Reisebericht

Mit ROTEL 9000 km durch das südliche Afrika

von Australienfan · begonnen 24. Sept. 2013 · 25 Teile

Teil 124. Sept. 2013
Vor einem Jahr habe ich hier die Frage nach Erfahrung mit Rotel gestellt und praktisch alle haben von der Reise abgeraten. Ich werde hier Stück für Stück ein paar Bilder einstellen und über Vor- und Nachteile der Reise berichten. Ich habe so manchen Kritikpunkt an der Reise, den ich auch im Reiseverlauf nennen werde - dennoch war es eine gute Reise - und ich werde in drei Monaten wieder mit Rotel unterwegs sein (dann in Nordafrika).

HINWEIS: Wer nur den Bilder-Reisebericht ohne Kommentare lesen will, kann dies tun, indem er oben rechts auf die kleine Sonne klickt.


Hier schon mal als ersten Eindruck die Route durch das südliche Afrika:



1. Tag: Abflug von Frankfurt nach Johannesburg


2. Tag: Johannesburg bis Pretoria

Direkt nach der Ankunft in Johannesburg fuhren wir zum Voortrekker Monument am Stadtrand von der Hauptstadt Pretoria.


Das Denkmal wurde 1949 eröffnet und erzählt die Geschichte der Voortrekker (Buren der Kapregion, die nach der britischen Machtergreifung der Kapregion ab 1835 in einem grossen Treck nach Norden zogen)


27 Marmorfriese im Denkmal zeigen die Geschichte des Grossen Trecks


Im Untergeschoss des Denkmals liegt ein symbolischer Sarkophag. Am alljährlichen Jahrestag der Schlacht am Blood River scheint um Punkt 12:00 Uhr mittags die Sonne durch eine Öffnung des Doms der Heldenhalle auf die Aufschrift des Sarkophags: „Ons vir jou Suid-Afrika“ (afrikaans; deutsch: „Wir für Dich, Südafrika“).


Die Kenotaph-Halle (Scheingrab) mit dem symbolischen Sarkophag


Mit einem Fahrstuhl kann man auch auf das Dach des Denkmals fahren.


Vom Dach aus hat man eine herrliche Aussicht bis zur Hauptstadt Pretoria


Blick auf das Parlamentsgebäude in Pretoria (vom Dach des Voortrekker Monuments aus)


Abends Übernachtung auf dem Campingplatz in Pretoria. Ich beziehe zum ersten Mal in meinem Leben eine Rotelkabine. Die Kabine ist so breit, dass wenn ich beide Hände mit der komplett flachen Handfläche aneinanderlege die beiden Ellbogen genau die Wand rechts und links streifen. Das ist erstmal schon gewöhnungsbedürftig... ich schlief in der Nacht sehr wenig, wobei ich dafür mehr meinen schweren Husten verantwortlich machte als die Rotelkabine (in der Tat sollte ich im Rotel ab der 3. Nacht sogar besser schlafen als zuhause!)
Teil 224. Sept. 2013
3. Tag: Von Pretoria nach Ficksburg

Am nächsten Tag (offiziell 3. Reisetag) ging es von Pretoria nach Zastron. Die Strassen haben eindeutig mitteleuropäisches Niveau.


Wenn irgendwo in Südafrika besonders grosse Bäume stehen (egal ob Palmen oder andere) dann sind es ziemlich sicher getarnte Handymasten


Ich sass in der ersten Reihe und konnte so (wenn auch durch drei Scheiben) vorne heraus schauen.


In diesem Lokal machten wir Mittagspause - allerdings war ich krank, hatte Fieber und mir war gar nicht nach Essen zumute.


Rotel mit Anhänger




Am Nachmittag erreichten wir den Golden Gate National Park


Um ehrlich zu sein: Bis auf zwei ca. 10minütige Fotostopps gab der Park nicht wirklich viel her.


Im Golden Gate Highlands Park


Die Tagesetappe von Pretoria bis zum Tagesziel in Ficksburg betrug gut 500 km. Und ausser im Bus zu sitzen (und der Mittagspause in einem Restaurant) haben wir an dem Tag gar nichts gemacht. Da ich krank war, störte mich das allerdings nicht.


Um 17.30 Uhr war das Tagesziel, ein Campingplatz bei Ficksburg erreicht. Wir waren die einzigen Gäste. Es gab auch keinen Laden oder so etwas. Das Abendessen liess ich (wie auch am Tag zuvor) ausfallen. Einzig, um die schöne Wolkenstimmung am Abend zu fotografieren verliess ich noch einmal meine Kabine.
Teil 324. Sept. 2013
4. Tag: Von Ficksburg nach Zastron

Ausnahmsweise frühstückten wir erst um 8.00 Uhr (sonst 7.00 Uhr). Das Rotel-Frühstück ist zwar einfach - aber jeder wird satt.


In einer Fernsehsendung hiess es, dass das Essen rationiert sei - das war zumindest auf unserer Reise nicht der Fall.


Es gab täglich Marmelade, Honig, Schokoladenaufstrich, Butter, Scheiblettenkäse, Wurst und Müesli.


Rund um unseren Campingplatz war so eine Art Ausstellung von alten Eisenbahnen


Wenn ich nicht krank gewesen wäre, hätte ich da ausführlicher fotografiert


Quer durch ein Sonnenblumenfeld fuhren wir nach Ficksburg


Unser erster Halt nach der Abfahrt um 9.00 Uhr war in Ficksburg am Spar-Markt. Schnell merkte ich, dass eine Stadtbesichtigung (die über einen Supermarktstopp hinaus ging) nicht geplant war.


Daher nutzte ich die Zeit, in der die meisten im Supermarkt waren, um wenigstens 15 Minuten durch Ficksburg zu laufen.


Die Stadt machte einen sehr sauberen Eindruck. Sie liegt auf 1600 m Höhe, hat rund 8000 Einwohner und ist das Zentrum der südafrikanischen Kirschenproduktion.


Auf den ersten Blick wirkte die Gegend sehr amerikanisch auf mich


Unsere heutige Tagesstrecke betrug gerade mal 230 km - lächerlich wenig im Vergleich zum Vortag.


Unser Tagesziel, Zastron, erreichten wir um 13.30 Uhr. Der Ort hat gerade mal gut 1000 Einwohner. Wir fuhren auf direktem Weg zum Campingplatz... dort waren wir die einzigen Gäste und hatten den Rest des Tages zur freien Verfügung.


Die Männer bauten das Rotel auf. Es war ein eingespieltes Team - der Aufbau dauerte keine 10 Minuten. Hinter den Vorhängen mit den Zahlen waren die Kabinen. Ich nannte sie angesichts der Grösse (und der Tatsache, dass alle in der Reisegruppe mindestens eine Generation älter als ich waren) "Särge". Es gibt hinter jedem Vorhang drei "Särge" übereinander. Meiner war Nr. 9 / Mitte


Nach dem Aufbau des Hotels wurden wir vom Guide noch über die fakultativen Ausflüge im Laufe der Tour orientiert. Da die Ausflüge ohnehin immer erst zwei Tage vorher gebucht wurden (und sich viele bis dahin umentschieden) war die Diskussion hier meines Erachtens überflüssig. Ein völlig verlorener Tag!


Unser Fahrer grillte am Abend. Das Vorurteil, dass es bei Rotel jeden Abend nur Suppe gäbe traf zumindest für unsere Reise nicht zu.


Am (offiziell) 4. Reisetag ass ich mein erstes Abendessen. Der Kürbis (heisst Butternut oder so ähnlich) war ausgesprochen lecker.


Weil es der erste Abend auf der Reise war, an dem es mir wieder etwas besser ging, experimentierte ich am Abend mit Nachtaufnahmen.


Eine Reiseteilnehmerin fragte mich, was ich im Dunkeln ohne Blitz fotografiere. Um ihr zu zeigen, dass man (mit entsprechend guter Kamera) auch im Dunkeln fotografieren kann, machte ich dieses Bild. Die rote Bergkette im Hintergrund war vom Auge praktisch nicht mehr zu erkennen. Der Himmel war völlig schwarz (kein Mond). Alles nur eine Frage der Einstellungen beim Fotografieren 😉



So, das war jetzt der Start der Reise... soll ich den Reisebericht weiter führen?
Teil 424. Sept. 2013
5. Tag: Von Zastron nach Port Elizabeth

Unsere heutige Tagesetappe ging gut 500 km bis nach Port Elizabeth. Die Landschaft sah recht unspektakulär, um nicht zu sagen langweilig aus.


Nach 200 km (die wir in nur 2 Stunden gefahren sind!) erreichen wir den 700-Einwohner-Ort Steynsburg. Dort machen wir eine kurze Pause. Die meisten Reiseteilnehmer stürmen ein Restaurant mit Toiletten, während ich die Zeit nutze, um kurz durch die Stadt zu laufen.


Impressionen von Steynsburg




An vielen Dorfrändern entstehen solche "Mandela-Häuschen" (so nannte sie unser Guide). Diese entstehen offenbar im Rahmen staatlicher Wohnungsprogramme und werden zu zahlbaren Preisen (ich meinte ich hätte was von 5000 USD gehört) an die Bevölkerung verkauft.




Weiter geht's über die immer noch sehr eintönige Landschaft...


Mittagspause machen wir nachdem wir die ersten 300 km der Tagesetappe geschafft haben, in Cradock, einem 30'000-Einwohner-Städtchen


Sobald unser Rotel am Strassenrand parkte, kam ein Herr auf unseren Fahrer zu und sagte, er würde auf den Bus "aufpassen". Dafür bekam er natürlich ein Trinkgeld.


Während der Grossteil der Reisegruppe in einem Restaurant verschwand nutzte ich die Stunde Aufenthalt für einen Spaziergang durch die Stadt. Ich lege überhaupt keinen Wert auf Mittagessen.


Cradock wurde im Jahr 1816 gegründet. Früher war das Land von den einheimischen Khoi bewohnt.




Cradock ist in Südafrika bekannt für seine Thermalquellen, denn 5 km nördlich des Ortes gibt es ein 38°C warmes Thermalbad mit heissen Schwefelquellen, das viele Rheumakranke anzieht.




Nach der Mittagspause setzten wir unsere Fahrt Richtung Port Elizabeth fort. Ich hatte vorne zwei Sitze für mich allein und so relativ gute Möglichkeiten zu fotografieren. Einerseits links aus dem Seitenfenster heraus, andererseits vorne (durch 3 Scheiben) durch das Fahrerhaus hindurch.


Die Landschaft war vergleichsweise eintönig. Es gab praktisch keine Abwechslung auf der Strecke. Das Foto zeigt einen Blick aus dem Seitenfenster.


Gegen 16:00 Uhr sahen wir die ersten Teile des Hafens von Port Elizabeth.


Irgendwie hatte ich erwartet wir würden so eine Art Stadtrundfahrt machen - wir fuhren allerdings auf direktem Weg zum Campingplatz. Trotzdem nutzte ich die Fahrt für ein paar Impressionen aus dem fahrenden Bus. Der Bus hatte keine Klimaanlage - dafür konnte man die Seitenfenster öffnen - das war für mich eine Bedingung für die Buchung der Reise gewesen. Kliamaanlage war mir egal (auch im südafrikanischen Hochsommer) - aber ich wollte aus dem Fenster (ohne Scheibe) fotografieren können.



Port Elizabeth ist die fünftgrösste Stadt Südafrikas. In der Agglomeration der Stadt leben rund 1,3 Millionen Einwohner. Der Hafen ist der drittgrösste Südafrikas.


Die Region um Port Elizabeth ist auch Schwerpunkt der südafrikanischen Autoindustrie und wird auch das „Detroit Südafrikas“ genannt. Hier bauen VW, General Motors, Ford, Continental und andere Hersteller Autos.








