Ich hab mir nun alles durchgelesen und nun müsst ihr ganz tapfer sein, 😗 is’n bissl länger geworden, aber ich muss das jetzt mal loswerden:
Wenn es nicht alles soo peinlich wäre, könnte man schmunzeln, denn es hat ja schon was, so’n öffentlicher „Katzenjammer“ des Professional Hunters Herr Fred Bezuidenhout…
Der NAPHA Vorsitzende Kai-Uwe Denker hatte zuvor die saubere Vorlage dafür veröffentlicht: ...ein Tier, an dem ein Mensch “manipuliert” hat, sei als Trophäe wertlos…
- Hubääh! 😣
Und - Wohlbekomms! 😈
Der Trophäenjäger als Naturschützer…
Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass die meisten namibischen Jagdfarmen hoffnungslos überjagd sind und man für wirklich große Trophäen zum Nachbar-Farmer betteln gehen muss…
Und im Damaraland gab es kaum noch Löwen, als Philip Stander dort mit seinem Desertlion Projekt begann. Alles abgeschossen.
Nun gibt es dort wieder viele Löwen. Und das hat nichts mit sog. „weißen Naturschutzideologen“ zu tun!
Die Clans sind stolz auf ihren Naturschutz und ihre große Löwenpopulation, man lässt sich international beglückwünschen – siehe dazu den Vortrag von John Kasaona bei You Tube:
http://www.youtube.com/watch?v=HN-7RokWxa0Es ist schon ein Kreuz, was die bösen ignoranten Nicht-Jäger (u. kritischen Jäger) so alles von einem Trophäenjäger erwarten: Sie sollen sich an die Jagdethik halten und ehrenhaft jagen. - Was bedeutet das schon, für einen Professional Hunter und seinen Kunden: Ein wissenschaftlich wertvolles Tier?! – Schließlich dürfen Löwen dort bejagt werden und die PH’s brauchen ihre hochwertigen Trophäen, damit die Kasse klingelt. Ein Löwe wird durch ein Sendehalsband noch kein “Heiliges Tier”!, tönt es da als Begründung. Und nun hören wir die neue Variante: Das Argument der Wertlosigkeit eines „manipulierten“ Tieres und die herzzerreißende Zerknirschtheit des PH’s.
Um was gehts?
Können diese Sorte Jäger nicht weiter, als bis zum Ende ihres Rohrs schauen?
Sie sind nicht der Nabel der Welt! Es kann sich doch nicht jeder Professional Hunter seine eigene Ethik zurechtzubiegen, wenn es um’s Geld geht!?
Desertlion ist schließlich nicht ihr Lieferant für jedwelche Abschüsse nach Trophäenjägers Begehr!!
Es geht um Naturwissenschaft, um Forschung zur Arterhaltung, um Diversität und um die Bevölkerung dort, denen das Land gehört und um nachhaltiges Wirtschaften mit natürlichen Resourcen. Nicht nur um den Geldbeutel von Professional Huntern und die Befriedigung von Trophäenjägern!
Die Löwen im Damaraland dürfen bejagd werden, es gibt aufgrund des Desertlion Projektes nun sogar einen Löwen-Überschuss. Das ist für die Besitzer der Concessions eine erhebliche wirtschaftliche Größe. Im Rahmen des Desertlion Projektes wird sehr viel Aufklärungsarbeit geleistet, um der Bevölkerung den nachhaltigen Nutzen der Löwen aufzuzeigen, sie werden trainiert, Schutzmaßnahmen werden getroffen (aber z.T. nicht genutzt! - man kriegt ja für jedes gerissene Tier bezahlt...) und bis auf wenige Ausnahmen, sind die Clans dort zufrieden über den erheblichen Zuwachs an Einkommen und die Ausgleichszahlungen bei gerissenem Vieh.
Auch die PH’s und ihre Kundschaft könnten zufrieden sein, - wenn man denn die Einsicht in diese Zusammenhänge haben wollte und weniger “wertvolle” Trophäen schießen würde! . Aber diese Leute haben ein anderes Weltbild und schießen, quasi als Kollateralschäden, die wissenschaftliche Arbeit eines Dr. Philip Stander ins Abseits, schädigen das soziale und reproduktive Gefüge der Löwenpopulation sowie das Image Namibias nachhaltig!
Der Löwenforscher Dr. Philip Stander ist international in einem Atemzug mit George Schaller, Cyntia Moss, Jane Goodall und Diane Fossey zu nennen, - wobei der Fanatismus einer Diane Fossey bei Philip Stander definitiv nicht vorhanden ist! Er arbeitet für und mit der Bevölkerung, nicht gegen sie.
