Verhalten auf Campsites / in Lodges

46 Antworten · 7'730 Aufrufe · gestartet 19. Aug. 2014 von Riedfrosch
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1'450 Beiträge · seit 200624. Aug. 2014 · #21
Lotusblume schrieb:
Aha, darum schreiben Leute hier im Forum „…und das Beste wir hatten sie ganz für uns alleine…“ Über diesen blöden Kommentar habe ich mich schon oft gewundert.

Welches Problem hast Du denn damit?

Zumindest ich bin es gewohnt, Tierbeobachtung alleine zu machen. Denn nur dann sind die Tiere wirklich ungestört.
Und das nicht nur in Afrika, sondern weltweit, z.b. auch bei uns in den deutschen Wäldern.

Und wie stellst Du es Dir vor, wenn Du irgendwo in der Wildnis bist und Tiere "alleine" siehst: rufst Du dann per Handy Deine Freunde an, damit sie ganz schnell kommen um auch zuzuschauen?

Das ist halt einer der Vorteile für Selbstfahrer: sie können oftmals Tiere auch wirklich "für sich alleine" anschauen. Bei einer Tour mit Driver-Guide wird natürlich und selbstverständlich der Guide sofort seine Kollegen rufen, damit deren Kunden auch was sehen.

Beate
1'933 Beiträge · seit 200924. Aug. 2014 · #22
Nenette schrieb:Mich nervt es, wenn man irgendwo steht, einen Vogel beobachtet, und dann kommt ein Auto angeprescht, weil es ja etwas zu sehen gibt. Und schon ist die Sichtung hinüber, weil der Vogel wegfliegt. Besser wäre, wenn das andere Auto anstatt heranzupreschen abwarten würde, bis man weiterfährt.
Viele Grüße,
Nenette
Guten Morgen Nenette,
das heißt also jeder sollte, wenn er ein Auto stehen sieht, wartet bis dieses weiter fährt, weil die Insassen evtl. etwas beobachten?
Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass auch du mit deiner Rumfahrerei anderen die Vögel vertreibst? Oder stoppst du immer, wenn du ein Auto in ca. 100-200 m Entfernung stehen siehst und wartest und wartest, bis das Auto sich in Bewegung setzt? Das denke ich nicht.
beate schrieb:Zumindest ich bin es gewohnt, Tierbeobachtung alleine zu machen. Denn nur dann sind die Tiere wirklich ungestört.
Und das nicht nur in Afrika, sondern weltweit, z.b. auch bei uns in den deutschen Wäldern.
Guten Morgen beate,
Und wenn ich sie beobachte fühlen sich die Tiere gestört?
Die Löwen im Etosha haben sich auch bei 5 Autos nicht bei der Paarung stören lassen. Hier waren wir die Ersten und hatten Sie ganz für uns allein.
beate schrieb:Und wie stellst Du es Dir vor, wenn Du irgendwo in der Wildnis bist und Tiere "alleine" siehst: rufst Du dann per Handy Deine Freunde an, damit sie ganz schnell kommen um auch zuzuschauen?
Das ist natürlich sehr weit hergeholt.
beate schrieb:Das ist halt einer der Vorteile für Selbstfahrer: sie können oftmals Tiere auch wirklich "für sich alleine" anschauen. Bei einer Tour mit Driver-Guide wird natürlich und selbstverständlich der Guide sofort seine Kollegen rufen, damit deren Kunden auch was sehen.
Dafür bezahlen die Kunden ja auch, Und vielleicht fühlen sich die Kunden nicht mehr in der Lage selbst zu so fahren, warum auch immer.

Wir sind bis jetzt in Nationalparks auch immer als Selbstfahrer unterwegs gewesen und suchten die Tiere selbst. Das macht natürlich stolz, die Tiere selbst zu finden.


Es ging mir eigentlich explizit um den Vorfall von Atomic Betty, Leute anzulügen und sie weiterzuschicken, nur weil sie die Tiere alleine beobachten wollen.


