Malariagefahr / Mückenbelastung März /April

8 Antworten · 3'813 Aufrufe · gestartet 13. Feb. 2014 von Tramfan
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Themenstarter28 Beiträge · seit 201413. Feb. 2014 · #1
Hallo Leute,

unsere Reise geht Ende März los und endet Mitte April. Wir wollen bis zu den Viktoriafällen fahren und dann zurück an die Küste von Namibia.

Wie ist die zu erwartende Mückenbelastung in dieser Jahreszeit? Bin mir nicht sicher, ob ich Malariaprophylaxe machen soll. Bei meinen bisherigen Reisen um September herum habe ich fast keine Mücke bemerkt. Wenn jetzt ähnliche Verhältnisse zu erwarten sind, würde ich auf Medikamente verzichten und mich mit Kleidung und Sprays schützen...



Ich steige auch durch all die Klimadiagramme nicht so richtig durch. Müssen wir mit häufigem Regen rechnen?

Danke für Eure Informationen!
122 Beiträge · seit 201313. Feb. 2014 · #2
Hallo Tramfan
Malariaprophylaxe, ja oder nein, die Entscheidung kann keiner dir abnehmen aber wir waren im April letztes Jahr auch an den Vicfalls.
Mücken gab es so gut wie gar keine. Ich wurde kein einziges mal gestochen. Und das will was heissen, denn die Viecher lieben mich, leider, abgöttisch. Wenn nur eine Mücke in der Gegend ist und mich entdeckt ruft sie gleich die ganze Sippe zusammen und die stürzen sich alle auf mich.
Regen gab es, zum leidwesen der Bevölkerung, auch nicht. Aber das war letztes Jahr.
Wie die Vorhersage für dieses Jahr ist weiss ich nicht.

Liebe Grüsse
Gypsy
915 Beiträge · seit 201013. Feb. 2014 · #3
Hallo Tramfan,
wie gypsi schon sagt, diese Entscheidung musst Du selbst treffen. Suche am besten einen Tropenmediziner auf wenn Du unsicher bist in dieser Frage. Er kann auch Aussagen treffen, wie die Vorsorge in genau Deinen Reisegebieten aussehen sollte. Wir haben das so gemacht, wurden gut beraten und haben uns danach verhalten.
Als Nichtmediziner würde ich da guten Gewissens keine Ratschläge geben wollen und können.

Zu den Mückenvorkommen selbst kann ich sagen, dass wir während 7 Reisen im südlichen Afrika (u.a.auch während der Regenzeiten) auch in wasserreichen Gebieten bis zum Okavango kaum einmal Mücken angetroffen haben. Das lässt natürlich keine Rückschlüsse darüber zu, wie das bei Dir sein wird. Ich lebe am Rhein, von da kenne ich das von Kindheit an ganz anders.
Gruß
Günter
REISEBERICHT NAMIBIA 2010: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/171342-3-wochen-nambia-ein-kurzbericht-mit-bildern.html#171342 REISEBERICHT SÜDAFRIKA 2013: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280789-elefanten-satt-und-kein-rhino.html
zuletzt bearbeitet 13. Feb. 2014
2'338 Beiträge · seit 200713. Feb. 2014 · #4
Hallo Tramfan, du schriebst:
Wie ist die zu erwartende Mückenbelastung in dieser Jahreszeit? Bin mir nicht sicher, ob ich Malariaprophylaxe machen soll.
Es kommt ganz darauf an, wie stark du an Fussschweiss leidest. Malariamücken sind nämlich ganz wild auf Stinkfüsse 🤩 .

