IdelesThemenstarter59 Beiträge · seit 201322. Okt. 2013 · #21
22.Juli : Sossusvlei
Pünktlich zur Gateöffnung fahren wir um 5:30 als erstes Auto in den Park. Da hier doch ein paar Oryx und Sprinböcke herumlaufen, fahren wir nicht so rasant wie andere und werden recht bald von einem dieser großen Busse überholt. In einer Autokolonne kommen wir wieder bei der Dune 45 an, von wo aus wir den Sonnenaufgang beobachten.
Dann geht es weiter, zunächst zu einem kurzen Frühstück am 2x4 Parkplatz und dann auf dem 4x4-trail durch den Sand zum Vlei.
In der Nacht war es ja noch ziemlich kalt, hier wird es mit der Zeit immer wärmer. Wir beschließen, uns den Aufstieg auf die Big Mama zu sparen und fahren gegen Mittag wieder zurück.
Dann machen wir einen kurzen Abstecher zum Sesriem Canyon.
Abschließend fahren wir noch zur Elim Dune. Die ist relativ nahe am Campingplatz und bewachsen. Dort verbringen wir diesmal den Sonnenuntergang.
Diese Eule saß in dem Baum von unsere Campsite
IdelesThemenstarter59 Beiträge · seit 201324. Okt. 2013 · #22
23.Juli : Sossusvlei - D707 (Koiimasis)
Heute, an meinem Geburtstag, lassen wir es etwas gemütlicher angehen und fahren „erst“ um 6:00 zu Elim-Düne. Dort sind wir völlig allein, was ich wesentlich netter finde als dort in der Kolonne die Dune 45 hinaufzuhetzen.
Nach einem kurzen Frühstück brechen wir in Richtung D707 auf. Die Straße dorthin führt uns durch einen Park (Namtib Rand Park) und wir sehen immer wieder Zebras, Springböcke und Oryx. Die Landschaft finde ich hier auch ziemlich schön – gelbes Gras vor den roten Dünen im Hintergrund.
Gegen Mittag kommen wir in Koiimasis an und können auch unsere Campsite beziehen.
Wir erstehen auch gleich noch Oryx-Steaks fürs Abendessen. Ich erfahre auch, dass das mit dem Reiten hier nicht klappt. Und als zweite Geburtstagsüberraschung: auf der exklusiven Campsite mit seinen 4 Campingplätzen richtet sich ein 30-köpfige Reisegruppe ein.
Meine Laune erreicht mittlerweile einen absoluten Tiefpunkt. Wir beschließen zu flüchten und gehen den 5 Kilomenter langen Wanderweg der Ranch. Den finde ich, ehrlich gesagt auch ziemlich enttäuschend – wenn man einen Weg mit einem durchschnittlichen Kleinwagen befahren kann, finde ich nicht, dass man ihn als Wanderweg bezeichnen sollte.
Bei dem Aussichtspunkt machen wir es uns für einen Weile gemütlich und lesen, während sich eine Gruppe von rund 15 Dassies langsam an uns heranpirscht. Natürlich kommen aber bald ein paar Mitglieder der Reisegruppe vorbei, und die Dassies sind weg.
Etwas frustriert grillen wir am Abend noch – am Campingplatz selbst ist nichts auszusetzen und die Steaks waren sehr lecker. Leider ist es in der Nacht recht windig, so dass wir nicht wirklich viel erholsamen Schlaf finden.
IdelesThemenstarter59 Beiträge · seit 201324. Okt. 2013 · #23
24.Juli : Ranch Koiimasis
Wir haben für heute einen Pausentag geplant und frühstücken gemütlich. Die Reisegruppe ist zum Glück ab 10:00 Uhr weg und wir haben den Campingplatz fast für uns. Wir kommen auch endlich einmal zum Waschen.
Gegen Mittag schauen wir noch kurz zum Hauptgebäude – es sollen heute Pferde kastriert werden, aber bis wir dort sind ist alles schon vorbei. Stattdessen können wir eine Gruppe von etwa 10 Erdmännchen beobachten, die an den Wurzeln der Sträucher nach Insekten graben. Es sind auch einige Jungtiere dabei.
Durch Zufall entdecken wir auf den gegenüberliegenden Felsen noch vier Klippspringer.
Gegen Abend und nach einer missglückten Tomatensuppe wandern wir noch ein Stück in den Canyon hinter der Campsite hinein.
