Und Caracals soll es ja auch geben!

Reisebericht 87 Antworten · 20,0k Aufrufe · gestartet 07. Okt. 2013 von Ideles
Themenstarter59 Beiträge · seit 201307. Okt. 2013 · #1
Hallo allerseits,

Wir sind vor einiger Zeit von unserer Südafrika/Namibia Reise (man muss ja Reise und nicht Urlaub dazu sagen) wieder zurück. Da ich bei der Zusammenstellung ebendieser Reise immer mit großer Begeisterung die Reiseberichte hier gelesen habe, und sie auch sehr hilfreich fand, werde ich mich bemühen, ebenfalls einen Reisebericht einzustellen. Vielleicht hilfts ja dem einen oder anderen bei der Planung oder macht zumindest Spaß beim Lesen…

Zu den groben Eckdaten: Wir waren rund 2 Monate unterwegs und sind von Johannesburg aus einen großen (sehr 12.700km großen) Kreis gegen den Uhrzeigersinn gefahren. Die Stationen:

Johannesburg – Kimberley – Augrabies Falls – KTP – Sossusvlei – D707 – Fish River Canyon – Cederberge – Kapstadt – Garden Route – Addo Elephant Park – Mountain Zebra National Park – Golden Gate Highlands National Park – Hluhluwe-Imfolozi NP – St.Lucia und Cape Vidal – uMkhuze NP – Krüger NP - Johannesburg




9.Juli und 10. Juli : Flug Wien-Kairo-Johannesburg


Der Flug mit Egypt Airways sollte um gegen 15:00 gehen, tatsächlich hat er aber ca. 2 Stunden Verspätung. Im Grunde ist uns aber egal, ob wir in Wien oder Kairo warten. Pünktlich um 7 am nächsten Morgen kommen wir in Johannesburg an. Es ist sonnig, und deutlich wärmer als wir gedacht hatten und unser Gepäck kommt auch gleich.

Wir stehen eine ganze Weile verloren am Flughafen herum, und überlegen schon, wie wir zu einem ATM kommen. Schließlich sammelt uns dann doch ein Britz-Mitarbeiter auf. Bei Britz selbst heißt es erstmals warten – dann bekommen wir aber doch das Auto gezeigt. Ich fürchte, hier bin dann vor allem ich unglaublich lästig – nachdem der arme Mensch gedacht hat, er hat uns vom Dachzelt bis zum Campinggeschirr alles gezeigt komme ich mit meiner Liste daher und fange an: und eine Axt? und eine Schaufel? Einen neuen Überzug vom Dachzelt? Ein Verlängerungskabel zum Kühlschrank? Und haben wir auch alles um einen Reifen zu wechseln? Wir sind noch nie mit 4-Rad Antrieb gefahren – wie stellt man das um? Und der Wassertank ist auch wirklich voll? Und …?
Lange Rede, kurzer Sinn: Wir haben alles bekommen was wir wollten, mussten nichts zusätzlich zahlen, aber vorbereitet sein war schon recht sinnvoll. Hier bekommen wir auch unsere erste Lektion von Südafrikanischer Mentalität: zwei Mitarbeiter haben uns schlussendlich geholfen, ein Schwarzer und ein Weißer. Einer hat sich über unser Trinkgeld gefreute, einer war, ich will nicht sagen beleidigt, dass wir es überhaupt angeboten haben. Das ist uns noch öfters passiert…

Wir packen unsere Koffer in unser riesiges neues Auto, einen Toyota Hilux übrigens. Und mit riesig meine ich: mein Auto passt in den Kofferraum und kann sich dort austoben riesig, und fahren vorsichtig LINKS. Zum Glück schreie ich beim wegfahren laut LINKS (womit ich meinte dass wir bei der Kreuzung nach links müssen und was meine bessere Hälfte eher als „du sollst auf der linke Straßenseite fahren“ interpretierte)

Wir erledigen unseren ersten Einkauf – mittlerweile ist es schon 12:00 - bei Pick & Pays. Es wird schon ein recht voller Einkaufskorb. Dann versuchen wir unerfahrenerweise uns um eine Telefon-Simkarte zu kümmern. Wir brauchen einen Nachweis über eine Südafrikanische Adresse – tja, haben wir nicht. Aber tut es vielleicht aus ein Zettel auf dem wir die Adresse unserer ersten Unterkunft aufgeschrieben haben? Aber natürlich tut es das. Schnell noch Guthaben gekauft und dann ab Richtung Westen.

Hier kam dann die Zeit als wir sehr froh über unser überaus humorvolles Navi waren – Hier war es nämlich richtig nett zu uns und hat uns, mit einiger Mühe, heil aus Johannesburg herausgelotst – wir waren aber zugegebenermaßen auch nicht immer so kooperativ. Ich bin davon überzeugt wir würden heute noch dort im Kreis herumfahren, hätten wir nicht diese Navi gehabt.