Ich wünsche allen einen schönen Sonntag!
Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
4'129 Beiträge · seit 200824. Aug. 2014 · #23
Da bin ich nun aber baff.
Welche Richtung kriegt denn das hier?
Das sind doch alles Interpretationen!

Man kann etwas beobachet haben und es hat sich grad durch den Ankommenden entfernt. Da sagen wir dann auch: Nix. Denn es ist ja nix (mehr!).
Und, wenn Jemand mit irgend Jemand eine Rechnung offen hat, dann wäre es vielleicht passender, das vermeintliche Problem per PM zu lösen.

Abgesehen davon, fährt man doch als Selbstfahrer in einen Nationalpark, um eben auch selbsttätig Wildtiere zu entdecken (und nicht in erster Linie aus Kostengründen und mit der Maßgabe, dass Andere einem diese zeigen müssen), das ist, wie Nenette schon beschrieb nicht unbedingt üblich.
Mitunter gibt es sogar SEHR mitteilungsbedürftige Leute und aufdringliche Suchende, überwiegend aber begegnet man zum Glück den Stillen, Wartenden und vorsichtigen Fragern, die sich herantasten und auf ein Zeichen warten.
Es besteht in Nationalparks ebensowenig wie in Foren eine soziale Verpflichtung, die gemachten Entdeckungen anderen mitzuteilen und es ist überhaupt nicht „blöde“, sich über eine Beobachtung zu freuen, die man für sich allein genießen darf. Das ist ein Geschenk! Denn leider werden Beobachtungen häufig durch aufdringliches Fahrerverhalten anderer gestört: Sie kommen gehetzt und zu schnell angefahren, fahren einem z.T. direkt vor die Linse, sind laut und aufdringlich und verfolgen die sich zurückziehenden Tiere. Deshalb sind auch wir immer wieder froh, wenn wir Beobachtungen für uns allein haben. Nur sehr selten hat man das Glück mit jemand fremden Gleichgesinnten stundenlang eine Beobachtung still zu genießen!
Wenn wir 10 Fahrzeuge vor uns sehen, die sich um einen Löwen „streiten“ diese dümmlichen Positionskämpfe der Fahrzeuge 😊 – da machen wir gern einen Bogen drum.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 24. Aug. 2014
3'700 Beiträge · seit 200924. Aug. 2014 · #24
Hallo Beate,
Das ist halt einer der Vorteile für Selbstfahrer: sie können oftmals Tiere auch wirklich "für sich alleine" anschauen. Bei einer Tour mit Driver-Guide wird natürlich und selbstverständlich der Guide sofort seine Kollegen rufen, damit deren Kunden auch was sehen.
Völliger Schwachsinn!!! Wir waren nun insgesamt 5,5 Wochen mit Driver-Guide in Tansania unterwegs und können deine verallgemeinernde Aussage in keinster Weise nachvollziehen. Unsere Driver-Guides verhalten sich so, wie wir es von ihnen wünschen. Dazu kann man klare Ansagen erteilen, die durchaus je nach Situation unterschiedlich ausfallen. Gerade so, wie wir es als Selbstahrer auch handhaben.

Gruß Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
1'450 Beiträge · seit 200624. Aug. 2014 · #25
Hallo Lilytrotter,

vielen Dank für Deinen Beitrag. Du hast mir aus der Seele geschrieben.

LG
Beate
15 Beiträge · seit 201324. Aug. 2014 · #26
ich hoffe in Namibia nicht auf solche Zeitgenossen zu treffen, die meinen. ihnen würde die Welt gehören.
Dieses Verhalten erinnert mich an meine Kindergartenzeit:. "Ich war zuerst im Sandkasten und Du darfst nicht mitspielen"

Wenn ich Tiere beobachten will und sehe ein Auto, von dem aus beobachtet wird, werde ich selbstverständlich auch schauen, ob es etwas zu sehen gibt, ohne denjenigen um Erlaubnis zu bitten, der das Tier zuerst gesehen hat.

