afrikanischem Himmel verbracht. Eigentlich hätte ich bis 7:30 schlafen können aber dank eines nahe gelegenen Minaretts war ich dann schon zum Sonnenaufgang wach. Da meine Mitreisenden auch schon früh wach waren, haben wir ausgiebig das Frühstück genossen und den kleinen Garten der Lodge inspiziert und uns über die bunten Vögle gefreut. Kurzes Fazit zur Lodge. Für eine kostengünstige Übernachtung direkt nach dem Flug ist die Unterkunft ok, die Zimmer sind zweckmäßig, sauber, aber nicht sonderlich schön. Das Frühstück war gut und hat zumindest mir keine Wünsche offen gelassen. Länger wollte ich mich aber dort nicht aufhalten. Pünktlich um 8:00 steht David mit unserem 4x4 abfahrbereit da. Schnell die Sachen verstauen und schon geht es auf den Weg in den Tarangire NP. Zum Glück ist Sonntag und es nicht viel Verkehr. Knapp 3 Stunden später stehen wir am Gate zum NP.
Die Formalitäten werden erledigt und Beine etwas vertreten, dann geht es direkt weiter, nicht ohne den ein oder anderen Fotostopp, zu unserem Camp für die nächsten 2 Nächte, die Tarangire Sopa Lodge. Wir beziehen unsere Unterkünfte, entspannen ein bisschen und gehen später zum Lunch. Die Sopa Lodge ist für meinen Geschmack eine viel zu riesige Lodge die eher Hotelcharakter hat, Die Zimmer sind sehr groß, schön eingerichtet und absolut sauber. Auch die ganze Anlage ist sehr gepflegt und es mangelt an nichts. Wer in seinem Urlaub nicht auf etwas Luxus verzichten will, der fühlt sich hier sicherlich sehr wohl. Mir persönlich war es einfach zu groß und es kam nicht das „im Busch sein“-Gefühl hoch. Ich bevorzuge lieber die Tented Camps, in denen wir im Anschluss sein werden. Wir haben die Sopa Lodge aber bewusst so gewählt, damit meine Mitreisenden langsam in Afrika ankommen können. Gegen 14:30 ging es dann los zu unserem ersten Gamedrive. Ich lies mich überraschen was auf uns zukommt. Im Tarangire NP hatte ich keine Erwartungen, vor allem nicht, dass ich dort Katzen sehen werde. Vor allem Elefanten und Vögel wollte ich hier fotografieren und wenn möglich das ein oder andere schöne Landschaftsfoto machen. Tarangire ist einer der landschaftlich schönsten NPs die ich bisher kenne. Abwechslungsreich mit seiner Hügellandschaft, den schönen Baobabs und dem Tarangire Fluss. Die fotografische Ausbeute am ersten Tag war mehr als ich mir erhofft hatte. Angefangen von Giraffen…
…die von Madenhackern belagert wurden.
Über Elefanten beim Baden,
kleine Elefanten
Wegelagerer
Impalas,
Meerkatzen,
bis zu süßen Zwergmangusten die immer aufmerksam die Gegend beobachteten
Dik DIks
Duiker Steinböckchen (Danke Elvira für den Hinweis)
Auch die Vogelwelt gab sich ein buntes Stelldichein. Die obligatorischen, schönen Gabelracken
Strauße
Ein Gelbhalsfrankolin
Ein Schopfadler (eins meiner persönlichen Lieblingsbilder)
Rüppelwürger
Schachwürger
Elsterwürger
Flammenkopf-Bartvogel
Weißbrauen Kuckkuck
Kaffernhornrabe
Und zum Abschluss gab sich eine Büffelherde noch die Ehre, sich schön im Abendlicht zu positionieren, wodurch diese Aufnahmen im Gegenlicht entstanden sind.
Fehlen dürfen natürlich auch nicht die schönen Sonnenuntergangsbildern mit den Hügeln und den Baobabs als Motiv.
In unserer Unterkunft angekommen, gab es erst eine Dusche und dann Dinner im Restaurant der Sopa Lodge. Nach einem Feierabendbierchen ging es heute dann zeitig ins Bett, denn am nächsten Morgen war spätestens um 5:30 aufstehen angesagt.
LG
Thorsten
Teil 201. Okt. 2014
Tag 2 Tarangire NP
Noch vor dem Wecker bin ich wach. Ein kurzer Blick nach draußen, aber es ist noch alles stockdunkel. Trotzdem hält mich nichts mehr im Bett und ich mache mich startklar für den Tag. Mal schauen was denn so früh um die Lodge los ist. Kaum habe ich meine Unterkunft verlassen und befinde mich auf dem Weg zum Eingang der Lodge, vernehme ich ein Grollen neben in den Büschen. Ihr kennt es sicherlich und habt es selbst oft gehört, dieses beruhigende Grollen. Dann höre ich Äste knacken, aber es noch zu dunkel um etwas zu sehen. Aber es befinden sich unverkennbar Elefanten neben mir im Busch. Ich laufe den Weg entlang in der Hoffnung die grauen Riesen zu entdecken, aber obwohl sie keine 10-20 Meter von mir entfernt sind, sehe bzw. erahne ich maximal den Rücken. Wie friedlich sie sind und wie zufrieden sie klingen. Ich finde dieses Geräusch absolut beruhigend. Inzwischen sind meine Mitreisenden auch da und wir machen uns auf den Weg zum Early Breakfast, welches wir den Abend davor extra bestellt hatten, damit wir zeitig in den Park kommen. Eigentlich erwartet man bei einem Early Breakfast ein reduziertes Frühstück, aber was soll ich sagen, es gab glaub alles was es sonst auch gegeben hätte. Angefangen von Eiern in diversen Variationen, über Obst und Pancakes (ich liebe sie). Was ich jedoch nie verstehen werde, wieso gibt es in Afrika (zumindest wo ich bisher war) keinen vernünftigen Kaffee!?!? Der wird doch da angebaut. Oder hatte ich einfach bisher nur Pech. Egal, es gibt schlimmeres. Irgendwie gehört es auch schon zum Ritual morgens vor seinem Zelt eine Tasse Instant-Kaffe zu schlürfen. Auf geht´s zum Gamedrive. Noch in der Dämmerung starten wir. Die Elefanten grasen noch immer gemütlich vor dem Eingang der Lodge. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. Belohnt werden wir mit einem schönen Sonnaufgang und als Motiv stellen sich die vielen Baobabs zur Verfügung.
Was für ein schöner Start in den Tag, ich war jetzt schon zufrieden und glücklich. Weiter ging die Fahrt, aber nur kurz. Was liegt da am Straßenrand. Ein Löwe bei seiner Lieblingsbeschäftigung, nämlich Schlafen. Aber langsam wird der müde Kerl auch wach. Erst mal kräftig gähnen und dann schauen was los ist.
Langsam kam auch die Sonne über den Hügeln hervor und tauchte den Löwen in tolles goldgelbes Licht. Ein Traum. Und als ob er nie etwas anderes gemacht hätte, posierte der Löwe schön vor der Kamera.
Weitere Löwen waren im näheren Umkreis nicht zu entdecken und Action war von unserem Model auch nicht viel zu erwarten….außer einmal aufstehen und sich einen bequemeren Platz suchen.
Wir machten uns dann auch wieder auf den Weg und genossen die schöne Landschaft und beobachteten die Tierwelt. Sogar die DikDiks waren entspannt und sind nicht gleich weggelaufen sobald man neben ihnen anhielt.
Die Giraffen schauten auch mal nach uns.
Und die Bullen kämpften wohl um ihre Liebste.
Und dann…was war da unten?? Unglaublich, ein Leopard.
Wir sind nicht mal zwei Stunden unterwegs und sehen schon unsere zweite Katze. Ok, ich muss zugeben, diese war schon etwas weiter weg, aber das Bild mag ich irgendwie, da es auch schön den Lebensraum zeigt. Aber so schnell wie wir den Leo entdeckt hatten, war er auch schon wieder in den Büschen verschwunden. Wir versuchten zwar noch zu erahnen, wo er evtl. die Straße queren könnte, aber wir konnten ihn nicht mehr finden.
Wir machten uns nun auf den Weg zum Fluss, um zu schauen was dort los ist. Da war ein Leberwurstbaum (jetzt weiß ich auch endlich woher wir immer unsere Wurst bekommen 🤩 ) und auf dem Baum saß ein Schreiseeadler.
Ein perfekt eingerahmtes Motiv. Aber was ist das, er sitzt da nicht alleine. Könnt ihr es entdecken, was noch auf dem Bild ist? Ein kleiner Tipp: Es sind noch zwei weitere Tiere auf dem Foto zu sehen (Insekten bitte nicht mitzählen 😉 ) Die Auflösung dazu gibt es morgen.
Hier ein paar landschaftliche Impressionen aus dem Tarangire NP
Wir machten uns auf den Weg zum Lunch auf die Silale Picknick-Site. Die Picknick liegt sehr schön mit Blick Richtung Sumpf. Es gibt dort Bänke und Tische wo man es sich gemütlich machen kann.
Nachdem wir nun gesättigt waren ging es weiter Richtung Silale Swamp. Wieder gab es einige Antilopen und Vögel zu sehen, aber auch die kleinen Tiere bekamen unsere Aufmerksamkeit. Vor allem diese kleinen Zebramangusten. Sie beobachteten die Gegend genau, dann wieder schnelles Gewusel, aber einer schaute immer ob Gefahr droht.
Die Mangusten waren sehr nervös. Irgendetwas schien sie zu beunruhigen. Vielleicht eine Schlange? Auf einmal sehen wir es auch…ein Leopard schleicht durch das hohe Gras und hält Ausschau nach den Mangusten.
Muss der hungrig sein, wenn er sich mit so Kleinkram abgibt. Dann sehen wir, dass der Leopard verletzt ist, er hat nur noch 1 Auge. Der Arme 😮
Immer wieder schleicht er sich an die Mangusten an.
Und dann….der Angriff. Nix erwischt. Wieder anschleichen, neuer Angriff…und tatsächlich, da hatte der Kerl doch tatsächlich eine flinke Manguste erwischt (leider hat das Foto nur dokumentarischen Zweck. Entschuldigt bitte die miese Qualität).
Zwischendurch entdeckt der Leopard auch ein Kronenkranich-Paar und macht sich einen Spaß daraus diese zu jagen. Aber ohne Erfolg.
Irgendwann war der Leo dann im hohen Gras verschwunden. Wir beobachteten zwar noch einige Zeit die Gegend, aber er war nicht mehr zu finden. Dafür gibt es hier jetzt den gestern falsch benannten Weißscheitelwürger.
Wir machten uns dann irgendwann wieder auf den Weg um zu schauen was es noch zu entdecken gab. Nunja, weit kamen wir nicht, denn direkt neben dem Weg lagen zwei Löwinen…ja sie lagen und dösten vor sich hin und begrüßten uns mit einem müden Gähnen.
Aber immerhin eine setzte sich dann doch noch in Bewegung. Vermutlich hatte sie heute Küchendienst und musste für Essen sorgen. Leider verschwand sie dann auch im hohen Gras.
Und wir machten uns dann auch wieder weiter auf den Weg.
Auf der weiteren Fahrt gab es die üblichen Verdächtigen Elefanten
Ein Kaffernhornrabe im Baum
Eine Sporngans im Baum
Meerkatze im Baum
Und auch die beiden Herren aus der Muppetshow saßen gemütlich auf ihren Balkon und betrachteten das rege Treiben.
Hier noch ein Graubrustspecht/Grey Woodpecker (Dendropicos goertae) (Danke Marina) den ich bisher noch nicht identifizieren konnte (leider ist die Bildqualität auch furchtbar schlecht)
Impalas
Giraffe am Baum
Elis
Und eine Gabelracke die direkt neben dem Wagen saß (fotografiert mit 145mm Brennweite), dann aber auch wieder flüchtete
Dann sahen wir auch noch den Totengräber der Savanne (Marabu)
Und eine schöne Giraffe im Abendlicht
Sowie eine Ellipsen-Wasserbock Familie
Jetzt ging es dann langsam wieder nach Hause, aber nicht ohne ein schönes Sonnenuntergangsbild zu machen. Zu den Bildern kann ich noch erwähnen, falls es die Fotografen unter euch interessiert, dass ich mir für solche Aufnahmen ein Steckfiltersystem zugelegt hatte. So konnte ich den Dynamikumfang im Bild zwischen Himmel und Landschaft gut im Griff halten.
Die Nacht in der Lodge verlief wieder unspektakulär. Nach dem Essen wurden die 7 Sachen zusammen gepackt, damit wir am nächsten Morgen zeitig aufbrechen konnten.
Alle die morgen weiter mit nach Ndutu fahren wollen, bitte rechtzeitig zusammenpacken und pünktlich beim Frühstück erscheinen
Teil 302. Okt. 2014
Tag 3 Tarangire NP – Ngorongoro Conservation Area (Ndutu Region)
Heute war ein Fahrtag eingeplant, denn es ging in die Ngorongoro Conservation Area. Ziel war das Ndutu Mobile Camp (http://www.wildlandssafaris.com/index.php/ndutu-camp). Nach einem kurzen Game Drive ging es direkt Richtung Ndutu. Jedoch nicht ohne den ein oder anderen Stopp, z.B. am Lake Manyara View Point.