Namibia ist sich des Wertes seines Ausnahmewissenschaftlers offensichtlich noch immer nicht bewusst! Und die Professional Hunter sehen in ihm nur einen „Löwen-Produzenten“, bei dem sie ernten wollen oder gar ein Recht auf bestimmte Abschüsse hätten.
Man kann durchaus von einem Professional Hunter erwarten, dass er einen männlichen Löwen von einem weiblichen unterscheiden kann (das konnte derzeit der PH K.Wright angeblich nicht – und das breite Halsband des Xpl-44 hatte er auch nicht gesehen…) und jetzt wieder ein „Beurteilungsproblem“: Man gibt sich kreuzunglücklich, den Xpl-77 erschossen zu haben, weil es einem nicht gelungen ist, das breite Halsband mit dem Faust-großen Sender zu sehen…
Und den wohlbekannten Xpl-77 kannte man natürlich auch nicht. Selbst ich bin in der Lage, nach einiger Zeit die einzelnen Individuen auf der Desertlion HP zu unterscheiden. Ein namibischer Professional Hunter kann das offensichtlich nicht...? Dass sie sich zu derartigen Peinlichkeiten hinreißen lassen ist eine Schande für den Stand. Keinen Arsch in der Hose, sagt man bei uns dazu. - Aber dafür haben sie ja ihr Gewehr.
Und natürlich hat auch niemand bei Desertlion auf der Seite gespickt. Nein! Wo denken wir hin. Tssess!
Man hatte ja kein Netz fürs Mobile! - Also, ähm, - dann hatte man wohl ein SatPhon. Oder wie ist es zu erklären, dass man einen Tag vor dem Abschuss mit Russel Vinjevold telefonierte, um der verabredeten “Beistands-Anfrage” genüge zu tun (damit nicht wieder aus “Unkenntnis” das falsche Tier geschossen wird... 😗 ) – spätestens seit diesem Telefonat wusste man genau, welche beiden männlichen Löwen in dem Gebiet waren. Der eine davon war einfacher zu schießen: Er hielt grade Hochzeit.
Es ist die weidmännische Pflicht eines jeden Professional Hunters/Trophäenjägers, sich den Abschuss eines für die Forschung und Reproduktion wertvollen Löwen zu verkneifen!
Alles wäre kein Problem, wenn sie sich auch mit den “zweitrangigen” Trophäen zufrieden geben würden, davon gibt es genug, aber das bringt weniger Geld.
Aber freiwillig werden sie es nicht tun. Da nützt es nur, wenn die Regelung von ganz oben kommt, denn die Besitzer der Hegegegebiete = sprich Jagdgebiete = sprich Consevancys und die Propessionel Hunter sehen es als ihr Recht an dort nun zu “ernten”, die Früchte des Desertlion Projektes.
Löwenjagd ist dort nicht verboten, es gibt mittlerweile ziemlich viele Löwen und auch Philip Stander hat nichts gegen die Trophäenjagd an sich. ABER –
Einige Professional Hunter bilden sich dort ein, nach Gutdünken die schönsten Trophäen, die mächtigsten Mähnenlöwen abschießen zu können, wohl wissend, dass gerade diese Tiere von größter wissenschaftlicher und reproduktiver Bedeutung sind.
Und damit zerstören sie die Strukturen in den Löwenrudeln und zerschlagen die wissenschaftliche Forschung von Monaten – und es ist ihnen egal, dass sie die Reproduktion der Abschüsse der Zukunft gleich mit wegschießen. Soweit mögen sie nicht denken (siehe leergeschossene Jagdfarmen).
Dieser Löwe, Xpl-77, hatte nicht ohne Grund einen GPS-Sender! Natürlich haben sie den gesehen!! Sie haben den Löwen eine Tag beobachtet, sie haben ihm einen Köder ausgelegt... - Jeder Tourist, der mal etwas intensiver Löwen mit dem Fernglas beobachtet hat, weiß, dass man solche Sender fast permanent sieht. Jeder, der gern fotografiert muss lange Geduld haben, bis ein besenderter Löwe endlich mal günstig steht/liegt, damit endlich mal das Halsband nicht deutlich am Hals zu sehen ist. - Wie peinlich ist das denn, als Professional Hunter zu behaupten man sei blind und unfähig und konnte das GPS-Halsband nicht sehen... 😊 Tja, muss wohl an der Gegend liegen, passiert den Trophäenjägern dort bei den Wüstenlöwen ja öfters...
...und weithin schallt das jämmerliche Klagen der zerknirschten Jägerlein in die Öffentlichkeit...
und erst wenn dem MET endgültig klar ist, dass diese Trophäenjagd mit zweifelhafter Ethik dem Ruf Namibias schadet, wird etwas geschehen!
Bittere Grüße
lilytrotter
Nachtrag: wieder gelöscht