Montag, 22.04. LetabaPünktlich zur Gateöffnung um 06:00 h starteten wir bei Sonnenschein unsere Fahrt nach Phalaborwa. Über dem Fluß lag noch der Morgennebel.
Die verschiedenartigsten Termitenhügel prägten den Weg entlang der H9, allerdings wurde es ein „Gähn-Drive“:
Vereinzelte Impalas, zwei Zebras und Hippos, ansonsten nur noch ein paar Vögel (Gabelracken, Tauben, Tokos und ein Wollkopfgeier)
Wir frühstückten auf dem Masorini Picknickplatz.
Hier kann man eine kurze Führung zu den Überreste einer früheren Ansiedlung machen, aber da wir daran schon einmal teilgenommen hatten, verzichteten wir darauf und fuhren lieber über die S 51 zum Sable Hide. Die Umgebung ist felsig, eigentlich ideal für Leoparde, aber wir sahen nur eine Impalaherde und einen Tausendfüßler.
Auch der Sable Hide enttäuschte uns. Während beim letzten Besuch (
siehe hier) viele Elis am und im Wasser waren, trafen wir dieses Mal nur Reiher, eine bunte Racke sowie Impalas an.
Nach einer kurzen WC-Pause am Gate enterten wir P&P, Spar und den bottle store. Am Straßenrand erstanden wir auch noch ein Bündel Holz. Nach einer guten Stunde waren wir wieder im Krüger.
Wir gaben den Sable Hide noch eine weitere Chance, aber umsonst. Das „Aufregendste“ war, als jemand geblitzt wurde, er wurde aber nur verwarnt.
Da wir auf der weiteren Heimfahrt nur noch Schildkröten sahen, kamen wir etwas frustriert im Camp an.
Durch die Grünmeerkatzen und die Buschböcke war hier fast mehr los.
Christian fütterte einen zutraulichen Buschbock mit Blättern. Für uns fiel das Mittagessen üppiger aus – Frust frisst. 😗
Trotz oder gerade wegen der miserablen Sichtungen heute morgen wagten wir einen weiteren Versuch. Die ersten waren wieder Impalas, dann ging es im weiteren Verlauf der S 94 mit Marabus, Sattelstörchen, Reiher, Geiern, Krokodilen, Nilgänsen, Giraffen und Zebras weiter.
An der S 46 war eine Zebramutti mit ihren zwei Kindern.
Auch wenn das alles keine wirklichen Highlights waren, waren wir nicht unzufrieden- man wird gezwungenermaßen genügsam 😉 . Es war wesentlich interessanter als morgens, erst recht, als wir dann noch einen Büffel, Elis, Schreiseeadler und weitere Krokodile entdeckten.
Später sahen wir noch weitere Elis auf der gegenüberliegenden Flussseite. Daher nahm ich mein Fernglas zur Hand, um sie besser beobachten zu können. Plötzlich stockte mir der Atem: ein Eli lag unbeholfen auf der Seite: „Ach je, schau mal Christian, meinst du, ob der verletzt ist?“ Mein Mitleid schnellte in die Höhe. Zum Glück stellte sich jedoch heraus, dass er nicht gestürzt war: er rutschte nämlich den Hang runter und fraß dabei sogar. 😄 Leider war es so weit weg, dass es sich nicht lohnte, den Fotoapparat zu zücken, aber dennoch wird uns diese Beobachtung in Erinnerung bleiben.
Kurz vor dem Camp sahen wir Hyänen mit ihrem Nachwuchs, das war unser heutiges Highlight, auch wenn die Fotos leider etwas unscharf geworden sind.
Einen beinahe-Zusammenstoß hatten wir dann auch noch: Offensichtlich schreckten wir Milchuhus von der Brücke auf, die daraufhin dicht über die Straße flogen.
Den Abend genossen wir grillend auf unserer Veranda.
ÜN: Letaba (Bungalow BD3U) 911,53 Rand
Tageskilometer: 165