Natürlich ist es ärgerlich, wenn die Tiere durch lautes Verhalten verscheucht werden, trotzdem denke ich jeder hat das gleiche Recht zur Tierbeobachtung. Und keiner kann erwarten, dass er stundenlang ungestört beobachten darf , während andere warten, bis man selbst genug gesehen hat.

Und noch eine Anmerkung zu der Aussage von lilytrotter
Man kann etwas beobachet haben und es hat sich grad durch den Ankommenden entfernt. Da sagen wir dann auch: Nix. Denn es ist ja nix (mehr!).
Wäre es da nicht sinnvoller, denjenigen darauf aufmerksam zu machen, dass er durch sein Verhalten das Tier gerade verscheucht hat, statt nur mit "Nix" zu antworten? Vielleicht würde er ja dann beim nächsten mal vorsichtiger sein.
2'097 Beiträge · seit 200624. Aug. 2014 · #27
Tiersichtungen bei Gamedrives sind schon ein komplexes Thema. Wir freuen uns auch besonders über jedes Tier, das wir selbst entdecken können. Das zählt für uns am meisten, weil gerade das die Herausforderung ist: ein interessantes Tier zu finden, sich anzunähern, ohne dass es verschwindet, es möglichst lange zu beobachten und ein paar schöne Fotos zu machen. Dabei spielt natürlich das Glück die entscheidende Rolle. Aber auch Ausdauer, Vorsicht, Erfahrung und ein wenig Taktik werden belohnt.

Bei der Tierbeobachtung sind wir am liebsten alleine, weil wir dann mit der Position unseres Fahrzeugs auf niemanden Rücksicht nehmen müssen ("Wenn wir jetzt dahin fahren, sieht der andere noch etwas?")
Und oft fühlen wir uns von anderen gestört, weil manche einfach zu laut sind. Entweder lassen sie ewig den Motor laufen oder unterhalten sich in Zimmerlautstärke. Flüstern können viele nicht.

Selbstverständlich haben alle das gleiche Recht, die Tiere zu beobachten. Man sollte sich jedoch respektvoll sowohl den Tieren als auch den anderen Personen/ Fahrzeugen gegenüber verhalten. Und dazu gehört vor allem: Verstelle niemand anderem die Sicht und versuche, anderen nicht die Tiere zu vertreiben. Das ist natürlich nicht immer möglich, wenn man langsam an einem stehenden Fahrzeug vorbeifährt.

Auskunftsbereitschaft gehört auf jeden Fall dazu. Warum sollte man keinen Hinweis darauf geben, wo etwas Interessantes zu sehen ist? Selbst freut man sich ja auch, wenn man nach mehreren Stunden sichtungslosem Herumgekurve völlig frustriert angehalten wird, und jemand zeigt einem die Löwen im Gebüsch, an denen man sonst vorbeigefahren wäre.

Aber ungefragt jemandem mitzuteilen, was er nun gerade knapp verpasst hat, ist nicht sehr nett.

Gruß,
Uwe
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4'129 Beiträge · seit 200824. Aug. 2014 · #28
Es war nach positiven und negativen Erfahrungen bzw. erwünschtem und unerwünschtem Verhalten gefragt.

Es geht nicht um Recht, es geht nicht um anprangern, es ist doch alles anonym (das wurde wohl missverstanden) oder gar um „Steinigung“ sondern um Bewusstsein und Nachdenken.

Wir können nicht sagen, dass wir fehlerfrei sind und haben trotzdem eine „Ideallinie“ an der wir uns entlanghangeln, mit unserem Verhalten. Wir sind weder forsche Fahrer noch schnelle Entdecker. Wir können uns auch vorstellen, dass es für Menschen mit wenig Zeit z.T. sehr stressig sein muss, den eigenen Vorstellungen gerecht zu werden, auf einer Safari, - nur sind die leider häufig etwas neben der Spur.
Da kommen über die Jahre schon einige Kuriositäten zusammen, was man so erleben konnte und manchmal fragt man sich, was sich die Kandidaten eigentlich so denken und wir sind zu dem Ergebnis gekommen: Nix. Außer: Ich will.
Desshalb finde ich Coras Ansatz gut, sich einfach mal Gedanken zu machen, über das, worüber man sich freut und ärgert.