Unser Campingplatz lag direkt am Meer


Indischer Ozean


Campingplatz bei Port Elizabeth. Der Campingplatz lag etwas ausserhalb... ein Spaziergang am Abend in die Stadt war nicht möglich.


Erste Begegnung mit dem Meer auf dieser Reise. Einige Reiseteilnehmer gingen Baden.


Sonnenuntergangsstimmung


Sonnenuntergang über dem Indischen Ozean bei Port Elizabeth


Ich muss sagen, dass ich an diesem Abend doch etwas unzufrieden war. Ich hatte ja die Reiseausschreibung gelesen und da stand u.a. "Port Elizabeth" drin... dass das nur bedeutet, dass wir auf direktem Weg auf den Campingplatz fahren und von der Stadt eigentlich nichts sehen (keine Stadtbesichtigung, kein abendlicher Spaziergang...) hat mich enttäuscht. Auf einer USA-Reise, die ich mit einer Gruppe in den 90ern gemacht hatte sind wir jeden Abend nach dem Essen machen auf dem Campingplatz noch in die Stadt gegangen. Okay, das war eine Reisegruppe damals, bei der alle zwischen 20 und 35 waren... jetzt waren fast alle älter als 55... vielleicht macht das einen Unterschied. Auch dieses Campingkonzept mit dem Essen zubereiten etc. fand ich etwas, was in solchen Städten nicht angebracht ist. Hier gab es sicher massig Restaurants... ich wäre viel lieber irgendwo auswärts Essen gegangen, wenn wir schon in einer Stadt sind. Aber das ist eben das Rotel-Konzept und ich wusste ja vorher auf was ich mich einlasse. Trotzdem wäre das jetzt definitiv was, was ich bei einer individuellen Tour anders machen würde.

Heute war der offiziell 5. Reisetag und wir hatten im Grunde genommen noch nichts besichtigt (ausser dem Voortrekker Monument direkt nach der Ankunft). Morgen beginnt unsere Fahrt auf der legendären "Garden Route". Mal schauen, was die verspricht...
Teil 524. Sept. 2013
6. Tag: Port Elizabeth bis Plettenberg Bay


Dieses Kerlchen schaute uns beim Frühstück zu


Port Elizabeth


Den einzigen Fotos-Stopp in Port Elizabeth machten wir am Donkin-Memorial: Der weite grasbewachsene Platz wurde vom Gouverneur Sir Rufane Donkin, Anfang des 19. Jahrhundert, angelegt. In Erinnerung an seine verstorbene Frau Elizabeth - nach der übrigens auch die Stadt ihren Namen hat - errichtet er auf den Platz eine Pyramide, das Donkin Memorial. Neben der Pyramide wurde 1861 ein mitten Leuchtturm mitten in der Stadt erbaut. Das Donkin Lighthouse beherbergt heute die Touristeninformation der Stadt.


Direkt neben der Pyramide befindet sich ein sehr schönes grosses Mosaik.



Detail aus dem Mosaik. Das Kunstwerk scheint brandneu zu sein, denn auf vergleichsweise aktuellen Bildern von Google Earth ist es noch nicht drauf.



Kirche direkt neben dem Donkin Reserve Park


Die Fahrt geht weiter auf der sogenannten "Garden Route". Ausgehend vom Namen der Strecke hatte ich eine schönere Landschaft erwartet.


Fotostopp unterwegs an der Tsitsikamma-Brücke. Hier wird angeblich der höchste Bungee-Jump-Sprung der Welt von einer Brücke angeboten.


Nach "nur" 230 km Fahrt auf gut ausgebauten Strassen erreichten wir um 13.15 Uhr den Campingplatz in Plettenberg Bay. Dort wurde das Rotel von einem Traktor auf den Übernachtungsplatz gezogen.


Heute (also am 6. Reisetag!) stand die erste Unternehmung auf dem Programm, bei der man mehr als 300 Meter laufen konnte: Ein fakultativer Spaziergang im Robberg Reserve. Wir wählten die Route 2 mit 5,5 km Länge


Obschon das Durchschnittsalter in der Gruppe mindestens 25 Jahre über meinem Alter lag legten die Rentner ein ziemlich sportliches Lauftempo vor.


Unser Guide, Gunther Vermaak. Wir brauchten für die 5,5 km gut 2,5 Stunden. (Mein sonstiges Durchschnittstempo bei allen Wanderungen, die ich auf meinen vorherigen Urlauben gemacht hatte betrug 1,3 km/h).


Es war kaum Zeit für Fotostopps


Hin und wieder konnte man auf das Meer hinuntersehen. Dort gab es Seehundkolonien, die dem Berg ihren Namen gaben (Robberg = Robbenberg)


Seehunde im Robberg Reserve




Der Weg war mal besser ausgebaut und mal weniger gut


Im grossen und ganzen war es eine schöne Wanderung


Auch wenn es auf den Bildern nicht so aussieht - aber es war relativ heiss, wir hatten über 30 Grad.






Nach knapp eineinhalb Stunden Wanderung erreichten wir diesen Strand




Austernfischer am Strand


Mein letztes Foto auf der Wanderung machte ich am Strand. Anschliessend bestand unser Guide darauf, dass ich mit ihm den Rucksack tausche (meiner war viel schwerer und enthielt u.a. die Fotoausrüstung). Wahrscheinlich hatte ich ein zu langsames Lauftempo. Jedenfalls konnte ich dadurch auf dem Rückweg keine weiteren Bilder machen.
Teil 625. Sept. 2013
7. Tag: Plettenberg Bay bis Oudtshoorn


Vermutlich teile ich diesen Tag auf 2 Posts auf, es gab jetzt endlich mal was zu sehen 😉

Am 7. Tag fuhren wir nach nach Oudtshoorn, was mit gerade mal 150 km eine der kleinsten Tagesstrecken der Tour gewesen ist.


Fotostopp am Indischen Ozean








Gegen 11.00 Uhr erreichten wir Oudtshoorn


Oudtshoorn ist sowas wie die Welthauptstadt der Straussenzucht... auf unserem Campingplatz gab es sogar metallene Straussenfiguren


Gegen Mittag besichtigten wir einen kleinen, privaten Tierpark








Webervogel










Ich war sehr angetan von dem kleinen Tierpark, den er war mit viel Liebe zum Detail gestaltet... diese Brücke, die über einen Krokodilteich führte, konnte von einem Parkmitarbeiter elektronisch zum Wackeln gebracht werden, so dass man kurz den Eindruck bekam, sie falle zusammen.














Marabu-Storch. Er gehört sicher nicht zu den schönsten Vögeln. Der Marabu ist ein Aasfresser.


Ihrer weichen Unterschwanzdecken des Brutgefieders wegen, die in der Modeindustrie und seit je her in der Kriminalistik Verwendung finden, sind diese Vögel in manchen Gegenden stark bejagt und gefährdet.
Noch heute werden zur Sichtbarmachung eines Fingerabdrucks bei Tatortaufnahmen der Kriminalpolizei diese Federn verwendet. Mittels der Federn wird Russpulver auf den möglichen Spurenträger aufgetragen. Die Federn ermöglichen einen schonenden Auftrag des Pulvers, so dass Russspuren in den abgedrückten Papillarleisten des Fingerabdrucks hängen bleiben.








Über diesen ca. 5 Meter hohen Holzsteg konnte man durch das Gehege der Grosskatzen spazieren.


Im Lorikeet Enclosure konnte man Nektar kaufen - ein sicherer Garant dafür, dass anschliessend einige der knallbunten Lorikeets auf einen zufliegen und sich auf den Arm oder die Hand setzen, um vom süssen Saft zu naschen.


Mittagspause im Tierpark... Zeit für einen Amarula-Eis-Drink. War sehr lecker und hat keine 2 Euro gekostet. Amarula ist der südafrikanische Nationallikör und erinnert vom Geschmack her an Baileys.
Teil 728. Sept. 2013
9. Tag: Kapstadt

Heute steht Kapstadt auf dem Programm. Schon bei der Anfahrt sehen wir den markanten Tafelberg.


Rotelbus & Tafelberg (Kapstadt)... 10 Minuten Fotostopp... Einige Reiseteilnehmer stiegen nicht mal aus.


Leider hiess es, dass aufgrund des starken Winds, die Seilbahn auf den Tafelberg im Moment nicht fährt. Ich bin trotzdem gut gelaunt und hoffe, dass der Wind nachlässt...


Die Fahrt nach Kapstadt dauert über eine Stunde, weil wir die meiste Zeit in der Rush-Hour stehen (das Bild zeigt die leere Autobahn aus Kapstadt raus)


Unsere erste Besichtigung des Tages ist Kirstenbosch, der schönste und grösste botanische Garten Südafrikas. Ein Teil der Gruppe verzichtet auf die Besichtigung und wartet lieber am Cafe am Eingang. Okay, ich bin jetzt auch nicht der Botaniker-Typ... aber wenn man schon bis nach Kapstadt reist, dann sollte man eigentlich alles mitnehmen, was irgendwie angeboten wird.


Wir haben 2 Stunden Zeit den Garten anzuschauen


Ich entschliesse mich dazu, abseits von den anderen auf eigene Faust die Anlage zu durchstreifen




Mich interessierten aber die Tiere fast mehr als die Pflanzen 😉


Schmetterling im Kirstenbosch Garten


Der Botanische Garten ist überaus weitläufig... ich habe jedenfalls nur einen kleinen Bereich gesehen


An dieser Stelle blieb ich 45 Minuten stehen, denn es kamen viele kleine, kolibriartige Vögel zu den roten Blüten


Die Vögel zu fotografieren war alles andere als leicht, denn sie blieben nie länger als ein paar Sekunden an einer Stelle






Was das Fotografieren erschwerte war der winzige Tiefenschärfebereich bei über 600mm Brennweite ... im Prinzip ist nur ein Bereich von ca. 3 cm scharf - alles davor und dahinter ist unscharf.




Als wir den Botanischen Garten verliessen, hiess es plötzlich, dass die Seilbahn auf den Tafelberg geöffnet hätte. Also fuhren wir zur Seilbahn. Hier werden in einer Gondel an einem 1200 m langen Stahlseil bis zu 65 Personen pro Fahrt hoch transportiert.


Seit 1997 gibt es neue Gondeln, die aus der Schweiz stammen. Diese modernen Gondeln drehen sich während der 5-minütigen Auffahrt um ihre eigene Achse und erlauben so eine herrliche Rundsicht auf die Umgebung von Kapstadt.


Oben auf dem Tafelberg gibt es ein paar Spazierwege und natürlich hat man eine schöne Aussicht auf Kapstadt. Es war allerdings unglaublich windig.


Kapstadt ist mit 3,5 Mio Einwohner nach Johannesburg die grösste Stadt Südafrikas.


Blick auf die Waterfront


Da Kapstadt die erste Siedlung der südafrikanischen Kolonialzeit war, wird die Stadt gelegentlich auch als Mutterstadt (Mother City) bezeichnet. Den Namen hat die Stadt übrigens vom ca. 45 km entfernten Kap der Guten Hoffnung


Das Cape Town Stadium wurde anlässlich der Fussball WM 2010 gebaut (und 2009 eröffnet). Rund 65'000 Menschen finden hier Platz.


Kapstadt ist zwar nicht die Hauptstadt Südafrikas - aber seit 2004 der ständige Sitz des Parlaments


Leider konnten wir nicht so lange auf dem Tafelberg bleiben, denn nach gut 15 Minuten ertönte eine Not-Sirene: Das Evakuierungssignal. Dann müssen alle Gäste den Berg so schnell wie möglich verlassen, weil die Wetterbedingungen (Sturm) ein Einstellen der Seilbahn erforderlich machen. Aufgrund des Ansturms habe ich dann leider 45 Minuten Schlange gestanden bis ich wieder in eine Gondel einsteigen konnte. Das war sehr ärgerlich.