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Gegen 16:00 kommen wir völlig übermüdet aber im Ganzen in unserem B&B in Stilfontein an. Dann schaffen wir es tatsächlich noch uns aufzuraffen und unsere Koffer einigermaßen sinnvoll um-, das Essen ein- und uns in Bett zu packen.


Ich verspreche für die nächsten Tage mehr

Fotos und weniger Text!!
Themenstarter59 Beiträge · seit 201310. Okt. 2013 · #2

11. Juli: Stilfontein – Kimberley – Mokala National Park



Nachdem wir früh schlafen gegangen sind, stehen wir auch früh wieder auf (ein roter Faden auf unserer Reise – Reise nicht Urlaub) und frühstücken um 7:00. Als die ersten. Auch dass sollte noch häufiger vorkommen. Dann brechen wir nach Kimberley auf. Diesmal fahre das erste mal ich und wische zum Auftakt schnell mal kräftig die Scheiben.

Gegen 12:00 kommen wir in Kimberley an und fahren auf direktem Wege (das Motto war, Kimberley ist bekannt für sein Big Hole also muss es auch angeschrieben sein) zu ebendiesem Big Hole. Es handelt sich um eine ehemalige Diamatenmine und es soll das größte, von Menschen erschaffene Loch dieser Erde sein. Es gibt ein riesiges Besucherzentrum – und als wir ankommen sind wir die einzigen.

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Big Hole


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Kimberley

Nach einem Einkauf beim hiesigen Pick & Pay geht es ab in den Mokala National Park. Die Fahrt dauert ca. 1 Stunde (die Distanzen sahen vorher alle irgendwie kürzer aus). Nach unseren ersten Kilometern auf einer Dirt Road kommen wir am Gate an und kennen uns erstmal nicht aus – da ist niemand. Nur so ein kleines Kasterl, von dem aus wir die Rezeption erreichen, die uns dann auch das Tor öffnen.

Wir fahren also in den Park, nach spätestens 2 Minuten sehen wir unseren ersten Gemsbock, dann links Zebras, eine Manguste, rechts wieder Stachelschweine, links Hartebeest, rechts Gnus… Das ging die ganzen 15min bis zur Rezeption so weiter. Wir wussten gar nicht wo wir hinschauen sollten. Sollte das etwa immer so sein? Naja wir sind ja auch Ersttäter und freuen uns auch über Antilopen.


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Von der Rezeption aus fahren wir direkt zu unserem Campingplatz – Es ist ja auch schon 17:00, wird ja schließlich schon dunkel. Auf dem Weg sehen wir Giraffen, unsere ersten, die sich vor die untergehende Sonne positionieren.

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Am Campingplatz (Motswedi Camp) grillen wir das erste mal und machen uns daran, das Dachzelt aufzubauen. Jede Campsite hier hat eine eigene Küche und Waschblock. Alle 6 Campsites sind um ein Wasserloch angeordnet und ein winziger Elektrozaun (wen soll der ernsthaft fernhalten, er war vielleicht Kniehoch), trennt das Camp vom Park.

An diesem Abend haben wir auch das erste mal einen richtigen Sternenhimmel gesehen – der reine Wahnsinn. Als es stockdunkel ist, (also um 6) räumen wir noch ein wenig in unserem Kofferraum herum und gehen dann bald schlafen.
Themenstarter59 Beiträge · seit 201310. Okt. 2013 · #3
12. Juli: Mokala National Park

Mit hohen Erwartungen fahren wir am nächsten Tag in der Früh los und sehen nichts. Und damit meine ich nicht, dass wir „nur“ Antilopen und so gesehen haben. Wir haben nichts gesehen, außer den Büschen neben der Straße. Gegen Ende unserer Loop hat der Park doch noch Erbarmen und schickt uns eine Familie StachelWarzenschweine, die langsam auf uns zugrast.



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Zurück im Camp essen wir zu Mittag. Gegen 13:00 brechen wir auf und fahren Richtung Norden die Kemeldooring Loop. Diesmal sehen wir einen Haufen Tiere – hauptsächlich Springböcke, Gnus und Gemsbock. Kurz bevor wir ins Camp zurückkehren, sehen wir noch eine Herde Büffel an einem Wasserloch – unsere ersten Big Five. Die Herde zieht in einiger Entfernung an uns vorbei, werden wohl ca. 20 Stück gewesen sein.


