Reisebericht

Drei Wochen zu dritt in Namibia ...

von mike303 · begonnen 06. Aug. 2014 · 39 Teile

Teil 106. Aug. 2014
Hallo Zusammen,
inzwischen sind leider schon ein paar Wochen vergangen, seit wir (das sind meine Frau, ein guter Freund aus Studienzeiten und ich) wieder aus Namibia zurück sind. Vorab: Es war einfach grandios und wir wären am liebsten geblieben!
Vorab möchte ich mich bedanken bei:
- Euch allen hier im Forum, ihr habt uns mit vielen Beiträgen, die wir ganz heimlich alle gelesen haben, sehr geholfen und natürlich auch konkrete Fragen beantwortet.
- Unserem Reisebüro (AST-Reisen), dass uns nach unserer ersten Planung unheimlich intensiv und geduldig beraten und bis nach Abschluss der Reise toll betreut hat.
- Meinem lieben Kollegen Thomas, der mich mit seinen Berichten in der Idee nach Namibia zu reisen bestärkt hat und mir den Tipp mit dem Reisebüro gegeben hat.
Ein kleiner Hinweis: Es wird sich eine Weile hinziehen, bis der Bericht fertig ist, die Zeit ist knapp, aber wenn ihr Lust und etwas Geduld habt nehme ich euch gerne mit auf die Reise!

Hier ist unsere Route von 26.05.- 16.6.2014:
  • Hinflug Frankfurt - Johannesburg - Windhoek mit SAA
  • Casa Piccolo (Windhoek)
  • Bagatelle Kalahari Game Ranch (Mariental)
  • Quivertree Forest Camp (Keetmannshoop)
  • 2x Farm Koimasis
  • Sossus Dune Lodge
  • 2x Tsondab Valley Scenic Reserve
  • 2 x Central Guesthouse (Swakopmund)
  • Cape Cross Lodge
  • Ameib Ranch
  • Vingerklip Lodge
  • Otjitotongwe Cheetah Farm (Kamanjab)
  • 2x Okaukuejo Rest Camp (Etosha NP)
  • Halali Rest Camp (Etosha NP)
  • 2x Onguma Tree Top Camp
  • 2x Düsternbrook
  • Rücklug Windhoek - Johannesburg - Frankfurt mit SAA
Viele Grüße
Michael
Teil 206. Aug. 2014
Und los gehts!
Unsere größten Reisetaschen sind gepackt, und auf Grund der vielen Berichte bzgl. Gepäck, das nicht pünktlich ankommt, haben wir natürlich alles brav aufgeteilt. Und siehe da, obwohl das Stativ mit in meiner Tasche war, blieben beide Taschen unter dem Limit (aber geradeso!) 😛
Ähnlich gings mit dem Fotorucksack. Er war zu schwer, aber daheim bleiben darf nichts. Also wurde kurzerhand etwas umgeladen in den Rucksack meiner Frau, bis endlich beide unter dem Limit blieben.
Also gings ausnahmsweise mal staufrei los in Richtung Frankfurt. Unterwegs haben wir noch Dirk eingesammelt und waren rechtzeitig am Flughafen.
Die erste Überraschung: Unser Reisebüro hat es wirklich geschafft, dass jeder von uns 2 Sitze hatte, was den Flug bei einer überdurchschnittlichen Körperlänge dann doch erträglich macht. Genaugenommen haben wir ihn weitgehend verschlafen, aber es gab ja eh nichts zu sehen.
Der Umstieg in Johannesburg verlief auch unspektakulär, es war Zeit für einen Kaffee und schon gings weiter nach Windhoek. Und dank der Infos aus dem Forum war das Einreiseformular dann auch kein Problem für uns.
Spannung: Wieviele Gepäckstücke werden wohl ankommen? ALLE!!! Die ersten Hürden sind also genommen und es kann losgehen - fast...
Während unser Asco-Fahrer geduldig wartet, versuchen wir und auch andere, dem Geldautomaten etwas zu entlocken, Wohlwissend, dass er nur Visa nimmt (Warum stehen dann andere Kreditkarten mit drauf?) haben wir das versucht, und zwar in allen Varianten der Bedienung und dann auch mit allen anderen Karten - jeder von uns... OK, der Fahrer würde also für seine Geduld kein Trinkgeld bekommen können. Er weiß ja schließlich, wie es in Afrika so läuft.

In Windhoek lud er uns dann im Casa Piccolo ab, wo wir erst mal durchatmen konnten - wir haben es wirklich geschafft! Wir sind in Namibia, 2 Jahre zuvor hätte ich jeden ausgelacht, der mir das erzählt hätte!
Da der Tag noch jung ist und wir erstaunlich munter, marschierten wir dann erst mal los, um einen ATM zu suchen, der uns freundlich gesonnen war. Mit Geld in der Tasche gings dann in den nächst besten Supermarkt, um die nötigsten Kleinigkeiten zu kaufen (Peaceful Sleep war in den ersten Tagen übrigens überall ausverkauft). Spontan ließen wir uns in der Unterkunft noch eine Stadtrundfahrt empfehlen und hatten Glück, dass das so kurzfristig geklappt hat - damit gehts dann im nächsten Beitrag weiter.