Unser nächster Fotostopp war im Malay Quarter (auch Bo Kaap genannt). Pastellfarbene Häuser prägen das Bild der im späten 18. Jahrhundert entstandenen Wohngegend. Die Kapmalayen sind Nachkommen jener Sklaven, die seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts aus Asien kamen.


Obwohl es "Malay Quarter" (Malaysisches Viertel) genannt wird, kamen die meisten Personen hier aus Indien, Ceylon und Indonesien. Malaiisch war zu dieser Zeit die Handelssprache in Südasien, so dass der Name darauf zurückzuführen ist.


Die Kapmalayen sind Moslems und kämpften bereits während der Apartheidszeit erfolgreich um den Erhalt ihres traditionellen Wohnviertels, so dass schliesslich ein Sanierungsprogramm begann. Einige Häuser waren bereits zu Slums verkommen und wurden gerettet.


Innenstadt von Kapstadt


In der City von Kapstadt verlassen wir den Rotelbus und machen einen kurzen Spaziergang durch die Fussgängerzone. Dieser führt u.a. vorbei am Parlamentsgebäude.


Fast direkt neben dem Parlament an der Government Avenue liegt dieses schöne Anwesen


In einem Park (Company Gardens / Militärpark) im Zentrum von Kapstadt steht diese Statue des jung verstorbenen Cecil Rhodes (1853-1902). Er träumte von einem kolonialem englischen "Hinterland", das von Kapstadt bis Kairo reicht.


Denkmal in den Company Gardens, Kapstadt


Am Nachmittag / Abend haben wir drei Stunden Aufenthalt an der Waterfront. Dort steht Kapstadts berühmteste Einkaufsgalerie: Die Victoria & Albert Waterfront


Zahlreiche Restaurants buhlen hier um die Gunst der Touristen


Waterfront, Kapstadt


Ich unternehme eine Riesenrad-Fahrt, um einen besseren Überblick über die Waterfront zu bekommen. Das hat mich einiges an Überwindung gekostet, denn ich habe Höhenangst und die einzelnen Gondeln schaukeln angesichts der heftigen Winde dort beträchtlich. Aber was tue ich nicht alles für ein Fotomotiv...


Waterfront, Kapstadt


Am Abend fahren wir mit dem Rotel-Bus noch auf den Signal-Hill. Dort erleben wir den Sonnenuntergang über Kapstadt




Als wir zurück fahren ist es bereits dunkel und Kapstadt verwandelt sich in ein Lichtermeer


Cape Town by Night


Wir sind gegen 21.30 Uhr wieder zurück auf dem Campingplatz. Das war schon ein Tag halbwegs nach meinem Geschmack: Nonstop on tour von 8.00 - 21.30 Uhr 🙂 Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten wir in Kapstadt bei Nacht noch den einen oder anderen Fotostopp für Nachtaufnahmen einlegen können - aber da wäre die Reisegruppe wohl auf die Barrikaden gegangen...
Teil 829. Sept. 2013
10. Tag: Kap Halbinsel

Wir fahren morgens wieder Richtung Kapstadt - und stehen 1 Stunde im Berufsverkehr


Unser heutiges Ziel ist allerdings nicht die Stadt sondern die südlich von Kapstadt gelegene Kaphalbinsel


Tausende Kormorane


Erster Fotostopp des Tages nach 2 Stunden Fahrt um 10:00 Uhr morgens


Die Fahrt ging dann einmal um die Kaphalbinsel


Wer in Fahrtrichtung rechts sass hatte die ganze Zeit fantastische Ausblicke auf die Küste. Leider sass ich links und hatte praktisch die ganze Fahrt über nur den Hang auf der linken Seite an meinem Fenster 🙁




Die wohl spektakulärste, neun Kilometer lange Küstenstrasse Südafrikas, ist der Chapman Peak Drive, süd-westlich von Kapstadt. Die Strasse schlängelt sich über insgesamt 114 Kurven direkt oberhalb des Meeres und einiger Steilküsten. Der Chapman´s Peak, Namensgeber der Küstenstraße, ist ein etwa 160 Meter hoher Aussichtspunkt. Leider hatte ich kaum Gelegenheit zu fotografieren, weil ich auf der falschen Busseite sass - das Bild ist während der Fahrt im Sitzen quer über die zwei Köpfe der Damen auf den Nachbarsitzen durch das Fenster auf der anderen Busseite gemacht.




Die letzten Kilometer zum Kap


Das Kap der Guten Hoffnung - der südwestlichste Punkt Afrikas


Vor der Küste liegen die Wracks von mindestens 23 Schiffen - das Kap war jahrhundertelang in der Schiffahrt berühmt-berüchtigt


Im April 1488 wurde das Kap vom portugiesischen Flottenkapitän Bartolomeo Diaz entdeckt, als er bereits (in Küstenferne) die Südspitze Afrikas umrundet hatte und sich auf dem Rückweg nach Norden befand. Diaz nannte die über 20 km ins Meer vorragende Felsenzunge «Kap der Stürme». Den Namen konnte ich gut nachvollziehen - es bliess ein unglaublicher Wind.


Vielleicht ist es wegen den starken Winden und Wellen beliebt bei Surfern


Dieser Herr fotografierte die Surfer und das Objektiv liess sogar meine Ausrüstung armselig wirken. Das dürfte ein knapp 15'000 Euro teures 800mm Canon-Objektiv sein.


Kleiner abgelegener Sandstrand


Klippschliefer sollten normalerweise in vielen felsigen Regionen im südlichen Afrika anzutreffen sein - dieses Exemplar war leider das einzige, was ich während der ganzen Rotel-Tour sah.


Wir fuhren anschliessend zum Cape Point, dort machen wir eine Mittagspause. Während der Pause bestand die Möglichkeit zu einem Leuchtturm auf eine Anhöhe zu klettern.


Der Cape Point bildet den östlichsten Punkt der Kaphalbinsel


Der Leuchtturm wurde auf dem höchsten Punkt des Kliffs in 238 m über dem Meer im Jahre 1859 errichtet. Da der Leuchtturm jedoch zu hoch und zu weit weg von der Küste steht, verlor sich sein Licht oft im Nebel. Das führte 1911 dazu, dass ein Schiff mit 700 Personen an Bord sank. Daraufhin wurde etwas näher am Meer ein neuer Leuchtturm gebaut.


Am Cape Point trotzt ein Wegweiser den stärksten Stürmen. Nach Berlin sind es laut Aufschrift 9575 km


Neben einem Restaurant befindet sich am Cape Point natürlich auch noch ein Souvenirladen


Gegen 15:00 Uhr erreichen wir mein persönliches Highlight des Tages: Den Boulders Beach in Simon's Town


Über einen Steg erreichen wir den Strand von Foxy Beach - hier lebt eine Kolonie von rund 3000 Brillenpinguinen


Einige Pinguinfotos, die ich im Jahr 2012 von diesem Strand sah waren verantwortlich dafür, dass ich diese Reise buchte - ich liebe Pinguine 🙂


1983 fand man unter einem windgeschützten Busch oberhalb des Strandes ein einsames Pinguin-Pärchen. Mittlerweile haben sich diese Beiden vermehrt und andere Pinguin-Familien angezogen, so dass heute knapp 3000 Afrikanische Pinguine an diesen kleinen Strandabschnitt leben.


Leider haben wir nur eine knappe halbe Stunde Zeit


Ursprünglich waren nur 15 Minuten am Strand geplant... nach meinen energischen Protesten, wurde das dann auf 30 Minuten erhöht. Wenn's nach mir gegangen wäre, wären wir hier mindestens eine Stunde geblieben.


Was ich überhaupt nicht verstand: Ein Teil der Reisegruppe zog es vor am Bus zu warten. Warum? Weil für den Strand 4 Euro Eintritt gezahlt werden mussten. Ich werde nie verstehen, wie man so eine Reise machen kann und dann ausgerechnet diese 4 Euro sparen möchte und lieber die Zeit auf einem Parkplatz am Bus verbringt.


Übrigens: Die schnelle Vermehrung der Pinguine an dem Strand findet nicht nur Freunde.


Sobald es dunkel wird beginnt die kleine Invasion auf Simon's Town. Sie graben sich unter den Zäunen durch und sind auf den Strassen, Parkplätzen, Hinterhöfen, Gärten und auch in mancher Wohnung zu sehen. Doch mehr als vertreiben dürfen die Anwohner sie nicht, da die fast vom Ausstreben bedrohten «Afrikanischen Pinguine» mittlerweile unter Artenschutz stehen.


Eine Bürgerinitiative möchte die Pinguine, die Attraktion der Touristen, nun dauerhaft von Ihren Häusern fernhalten und es wurden schon einige erschossene Pinguine gefunden.


Die Vögel werden 60 bis 70 cm gross, knapp 3 kg schwer und erreichen ein Alter von bis zu 20 Jahren.


Brillenpinguine sind die einzigen in freier Wildbahn lebenden Pinguine in Afrika. Ihr Bestand hat im letzten Jahrhundert stark abgenommen und ist vor allem durch die stark befahrene Tankerroute vor der Küste und aufgrund von Ölunfällen bedroht.


Vor 100 Jahren gab es noch mehrere Millionen Million Pinguine in Afrika - der heutige Bestand im gesamten südlichen Afrika liegt laut Widipedia noch bei gerade 72'000 Exemplaren.


Andere Stellen reden übrigens von noch beunruhigenderen Bestandszahlen. In einem Radiointerview in der Schweiz wurde 2011 gesagt: «Seit den 60er-Jahren sind die Bestände eingebrochen. Während wir damals noch drei Millionen Tiere hatten, sind jetzt noch ganze 42.000 ausgewachsene Pinguine übrig.»








Rotel in Simon's Town
Teil 929. Sept. 2013
11. Tag: Von Kapstadt nach Springbok

Heute war ein reiner Fahrttag. Wir starteten nach dem Frühstück um 8.00 Uhr in Kapstadt und hatten rund 550 km nach Norden vor uns bis Springbok kurz vor der namibianischen Grenze.


Insgesamt waren wir unterwegs von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Die Landschaft war nicht wirklich spannend.


Um 11.00 Uhr machten wir einige Minuten Pause, da unser Guide uns ein Rooisbosfeld zeigen wollte. Roibuschtee ist sowas wie ein Nationalgetränk in Südafrika.


Zur Zeit bauen etwa 300 Farmer in Südafrika Rotbusch an. Der Rotbusch wird weltweit ausschließlich im Gebiet der Zederberge etwa 200 km nördlich von Kapstadt, rund um die Städte Clanwilliam und Citrusdal angebaut.


Beidseitig der kleinen Strasse befinden sich Rooibos-Felder


Rooibosfeld


Wir machen ein knapp einstündige Mittagspause in Vanrhynsdorp nach 280 km


Die Gegend rund um Springbok erreichen wir kurz vor 17.00 Uhr


Was mich ein bisschen an dieser Art zu reisen stört, ist dass wir fast nichts von den Städten sehen. Wir übernachten auf einem Campingplatz ausserhalb des Ortes. Ich weiss nicht mal wie weit es bis Springbok noch ist. Es besteht keine Möglichkeit abends noch irgendwohin zu gehen. Auf dem Campingplatz entdeckten wir diese (laut Guide giftige) Heuschrecke, die sich gerade gehäutet hatte.


Heute ist übrigens Koffertag


Alle 3 Tage darf man auf der Reise an seinen Koffer, für die Zeit dazwischen gibt es eine normale Reisetasche, die tagsüber in der Kabine und nachts im Vorzelt steht. Von mir aus hätte auch nur alle 6 Tage Koffertag sein können...
Teil 1030. Sept. 2013
12. Tag: Von Springbok bis Keetmanshoop

Morgens um 7:00 Uhr gab es in der Regel Frühstück. Wir hatten übrigens den Grossteil des Urlaubs grandioses Wetter. Das hat mich sehr positiv überrascht, ich hatte gefürchtet, es würde die meiste Zeit regnen oder bewölkt sein.