Zwischendurch hielten wir noch an dem ein oder anderen Craft Center, denn ich wollte mir als kleines Mitbringsel einen Massai-Speer und die ein oder andere Schnitzerei kaufen. Natürlich musste erst einmal verhandelt werden, aber so richtig schienen die Jungs noch nicht in Stimmung zu sein, also hab ich ihnen meinen Preis genannt und dass ich auf der Rückfahrt noch einmal vorbei komme und dann ggf. kaufe. Vermutlich haben die Jungs nicht geglaubt, dass wir wieder kommen, aber da hatten sie sich getäuscht. Dazu aber mehr auf der Rückfahrt. Der nächste Stopp war dann das Lodoare Gate. Eigentlich sollte es eine kurze Angelegenheit sein, aber da hatten wir die Rechnung nicht mit den Rangern gemacht. Irgendetwas war mit der Karte, mit der David unser Guide, die Parkgebühren hätte bezahlen müssen. Denn es war nicht genug Guthaben drauf. Wie sich herausstellte hatte David einem Kollegen ausgeholfen, der 1 Tag vorher in die NCA gefahren ist. Der andere Guide hätte das dann vorab regeln sollen, was aber wohl ziemlich schief ging. Also mussten wir warten bis die afrikanische Bürokratie ihre Arbeit gemacht hatte und wir nach guten 2 Stunden endlich das Ok hatten um weiter zu fahren. 😈
Da wir nun etwas spät waren, haben wir nur einen kurzen Stopp am Krater gemacht.
Wir hatten ja noch ein gutes Stückchen bis zum Camp vor uns. Eine Fahrt in den Krater haben wir uns nicht gegönnt, da es uns einfach unverhältnismäßig teuer war für einen halben Tag so viel zu bezahlen. Wir sind dafür lieber 1 Tag länger geblieben. Die Fahrt ging weiter auf einer gut präparierten Schotterpiste durch eine wunderschöne grüne Hügellandschaft, vorbei an Massai-Siedlungen und wieder den Krater runter in die Ebenen. Es waren nun schon wieder die ersten Gnus und Zebras zu sehen. Irgendwann ging es dann von der Hauptpiste ab auf eine etwas holprige, aber durchaus gut fahrbare Nebenstrecke Richtung Ndutu. Wir holpern zügig dahin und genießen unsere ersten Tiere, bis es auf einmal kracht…..was war das??? Aussteigen, gucken und…..ohneeeeeee, hinten links sind ein Teil der Blattfedern gebrochen. 😊 😈 Und nun??? David verkündete uns stolz, dass wir eine Ersatzfeder dabei haben. Oh, das hätte ich nun nicht erwartet. Prima, dann nix wie dran ans Reparieren. Wagen aufgebockt, Rad ab machen und dann die Federn abmontieren. Da war dann auch der Haken! Womit? Im ganzen Wagen gab es keinen passenden Schraubenschlüssel für die Blattfeder-Halterung. Das darf doch nicht wahr sein. Unser Guide regte sich auch tierisch auf, denn eigentlich fährt David in Kenia für Sunworld und ist nur für diese Safari nach Tansania gekommen. Den Wagen hat er übernommen und hat das Werkzeug nicht im Detail gecheckt, weil er davon ausgegangen ist, dass die Wagen genauso wie in Kenia ausgerüstet sind. Prima und nun? Mobil-Telefonverbindung hatten wir auch keine. Da wir ja in der NCA sind, kommt ab und zu auch mal ein Auto vorbei, aber leider hat auch hier niemand das passende Werkzeug dabei. Ein anderer Fahrer hat dann von unterwegs schon einmal das Camp informiert, dass wir ein „matata“ haben. Inzwischen haben uns auch die Hyänen entdeckt und haben wohl auf ein schnelles Mahl gehofft. Da hat „Essen auf Rädern“ auf einmal ne ganz andere Bedeutung. Aber nix gibt’s. 😗
Wir haben dann versucht ohne Werkzeug und mit Gewalt die noch funktionsfähigen Federn in die Halterung zu schieben. Nach gefühlten Stunden Schinderei in der prallen Mittagshitze hatten wir das Auto auch wieder halbwegs fahrbereit. Wir haben uns dann ganz langsam bzw. vorsichtig auf den Weg Richtung Camp gemacht. Bei jedem Schlagloch, Stein oder sonstigem Hindernis haben wir das Knarzen und Knacken der Federn vernommen. Und jede hat einfach nur gehofft, dass es die notdürftige Reparatur bis zum Camp hält. Wir hatten inzwischen auch einem anderen Guide getroffen, der in unser Camp fuhr. Ihn hatten wir beauftragt, dass er dort Bescheid gibt und sie ein Fahrzeug entgegen schicken. Und tatsächlich, auf einmal kommt uns ein Auto mit einigen Fundis (Mechanikern) entgegen. Sie prüfen kurz das Auto und entscheiden sich dafür, dass wir die Autos tauschen. Ok, alles zusammen suchen. Gerade hatten wir uns häuslich eingerichtet, müssen wir alles wieder zusammen packen. Aber das war kein Problem. Danach ging es mit dem neuen Wagen auf direktem Weg ins Camp. Trotz der späten Ankunftszeit hielt man dort noch etwas zum Essen für uns bereit. Wir bezogen unsere Zelte und sind dann schnell zum Lunch. Danach ruhten wir uns noch ein bisschen aus. Gegen 16:00 wollten wir dann nochmal auf Pirsch gehen. Wir sind ja nicht zum Spaß hier. Zum Camp kann ich sagen, dass es ganz nach meinem Geschmack war. Es war einfach aber zweckmäßig eingerichtet. Ein Bett, ein paar Ablagen und eine separate Dusche und WC. Mitten im Busch und ohne Zäune. Die Angestellten waren alle sehr freundlich und hilfsbereit. Das Essen war immer gut, abends hätte es durchaus aber etwas mehr sein können. Aber wir sind nicht verhungert. Möglichkeiten zum Laden der Akkus gab es nur im Hauptzelt, aber das war problemlos möglich. Ich habe hierzu immer eine eigene Steckerleiste mit Mehrfachstecker dabei, so kann ich dann alle Akkus, das Laptop und ggf. das Mobile gleichzeitig laden während ich mein Schlummertrunk genieße. Ja Fotografieren kann richtig in Arbeit ausarten und es sicherlich auch nicht jedermanns Sache. Inzwischen bin ich jedoch auch ruhiger geworden und muss nicht alles um mich herum ablichten. Trotzdem ist man den ganzen Tag irgendwie gespannt um den richtigen Moment nicht zu verpassen. Abends geht’s dann an das Bilder sichern. Dazu habe ich das Laptop sowie zwei externe 1TB Festplatten (USB3.0) dabei. Den Laptop habe ich inzwischen übrigens mit einer 250GB SSD ausgestattet, da ich jetzt schon 2 Festplatten-Ausfälle im Busch hatte. Viele werden sich vielleicht jetzt Fragen warum ich diesen Aufwand betreibe. Ich möchte einfach nicht nach Hause kommen und feststellen, dass die Platte oder die CF-Karte defekt ist und die ganzen Fotos verloren sind. Ich hatte inzwischen diverse Defekte und war froh die doppelte Sicherung gemacht zu haben. Zu den Datenmengen ist zu sagen, dass ich im RAW-Format fotografiere und da eine recht große Datenmenge zusammen kommt. Da ich meine Fotos meistens erst zu Hause am großen Monitor sichte und bewerte, muss ich halt auch den Ausschuss sichern. An einem ganzen Safaritag kommen schon gerne mal an die 1000 Bilder zusammen, wobei man froh sein kann, wenn davon 10% gut geworden sind, d.h. Licht, Schärfe, Bildkomposition und Motiv stimmen. Meine Bilder die ich hier zeige entwickle ich übrigens alle mit Lightroom, dies ist ein Raw Konverter von Adobe mit einer Bilddatenbank. Nur ganz selten nutze ich Photoshop, z.B. wenn ich mehrere Bilder zu einem großen Panorama zusammenfüge oder wenn ich mich an HDR versuche (bisher erfolglos). So nun aber genug abgeschweift, weiter geht’s. Wir wollten ja auf Pirsch. Da das Camp direkt an der Ndutu Marsh liegt sind wir ruck zuck mitten im Geschehen. Da die Zeit schon fortgeschritten ist, bewegen wir uns auch nicht allzu weit fort. Wir nehmen erst mal die neuen Eindrücke auf und die Kamera bleibt heute fast unbenutzt. Überall sind die Gnus und Zebras verstreut und die Herden ziehen an uns vorbei. Es ist schon beeindruckend so viele Tiere auf einem Haufen zu sehen. Wenn man weiß welchen Weg diese Tiere Jahr für Jahr zurücklegen, nur um an frisches Gras zu kommen, ist das noch eindrucksvoller. Noch ein kleiner Exkurs zu Wanderung der Gnus. Die Herden ziehen Jahr für Jahr immer dem Regen folgend von der NCA durch die Serengeti, über den Grumeti bis in die Masai Mara in Kenia um dann im Januar/Februar wieder zurück in der NCA zu sein um dort ihre Kälber zur Welt zu bringen. Warum dieser ganze Aufwand wird man sich fragen. Dazu muss man wissen, dass die Region um Ndutu aus Grassavanne besteht und in der Trockenzeit ganz wenig Futter bietet und somit die Nahrungsgrundlage der Grasfresser fehlt. Bäume wachsen auf den großen Ebenen kaum welche, da der Boden nur wenige Zentimeter unterhalb der Oberfläche für die Wurzeln der Bäume undurchdringlich ist. Das Gras jedoch, kann dort gut gedeihen, sofern genügend Wasser da ist. In den feuchten Monaten wächst dort ein sehr nährstoffreiches Gras, das die Kühe benötigen um den Kälbern über die Muttermilch die Mineralien zu geben. Woher kommt es, dass dort in der Region alles austrocknet? Dies liegt an der geografischen Lage dieser Region. In der Trockenzeit ziehen die Wolken von der Küste her ins Land und bleiben an den Bergen des Kraterhochlandes hängen. Die Ndutu Region liegt also im Regenschatten der Berge, d.h. alles Grünzeug vertrocknet und bietet keine Nahrungsgrundlage für die Gnus. Der hohe Nährstoffgehalt der Gräser kommt übrigens durch die Vulkanasche die dort die Grundlage des Bodens bildet. Noch heute gibt es in der Gegend aktive Vulkane, wie z.B. den Oldoniyo Lengai, der heilige Berg der Massai. Zuletzt hat sich dieser Vulkan 2007 mit einer großen Aschewolke entladen. Die mineralische Asche gibt dem Boden wieder neue Nährstoffe, die dann durch das Wasser von den Gräsern aufgenommen werden. Dies ist also der Grund, warum die großen Herden jedes Jahr wieder in diese Gegend zeihen um ihre Kälber auf die Welt zu bringen.
So, nun aber weiter mit der Pirsch. Neben den vielen Gnus und Zebras sehen wir auch noch dieses Warzenschwein.
Und kurze Zeit später entdecken wir ein Löwenpaar die sich gegenseitig beschnuppern.
Wir dachten ja, dass wir jetzt gleich eine Löwenpaarung miterleben dürfen. Aber nein, die Dame hatte wohl keine Lust und legt sich ins Gras um mal wieder ein Nickerchen zu machen. Da hat es ihn dann wohl auch überkommen. Der Löwe gähnt nochmal kräftig und das war´s dann mit der Action.
Da es inzwischen schon spät ist und wir von dem anstrengenden Tag auch ziemlich müde sind, machen wir uns auf den kurzen Rückweg ins Camp. Dort genießen wir erst mal die warme Dusche die mit 20l Wasser pro Person rationiert ist. Ich habe Glück, denn ich habe ein Doppelzelt für mich alleine, d.h. ich hätte 40l zur Verfügung 😗 Aber ich will ja nicht verschwenderisch sein und begnüge mich auch mit einer schnellen Dusche. Danach geht´s zum Dinner, das einfach aber gut war. Anschließend noch einen Absacker in der Bar und ab in Bett. Endlich kann ich mit den afrikanischen Klängen einschlafen und wie so oft bekomme ich in der Nacht nichts mit. Anscheinend war eine Herde Büffel im Camp und die Löwen sollen gebrüllt haben. Ich habe geschlafen wie ein Stein und bin erst um 5 Uhr von meinem Wecker geweckt worden. Unser Auto wurde übrigens repariert und war abends schon wieder im Camp.
Das war es schon von dem Fahrtag. Heute auch mit wenig Fotos, nicht dass es euch zu viel wird 🤩
Teil 405. Okt. 2014
Tag 4 Ngorongoro Conservation Area (Ndutu Region)
Heute ist um 5 Uhr aufstehen angesagt. Es ist noch stockdunkel. Noch nicht mal der Kaffee ist da, also mache ich mich schnell fertig und begebe mich ins Hauptzelt um mir dort meinen Kaffee zu holen und das erste Frühstück zu mir zu nehmen. Die Küchencrew ist wohl auch erst gerade zur Arbeit erschienen, aber immer pole pole, ich bin ja in Urlaub. Ich schnapp mir schnell noch ein Müsli und dann setze ich mich raus und beobachte bzw. lausche den Klängen der Natur. Langsam fängt es auch an zu dämmern. Nachdem die Anderen auch ausgiebig gefrühstückt haben machen wir uns startklar und im Camp gibt es schon die ersten Motive.
Und diesen mit Störchen besetzten Baum im schönsten Morgenlicht. Merkt ihn euch, denn er wird heute Abend noch eine Rolle spielen.
Es geht weiter Richtung Marsh und ich übe mich erst mal in Sonnenaufgang fotografieren.
Langsam wurde es heller und wir sahen die erste Tüpfelhyäne die ihren Durst am Wasserlauf stillt. Vermutlich hatte sie in der Nacht Beute gemacht, man kann noch die roten Spuren im Fell erkennen.