IdelesThemenstarter59 Beiträge · seit 201325. Okt. 2013 · #24
25.Juli : Ranch Koiimasis – Aus
Gegen 9:30 brechen wir auf und fahren den Rest der D707 in Richtung Aus.
Campsite Koiimasis
Dort angekommen unternehmen wir, nachdem wir unseren Campingplatz bezogen und ein Abendessen-Paket bestellt haben, eine kleine Wanderung.
Wanderung bei Aus
Anschließend fahren wir noch nach Garub zu den Wildpferden. Außer uns sind nur wenige Leute da, die sind aber scheinbar mit einer Art Geo-Caching beschäftigt. Es sind wirklich viele Wildpferde hier – ich schätze so einige hundert werden es schon gewesen sein. Sie haben ihr Wasserloch auch tapfer gegen eine Gruppe Strauße verteidigt.
Bei der Rezeption übernehmen wir anschließend unser Braai-Paket und grillen am Abend. Auf der Campsite gibe es keinen Strom. Es ist auch nicht mehr so kalt wie noch vor einigen Tagen und der Sternenhimmel ist wohl einer der beeindruckensten der ganzen Reise.
IdelesThemenstarter59 Beiträge · seit 201325. Okt. 2013 · #25
26.Juli : Aus – Keetmanshoop – Fish River Canyon
Da die Geschichte mit unserem immer noch nicht gewechselten Dieselfilter wirklich langsam beendet gehört, beschließen wir einen Umweg über Keetmanshoop zu fahren und ihn dort tauschen zu lassen. Die Straße zwischen Aus und Keetmanshoop ist asphaltiert, und so sind wir nach etwa 2 Stunden dort. Bei einer Tankstelle erfragen wir den Weg zu einer Werkstatt, und das Wechseln des Filters ist innerhalb einer halben Stunde erledigt. Diesmal schaffen wir es sogar, bei dem Pick & Pay um etwa 90€ einzukaufen, obwohl uns die Leute wieder bei allen möglichen Sachen „helfen“.
Am frühen Nachmittag sind wir beim Canon Roadhouse – wo wir einen Campingplatz vorreserviert haben. War jetzt nicht sooo notwendig – obwohl der Campingplatz wohl etwa 50 Plätze hat (und zwei Waschhäuser), waren wir beinahe die einzigen (und hatten ein eigenes Waschhaus mit 8 Duschen und 10 WCs).
Wir fahren zum Canyon. Vorher entrichen wir in Hobas noch eine Gebür von 170N$. Beim Viewpoint sind wir wiederum beinahe die einzigen. Wir spazieren ein Stück den Canyonrand entlang.
Hinunter kann man nur im Rahmen einer 5?-tägigen geführten Wandertour. Wir gehen den Rand entlang bis zum Anfangspunkt dieser Tour.
Anschließend fahren wir noch ein Stück die andere Richtung entlang auf den 4x4 Trail.
IdelesThemenstarter59 Beiträge · seit 201328. Okt. 2013 · #26
27.Juli : Fish River Canyon – Cederberge
Heute ist ein reiner Fahrtag und außerdem beginnt jetzt auch der Teil der Reise, wo wir, abgesehen vom Krüger NP, nichts mehr vorausgebucht haben. Wir machen uns gegen 8:00 Uhr auf Richtung Süden. Das Ziel ist: schau ma mal wie weit wir kommen, Cederberge wären praktisch.
zu beginn noch ein paar Mountain Zebras
Die Fahrt geht über einige endlos gerade Namibische Straßen, ich glaube der Rekord den wir gezählt haben waren so 35 Kilometer ohne auch nur ein einziges mal eine Kurve zu fahren.
Gegen Mittag kommen wir bei der Grenze an, sie wurde gerade umgebaut, also hat es ein wenig gedauert bis wir alles gefunden haben. Diesmal wird auch unser Kofferraum kontrolliert, so ein bisschen. Wir sollten ihn halt aufsperren, ein Grenzbeamter hat einen kurzen Blick hineingeworfen und dann war er auch schon wieder zu.
Wir fahren über Springbok weiter gen Süden. Für die Wildblumenblüte sind wir ein paar Wochen zu früh aber es zeigen sich schon einige Vorboten. Direkt nach der Grenze hat es auch begonnen, zu Regnen - hatten wir jetzt schon lange nicht mehr.