Teil 306. Aug. 2014
Für die erste Nacht war das Casa Piccolo richtig nett und entspannend:
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Allerdings haben wir ja nicht viel Zeit dort verbracht. Alexandra holte uns zur Stadtrundfahrt ab und sorgte erst einmal für einen Überblick über Windhoek:
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Danach ging es nach Katutura. Dieser Stadtteil ist nicht nur sehr groß, sondern auch weitgehend anders als erwartet. Und eines fällt auf: Es ist extrem sauber, ganz egal wie das Heim aussieht. Und ganz anders als bei uns spielt sich das Leben draussen ab. Bei solchem Winterwetter ist das aber auch leichter als bei uns!
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Ähnlich wichtig wie bei uns, wenn nicht gar wichtiger, sind Autos, man sieht nur saubere Autos in Katutura (ich gehe mal nicht davon aus, dass sie extra für uns geputzt wurden)! Und es sind auch nicht nur alte und billige Exemplare (so einen hätte ich auch gerne 🤩 ):
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Zur Tour gehören natürlich auch die üblchcen Sehenswürdigkeiten, wie Bahnhof,
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Christuskirche
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und die "Kaffeemaschine", alias Nationalmuseum.
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Der Abend endete nach einem leckeren Essen in Joes Beerhouse, mit einer ruhigen und erholsamen Nacht. Erwähnenswert ist sicher unsere Überraschung, dass auch Joes Beerhouse recht offen gestaltet ist, und wir dann doch merkten, dass es im Winter kühl werden kann.
Teil 407. Aug. 2014
Das freut mich, dass ihr alle dabei seid!
Dann wollen wir mal starten. Nach einem leckeren Früchstück (und schon wieder ist alles auffallend ordentlich und sauber) holt uns unser Asco Fahrer pünktlich ab. Unterwegs fällt auf, dass heute viel mehr los ist, als gestern am Montag. Es sind mehr Menschen unterwegs und die Geschäfte haben alle auf. Inzwischen wissen wir warum. Sonntag war ein Feiertag und da gibt es wohl eine tolle Regel, dass Feiertage, die auf Sonntage fallen, montags nachgeholt werden. Das sollten wir bei uns auch einführen!!!
Die Fahrzeugübergabe verlief sehr ausführlich, jedes Teil wurde erklärt und geprüft. Insgesamt sah unser Toyota trotz 100.000 km aus wie neu. Das ist erfreulich. Das Prüfen, ob der Tank wirklich voll ist, war dann doch eher befremdlich, es wird getankt, bis es kräftig überläuft... "und wenn ihr das Auto zurückbringt machen wir das wieder so...". Na jedenfalls war der Tank voll und somit alles startklar.
Den einzigen Fehler des Wagens haben wir leider erst viel später bemerkt: Der Schalter des Fensterhebers auf der Beifahrerseite funktionierte nur halb, Öffnen ging nur von der Fahrerseite aus, was natürlich zum Fotografieren etwas lästig war, aber es ging ja zumindest irgendwie. Mit Hilfe der Tourbeschreibung unseres Reisebüros fanden wir dann auch ganz schnell den Weg aus der Stadt nach Süden. Das Abenteuer hat nun wirklich begonnen.
Erster Eindruck: Die Straßen sind top! Und sie sind endlos lang!
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So eine Weite haben wir noch nie erlebt! Wir kommen gar nicht aus dem Staunen und fahren einfach mal geradeaus... (so 1-2 Stunden 😎 )
Unterwegs sehen wir die ersten Tiere: Springböcke und Paviane, aber immer wenn wir anhalten sind sie weg, aber es ist ja quasi unser erster richtiger Tag in Namibia.
Nächste Herausforderung: Wir brauchen eine Toilette. Also halten wir an der nächsten Tankstelle, tanken nochmal Bargeld (davon haben wir übrigens doch so einiges gebraucht), kaufen noch ein paar Dinge ein (Peaceful Sleep ist wieder mal ausverkauft) und suchen die Toiletten auf. Und schon wieder die inzwischen bekannte Überraschung: Es ist einfach, aber blitzsauber, das ist in Deutschland leider selten zu finden.
Kurz darauf verlassen wir dann den Asphalt und es geht weiter in Richtung Bagatelle auf unserer ersten echten Pad. Ungewohnt aber angenehm zu fahren, die Unwucht ist fast nicht mehr zu spüren und irgenwie fühlt es sich viel richtiger an als die Asphaltstraße! Und das von Asco verordnete Limit von 80 km/h scheint tatsächlich vernünftig, wie die ersten Kurven zeigen. Am Wegesrand sehen wir nun die ersten Webervogelnester
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und kurz darauf auch das erste Siedelwebervogelnest - wir sind beeindruckt!
