Meines ist noch völlig neu. Ich habe es im Februar bei Amazon für Euro 1.199,- gekauft. Verwenden werde ich es erst bei unserer nächsten Reise im Dezember. Ich habe auch noch den Original-Karton. Ich kann es Euch gerne zum Preis von 1.199,- verkaufen.
Black Lion383 Beiträge · seit 201217. Juni 2014 · #22
Nach meiner Safari in Namibia hat sich für mich persönlcih das bestätigt, was ich schon vorher vermutet habe. Mein Sigma 50-500 OS HSM war einfach das perfekte Safari-Ojektiv.
Zum Beispiel konnte ich die Wanderung zur White Lady am Brandberg nur mit dem Sigma machen und habe trotzdem Tiere, Insekten, Blüten und auch Landschaftseindrücke fotografieren können (Reisebericht ist noch in Bearbeitung). Und auch im Etosha waren die 50mm "unten rum" sehr hilfreich, als plötzlich zwei Nashörner aus dem Gebüsch kamen, oder als ich mit sehr viel Glück eine Elefantenherde bei einem Zwischenstopp am Wasserloch beobachten konnte (waren echt nur 5 Minuten!).
Das das Sigma 50-500 OS HSM bei Offenblende 6.3 optisch ein wenig schwächer (aber immernoch sehr gut!) ist als das Canon oder das Tamron, war bei meiner Reise nie ein Problem, da bis auf eine Gelegenheit immer genug Licht für F 8.0 da war. Und bei F 8.0 muss man die optischen Unterschiede dann echt schon in den einzelen Pixeln suchen.
Ein wesentlich größeres Problem war das Luftflimmern ab dem Vormittag bei großer Brennweite (> 300mm) und der Autofokus der Kamera (Canon 60D), welcher die meist im Schatten liegenden Tiere nicht immer optimal getoffen hat, bzw. zusehr von den hohen Kontasten im schonnigen Hintergrund angezogen wurde 😄.
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200630. Juni 2014 · #23
Hallo zusammen,
nachdem ich von euch so viele Tipps und Ratschläge bekommen habe, möchte ich euch noch kurz berichten, wofür wir uns entschieden haben. Da meinem Mann die 200mm mehr Brennweite trotz des höheren Gewichts des Tamrons sehr wichtig waren, ist es das schlussendlich geworden.
Hier nochmal einen herzlichen Dank an lahnsteiner, der so nett war, uns sein Exemplar zu verkaufen. Bis zu unserem Urlaub wäre das nämlich wohl sonst nichts mehr geworden.
Gestern dann der erste Test bei starker Bewölkung: Alle Bilder frei Hand mit einer 70D. Das Gewicht macht sich natürlich schon deutlich bemerkbar, aber es war aus meiner Sicht ganz gut zu handeln. Die Unschärfequote bei ca. 100 Testbildern war erstaunlich gering.
Vom Handling her gefällt mir der Schiebezoom am Canon besser, aber auch mit dem Tamron bin ich gut klargekommen. Mein persönliches Fazit daher: Für uns war es wohl die richtige Entscheidung. Ob wir die 200mm mehr dann in SA tatsächlich brauchen, wird sich zeigen.
lionfight1'324 Beiträge · seit 201330. Juni 2014 · #24
mmmh. Die Schärfe würde mich nicht zufrieden stellen. Sind die Aufnahmen bei 600mm entstanden? 600mm entsprechen an der D70 ja praktisch nahezu 1000mm. Und das kann man Freihand nicht vernünftig halten. Wenn, muss man auf sehr kurze Belichtungszeiten achten. Dazu kommt, dass scheinbar viele Tamron speziell an Nicht-Vollformatkameras über 400mm Probleme haben.
Gruß! der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela
10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
Black Lion383 Beiträge · seit 201230. Juni 2014 · #25
Also ich finde die Fotos mehr als in Ordnung. Vorallem da das Wetter anscheinend Bewolkt war und daher vermutlich relativ lange Belichtungszeiten zum Einsatz kamen. Mit Sonnenschein sieht das bestimmt nocheinmal eine ganze Ecke besser aus.