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(aus mir unerfindlichen Gründen haben wir keine gescheiten Fotos von diesen Büffeln - die Kamera war auch noch neu... Es kommen später noch bessere)


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zuletzt bearbeitet 10. Okt. 2013
2'513 Beiträge · seit 200910. Okt. 2013 · #4
Hallo ideles,

könnte es sein,dass "Eure" Stachelschweine weniger Stacheln als viel mehr Borsten,Beulen und Warzen haben...? 😗

Sooo einfach geht das nämlich mit den ( nachtaktiven ) Stachelschweinen wieder nicht. 😛

Gruß,fotomatte
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
Themenstarter59 Beiträge · seit 201310. Okt. 2013 · #5
Da war wohl bei mir der Wunsch der Vater des Gedanken 😛

lg Ideles
6'152 Beiträge · seit 200610. Okt. 2013 · #6
hallo Ideles,

bin schon mal eingestiegen und folge gespannt dem Reisebericht. Vielen
Dank für die Mühe.
Liebe Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
326 Beiträge · seit 201110. Okt. 2013 · #7
Hallo Ideles,
habe mich mal so klamm heimlich auch mit ins Auto gequetscht. 🙂
Wird ja spannend, ganz Südafrika in einem Urlaub. Da braucht man nicht ständig Flüge zu buchen?! 🤪
Bin gespannt wie's weiter geht...
VG
cfm
Nimm das Leben nicht so ernst, du kommst da doch nicht lebend wieder raus! Reiseberichte: KTP 2012 | Addo 2012 | Hluhluwe-iMfolozi 2013 | KTP 2013 | Mokala 2013 | Rundreise Südafrika 2013
Themenstarter59 Beiträge · seit 201311. Okt. 2013 · #8
13. Juli: Mokala National Park – Augrabies Falls National Park

Heute brechen wir um 7:30 von unserem Camp auf und fahren Richtung Lilydale Gate. Nach ca. 2 Stunden verlassen wir den Park und begeben uns auf eine der längsten Fahrstrecken die wir bei dieser Reise vor uns haben. Aber man kann ja auch Stop & Go Baustellen mit Humor nehmen. Besonders wenn man vergessen hat, wie lange unser Zielpark – Augrabies Falls offen hat. Gegen 16:00 kommen wir in Upington an Hier tanken wir auch unser allererstes mal. Nach rund 900km. Wir waren uns schon fast sicher, dass die Tankanzeige hinüber ist, aber kurz vor Upington hat ist sie dann doch zum Leben erwacht. Nach einigem überaus stressigen suchen geht es noch schnell zum einkaufen und wir sind um 17:30 in Augrabies Falls (das Gate hätte eh noch bis 19:00 Uhr offen gehabt).

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Auf der Campsite sind nur noch wenige andere Leute – dafür aber, wie wir später noch feststellen sollten, Baboons.



14.Juli: Augrabies Falls National Park


Heute schlafen wir zur Abwechslung einmal aus. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg und gehen den Dassie Trail. Wir sehen nur wenige andere Leute – auf der Campsite ist ausser uns nur mehr eine Gruppe Deutsche.
Den Dassie Trail selbst fand ich eigentlich nett, es war schön zwischendurch wieder einmal die Beine strecken zu können. Er war nicht übermäßig anstrengend, man muss auch keine gewaltingen Höhenmeter überwinden, teilweise kraxelt man ein wenig. Ich habe auch keine Ahnung wie lang wir de facto gebraucht haben. Es war auf alle Fälle lohnenswert, man sieht einige weitere Wasserfälle und kommt bei ziemlich beeindruckenden Aussichtspunkten vorbei.

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Nach dem Trail spazieren wir nochmals zu den Fällen selbst. Dort sehen wir auch Dassies, die nicht sofort reissaus nehmen, wenn wir uns nähern.


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Am frühen Nachmittag wollen wir uns dann Mittagessen kochen, die Gruppe Deutsche ist derweiln zu einem 4x4 Trail aufgebrochen. Wir denken uns nichts böses und freuen uns sogar noch, dass so viele Baboons am Campingplatz sind und die auch gar nicht so scheu sind. Der Grundgedanke war, dass einer beim Auto bleibt und das Essen bewacht und der andere richtet derweiln zum Kochen her. Ich bewache und denke mir so, es wird doch bestimmt ausreichenm wenn ich mich direkt daneben hinstelle und schon mal die Sachen herausrichte – es reicht nicht aus. Und schon ist ein Packerl Nudeln geschichte. Dieser Affe war höchstens einen halben Meter von mir entfernt und hat sich einen Dreck für meine mehr oder wengier drohenden Gesten interessiert. Die einzige Genugtuung die ich hatte war, dass er, als er unsere Nudeln erbeutet hat, von den anderen verprügelt wurde, die auch ihren Anteil wollten.

Wir haben trotzdem gekocht, die Küche dort hat zwei Eingänge, die auch überaus regelmäßig patrolliert wurden. Zum Glück haben sie unser Dachzelt ignoriert, im Gegensatz zu den Zelten der anderen Camper.