Ja, und um zum eigentlichen Inhalt des Threaderöffners zurückkehren, hier meine Liste:

Wir freuen uns,
wenn Menschen, die auf uns zukommen und etwas von uns wollen, uns grüßen. Einfach so, wie man es zuhaus gelernt hat.
Wir freuen uns,
wenn man sein Auto nicht unmittelbar neben unserem Frühstückstisch/Campingtisch parkt und wir, anstatt in die schöne Natur nur noch ausschließlich Blech vor uns sehen.
Wir freuen uns,
wenn wir uns zum Essen hinsetzen, dass man nicht zu uns kommt und uns ins Essen quatscht.
Wir freuen uns,
wenn man den Motor abstellt, wenn man neben uns im Nationalpark anhält, um mit uns eine längere Unterhaltung zu beginnen.
Wir freuen uns,
wenn die Musikanlage im Auto nicht über den ganzen Campingplatz schallt.
Wir freuen uns,
wenn der Nachbar nicht seinen Motor eine halbe Stunde vor Abfahrt „warmlaufen“ lässt...
Wir freuen uns,
wenn die Nachbarn ihren Streit auf den nächsten Gamedrive in ihrem eigenen Auto verschieben.
Wir freuen uns,
wenn sich die Damen auf den Gamedriveautos nicht lautstark über Essen und Weichheitsgrad der Matratzen unterhalten, die Herren nicht über heimische Autos und örtliche Schlammlöcher – während man einem achtköpfigen Löwenrudel gegenübersteht.

Wir freuen uns,
über lachende und plappernde Menschen auf großen Campsites und in Lodges, das darf auch gern mal lauter sein, denn das ist Vergnügen und Lebensfreude. Wir hassen grölende Saufbrüder, die bevorzugt das weibliche Personal angehen.
Wir freuen uns,
wenn Camping- und Restaurantgäste sich auch wie Gäste benehmen. Das allerdings ist häufig nicht der Fall, aber kein europäisches Problem, auch keines, dass sich an Weiß/Schwarz festmachen lässt, - es ist wie alles, eine Frage der Erziehung und der persönlichen Einstellung.
Und die ist manchmal mit kleinen Dellen behaftet...

Grüßle lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 24. Aug. 2014
2'097 Beiträge · seit 200624. Aug. 2014 · #29
Zu einem Punkt von lilytrotter habe ich noch eine Frage an alle.

Ich habe Verständnis, wenn jemand schon früh morgens aufbricht, wenn noch alle anderen schlafen (wobei ich mich beim Aufenthalt in einem Nationalpark immer frage, was man noch vor den Öffnungszeiten der Gates bzw. vor den erlaubten Gamedrive-Zeiten vorhat).

Aber warum fährt man dann nicht einfach los? Wir werden von einem startenden Motor geweckt. Und der läuft dann. Minutenlang im Stand. Wir fragen uns: Wieso fährt der jetzt nicht? Der macht wirklich den gesamten Campingplatz wach.

Hat jemand eine Erklärung für dieses Verhalten? Mir hat mal jemand gesagt: "Das ist ein Diesel, und ein Diesel MUSS laufen." Danach war ich nicht schlauer. Es handelt sich übrigens nicht um LKWs, die für ihr Bremse Druckluft aufbauen müssen, sondern ganz normale Geländewagen. Oder machen wir immer etwas falsch, indem wir unseren Motor vor der Abfahrt keine Viertelstunde warmlaufen lassen?