Des Weiteren vermute ich auch einmal, dass die Bilder unbearbeitet sind, sprich nicht aus RAW entwickelt und nachgeschärft wurden. Aus eigener Erfahrung weiß ich, das man da auch nocheinmal sehr viel machen kann.
FEfermoll42 Beiträge · seit 201302. Juli 2014 · #26
Ich nutze seit einigen Jahren an der Sony A550 und jetzt A77 ein Sigma 150-500. Fotografisches Vorbild als Tierfotograf ist für mich Fritz Pölking. Für den war ein optimales Telezoom für die Tierfotografie ein 200-600er, das es Anfang des Jahrtausends noch nicht gab. Für seine Bücher Masai Mara und Leoparden (1995) hat er von Sept. 93 bis Nov. 94 ca.1100 Filme verknipst, davon mehr als 80 % mit einem 600er teilweise mit Konverter. Für ihn wäre wahrscheinlich das Tamron interessant gewesen (Er ist leider 2007 verstorben). Mit den Möglichkieten hoher ASA-Werte heutiger Kameras ist m.E. die Lichtschwäche zu verschmerzen. Mit der A 77 kann ich auch Konverter verwenden, auch wenn dann AF nicht mehr funktioniert. Die Fokussierung wird duch das Focuspeaking sehr erleichtert. Wen es interessiert: Fritz Pölking. Aus dem Leben einer Mutter und ihrer neun Kinder im Werkstattbuch, Fallstudie bzw. Zwischen Tag und Traum (Werstattbuch-2), Neues aus der Familie mit sehr schönen Fotos der im Buch dokumentierten Leopardin Paradise. Die Bilder sind ein Vorgeschmack für das Buch.
Ich selbst würde zwischen dem Sigma 50-500er und dem Tamron schwanken. Wenn ein zweiter Body zur Verfügung steht, eindeutig zum Tamron.
Ich habe zwei Jahre mit dem EF 100-400 fotografiert, doch die Kombination EF 70-200, 2,8 und Konverter ist die bessere Wahl. Die Offenblende bei 200mm ist unschlagbar und sorgt für die bessere Freistellung.
lionfight1'324 Beiträge · seit 201303. Juli 2014 · #28
Fritz Pölking hätte niemals mit einem 150-600 fotografiert. Das ist für das Geld ein außerordentliches Objektiv, das ist Fakt. Genauso Fakt ist aber, dass das Objektiv oft genug keine guten Bilder prodiziert. Bei manchen Kameras und manchen Fotographhen scheint es gut zu funktionieren, bei vielen jedoch nicht. Das ist ein Dunkelzoom, das bei AF-C oft genug nicht sauber focusiert und nicht meinem Konverter zu verwenden ist. Sicher kein Objektiv für F.P.. Wolf-Dieter-Peest, ein professioneller Fotograph, ist allerdings in der Lage damit erstaunliche Bilder zu machen. Er hat aber auch ein 600mm + Konverter mit dem er zusätzlich arbeitet.
Man muss ein gutes Exemplar erwischen und unglaublich viel damit üben.
Gruß! der Joe
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FEfermoll42 Beiträge · seit 201303. Juli 2014 · #29
BerndW schrieb:Ich habe zwei Jahre mit dem EF 100-400 fotografiert, doch die Kombination EF 70-200, 2,8 und Konverter ist die bessere Wahl. Die Offenblende bei 200mm ist unschlagbar und sorgt für die bessere Freistellung.
Ist Dir bewusst, dass sich bei der Verwendung eines Telekonverters die Blende verändert. Bei einem 2er ist die Blende nicht mehr 2,8, sondern 5,6. Zusätzlich verschlechtert sich die Abbildungsqualität.
Fritz Pölking hätte niemals mit einem 150-600 fotografiert.
Du solltest Dich mal auf seiner Homepage umschauen. Da steht etwas ganz anderes.
lionfight1'324 Beiträge · seit 201303. Juli 2014 · #30
fermoll schrieb:
Du solltest Dich mal auf seiner Homepage umschauen. Da steht etwas ganz anderes.