Nicht weit davon weg trafen wir wieder auf unser Pärchen von gestern. Er schaut immer noch betröppelt rein
Und sie liegt faul und gähnend (mal wieder) in der Gegend rum
Aber anscheinend hat sie es selbst gemerkt, dass es an der Zeit ist zum Aufstehen.
Weiter ging die Fahrt. In einem bzw. auf einem Baum entdeckten wir einen Graubürzel-Singhabicht, der aber sofort das Weite suchte.
Überall waren wieder die Gnus zu finden. Man konnte hinschauen wo man wollte, überall Gnus, Gnus und nochmal Gnus. Wie an einer Perlenschnur aufgereiht wandern sie durch die Savanne.
Zwischendurch gesellten sich auch wieder die Zebras hinzu.
Mal alleine
Mal zu zweit
Mal im Gebüsch
Und als Highlight kurz vor dem Lunch entdecken wir noch einen Raubadler, dem unsere Nähe gar nichts ausmachte und schön für ein paar Fotos sitzen blieb.
Dann suchten wir uns ein schönes Bäumchen und machten es uns gemütlich zum Lunch.
Rings um uns herum grasten auch die Gnus und Zebras. Was für eine Idylle. Da wünscht man sich niemals mehr von diesem Fleckchen Erde weg zu müssen. Ich hatte ja zu anfangs geschrieben, dass ich gerne eine Gnugeburt fotografieren wollte und deshalb den Februar für die Safari ausgewählt hatte. Alle Gnus bringen ihre Kälber gemeinsam innerhalb eines Zeitraums von 2-3 Wochen zur Welt. Dann sind auf einen Schlag ca. 500000 Gnukälber da und bieten die Nahrungsgrundlage für viele der Räuber in der Serengeti. Die zeitgleiche Geburt hat den Hintergrund, dass dadurch ein Überangebot an Nahrung entsteht den die Räuber gar nicht benötigen. So schafft es ein Großteil der Kälber die ersten Wochen zu überleben und mit auf ihre erste große Wanderung Richtung Norden zu gehen. Gnukälber müssen auch innerhalb der ersten 10 Minuten ihres neuen Lebens laufen können, um ihrer Herde zu folgen, da sie nicht, wie z.B. Thomson Gazellen, im hohen Gras versteckt werden können, weil ihre Herde ja ständig in Bewegung ist. Auch bei den Zebras ist es so, dass die Fohlen sofort laufen müssen um ihrer Herde zu folgen, jedoch bringen Zebras ihre Jungen über mehrere Monate verteilt auf die Welt. Die jungen Gnus folgen ihrer Mutter auf Schritt und Tritt, denn in den ersten Monaten sind sie auf die nahrhafte Muttermilch angewiesen. Gnus adoptieren auch keine fremden Kälber, d.h. geht ein Kalb verloren ist unweigerlich dem Tod ausgesetzt, entweder durch verhungern oder durch einen der vielen Räuber.
Naja bis jetzt gab es noch keine zu sehen, bzw haben wir keine entdeckt, aber viele Kälber liefen durch die Gegend und folgten blökend ihrer Mutter.
Dieses kleine Gnu scheint nicht sehr alt zu sein, die Nabelschnur hängt noch dran.
Und Elefanten gab es auch in der Region.
Und mal von vorne
Und von hinten
Wir machten uns dann irgendwann wieder auf den Weg Richtung dem Sumpf, welcher ja in der Nähe unseres Camps lag. Dort war inzwischen alles voll mit Gnus und Zebras
Es war interessant zu beobachten, dass die Herden in der Nacht immer aus dem Tal raus zogen und tagsüber wieder zurückkamen. Ob sie sich in der offenen Gras Savanne sicher fühlen? Ich bin gespannt ob das Verhalten nächstes Jahr ähnlich ist
Wo es Beute gibt lauern auch die Jäger. Im hohen Gras des Sumpfes hat sich eine Löwin versteckt. Es ist spannend dieser Szene zuzuschauen. Die Jägerin schleicht sich immer weiter an die Gnus.
Dann verharrt sie und wartet ab. Auf einmal wird sie entdeckt und alle Gnus fliehen.
Aber die Jägerin bleibt im hohen Gras liegen und wartet weiter. Nach einer Weile hat sich die Herde wieder beruhigt und alle wandern wieder Richtung der Löwin. Oder sind Gnus wirklich so doof wie sie aussehen und vergessen alles sofort wieder? Die Spannung steigt wieder. Die Löwin liegt angespannt im Gras.
Keine Bewegung. Der Wind steht gut und sie kann nicht gewittert werden. Die Gnus kommen immer näher und sind sich ihrer Gefahr nicht bewusst. Die Löwin hat ihr Ziel fest im Visier. Die Anspannung steigt. Und auf einmal sprintet sie los…
Die Gnus rennen in alle Richtungen davon.
Es scheint Chaos zu herrschen, aber die Löwin verfolgt stur ihr Ziel.
Wird sie ihre Beute erwischen?
Was glaubt ihr? Wem drückt ihr die Daumen? Dem Gnu, dass es überlebt oder der Löwin, weil sie somit Nahrung zum Überleben hat und vielleicht auch ihre süßen, kleinen Löwenbabies groß und stark werden können? Sicherlich keine leichte Frage. Ich muss für mich jedoch gestehen, dass ich meistens mit den Katzen mitfiebere und mich freue wenn sie bei der Jagd erfolgreich sind.
Auflösung folgt im nächsten Teil!!!
Teil 506. Okt. 2014
Tag 4 Ngorongoro Conservation Area (Ndutu Region) FORTSETZUNG
Nun geht es weiter mit der Jagd, aber nur noch ganz kurz (zumindest mit dieser).
Das kleine Gnukalb, haben wir wohl aus den Augen verloren, die Löwin anscheinend aber nicht. Das Kalb kam aus einer Senke heraus und da war es um das junge Leben geschehen. Die Löwin sprang mit einem Satz auf das Kalb und erstickte es durch einen Kehlbiss. 🤩
Viele mögen jetzt vielleicht denken „wie grausam, das arme Kalb“, aber so ist die Natur und der Kreislauf des Lebens. Fressen und gefressen werden. Normalerweise jagen die Räuber nur die kranken und schwachen Tiere, so dass es hier zu einer natürlichen Auslese kommt und sich später nur die Tiere mit den gesunden, starken Genen fortpflanzen werden. In der Regel jagen die Tiere auch nur so viel Beute, wie sie auch benötigen, aber hier sollten wir uns dieses Mal irren. Das gerissene Kalb lässt die Löwin auf jeden Fall liegen und verzieht sich wieder in das hohe Gras. Dazu aber später mehr. In der Zwischenzeit hat sich die Herde wieder beruhigt und zieht ihren Weg weiter. Ein Teil der Gnus zieht hinter uns den Hang hinauf. Anscheinend geht es den Gnus wie uns. Wir haben die Löwen die oben an der Kante liegen gar nicht entdeckt. Viel zu sehr waren wir mit der Jagd der Löwin beschäftigt.
Die Gnus ziehen immer weiter Richtung der Löwen. Folgt nun gleich das nächste Drama?
Nein, im letzten Augenblick wittern die Gnus die Löwen und machen auf der Stelle kehrt um den Hang wieder runter zu rennen. Noch einmal Glück gehabt. Wobei wir natürlich in bester Foto-Position gewesen wären. Im Moment ist es, bis auf das Blöken der Gnus, recht ruhig. Alle Grasfresser sind informiert, dass die Löwen hier auf Lauer liegen und so ist erst einmal keine weitere Action zu erwarten. Wir drehen eine kleine Runde und entdecken nicht unweit von dem Geschehen einen Gepard.
Für ein schöneres Foto ist er leider zu weit weg und er entscheidet sich auch nicht heraus zu kommen, sondern legt sich hin. Das war wohl auch die bessere Entscheidung, denn draußen lauern immer noch Löwen. Auch unser Pärchen des letzten Tages streift immer noch umher.
Für den Gepard bedeutet dies höchste Gefahr, denn sollten die Löwen ihn entdecken, würden sie ihn auf der Stelle töten. Löwen, aber auch Leoparden oder Hyänen töten alle Nahrungskonkurrenten wenn sich die Möglichkeit bietet. Der Gepard ist leider die schwächste Großkatze und hätte gegen die Löwen keine Chance. Zum Glück müssen wir dies heute aber nicht miterleben. Wir entscheiden uns nochmal zurück zu unserer Löwin zu fahren und siehe da, sie liegt immer noch lauernd im Gras.
Das von ihr gerissene Kalb liegt in einiger Entfernung immer noch im Gras. Es ist wirklich interessant den Gnus zuzuschauen. Obwohl sie eigentlich wissen müsste, dass die Löwin im Gras liegt, ziehen sie schnurgerade auf sie zu. Die Löwin wird wieder entdeckt und die Gnus laufen davon.
Das Spiel geht eine ganze Weile so, bis es der Löwin anscheinend zu dumm wird und sie anfängt zu sprinten. Die Herde spritzt auseinander.
Ich habe kurze Zeit die Orientierung durch den Sucher der Kamera verloren 😗 und bin erst wieder im geschehen, als das nächste Kalb der Löwin zum Opfer fiel.
Auch dieses Kalb hatte keine Chance. Und wieder ließ die Löwin es einfach liegen und verzog sich wieder ins hohe Gras. Es war schon erstaunlich dies zu beobachten. Wir konnten später sogar noch ein drittes Kalb entdecken, das sie wohl vorher schon gerissen hatte. Die Löwen hat sich anscheinend in einen richtigen Blutrausch rein gesteigert und die flüchtenden Gnus haben ihre Instinkte aktiviert zu jagen. Wir fuhren dann noch einmal hoch auf den Hügel, wo wir vorhin die lauernden Löwen sahen. Dort gähnte uns mal wieder eine Löwin zur Begrüßung zu.
Inzwischen zogen die Gnus auch hoch in das Wäldchen und dies ließ die Löwin Aufmerksam werden.
Erst fixierte sie die ziehende Herde, von der sie bisher nicht bemerkt wurde. Dieses Mal standen wir in der ersten Reihe. Kein Auto war außer uns hier. Dann duckt sie sich und schleicht sich noch ein wenig an.
Und dann ging der Sprint los. Die Gnus fingen an zu rennen und die Löwin hinterher. Es war nur ein sehr kurzer Sprint und schon hatte sie ihre Beute erlegt. Wieder war es ein Kalb.
Die Löwin legte das Gnu im hohen Gras ab, fing aber ebenfalls nicht an zu fressen. Vermutlich herrscht im Moment einfach ein Überangebot an Nahrung.
Nachdem wir die Löwin noch ein wenig beobachtet hatten ging es wieder zurück Richtung Camp. Auf dem Weg gab es neben Gnus noch diesen Gleitaar (black shoulderd kite) zu sehen.
Und diese süßen Löffelhunde entdeckten wir vor ihrem Bau in der Abendsonne.
Und kurz vor dem Camp gab es noch ein wenig Federvieh. Abdim-/Weißstörche
Waffenkiebitz
Und einen Scharzstorch Abdimstorch (Danke Marina für die Korrektur) im Spiegel
Kurz vor dem Camp (vielleicht 50m) kamen wir wieder an dem Storchenbaum vorbei. Ihr erinnert euch??? Wir hielten an dem Baum,ich machte noch dieses Bild und verpackte danach die Kamera, während wir besprachen, wann wir am nächsten Morgen los wollen.
Auf einmal springt etwas genau neben unser Auto. Erst wusste niemand so richtig was los war. Ich saß gerade auf der falschen Seite. Und dann sahen wir das Drama! Da hatte sich ein Leopard einen Storch geholt und ist mit einem Satz fast in unser Auto gesprungen. Schnell musste ich wieder alles auspacken, aber da war der Leo schon wieder im Gras verschwunden. Wir haben also nochmal schnell gewendet und versucht den Leo unterhalb des Baumes abzufangen. Und tatsächlich, da saß er und kämpfte mit dem Storch, bzw. mit den Federn.
Ich hätte mich kugeln können vor Lachen. 🤩 😄 😄 Immer wieder versuchte der Leopard den Storch zu rupfen, wobei die Federn wie ein Nikolausbart an ihm klebten. Dann versuchte er die Federn wieder los zubekommen.
Immer wieder diese Grimassen und dieser doofe Blick.
Wir blieben noch ein bisschen bei der Katze und genossen einfach diesen Moment. Inzwischen waren auch zwei weitere Autos bei uns, aber aufgrund der voran geschrittenen Zeit mussten ja alle zurück in ihr Camp. Wir waren ja aber quasi schon in unserem Camp und haben es bis zum Schluss ausgereizt.
Da saß er, etwas ratlos. Genau oben drüber wäre unser Camp
Ich hoffe das waren nicht zu viele Leo Bilder 😗
Dann ging es irgendwann dann doch ins Camp und wir freuten uns über den wirklich erfolgreichen Tag und die tollen Sichtungen. Was sollte da noch kommen?? Alles was jetzt kommt war einfach nur Zugabe und das bereits am 4. Tag. Seit gespannt was noch kommt, es wird auf jeden Fall nicht langweilig.
Lala salama!