Aber wir haben daraus gelernt und für den restlichen Urlaub waren wir gewappnet: Wenn irgendwo ein Schild ist (bzw. man an der Rezeption schon gewarnt wird), dass man auf sein Essen aufpassen soll, dann meinen die das auch so.
Themenstarter59 Beiträge · seit 201312. Okt. 2013 · #9
15.Juli: Augrabies Falls National Park – Kalahari Transfrontier National Park

Bis jetzt war unser Navi auch bei den Zeitangaben ziemlich akkurat – und nun behauptet es, dass wir 9 Stunden nach Two Rivers brauchen werden. Wir haben also in aller herrgottsfrühe gefrühstückt, das Zelt abgebaut (ich werde immer besser darin, wenn es in der Früh nur nicht so verdammt kalt währe) und sind zurück nach Upington. Dort haben wir, bei dem uns mittlerweile wohlbekannten Pick & Pay (und dem uns wohlbekannten Parkwächter) eingekauft, haben bei der uns wohlbekannten Tankstelle noch ein letztes mal vor dem Park getankt und sind los zum KTP, den Schildern folgend (das erste haben wir in Upington gesehen). Die Straße ist asphaltiert, und man kommt auch nicht bei weiß Gott was für Kreuzungen vorbei, nichtsdestotrotz passieren wir so alle 50km ein Schild : KTP 200 km.

Nach ca. 1,5 Stunden (wir waren also ziemlich genau zwischen Upington und unserem Ziel) plötzlich in betont ruhigen Tonfall: „Schlag einmal das Benutzerhandbuch auf und schau nach was dieses Warnlicht da bedeutet!“. Wie das Handbuch nach einigem Suchen uns mitteilte, gibt es ein Problem irgedwo in unserem Dieselmotor und es weißt uns an, den nächsten Toyota-Dealer aufzusuchen. Wir beschließen einfach in Two Rivers nachzufragen und fahren etwas weniger fröhlich zum Park.

Nach insgesamt etwa 4,5 Stunden (also die Hälfte von dem was das Navi behauptete – es ist ja auch schon ein wenig betagt) kommen wir beim Gate an. Vorbildlich wie wir sind (und top informiert), erledigen wir auch alles um in Mata-Mata dann nach Namibia ausreisen zu können. Und wir bekommen auch unser Permit-Heftchen.

In Two Rivers werden wir erstmals zur Werkstatt dirigiert, wo man uns überzeugend erklärt, dass wir einen neuen Dieselfilter brauchen. Also alles nicht so tragisch wie befürchtet – es scheint wohl häufiger vorzukommen.

Wir haben noch ca. 1,5 Stunden Zeit bis zum Gateschluss (um 17:00) und fahren noch eine kleine Runde. Und freuen uns dabei wie die Schneekönige dass wir endlich einen Schakal sehen. Wir hatten ja keine Ahnung, dass die hire im KTP nicht so wahnsinnig selten sind.


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Die Landschaft gefällt uns hier sehr gut, es ist natürlich wieder etwas völlig anderes als in Augrabies Falls.


16.Juli : KTP


Heute steht im wesentlichen die Fahrt von Two Rivers nach Nossob auf dem Programm. In Two Rivers war es in der Nacht eiskalt, eigentlich normal für die Jahreszeit, aber es war wohl die kälteste Nacht auf unserer Reise.
Der Wunsch heute lautet: Eine Katze. Hätten wir vielleicht präziser ausdrücken sollen. Etwa eine Stunde nachdem wir das Camp verlassen haben kreuzt vor uns eine African Wildcat die Straße, posiert kurz im Gebüsch und ist wieder weg. Das wars dann auch schon mit den Katzensichtungen für den restlichen Tag.


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Einige Zeit später sehen wir ein Auto parken, wir fragen natürlich was los ist: 3 Geparden liegen unter dem Baum dort hinten…Aber man sieht sie nur, wenn sie geraden den Kopf heben – also wir sahen sie nicht, auch nicht innerhalb der nächsten Stunde intensivsten Baumbewachens.


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Etwas frustriert, die letzten Kilometer vor Nossob ein wenig rumpelig, kommen wir am späten Nachmittag in Nossob an. Wir buchen auch gleich eine Sunset-Drive für den nächsten Abend, richten uns auf der Campsite ein und grillen zur Abwechslung einmal nicht - es gibt Pfannenpizza.
326 Beiträge · seit 201112. Okt. 2013 · #10
Hallo Ideles,

ja mit den Katzen isrt das so eine Sache. Mal sieht man 18 Löwen an einem Nachmittag 😗 , dann wieder ewig lange nichts. 😣

Zwei Fragen hätte ich heute. Wo gabs den Uhu/Eule zu sehen? Nossob?
Und könntest Du bitte das Pizza-Rezept hier veröffentlichen? Mal ein wenig kulinarische Abwechslung auf safari ist auch nicht schlecht. Merci. 🙂

VG
cfm
Nimm das Leben nicht so ernst, du kommst da doch nicht lebend wieder raus! Reiseberichte: KTP 2012 | Addo 2012 | Hluhluwe-iMfolozi 2013 | KTP 2013 | Mokala 2013 | Rundreise Südafrika 2013
100 Beiträge · seit 201213. Okt. 2013 · #11
So...oute mich nun auch als Mitleser 😄
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, vor allem audf die Tage im KTP - waren wir doch einen Monat später selber dort 🙂

Gruß Annika
Reisebericht KTP und KNP 2013
Themenstarter59 Beiträge · seit 201314. Okt. 2013 · #12
Hallo
Zwei Fragen hätte ich heute. Wo gabs den Uhu/Eule zu sehen? Nossob?
Und könntest Du bitte das Pizza-Rezept hier veröffentlichen? Mal ein wenig kulinarische Abwechslung auf safari ist auch nicht schlecht. Merci. 🙂
ich glaube der Vogel (sollte eine Spotted Eagle Owl sein, wenn ich nicht irre) war ein paar Kilometer vor Nossob

ein richtiges Rezept kann ich auch nicht liefern, das Prinzip lautet oft: was man halt gerade da hat, aber ich versuchs mal:
man nehme:

-Mehl und Backpulver (oder gleich self raising flour)
-Wasser
-Salz
-Zwiebel
-Dosentomaten
-Gewürze (ital. Kräuter /Oregano/Basilikum oÄ)
-Öl für die Pfanne
-was man so auf die Pizza drauftun möchte

Ca. 300g Mehl (und Backpulver) werden mit Wasser (wieviel kommt ein wenig aufs Mehl an, vielleicht 150-250ml?) und ein wenig Salz zu einem klebrigen, nicht flüssigen Teig verarbeiten.

Wenn man Zeit und die Muße hat, brät man vorher in einem Topf die kleingeschnittene Zwiebel in Öl an, gibt die Dose Tomaten dazu und schmeckt die Sauce mit Salz und Kräutern (Chili ist hier auch ganz gut) ab.

Man gibt ein wenig Öl in die Pfanne, pazt Teig hinein, so dass der Boden so höchstens 1/2 cm dick bedeckt ist und stellt das ganze auf den Gaskocher/ins Feuer bis die Unterseite anfängt sich braun zu färben. Dann dreht man den Teigfladen um.

Hat man einen Sauce gemacht, tut man die jetzt auf die angebräunte Teigseite. Hat man keine, kann man die Tomaten auch einfach so drauftun (und die Kräuter und die Zwiebeln).

Dann kommen die restlichen Zutaten auf die Pizza. Das ganze lässt man stehen, bis der Belag ebenfalls warm ist (wenn man Käse auf der Pizza hat, stand in dem Rezept, dass er besser schmilzt, wenn man die Pfanne zudeckt - kann ich nicht beurteilen, ich hasse Käse und daher haben wir das nicht ausprobiert) - man sollte nur aufpassen, dass der Boden nicht anbrennt.

Es werden so 3-4 Pizzen (je nach Pfanne natürlich), für uns zu zweit hat es ganz gut gepasst.



So, den Bericht werde ich dann später vortsetzen

lg Ideles
Themenstarter59 Beiträge · seit 201314. Okt. 2013 · #13
17. Juli : KTP

Früh am nächsten Morgen fahren wir als eines der ersten Autos aus dem Gate. Nur wenige Kilometer weiter wurden schon drei Löwen gesichtet, wir sehen sie leider nur noch von hinten im Gras verschwinden. Ich muss zugeben, dass die Freuden ein wenig getrübt war – es waren eine menge Autos (für dortige Verhältnisse, nichts im Vergleich zu dem was wir im Krüger erlebt haben), die Löwen waren recht weit weg und noch dazu dabei, noch weiter weg zu gehen. Wir bleiben natürlich trotzdem, bis man sie nicht mehr sieht.

Beim nächsten Wasserloch zeigt sich in einiger Entfernung noch eine African Wildcat. Ansonsten sehen wir im laufe des Tages noch eine die gerade auf ein Wasserloch zuhält – da fahren wir natürlich nochmal zurück. Wir hatten also so 20-30 Gnus die zwei Meter von uns entfern tranken, im Schlamm wühlten und eine Menge Staub aufwirbelten.

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Gegen 15:00 sind wir zurück in Nossob und essen noch was bevor wir zu dem Sunset-Drive aufbrechen. Wir haben im Laufe der Zeit einige (genau 6) Sunset oder Night Drives gemacht – dieser hier hat mir mit Abstand am besten gefallen. Weniger von den Tiersichtungen her, die waren fast immer ok, und das kann man ja auch nicht beeinflussen. Vielmehr war unser Guide einfach nett und hat sich auch spührbar ausgekannt.

Außer uns waren nur noch 7 Südafrikaner im Jeep. Die erste Frage war: „Hat heute irgendjemand Löwen gesehen?“ Die haben sich um das Camp herum und sonst auch in den letzten Tagen ziemlich rar gemacht.
Die ersten 1.5 Stunden ist es noch relativ hell, unser Guide erzählt über Oryx, Reiher, Springbok und Strauße. Wir sehen sogar Kudus – ok, wir beide waren nicht so enthusiastisch was die Kudus anbelangt.
Als dann die Spots eingeschaltet werden (eines auf jeder Seite) finden wir zunächst einige weitere African Wildcats, Jackale und (als mein Highlight) eine braune Hyäne. Außerdem noch eine Gruppe Honigdachse, die mit einigen Jackalen um irgendetwas, was von irgendjemandem ausgegraben wurde, streiten. Des weiteren noch Bat Eared Foxes und Cape Foxes.


Wir kommen gegen 20:00 wieder zurück und beschließen, noch ein wenig in den Hide zu schauen. Außer uns ist nur noch ein älteres Paar da. Wir haben uns für vielleicht 3 Minuten hingesetzt als in einiger Entfernung ein Tier auftaucht – ich denke mir nichts böses: wahrscheinlich ein Jackal, aber ein großer Jackal – und komisch geformt! Eine Löwin!!! Nein zwei Löwinnen. Und ein Pascha kommt auch noch dazu. Wir können unser Glück kaum fassen – drei Löwen und das so nah. Sie kommen natürlich um zu trinken. Nach höchstens 5 Minunten sind die drei wieder weg.

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Es kann heute also nicht mehr besser werden, und somit gehen wir schlafen. Als wir gerade den Hide verlassen fragt uns jemand, ob er denn was verpasst hätte – ja, drei Löwen, vor fünf Minuten. Ich glaube ich habe selten jemanden gesehen, der sich so geärgert hat (hätte ich auch).
Themenstarter59 Beiträge · seit 201314. Okt. 2013 · #14
18.Juli : KTP

Frühmorgens brechen wir, wie immer ohne Frühstück, vom Camp auf. Nach wenigen Kilometern bremst das Auto, das ein Stück vor uns fahrt, eine Hand zeigt uns rechts im Gebüsch etwas an, sie beschleunigen aber und fahren weiter – wahrscheinlich ein Oryx/Springbok/Jackal? Nein! Eine Löwin! Ganz nah an der Straße (ich weiß bis heute nicht warum die weitergefahren sind…).

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Sie läuft ohne große Eile an unserem Auto vorbei und legt sich ein Stück weiter weg hinter einen Sandhaufen, sodass nur noch Kopf und Ohren zu sehen sind. Mittlerweile haben sich auch schon einige andere Autos gesammelt – die meisten haben wohl dann nur den Kopf gesehen. Nach einer Weile beschließen wir, weiterzufahren. Wir wollen heute Richtung Norden. Wir versuchen bei dem Picknickplatz eine längere Pause zu machen – der Wind spielt aber nicht mit und so sehr mag ich Sand mit Reis auch wieder nicht.
Wir treffen dort eine Gruppe Südafrikaner, die fast ein Rudel von 8 Löwen bei einem Wasserloch gesehen hätten – sie haben die Löwen noch dabei beobachtet, wie sie vom Wasserloch weg im Gebüsch verschwunden sind. Gegen 13:00 stellen wir fest, dass wir nicht weiter nach Norden wollen und drehen um (nachdem wir bei dem Rastplatz den Fahrer gewechselt haben). Versteht mich nicht falsch, die Landschaft gefällt mir gut und ich mag auch Orys, Gnus und Hartebeest, aber ich bereue mittlerweile bitter, dass wir uns bei der Löwin am Morgen nicht häuslich eingerichtet haben.

Dementsprechend ist das Tempo nun etwas flotter (statt den üblichen rund 20km/h), und just als wir um eine Kurve biegen sitzen vor uns 3 Geparden auf der Straße: Vollbremsung, Geparden stehen auf (und sind ein wenig genervt dass wir da sind, überfahren haben wir sie nicht, es waren bestimmt noch so 10-20 Meter). Man erkennt ganz gut, dass es eine Mutter und ihre zwei halbwüchsigen Jungen sind. Zwei von ihnen spazieren gemütlich neben der Straße zu einem kleinen Busch – und sind weg. Der dritte hatte noch ein wichtiges Geschäft zu erledigen und hat sich dann noch kurz neben den Busch gesetzt, gemaunzt und sich dann schließlich auch hineingelegt.

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Im rechten Busch liegen 3 Geparden!


Wir wussten, dass sie dort drinnen liegen – das hat aber nichts daran geändert, dass wir, trotz einer Stunde warten und oftmaligen vor und zurückfahren nichts, aber auch absolut gar nichts mehr von ihnen gesehen haben – hier fragt man sich dann an wie vielen Geparden man schon in kurzer Entfernung vorbeigefahren ist…

Da wir ja bis 17:00 wieder im Camp sein müssen brechen wir schweren Herzens wieder auf. Auf den letzten 10 Kilometern vor Nossob sehen wir einen Camper entgegenkommen, sie halten ganz kurz und fahren dann aber schnell weiter, das Auto hinter ihnen hält noch immer – ja, bestimmt eine Antilope/Jackal/Vogel.
Aber: Ein Löwe, ein Männchen, direkt neben der Straße. Und nur wir und noch ein kleines anderes Auto. Er erhebt sich, um seinen tonnenförmigen Bauch anders zu positionieren und beginnt sich in aller Ruhe die blutigen Pfoten zu putzen.


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Wir können unser Glück kaum fassen. Er lässt sich von den zwei Autos nicht stören und nach etwa 20 Minuten (obwohl wir so nahe am Camp sind kommen keine weiteren Autos dazu) steht er auf, überquert hinter uns die Straße und schlägt sich ins Gebüsch.
Wir fahren noch kurz in der Gegend auf und ab, da wir den Riss hier in der Nähe erwarten – aber leider das Gelände nicht gut einsehbar, es ist hier eine höhere Sandwelle neben der Straße.

Euphorisch fahren wir zurück nach Nossob, wo wir eine halbe Stunde vor Gateschluss eintreffen. Morgen geht es leider weiter nach Mata-Mata. Abends setzen wir uns noch eine Stunde in den Hide, aber außer dem gelegentlichen Jackal ist nichts zu sehen.
Themenstarter59 Beiträge · seit 201315. Okt. 2013 · #15
19.Juli : KTP

Wie immer brechen wir in ganz in der Früh auf, diesmal nach Süden Richtung Mata Mata. Man verlässt hier nach einiger Zeit das Nossob-Flusstal und fähr über rote Sanddünen nach Westen. Landschaftlich ist es wahnsinnig schön, Tiere sehen wir aber nicht mehr viele.

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Gegen Mittag sichten wir links von uns zwei Giraffen, wir halten an und schauen sie uns an, während es immer mehr werden. Schlussendlich befinden sich links ca. 20 und auf der Düne gegenüber nochmal 15 Giraffen.

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Später, vielleicht 15 Kilometer vor Mata Mata sehen wir einige Autos auf der Straße stehen. Und rechts unter einem Baum im Schatten liegen 4 Geparden und ein Jackal. Wir beobachten sie eine Weile, sie erheben sich und spazieren in Richtung einer Springbokherde, die wir wenige Minuten vorher gesehen haben.

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Wir (und die anderen Autos) fahren parallel zu ihnen auf der Straße und als sie hinter einigen Dünen verschwinden parken wir (und die anderen Autos) bei den Springböcken. Leider tun uns die Geparden nicht den Gefallen zu jagen und tauchen nicht mehr auf.

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In Mata Mata erfahren wir, dass der Grenzposten morgens um 8:00 öffnet und nach dem Grilllen gehen wir bald schlafen


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Themenstarter59 Beiträge · seit 201317. Okt. 2013 · #16
20.Juli : KTP – Bagatelle Ranch

Pünktlich um 8:00 stehen wir an der Grenze und zu unserer Überraschung sind die drei Grenzbeamten auch einsatzbereit und soger sehr freundlich. Als einziges die Formulare sind nicht wirklich für Rundreisenfahrer gedacht.


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Auf einer Gravel Road geht es jetzt Richtung Westen nach Mariental. Man kann sich auf dem Weg dorthin nur schwer verfahren, aber die Straßenkarte, die wir bei Britz/Maui mitbekommen haben erweist sich doch als beruhigend. Weniger beruhigend war da eher, dass auf der Karte auch explizit eingezeichnet war, wo es welche Tankstelle gibt.

In Mariental wollten wir ursprünglich einkaufen und unseren Dieselfilter wechseln – tja für ersteres war ich zu feige, es war mir schon am Parkplatz sehr unheimlich dass plötzlich 10 Leute um unser Auto herumstanden und bettelten. Und bei letzterem hatten wir einfach pech, da am Samstag der Toyota-Dealer mit Werkstatt geschlossen hatte.
Gegen 12:30 checkten wir bei der Bagatelle-Ranch ein. Da mein Geburtstag in wenigen Tagen war hatten wir uns für eine feste Unterkunft entschieden. Wir wurden sogar auf ein Strohbale-Charlet upgegradet. Hier essen wir noch eine Kleinigkeit zu Mittag und buchen dann für den Abend das Cheeta-feeding und den Sundowner. Der Ranchbesitzer erzählt uns, dass sie seit 2 oder 3 Wochen nun eigene Pferde haben und auch Ausritte anbieten - da bin ich natürlich sofort dabei, mein Freund streikt, was sehr nett von ihm ist.


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Aussicht von unserm Zimmer

Nach meinem Ausritt sitzen wir noch eine Zeitlang in der Lodge und wundern uns ganz schön, warum die Gepardenfütterung noch nicht anfängt - naja Afrika halt, da macht die Stunde Verspätung auch nichts, dachten wir uns. Am nächsten Tag in der Früh sind wir dann draufgekommen, dass wir zwei Tocker vergessen haben, dass Namibia und Südafrika in verschiedenen Zeitzonen sind und wir natürlich die Zeit nicht umgestellt haben.

Wenig später dann treffen wir, und noch einige weitere Gäste, auf die drei Geparden. Es sind drei Männchen, alle ca. 9 Jahre alt und sie lassen sich von uns Touristen nicht übermäßig stören. Normalerweise mag ich solche „Wildtiere zum steicheln“ Geschichten nicht besonders, aber ich fand es ganz in Ordnung. Die Geparden hatten die Möglichkeit sich zurückzuziehen, und dass man Waisen nicht mehr auswildern kann, ist mir auch klar.