Er hätte ein 200-400 1,4x von Canon genommen. Und kein Tamron Dunkelzoom. Dafür war er viel zu viel Qualitätsfanatiker.
Gruß! der Joe
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FEfermoll42 Beiträge · seit 201303. Juli 2014 · #31
lionfight schrieb:
fermoll schrieb:
Du solltest Dich mal auf seiner Homepage umschauen. Da steht etwas ganz anderes.
Er hätte ein 200-400 1,4x von Canon genommen. Und kein Tamron Dunkelzoom. Dafür war er viel zu viel Qualitätsfanatiker.
Gruß! der Joe
Das 200-400 von Canon hat die Blende 4,0, mit einem 1,4 Konverter 5,6, das Tamron bei 600mm 6,3. Was ist übrigens in Zeiten von Hoch-Iso fähigen Kameras ein Dunkelzoom? Pölking hat in den 90er Jahren mit 100 und selten mit 400 ASA Filmen fotografiert. Es lohnt sich wirklich, den Link mal genauer zu lesen, vor allem was er zur Ausrüstung schreibt. Fallbeispiel
lionfight1'324 Beiträge · seit 201303. Juli 2014 · #32
Du glaubst so, ich glaub so. Fragen geht nicht mehr.
Gruß! der Joe
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FEfermoll42 Beiträge · seit 201303. Juli 2014 · #33
Das, was ich geschrieben habe, ist belegbar und ist Tatsache. Glauben hilft da wenig. Heute ist ISO 6400 ohne weiteres möglich, auch mit relativ einfachen Kameras und das hat weiss Gott nichts mit APS-C zu tun.
MichaelAC350 Beiträge · seit 201403. Juli 2014 · #34
@fermoll
Ja - die hohen ISO's helfen. Wo sie nicht helfen - und physikalisch nicht helfen können - ist bei der Fokussierung und bei der Freistellung.
Für beides braucht man möglichst offene Blenden ! Und genau diese beiden Aspekte sind (neben sicher auch Unterschieden in der Abbildungsleistung zwischen einem 10.000€-Objektiv und einem 1.200€-Objektiv) die in der Praxis relevanten.
Aber wie bei Vielem: Wie wichtig jeder einzelne Aspekt ist (hier: das letzte Quentchen an Bildqualität, die Schnelligkeit/Sicherheit/Übung im Fokussieren, oder die Freistellung) ist subjektiv und bei jedem anders.
Ich würde mir bei solchen Diskussionen wünschen, wenn man (du!) mit Worten wie "Tatsache", "belegbar" zurückhaltender wärst.
Und zu Pölking. Das Equipment für sein Mara-Mara-Projekt war:
Als Grundausstattung die Objektive 3.5-4.5/28-70 mm, 2,8/70-210 mm und das Zoom 4.0/200-400 mm. Damit wäre der wichtigste Bereich von 28-400 mm lückenlos abgedeckt. Dazu noch die beiden AF Objektive 2,8/300 mm und 4.0/600 mm mit dem AF-Konverter 1,4x für Aktionen, entfernte Sachen oder Porträtaufnahmen. Daneben in einer extra Tasche im Auto das 2.8/24 mm für subtile Weitwinkelaufnahmen und die Nikkore 2.8/55 mm, 2,8/105 mm und 4.0/200 mm für Nahaufnahmen.
Fällt dir was auf: Offenblende und Festbrennweiten. 😉
Viele Grüße, Michael
FEfermoll42 Beiträge · seit 201303. Juli 2014 · #35
Ist Euch vielleicht auch aufgefallen, dass das Projekt aus dem Jahr 1994 stammt und Pölking mit 100 bzw. selten mit 400 ASA Filmen fotografiert hat. Er hat übrigens auch an mehreren Stellen geschrieben, dass er sich ein Objektiv wie das Tamron 150-600 aus verschiedenen Gründen wünschen würde. Es lohnt sich, das gesamte Fallbeispiel zu lesen. Das Fokussieren mit meinem "Dunkelzoom " Sigma 150-500 funktioniert wirklich gut. Im Übrigen fotografiere ich seit ca. 40 Jahren. Wenn mich nicht alles täuscht, geschieht das 'Fokussieren bei Offenblende im Gegensatz zu meinen Novoflex Schnellschussobjektiven (400 u. 630 mm), die allerdings an Wert gewonnen haben, seit es Focus Peaking gibt..