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Langsam zeigt sich auch die Landschaft der Kalahari mit roten Dünen und dazwischen wieder unglaublicher Weite.
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Mein Gott ist das schön hier!
Kurz darauf erreichen wir die Einfahrt zur Bagatelle Lodge und erleben das Procedere der Registrierung - Formulare ausfüllen wie in Deutschland, und beim CheckIn dürfen wir das dann auch gleich wieder machen, wir haben uns im Laufe der drei Wochen dran gewöhnt...
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Teil 507. Aug. 2014
Auf einer einspurigen Sandpiste geht es weiter zur Lodge. Rund um uns herum sehen wir Springböcke, so viele, dass es fast schon unwirklich ist. Vor der Lodge werden wir schon mit Welcomedrinks erwartet, uns geht es einfach nur gut!
Nach dem Check In machen wir einen kleinen Rundgang durch die Lodge und melden uns auch gleich noch für einige der angebotenen Aktivitäten an.
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Danach brechen wir zu unsere Unterkunft auf, die ein paar Meter abseits auf der Düne liegt:
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So sieht das ganze noch unspektakulär aus, und es ist uns noch nicht klar, warum wir so lange voraus gebucht haben, um zwei dieser "Hütten" zu bekommen. Das ändert sich aber schlagartig, als wir oben ankommen, es verschlägt uns mehr oder weniger die Sprache:
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Ein freier Blick in die Weite, ein Wasserloch in Sichtweite und überall springen Tiere herum! Wir sind im Paradies!
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Und auch von innen sieht das ganze ganz einladend aus:
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Irgendwie kommt die Angst auf, dass wir gleich wach werden und daheim im Bett liegen...
Das Bad verschärft dieses Gefühl noch, irgendwie scheinen wir in einem Film gelandet zu sein.
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Teil 607. Aug. 2014
Inzwischen haben wir uns gegenseitig ein paar mal gezwickt und sind glücklicherweise nicht zu hause im Bett aufgewacht und starten mit einer Gepardenfütterung. Im offenen Auto geht es ins Gehege und die Kätzchen tauchen auch sofort auf, um ein wenig für Fotos zu posen und sich ihr Fleisch abzuholen. Wir sind begeistert - so nah so offen an so schönen Tieren durften noch nie sein.
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Die Auslöser klicken und die Kameras können zeigen was sie können. Glücklicherweise haben wir reichlich Akkus und Speicher dabei. Allerdings kommen mir schon jetzt (es ist ja noch immer der erste "echte" Tag) Zweifel, ob 1 TB Speicher wohl reichen wird.
Direkt im Anschluss geht's noch auf eine Düne zum Sundowner. Das Lodge-Team ist schon da und hat etwas vorbereitet.
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Und der Eindruck, dass wir Teil eines Spielfilms sind, hört auch bei Wein, Biltong und Gin Tonic nicht auf.
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Zum ersten Mal erleben wir kurz nach 17:00 einen Sonnenuntergang in Afrika, ein tolles Farbenspiel, das aber schnell vorbei ist.
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Danach gibt es auch schon Essen - unser erster Springbock, frisch vom Grill und unglaublich lecker! Und während wir am Essen sind, schaut ein anderer Springbock kurz durch die offene Tür herein ( ... und wirft sozusagen einen Blick in die Zukunft 😈 ). Gut gesättigt brechen wir auf zu unserer Düne und sehen den Sternenhimmel, Das ist unglaublich!!! Und wir haben richtig Glück: Es ist Neumond. Also Kamera aufs Stativ und einfach mal abgedrückt:
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Teil 707. Aug. 2014
Tag 3 startet sehr früh zu einem Morningdrive. Während andere Gäste mit den Buschmännern auf Pirsch gehen (es ist übrigens ziemlich frisch und wir haben Skiunterwäsche und dicke Jacken an!), sind wir nur zu dritt.
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Während unser Guide noch schnell einen Reifen tauschen muss sehen wir direkt vor der Lodge schon die ersten Tiere:
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Dann geht's los in die tolle Landschaft und wir bekommen einiges geboten:
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Nach diesen Eindrücken gibt's erst mal Frühstück und wir müssen leider aufbrechen nach Süden - was soll denn eigentlich in den kommenden Tagen und Wochen noch besser werden?
Teil 808. Aug. 2014
Schön, dass ihr alle dabei seid. Und ja, der Virus hat uns gepackt, und nicht nur uns, sondern inzwischen auch ein paar andere, ganz alleine vom Bilder gucken.
Es ist halt nicht ganz billig und somit nicht jedes Jahr möglich. Außerdem müssen wir ja auch zwischendrin unserem bisher favorisierten Reiseland Irland mal wieder einen Besuch abstatten, aber die ersten Ideen reifen schon....