Da wir ganz gut vorankommen rufen wir beim Sanddrif Resort an, ob sie noch was frei haben, und ob es ok ist, dass wir gegen 6, halb 7 vorbeikommen. Gegen 17:30 sind wir in Clanwilliam und guter Dinge. Die restliche Fahrt ging dann, bei einsetzender Dunkelheit, strömenden Regen und über teilweise schon ziemlich rutschige Dirt-Roads bis zu dem Weingut, das wir uns ausgesucht hatten.
Brücke über den Olifants River
Nachdem wir in den Bergen sind, und es über Nacht gern mal friert, außerdem auch noch immer schüttet, beziehen wir eine kleine Hütte, die voll mit Küche und allem drum und dran ausgestattet ist. Mit Kamin und Heizkörper wird es auch langsam warm.
IdelesThemenstarter59 Beiträge · seit 201329. Okt. 2013 · #27
28.Juli : Cederberge (Wolfberg Cracks und Arch)
Das Wetter ist heute etwas besser als gestern (sprich: es regnet nicht), sodass wir uns um gegen 10:00 eine Permit für die Wanderung zum Wolfberg Arch durch die Wolfberg Cracks besorgen. Die Idee ist, zuerst zu den Cracks zu gehen und dann zu schauen, ob das Wetter einigermaßen hält. Zunächst fahren wir noch mit dem Auto über eine 4x4 Piste bis zu einem kleinen Parkplatz. Von dort aus beginnen wir den Aufstieg von ca. 600 Höhenmetern zu den Cracks. Dabei hat man eine wunderschöne Aussicht über die Cederberge.
Es sind zwei, man kann beide durchqueren, die rechte ist interessanter aber auch schwieriger. In unserem Fall ist die rechte, wegen der Regenfälle gestern, geflutet, also nehmen wir die leichtere linke. Sie erfordert auch ein wenig kletterei.
Gegen 12:30 sind wir oben am Plateau. Von dort aus geht man noch ca. 1.5 Stunden bis zur Arch - da das Wetter nicht so schlecht aussieht (sprich: es regnet immer noch nicht) machen wir uns auf.
Wolfberg Arch von weitem
etwas näher
Tadaa!
Bei der Arch angekommen wollten wir ursprünglich rasten, essen und Fotos machen, aber das Wetter macht uns dann doch einen Strich durch die Rechnung - es regnet zwar nicht, dafür fängt es an zu schneien und Nebel zieht auf. Der Rückweg wird dadurch ziemlich mühsam, da uns die Orientierungspunkte fehlen. Nichtsdestotrotz kommen wir, nach einigen ungewollten Abkürzungen, heil zu den Cracks zurück, und siehe da – es hört auf zu schneien und beim Abstieg zeigt sich sogar noch die Sonne ein wenig.
Dann regnet es allerdings auch schon wieder, was aber völlig egal ist – wir sind eh schon nass und der Untergrund auch. Gegen 15: 45, also deutlich schneller als die prognostizierten 8 Stunden, kommen wir wieder zu unserem Auto. Wir melden uns auch bei der Farm zurück – was scheinbar aber ungewöhnlich ist. Zum Abendessen verputzen wir noch riesige Berge von Nudeln mit Tomatensauce.
lionfight1'324 Beiträge · seit 201329. Okt. 2013 · #28
Interessante Wanderung mit tollem Arch. Klasse. Und danke.
Gruß! der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela
10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
IdelesThemenstarter59 Beiträge · seit 201330. Okt. 2013 · #29
29.Juli : Cederberge – Citrusdal – West Coast National Park
Heute haben wir strahlenden Sonnenschein. Obwohl es auch immer noch ziemlich kalt ist.
Nach dem Frühstück checken wir aus und fahren zur Stadsaal Cave. Am Parkplatz folgen wir einem der drei Pfeile, der uns zu der Höhle führen soll und kommen nach etwa 10 Minuten prompt zum Parkplatz zurück. Ohne Höhle. Zum Glück sind wir die einzigen Besucher... Der nächste Pfeil bringt uns dann aber doch hin. Von dort aus versuchen wir die im Wanderbuch beschriebenen San-Zeichnungen zu finden – ohne Erfolg. Mit der Orientierung haben wirs scheinbar heute nicht so.
Eine kurze Autofahrt entfernt finden wir dann doch noch Rock-Paintings.