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Geparden-Fütterung

Anschließend gibt es noch einen Sundowner auf den Dünen, mit Chips und Getränken.

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Sundowner


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Wir haben das Abendessen dazugebucht (zu dem wir wieder viel zu früh waren), es gab Springbok-Carpaccio, als Hauptgang Kudu-Steak und als Nachtisch flüssigen Schokokuchen.


Und noch einige Nachtaufnahmen:

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100 Beiträge · seit 201220. Okt. 2013 · #17
Hallo Ideles,
wahnsinn, mit den Katzensichtungen im KTP hattet ihr wirklich Glück! Vor allem an dem Tag "nördlich von Nossob". Im August haben sich die Löwenrudel ebenfalls recht gut versteckt im KTP 😮 Die 4 Geparde bei Mata Mata haben wir einen Monat nach euch auch noch gesehen - sie lieben wohl menschliches Publikum 😄
Vielen Dank schon mal! Ich freue mich auf die Fortsetzung!
Reisebericht KTP und KNP 2013
zuletzt bearbeitet 20. Okt. 2013
Themenstarter59 Beiträge · seit 201321. Okt. 2013 · #18
21.Juli : Bagatelle Ranch – Sossusvlei

Nach einem sehr leckeren und ausführlichen Frühstück brechen wir nach Sossusvlei auf. Auf der C19 fahren wir über den Zarishoogte-Pass, wo wir feststelllen: wenn plötzlich 5 Schilder auf einem Haufen stehen, dann heißt das, dass Schrittgeschwindigkeit zu schnell ist und die Straße gerne mal steil abfällt.
Kurz nach dem Pass kommen wir dann in eine für mich weniger angenehme Situation- wir sehen ein Auto das (vielleicht? Ich weiß es nicht) einen Unfall hatte. Es ist auf dem Dach gelegen und es sind einige Leute drum herumgestanden die uns auch zum stehenbleiben veranlassen wollten. Mir war das ziemlich unheimlich, und mir wurde auch zu Hause eingebleut, auf keinen Fall bei einem Unfall stehenzubleiben, also sind wir auch weiter.


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Gegen 14:30 kommen wir an und besorgen uns erst einmal usere Permit für die weiteren zwei Tage sowie unsere Campsite. Die haben wir über NWR gebucht, und wir sehen auch sofort den Vorteil. Es gibt zwei Gates, ein inneres und ein äußers. Die Campsite von NWR liegt zwischen den beiden, und so kann man morgens rund eine Stunde früher in den Park fahren. Im Shop besorgen wir noch ein paar Kleinigkeiten und dann fahren wir zu den Dünen hinein.


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Nach rund 45 Kilometeren kommen wir bei der Dune 45 an.

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Dune 45

Außer uns sind nur wenige Leute da, und so wandern wir den Dünenkamm hinauf. Es ist ziemlich windig, mittlerweile rückt auch der Sonnenuntergang immer näher. Eine Gruppe Deutsche hat offenbar beschlossen, auf der Düne ein Picknick zu machen - naja, ein wenig sandig vielleicht.

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Sonneuntergang auf der Dune 45

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Ich laufe auf der Seite der Düne hinunter, und nach ein paar weiteren Fotos geht es zurück zum Gate, schließlich schließt es um 18:30 und es ist schon fast stockdunkel. Wir beschließen, im Camp-Restaurant zu Abend zu essen und gehen zeitig schlafen. Immerhin wollen wir am nächsten Morgen um 5:30 am Gate sein.
5'479 Beiträge · seit 200921. Okt. 2013 · #19
Ideles schrieb:Kurz nach dem Pass kommen wir dann in eine für mich weniger angenehme Situation- wir sehen ein Auto das (vielleicht? Ich weiß es nicht) einen Unfall hatte. Es ist auf dem Dach gelegen und es sind einige Leute drum herumgestanden die uns auch zum stehenbleiben veranlassen wollten. Mir war das ziemlich unheimlich, und mir wurde auch zu Hause eingebleut, auf keinen Fall bei einem Unfall stehenzubleiben, also sind wir auch weiter.
Das ist das Problem bei Pauschalaussagen. Bei einem auf dem Dach liegenden Auto kann man wohl ziemlich sicher sein, dass es sich um keine gefakte Panne handelt. Da wäre es sicher angebracht gewesen, zumindest kurz zu stoppen, um zu klären, ob Hilfe benötigt wird.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter59 Beiträge · seit 201322. Okt. 2013 · #20
Hallo,

Es stimmt natürlich, dass man nicht pauschal sagen kann, dass man bei einem Unfall nicht stehenbleiben soll. In diesem Fall war es aber so, dass erstens deutlich mehr Leute um das Auto herumgestanden sind, als irgendwie hineipassen hätten können, und zweitens haben wir uns nicht erklären können, wie so ein Unfall an der Stelle hätte zustandekommen können.

Im nachhinein weiß ich nicht, ob wir uns richtig oder falsch entschieden haben - ich denke es kommt immer auf die Situation an.

lg