Thorsten
Teil 608. Okt. 2014
Da ich heute noch keinen neuen Teil des RB fertig habe, will ich wenigstens noch ein paar Fotos zeigen. In der Hoffnung, dass sie euch genauso gut gefallen wie die Letzten! Und da der RB ja heißt "Auf den Spuren der Gnus" fange ich damit auch an
LG
Thorsten
Teil 711. Okt. 2014
Tag 5 Ngorongoro Conservation Area (Ndutu Region)
Heute, am 5 Tag sind wir immer noch im Wildlands Ndutu Mobile Camp. Vielleicht ist es von euch von Interesse wie ich die Reise geplant habe. Da ich gerne die Tiere auch länger beobachte und nicht nur für das Foto kurz anhalte, plane ich gerne längere Aufenthalte an einem Ort. Ich empfinde die Safaris die manche Veranstalter anbieten als sehr stressig. Man verbringt oft nur 1-2 Nächte an einem Ort und man ist mehr mit fahren, ein- und auschecken beschäftigt, als mit Tierbeobachtung. Sicherlich kann man auf diese Art und Weise zu reisen viele verschiedene Eindrücke sammeln, aber meine Art ist es nicht. Aus diesem Grund haben wir für die NCA und die Serengeti jeweils 4 Nächte eingeplant. In Tarangire hätten wir gerne noch länger bleiben können. Lake Manyara war jedoch mit 1 Tag wirklich ausreichend. Im Nachhinein würde ich die Tour genau anders herum fahren, da dann die Attraktivität der Parks m.M. nach ansteigt. Lake Manyara so als Einstieg und zum Üben mit der Kamera. Dann die Serengeti die landschaftlich sehr schön ist, wo man jedoch nicht Offroad fahren darf. Im Anschluss dann die NCA mit Fokus Ndutu, da man dort sehr nah an die Tiere dran kommt, da Offroad fahren erlaubt ist. Was ich auch gut in der NCA fand, dass maximal 5 Autos bei einer Tierbeobachtung zusammenstehen dürfen. Bei uns hat das auch gut funktioniert und die Fahrer sind dann auch weiter gefahren, bzw haben sich ein Stück entfernt um den nächsten Wagen vor zu lassen. In der Serengeti war es dagegen sehr chaotisch teilweise. Wenn Löwen oder Leoaprden gesichtet wurden, waren schnell Zig Autos zusammen und jeder kämpfte um den besten Platz. Mir hat das nicht so zugesagt. Vor allem in der Gegend um Seronera ist mir dies extrem aufgefallen. Als schönen Abschluss würde ich dann noch in den Tarangire NP gehen, da dieser landschaftlich einfach ein Highlight ist. Natürlich würde ich dies nur in der entsprechenden Reisezeit so planen, d.h. hier Januar-März, da sonst die Herden mehr in der Serengeti anzutreffen sind.
Nun aber weiter mit der Safari. Heute bin ich etwas früher aufgestanden, da ich heute mal ein paar Bilder vom Camp im Sonnaufgang machen wollte. Also raus, kurz nen Kaffee und ein kleines Frühstück. Wie immer bin ich der Erste. Danach wurde das Stativ aufgebaut, die Filter eingesetzt und ein paar Bilder geschossen.
Hier unsere beiden Zelte.
Nachdem wir vollständig waren, ging es dann los. Erst wollten wir mal schauen ob der Leo von gestern noch da war, aber außer Federn war nix mehr zu sehen. Dafür sahen wir diesen Raubadler im perfekten Morgenlicht.
Aber wie es meistens ist, ist die Fluchtdistanz schnell unterschritten und mir gelingt gerade noch dieses Flugbild. Leider fliegt mir der Vogel aus dem Bild, was für die Bildwirkung nicht unbedingt optimal ist. Besser wäre hier gewesen, wenn rechts noch etwas mehr Platz wäre. Was soll´s, ich kann es nicht mehr ändern und mir gefällt das Bild eigentlich sehr gut
Nicht weit weg trafen wir auch noch diese beiden Weißstörche bei ihrem Morgenspaziergang
Wir fuhren dann noch die am Rand des Grabens entlang in der Hoffnung den Leo noch einmal zu Gesicht zu bekommen aber leider haben wir ihn nicht gefunden.
Oben auf der Böschung lag noch unser Löwen-Pärchen. Sie genossen noch die Morgensonne mit Ausblick ins Tal. Löwen halt….immer am Pennen.
Gnus gab es natürlich auch zu sehen.
Da wir ja die letzten Tage schon so verwöhnt waren was Katzen angeht, gingen wir es heute wirklich entspannt an. Wir machten uns heute mal auf in die Richtung des Ndutu Airstrip. Unterwegs versuchte ich mich mal an Mitziehern bei den rennenden Gnus. Ok, das ist definitiv etwas, was ich noch üben muss
Und im Gras haben wir dann noch diese Riesentrappe entdeckt. Die Riesentrappe ist der größte flugfähige Vogel. Sie wird bis zu 130cm groß und kann bis zu 20kg wiegen. Interessant ist es das Balzverhalten der Trappen zu beobachten. Das Männchen bläst dabei seinen Kehlsack auf um die Damenwelt zu beeindrucken.
Weiter gings und wir entdeckten ein paar Geier am Himmel kreisen. Als wir näher kamen entdeckten wir einen Kadaver um den sich zu ziemlich alle Geierarten versammelten. Zumindest Sperber, Weißrücken und Ohrengeier. Hier ein Ohrengeier. Dieser Geier hat übrigens eine ganz besondere Aufgabe, denn er öffnet verendete Tiere mit seinem scharfen, starken Schnabel. Anderen Geierarten ist dies wohl nicht möglich und sie müssen entweder auf bereits aufgebrochene Kadaver zurückgreifen oder eben auf den Ohrengeier warten.
Es kamen immer mehr und ich nutzte die Gelegenheit um Flugaufnahmen zu machen. Hier kam die Canon 7D mit ihrem tollen Autofokus in Verbindung mit dem 70-200/2.8 II Objektiv voll zum Einsatz. Wichtig bei den Flugaufnahmen ist es, zum einen die Verschlusszeit gering zu halten um nicht z u viel Unschärfe rein zu bekommen (es sei denn es ist gewollt. Zum anderen tue ich meistens 2/3 bis 1 Blende überbelichten, zumindest wenn man gegen den Himmel fotografiert. Hierzu muss man wissen, wie die Belichtungsmessung der Kamera funktioniert. Diese bildet je nach Messart einen Mittelwert über das ganze Bild und berechnet daraus die optimale, ausgewogene Belichtung. D.h. in dem Fall ist sehr viel heller Himmel auf dem Foto, der dunkle Geier aber nimmt nur sehr wenig Platz auf dem Foto an. Also wäre das Ergebnis bei normaler Einstellung, ein nahezu schwarzer Geier. Natürlich kann man das Ganze auch im manuellen Modus durchführen, ich bevorzuge jedoch meistens die Blendenpriorität (Av). So, nun genug Theorie, hier die Flugbilder.
Dann kam auf einmal noch ein Raubadler angeflogen und wollte an dem Lunch teilhaben.
Hier übrigens da Original, das ich beim Kalenderblatt benutzt hatte
Und noch ein Sekretär im Flug. Leider in die falsche Richtung
Nach einigen hundert Bildern von fliegenden Vögeln ging es weiter und wir entdeckten die Löffelhunde. Ich finde die irgendwie lustig.
Wir überlegten ob wir nun zurück zum Camp fahren um dort unser Lunch zu uns zu nehmen und fuhren dann langsam wieder zurück. Unterwegs trafen wir ein anderes Fahrzeug und erfuhren, dass irgendwo eine Gepardin sein muss. Bei mir schoss das Adrenalin natürlich sofort hoch. Sind es doch meine Lieblingstiere. Und vorbei war es mit dem Lunch. Wir machten uns auf die Suche, nochmal am Airstrip vorbei und dann gings Querfeldein. Wie Davis sich hier orientieren konnte war mir eh immer ein Rätsel. Naja ich musste ja auch nicht so aufpassen und suchte deshalb die Geparde. Auf einmal sehen wir ein weiteres Auto stehen und dort waren sie tatsächlich….meine Lieblinge.
Erst einer
Dann kam der zweite Kopf hoch
Da haben wir doch tatsächlich eine Gepardin mit ihren zwei Jungen entdeckt.
Erst kommt noch etwas Bewegung in die Gruppe. Die Katzen scheinen hungrig zu sein, denn die Mutter sucht die ganze Zeit die Gegend ab.
Dann tauchen ein paar Zebras auf und die Gepardin startet einen Angriff, der aber etwas zu optimistisch war. Zumal Zebras für eine Gepardin allein etwas zu groß als Beute sind.
Ohne Beute geht es dann zurück zu den Jungen, die mit der Mama anscheinend schimpfen..
Dann geht es gemeinsam an ein schattiges Plätzchen und es wird Mittagsruhe gemacht.
Inzwischen waren wir das einzige Auto und wir entschlossen uns auch uns ein Platz im Schatten zu suchen und unsere letzten Reste zu verzehren. Da wir ziemlich sicher waren, dass die Gepardin noch einmal jagen wird, wollten wir so lange hier bleiben um evtl. eine erfolgreiche Jagd zu sehen.
Im Moment war aber weit und breit kein Beutetier zu sehen.
Also erst mal ein Nickerchen machen.
Teil 813. Okt. 2014
Tag 5 Ngorongoro Conservation Area (Ndutu Region) FORTSETZUNG
Während unseres kleinen Nickerchens beobachtet uns ein Kappengeier aus dem Baum heraus. Ob er wohl wartet, dass wir den Geparden zum Opfer fallen?
Aber darüber habe ich jetzt gar keine Zeit zum Nachdenken, denn unsere Gepardenmama wird wieder munter und streckt sich erst einmal.
In einiger Entfernung hat sich inzwischen eine Gnuherde eingefunden. Die Herde hat sich zum Schutz vor der Sonne unter einem Baum versammelt.
Nichtsahnend von der Gefahr die gerade droht. Die Gepardin hat wohl ein Opfer ausgemacht und schleicht sich langsam an. Immer darauf bedacht nicht gewittert oder gesehen zu werden.
Noch ahnen die Gnus nichts. Doch auf einmal geht es blitzschnell. Die Gepardin hat anscheinend ihr Ziel ausgemacht. In einer großen Staubwolke spritzen die Gnus auseinander. Die Gepardin hinterher. Teilweise ist sie im Staub nicht zu sehen.
Und dann sehen wir die potentielle Beute, ein Gnukalb rennt um sein Leben.
Und da kommen sie wieder auf die Gefühle. Wem drückt man die Daumen. Das Gnu rennt und rennt
Die Gepardin hat wohl, wie wir, die Übersicht in der Staubwolke verloren und ist ins leer gerannt. Sie bricht die Jagd erfolglos ab.
Sie hält noch einmal Ausschau nach der Beute, aber die Gnus sind gewarnt und schlagen eine andere Route ein.
Die Kleinen warten unter einem Busch auf ihre Mutter und rufen bereits nach ihr.
Und Mama wird begrüßt. Es hat den Anschein, als ob der Kleine ihr etwas ins Ohr flüstert, wie z.B. „Mama, das nächste Mal helfe ich dir! Lass uns da hinten mal gucken gehen“
Und beide entfernen sich von uns. Die Mutter verlieren wir vollständig aus den Augen. Und nun passiert wie ich finde etwas sehr interessantes. Das Jungtier entfernt sich von uns. In einiger Entfernung können wir eine einzelne Thomson Gazelle ausmachen. Keine weitere Gazelle weit und breit. Die Gazelle scheint etwas zu suchen und wir vermuten später, dass die Geparden am Morgen ihr Kitz gerissen haben und sie es nun sucht. Leider ist sie für Fotos zu weit entfernt, aber das wird sich ändern. Der kleine Gepard marschiert relativ ungedeckt auf die Thomson zu, so dass diese die Gefahr erkennt und den kleinen Geparden nicht mehr aus den Augen lässt. Ihr großer Fehler!! Von hinten hat sich nämlich die Mutter bis auf wenige Meter angeschlichen, was wir in diesem Moment aber auch noch nicht realisierten. Doch auf einmal schießt sie los und die Gazelle sprintet um ihr Leben.
Sie schlägt Haken um die Gepardin ins Leere laufen zu lassen. Doch die Gepardin nimmt jeden Richtungswechsel mit Bravur. Mit Hilfe ihres langen Schwanzes gleicht die Gepardin die Fliehkräfte aus, um nicht aus dem Gleichgewicht zu geraten.
Immer näher rückt sie der Gazelle auf den Pelz um zu versuchen mit ihrem Fanghaken der Gazelle die Hinterläufe wegzuziehen, so dass diese zu Fall kommt.
Nun nähern sich die beiden dem kleinen Geparden, der sofort seine Mutter unterstützen will, aber dem Kleinen fehlt es noch an Kraft, so kann er die Geschwindigkeiten nicht lange mitgehen.
Noch ein Haken. Wenn die Gazelle noch einige hundert Meter aushält, hat sie es geschafft, da die Geparden ja keine Langstreckenläufer sind und eine Jagd schon nach kurzem Sprint abbrechen.
Jetzt ist sie ganz dicht dran und es erfolgt der Schlag an die Hinterläufe. Die Gazelle stürzt und die Gepardin schafft es die Gazelle sofort am Hals zu packen um den tödlichen Kehlbiss anzusetzen.
Die Gazelle hatte keine Chance mehr. Die Mutter schleift die Beute noch unter einen Baum um nicht sofort von Geiern entdeckt zu werden, die dann unwiderruflich auch andere Jäger, wie z.B. Hyänen anlocken würden. Die Mutter muss sich nach dem anstrengenden Sprint erst einmal erholen und die Kleinen fangen an, sich über die Beute zu machen. Geparden haben ein relativ schwaches Gebiss, deshalb öffnen sie ihre Beute immer an der Unterseite, da dort die weichste Stelle ist.