Gegen 12:30 fahren wir weiter Richtung Algeria, um die Cederberge zu verlassen.
Tja, dachten wir, an der kleinen Brücke, die wir noch vor 2 Tagen überquert haben, ist Hochwasser.
Also fahren wir fröhlich parallel zur N7 auf einer Schlaglochpiste bis Citrusdal, vorbei an verschiedentsten Zitronen und Orangenplantagen. In Citrusdal kommen wir doch noch auf unsere heiß ersehnte Schnellstraße, sodass wir gegen 16:30 beim West Coast National Park ankommen.
Fahrt zum West Coast NP
In diesem gibt es keinen Campingplatz, und wir haben auch bei der Hinfahrt keinen in der Nähe gesehen. Wir beziehen also eines der Dune-Charlets.
Hier sollte ich vielleicht auch einmal den Titel des Berichts erklären: Wir hatten uns so ein Buch gekauft, in dem verschiedene Parks und Nature Reserves in Südafrika aufgeführt sind. Unter anderem auch mit detaillierten Beschreibungen, welche Tiere es zu sehen gibt. Das begann dann meist so harmlos a la : Kudus, Eland, Blesbok, Steinböckchen... und Caracals. Und das bei beinahe jedem Park.
IdelesThemenstarter59 Beiträge · seit 201330. Okt. 2013 · #30
30.Juli : West Coast National Park – Kapstadt
Morgens, nach einem gemütlichen Frühstück, fahren wir zunächst Richtung Norden bis zur Atlantikküste. Im Park sieht man schon die ersten Vorboten der bevorstehenden Flower-Season, wir sind so ca. 2-3 Wochen zu früh dran. In der Lagune sehen wir die ersten Möwen und Flamingos.
Wir fahren bis zur Tsaarsbank, wo man sich direkt am Strand befindet und die Kormorane und Oystercatcher beobachten kann.
Anschließend besuchen wir noch die beiden Bird-Hides beim Geelbek Visitor's Center.
Im dortigen Restaurant essen wir eine Kleinigkeit und fahren dann nach Kapstadt.
Den ganzen Tag über hatten wir strahlenden Sonneschein und der Tafelberg zeigt sich auch von seiner besten Seite. Gegen 16:30 kommen wir bei unsere Unterkunft an.
IdelesThemenstarter59 Beiträge · seit 201331. Okt. 2013 · #31
Nachdem wir den Vormittag mit Frühstücken und einigen organisatorischen Finessen verbrachten, spazieren wir zur V&A Waterfront. Es sind etwa 20 Minuten Fußweg, der uns auch an dem für die Fußball-WM gebauten Stadion vorbeiführt. Dort angekommen schnappen wir uns (gerade noch) die Fähre nach Robben Island – wir und sehr viele andere Touristen. Das Wetter ist wieder absolut traumhaft, keine Wolke trübt den Himmel. Auf Robben Island werden wir in einen Bus verfrachtet und so zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten gefahren.
Steinbruch
Den Abschluss bildet eine Führung eines ehemaligen Häftlings durch den Hochsicherheitstrackt des Gefängnisses, in dem auch Nelson Mandela untergebracht war.
Um 14:30 sind wir wieder zurück bei der Waterfront und essen eine Kleinigkeit bei einer Bäckerei (die sogar ziemlich gutes dunkles Roggenbrot hat). Wir spazieren noch in der Gegend herum - zum Arts & Crafts Center und zum Food Court. Gegen 20:00 fahren wir zurück zu unserem Bed&Breakfast (mit dem Taxi).
IdelesThemenstarter59 Beiträge · seit 201331. Okt. 2013 · #32
1.August : Kapstadt (Tafelberg)
Da wir beide im Grunde unseres Herzens sehr übervorsichtige Menschen sind, und uns unser Reiseführer zuhause glaubhaft vermittelte, dass, wenn man auch nur einen Fuß auf den Tafelberg setzt sofort, aber auch wirklich sofort, ausgeraubt wird, haben wir uns für unsere heute geplante Wanderung einen Guide besorgt. Dadurch hatten wir auch die Möglichkeit nicht nur die übliche Touristenroute (sprich Plettenklip Gorge) zu gehen.