Der 3. Tag geht nach dem verspäteten Frühstück weiter: Ziel ist Keetmannshoop und der Köcherbaumwald. Die Landschaft ist wieder geprägt von Weite und endlos langen geraden Straßen, inzwischen stoppen wir schon die Zeit zwischen zwei Kurven, aber meistens ist es so lang, dass wir schon gar nicht dran denken. Insgesamt ist diese Strecke nicht besonders spannend und ohne den Morningdrive hätten wir auch sicher eine andere Route gewählt.
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Quivertree Forest Camp ist deutlich weniger spektakulär als Bagatelle und da wir auf der langen Gerade schnell vorwärts kamen ist auch noch Zeit für den Giants playground.
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Nach diesem Abstecher kamen wir gerade rechtzeitig zur Raubtierfütterung und waren etwas überrascht, als der Farmer das Fleisch nicht über den Zaun geworfen hat, sondern das Tor öffnete und meinte "kommt mit rein"! Die Fütterung ist nicht unbedingt naturnah, aber dafür begegnen wir den Miezen nun auf Augenhöhe und ohne jeglichen Zaun bzw. ein Auto. Für ein Foto (ok es war deutlich mehr als eins) war es aber ok.
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Das Timing ist dann nahezu perfekt für die Köcherbäume und so verbringen wir den Sonnenuntergang zusammen mit vielen anderen Fotografierwütigen.
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Teil 908. Aug. 2014
Tag 4
Kurz vor Sonnenaufgang wird es draußen laut: Direkt vor unserem Fenster toben zwei der Geparden herum - so wird man nicht alle Tage geweckt!
Die heutige Etappe ist lang aber wie sich herausstellt sehr abwechslungsreich.
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In Aus wagen wir es dann zum ersten Mal zu tanken, eine Aktion. für die man durchaus etwas mehr Zeit einplanen muss als bei uns. Der Sprit scheint nur tropfenweise zu laufen, aber Zeit spielt bereits am 4. Tag unserer Reise eine völlig untergeordnete Rolle! Kein Zeitdruck, kein TV, kein Radio, keine Zeitung und kein Handy, nur Natur und Ruhe, irgendwas machen wir sonst falsch!!!
Ab Aus verlassen wir die Asphaltstraße in Richtung D707 und die Landschaft wird unglaublich schön!
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Auch die Nähe zur Namib wird langsam deutlich:
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Nach ein paar Stunden erreichen wir dann auch die Einfahrt nach Koiimasis, endlich sind wir da!
Oder auch nicht. Die Piste ist stellenweise sehr holprig und zieht sich ziemlich lang. Zwischendrin müssen einige Gatter geöffnet und natürlich wieder geschlossen werden und wir können uns nicht so recht vorstellen wo wir hier eigentlich übernachten sollen.
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Aber irgendwann haben wir Koiimasis dann doch erreicht, eine toll gebaute Lodge mit grandiosem Ausblick.
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Wir lassen es uns gut gehen und genießen den Sonnenuntergang, ein leckeres Essen und wieder einmal den grandiosen Sternenhimmel.
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Teil 1009. Aug. 2014
Tag 5
Heute gibt's mal etwas Bewegung! Nach dem Frühstück marschieren wir los, an der Farm vorbei in die Landschaft. Das tut richtig gut und die Weite wird immer eindrucksvoller.
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Abends unternimmt Roland noch eine Ausfahrt mit uns, so dass wir noch etwas mehr von der Landschaft erleben können.
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Zum Sundowner geht dann auf einen der kleinen Berge mit tollem Rundumblick:
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Teil 1110. Aug. 2014
Tag6
Heute verlassen wir Koiimasis in Richtung Wüste und der Abschied fällt ähnlich schwer wie in Bagatelle. Wir haben immer mehr Sorgen, dass wir unsere Route ungünstig geplant haben, was soll denn bitte nach solchen Highlights noch kommen?
Die Fahrt bringt wieder viele neue Eindrücke und wir entdecken ungewohnte Schilder.
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Und das Beste an diesen Schilder ist: Sie funktionieren!
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Keine 100 Meter nach dem Schild sehen wir unsere ersten Zebras.

Die Formalitäten bei der Einfahrt zum Sossusvlei sind auch einigermaßen einfach erledigt, so dass wir unser Quartier in der Sossus Dune Lodge bald beziehen. Hier ist alles recht förmlich mit Begrüßung, Einweisung usw. aber insgesamt auch richtig gut. Die Zeit ist zwar nicht üppig, aber wir müssen ja nicht bei Sonnenuntergang aus dem NP heraus sein, 😛 so dass wir uns noch auf den Weg machen und ein paar Dünen sehen und besteigen können. Allerdings ist das in der Nachmittagssonne bei leichtem Wind nicht wirklich angenehm. Der Aufstieg auf die Düne 45 ist schlimmer als 1000 m in den Alpen, insbesondere auch, weil sich der feine Sand/Staub in der Lunge deutlich bemerkbar macht und das Atmen fast verhindert.
Hier noch ein paar kleine Impressionen der Dünen am späten Nachmittag.
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Auf dem Rückweg werden wir noch von einem Ranger gestoppt, der uns nett darauf hinweist, dass wir nun bald aus dem Park sein müssen und wissen will, ob da noch andere Touristen hinter uns kommen. Das können wir ihm leider nicht sicher sagen. Die Info, dass wir in der Sossus Dune Lodge übernachten, macht das Ganze noch deutlich entspannter und wir plaudern noch etwas mit ihm. Um ehrlich zu sein hatte ich schon Sorgen, dass er gemerkt hat, dass ich doch etwas schneller als mit den erlaubten 60 unterwegs war.
Das Abendessen wird auf der Terrasse serviert, begleitet von geschäftstüchtigen Mitarbeitern der Lodge, die die Morningdrives anpreisen. Das führt bei uns zu einigen Diskussionen. Es sind ja nur ein paar km durch den Sand und wir haben ein Allradfahrzeug ...
Wichtig ist auch, dass wir ja eigentlich nur früh genug im Deadvlei sein wollen und keinesfalls auf eine weitere Düne klettern wollen. Am Ende ziehen aber vor allem die Argumente, dass Tourteilnehmer das Zimmer erst später räumen müssen und es ein Frühstück im Sossusvlei gibt. So entscheiden wir uns schließlich für die Tour.
Im Nachhinein waren wir froh darüber, denn wir hätten im Halbdunkel sicher das Deadvlei verpasst, den Fußweg nicht gefunden oder uns so wie einige andere im Sand festgefahren.
Teil 1213. Aug. 2014
Tag 7
Wir haben den Wecker sicherheitshalber ein paar Minuten vor unserem Wakeup-call gestellt. Aber pünktlich wie bestellt, werden wir geweckt und machen uns kurz darauf auf, um erstmal einen Kaffee zu trinken. Beim Aufbruch zur Sossusvlei-Tour ist es noch stockdunkel und wie schon erwähnt scheint es uns schwer a) die Spur durch den Sand zu erkennen b) den Deadvlei Parkplatz zu sehen und c) dann im Dunkeln den Weg zu erahnen. Insofern war es jetzt schon gut, nicht auf eigene Faust losgezogen zu sein. Während sich quasi alle, die mit dabei sind, auf den Weg auf Big daddy machen,
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laufen wir eilig in Richtung Deadvlei, wir machen das ja nicht zum Spaß! Einer von uns dreien (ich) will bei Sonnenaufgang dort sein, um Fotos zu machen! Am Ende haben wir viel Zeit, sehr viel Zeit. Und: Wir spüren, dass es nachts im Winter in der Namib ganz schön kalt werden kann! Als die Sonne dann so langsam hervorkommt, tauchen auch andere Verrückte auf, die ihre Stative positionieren, auf dem Boden herumkriechen und beim Fotografieren die Kälte und den Rest der Welt vergessen.
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Aber es lohnt sich, das Licht ist wirklich fantastisch und nachdem die Bilder im Kasten sind, wird es auch langsam etwas wärmer.
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Besonders spannend ist die Veränderung des Lichts zu beobachten. die beiden folgenden Bilder sind nur wenige Minuten nacheinander aufgenommen!
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Als die Sonne dann endlich das gesamte Deadvlei in Licht taucht, holt uns Sammy, unser Guide, ab und ruft zum Frühstück im Sossusvlei. Auf dem Rückweg sehen wir erst so richtig, dass wir tatsächlich mitten in der Wüste sind. Auf dem Hinweg war es dazu noch zu dunkel!
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Das Frühstück ist richtig nett und vor allem völlig entspannt, da wir es ja nicht eilig haben, in die Lodge zurückzukommen. So ist der gesamte Morgen dieses Tages schon wieder ein unvergessliches Highlight der Reise - und dieser Tag ist noch lange nicht zu Ende!
Teil 1320. Aug. 2014
Tag 7 - Fortsetzung
Es kann weiter gehen, der Rechner läuft wieder! 😄
Wie versprochen ist Tag 7 noch lange nicht vorbei! Bei der Rückkehr aus dem Sossusvlei sehen wir Touristen, die im Sand stecken geblieben sind und unser Fahrer Sammy versucht noch sein Bestes, ihnen zu helfen, aber da brauchte es dann mehr, das Auto steckte bis zum Bodenblech im Sand. Das war also noch eine Bestätigung dafür, dass es nicht ganz falsch war, die Tour zu buchen. Nach der Rückkehr konnten wir dann in aller Ruhe auschecken und uns auf den Weg machen.
Nächstes Ziel: Apfelkuchen, ihr wisst schon wo. Solitaire lag auf unserer Strecke und war somit Pflichtprogramm. Außerdem passte die Uhrzeit auch ganz gut für eine Tasse Kaffee und leckeren Kuchen.
Unser eigentliches Ziel, Tsondab Valley, war ja auch nicht weit entfernt, die Einfahrt zur Farm erreicht man nur wenige Minuten nach Solitaire. Kurz nach dem Gatter wurden wir von einer ganzen Oryx-Herde empfangen, einige davon "zwangen" uns direkt zum nächsten Foto-Stopp:
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Die Fahrt bis zum Ziel zog sich nun noch ein ganzes Stück durch eine atemberaubend schöne Landschaft. Irgendwie konnten wir uns dabei nie so richtig vorstellen, wo denn hier die Lodge sein sollte. Nach jeder Biegung und jedem Hügel erwarteten wir das Ziel, doch das Farmgelände zeigte uns die wahre Weite Namibias. Es dauerte am Ende deutlich über eine halbe Stunde, bis aus dem Nichts die Gebäude auftauchten.
Dort angekommen wurden wir herzlich und unglaublich persönlich empfangen. Und so saßen wir erst einmal auf der Terrasse, erfrischten uns mit hausgemachter Limonade und lernten mit Kristin und die beiden Praktikanten kennen. Erst später bezogen wir unsere Bungalows mit traumhaftem Blick in die Landschaft.
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Kurz darauf haben wir die Chance, Kristins Mann Hans im Tiefflug mit der Cessna an uns vorbeifliegen zu sehen.
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Hinweis: Die entgegengesetzte Blickrichtung folgt 😛

Beim Sundowner auf der Terrasse genießen wir das Spiel des Lichts und können uns an der Landschaft gar nicht satt sehen. Irgendwie ist es hier anders, es fühlt sich nicht nach Lodge an, sondern viel persönlicher, mehr wie zu Besuch bei Freunden!
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Nach dem leckeren Essen, dürfen wir entscheiden, ob wir auf dem Dach der Bungalows schlafen wollen, wir überlegen kurz, es ist ja schließlich Winter, und entscheiden uns richtig - also dafür! Und das war gut so, denn die folgende Nacht wurde sehr viel kälter!
Es wurden also zusätzliche Matratzen aufs Dach gebracht und das Bett dort gerichtet, so dass wir die Möglichkeit hatten, jederzeit mit der warmen Decke umzuziehen. Aber das war weder nötig noch wollten wir es. Eine Nacht unter dem Sternenhimmel Namibias ist ein echtes Erlebnis. Man blickt nach oben und sieht Sterne, nicht ein paar wie bei uns, sondern tausende - die ganze Milchstraße! Und dazwischen huschen immer mal Sternschnuppen durchs Blickfeld.
Die Natur wird dann irgendwann immer ruhiger, wenn auch nie ganz still und wir beginnen gegen den Schlaf anzukämpfen, es wäre schließlich zu schade, diesen Eindruck zu verschlafen! Was soll ich sagen, irgendwann sind die Augen dann wohl doch zugefallen, erst das Einsetzen der Geräuschkulisse (die verschiedenen Vogelarten scheinen feste Zeiten und eine feste Reihenfolge zu haben!) weckt uns kurz vor Sonnenaufgang auf.
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Teil 1426. Aug. 2014
Tag 8 (... und der Rechner lief doch nicht, trotz inzwischen sicher 20 Neuinstallationen. Jetzt geht es zumindest so halbwegs, aber irgendwas stimmt nicht ... aber Hauptsache ist, dass es immer mal wieder ein Stück weiter geht!)
Nach dieser unglaublichen Nacht, in der es glücklicherweise auch nicht zu kalt wurde, sind wir trotzdem gut ausgeruht und planen den neuen Tag - genaugenommen den Vormittag, denn für den Nachmittag haben wir schon etwas vorgenommen. Ziel soll der "geheime Canyon" sein. Wir ohne umfangreiches Frühstück, um vor der Mittagshitze zurück zu sein und danach unser Frühstück als Brunch einzunehmen. Nach genauer Beschreibung des Wegs starten wir auf einem Fahrweg bis zu einem markanten Baum, den man von der Unterkunft aus sehen konnte.
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Ab da ging es dann (kleine Abkürzung von 1 h) querfeldein über die Dünen, mitten hinein in diese herrliche weite Landschaft.
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Und siehe da, nach einiger Zeit fanden wir den Eingang zum Canyon genau dort wo wir ihn erwarten durften! Am Anfang ist es noch unspektakulär, aber je tiefer man hineinläuft, desto enger wird es, bis man am Ende wirklich zwischen Felswänden steht. Hier unten scheint es auch deutlich kühler und feuchter zu sein, denn es gibt richtig frisches Grün! Und es gibt noch etwas...
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... wie sich herausstellte, waren das nicht die letzten Touristen, die den Canyon besucht haben, sondern vermutlich die Reste einer Leopardenmahlzeit, die wohl schon etwas länger zurücklag. Gesehen haben wir zumindest keinen.
Am Ende fanden wir dann auch den Ausstieg aus dem Canyon und folgten der Wegbeschreibung "über die Dünen", um zum vereinbarten Treffpunkt zu gelangen. Eigentlich kann man den Weg nicht verfehlen, aber das Gefühl in einer solchen Gegend ohne Weg und ohne Markierungen zu wandern ist schon klasse.