Frühstücksauswahl




Um 8:00 Uhr war in der Regel Abfahrt. Unser erstes Ziel heute war Springbok


Die 10'000-Einwohner-Stadt Springbok ist ein Versorgungszentrum im Namaqualand.


Ihren Namen erhielt die Stadt nach den grossen Springbockherden, die im 19. Jahrhundert diese Gegend durchstreiften, bis diese dann von den Siedlern fast ausgerottet wurden.


Das Einzige, was wir wirklich von Springbok sahen war wieder mal nur der SPAR-Supermarkt. Zeit noch durch den Ort zu schlendern gab es natürlich nicht.


Eine halbe Stunde nachdem wir Springbok verlassen hatten passierten wir den kleinen Ort Steinkopf, der im 18. Jhd. von Missionaren gegründet wurde. Einen Stopp gab es nicht.


Unsere Fahrt auf der N7 führte übrigens quer durch das Namaqualand, welches für die Wüstenblüte bekannt ist. Ende August / Anfang September verwandelt sich diese Wüste in ein Blütenmeer, falls es geregnet hat.


Um so weiter wir nach Norden kommen, desto häufiger sehen wir Köcherbäume.


Von Springbok sind es 120 km auf der N7 bis zur namibianischen Grenze


Kurzer Fotostopp. Also um genau zu sein: Für mich war es ein Fotostopp, für einige andere eine Pinkelpause und für wieder andere ein Zigarettenstopp. Je nach individuellem Bedüfnis halt...


Kurz vor der Grenze nach Namibia


Der Oranje-Fluss ist die Grenze nach Namibia. An den Grenzübergängen darf nicht fotografiert werden.



Die Überquerung der Grenze kostet uns gut eine Stunde. Jeder muss mit seinem Pass am Immigrationschalter anstehen - einmal für die Ausreise aus Südafrika und ein weiteres Mal für die Einreise nach Namibia. Die Behausungen auf der namibianischen Seite direkt hinter der Grenze machen erstmal einen sehr einfachen Eindruck


In Namibia ändert sich sehr bald der Strassenzustand. Wir fahren nun nicht mehr auf Asphalt sondern erstmal auf einer breiten Schotterstrasse.


Ich bin ein bisschen geschockt, dass unser Fahrer gut 100 km/h auf der Schotterpiste fährt. Zumindest bei kleineren Autos wäre das sehr gefährlich, weil dann das Auto die Bodenhaftung verliert. Keine Ahnung, wie das bei einem 40-Tonnen-Bus inkl. Anhäger ist. Ich weiss, dass Schotterstrassen dazu verleiten schnell zu fahren. Wir haben auf unserer Selbstfahrerreise damals eine Strikte Obergrenze von 70-75 km/h eingehalten, auch wenn es bei gutem Strassenzustand sehr verlockend gewesen wäre schneller zu fahren. Ausnahmslos ALLE Reisenden mit denen ich mich damals unterhalten hatte und die ich fragte, wie schnell sie auf den Schotterpisten fahren sagten "ca. 100 km/h". Solange nix Unvorhergesehenes passiert geht das auch gut... aber wenn ein Tier vor's Auto springt oder ein Reifen platzt kann diese Geschwindigkeit sehr gefährlich sein. Auf einer 200 km langen schnurgeraden Strecke durch eine halbwüstenartige Landschaft wurden wir bei unserer Selbstfahrerreise mal von einem ca. 100 km/h fahrenden Auto überholt. Wir haben kurz diskutiert und beschlossen unsere 70-km/h-Policy einzuhalten, auch wenn es manchmal etwas eintönig ist... 2 Stunden später sahen wir wie der Wagen, der uns zuvor mit 100 km/h überholt hatte auf dem Dach neben der Strasse lag nachdem er sich überschlagen hatte. Und das war eine schnurgerade Strecke!


Fotostopp auf dem Weg zum Fish River Canyon


Die Piste zum Fish River Canyon


Gegen 14:00 Uhr erreichen wir den Fish River Canyon. Hier machen wir eine Stunde Mittagspause. In dem schattigen Unterstand besteht die Möglichkeit ein am Morgen in Springbok gekauftes Picknick zu verzehren.


Der Fish River Canyon ist nach dem Grand Canyon in den USA der zweitgrösste Canyon der Welt. Während sicher 90% der Leute auf der Strasse sagen können wie der grösste Canyon der Welt heisst werden vermutlich keine 5% den zweitgrössten benennen können. Mit anderen Sachen ist's ähnlich... jeder kennt den Namen des ersten Menschen auf dem Mond ... aber nur die wenigsten den des zweiten!


Der Canyon liegt an einer der heissesten Stellen Namibias. Hier wurden schon Temperaturen über 50°C gemessen. Während unserer Besichtigung waren es 42°C.


Vom Fischfluss Canyon bis zum Tagesziel, Keetmanshoop, sind es 300 km. Die letzten 40 km auf der asphaltierten B4.


Wir erreichen den Campingplatz in Keetmanshoop um 17.20 Uhr. Insgesamt sind wir heute 500 km gefahren, unterbrochen von einer Stunde Warterei an der Grenze und einer Stunde Mittagspause am Canyon. Wir übernachten auf einem Campingplatz am Schützenhaus.


Abends erklärte ich einigen aus der Reisegruppe etwas über die Blaue Stunde. Da einige das offenbar nicht kannten machte ich ein paar Bilder, um die Blaue Stunde vorzustellen. In dieser Nacht erreichte die Temperatur in meiner Rotel-Kabine übrigens erstmals die 40°C-Marke.
Teil 1102. Okt. 2013
13. Tag: Von Keetmanshoop nach Schloss Duwisib

Heute ist ein fast reiner Fahrttag. Insgsamt werden wir 370 km heute fahren - ein Grossteil davon auf Naturstrassen. Wir beginnen den Tag mit einer kurzen Besichtigung des Köcherbaumwaldes.


Dieser Köcherbaumwald liegt rund 25 km nördlich von Keetmanshoop.


Der Köcherbaum gehört zu den Aloen und kommt nur in Namibia und einem kleinen Teil Südafrikas (Nordkapregion) vor.


Mich ärgerte ein wenig, dass wir hier so wenig Zeit hatten. Wir konnten von 9.00 - 9.30 Uhr durch den «Wald» spazieren. Wenn man noch fotografieren will ist das verdammt knapp. Fototechnisch ideal wäre es natürlich gewesen hier zu übernachten anstatt im nahen Keetmanshoop - dann hätten wir sowohl den Sonnenuntergang als auch den Sonnenaufgang im Wald erleben können. Aber selbst wenn das nicht möglich ist: Wieso nicht 1/2 Stunde früher am Morgen aufbrechen und dafür eine Stunde hier verbringen? Das sind so Aspekte, die mich an der Reise gestört haben.


Köcherbaumwald im Garas Quiver Park


Der Köcherbaumwald befindet sich auf einem Campingplatz. Als weitere Attraktion sind hier noch verschiedene Kunstwerke aus Schrottteilen gebastelt worden.


Das Rotel im Garas Quiver Park. Wie gesagt - wäre ich individuell unterwegs gewesen hätten wir genau hier übernachtet. Ich war 4 Jahre zuvor schon mal in Namibia - damals habe ich in einem Köcherbaumwald campiert und morgens direkt bei Sonnenaufgang wunderbare Bilder machen können.


Um 9.30 Uhr verliessen wir den Köcherbaumwald. Zuerst ging es noch knapp 130 km auf der asphaltierten B1/B4 Richtung Südwesten.


Anschliessend bogen wir auf die (anfangs noch asphaltierte) C14 nach Norden ab. Nach knapp 2 Stunden hatten wir 160 km zurückgelegt und legten im kleinen Ort Bethanien von 11.30 - 12.00 Uhr eine halbstündige «Trinkelpause» ein.


Weiter geht's Richtung Norden - hin und wieder überqueren wir ausgetrocknete Flussbetten.


Die Strasse verwandelt sich in eine gut gepflegte, breite Schotterstrasse. Es hat sehr wenig Verkehr. Manchmal kommt eine Stunde lang kein Auto entgegen.



In Helmeringhausen (einem Ort mit vielleicht 10 Häusern aber grosser lokaler Bedeutung als Versorgungszentrum) legen wir eine einstündige Mittagspause ein. Hier gibt es ein deutschsprachiges Hotel, in dessen Garten der Grossteil der Gruppe zu Mittag ass.


Weiter geh'ts auf teilweise rötlichen Naturstrassen


Auf dieser Strecke kam uns kein Auto entgegen


Kurz nach 16:00 Uhr erreichten wir nach insgesamt 370 km den Duwisib-Campingplatz. Wir waren die einzigen Gäste hier.


Der Campingplatz gehört dem Besitzer von Schloss Duwisib. Ein paar Leute aus der Gruppe nutzten die Gelegenheit noch kurz das Schloss zu besichtigen (das um 17.00 Uhr die Türen schliesst).


Das Schloss Duwisib gehört – seiner Optik, Lage und Entstehungsgeschichte wegen – zu den skurrilsten reichsdeutschen Kolonialbauwerken in Namibia. Der sächsischen Offizier Hansheinrich Wolf liess es 1908 errichten, um hier Pferde zu züchten. Ein paar Jahre später hörte er vom Ausbruch des 1. Weltkriegs, meldete sich zum Dienst und fiel 1916 in Frankreich.


Später verfiel das Schloss etwas, ging in den 1970er Jahren in Staatsbesitz über und ist heute ein Museum und ein nationales Monument.


Ich frage mich wie sich sowas rechnen kann... ich kann kaum glauben, dass hier mehr als 25 Besucher/Tag herkommen.


Einige Räume des Schlosses sehen noch aus wie zu Hansheinrich Wolffs Zeiten. Da verwundert es auch nicht, wenn ein Kaiser Wilhelm Portrait an der Wand hängt.


Die Schlossbesichtigung ist eine recht fixe Sache - nach 15 Minuten hat man eigentlich alles gesehen.


Dämmerung über Schloss Duwisib


In einer Scheune nehmen wir ein optionales namibianisches Abendessen ein. Unser Gastgeber ist ein Südwester (deutschstämmiger Namibianer), der die Farm Duwisib betreibt. Nach dem Essen (Springbok) können wir Fragen rund um Namibia, das Leben auf der Farm u.s.w. stellen. Ein guter Programmpunkt, den die meisten der Reisegruppe wahrgenommen haben.


So eine Art Nationalgetränk: Savanna Dry. Dabei handelt es sich um einen (relativ süssen) Apfelwein. Unbedingt probieren!


Sonnenuntergang auf der Farm Duwisib


Hier mitten in der Wüste hatten wir den schönsten Sternenhimmel der ganzen Reise - die Milchstrasse war eindeutig zu erkennen.


Das Rotel unter dem Sternenhimmel in Duwisib (sorry für die Verzerrung in der Aufnahme... war nicht so einfach das alles auf's Bild zu bekommen, da musste ich ein paar Kompromisse eingehen).
Teil 1208. Okt. 2013
14. Tag: Schloss Duwisib bis Sossusvlei

Knapp 200 km werden wir bis zu unserem Tagesziel, Sossusvlei fahren - und nach Sonnenuntergang noch einmal 60 km bis zum Campingplatz.


Wir brachen wie üblich um 8:00 Uhr auf. Ich werde weder verstehen wieso wir täglich immer erst so spät aufbrachen noch wieso einzelne Teilnehmer bereits um 5:00 Uhr aufstanden, wenn die Abfahrt erst um 8:00 Uhr ist...


Fahrt auf der D831 Schotterpiste




Das Rotel in Action


Auf Naturstrassen hinterlassen wir eine riesige Staubwolke. Wer sein Fenster im Anhänger nicht richtig schliesst bekommt das am Abend zu spüren


Bei den ersten Springböcken, die wir sehen herrscht grosse Aufregung im Bus. Später wird keiner aus der Gruppe mehr für einen Springbock seinen Fotoapparat zücken.


Typische Aussicht aus dem Bus: Farmland mit Windrädern zur Wasserförderung und im Hintergrund die Tirasberge


Webervogel, der sich etwas von unserem Mittagessen geschnappt hat. Von 11 - 12 Uhr machen wir eine komplette Stunde Mittagspause. Eine halbe Stunde hätte es auch getan, zumal es ohnehin nur Sandwiches gab. Die 30 Minuten eingesparte Zeit hätten wir später gut gebrauchen können.


Um 12:15 Uhr fahren wir in den Sesriem-Sossusvlei Nationalpark


Als erstes steht ein kurzer Spaziergang durch den Sesriem-Canyon auf dem Programm. Hier ist Trittsicherheit gefragt, daher wagen nicht alle Reiseteilnehmer den Abstieg in die Schlucht.


Im Zeitraum von zwei Millionen Jahren hat der Tsauchab-Flussdiesen ca. ein Kilometer langen und bis zu 30 Meter tiefen Canyon in das Sedimentgestein hineingefressen. Der Name Sesriem ist afrikaans und heißt auf deutsch Sechsriemen, da die ersten Siedler sechs Riemen, die sie aus Fellen von Oryxantilopen schnitten, aneinanderknüpfen mussten, um hier Wasser schöpfen zu können.


Oryxantilope auf dem Weg nach Sossusvlei


Die berühmte Düne 45


Das Rotel kurz vor Sossusvlei - für die letzten fünf Kilometer steigen wir auf Geländefahrzeuge um.


Die 5 km bis Sossusvlei führen zum Teil durch Tiefsand und sind tückisch zu fahren


Auf dem Weg nach Sossusvlei


Ein Teil unserer Reisegruppe auf einem Land Rover


Die grosse Sanddüne in Sossusvlei gehört zu den am meisten besuchten Attraktionen in Namibia. Ein Teil der Gruppe macht sich auf die Düne zu erklettern.


Ich gehe auch ein Stück nach oben, verzichte aber auf den kompletten Aufstieg. Einerseits war ich drei Jahre zuvor schon hier und andererseits will ich meine Kräfte sparen für das was am Nachmittag noch kommt.


Übersicht von der Düne aus


Diese Salz-Ton-Pfanne heisst Sossusvlei. Die umgebenden orangefarbenen Dünen zählen mit bis zu über 380 Meter Höhenunterschied gegenüber der Pfanne zu den höchsten der Welt.


Wir hatten hier zwischen 30 und 45 Minuten Zeit. Da ich die Düne nicht ganz erkletterte hatte ich noch ein wenig Zeit mich umzuschauen. In einem der wenigen Bäume sass - völlig getarnt - eine Eule.


Anschliessend fuhren wir rund 2 km zurück durch die Tiefsandstrecke. Die nächste Besichtigung steht eigentlich nicht im Programm, aber ich bat den Reiseleiter sie in die Reise einfliessen zu lassen, denn die Chance das Dead Vlei zu sehen war für mich einer der Gründe diese Reise zu buchen.


Das Dead Vlei: Um es zu erreichen muss man 1,1 km durch die Wüste (bei in unserem Fall 42°C) marschieren. Dafür braucht man je nach Lauftempo 20-30 Minuten. Ein Drittel aus unserer Gruppe beschloss dorthin zu laufen - die anderen Zweidrittel warteten im Schatten.


Endlich am Ziel: Diese Tonpfanne hatte ich bei meinem letzten Besuch in Namibia nicht gefunden (wir sind damals nicht weit genug in die Wüste gelaufen). Sie ist DAS Top-Fotomotiv von Namibia und allein das war für mich der Grund nochmals nach Namibia zurückzukehren.


Als leidenschaftlicher Fotograf hätte ich hier einen ganzen Tag verbringen können. Leider hatten wir nur eine halbe Stunde Zeit. Ich will mich nicht beschweren, denn eigentlich stand Dead Vlei ja gar nicht im Programm und so war es ein Entgegenkommen von der Reiseleitung die Wanderung hierhin überhaupt anzubieten. Aber eine halbe Stunde mehr Zeit wäre schon gut gewesen (was durchaus drin gelegen hätte).


Charakteristisch für das Dead Vlei sind die vielen abgestorbenen Akazienbäume, die vertrockneten, als der Tsauchab seinen Flusslauf änderte. Manche dieser Bäume sind über 500 Jahre alt.


Dead Vlei ist ein El Dorado für jeden Hobbyfotograf!


Ich verfiel hier in einen wahren Fotorausch und hätte am liebsten jeden Baum fotografiert


Hier ein Experiment mit einem Ultra-Weitwinkel


Zurück zum Rotel ging es nicht mehr mit Land Rovern - wir wurden von einem Traktor gezogen und sassen auf einem grossen Anhänger


Grandioses Panorama


Der letzte Besichtigungspunkt des Tages war Düne 45 - ihren Namen verdankt sie dem Umstand, dass sie 45 Kilometer vom Parkeingang bei Sesriem entfernt liegt. Die Düne 45 ist rund 170 Meter hoch.


Hier direkt am Fuss einer der wohl bekanntesten Dünen der Welt assen wir zu Abend


Blick kurz vor Sonnenuntergang von Düne 45 aus auf das Rotel


Ich entschloss mich nach dem Abendessen noch zu einem Aufstieg auf die Düne. Allerdings hatte ich auch hier nicht den Ehrgeiz bis zur Dünenspitze zu kommen - aber ein wenig die Aussicht geniessen darf schon sein 😉


Beim Besteigen von Düne 45


Eines der Highlights der Reise: Sonnenuntergang auf Düne 45


Anschliessend fuhren wir noch rund 45 km bis zum Campingplatz. Das war einer der besten Reisetage bislang - obwohl ich auch hier noch Verbesserungspotential sehe. Eine etwas kürzere Mittagspause zugunsten von mehr Zeit im Deadvlei wäre grandios gewesen. Aber wie gesagt: normalerweise sehen Rotel-Reisende das Deadvlei überhaupt nicht. Das war ja ein eingeschobener Punkt, um den ich den Reiseleiter gebeten hatte.
Teil 1309. Okt. 2013
Da es jetzt schon nach 3:00 Uhr nachts ist werde ich den folgenden Tag in zwei Teile teilen: die Fahrt nach Swakopmund und den Flug über Sossusvlei (folgt demnächst).

15. Tag (Vormittag): Fahrt von Sossusvlei nach Swakopmund

Heute Morgen hatten wir erstmals seit Tagen wieder Wolken am Himmel, die eine schöne Morgenstimmung zauberten.




Nach dem Frühstück wird um 7:30 Uhr der Anhänger wieder abfahrtbereit gemacht. Eine Gruppe von einem "Konkurrenzanbieter", die in Zelten übernachteten, hatten ihr Lager bereits geräumt. Von mir aus hätte die Abfahrt auch um 7:00 statt um 8:00 Uhr sein können - und dafür ein wenig mehr Zeit an den Besichtigungen.


Blick auf eine der Lodges bei Sossusvlei


ach gerade mal 90 km machten wir die erste Pause am Roadhouse Solitaire. Hier habe ich vor vier Jahren auf meiner letzten Namibiareise übernachtet. Schon damals faszinierte mich dieses Strassenschild 🙂


Glücklicherweise hatten wir hier eine halbe Stunde Aufenthalt (und nicht nur 10-15 Minuten). So konnte ich mir kurz Zeit nehmen eines der zahlreichen Erdhörnchen zu fotografieren.


Erdhörnchen in Solitaire.




Natürlich stand mir der Sinn nicht danach irgendwo gemütlich Kaffee zu trinken sondern ich machte einen Rundgang durch die Oldtimersammlung, die am Eingang des Geländes steht, und fotografierte da ausgiebig.








Roadhouse Solitaire


Nächster kurzer Halt ist am Wendekreis des Steinbocks


Dann geht es auf breiten Schotterpisten weiter Richtung Swakopmund. Es gab nur sehr wenig Verkehr.


Fahrt durch den Kuiseb Pass


Ich schätzte die kurzen Fotopausen unterwegs sehr






Hin und wieder versuchte ich ein Bild aus dem Seitenfenster zu machen - aber das war nicht gerade einfach, zumal meine Kamera über 2 kg wiegt...


Nach insgesamt 6 Stunden Fahrt (inklusive Fotostopps) kamen wir in Walvis Bay an. Hier machten wir direkt am Atlantik wieder einen kurzen Stopp und sahen zahlreiche Flamingos. Diese waren allerdings soweit weg, dass kein vernünftiges Bild zu machen war.


Teil 1409. Okt. 2013
15. Tag (Nachmittag): Rundflug über Sossusvlei

Ich hatte relativ lange gebraucht, bis ich genug weitere Teilnehmer aus unserer Reisegruppe dazu überreden konnte einen Cessna Rundflug zu machen. Damit der Flug durchgeführt werden konnte mussten sich 5 Teilnehmer anmelden. Ausser mir hatte noch einer aus der Reisegruppe sofort Interesse... nur mit viel Überzeugungskunst konnte ich 3 weitere Mitreisende zu einem Flug überreden. Wir erreichten Swakopmund und unsere kleine Gruppe brach um 15:00 Uhr zu einem Cessna Rundflug über "die höchsten Sanddünen der Welt" auf. Auf dem Bild sind übrigens zwei "75er-Jahrgänge" zu sehen.


Beim Flugzeug hätte ich nichts dagegen gehabt, wenn es etwas jünger gewesen wäre... ich habe schon sehr viele Rundflüge gemacht - aber ein Flugzeug in einem so miserablen Zustand habe ich noch nie gesehen. Im letzten Jahr habe ich in einem Cessna-Simulator ein paar Privatstunden genommen, daher bin ich mit den Anzeigen vorne halbwegs vertraut. Ein Grossteil der Anzeigen (darunter die Tankanzeige) funktionierte nicht.


Impressionen unmittelbar nach dem Start


Obwohl ich das Flugzeug mehr als kritisch beäugte gefiel mir der Flug sehr gut.


Leider waren alle Scheiben des Flugzeugs in einem absolut erbärmlichen teilweise völlig verkratzten Zustand. Um so schwerer war es herausfotografieren zu können.


Wir überflogen zuerst den Kuiseb Canyon - hier sind wir heute Vormittag durchgefahren.


Ich hatte mir einen Flug über die Wüste eigentlich eher langweilig vorgestellt - aber ich war echt positiv überrascht!




Das im Vordergrund ist die berühmte Düne 45 (auf der wir gestern den Sonnenuntergang erlebt haben). Hier allerdings aus einer Perspektive, aus der sie kaum einer kennt 😉


Das "Dead Vlei" mit den toten Bäumen, zu dem wir am Vortag durch die Wüste gewandert sind.




Sossusvlei, die bekannte Lehmpfanne und hinten dran eine der bekanntesten Dünen Namibias. Dafür dass der Rundflug "Flug nach Sossusvlei" hiess gab es kaum eine Möglichkeit diese Pfanne wirklich zu fotografieren. Ich glaube, ich habe als einziger aus dem Flugzeug ein Bild davon machen können. Meiner Ansicht nach hätte an dieser Stelle eine kleine "Extra-Runde" geflogen werden müssen. Zumal der Flug explizit als Flug über Sossusvlei angeboten wurde.




Typische Wüstenstrukturen


Die letzten Überreste der ehemaligen Diamantensiedlungen bei Conception Bay, die nach und nach vom Sand zurückerobert werden.