Unser Guide (Hendre) holt uns mit ihrem winzigen Auto um 7:30 bei unserem B&B ab und wir fahren zum Startpunkt unserer Wanderung. Es geht über die Kasteelpoort Route zu Maclear's Beacon (dem höchsten Punkt des Tafelberges).
Hier kommen wir auch bei einem Stausee vorbei, der früher die Wasserversorgung von Kapstadt gewährleistet hat.
Den ersten Menschen begegenen wir übrigens erst nachdem wir 2 oder 3 Stunden unterwegs waren. Die Cable-Car war zu der Zeit geschlossen, demnach sind viel weniger Menschen am Berg als üblich.
Maclear's Beacon - der höchste Punkt des Tafelberges
Wir steigen über die übliche Route (also Plettenklip Gorge) ab – hier klopfe ich mir dann mal auf die Schulter, denn falls wir allein gegangen wären, hätten wir Plettenklip Gorge sicher als Aufstieg gewählt. Und der Weg durch den Plettenklip Gorge ist eine Treppe. Eine ca. 700 Meter hohe, unregelmäßige Treppe über Steine in der prallen Sonne. Und mit seltsamen Leuten drauf. Zum Beispiel Leute die glauben dass man locker in Flip-Flops und ohne Wasser auf einen Berg steigen kann. Hach was haben wir uns wieder overequipped gefühlt.
Aber es gibt auch einen haufen schöne Impressionen von dort:
Gegen 14:00 sind wir wieder, völlig erledigt, zurück im B&B.
Bernd1'182 Beiträge · seit 200601. Nov. 2013 · #33
Hallo Ideles,
vielen Dank für den interessanten RB und die schönen Bilder.
Zu dem Teil Robben Island hätte ich gern eine Meinung. Hat sich der Ausflug gelohnt? Hat es Euch gefallen? Würdet Ihr das wieder machen? Ich habe schon viele eher negative Meinungen gelesen.
Wir waren schon oft in Kapstadt, aber bisher noch nicht auf Robben Island, weil wir bisher die Hetze des Tourismus gescheut haben. Nun werden wir im Januar 2014 wieder dort sein - und nun überlegen wir ...? Für eine Entscheidungshilfe wäre ich dankbar.
Gruß, Bernd
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IdelesThemenstarter59 Beiträge · seit 201302. Nov. 2013 · #34
Hallo Bernd
Hat sich der Ausflug gelohnt? Hat es Euch gefallen? Würdet Ihr das wieder machen? Ich habe schon viele eher negative Meinungen gelesen.
Also, Robben Island war schon sehr touristisch, man ist halt von mäßig motivierten Leuten zusammen mit wenig motivierten Touristen durch verschiedene Stationen gekarrt worden. Aber damit hatten wir (bis zu einem gewissen Grad) gerechnet.
Ich würde sicher nicht nochmals hinfahren, aber rückblickend war es in Ordnung für uns, dass wir dort waren. Man hat von der Insel aus einen wirklich schönen Blick auf Kapstadt und der letzte Teil, also die Gefängnisführung war auch interessant.
Wenn man die Zeit hat, würde ich schon hinfahren, besonders wenn das Wetter passt.
lg Ideles
IdelesThemenstarter59 Beiträge · seit 201304. Nov. 2013 · #35
2.August : Kapstadt (Tauchen in Simonstown)
Für den heutigen Tag gibt es leider keine Fotos.
Um 9:00 sind wir pünktlich bei der Tauchschule und, nachdem wir unser Equipment zusammengesucht haben, geht es um 11:00 Richtung Simonstown.
Wir haben in der Tauchschule in etwa 2000 mal betont, dass wir beide jetzt schon länger nicht mehr tauchen waren und, dass wir überhaupt noch nie in so kaltem Wasser unterwegs waren. Außerdem ist absolute Nebensaison, was das tauchen anbelangt. So passiert es, dass wir beiden je einen Guide bekommen - so ein Betreuungsverhältnis hatten wir nicht mal bei unseren ersten Tauchgängen.