Zuerst fressen die Geparde die Innereien und danach das Muskelfleisch. Sie trinken auch das Blut um so ihren Durst zu löschen. Geparden sind übrigens sehr erfolgreiche Jäger, ca. jede zweite Jagd geht positiv für die Geparde aus, wohingegen Löwen nur jede zehnte Jagd erfolgreich beenden.
Hier nun noch ein paar Eindrücke von den Geparden.
Nach der langen und schönen Zeit mit der Gepardenfamilie verabschiedeten wir uns, um uns langsam auf den Rückweg zu machen. Man weiß ja nie was noch kommt und bei den Geparden war nach dem Fressen keine Aktivität mehr zu erwarten.
Wir sahen im Baum einen Häherkuckuck, der aber nicht sonderlich motiviert war sich als Motiv zu präsentieren.
Unterwegs sahen wir auch noch ein paar Grantgazellen
Und Giraffen
Danach brachten wir erst einmal meine Mitreisenden zurück ins Camp und ich machte mich mit David nochmal auf zu dem Sumpf. Und als wäre es heute nicht schon genug, entdeckten wir noch die Löwenfamilie die wohl kurz zuvor ein Gnu erlegt hat und gerade die Reste beseitigte.
Ein paar Zebras und Gnus gab es natürlich auch zu sehen. So langsam wurde das Licht auch wieder besser.
Wir fuhren dann noch ein Stück den Flusslauf entlang und entdeckten im hohen Gras weitere Familienmitglieder des Löwenrudels. Hier positionierten wir uns wieder günstig zur Sonne, in der Hoffnung noch die ein oder andere schöne Szene zu beobachten. Aber ich muss sagen, jetzt war das ganze geschehen Nebensache. David und ich erzählten über Gott und die Welt, seine Tätigkeit als Guide und wie es so ist, wenn er mit BBC unterwegs ist. Er war z.B. als Guide bei den Big Cat Diaries dabei. Die Geschichten waren spannender als die Löwen draußen vor unserem Wagen. Nebenbei teilten wir uns unsere Cola und Sprites sowie unsere Kekse. Ich weiß, einige von euch würde mich vermutlich jetzt am liebsten steinigen, aber ich finde diese Geschichten mindestens ebenso spannend. Sowieso hatten wir zu David von Anfang an ein sehr freundschaftliches Verhältnis und wir erzählten uns viel über alle möglichen Themen. Es gehört für mich auch irgendwo mit dazu eine Verbindung zu dem Guide aufzubauen. Irgendjemand hat mich gefragt ob das nicht zu viel ist 2 Wochen mit jemand fremden zu reisen. Ich kann mich nur wiederholen, es war keine Minute zu viel, im Gegenteil wir hätten es mindestens noch 1 Woche ausgehalten. Ich hatte auch das Gefühl, dass sich David auch integriert fühlte, so äußerte er auch seine Meinung, wenn ich eine Idee hatte die er nicht so sinnvoll fand, bzw. er brachte sich bei uns mit ein. Wir haben heute immer noch Kontakt und zu gerne hätte ich ihn wieder als Guide für 2015 gehabt, aber die Regierungen haben uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wer aber einen Guide für Kenia benötigt, dem kann ich David nur ans Herz legen (gerne vermittle ich auch den Kontakt per PN).
Zum Abschluss noch ein paar Bilder von den Löwen.
Danach ging es wieder langsam zurück zum Camp. Wir fuhren noch einmal die Seite ab, an der wir gestern den Leoparden gesehen hatten und tatsächlich, wir sahen vorne ein paar Autos stehen und oben im Baum der Leopard. Er streckte alle Viere von sich und war nicht gewillt sich von vorne zu zeigen.
Schade, so ein Bild fehlt mir noch in der Sammlung. Aber ich brauche ja auch noch Aufgaben für die nächsten Safaris. Nun ging es aber endgültig zurück zum Camp und wie wir gestern ja gelernt haben, wird erst zusammen gepackt, wenn wir angekommen sind und auch tatsächlich aussteigen. Und es hat sich zumindest zur Dokumentation gelohnt, denn in einer Baumkrone direkt im Camp sitzen ein paar Pygmäen-Falken. Es ist die kleinste Falkenart in Afrika. Leider war keine bessere Aufnahmeposition möglich, denn die Falken sind dann auch schnell weiter geflogen.
Was soll ich sagen, es war wieder ein erfolgreicher Safaritag mit tollen Erlebnissen, schönen Gesprächen und vielen Eindrücken. Morgen geht es wieder weiter in der Ngorongoro Conservation Area. Ich hoffe ihr steht alle rechtzeitig auf um mit dabei zu sein.
Teil 915. Okt. 2014
Ein bisschen Nachschlag von Tag 5
Die Mama nach dem Lunch
Manchmal können 500mm Brennweite ganz schön lang sein 🤩
Mal wieder mit Futter
Die Gnus ziehen am Abend zurück in die freien Ebenen
Teil 1015. Okt. 2014
Und noch ein paar Löffelhunde
Teil 1123. Okt. 2014
Tag 6 Ngorongoro Conservation Area (Ndutu Region)
In der Nacht war anscheinend einiges los, aber ich habe wie immer, wie ein Stein geschlafen und nix mitbekommen. Es waren wohl Löwen unterwegs die sich mit ihrem Gebrüll lautstark bemerkbar gemacht hatten. Wir starten wieder früh in den Tag und werden mit einem tollen Sonnenaufgang belohnt.
Nach einem kurzen Frühstück geht es dann auch schon los. Morgens ist es noch ein wenig frisch. Vor allem wenn man wie ich, meistens steht und während der Fahrt aus dem Dach heraus schaut. Zum Glück ist die wärmende Fleecejacke mit dabei. Schon nach kurzer Fahrzeit entdecken wir einen Gaukler in einem Baum, der lautstark schreit.
Nicht weit weg davon sehen wir Geier landen. Wir fahren mal näher hin und entdecken noch eine Hyäne die mit den Geiern um die Reste eines Gnus kämpft. War es vielleicht die Beute die die Löwen heute Nacht gemacht hatten? Auf jeden Fall heißt es jetzt Augen auf und schauen ob wir Löwen finden. Vermutlich liegen sie ja irgendwo faul unter einem Baum….wie Löwen so halt sind.
Wir fahren erst noch kurz unten am Sumpf entlang, jedoch nichts zu sehen, dann entscheiden wir uns grob Richtung Serengeti zu fahren. Und tatsächlich sehen wir schon bald eine Löwin im Morgenlicht sitzen. Perfektes Licht, ich liebe diese Morgenstimmungen in Afrika.
Nicht weit weg sehen wir auch den Rest des Rudels. Viele Halbstarke sind dabei und sie sehen alle vollgefressen aus. War dies das Rudel, das heute Nacht in der Nähe vom Camp gejagt hat? Vermutlich ja. Die Löwen sehen aber alle nervös aus.
Sie schauen sich immer wieder um und eine richtige Ruhe ist nicht im Rudel. Alle stehen auf und laufen weiter. David vermutet, dass die Löwen aus der Serengeti heute Nacht eingewandert sind um in einem fremden Gebiet zu wildern, da in der Serengeti gerade nicht so viele Beutetiere sind. Deshalb sind sie auch so nervös, aus Angst entdeckt zu werden. Das Rudel wandert auf direktem Weg wieder zurück in die Serengeti.
Ein paar Zebras die auf ihrem Weg liegen werden zwar begutachtet, aber ein richtig Angriff ist nicht geplant. Die Löwen denken sich sicher, wenn mir vielleicht ein Zebra in das Maul rennt, dann kann ich das auch noch mitnehmen. Aber es passiert nichts, außer gegenseitiges beobachten.
Leider können wir dem Rudel nicht weiter folgen, als bis zur offiziellen Grenze der Serengeti. Unser Permit ist leider nur für die NCA gültig und die Ranger patrouillieren ständig an der Grenze. Aber es ist auch nicht weiter schlimm, große Action ist nicht zu erwarten, die Löwen werden sich irgendwann faul auf ihre Haut legen, sobald sie sich in Sicherheit fühlen.
Wir fahren dann noch ein wenig an der Grenze entlang und entdecken ein Hyänenrudel. Diese hier verrichtet gerade ihr Morgengeschäft und schaut dabei aus wie Balu der Bär, oder?
Die anderen schleichen durch die Gegend und beobachten Zebras in der Hoffnung einen Angriff starten zu können, sobald die Zebras einmal unaufmerksam sind. Aber auch hier passiert nichts. Die Zebras haben die Angreifer längst bemerkt.
Wir fahren noch ein bisschen querfeldein und sehen viele Störche und diesen Graureiher.
Und kurz darauf mal wieder Löffelhunde wie sie sich in der Morgensonne aufwärmen. Man kann sich an den Kleinen einfach nicht satt sehen.
Als wir so durch die Savanne fahren scheuchen wir auf einmal einen Vogel auf, der sich nicht weit weg wieder im Gras versteckt. Da wir das Versteck ja jetzt kennen, nähern wir uns langsam und wir entdecken zu meiner Freude eine Kap-Ohr-Eule. Die Kap-Ohr-Eule ist eine eher kleine Eulenart (30-35cm) und lebt in offenem Gelände. Tagsüber ruht sie auf dem Boden, nachts jagt sie Kleinsäuger und Vögel.
Ich habe dann zwar auch versucht Flugaufnahmen zu machen, aber leider ist die Eule immer in die falsche Richtung weggeflogen, d.h. ich habe sie immer nur von hinten drauf. Daher zeige ich die Fotos besser nicht.
Weiter ging es mit der Fahrt und unter einem Baum entdecken wir wieder etwas geflecktes….juhu Geparden.
Aber auch die schauen müde und vollgefressen aus, d.h. auch hier war das Motto „No Action today“. Ok, man darf ja auch nicht undankbar sein, haben wir die letzten Tage doch so viel Action erlebt und auch heute haben wir schon wieder sehr viel gesehen und es ist nicht einmal Mittag.
Dafür entdecken wir in einem Baum einen Gaukler, der sich quasi zu einer Flugstudie aufdrängt.
Langsam wird es auch wieder richtig heiß und das Licht eigentlich zu schlecht um vernünftig zu fotografieren. Warum ist das Licht eigentlich so schlecht? Die Sonne steht jetzt fast senkrecht am Himmel und brennt von oben direkt auf die Motive. Die Schatten die entstehen sind sehr hart und verleihen dem Motiv keine richtige Plastizität. Die Augen leuchten z.B. auch nicht, da das Auge durch die Augenhöhle abgeschattet ist. So entstehen nur zwei schwarze Löcher, wo eigentlich Augen sein sollten. Gerade bei Geparden ist das besonders schwierig, da sie sehr tief liegende Augen haben. Um das Licht tagsüber etwas diffuser zu machen, ist es von Vorteil, wenn Wolken am Himmel stehen. Denn die Wolken wirken wie eine riesige Softbox (das ist das meist weiße Ding vor dem Blitz, welches der Fotograf z.B. im Fotostudio benutzt um Portraitaufnahmen zu machen), d.h. das Licht wird in den Wolken gebrochen und ungerichtet in der Gegend verstreut. Dadurch können die Schatten etwas abgemildert werden. Für die Fotos heißt das also, dass man immer möglichst früh bzw. spät seine Motive findet, um dort dann optimales Licht zu haben. Glücklicherweise sind die meisten Tiere in Afrika auch um diese Zeit aktiv. Für das östliche Afrika würde ich sagen, dass die beste Zeit zwischen 6:00 und 9:00 sowie zwischen 16:00-19:00 ist (natürlich kann dies um einige Minuten je nach Region variieren). Da wir aber leider nur 2-3 Wochen Urlaub im Jahr haben (zumindest ich) um die afrikanische Tierwelt zu fotografieren, kann man nicht immer warten bis die Sonne günstig steht, deshalb fotografiere ich auch immer, wenn es etwas zu sehen gibt.
Die Gnus ziehen übrigens wieder von der offenen Grassavanne in die Sumpfebene Richtung Lake Ndutu.
Und hatte ich schon erwähnt, dass ich gerne eine Gnugeburt fotografieren möchte. Zumindest kleine Kälber sehen wir viele und heute musste auch noch keins vor unseren Augen sterben. Immer dicht an der Seite seiner Mutter wandert das Kalb schon ab den ersten Minuten mit seiner Herde mit.
Auch die Zebrafohlen folgen brav ihrer Mutter
Und die kleinen Giraffen beobachten das Treiben und fragen sich sicherlich warum die Gnus da jeden Tag hin und her laufen.
Während die Großen genüsslich an den Akazien knabbern.
Unterwegs gibt es noch ein paar Waffenkiebitze zu sehen.
Und ein Wollkopfgeier beobachtet das Geschehen aus sicherer Perspektive. Über diesen Geier freue ich mich besonders, da er nicht so häufig anzutreffen ist.
Die Gnus ziehen immer noch weiter und die Kälber sind wie kleine Kinder, immer am rumschauen. Neugierig die Welt erkunden. <Bild>
Und irgendwann haben sie keine Lust mehr zu laufen.
Auch wenn die Mama ruft
Na gut, dann rappel ich mich halt hoch
Und trottel hinterher
Huch, jetzt ist Mama aber ganz schön weit weg, da muss ich mich doch beeilen.
Und geschafft, die Familie ist wieder zusammen.
Auf dem Weg ins Camp sehen wir noch einen Raubadler
Dann geht es zum Lunch und etwas Mittagsruhe. Im Camp hören wir von einer Gepardenfamilie die irgendwo in den Ebenen gesichtet wurden und wir nehmen uns für den Nachmittag vor, diese zu finden. Gegen 15:00 geht es dann wieder weiter. Zuerst sichten wir die üblichen Verdächtigen und zwar Gnus und Zebras an einem Wasserloch. Wir halten aber nur kurz.