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Auch wenn es noch lange nicht Mittag war, merkten wir jetzt, wie gut es war, früh aufzubrechen! Hier am Rand der Namib ist die Wintersonne auch am Vormittag nicht zu verachten. Und so waren wir dann froh, als wir irgendwann in der Ferne den alten Landrover sahen, mit dem uns Kristin wie vereinbart abholte und zu unserem verspäteten Frühstück / Brunch brachte. Und das schmeckte nach diesem Ausflug nochmal so gut!
Teil 1526. Aug. 2014
Fortsetzung
Wie schon erwähnt, hatten wir den Nachmittag fest verplant. Nachdem wir uns gestärkt und etwas von der Wanderung erholt hatten (einige von uns auch im winterlich frischen Pool 😎 ) ging es mit Hans auf Tour. Da das Farmgelände groß ist, ist das Ziel perfekt ausgeschildert!
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Nach ausführlichen Checks der Maschine ging es dann los, einmal quer über die Namib bis zur Küste. Hatten wir auf unserer Tour eigentlich schon Highlights??? Das ist jetzt wirklich eins!
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Die Weite ist nochmal um Dimensionen anders, irgendwie kommt einem Raumschiff Enterprise in den Sinn, nur leicht abgewandelt: "Die Namib, unendliche Weiten...". Dazu kommen grandiose Formen und Farben. Hans ist mit seinen vielen tausend Stunden Flugerfahrung unglaublich souverän und man spürt, wie sehr er das Fliegen liebt! Er kennt alle sehenswerten Punkte wie Schiffswracks, verlassene Diamantenstädte und vieles mehr und fliegt jeden davon gezielt an. Je näher wir der Küste kommen, desto intensiver erstrahlt der Dunst in der tiefstehenden Sonne - faszinierend! (irgendwie werde ich die Enterprise nicht los 😛 )
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Auch wenn wir es ja vorher wussten, aber wenn man es von oben sieht ist der abrupte Übergang von Wüste ins Meer richtig heftig.
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Der Rückflug zur Lodge zeigt dann ganz neue Eindrücke. Die Namib hat viele Gesichter; besonders spannend ist der Flug entlang eines Trockenflusses, der zwei völlig unterschiedliche Landschaften voneinander trennt.
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Kurz vor der Landung geht es an der Lodge vorbei (ich habe euch ja die entgegengesetzte Blickrichtung versprochen!) und wir sind dann pünktlich zum Sundowner zurück am Boden.
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Was für ein Tag!!!!!!
Den Abend verbrachten wir dann beim Braai zusammen mit Kristin und Hans und ihren super netten Praktikanten. Neben leckerem Essen gab es für uns auch viel Interessantes über das Leben am Rande der Wüste in dieser wundervollen und abgeschiedenen Gegend. Leider war es an diesem Abend deutlich kälter geworden, so dass eine zweite Nacht unter freiem Himmel nicht möglich war. Was für ein Glück, dass wir die Chance am Vorabend genutzt hatten!
Teil 1628. Aug. 2014
Tag 9
Heute heißt es Abschied nehmen von Tsondab. Das fällt nicht leicht, wir haben uns hier so unglaublich wohl gefühlt, doch es hilft nichts, die Unterkünfte sind gebucht und so machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg in Richtung Swakopmund.
Die Strecke führt zunächst durch interessante Landschaften /Kuiseb), aber irgendwann geht es dann quasi quer durch die Namib und ist dort nicht wirklich abwechslungsreich.
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Am Vogelfederberg hat irgendwer ein Titelbild für unsere Bilderserie vorbereitet. Vielen Dank dafür! Vielleicht war das ja einer von Euch!?
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Nach dieser langen Etappe beziehen wir unsere Unterkunft in Swakopmund, erkunden das Städtchen, genießen den Sonnenuntergang am Meer und verdrücken im Western Saloon eine riesige und leckere Fischplatte.
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Teil 1729. Aug. 2014
Tag 10
Gut ausgeruht brechen wir heute schon früh auf in Richtung Walvis Bay. Wir haben eine Bootstour mit Mola Mola gebucht und wollen natürlich nicht zu spät sein. Erstaunlicherweise hält sich der morgendliche Nebel sehr in Grenzen, wir hatten da mir deutlich mehr gerechnet, Gleiches gilt für den Verkehr. So sind wir sehr pünktlich im Büro von Mola Mola, wo wir als Dreiergruppe auch direkt erkannt werden. Bis es los geht reicht die Zeit noch, für einen Kaffee in der klaren Morgensonne.
Die Tour ist richtig nett und erlebnisreich. Wir sind ständig von Pelikanen umlagert, Eine Robbe kommt an Board und meine Frau lässt sich die Gelegenheit einer Umarmung mit dem "Raubtier" nicht entgehen. Glücklicherweise steht der Skipper hinter ihr und hat dem ungestümen Sprung genug Masse entgegenzusetzen! 😛
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Unterwegs sehen wir auch einige Delfine, allerdings kommen sie nicht sehr nah ans Boot. Vielleicht liegt es daran, dass sie Jungtiere dabei haben.
