Da uns einige Leute in Binga gesagt hatten, die Strasse Binga – Karoi sei neu gegraded worden, entschlossen wir uns in einem Rutsch durchzufahren, und nicht wie geplant im Sanyati Bridge Camp einen Übernachtungsstopp einzulegen.
Die ersten 50 km ließen sich dann auch gut fahren. Dann ging sie über in eine ruppige Schotterpiste mit viel Wellblech zwischendurch, speziell in den Kurven. Da wir keinen „ Eiersalat „ zubereitet mit Rotwein" im Kühlschrank haben wollten, fuhren wir entsprechend langsam. Konnten dadurch aber auch die eindrucksvolle Landschaft mehr geniessen.
Die Chizarira Berge zur Rechten, hübsche Dörfer zur Linken.
Nach den Chizarira Bergen wurde die Strecke deutlich hügeliger, und dass Wellblech in den Kurven nahm zu.
Sanyati River
Irgendwann , bemerkten wir, dass wir bei diesem Tempo erst spät in Karoi ankommen würden, wo wir auch noch für die Tage in Mana Pools einkaufen wollten.
Mit Fisch grillen würde es also nix mehr werden.
Als uns in der einsamen Landschaft ein junges Ehepaar mit kleinem Kind zu Fuß entgegen kam, hielten wir kurzentschlossen an, und fragten sie, ob sie einen großen Fisch haben möchten.
Klar wollten sie einen……und sie fragten, wo der Fisch denn sei.
Ich glaube, keiner von beiden hatte schonmal einen Kühlschrank im Auto gesehen. Denn als ich ihn öffnete um den Fisch heraus zu holen, kamen beide näher und fragten, ob da der Fisch drin lebt. Sie dachten wohl, es handelt sich um ein Wasserbassin. Als sie dann den gefrorenen Fisch in der Hand hielten, bemerkten sie den Irrtum und begannen über sich selbst zu lachen. …..eine nette Begegnung.
Gut 20 km vor Karoi erreichten wir dann endlich die Teerstrasse und waren froh, dass die Röttelei endlich ein Ende hatte. Karoi erreichten wir gegen 17 Uhr. Kurz vor der Stadt war eine sehr groß angelegte Polizeikontrolle, die aber sehr unproblematisch war, es wurde nur nach unserem Ziel gefragt, dass wir mit Mana Pools angaben, und sie wollten unser TIP sehen.
Dann suchten wir den TM Markt auf, um unsere Vorräte aufzufrischen. Es dauerte etwas, bis wir uns durch das Gewusel des lokal Marktes zu einem Parkplatz durch gearbeitet hatten. Es herrschte dort geschäftiges Treiben.
Der TM Markt war sehr gut bestückt, man bekam gutes Fleisch, frisches Gemüse und Alkoholika.
Mein Mann kaufte eine Flasche Whisky, den Namen kenne ich nicht mehr. Aber an der Kasse gab es für diese Marke ein Rubbellos, mit dem man noch eine zweite Flasche gewinnen konnte. Sofort kamen bestimmt 10 Leute, die uns umringten, um zu sehen, was die Touris sich wohl errubbeln.
Ich rubbelte einen Kugelschreiber frei, unter Beifall der Umstehenden. Ich schenkte ihn der Kassiererin, die sich freute.
Der TM Markt in Karoi war übrigens der einzige Supermarkt, der Wechselgeld in Form von Rand rausgab und keine Lollis oder Kaugummis.
Da wir keinen gescheiten Camp site fanden, beschlossen wir im Twin River Inn zu nächtigen, was für eine Nacht durchaus ok war.
Dort war unsere erste Amtshandlung, unseren Kühlschrank und den Rest zu kontrollieren. Im Kühlschrank war alles heile geblieben. Lediglich unsere 5 Liter Weinkartons hatten sich von ihrem Karton verabschiedet. Ausgelaufen war aber nix.