Dann geht es wieder kreuz und quer durch den Busch. Ich frag mich, wie man sich hier orientieren kann. Es gibt keine großen Erhebungen oder sonstige Orientierungspunkte und David bestätigt mir, dass es öfters vorkommt, dass sich auch Guides hier verfahren. Und prompt hält ein anderer Guide und fragt David nach dem Weg, bzw. wo er denn gerade ist (so hat es mir David zumindest im Nachhinein übersetzt). Auf unserer Suche nach den Geparden, entdecken wir in einem kleinen Wäldchen noch eine Zebraherde mit süßen Fohlen.
Und dann entdecke ich noch einen Gleitaar der nicht sofort weg fliegt und kurz für ein Foto posiert!
Dann geht die Suche aber weiter. Ich stehe immer noch oben und werde kräftig durchgerüttelt. Zu gerne würde ich die Geparden als erstes entdecken. Und da…..ich sehe sie in einiger Entfernung. „Stooopp“ rufe ich und David hält an (wie war das in einem anderen Reisebericht „Wenn ich Stopp sage, dann heißt das auch Stopp!“). Mit dem Fernglas suche ich die Gegend ab in der ich gerade den Geparden gesehen habe. Und da sehe ich ihn….nur war mein Gepard „leider nur“ ein Goldschakal.
Aber immerhin konnte ich diese Art nun auch einmal fotografieren. Leider war der Schakal recht scheu und es sind nicht wirklich gute Fotos entstanden.
Jetzt geht es aber weiter mit der Suche. Ein bisschen traurig bin ich schon, dass ich sie nicht entdeckt habe. Zu gerne hätte ich die Kleinen gesehen. Die Zeit schreitet auch langsam voran und wir haben noch einen weiten Rückweg vor uns, d.h. so lange können wir nicht mehr suchen. Doch plötzlich ruft David „Cheetah“ und bei mir schießt das Adrenalin ins Blut. Wo? Wo? Frage ich! Ich seh nix, aber David steuert schnurgerade auf ein Ziel zu. Ich sehe aber immer noch nichts, außer Gras und Büsche. Und tatsächlich auf einmal liegt sie vor uns im Gras, perfekt getarnt. Wie konnte David sie nur hier entdecken? Wir waren hunderte Meter von ihr entfernt und ich habe sie erst im letzten Moment gesehen, als sie den Kopf hob. Ich bin immer wieder begeistert über die Sehfähigkeit der Guides. Aber bis jetzt bin ich noch nicht hinter das Geheimnis gekommen. Vermutlich ist es einfach nur Übung. Es war zwar nicht die Gepardendame mit den Jungen, aber immerhin noch einen Geparden. Ich finde die Tiere einfach wunderschön.
Da wir wirklich spät dran sind, bleibt nicht viel Zeit um die Gepardin zu beobachten. Leider! Wir wären ganz alleine mit ihr gewesen und das Licht wird langsam perfekt. Dann machen wir uns auf den Rückweg, für einen Stopp bleibt keine Zeit, da die Dämmerung schon angebrochen ist. David rast im Rallye-Style durch die Savanne. Zum Glück ist freie Sicht und der Weg nicht allzu ruppig. Mit Einbruch der Dunkelheit kommen wir im Camp an. Zufrieden gehen wir ins Zelt, machen uns fertig zum Dinner und genießen den letzten Abend im Camp. Im Camp ist inzwischen auch eine Gruppe von Fotografen angekommen, die auf einem Fotoworkshop sind. Natürlich wird gleich gefachsimpelt und Informationen ausgetauscht. Dies muss ich sowieso mal hervorheben! In der NCA haben wir viele Fotografen getroffen und der Kontakt war immer sehr freundlich und jeder war gewillt Informationen preiszugeben. Gerne erinnere ich mich auch an ein australisches Ehepaar die wir fast täglich getroffen hatten. Leider heißt es nun erst einmal Abschied nehmen von diesem schönen Camp. Für mich war es das perfekte Safari-Camp! Mitten im Geschehen, zweckmäßig eingerichtet und nettes, hilfsbereites Personal. Hier komme ich gerne wieder hin (Februar 2015 ist gebucht). Morgen früh gibt es noch einen letzten Game Drive in der NCA, bevor es auf den Weg in die Serengeti geht. Ich hoffe ihr begleitet mich auch dorthin mit!
Teil 1228. Okt. 2014
Tag 7 Ngorongoro Conservation Area (Ndutu Region) – Serengeti
Nach einer zumindest für mich ruhigen Nacht geht es wieder zeitig aus den Federn. Heute dauert das ganze Procedere etwas länger, da wir ja auschecken müssen und das Auto mit allem beladen müssen. Nachdem alle ausgiebig verabschiedet wurden und auch das Trinkgeld verteilt war, ging es zu einem letzten Gamedrive in der Ndutu Region. Im Übrigen zeigt sich auch hier bei den Camp-Angestellten wieder, wie man in den Wald hinein ruft, schallt es zurück. Wir hatten die ganze Zeit eine tolle Atmosphäre, super Stimmung und gute Laune, auch wenn vielleicht nicht alles perfekt war, aber mal ehrlich, fahre ich dafür nach Afrika um deutsche Perfektion zu erleben? Ich nicht. Selbst meine Eltern, die sicherlich eine andere Generation sind, sind sehr offen mit allen Menschen umgegangen und es wurde ihnen viel in Form von Freundlichkeit wieder zurückgegeben. Deswegen kann ich nur an jeden appellieren der auf eine solche Reise geht, offen und ohne Vorurteile auf die Menschen zu zugehen und sie nicht von oben herab zu behandeln. Sicherlich gibt es das ein oder andere schwarze Schaf, aber gibt es die in Europa nicht auch? Man muss auch sicherlich nicht alles hinnehmen, aber der Ton macht die Musik. Bisher war man bei uns immer bemüht, alles zur Zufriedenheit der Kunden umzusetzen, auch wenn man über manche Dinge einfach hinwegsehen bzw. manches mit Humor und afrikanischer Gelassenheit sehen muss. So nun aber alle einsteigen! Es geht los! Wir fahren noch ein letztes Mal Richtung Sumpf und es dauert auch nicht lange, da liegen sie wieder, unser Löwenpärchen vom ersten Tag (quasi unsere Hauslöwen). Noch dösen Sie vor sich hin, anscheinend waren sie in der Nacht wieder erfolgreich bei der Jagd.
Ich muss jetzt sagen, zum Glück dösen sie, denn was wir entdecken als wir näher kommen, ist einfach unglaublich. Da sitzt eine Gepardin ganz verängstigt im Schilf und versucht sich vor den Löwen zu verstecken, die nur wenige Meter von ihr entfernt sind. Entdecken die Löwen die Gepardin, bedeutet das ihr Tod.
Ich zittere mit der Gepardin mit. Ich drücke ihr so die Daumen. Ich würde am liebsten die Löwen verjagen. Immer wieder schaut sich die Gepardin um, dann macht sie den nächsten Schritt.
Die Löwen sind inzwischen auch aufgewacht und spüren wohl, dass etwas nicht stimmt. Immer wieder suchen sie die Gegend ab. Aber anscheinend sind sie noch zu träge. Unser Auto steht zum Glück als Sichtschutz zwischen den Löwen und der Gepardin. Ich weiß, man sollte nicht in die Natur eingreifen, aber in diesem Fall bin ich wirklich froh, dass wir uns hier positioniert haben.
Auf einmal steht das Löwenmännchen aber auf und geht Richtung Sumpf.
Er scheint etwas gewittert zu haben und geht weiter hinein.
Wird er die Gepardin entdecken?
Teil 1329. Okt. 2014
Tag 7 Ngorongoro Conservation Area (Ndutu Region) – Serengeti FORTSETZUNG
Ich kann euch beruhigen! Die Gepardin schleicht unentdeckt davon und der Löwe kommt zurück und geht seiner Lieblingsbeschäftigung nach…schlafen.
Nachdem wir die Gepardin aus den Augen verloren haben, machen wir uns auch wieder auf den Weg. Wer kennt diesen Vogel: Marina 😁 (DANKE!) Es ist ein Kampfläufer
Auf dem weiteren Weg entdecken wir noch dieses Sekretären-Paar in einer Baumkrone
Eine Herde Eland-Antilopen, die größten Antilopen Afrikas, streifen durch die Ebene.
Und natürlich dürfen auch die Gnus nicht fehlen
Und das nachfolgende Bild bzw. die Situation ist mehr oder weniger unser Runing Gag seit unserer zweiten Kenia-Reise gewesen. Zur Erklärung. Damals in der Masai Mara in Kenia waren wir mit Trevor (Kiwara Safari) und Patrick Parmuat (Masai im Aruba Mara Camp von Gerdi Simon) unterwegs und Patrick fragte jeden Morgen meinen Vater „Baba, what do you want to see today?“. Nachdem wir innerhalb kürzester Zeit die Big 5 gesehen hatten, war dann der Wunsch ein einzelnes Gnu zu sehen. Während der Migration ist das natürlich fast nicht möglich, aber die beiden sind damals so lange umher gefahren bis Patrick stolz verkündete „Baba, one Gnu!“. Seitdem ist dies eben unser Runing Gag auf Safari. Und witziger weise fanden wir eben dieses eine, einsam dastehende Gnu auch in der NCA.
Auch einen Schwarzbrust-Schlangenadler haben wir in einem Baum entdeckt. Leider gibt’s keine Flugaufnahmen.
Wir sind inzwischen spät dran und müssen uns langsam auf den Rückweg zum Ranger Posten in der Nähe des Lake Ndutu machen, um uns hier abzumelden und dann weiter Richtung Serengeti zu fahren. Da wir vorher noch am See vorbei wollten um nach Flamingos zu schauen, mussten wir uns ein wenig beeilen. Wie es aber manchmal so im Busch geht, kommt immer etwas dazwischen. Zum Glück ist es keine Autopanne, sondern die Sichtungsfee, die es mal wieder gut mit uns meint. Sie schickt uns zum Abschied zwei Streifenhyänen. Zuerst sehen wir nur die Ohren aus dem Busch gucken. Natürlich halten wir an um das Geschehen genauer zu beobachten. Wann hat man schon mal das Glück bei Tageslicht eine Streifenhyäne zu sehen. Erst verstecken sich die beiden in dem Gestrüpp, aber dann setzt sich die eine Hyäne in Bewegung und rennt direkt auf uns zu und kreuzt genau vor unserem Auto den Weg.
Was für wunderschöne Tiere
Aber dann sind sie auch schon wieder verschwunden und da die Zeit jetzt wirklich rennt, müssen wir auch weiter. Ohne Zwischenstopp düsen wir zum See. Dort gibt es noch ein paar Aufnahmen von den Flamingos und dann geht es zum Ranger Posten.
David erledigt die Formalitäten, während wir uns die Füße vertreten. In einem Baum entdecken wir eine Kolonie Pfirsischköpfchen und wir beobachten diese kleine Papageienart einige Zeit. Warum auch immer habe ich kein einziges Foto gemacht. Man ich könnte mir heute noch in den A… beißen.
Nachdem David zurück ist, geht´s Richtung Naabi Hill Gate. Dort werden wieder die Formalitäten erledigt, die dieses Mal aber zügig und ohne Komplikationen gehen.
Dann geht es weiter Richtung Camp. Auf dem Weg sehen wir natürlich auch einiges an Tieren.
Forsetzung folgt 😗
Teil 1429. Okt. 2014
Tag 7 Ngorongoro Conservation Area (Ndutu Region) – Serengeti FORTSETZUNG II
Ursprünglich hatten wir das Kati Kati Mobile Camp gebucht, welches in etwa die gleiche Kategorie wie unser Camp in der NCA gewesen wäre, aber aufgrund von einer Überbuchung haben wir ein Upgrade erhalten. Wir dürfen in das Nasikia Mobile Camp (http://www.nasikiatanzania.com/index.php/nasikia-camps/mobile-camp). Zuerst bin ich skeptisch und wenig erfreut darüber, dass ich auf das Kati Kati Camp verzichten muss. Muss ich jetzt wirklich in so ein Luxus Camp?!?! Muss ich auf dieses Buschfeeling verzichten? Aber ich kann euch sagen, es war ein wunderbares Erlebnis und auch ich habe den Komfort dieses Camps genossen. Bushfeeling pur. Ich hatte ein riesiges Zelt für mich ganz alleine. Die Zelte sind ~ 40qm groß, haben auf der einen Seite eine Nasszelle mit Dusche und auf der anderen Seite eine weitere Nasszelle mit WC und Waschbecken. Das Camp liegt am Hang mit Blick auf die Ebenen der Serengeti. Einfach eine traumhafte Lage, nur die Anfahrt durch Tse Tse Fliegen verseuchtes Gebiet ist etwas nervig. Im Camp werden wir natürlich nett begrüßt und mit einem feuchten Tuch und einem kühlen Drink empfangen. Nach dem Bezug unserer Zelte geht es direkt zum Lunch. Auch das Essen ist wirklich sehr gut. Wir fühlen uns ab der ersten Minute pudelwohl und genießen das ganze Ambiente. Heute bleiben wir auch erst einmal im Camp und machen ein Mittagsschläfchen, man muss es ja ausnutzen, wenn man soooo viel Platz hat. Selbst ich schlafe einige Zeit tief und fest. Heute geht es wirklich spät los und so entscheiden wir uns nur für eine kleine Erkundungstour. Ein bisschen Entspannung muss ja auch mal sein. Landschaftlich finde ich die Serengeti viel abwechslungsreicher als die Ndutu Region. Das Gras ist aber deutlich höher, da die großen Herden aktuell hier nicht durchziehen. Dies macht es natürlich der Sichtungsfee viel schwerer uns weiterhin tolle Momente zu bescheren.