Viele Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
6 Beiträge · seit 201414. Feb. 2014 · #5
Hallo Tramfan,
also mein Tropenmediziner gab mir mal den im Grunde weisen Hinweis auf eine ähnliche Frage (viele, wenige, oder kaum Mücken, Standby oder Prophylaxe..), dass es nicht drum geht, ob es viele oder wenige Mücken gibt, da theoretisch 1 infizierte Mücke reicht. Ich bin schon in Zeiten mit wenig Mückengefahr in Teilen Afrikas unterwegs gewesen und hatte nur ein Standby dabei. Ich fand es ziemlich nervig, abends dann so dermaßen aufpassen zu müssen. Und dann sticht Dich die eine, unvermeidliche Mücke ja doch (natürlich tagsüber, in irgend einem Gebäude oder schattigen Ecke wenn man weder die mückensichere Kleidung noch das Spray zur Hand hat 😵 ) und dann kommt man aus dem Grübeln für ne Weile nicht mehr raus, oder holt rasch doch noch die last-minute-Prophylaxe nach 😗
alles Gute
Bidi
33,1k Beiträge · seit 200614. Feb. 2014 · #6
Hallo Tramfan,

wenn es irgendwann Mücken in Namibia gibt, dann im März und April - aber das hängt alles vom Regen, den stehenden Gewässern und und und ab. Und selbst wenn es nur eine gibt, kann dieses die falsche sein. Du siehst, keiner kann Dir die Entscheidung abnehmen.

Ich persönlich nehme nichts (bin aber auch kein Arzt oder Apotheker).

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
281 Beiträge · seit 201414. Feb. 2014 · #7
Das Tropeninstitut in Hamburg empfielt eine Prophylaxe.
Mein Tropenmediziner, der auch mein Hausarzt ist, oder umgekehrt sieht es etwas lockerer.
Inkubationszeit beträgt 5 bis 7 Tage. Die Behandlung von Malaria ist einfacher und verträglicher als die Prophylaxe, ergo Risiko in Kauf nehmen und wenn man sich nach der Reise grippig fühlt SOFORT zum Arzt und einen Test machen lassn und sich danach ggf. behandeln lassen. Geht natürlich nur wenn man nicht ewig im Caprivi rumhängt. 😄

Ich selber habe die Prophylaxe genommen und hatte keine Probleme, meine Schwester mit Familie hatte aber auch ohne Prophylaxe keine Probleme, allerdings waren wir Anfang September im Caprivi und bei den königlichen Wasserfällen. Im März, April sieht es anders aus... (Siehe Vorredner)
--------------------------------------------- carpe diem
1'068 Beiträge · seit 201314. Feb. 2014 · #8
Puh, so einen Satz wie "die Behandlung von Malaria ist einfacher und verträglicher als die Prophylaxe..." find ich jetzt aber hochgradig leichtsinnig.
Eine schicke malaria tropica kann innerhalb weniger Tage zum Tode führen oder schwere Schäden hinterlassen.
Und ob das soviel einfacher ist, wochenlang im Krankenhaus zu liegen, ggf auf der Intensiv, und es einem dabei so richtig dreckig geht...

Mit der Prophylaxe kann es ja jeder halten wie er will, aber die Aussage konnte ich jetzt nicht unkommentiert lassen

Gruss
Mabe
6 Beiträge · seit 201414. Feb. 2014 · #9
Hallo,
also folgenden Satz
reisetiger schrieb:Die Behandlung von Malaria ist einfacher und verträglicher als die Prophylaxe
würde ich jetzt nicht unterschreiben, sagt das Dein Tropen/Hausarzt? Ich dachte es sei genau umgekehrt. Man nimmt zur Therapie schließlich eine viel höhere Dosis ein als man es bei einer überschaubar-kurzen Prophylaxe tun würde, das hat viel deutlichere Nebenwirkungen als Prophylaxe. Es ist sicherlich auch nicht einfacher, das Gerenne zum Arzt und wenn man Pech hat ins Krankenhaus.
reisetiger schrieb:und wenn man sich nach der Reise grippig fühlt SOFORT zum Arzt und einen Test machen lassn und sich danach ggf. behandeln lassen.
die Ärzte warten in der Regel aber nicht das Ergebnis des Tests ab, sondern beginnen schon mal vorsichtshalber. Außerdem muss man sich wochen- und monatelang bei jedem Grippe-Gefühl in Hab-Acht-Stellung versetzen bzw. zum Tropenarzt gehen. Das muss man sich überlegen ob man das in Kauf nimmt. Aber pauschal zu sagen Behandeln ist einfacher als Prophylaxe.. kann man so nicht sagen.
lg
Bidi