@ Helsinki
Freut mich, dass Dir die Bilder gefallen. Ja, eine gewisse Überzeichnung was die Farben angeht ist durchaus gewollt. Nach meiner Erfahrung löst das eben bei vielen den von Dir angesprochenen "Wow-Effekt" aus. Aber es polarisiert auch - sie sind, wie man aus früheren Kommentaren im Thread sieht nicht jedermanns Sache. Aber in erster Linie müssen mir meine Bilder selbst gefallen - und das tun sie 🙂
Meistens stand das Rotel auf den Campingplätzen separiert von den anderen Individualcampern - wir hatten nur ganz selten andere Camper in unmittelbarer Nähe.
So, jetzt zur angekündigten Fortsetzung:

Im unteren Teil der Ellipse, noch innerhalb der Mauer, steht der 10 Meter hohe und 6 Meter breite Turm. Dieser verfügt über keinen Eingang oder Fenster.

Im Jahr 1868 entdeckte der deutsche Abenteurer und Elfenbeinhändler Adam Renders im südafrikanischen Urwald die Ruinenstätte Zimbabwe, die vermutlich im 12. Jahrhundert von den direkten Vorfahren der in dieser Region ansässigen Shona erbaut wurde und dem heutigen Staat Zimbabwe (früheres Rhodesien) seinen Namen gab. Die gesamte Anlage wurde aus sorgfältig gemeißelten, ohne Mörtel übereinandergefügten Granit quadern angefertigt.

Wikipedia schreibt über die Anlage: Groß-Simbabwe hatte in seiner Blütephase vom 11. bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts bis zu 18 000 Einwohner, wurde von den Monarchen Simbabwes als königlicher Palast benutzt und war das politische Machtzentrum. Der Reichtum der Metropole beruhte auf Rinderzucht, Goldgewinnung und Fernhandel.

Die 20.000 Quadratmeter große Innenfläche wird von einer hundert Meter langen elliptischen Mauer umschlossen, die zehn Meter hoch und etwa viereinhalb Meter breit ist. Innerhalb der großen Ellipse gibt es kreisförmige Mauern und weitere kleinere Ellipsen, von denen eine zunächst parallel zum großen Wall verläuft, so dass zwischen den beiden Mauern ein schmaler Gang entsteht, der sich schließlich in einer Kurve auflöst. Nirgendwo gibt es einen Aufstieg oder einen Eingang, auch existieren auch keine Schiessscharten, die zur Verteidigung der Anlage hätten dienen können.

Die Anlage ist der größte vorkoloniale Steinbau im Afrika südlich der Sahara und einer der ältesten.

Die Stadt war bereits verlassen und dem Verfall preisgegeben, als erstmals Europäer im 16. Jahrhundert auf sie aufmerksam wurden. Irrtümlicherweise wurde sie lange Zeit als Heimat der Königin von Saba gedeutet. Die Ergebnisse der archäologischen Forschung widerlegen diese These jedoch; als Entstehungszeit der Anlage wird die späte Eisenzeit angenommen, was in dieser Region dem 11. Jahrhundert entspricht.

Nachdem Adam Renders (1822–nach 1871) die Ruinen 1868 bei der Jagd wiederentdeckt hatte und behauptete, dass „sie niemals von Schwarzen erbaut worden sein könnten“,[22] zeigte er sie 1871 Karl Mauch (1837–1875) bei dessen vierter Reise im südlichen Afrika. Dieser setzte sie in der Folgezeit mit dem biblischen Goldland Ophir gleich, also 2000 Jahre früher als die heutige Radiokarbondatierung.

Ende der 1990er Jahre wurde die Ruinenstädte von vergleichsweise vielen Touristen besucht: über 150'000 Besucher stapften hier 1998 durch die Gemäuer. Aufgrund der politischen Situation gingen die Besucherzahlen in den Folgejahren drastisch zurück, so waren es 10 Jahre später, 2008, gerade mal rund 15'000 Touristen.

Panorama von der Anlage "Great Enclosure".



Dass ich die europäischen, ägyptischen und mesoamerikanischen Ruinenstätten aufsuchen würde, war mir immer klar - aber dass ich eines Tages auch vor diesem Turm in Zimbabwe stehen würde hätte ich wenige Jahre zuvor nicht erwartet.

Unterwegs in der Ruinenanlage von Great Zimbabwe


Ein kleines Show-Dorf der Shona mit Show-Tanz befindet sich ebenfalls auf dem Gelände.

Das Volk der Shona lebt schon seit langer Zeit im östlichen Bereich Zimbabwes und dem angrenzenden Teil von Mozambique. Zur Zeit verfügt dieser Bantu-Volksstamm über etwa 9 Mio Menschen.




Eine weitere gemauerte Anlage befindet sich auf dem Berg, sie wird als "Hill Complex" bezeichnet. Leider hatten wir zu wenig Zeit, um auch dort noch hinaufzugehen (wobei ehrlich gesagt durchaus genug Zeit gewesen wäre, denn wir hatten später noch einige Freizeit auf dem Campingplatz).


Ein Rundgang durch das Lake View Resort, auf dessen Campingplatz wir übernachteten, lässt mich erneut daran zweifeln, ob die Übernachtung im Rotel wirklich empfehlenswert ist... das hier sieht viel gemütlicher aus. Da ich abends noch arbeiten musste und ich im Resort im Gegensatz zum Campingplatz Internetempfang hatte, nahm ich mir für eine Nacht ein Zimmer für 15 USD.

Blick von unserem Campingplatz auf den Mutirikwi Stausee

Sonnenuntergangsstimmung in Zimbabwe