Ein paar neue Tiere sind natürlich auch da, bzw. Tiere denen wir bisher nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt hatten. Hier zum Beispiel Topis
Und eine Affenbande
Dies sich der Körperpflege widmet
Dann läuft auch mal ein Warzenschwein vorbei
Und wie es sich für eine gute Sichtungsfee gehört, hat sie uns natürlich auch ein Haus-Löwenrudel bestellt 😎 Das Rudel, bzw. die Teenies warem direkt an der Straße die am Lake Magadi vorbei geht. Wir sahen zuerst nur die jungen Löwen
Aber wo kleine Löwen sind, da sind auch große! Wir entdecken eine Löwin auf der anderen Straßenseite, wie sie sich an eine Büffelherde ran schleicht. Geht das jetzt gerade so weiter wie in der NCA? Jetzt eine Büffeljagd??? Aber wir können keine anderen Löwen ausmachen und für eine Löwin allein ist ein Büffel keine Beute. Die Löwin muss eher aufpassen, dass sie von den Büffeln nicht attackiert wird. Aber es bleibt ganz ruhig, die potentiellen Gegner beäugen sich nur. Leider hat es für ein besseres Bild nicht gereicht, da die Entfernung doch etwas größer war.
Aber wer will schon Löwen sehen, die hatten wir doch schon zur Genüge 😗 also drehen wir den Kopf einfach mal nach rechts und sehen ein paar Meter weiter…..na, wer hat aufgepasst, was fehlt noch um die Big 5 zu komplettieren? Das Nashorn!!!!! Und wie bestellt kommt ein Spitzmaulnashorn vorbei.
Aber genauso schnell wie es da war, ist es auch wieder verschwunden. Also nochmal nach der Löwin schauen, aber von der ist nichts mehr zu sehen. Die Büffel grasen auch wieder friedlich.
Wir fahren nochmal zurück zu unseren Haus-Löwen. Die liegen aber noch genauso da, wie wir sie verlassen haben. Sie warten auf ihre Familie und vermutlich auf etwas Essbares.
Also machen wir noch schnell einen Abstecher zum Lake Magadi um zu schauen was dort so los ist. Zumindest die Vogelwelt zeigt sich hier schön.
Kronenkraniche
Kampfläufer (erinnert mich an Star Wars 🤩 )
Natürlich Flamingos
Nilgänse (die kennen wir ja schon von zu Hause)
Diesen Vogel habe ich noch nicht bestimmt Zwergstrandlaeufer / Little Stint (Danke Elvira!)
Und einen Hirtenregenpfeifer
Da es schon wieder spät ist, müssen wir uns auf den Rückweg machen. Nach einer heißen dusche im Camp geht es zum Dinner, welches auch wieder sehr gut ist. Hier treffen wir auch wieder ein Pärchen, welches bereits in Ndutu im gleichen camp gewohnt hatte. So klein ist die Welt. Nach dem Essen setzen wir uns noch ein wenig im „Wohnzimmer“ zusammen, ich sichere Bilder und lade Akkus, während wir uns ausgiebig mit den anderen Gästen unterhalten. Zum Laden der Geräte habe ich übrigens immer eine eigene Mehrfachsteckerleiste dabei, damit ich nur einen Platz an der Steckerleiste des Camps belege. So können alle Gäste ihre Geräte aufladen. Nach der Datensicherung geht es dann in das riesige Zelt und mit den Klängen der Wildnis schlafe ich tief und fest ein.
Teil 1530. Okt. 2014
Tag 8 Serengeti
Nachdem ich eingeschlafen war, weckt mich mitten in der Nacht ein lauter Schrei 🤩 🤩 was war das??? Und wieder! Direkt hinter meiner Zeltwand! Da treibt sich doch glatt eine Hyäne rum und macht sich einen Spaß daraus die Zeltbewohner zu erschrecken. Ich habe ja normalerweise einen tiefen Schlaf, aber bei der Lautstärke bin selbst ich erschrocken. Nach einiger Zeit trollt sich die Hyäne wieder und ich kann endlich weiter schlafen. Um 5 werde ich vom Wecker aus dem Schlaf gerissen. Ich mache mich schnell fertig und gehe mir einen Kaffee holen. Während die anderen noch schlafen, mache ich die ersten Aufnahmen vom Camp. Hier das Restaurant-Zelt
Mit Blick ins Tal
Und hier die Wohnzelte. Das erste Zelt auf der linken Seite ist meins. Riesig und ganz für mich allein.
Nachdem wir alle gefrühstückt haben (Pancakes…lecker) geht es auch gleich los. Wir wollen noch in der Dämmerung das Tse Tse Fliegen Gebiet hinter uns lassen. Noch keine 5 Minuten sind wir unterwegs, da sehe ich links im hohen Gras etwas wackeln. Ich rufe „Stopp“. Keiner hat etwas gesehen. Ich bin schon etwas verunsichert, aber ich behaupte den Schwanz eines Leoparden gesehen zu haben. Und tatsächlich, da ist sie wieder die Schwanzspitze.
Der Leo nimmt genau Kurs auf uns, bzw. auf die Straße. Wir rollen noch etwas nach vorne und warten. Dann kommt er raus und läuft ein paar Meter auf dem Weg.
Leider ist es schwer aus dem Fenster heraus ein vernünftiges Foto zu machen. Es ist erstens noch sehr dunkel, d.h. lange Verschlusszeiten (teilweise 1/80s bei 500mm und ISO400) und zweitens stehen wir ungünstig, so dass ich die Kamera nicht auflegen kann. Der Leo will auch nicht lange auf dem Weg bleiben und verschwindet rechts im Gras. Wir rollen neben ihn und es gelingen mir noch ein paar Aufnahmen.
Nachdem er außer Sichtweite ist und wir auch keine Chance haben seinen Weg irgendwo zu kreuzen machen wir uns weiter auf den Weg ins Tal um dort den Sonnenaufgang zu genießen.
Beim nächsten Bild seht ihr, bzw. eigentlich seht ihr es nicht, wo sich das Camp befindet. Es ist irgendwo an dem Berg unter der Felswand. Vermutlich hätte ich bei der Aufnahme noch etwas weiter nach links schwenken müssen, aber die Richtung stimmt 😗
Dann sehen wir am Wegrand eine Giraffe die etwas zu beobachten scheint.
Na dann halten wir doch auch einmal an. Erst sehen wir nichts, aber dann ist es nicht zu übersehen. Ein Hippo kommt angetrabt. Es kommt wohl gerade von seinem nächtlichen Ausflug zurück und macht sich auf den Weg zum Lake Magadi.
Wir haben den gleichen Weg, nur müssen wir auf der Straße bleiben.
Wir machen uns weiter auf den Weg Richtung Lake Magadi und wollen mal unser Haus-Löwenrudel besuchen, aber nicht ohne ausgiebig die Gegend nach unserem Leoparden abzuscannen. Leider bleibt er aber unentdeckt, nur an einem Baum sehen wir ein Impala, bzw. die Reste davon hängen. Vom Leo weit und breit keine Spur. Immerhin ist auf unsere Löwen Verlass und da es noch früh und kühl ist, sind sie sogar noch ziemlich aktiv. Heute ist wohl der ganze Clan zusammen gekommen und anscheinend gab es in der Nacht auch Beute. Jetzt erschlage ich euch einfach mal mit einer Bilderflut an Löwenfotos, ich hoffe es wird nicht zuuuuuuuuuuuu viel.
Leider habe ich hier die Füße abgeschnitten, sonst wäre dies wohl eins meiner Lieblingsbilder dieses Urlaubs.
Und manchmal wird sogar die Naheinstellgrenze des Objektivs unterschritten
Ein Schakal beobachtet das Geschehen auch aus sicherer Entfernung und entscheidet sich doch lieber wieder das Weite zu suchen.
Die Stelzenläufer an einem kleinen Wasserloch kümmern sich gar nicht um die Löwen.
Und auch ein Impala wagt todesmutig den Gang mitten durch das Löwenrudel. Diese nehmen aber gar kaum Notiz von dem Tier
Im Gegenteil, die Löwen werden langsam träge. Noch einmal ein Schluck aus der Pfütze nehmen und dann geben sie sich ihrer Lieblingsbeschäftigung hin, dem Dösen.
Da hier wohl keine Action zu erwarten ist, fahren wir weiter Richtung Süden, in der Hoffnung, dass die Gnus vielleicht in die Serengeti kommen. Vorbei geht es an den vielen Kopjes. Dies sind Gesteinsformationen aus Granit, die wie kleine Inseln aus dem Boden der Serengeti ragen. An den Kopjes kann man meist eine andere Flora und Fauna entdecken, als in den Ebenen. Denn durch den erhöhten Grundwasserspiegel wachsen dort andere Planzen, die wiederum anderen Tieren eine Heimat liefern. Auch Raubtiere wie die Löwen, Geparde und Leoparde nutzen Kopjes gerne als Ruheplätze und Aussichtspunkte. Sie verstecken auch oft ihre Jungen in den Höhlen zwischen den Felsen.
Außer Zebras entdecken wir aber vorerst nichts
Aber ich muss sagen, die Landschaft entschädigt für alles. Ich finde diese Gegend atemberaubend.
Dann entdecken wir doch noch einen kleinen Zwergspint.
Auf unserer Fahrt sind wir ziemlich alleine, wir treffen kaum auf weitere Autos, was ich als sehr angenehm empfinde. Auf einmal stoppt David und zeigt nach vorne. Links am Wegrand sitzt eine Kobra. Es handelt sich hierbei um eine Ägyptische Kobra (Danke Elvira). Sie hat ihre Drohhaltung eingenommen. Nicht Elvira, die Kobra 😛 . Als sie erkennt, dass wir nur harmlose Touristen sind, macht sie sich auf den Weg um dann auch schnell im Gebüsch zu verschwinden. Meine erste Schlange die ich auf Foto festhalten konnte.
Dann geht es weiter, wieder vorbei an vielen Kopjes. Außer den Zebras zeigt sich wenig wild. Oder wir sind heute einfach zu blind. Die Gnus scheinen noch nicht angekommen zu sein, aber die Zebras als Vorhut sind ein gutes Zeichen, dass die Herden die nächsten Tage auch in der südlichen Serengeti anzutreffen sind. Hierzu muss man wissen, dass die verschiedenen Grasfresser auch unterschiedliche Gräser bevorzugen. So mögen die Zebras wohl die höheren Gräser, die sie zuerst abweiden, bevor dann die Gnus nachkommen um die anderen Gräser zu futtern. Die kleinen Gazellen kommen dann hinterher. So ist für jeden gesorgt. Es ist jedoch auch oft zu beobachten, dass die Tiere in einer großen Gemeinschaft die Weideplätze abgrasen, also wird die Trennung nicht gar so strikt gehandhabt.
Dann auf einmal ist wieder Katzenalarm. Eine Löwin sitzt auf einem Baum. Aber viel zu weit weg um ein gutes Foto zu machen.
Wir fahren wieder weiter und nach einer Weile entdeckt David wieder einen Löwen. Ich sehe ihn zuerst gar nicht und muss lange suchen. Dann entdecke ich ihn oben auf einer Kopje unter einem Felsen. Na hoffentlich fällt ihm das Ding nicht auf den Kopf. 🤩
Ich hätte den Löwen definitiv nicht gesehen. Ich stelle mir hier gerade vor, wie schnell es gehen kann, wenn man zu Fuß in der Wildnis unterwegs und man sich unbewusst in Gefahr bringt, weil man einfach nicht das geschulte Auge dafür hat. Ich bin immer wieder erstaunt was die Guides die ich bisher hatte so alles entdecken.
Dann treffen wir wieder auf Zebras und dieses Mal ist ein neugeborenes Fohlen dabei. Es ist noch ganz struppig. Ist das süß!!!!! 🤩 🤩 🤩
Langsam wird es auch wieder heiß und wir beraten was wir tun wollen. Ich bin dafür, dass wir Lunch im Busch machen und dann mal in den Norden fahren. Zu gerne würde ich einen Geparden auf einem Termitenhügel fotografieren. David schlägt vor, dass wir besser ins Camp gehen und uns ein wenig ausruhen, da in der Mittagshitze sowieso kaum Tiere zu finden sind. Ich kann mich mit seinem Vorschlag nicht so ganz anfreunden und wir entscheiden uns, den Tag im Busch zu verbringen. David ist wohl nicht sooo begeistert von der Entscheidung, aber natürlich geht er unserem Wunsch nach. Die Entscheidung bereuen wir aber noch. Wir fahren den ganzen Mittag durch die Gegend fast ohne ein Tier zu sehen. Zu anfangs sehen haben wir noch diesen Blick auf die Zebras.
Später entdecken wir noch diese Löwin im Schatten eines Wegweisers.
Das war´s….den ganzen Mittag sehen wir nix. Rein gar nichts! Nichts mal ein Vögelchen. Die Hitze tut ihr übriges und die Stimmung im Wagen ist nicht gerade ausgelassen. Am Abend werde ich mich bei David für diese dumme Entscheidung entschuldigen. Natürlich weiß er es besser, denn er ist jeden Tag im Busch unterwegs. Da wir aber ein gutes Verhältnis haben und jeder auch ansprechen darf, wenn etwas nicht ok ist oder ihm etwas nicht passt (natürlich auch David!), klären wir dies am Abend. David gibt mir noch einmal zu verstehen, dass es eine doofe Entscheidung von mir war, er aber eben tut was die Kunden verlangen. Ich sage ihm, dass er immer sagen soll wenn er anderer Meinung ist und dass er natürlich auch Recht hatte. In Zukunft werden wir wieder auf unseren Guide hören 😗 Nach unserem Picknick im Grünen steigt die Stimmung auch bald wieder. Wir machen alle ein Nickerchen im Auto und dann geht es auf den Rückweg.
Und dann meint es die Sichtungsfee auch wieder gut mit uns und wir entdecken diese Wutz. Naja entdecken muss man ihn nicht, er war ja nicht zu übersehen, auch wenn er versuchte sich unter Gras und einer Schlammschicht zu verstecken 🤩 Es scheint ihm sichtlich Spaß zu machen.
🤩 Wir schauen eine ganze Weile und der Eli kommt auch ab und zu recht nahe zu uns. 🤩
Dann müssen wir leider weiter, da die Zeit drängt. Denn vor Sonnenuntergang muss man ja wieder im Camp sein.
Auf dem Weg treffen wir noch diesen Schakal
Und in der schönen, warmen Abendsonne posieren noch die Zebras und Giraffen.
Im Camp angekommen, gibt´s erstmal einen kühlen Drink, dann die heiße Dusche und dann das leckere Dinner! Anschließend wie immer Datensicherung und laden der Akkus 😎 Alles in allem wieder ein toller, erlebnisreicher Tag.
Teil 1603. Nov. 2014
Tag 9 Serengeti
Habari ya asubuhi! Den Morgen ist wie immer etwas frisch. Nach dem Frühstück packen wir uns wieder in die Fleecejacken und dann geht es auch schon los. Im Tal angekommen, bewundern wir erst mal den tollen Sonnenaufgang. Wie bestellt kommen auch ein paar Elefanten dazu und kurz darauf starten auch schon die ersten Heißluftballons. Leider hätte ich hier einen tieferen Standpunkt benötigt, um die Elefanten bzw. auch die Akazie komplett vor dem Himmel als Scherenschnitt darzustellen. Dies war aber zu diesem Zeitpunkt nicht möglich, da ich zuerst hätte das Gras mähen müssen, um dann danach einen Graben auszuheben um tiefer zu kommen. Das Gelände war hier nämlich zum Horizont hin leicht abfallend. Optimal wäre bei diesen Aufnahmen gewesen, wenn die Motive etwas auf einer Anhöhe stehen. Man kann halt nicht alles haben.
Nachdem die Sonne aufgegangen ist steuern wir heute gleich mal Richtung Norden. Da steht dann auch dieser einsame Baum in der Gegend rum
Und nicht weit davon entfernt liegt ein Baum im hohen Gras. Das alles wäre gar nicht so erwähnenswert, wenn da nicht noch etwas auf dem Stamm säße! 🤩 🤩 Sitzt da nicht ein Leopardenbaby auf dem Stamm.
Es ist zwar sehr weit weg, aber hierzu haben wir ja noch den 2fach-Konverter. Fix wird das Teil noch vor das 500er Tele geschraubt und schon hat man eine annehmbare Abbildungsgröße des Leoparden.
Irgendetwas scheint das Leopardenbaby zu beobachten.
Wir können zuerst nichts sehen, aber dann kommt es zum Vorschein! Ein weiteres Baby 🤩
Und dann geht die wilde Spielerei los. Sorry für die Bilderflut, aber es war einfach so ein schöner Moment.
Irgendwann wird es einem der Kleinen doch etwas zu und es verschwindet im hohen Gras. Das Geschwisterchen bleibt auf dem Stamm zurück und schaut sich wohl suchend um.
Kurze Zeit später entdecken wir den kleinen Leoparden am Baum und schauen ihm zum, wie er hoch klettert (Bilder wurden leider nichts).
Der Zweite sitzt immer noch auf dem Stamm und sucht die Umgebung ab
Dem Klettermaxe wird es wohl zu langweilig und kommt wieder runter und schleicht sich an sein Geschwisterchen an. Dann geht sie wieder los die Rauferei.
Da das Licht hier nicht so gut ist, da wir voll im Gegenlicht stehen und keine andere Aufnahmeposition möglich ist, entscheiden wir uns weiter zu fahren und vielleicht heute Abend nochmal nach den Leoparden zu schauen. Vielleicht haben sie ja dann ein anderes Versteck, bzw. wir hätten dann ja das Licht im Rücken. Jetzt wollen wir aber versuchen ein paar Löwen oder zumindest einen, auf einer Kopje im schönen Morgenlicht zu erwischen. Löwen haben wir gleich gefunden, aber noch sind wir nicht an den Kopjes, deshalb geht´s schnurstracks weiter!
Und tatsächlich finden wir unser Objekt der Begierde. Auf einem Felsen liegt eine Löwin mit ihren zwei Jungen!!!
Toll wie sie da oben thront. Aber ratet mal auf welcher Seite sie liegen? Genau im Gegenlicht.
Schade, mit dem schönen warmen Bild im Sonnenaufgang wird wohl nix, aber trotzdem eine wunderschöne Szene, wie ich finde.
Nachdem wir hier ausgiebig fotografiert und beobachtet haben geht es mehr oder weniger ziellos weiter. Wir hatten jetzt schon einige Katzen-Sichtungen am Morgen, alles andere wäre Zugabe. Übrigens habe ich noch nicht einen Geparden in der Serengeti gesehen, dabei hatte ich gehofft, hier gute bzw. die besten Chancen zu haben, diese Jäger zu fotografieren. Aber ich will nicht undankbar sein! Alles bisher da gewesene entschädigt dafür mehr als genug! Dann treffen wir auf eine Elefantenherde, die sich an einem Sandloch vergnügt.
Und ein Halbstarker zeigt gleich, dass er der Herr im Haus ist!
Während Klein-Dumbo sich einen Spaß daraus macht, Schwalben zu jagen. Es ist ein Bild für Götter, dem Kleinen dabei zuzusehen.
Aber selbst der größte Schwalbenjäger wird mal hungrig und dann geht´s auch schnell zu Mama zum Essen.
Gut gestärkt geht die Jagd wieder dann wieder los. Dieses Mal mit einer anderen Strategie. Mit einem Grasbüschel getarnt nimmt er die Verfolgung der Vögle auf.
Nachdem das alles auch nicht klappt, gibt er frustriert auf und geht zurück zu Mama!
Zwei größere Elefanten üben sich im Armdrücken…oder eher Rüsseldrücken.
Aber am Ende haben sie sich wieder lieb.
Da wir heute die Mittagszeit wieder im Camp verbringen wollen, machen wir uns auch wieder auf den Rückweg. Nennenswerte Sichtungen gibt es keine. Eigentlich schon schade, dass man irgendwann die Gazellen, Antilopen oder Zebras nicht mehr so wahrnimmt, bzw. als Nebensächlichkeit erachtet. So, nun dürft ihr alle schön Pause machen und euch ausruhen für den Nachmittagsdrive!
Teil 1703. Nov. 2014
Nachschlag
Teil 1804. Nov. 2014
Und noch ein bisschen Nachschlag
Teil 1907. Nov. 2014
Tag 9 Serengeti FORTSETZUNG
Nach einer ausgiebigen Pause geht es heute etwas später los. Wir fahren wieder unseren Hügel hinunter durch Büsche und Bäume, bis wir eine Elefantenherde entdecken. Die Elefanten sind aber so gut versteckt, dass erst einmal kein gutes Foto möglich ist. Wie bleiben aber mal stehen und harren der Dinge die da kommen. Wir haben ja Zeit. Überall um uns knackt es und das tiefe, beruhigende Grollen der Elefanten ist zu hören. Alle sind entspannt. Auf einmal kommt eine Kuh aus dem Busch. Direkt auf uns zu! David sagt noch zu uns, dass wir jetzt ganz leise sein sollen und keine hektischen Bewegungen machen sollen. Mir gelingt noch ein Bildausschnitt mit dem großen Objektiv.
Dann kommt sie näher! Direkt auf uns zu. Für das große Tele ist sie längst zu nah, d.h. näher als 5m. Im Auto ist es mucksmäuschenstill 😗 nur ab und zu klickt die Kamera. Der Elefant steht jetzt genau neben dem Auto, ich könnte die Hand raus tun und ihn streicheln.
Wenn sie wollte, könnte sie uns nun einfach umwerfe, zerdrücken oder was weiß ich noch alles, aber die Elefantenkuh verputzt nur ein Baum, der halt genau neben unserem Auto steht. Ganz entspannt, keine Aggression! Inzwischen habe ich mich auf Detailaufnahmen beschränkt. Wann kommt man schon mal so nah an einen Elefanten.
Irgendwann hat sie genug und zieht friedlich weiter und wir können unser Auto starten ohne, dass wir den Elefanten erschrecken.
Was war das für ein Erlebnis, wirklich unglaublich. Hier spürt man erst einmal, wie klein und unbedeutend wir doch sind.
Nach diesem Erlebnis wollten wir nochmal Richtung Norden fahren und unser Glück bei unseren Leopardenbabies versuchen. Wenn Sie noch am gleichen Platz sind, dann sollten wir wenigstens gutes Licht haben, da es nun im Rücken wäre. Na dann los! Ohne große Pause machen wir uns auf den Weg. Doch ohne Stopp ging es dann es dann doch nicht. Wir entdecken zuerst ein paar Löwen im Gras.
Und in einem Baum sitzt eine Löwin und hält Ausschau.
Die Halbstarken haben es wohl mitbekommen, dass ihre Mutter/ Tante (?) da oben hockt und so macht sich einer auf den Weg, um mal nach dem Rechten zu sehen.
Verdammt, wie ist sie da bloß hoch gekommen?!
Beobachtet mich jemand?
Nein! Dann will ich es doch auch mal versuchen!
Puh, wie anstrengend! Ist das hoch! Da brauch ich erst mal eine Pause!
Die anderen Löwen schauen sich das Spektakel von unten an.
Seht ihr mich auch alle???
Na klar, aber wir bleiben unten!
Und dann kommt die Mama/Tante wieder nach unten. Die ganze Mühe war umsonst. Jetzt muss ich auch noch zu Seit…grrrrrrrrrrrrr
Und dann zeigt die Löwin dem Kleinen, wie man auch wieder heil vom Baum runter kommt.
…ohne dabei schlafenden Familienmitgliedern auf den Kopf zu springen
Ohh…was war das….nicht mal ruhig schlafen kann man
Und der kleine Löwe macht es gleich der Mama nach.
Hast du´s gesehen Mama, das war gar nicht schwer.
Und was ist da vorne los? Warum stehen da so viele rum?
Das möchte ich euch nicht vorenthalten, denn auch das ist Serengeti! Viel Autos bei tollen Sichtungen. Teilweise haben wir richtige Knäuls von verkeilten Autos gesehen.
Eigentlich ist es nicht das was ich suche, aber natürlich will jeder vorne mit dabei sein. So lange die Tiere nicht behindert, bedrängt oder gestört werden, kann ich damit leben. Ich kann dann immer noch selbst entscheiden, ob ich mich in den Pulk mit dazu stellen will.
Nachdem vermutlich alle Autos in diesem Gebiet bei den Löwen stehen, machen wir uns auf um nach unseren kleinen Leoparden zu suchen. D.h. suchen müssen wir gar nicht lange, denn sie sind immer noch am gleichen Platz, zumindest einer der beiden!
Er scheint im Gras etwas zu beobachten. Leider können wir noch nicht sehen was dort los ist.
Doch dann erscheint auch das zweite Leopardenbaby im Gras
Und sofort geht die Rauferei wieder los.
Leider ist das Licht heute nicht so toll, es ist bewölkt und die Sonne ist nicht zu sehen. Inzwischen bin ich hier mit meinen Belichtungszeiten bereits um die 1/100s und das bei 1000mm Brennweite. Daher ist auch die ein oder andere Bewegungsunschärfe bei den Fotos zu entdecken.
So und nun genießt einfach die Fotostrecke mit den beiden Leoparden.
Zum Abschluss sitzen sie noch einmal brav zusammen auf dem Stamm. Wir müssen uns leider auf den Rückweg machen und verlassen die beiden schweren Herzens. Aber morgen ist ja bekanntlich auch noch ein Tag.
Die Heimfahrt ist wieder unspektakulär und da wir wieder knapp mit der Zeit sind, haben wir auch keine Möglichkeit die Gegend nach weiteren Tieren abzusuchen.
Teil 2021. Mai 2015
Okok 😗
Zumindest zeig ich mal ein paar Bilder von Tag 10, damit ihr wisst was noch kommt und ob es sich lohnt.
Tag 10 Serengeti
Nach einem kurzen Frühstück geht´s gleich los auf Pirsch, es dämmert noch. Unser heutiges Ziel, bzw. unser Wunsch --> Ein Löwe auf einer Kopje. Man darf sich mal was wünschen, oder? 😗 David hatte da so eine Idee für ein tolles Bild. Sowas schätze ich an einem guten Guide, dass er auch mal eine andere Sicht und Ideen reinbringt und er weiß wo die guten Fotospots sind. An dieser Stelle möchte ich mich wirklich ganz herzlich bei unserem Guide bedanken 🙂 🙂 🙂
Aber erstmal stehen wir mitten in einer Zebraherds und da diese auch immer schön zu fotografieren sind, nutzen wir die Gelegenheit. Wer weiß was sonst noch kommt.
Und anscheinend sind wir für die Zebras auch interessant, wer werden zumidnest genaustens unter die Lupe genommen. 📎 Canon EOS 5D Mark II_4262116640_130212__MG_7167.jpg[/attachmen]