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Gegen Mittag gibt es einen kleinen Snack an Board und unser Freund ist begeistert von den Austern, zumal er so ziemlich der einzige auf dem Boot ist, der Austern mag - somit hatte er nicht zu wenige! 😕
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Für den Rückweg wählen wir eine andere Route und sind sofort wieder mitten in der Wüste, obwohl wir nur ein paar Kilometer vom Meer entfernt sind. Das ist echt nicht zu glauben. Und wie am Vorabend sind wir zum Sundowner wieder am Jetty und genießen die Aussicht. Besonders nett und leider nicht im Bild dokumentiert: Während ich mein Windhoek trinke, platscht mir auf einmal etwas ins Genick und erschreckt sich nicht weniger als ich. Da hat mich doch ein Kormoran als Landeplattform missbraucht und sitzt verdutzt auf meiner Schulter.
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Teil 1829. Aug. 2014
Tag 11
Es ist schon wieder ein fast nebelfreier Morgen in Swakopmund. Heute steht die Living Desert Tour auf dem Programm. Wir packen direkt nach dem Frühstück unser Gepäck ins Auto, dürfen dieses aber noch auf dem Parkplatz des Guesthouse stehen lassen, so brauchen wir uns darüber keine Sorgen machen. Pünktlich wie vereinbart werden wir von Ansgar unserem Guide abgeholt und sammeln noch ein paar weitere Gäste ein. Irgendwie hatten wir gehofft, dass Chris die Tour persönlich leiten würde, aber ich kann schon jetzt sagen, dass Ansgar das richtig klasse gemacht hat!
Zunächst erklärt er uns einige Zusammenhänge des Lebens in der Wüste und geht dann auf die Suche, um kurz darauf ein erstes Tier aus dem Sand zu ziehen:
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Und schon springt er weiter und beginnt bei einem winzigen Löchlein im Sand zu buddeln und findet eine Spinne,,,
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Zwischendrin geht es mit dem Geländewagen immer weiter in den Sand. Jedes Mal wenn Ansgar irgendetwas erspäht hat, springt er aus dem Auto und beginnt zu buddeln.
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Und meistens hat er Glück und findet, was er sucht.
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Besonders auffällig ist, wie vorsichtig er mit den Tieren umgeht und auch beim Laufenlassen sorgfältig nach einer geeigneten Stelle sucht, wo das Tier sich wieder eingraben kann. Das fanden wir alle sehr bemerkenswert! Insgesamt führt er die Tour auf eine sehr angenehme und ruhige Art.
Hier sind noch ein paar der Tiere, die er für uns erspäht hat.

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Und auch hier, hatte er keine Angst, barfuß durch den Sand zu laufen.
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Eine Spezies fehlte noch und die hat nicht Ansgar sondern unser Freund gefunden, und das gleich im Doppelpack!
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Die zwei hatten wie es scheint ihren Spaß, und wir natürlich auch.
Unabhängig von den Tieren, war aber auch die Fahrt durch die Dünen spektakulär, wir hätten es nie für möglich gehalten, wo ein Auto mit geeignetem Fahrer noch durchkommt!
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Leider war der Vormittag nur zu schnell vorbei, aber es hat sich in jedem Fall gelohnt. An dieser Stelle noch mal herzlichen Dank an Ansgar!
Teil 1929. Aug. 2014
Fortsetzung Tag 11
Am frühen Nachmittag kamen wir zurück zum Guesthouse und holten unser Auto. Für diesen Tag hatten wir eine relativ kleine Etappe eingeplant, schließlich hatten wir ja auch schon ein ganz ordentliches Programm. Auf der Salzstraße ging es in Richtung Norden. Leider wurde gerade an der Straße herumgewerkelt, wozu sie ordentlich mit Wasser eingeweicht wurde.
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Das glänzt zwar schön in der Sonne, aber es fährt sich wie auf Schmierseife und das Auto sah hinterher richtig übel aus...
Am späten Nachmittag erreichten wir dann Cape Cross und besuchten die Robben. Wir haben ja am Vortag schon einige bei der Bootstour gesehen und einzelne sogar sehr nah erleben dürfen, aber das sind hier nochmal andere Dimensionen!
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Und wie man weiß, verströmt eine solche Anzahl von Tieren nicht nur einen heftigen Gestank, sondern macht auch einen ungeheuerlichen Lärm. Irgendwie scheint hier jeder jeden ständig anzubrüllen.
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Aber am Ende halten wir es dann doch ungefähr eine Stunde aus. Es ist ein tolles Erlebnis, zumal auch noch einige Jungtiere da sind.
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Pünktlich zur Schließung verlassen wir das Gelände und sind zum Sundowner in der Lodge, wo wir bei laut tosender Brandung einen herrlichen Sonnenuntergang genießen dürfen.
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Teil 2030. Aug. 2014
Da euch die Sonnenuntergänge so gefallen, lege ich einfach noch zwei nach 😎
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