Schliesslich erreichten wir das Meer und nun flog der Pilot Manöver, die in Mitteleuropa definitiv aus Sicherheitsgründen verboten wären: In einer Höhe unter 100 Fuss (also weniger als 30 Meter) flog er mit über 200 km/h im Slalom zwischen Robbenkolonien hindurch. Bei so geringer Höhe langt der kleinste Fehler, um die Maschine zum Absturz zu bringen. Auch wenn's gefährlich war: Lustig und etwas adrenalinsteigernd war es schon...




Hier reicht die Wüste bis direkt ans Meer. Unser Pilot zeigte uns auch einige Schiffswracks. Das 1976 gestrandete Fischerboot Shaunee liegt am Fusse der roten Dünen direkt neben dem Meer, wo sie vor sich hinrostet. Das Wrack war eigentlich nur zu erkennen, wenn man auf der rechten Seite im Flugzeug sass.


Die Eduard Bohlen war ein 1891 gebauter Reichspostdampfer der Deutschen Ostafrikalinie. 1909 lief das Schiff im Nebel in der Conception Bay an der Skelettküste auf Grund. Durch Verlandung befindet sich das Wrack mittlerweile mehrere hundert Meter vom Meer entfernt in der Namib.


Hier bin ich nicht ganz sicher, um was es sich genau handelt... wenn ich es richtig verstanden habe sind das Salzpfannen bei Walvis Bay.




Vorbei an Walvis Bay


Der Flug dauerte insgesamt 2,5 Stunden, deckte ca. 600 km ab und kostete umgerechnet rund 230 CHF wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Das war er auf alle Fälle Wert. Ich bin sehr froh ihn gemacht zu haben. Natürlich hätte man den Flug verbessern können, etwa in dem an den "wichtigen" Stellen jeweils eine Runde gedreht worden wäre. Diejenigen, die in der linken Flugzeughälfte sassen konnten beispielsweise weder Sosssusvlei noch Deadvlei sehen. Wer rechts sass (wie ich) konnte auf dem Rückweg fast keine der Tausende Flamingos sehen.


Nach dem Flug machte ich noch einen kurzen Rundgang durch Swakopmund, einer Stadt, in der man noch heute die deutsche Kolonialgeschichte spüren kann.




Abends gingen wir dann gemeinsam hier zu Abend essen. Endlich mal auswärts essen. Von mir aus könnten wir zumindest in den Städten jeden Abend auswärts essen.


Ironischerweise gab es in dem Restaurant eine Ausstellung über abgestürzte Kleinflugzeuge in der Umgebung. Mehrere Zeitungsartikel an der Wand berichteten von abgestürzten Cessnas...


Puh, war wieder viel Material. Freue mich auf Feedback...
Teil 1511. Okt. 2013
16. Tag: Charlys Desert Tour bei Swakopmund

Heute stand ein fakultativer Ausflug mit Geländewagen in die Wüste auf dem Programm. Ich hab natürlich alle fakultativen Ausflüge der ganzen Reise gebucht - so auch diese Wüstentour.




Wir fuhren in Kleingruppen von ca. 8 Personen. Der Fahrer stoppte an einigen Stellen und erzählte etwas über die spärlichen Pflanzen, die hier in der Wüste wachsen.


Vor 4 Jahren machte ich hier auch einen Wüstenausflug - damals war das Hauptthema die Fauna, also Tiere in der Wüste. Auf dieser Tour hier ging es mehr um die Steinsorten und die Pflanzen.


Ich war in diesem Fahrzeug unterwegs. Wir hatten offene Seitenfenster, was ideal zum Fotografieren war. Allerdings war die Hinfahrt zur Wüste echt extrem kalt (Fahrtwind bei Tempo 90 und relativ kalte Aussentemperatur).


Ich muss zugeben, dass ich die Namen fast aller Pflanzen vergessen habe. Aber das war irgendeine Pflanze, die auch Flüssigkeit liefert, wenn man nichts zu trinken hätte.




Immer wieder wachsen auch in dieser kargen wüstenartigen Landschaft vereinzelt Pflanzen


Diese Fahrt erinnerte mich sehr an meine letzte Namibia-Reise im Nissan 4x4... damals sind wir fast nur auf solchen "Strassen" gefahren.


Unser Fahrer stoppte immer mal wieder, um uns irgendeine Pflanze zu zeigen.






Als Höhepunkt des Tagesausflugs galt die Besichtigung der Welwitschia, eine seltene Pflanze, die nur hier vorkommt. Dieses Exemplar ist angeblich knapp über 500 Jahre alt.


Welwitschiakäfer


Im Vordergrund eine junge Welwitschia, die erst ganz wenige Blätter hat. Sie ist angeblich "nur" knapp 100 Jahre alt. Die Pflanze wurde nach dem österreichischen Botaniker Friedrich Welwitsch benannt, der sie 1859 entdeckte.





Fahrttechnisch hatte ich einiges mehr von der Tour in Geländewagen erwartet. Eine Sanddünen-Fahrt hätte ich cool gefunden. Aber so etwas stand zu meiner Enttäuschung leider nicht auf dem Programm.


Tiere sahen wir nur relativ wenige. Einige Minuten rannte ein Strauss direkt neben unserem Auto her.


Auch wenn er unscheinbar aussieht: Diese Riesentrappe ist der schwerste flugfähige Vogel der Welt. Männchen können bis zu 19 kg schwer werden.




Gegen 13:00 Uhr machten wir unter einer Felsspalte eine Mittagspause. Die Mitarbeiter von Charly's Desert Tour hatten dort ein Picknick-Lunch aufgebaut.


Weiterfahrt nach der Mittagspause


Wer hätte gedacht, dass es in der Wüste sogar Fische gibt...?


Altes deutsches Zollhäuschen






Gegen Ende der Tour fuhren wir noch einmal in die Sanddünen




Hier hatten wir auch Gelegenheit noch einmal auf eine Sanddüne zu klettern und die Aussicht zu geniessen


Nach der Rückkehr machte ich noch einen Spaziergang durch die Innenstadt von Swakopmund


Das Woermann Brock Haus beherbergt einen der bekanntesten Supermärkte in Swakopmund


Am Spätnachmittag gelingt es mir noch in den Woermann-Turm zu kommen. Leider öffnete die Dame bei der ich den Eintritt zahlte nur die untere Tür - der Zugang oben zur Aussichtsplattform war immer noch abgesperrt und so musste ich am Ende der Treppe über die Absperrung und das geschlossene Tour auf die Aussichtsplattform klettern.


Der Blick vom Turm ist nicht schlecht - aber ich hatte mehr erwartet, dafür hätte er wohl ein paar Meter höher sein müssen.




Am Abend wäre ich am liebsten wieder im Ort Essen gegangen - anstatt auf dem Campingplatz zu essen. Aber unser Guide meinte, dass es zu gefährlich sei, nach Einbruch der Dunkelheit in die Stadt zu gehen und hat mir das regelrecht verboten.
Teil 1612. Okt. 2013
17. Tag: Von Swakopmund nach Khorixas


Wir verliessen den Campingplatz in Swakopmund und fuhren als erstes zum Supermarkt in der Innenstadt. Mindestens jeden 2. Tag gab es einen Supermarkt-Stopp auf der Reise.


Im Supermarkt traute ich meinen Augen kaum als ich am Weinregal vorbei ging.


Da stand doch tatsächlich ein Blauer Bock aus dem 5000-Einwohnerdorf Hochstadt (Maintal) im Regal. Hochstadt war mein letzter Wohnort, bevor ich in die Schweiz ausgewandert bin.


Natürlich wurde auch der Biervorrat für das Rotel wieder aufgefüllt.


Die Fahrt führte erstmal nach Norden, vorbei an einigen Slums.


Um 10.30 Uhr erreichten wir das 120 km nördlich von Swakopmund gelegene Cape Cross. Das ist eine der grössten öffentlich zugänglichen Robbenkolonien der Welt. Angeblich leben hier rund 250'000 Robben!


Auch hier stieg ein Teil der Gruppe zuvor aus dem Rotel aus und sah sich dieses vom Umweltministerium zum Naturreservat erklärte Highlight der Reise nicht an. Und das obwohl es der einzige Besichtigungspunkt des Tages gewesen ist.


Das letzte Mal als ich hier war (Ende Mai) hatte ich kaum Jungtiere gesehen. Diesmal wimmelte es nur so von Heulern. Die Jungtiere werden im Oktober/November geboren und waren dementsprechend jetzt ca. 10 Wochen alt.


Jungtier des Südafrikanischen Seebären (Ohrenrobbe)


Aufgrund der immensen Anzahl der Robben sehen sich viele Fischer gefährdet, da Robben täglich 8% ihres Eigengewichts an Fisch fressen. Deswegen werden hier jährlich Quoten für die Robbenjagd erlassen, um den Bestand zu dezimieren. In den letzten Jahren wurden jährlich 86'000 Tiere (ausschliesslich junge Männchen) geschlachtet. Von den Tieren wird das Fell, das Fleisch und das Fett verarbeitet.




Ohrenrobbe am Kreuzkap




Zum Schutz der Tiere (und vermutlich auch der Besucher) kann man sich am Strand nicht frei bewegen. Es gibt aber einen langen Holzsteg, auf dem man sehr dicht an die Robben heran kommt. Es gibt nicht nur viel zu sehen sondern das ganze ist auch ein unvergessliches Geruchs- und Geräuschserlebnis, da die Robben einen ziemlichen Lärm machen (jetzt weiss ich wieso kleine Robben Heuler genannt werden). Und da zwischen den Robben natürlich auch Exkremente sowie tote Tiere liegen stinkt es auch etwas.


Robbenjungtier am Kreuzkap


Was mich wieder ziemlich ärgerte war, dass wir nur 30 Minuten hier verbringen durften. Eine Stunde wäre angemessen gewesen und hätte von der Tagesplanung auch durchaus drin gelegen. Insbesondere, da sich genau zum Zeitpunkt unserer Abfahrt der Nebel legte und die Robben im Sonnenlicht gewesen wären. Es war auch keine Zeit zum Steinkreuz und Gedenkstein der portugiesischen Seefahrer zu gehen (okay, das hatte ich bereits 4 Jahre zuvor gesehen und fotografiert). Es sind wirklich nur ein paar Kleinigkeiten, die man auf dieser Tour anders organisieren müsste und schon würde sie auch Fotografen zufrieden stellen...






Das Rotel umgeben von Robben am Cape Cross


Wir verliessen das Robbenreservat um 11.00 Uhr. Von Cape Cross hatten wir noch 290 km bis zum Tagesziel, einem Campingplatz in Khorixas, vor uns. Zuerst führte unsere Route über eine Salzstrasse entlang der Küste.


Unser Reiseleiter wollte uns zeigen was das für Tonnen mit Kristallen sind und liess den Bus auf der Salzstrasse anhalten.


Regelmässig standen neben der Strasse provisorische Tische mit (wenn ich es richtig in Erinnerung habe) Salzkristallen. Daneben eine Dose, in die man Geld zum Bezahlen werfen konnte, wenn man einen Kristall mitnimmt.




Ich hab ja schon gesagt, dass ich gerne Autos fotografiere. Dabei versuche ich immer wieder mit neuen Perspektiven zu experimentieren. Für das Bild legte ich mich komplett auf den Boden und versuchte den dunklen Stein im goldenen Schnitt zu platzieren.


Nach einiger Zeit sahen wir schätzungsweise 30 km Entfernung das gewaltige Brandbergmassiv. Im Brandbergmassiv liegt auch der Königstein, der mit 2573 m höchste Berg Namibias. Am Strassenrand versuchten Einheimische den Touristen Steine zu verkaufen, die sie hier in der Gegend gesammelt haben.


Steinauslage am Strassenrand




Zwei Steinverkäufer. Das Zeichen, was sie mit der rechten Hand machen soll übrigens Namibia darstellen. Die ulnare Handkante stellt dabei die Atlantikküste dar, der Daumen symbolisiert den Caprivizipfel, der eingezogene Zeigefinger die Grenze zu Botswana und der ausgestreckte Mittelfinger und die Fingerspitzen die Grenze zu Südafrika.


