Tag 7 - FortsetzungEs kann weiter gehen, der Rechner läuft wieder! 😄
Wie versprochen ist Tag 7 noch lange nicht vorbei! Bei der Rückkehr aus dem Sossusvlei sehen wir Touristen, die im Sand stecken geblieben sind und unser Fahrer Sammy versucht noch sein Bestes, ihnen zu helfen, aber da brauchte es dann mehr, das Auto steckte bis zum Bodenblech im Sand. Das war also noch eine Bestätigung dafür, dass es nicht ganz falsch war, die Tour zu buchen. Nach der Rückkehr konnten wir dann in aller Ruhe auschecken und uns auf den Weg machen.
Nächstes Ziel: Apfelkuchen, ihr wisst schon wo. Solitaire lag auf unserer Strecke und war somit Pflichtprogramm. Außerdem passte die Uhrzeit auch ganz gut für eine Tasse Kaffee und leckeren Kuchen.
Unser eigentliches Ziel, Tsondab Valley, war ja auch nicht weit entfernt, die Einfahrt zur Farm erreicht man nur wenige Minuten nach Solitaire. Kurz nach dem Gatter wurden wir von einer ganzen Oryx-Herde empfangen, einige davon "zwangen" uns direkt zum nächsten Foto-Stopp:
Die Fahrt bis zum Ziel zog sich nun noch ein ganzes Stück durch eine atemberaubend schöne Landschaft. Irgendwie konnten wir uns dabei nie so richtig vorstellen, wo denn hier die Lodge sein sollte. Nach jeder Biegung und jedem Hügel erwarteten wir das Ziel, doch das Farmgelände zeigte uns die wahre Weite Namibias. Es dauerte am Ende deutlich über eine halbe Stunde, bis aus dem Nichts die Gebäude auftauchten.
Dort angekommen wurden wir herzlich und unglaublich persönlich empfangen. Und so saßen wir erst einmal auf der Terrasse, erfrischten uns mit hausgemachter Limonade und lernten mit Kristin und die beiden Praktikanten kennen. Erst später bezogen wir unsere Bungalows mit traumhaftem Blick in die Landschaft.
Kurz darauf haben wir die Chance, Kristins Mann Hans im Tiefflug mit der Cessna an uns vorbeifliegen zu sehen.
Hinweis: Die entgegengesetzte Blickrichtung folgt 😛
Beim Sundowner auf der Terrasse genießen wir das Spiel des Lichts und können uns an der Landschaft gar nicht satt sehen. Irgendwie ist es hier anders, es fühlt sich nicht nach Lodge an, sondern viel persönlicher, mehr wie zu Besuch bei Freunden!
Nach dem leckeren Essen, dürfen wir entscheiden, ob wir auf dem Dach der Bungalows schlafen wollen, wir überlegen kurz, es ist ja schließlich Winter, und entscheiden uns richtig - also dafür! Und das war gut so, denn die folgende Nacht wurde sehr viel kälter!
Es wurden also zusätzliche Matratzen aufs Dach gebracht und das Bett dort gerichtet, so dass wir die Möglichkeit hatten, jederzeit mit der warmen Decke umzuziehen. Aber das war weder nötig noch wollten wir es. Eine Nacht unter dem Sternenhimmel Namibias ist ein echtes Erlebnis. Man blickt nach oben und sieht Sterne, nicht ein paar wie bei uns, sondern tausende - die ganze Milchstraße! Und dazwischen huschen immer mal Sternschnuppen durchs Blickfeld.
Die Natur wird dann irgendwann immer ruhiger, wenn auch nie ganz still und wir beginnen gegen den Schlaf anzukämpfen, es wäre schließlich zu schade, diesen Eindruck zu verschlafen! Was soll ich sagen, irgendwann sind die Augen dann wohl doch zugefallen, erst das Einsetzen der Geräuschkulisse (die verschiedenen Vogelarten scheinen feste Zeiten und eine feste Reihenfolge zu haben!) weckt uns kurz vor Sonnenaufgang auf.