Die Fokussierungsmöglichkeiten sind mittlerweile auch ganz andere als vor 20 Jahren.
Noch eine Ergänzung. Ich fotografiere seit den 90er Jahren mit AF-Kameras, zuerst mit einer Minolta, dann mit Sony A 100, A 550, jetzt mit einer A 77. Ich verfolge seit einiger Zeit die Diskussion um den Nachfolger A 77 II. Die AF - Eigenschaften haben sich von Modell zu Modell um Welten verändert. Das hängt schon lange nicht mehr nur von der Lichtstärke ab.
Freistellung: APSC, Entfernung 10m, Blende 4,0 Bereich 12 cm, Blende 5,6 B: 16,8 cm, Blende 8 24 cm Erik Krause Schärfentieferechner
Hallo Fotofreunde, nehmt ihr eigentlich für die hier diskutierten langen Brennweiten, wie Tamron 150-600 oder Canon 100-400, gute Stative mit? Oder ist der Aufbau eines Stativs neben dem Auto normalerweise gar nicht möglich? Ich wollte auf jeden Fall eine lange Brennweite mitnehmen, bin aber bezüglich des Stativs sehr unsicher. Es wäre ein erhebliches zusätzliches Gewicht, was nur Sinn macht, wenn man es auch nutzen kann. Gruß gwtraveller
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200626. Aug. 2014 · #37
Hallo gwtraveller
Ich verwende immer wieder mal ein Stativ. Aber ganz selten für das 100-400. Das nutze ich eher aus der Hand oder mit einem Polster auf der Fensterscheibe.
Herzliche Grüsse Chrigu
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Hallo chrigu, danke für die schnelle Antwort. Ich werde entscheiden ob ich das Canon 70-200 / 2,8 mit Telekonverter oder das Tamron mitnehme. Aber ein Stativ werde ich dieses Mal zu Hause lassen. Herzliche Grüße gwtraveller
Black Lion383 Beiträge · seit 201226. Aug. 2014 · #39
Wenn ich mich mal auf meine Erfahrungen im Etosha-Nationalpark und auf den geführten Touren auf Erindi und Düstenbrook beschränken darf, so glaube ich kaum das es überhaupt möglich ist ein Stativ aus dem Auto heraus aufzubauen. Ein Bohnensack für die Fensterscheibe, bzw. ein guter Bildstabilisator sind da meines erachtens viel wichtiger. Die einzigen beiden Ausnahmen, wo ich ein Stativ eingesetzt habe waren bei den Sternenfotos (Langzeitbelichtung) und an den beleuchteten Wasserlöchern in den Etosha-Camps (~0.2 sec bei ISO 1600 und F3.2). Ansonsten würde ich das Tamron dem Canon bevorzugen, da man Tagsüber seht gut mit F 8.0 fotografieren kann und man Abends an den beleuchteten Wasserlöchern auch mit F 2.8 keine schnellen Verschlusszeiten hinbekommt.
Ich benutze eine Apex Bohnensack, der sitzt wie ein Sattel auf der Autotür und man montiert den Stativkopf oben drauf. Du musst dir aber ca. 9kg Bohnen in Windhoek besorgen. Die Kombination EF 70-200 und Konverter kann ich empfehlen und die F2,8 gibt ein schöneres Bokeh, wenn Du es ohne Konverter benutzt. Auch aus der Hand geht es mit dem Konverter gut. Das L Objektiv ist relativ unempfindlich gegen Staub und Feuchtigkeit. Die Blende 8 bringt zu viel Tiefenschärfe und stellt das Bild nicht frei. Beispiel mit Blende 2,8: http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/1574446/display/31421288 und mit Konverter 2x aus der Hand: http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/1574446/display/31421072 Ganz deutliche Freistellung bei 400 mm und F4, das geht nur bei einer Offenblende mit max. F4: http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/1574446/display/34402974