Ein Stein gefällig...?


Ich hatte den Eindruck dass viele dieser Steinsammler in solchen zusammengebastelten Hütten aus Wellblech leben.


Um 13:45 Uhr erreichten wir Uis, eine 30 km vom Brandbergmassiv entfernte Siedlung, welche für die Arbeiter der nahe gelegenen Zinn- und Wolframmine erbaut wurde. In ihrer Blütezeit Anfang der 80er Jahre war Uis die grösste Zinnmine der Welt. Damals wurden 140 Tonnen Zinn in der Stunde gefördert - rund um die Uhr an 7 Tagen in der Woche. 1991 wurde die Mine aufgrund gefallener Zinnpreise stillgelegt und Uis wurde fast über Nacht zur Geisterstadt. Heute ist es nur noch ein Dorf, was aber die Funktion eines Versorgungszentrums (Supermarkt, Restaurant, Tankstelle) übernimmt.


In Uis machten wir eine Stunde Mittagspause


Ich verbrachte die ganze Stunde am Supermarkt und versuchte eine dort gekaufte namibianische Telefonkarte zum Laufen zu bringen, weil ich dringend ins Internet musste.


Uis machte auf mich ein wenig den Eindruck einer Oase - ringsum liegt praktisch nur halbwüstenartiges Gebiet und hier in der Stadt gab es eine ganze Menge Blüten.


Hererofrauen fallen oft auf: Sie tragen bunte Kleider und einen sehr speziellen Hut. Obwohl die Tracht den Herero von den deutschen Kolonialisten auferlegt wurde, wird sie auch heute noch getragen. Die Tracht wurde von den Frauen der Kolonialisten entworfen, da sie den Anblick der halb nackten Stammesmitglieder nicht ertragen haben.


Herero-Frau an einem Verkaufsstand am Strassenrand




Der bekannteste "einheimische" Stamm in Namibia sind die Himba, die auch heute noch traditionell in ihren kleinen Holziglus leben und sich traditionell kleiden. Die Himba leben im Nordwesten Namibias. Bei meinem letzten Besuch habe ich zwei Himbadörfer im Kaokoveld besucht. Bei dieser Dame könnte es sich theoretisch auch um eine Hererofrau handeln, die sich als "Himba" verkleidet hat, um von Touristen Geld als Fotomotiv zu erhalten.






Diese Gefährte nannte unser Reiseleiter "Kalahari-Ferrari"


Den Campingplatz in Khorixas erreichten wir gegen 17:15 Uhr. Unser Reiseleiter war sehr rigoros was das Verlassen des Campingplatzes anging. Genau auf der gegenüberliegenden Strassenseite (!) befand sich eine Tankstelle mit angegliedertem Supermarkt. Als ich dem Reiseleiter mitteilte, dass ich dort hingehen würde, um Getränke zu verkaufen schaute er völlig geschockt und meinte, dass ich auf keinen Fall alleine gehen dürfe.
Teil 1713. Okt. 2013
18. Tag: Von Khorixas nach Etosha (Okaukuejo)

Heute hatten wir 280 km vor uns. Die Route führte von Khorixas mit einem Abstecher zum Vingerklip über Outjo bis zum Okaukuejo Camp im Etosha Park. Wie üblich verliessen wir um 8.00 Uhr den Campingplatz.


Nach knapp 50 km bogen wir auf die nicht asphaltierte D 2743 ab. Diese bietet einen imposanten Ausblick in das Tal der Ugab-Terrassen.


Unser Rotel hinterliess eine mehrere Hundert Meter lange Staubwolke


Der erste kurze Fotostopp erfolgte spontan als unser Reiseleiter einen Termitenhügel entdeckte


Termitenhügel können sehr groß werden und mehrere Millionen Termiten beherbergen. Vor allem in Afrika prägen sie oft das Bild von Steppenlandschaften. Bei Bauten der afrikanischen Termiten wurden Höhen von bis zu sieben Metern und ein Basis-Durchmesser von bis zu 28 Metern gemessen. Das Baumaterial der Termitenhügel setzt sich aus Erde und zerkautem Pflanzenmaterial (Zellulose) zusammen, als Bindemittel dienen Kot und Speichel der Termiten. Diese Mischung erreicht eine enorme Festigkeit und Härte, die etwa jener von Sandstein entspricht. Das Zentrum eines Termitenhügels bildet die Kammer mit der Termitenkönigin, dem einzigen fruchtbaren Weibchen, das sämtliche Eier des Insektenvolkes produziert. Um die Kammer der Königin herum erstreckt sich der meist konzentrisch angelegte Bau.



Auch unser Fahrer Reinhard nutzt die eine oder andere Gelegenheit Fotos zu machen und steigt dafür schon mal auf das Dach des Rotels...



Unser erstes Tagesziel erreichten wir gegen 9:30 Uhr: Die 35 m hohe Vingerklip (Fingerklippe) ist auch als Kalkkegel bekannt und erhebt sich rund 75 km östlich von Khorixas. Sie wurde aus einem Kalksteinplateau herauserodiert, das vor über 15 Mio. Jahren entstanden ist.


Wer Lust hatte konnte die Vingerklip besteigen. Ein nicht allzulanger Pfad führte hinauf. Die Vingerklip liegt im Zentrum eines Tals, das an den amerikanischen Wilden Westen erinnert und deshalb auch das "Arizona von Namibia" genannt wird.


Von der Vingerklip aus hat man einen guten Ausblick über die Landschaft und einige andere Ugab Terrassen. Trotzdem zogen es übrigens einige Mitreisende vor, lieber unten beim Rotel zu bleiben. Und das obwohl der Aufstieg keineswegs sonderlich lang oder sehr anstrengend gewesen wäre.


Nach rund 40 Minuten setzten wir die Fahrt Richtung Outjo fort.


Outjo erreichte wir gegen 11:30 Uhr und es gab eine Möglichkeit die Vorräte im Supermarkt aufzufrischen und zum Mittagessen wurde eine Bäckerei empfohlen. Was mir hier ziemlich gegen den Strich ging war die extrem lange Mittagspause: Erst um 14:00 Uhr ging es weiter - eine Stunde Mittagspause hätte längstens gelangt und wir hätten am Abend noch etwas mehr Zeit im Etosha Park gehabt.


Die 2,5stündige Mittagspause erscheint noch absurder, wenn als Lokal für die Mittagspause eine deutsche Bäckerei empfohlen wird - alle Gerichte hier waren binnen maximal 5 Minuten zubereitet und nach weiteren maximal 10 Minuten verzehrt.


Die knapp 100 km von Outjo bis zum Etosha Park schafften wir in einer Stunde.


Der Etosha-Park ist einer der bekanntesten Tierparks der Welt.


Im Etosha Park darf nur maximal 60 km/h gefahren werden - Tiere haben immer "Vorfahrt". Eigentlich hatte ich erwartet, dass wir den ganzen Nachmittag mit Pirschfahrten im Park verbringen - stattdessen fuhren wir nur die 15 km bis zum Camp Okaukuejo.


Zebras sahen wir zuhauf...


Zebra im Etosha Park


Für Springböcke wurde gar nicht mehr angehalten... so viele hatten wir davon gesehen.


Oft versammelten sich die Tiere unter einem Baum im Schatten


Kudubulle


Um 16:00 Uhr erreichten wir unser Tagesziel, Okaukuejo - das Camp im Park mit dem schönsten Wasserloch!


Direkt neben unserem Rotel war ein Webervogelnest




Mich zog es in Okaukuejo natürlich zum Wasserloch, was rund 250 Meter von unserem Rotel entfernt war. Hier war den ganzen Nachmittag noch etwas los.


Natürlich hoffte ich auf was Spektakuläres... einen Löwen, der einen Springbock erlegt oder so etwas... aber es blieb friedlich.




Weisshand Nashornvogel




Gnu umgeben von zig Springböcken


Da mir ein tschechischer Fotograf, der ebenfalls hier am Wasserloch wartete sagte, er hätte gestern Abend einen Löwen hier gesehen, traute ich mich gar nicht mehr das Wasserloch zu verlassen - nicht dass ich genau in den paar Minuten weg wäre, wenn der Löwe käme. Daher verzichtete ich auch auf das Abendessen und verbrachte den ganzen Abend am Wasserloch - der Löwe liess sich leider nicht blicken.


Oryx


Das Land hier war in früherer Zeit äusserst wildreich. Es enthielt einige der grössten Elefanten- und Nashornpopulationen der Welt. Die Nachrichten vom Wildreichtum lockten jedoch Freibeuter an. Elfenbein brauchte man für Klaviertasten und Billardkugeln, Straussenfedern für die Hüte der Damen und das Horn der Nashörner wurde von reichen Chinesen als Jugendelixier gekauft.


Die Eingeborenen hatten nichts gegen die Wilderer, denn sie brauchten diesen nur zu folgen, um genügend Fleisch zu haben. So endete die Massenjagd auf Elefanten mit ihrer völligen Ausrottung. Selbst in der Etosha-Pfanne war um 1880 kein einziger Elefant mehr vorhanden. Als in der deutschen Kolonialzeit Schutztruppen hierher kamen, reichte das Antilopenfleisch nicht mehr aus, um die wenigen Menschen zu ernähren.


1907 erklärte der Gouverneur von Lindequist ca. ein Viertel der Fläche von Namibia zum Naturschutzgebiet. Die Etosha-Pfanne mit ihrer Umgebung gehörte auch dazu. Schnell konnte sich die TIerwelt wieder regenerieren.


Damals war die Parkgrösse auf rund 93'000 km2 festgelegt. Ab 1947 wurde das Naturschutzgebiet sukzessive verkleinert, um der wachsenden einheimischen Bevölkerung mehr Lebensraum zu verschaffen. 1970 wurde die heutige Grösse von gut 22'000 km2 festgelegt.


Heute findet man im Etosha National Park nahezu alle Grosstierarten des südlichen Afrika sowie eine beeindruckende Anzahl verschiedener Vogelarten.


Sonnenuntergangsstimmung am Wasserloch von Okaukuejo. Übrigens gibt es hier mobiles Internet - ich konnte meinem Mann live vom Wasserloch hier draussen per Handy ein paar Bilder nach Hause schicken 😉


Mit der Abenddämmerung liessen sich auch einige Elefanten blicken.


Im Etosha Park leben 1500 - 2000 Elefanten.




Elefanten leben in Familien, bestehend aus einer älteren Kuh und ihren verschiedenaltrigen Nachkommen. Diese schließen sich oft zu Sippenverbänden zusammen und manchmal zu großen Herden von bis zu 100 Tieren. Erwachsene Bullen bewegen sich unabhängig zwischen den Familien.


Sehr schöne Stimmung abends gegen 20.00 Uhr am Wasserloch. Zu sehen ist ein Elefant und ein Nashorn.


Ich war von 16:00 - 0.00 Uhr durchgehend am Wasserloch.


Irgend ein Tier war eigentlich immer da... mal kam ein Elefant, dann ein paar Giraffen, dann ein Schakal... aber alle schienen sich irgendwie in Zeitlupe zu bewegen.


Nashorn am Wasserloch von Okaukuejo


Hier zu fotografieren ist übrigens gar nicht so leicht. Das Wasserloch ist zwar beleuchtet, aber es verlangt doch einiges von der Kamera noch halbwegs brauchbare Bilder zu machen. Dieses Foto ist beispielsweise mit einem ISO-Wert von 6400 aufgenommen.


Nashornmutter mit Jungtier


Dieses Nashorn badete erst eine Zeitlang im Wasser und beschloss dann ganz neugierig auf mich zuzukommen...