Der erste Tauchgang ist in einer Bucht in Simonstown, bei der man immer wieder Cow-Sharks zu sehen bekommt. Wir leider nicht, es bleibt bei einigen Shy-Sharks. Das tauchen durch die Kelpwälder ist aber an und für sich schon sehr schön. Und wenn man mal im Wasser ist, stellt man auch fest dass man so gut wie nichts verlernt hat. (44 Minuten, max. depth: 11.4 m, Temp. Water: 14°, Oberfl. Temp: 25°, Sicht: 8m)
Der zweite Tauchgang ist am frühen Nachmittag bei einem kleinen Wrack auf ca. 5 Meter tiefe. Wir sehen wieder Shy-Sharks und einen Pyjama-Shark. (40min, max. depth: 5m, Sicht 8m) Am Nachmittag sind wir dann wieder zurück im B&B, duschen ausgiebig, tauen wieder langsam auf und spazieren dann noch für ein Abendessen zur V&A-Waterfront.
IdelesThemenstarter59 Beiträge · seit 201304. Nov. 2013 · #36
3.August : Kapstadt (Kaphalbinsel)
Heute ist „Tag des Navis“: Zunächst führt es uns brav zum Kirstenbosch Botanical Garden. Wärend es pausiert, machen wir einen kleinen Rundgang durch blühende Erika, Proteen und Calla.
Gegen 10:30 würden wir gerne weiter nach Groot Constantia – ich bin mir sicher, das Navi wollte uns hier nur die Stadt zeigen und beweisen, dass es auch in Kapstadt enge Feldwege gibt. Zu denen es uns auch noch zurückschicken will, obwohl wir schon fast beim Weingut sind. Wir sind beide keine Weintrinker, und eine Cellar Tour interessiert uns auch nicht brenned. Aber das Gut ist auch perfekt geeignet für ein spätes Frühstück.
Gegen 12:00 fahren wir weiter zur Kaphalbinsel. Unser erster Stopp ist St. James Beach bei Muizenberg. Das Wetter ist wunderschön, es baden sogar einige Menschen, im 14° warmen Wasser...
Wir fahren weiter nach Simon's Town, das wir ja schon vom gestrigen Tauchausflug kennen. Unser Ziel ist natürlich Boulders Beach, berühmt für seine Pinguine. Der Strand ist nicht gerade ein Geheimtipp, aber die Pinguine sind wirklich süß.
Als nächstes geht es in den Table Mountain National Park, direkt zum Cape Point. Wir spazieren zunächst die kleine Seilbahn entlang bis zum alten Leuchtturm, und dann noch weiter bis zum Diaz Lookout.
Wenig später geht es weiter zum Cap der guten Hoffnung, und dann Chapman's Peak Drive entlang wieder in die Stadt.
Von hier aus fahren wir über Hout Bay und Camps Bay (wo sich übrigens das Navi wieder austobte und mit steigender Verzweiflung versuchte, uns von der Hauptstraße weg auf möglicht kleine, enge Seitenstraßen/Zufahrtswege zu dirigieren: Turn right – recalculating – turn right …) wieder zurück in unser B&B.
IdelesThemenstarter59 Beiträge · seit 201305. Nov. 2013 · #37
4.August: Kapstadt (City Tour)
Nach einem ausführlichen Frühstück sind wir gegen 9:00 bei der V&A Waterfront. Dort schaffen wir es endlich einmal, unseren Stapel Postkarten auf den Weg zu schicken.
Unser erster Programmpunkt heute ist das „Two Oceans Aquarium“, dessen erstes Highlight ist ein riesiges Kelpwald-Becken, das der Unterwasserwelt vor der Küste Kapstadts nachempfunden ist. Das zweite Highlight ist ein Predator Becken (genauso groß) in dem sich Ragged Tooth Sharks und Adlerrochen tummeln.
In etwa so hat es auch beim Tauchen vor zwei Tagen ausgesehen
Nach einer kleinen Tortenpause schnappen wir uns den Hop on Hop off Bus, der uns ins Stadtzentrum bringt. Leider ist fast alles geschlossen – es ist ja auch Sonntag. Wir betrachten kurz St. Goerges Cathedral und fahren dann weiter zum Castle of Good Hope – dem ältesten europäischen, noch im Original erhaltenen Gebäude in Südafrika.
Von dort aus geht es durch den District 6 zum Signal Hill. Der nächste Stopp ist Camps Bay, wo wir zu Mittag essen und ein wenig am Strand herumlaufen.
Abends fahren wir zurück und kaufen noch ein paar Souveniers. Bei der Waterfront findet auch eine kleine Astronomie-Schau statt, so dass man durch ein Teleskop Saturn beobachten kann.