Gruß,
Uwe
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4'129 Beiträge · seit 200824. Aug. 2014 · #30
🙂

Das sind Relikte aus alten Zeiten... – da kurbelte man auch noch... 🙄
Grundsätzlich gilt: Moderat warm-fahren ist besser als warm-laufen lassen.
Es gibt nur einen Grund: Wenn man unmittelbar nach Abfahrt dem Motor Höchstleistungen abverlangen muss, also z.B. folgende Bedingungen: Frost und extrem weichsandiges Gelände/Dünen oder extreme Steigungen oder andere Bedingungen, wo der Motor in hohen Drehzahlen Höchstleistung bringen muss.
Beim Verlassen einer Campsite sind solche Bedingungen eher selten gegeben... 🤪

Grüßles
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 24. Aug. 2014
728 Beiträge · seit 200624. Aug. 2014 · #31
Dieses Motor-laufen-lassen oder auch nicht -ausmachen ist eine Unsitte, die leider weltweit anzutreffen ist.
Es ärgert mich überall
- auf der Autofähre, wo drei Reihen links von einem die ersten rausfahren und der Vordermann deshalb den Motor anlässt
- auf dem Bahnhofsvorplatz, wo sommers wie winters die Taxen die Motoren laufen lassen
- auf dem Gamedrive, wo später kommende erst mal viele Minuten den Motoren laufen lassen
und und und ...
Ich verstehe es nicht. Scheint von den Betreffenden irgendwie als professionell (Lkw- und Busfahrer machen das auch) und kernig aufgefasst zu werden. Für mich einfach nur gedanken-, um nicht zu sagen hirnlos.
Gruß
Reinhard

Ich fahre übrigens seit einem Jahr ein E-Auto. Da stellt sich die Frage nicht mehr. Auto steht - Motor steht - immer. Auto bewegt sich - Motor bewegt sich - trotzdem nichts zu hören. 🤪
0
zuletzt bearbeitet 24. Aug. 2014
3'883 Beiträge · seit 201124. Aug. 2014 · #32
Hallo Lillytrotter,
deine Art, den Thread aufs Thema zurückzubringen, hat mich sehr gefreut:
"Wir freuen uns wenn ...!"
Das klingt doch viel besser als alle direkte Kritik!

Danke
freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
6'369 Beiträge · seit 201125. Aug. 2014 · #33
Hoi zämä

Vor allem das Motorlaufen lassen ärgert mich immer wieder!
Man wird geweckt von laufenden Motoren, man dreht einen Video und einer startet den Motor, nur um 10 Minuten mit nagelndem Diesel dazustenen usw...
Und ich hab bisher keinen Unterschied zwischen Selbstfahrern und Driverguides gesehen, die Meisten von beiden Gruppen machen diesen technischen Unsinn dauernd.
beate schrieb:Bei einer Tour mit Driver-Guide wird natürlich und selbstverständlich der Guide sofort seine Kollegen rufen, damit deren Kunden auch was sehen.
So was habe ich in 5 Touren mit Driverguide und 2 Selbstfahrertouren noch nicht erlebt...
Mit welchem Unternehmen hast du denn diese Driverguidetour erlebt?
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
1'450 Beiträge · seit 200625. Aug. 2014 · #34
picco schrieb:
So was habe ich in 5 Touren mit Driverguide und 2 Selbstfahrertouren noch nicht erlebt...
Mit welchem Unternehmen hast du denn diese Driverguidetour erlebt?
Da wir Selbstfahrer sind, kann ich Dir natürlich die Unternehmen nicht nennen. Jedenfalls haben wir z.B im Krater (und nicht nur dort) gesehen (und gehört), dass von ca. 15 um ein Löwenrudel rumstehenden Autos bei mindestens die Hälfte der Driver das Funkgerät in der Hand hatte und aufgeregt reinsprach. Ich kann mir nicht vorstellen, mit dem diese Fahrer sonst hätten unbedingt sprechen müssen.
zuletzt bearbeitet 25. Aug. 2014
4'129 Beiträge · seit 200825. Aug. 2014 · #35
Das wird doch sehr unterschiedlich gehandhabt, deshalb gibt es kein "nie" und "immer". Es gibt beides.
Je mehr man zahlt/persönlicher der Kontakt zum Fahrer desto weniger ruft er/sie die Sichtung unmittelbar anderen zu, per Funk (heutzutage Handy). Je anonymer man als Gast auf einem Gamedrivefahrzeug sitzt oder auf einem dieser vielen untereinander vernetzten Safrifahrzeugen (z.B. in Botswana, Chobe River Front; in Kenia, Masai Mara schon vor 30 Jahren), desto eher wird den Kollegen Bescheid gesagt. Des Weiteren gibt es entsprechende Anweisungen in Lodges an ihre Fahrer, in die eine oder andere Richtung. Logisch.
Wir haben beide Varianten schon oft erlebt, neben uns (wir sind Selbstfahrer) – und dann natürlich auch die Ergebnisse, dass in kürzester Zeit alle Kollegen/Safarifahrzeuge ankamen, - oder auch nicht, wenn nicht Bescheid gesagt wurde.

Aber, ich frag mich grad, hat das eigentlich mit dem Eingangs-Thema zu tun?
Nee, nä? Tschuldigung.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 25. Aug. 2014
3'700 Beiträge · seit 200925. Aug. 2014 · #36
Hallo Beate,
„Ich kann mir nicht vorstellen, mit dem diese Fahrer sonst hätten unbedingt sprechen müssen.“
In Afrika ist es auch nicht anders, wie sonst wo auf der Welt. Ohne Handy geht nichts mehr. Besonders wenn die Fahrer-Guides mehrere Wochen von Zuhause weg sind.

Falls die Fahrer die Hände mal nicht am Steuer haben und das Fahrzeug längere Zeit steht

rufen sie ihren Chef zurück,
rufen sie die Werkstatt an, um Ersatzteile zu organisieren,
rufen sie für ihre Kunden die Airline an, um Flüge zu bestätigen,
rufen sie an, um kurzfristige Aktivitäten für Kunden zu buchen,
rufen sie in der kommenden Unterkunft an, um Unklarheiten zu beseitigen oder eine Verspätung mitzuteilen,
rufen sie an, um ein Trinkwasserprobleme auf Campsites zu lösen,
rufen sie an den Game Warden an, um sich nach dem Straßenzustand der vor ihnen liegenden Strecke zu erkundigen,

werden sie angerufen von Freunden, Ehefrau und Kindern, weil irgendwelche Probleme Zuhause zu lösen sind,
werden sie von Kunden angerufen, wegen zukünftiger Touren,

Gespräche, die nicht wirklich wichtig waren, hat unser Touroperator und Fahrer immer abgewürgt. Wenn es uns nicht gestört hat, konnte er gerne telefonieren, während wir irgendwo Tiere beobachtet haben. All das kann man individuell mit seinem Fahrer-Guide klären und sie halten sich in aller Regel auch an diese Absprachen.

Es wäre wirklich wünschenswert, wenn du deine Vermutungen nicht pauschalisierst (oder hast du den Inhalt dieser Gespräche verstehen können?) und auf die ganze Fahrerbranche beziehen würdest.

Abgesehen davon gibt es vermutlich auch Unterschiede zwischen den festangestellten Fahrer-Guides der Lodges und solchen, die mehrere Tage mit ihren Gästen auf Tour in unterschiedlichsten Unterkünften sind.

Grüße
Marina

Um auf das Eingangsthema zurück zu kommen:

Auch wir haben uns schon einmal mit anderen Fomis am Lagerfeuer bis 24:00 Uhr verquatscht (und hoffentlich trotzdem niemanden gestört).

Auch unser Fahrer hat schon mal morgens auf der Campsite seinen Wagen warmlaufen lassen (diese Unart scheint mir übrigens an den Testosteronspiegel gekoppelt zu sein, denn die Traktorfahrer hier auf dem Land, schwätzchen auch gerne mal eine Viertelstunde mit dem Nachbarn bei laufendem Motor 😗 ).

Und auch wir ärgern uns in fast jedem Urlaub über irgendwelche Vorkommnisse. Wo viele Touristen sind, gibts auch Zwistigkeiten. Im Großen und Ganzen überwiegt jedoch das positive Erlebnis, denn sonst würden wir ja nicht immer wieder Afrika buchen.

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
1'182 Beiträge · seit 200625. Aug. 2014 · #37
Hallo zusammen,

wir haben inzwischen einige hundert Game Drives gemacht - viele mit dem eigenen Fahrzeug, aber wohl noch mehr mit den Fahrzeugen der besuchten Lodges in allen Ländern des südlichen Afrikas.

Auch heute in der Zeit der Handys sind die Fahrzeuge der privaten Lodges noch immer per Funk miteinander verbunden - auch mit den Fahrzeugen der benachbarten Lodges, die in demselben Gebiet unterwegs sind. Nach meiner Erfahrung tauschen alle - Ausnahmen mögen die Regel bestätigen - Sichtungen noch immer per Funk untereinander aus. Glücklicherweise regeln sie inzwischen auf diese Weise auch meist, dass nur 2 oder 3 Fahrzeuge gleichzeitig vor Ort sind. Sie melden also den Kollegen, wann sie den Ort verlassen, damit das nächste Fahrzeug kommen kann.

Auch die Rückkehr zur Lodge wird noch immer per Funk gemeldet, damit die heißen Tücher und die Drinks vorbereitet werden.

Mir ist noch nicht aufgefallen, dass Handys auf den Game Drives zu viel benutzt werden.

Gruß,
Bernd
0
4'129 Beiträge · seit 200825. Aug. 2014 · #38
Um mal weiter am Ur-Thema zu bleiben, hier unsere kleine Fortsetzung der "bewusstseinsfördernden" Liste... 😁

Wir freuen uns,
wenn man auf der Campsite in der Lage ist, die Autotüren auch ohne Türenschlagen zu schließen. Es scheint für ziemlich viele Leute irgendwie ein besonderer Reiz davon auszugehen, die Autotüren nach jedem Öffnen für Zucker, Zigaretten, Handy, Kamera, Klopapier... zuzuknallen, - dabei ist es keine besondere Kunst Autotüren banal leise zu schließen. Unsere Türen hört man beim Ankommen je 1 Mal und morgens zur Abfahrt ebenfalls.
Wir freuen uns,
wenn wir auf der Campsite kurze Nachbarschaftsbesuche bekommen und man einen netten kleinen Schwatz über den Tag halten kann. Der Austausch über die Erlebnisse auf den Gamedrives des Tages sind meistens sehr interessant.
Wir freuen uns,
wenn wir im NP nicht in einer sportlichen Staubwolke stehengelassen werden, weil wir uns erlaubt haben, jemanden auf sein Fahrverhalten aufmerksam zu machen (das z.B. eine gemeinsame Beobachtung eines Bat-eared Fox vernichtet hat).
Wir freuen uns,
wenn wir fröhliche und ungestresste Selbstfahrer/Camper treffen, die weder sich noch ihre Reiseroute überstrapaziert haben. Mit denen ist es immer am lustigsten.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
1'450 Beiträge · seit 200625. Aug. 2014 · #39
Butterblume schrieb:
In Afrika ist es auch nicht anders, wie sonst wo auf der Welt. Ohne Handy geht nichts mehr. Besonders wenn die Fahrer-Guides mehrere Wochen von Zuhause weg sind.
Hallo Marina,

vielleicht hast Du ja meinen Post einfach nicht richtig gelesen? 😄
Ich schrieb "Funkgeräte" NICHT "Handys.


Beate
3'700 Beiträge · seit 200925. Aug. 2014 · #40
Hallo Beate,

wir haben kein Funkgerät im Wagen. Damit gehören wir vermutlich zu den von dir geschätzten restlichen 50%. Sicherlich wird auch über Funk der Kollege über eine spektakuläre Tiersichtung benachrichtigt. Aus der Mara (wo wir Funk im Wagen hatten) wissen wir aber auch, dass sich die Driver stundenlang private Geschichten erzählen können.

Gruß
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de