Hier ist es nur noch wenige Meter von mir entfernt. Da war mir dann schon ein wenig mulmig... es gab an dieser Stelle keine Absperrung zwischen mir und dem Tier, die ein Nashorn hätte aufhalten können. Mitlerweile war es Mitternacht und ich war ganz allein am Wasserloch. Greifen die Tiere eigentlich manchmal harmlose Fotografen an....?


Als das Nashorn nur noch 3 Meter von mir entfernt war, beschloss ich sicherheitshalber das Feld zu räumen und machte mich auf den Weg zurück zum Rotel.
Teil 1823. Okt. 2013
Nein, ich bin nicht eingeschnappt... es gab ja auch einige, die den Bericht regelmässig gelesen haben und ihn interessant fanden. Es liegt wirklich daran, dass Zeit für mich absolute Mangelware ist. Ich habe beruflich in meiner Firma Hauptsaison und leite noch ein weiteres Projekt, was noch mehr Zeit frisst (hab allein letzte Nacht von 20.00 Uhr bis 6.00 Uhr morgens daran gearbeitet). Meistens arbeite ich tagsüber in meiner Firma und nachts und am Wochenende an dem anderen Projekt, bin deswegen praktisch jedes Wochenende im Ausland unterwegs - letztes Wochenende waren es über 2000 Bahnkilometer, dieses werden es nur 800 und nächstes Wochenende wieder über 2000 Bahnkilometer. Mein durchschnittlicher Arbeitstag geht zwischen 15 und 18 Stunden - an 7 Tagen pro Woche. Da ist es dann Luxus, sich Zeit für so einen Bericht nehmen zu können.

So, weiter geht's:

19. Tag: Etosha: Von Okaukuejo nach Namutoni

Heute wollte ich bei Sonnenaufgang am Wasserloch sein und stand deswegen bereits um 6:00 Uhr auf.


Das Rotel im Camp Okaukuejo kurz vor Sonnenaufgang


Sonnenaufgangsstimmung


Am Wasserloch war fast gar nix los


Ausser Springböcken, Kudus und Zebras liessen sich keine Tiere blicken.


Ich ging zurück zum Rotel und beobachtete einige Zeit die Webervögel in diesem Nest. Die Nester können übrigens so gross werden, dass sie einen Baum zum Einsturz bringen können.


Webervogel




Um 8:00 Uhr verliessen wir das Camp und machten uns auf zur ganztägigen Pirschfahrt durch den Park


Unser erstes Ziel war das 20 km entfernte Wasserloch Gemsbokvlakte... hier war echt was los. Hunderte von Zebras machten hier gerade Halt!


Auch wenn man auf dem Bild sicher nicht viel erkennen kann, es soll nur die Ausmasse demonstrieren. Selbst unser südafrikanischer Reiseleiter meinte, er hätte in seinem ganzen Leben noch nie so viele Zebras auf einmal gesehen.


Es wird geschätzt, dass 6000 Zebras im Etosha Park leben... ein Grossteil davon war hier versammelt!




Auch unser Fahrer Reinhard ist sehr beeindruckt und macht Fotos


Das Rotel ist geradezu umzingelt von mehreren Hundert Zebras!


Auf der Fahrt zum nächsten Wasserloch sehen wir eine Giraffe


Und dann ein perfektest Timing: Genau als wir am Wasserloch Olifantsbad ankommen marschiert ein Löwe aus dem Gebüsch


Grosse Aufregung im Bus. Die wenigsten haben bereits einen wilden Löwen gesehen. Leider ist er total im Gegenlicht.


Schliesslich kommen noch weitere Löwen nach. Leider waren sie ziemlich weit weg und die ganze Zeit im Gegenlicht.


Ich denke, dass die meisten aus der Gruppe kein brauchbares Bild hinbekommen haben. Das hier ist mit über 600mm Brennweite fotografiert und wegen dem Gegenlicht aufwendig nachbearbeitet.


Wir setzen unsere Fahrt fort und können einen Blick auf die riesige weisse Etosha-Pfanne werfen


Desto weiter wir in die Parkmitte kamen, umso weniger Tiere sahen wir. Rund um das Camp Halali waren viele Wasserlöcher völlig ohne Tiere. Zwischen 10.00 Uhr und 15.30 Uhr sahen wir fast keine Tiere!


Im Camp Halali in der Parkmitte machten wir von 12:30 Uhr bis 13:30 Uhr Mittagspause.


Swimming Pool im Halali Camp


Auf dem Weg zum Laden in Halali entdecke ich diesen Toyota mit Berner (!) Kennzeichen. Die verwirklichen nach den Beschriftungen auf dem Auto meinen Lebenstraum: Mit dem 4x4-Camper um die Welt. Genau das wäre meine Art zu reisen (so habe ich es ja bereits mehrfach in Australien und auch schon in Namibia gemacht). Am liebsten wäre ich umgestiegen.


Vogelnester am Strassenrand


Erst am Nachmittag am Chudop-Wasserloch sahen wir wieder Tiere


Gnu mit Jungtieren am Chudop Wasserloch


Unser Reiseleiter dementierte dass das das ist, wonach es aussieht... er meinte es sei nur eine Machtdemonstration zwischen zwei Männchen... ich bin mir da ja nicht so sicher...


Chudop Wasserloch, eines der am stärksten von Tieren frequentierten Wasserlöcher des Parks. Bei meinem letzten Etosha-Besuch haben wir hier stundenlang gestanden!


Girffen haben's beim Trinken schwer...


Um 16:00 Uhr erreichen wir das Camp Namutoni. Ich bin nicht ganz glücklich mit der frühen Anreise im Camp: Genau jetzt beginnen die für die Tierbeobachtung besten drei Stunden des Tages. Und wir müssen diese im Camp verbringen, anstatt an den umliegenden Wasserlöchern.


Okay, ein Grossteil unserer Gruppe scheint mehr auf Entspannung und Baden anstatt auf Tierfotografie zu stehen. Das ist dann wohl der Unterschied, ob man eine Rotel-Reise oder eine Foto-Reise bucht...


Im Camp Namutoni steht ein altes Fort, in dem ein schönes Restaurant und eine Bar untergebracht sind


Bei einem Spaziergang entdeckte ich einen Mungo, der gerade einen Frosch gefangen hatte


Unweit davon entdeckte ich eine Art Nest. Hier sind vor wenigen Tagen offenbar eine Reihe Jungtiere geboren worden.


Die Jungtiere wurden von einem Ort zum anderen getragen


Mungo mit Jungtieren


Den Sonnenuntergang verbrachte ich am Wasserloch von Namutoni - allerdings war das Wasserloch so schlecht platziert, dass man es kaum sehen konnte. Aber es gab auch keine Tiere.


Also konzentrierte ich mich auf ein paar Aufnahmen der Abendstimmung




Das Fort Namutoni in der blauen Stunde. Hier drin gab es ein Restaurant, in dem man im Hof bei Kerzenlicht hätte zu Abend essen können - ich hätte es 100x besser gefunden, den Spätnachmittag (also eine der Top-Zeiten des Tages) an den Wasserlöchern zu verbringen und dafür anschliessend hier im Restaurant zu essen als die Kocherei am Rotel. (Hab vom Camping-Abendessen aber auch so nix mitbekommen, weil ich die Mungos entdeckt hatte und da relativ lang fotografierte hatte ich es verpasst).
Teil 1930. Nov. 2013
So, gestern bin ich von meiner China-Reise zurückgekommen und nun kann ich den Reisebericht hier weiterführen.

21. Tag: Von Rundu zu den Popa Falls

Morgens gab es grosse Aufregung, da nachts aus unserem Vorzelt (das von beiden Seiten offen zugänglich ist) Sachen geklaut wurden. Dort werden nachts die "Tagestaschen" gelagert. Ich war nicht betroffen, da ich "nur" Kleidung in der Tagestasche hatte. Meine Kameraausrüstung habe ich natürlich über Nacht neben meinem Kopfkissen in der engen Rotelkabine liegen gehabt. Einige Mitreisende hatten allerdings Fotoapparat, Videokamera oder sogar Portemonnaie mit Geld im Vorzelt - das war natürlich alles weg.


Einheimischer vor dem Supermarkt in Rundu


Von Rundu sehen wir auf unserer Tour wiedermal "nur" den Spar-Supermarkt


Weiterfahrt im Caprivi-Zipfel


10minütige Pause neben der Strasse




Bereits gegen 12:00 Uhr erreichen wir unser Tagesziel, einen Campingplatz an den Popa Falls


Campingplatz an den Popa Falls


Nach der Mittagspause Ausflug zum Mahango Game Reserve


Schöne Landschaft - aber kaum Tiere. Jedenfalls nichts Spektakuläres nach dem Etosha Park.








Ausser mir zückt aus unserer Gruppe keiner mehr die Kamera für Springböcke und Antilopen


Eindrucksvoller Baum direkt neben unserem Rotel


Unser Reiseleiterteam










Rückfahrt zum Campingplatz


Im Hintergrund sieht man die Popa Falls. Ich hatte zwar nicht etwas in der Art der Victoria Falls erwartet - aber als Wasserfall würde ich dies wohl nicht bezeichnen...


Obwohl nicht "Koffertag" ist, besteht die Möglichkeit, dass ich kurz an meinen Koffer kann. Was Kleidung angeht würde mir ein Koffertag pro Woche reichen. Aber da mein 100-400mm Objektiv gestern kaputt gegangen ist, wollte ich meine 2. Reservekamera aus dem Koffer holen. Ich hatte neben 2 Spiegelreflexkameras noch eine Bridge-Kamera dabei, die ich extra vor der Reise als Notkamera gekauft hatte - eigentlich in der Hoffnung sie nie brauchen zu müssen.






Abendessen - noch ein Bild, um das Gerücht zu widerlegen, es gäbe bei Rotel jeden Tag nur Suppe...
Teil 2017. Dez. 2013
@Nane42: Was die Diebstähle anging, wurde die Polizei und die Campingplatzleitung informiert. Aber das kam mir mehr wie eine Proforma-Sache vor. Was mich nachdenklich gemacht hat: Ich habe vor der Reise in einem Rotel-Bericht, den ich als Reisevorbereitung gelesen hatte, ebenfalls von Diebstählen nachts genau auf diesem (!) Campingplatz bei Rundu gelesen. Jetzt frage ich mich, ob das System hat...

So, weiter geht's:

22. Tag: Von den Popa Falls u den Victoria Falls

Heute ist ein reiner Fahrt-Tag: 520 Kilometer sind es von den Popa Falls bis nach Victoria Falls in Zimbabwe. Dabei sind zwei Grenzübertritte zu meistern: einmal nach Botswana und einmal nach Zimbabwe. Jeder Grenzübertritt benötigt hier rund eine Stunde Zeit bis alle aus der Gruppe ihre Immigrations-Formulare ausgefüllt haben.


Im Grossen und Ganzen ging es nur darum, den langen Fahrttag hinter sich zu bringen. Die einzige Abwechslung war auf dem kurzen Teilstück, das durch Botswana geführt hat. Hier gab es viele Elefanten, die ohne Scheu vor unserem riesigen roten Bus die Strasse überquerten.


Dass diese ca. 60 km lange Asphaltstrecke (auf der wir nicht ein einziges Mal anhielten) in der Reiseausschreibung als Chobe-Nationalpark auftauchte, ist eine Sache, die ich nicht ganz verstehe. Unter einem Nationalparkbesuch verstehe ich jedenfalls was anderes.


Na ja, ich werde in einem halben Jahr wieder nach Botswana reisen und dann evtl. etwas mehr vom Land sehen als auf diesen 60 km Asphaltstrasse.












Unmittelbar nachdem wir die Grenze nach Zimbabwe überquert hatten gab es jede Menge Affen auf der Strasse - wir hielten nicht einmal für 30 Sekunden an, dass man ein vernünftiges Bild hätte machen können 🙁
Zur Diskussion mit allen 199 Beiträgen