Manchmal ein bisschen windig
IdelesThemenstarter59 Beiträge · seit 201306. Nov. 2013 · #38
5.August : Kapstadt – Hermanus
Heute brechen wir von Kapstadt auf und fahren die „Whale Tour“ die Küste entlang Richtung Hermanus.
Unterwegs begegnet uns ein Schild : „Pendguins“ - na da fahren wir doch hin. Am Betty Beach hat sich, ähnlich wie in Boulders Beach, ebenfalls eine große Kolonie Pinguine niedergelassen, der Strandabschnitt ist hier größer und es sind fast keine Leute.
In Onrus machen wir einen kurzen Zwischenstopp um unseren Campingplatz zu finden. Bei der Rezeption dort hilft man uns auch gleich ein Boot fürs Whale-Watching zu finden. Da uns bis zum Beginn der Tour noch ein wenig Zeit bleibt, fahren wir in Hermanus noch zum alten Hafen und spazieren dort ein wenig entlang. Dazu muss man sagen, dass wir Wale in der Bucht und in der Nähe vom Strand eher im Bereich der Legenden angesiedelt hatten. So nach dem Motto: vor x Jahren wurde hier in der Bucht einmal ein Wal gesichtet und noch heute machen wir Werbung damit. Wir sollten noch eines besseren belehrt werden – aber nicht in Hermanus.
Gegen 15:00, und nach einem kurzen Briefing, legen wir im neuen Hafen ab. Mit dem Boot geht es ca. eine halbe Stunde lang die Küste entlang – dann entdecken wir 4 (oder vielleicht auch 5) Wale. Es handelt sich um „Southern Right Whales“ (die richtigen Wale für die Jagdt), vermutlich ein Weibchen und 3 Männchen, die gerade „dabei“, beziehungsweise kurz davor, sind.
Nach etwa einer Stunde fahren wir zurück nach Hermanus, gehen noch einkaufen und sind dann bei Einbruch der Dunkelheit am Campingplatz.
IdelesThemenstarter59 Beiträge · seit 201307. Nov. 2013 · #39
6.August : Hermanus – De Hoop Nature Reserve
Der ursprüngliche Plan für heute lautete, den Coast Walk in Hermanus zu gehen. Aber es schüttet. Unser erster Stopp ist Cape Agulhas, der südlichste Punkt Südafrikas. Als wir dort sind, regnet es immer noch.
In Ermangelung besserer Alternativen brechen wir zu unserem nächsten Ziel auf, das De Hoop Nature Reserve. Hier soll man besonders viele Wale sehen können, vom Strand aus. Haben wir nicht geglaubt.
Im Reserve angekommen sehen wir zunächst einige Bonteboks, Strauße und Mountain Zebras. Der Regen hat mittlerweile nachgelassen.
An der Rezeption empfielt man uns, zum Strand zu fahren – dort sollen sich in der Bucht so annähernd 40 Wale tummeln. Das haben wir dann zur Abwechslung dann geglaubt und sind hochmotiviert, etwas flott, zum Strand gefahren. (Zitat: Schau, diese Laufvogelviecher können auch fliegen). Als wir am Ende der Straße ankommen, hat sogar das Wetter mit uns ein erbarmen und es hört auf zu regnen. Schon auf dem Weg zum Strand sehen wir die ersten Wale: manche von den flachen Steinen da bewegen sich, und springen.
Nach etwa einer Stunde beobachen müssen wir leider schon wieder zurück – es wird langsam dunkel. Kurz vor dem Camp sehen wir noch eine große Herde Eland.
Es schüttet mittlerweile wieder und wir sind die einzigen Camper. Daher parken wir direkt vor dem Küchenblock. Dort teilen wir unser Abendessen noch mit der ansässigen Maus und gehen dann relativ bald schlafen. Unser Zelt ist leider nicht so dicht, wie ich es gern gehabt hätte, aber es regnet zumindest nicht hinein.
lionfight1'324 Beiträge · seit 201307. Nov. 2013 · #40
Das ist natürlich Pech mit dem wetter. In Hermanus hatten wir dieses Jahr die Wale auch nicht so schön. Aber dafür ganz in der Nähe einen Wal, der sich nur ein paar Meter von der Küste tummelte. DeHoop ist einer der schönsten Parks in Südafrika. Ich finde den traumhaft schön, auch wenn die Straße zur Bucht jedes Jahr schlechter wird.
Gruß! der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela
10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania