rhh64983 Beiträge · seit 201123. Mai 2013 · #21Also für mich ist das eindeutig: Schwanger oder nicht schwanger - ein bisschen schwanger geht nicht.
Nashörner frei geben für die Trophäenjagd oder gar nicht!
Ein bisschen Nashörner frei geben, öffnet doch alle Kanäle: Ja, wenn die 2 altersschwachen Nashörner abgeknallt werden können, damit ein reiches A.loch auf seiner Abhakliste als Wildtier Nr. 256 "Nashorn - erledigt" eintragen kann - dann, ja dann könnten vielleicht auch noch die 4 aus dem anderen Park zum Abschuss freigegeben werden (Fell sieht nicht mehr frisch genug aus ...) - ja und auch noch ein Paar Hörner für den asiatischen Markt (sind ja nur ein paar) ...
Das Beste bei manchen sensiblen Themen ist: Kategorisch "Nein" zu sagen. Kategorisch "Nein" zur (Nashorn-)Trophäenjagd! Nein zum Hornhandel! Nein zum Elfenbeinhandel! Nein zur Kinderarbeit! Nein zu ...
Weil es (mal nur rein ökonomisch gesehen) ein paar Dollar einbringt 2 Nashörner "auszuschreiben", aber die Volkswirtschaft Namibias Millionen kostet: Jeder Tourist fragt sich doch: Fahre ich nach Namibia oder nach X? Hört der Dieter "In Namibia werden Nashörner mit Staatsduldung geschossen" - o. k. dann fliegt der Touri Dieter Durchschnitt eben nach X und nicht nach Namibia.
Meine 5 Cent zum Thema 😣
jaw2'048 Beiträge · seit 200723. Mai 2013 · #22Hallo Guido,
hier eine andere Meinung:
Natürlich stehen die auf der Roten Liste und natürlich soll das nicht die Regel sein.
ABER: die alten Bullen haben ihren generativen Beitrag geleistet. Um Inzucht zu vermeiden müssen sie irgendwann weg. Das können zugewanderte oder vor Ort ausgewilderte Jungbullen "natürlich" erledigen. Die Gefahr dabei ist aber sehr groß, dass sich die unerfahrenen Jungbullen, die für die weitere Fortpflanzung in der Pubulation wichtig sind dabei erheblich verletzen oder sogar eingehen. Deswegen werden die alten Bullen zuerst abgeschossen und dann die jungen mit anderen genetischen Hintergrund ausgesetzt. Der Abschuss ist aber evtl. aus diesen Gründen in jedem Fall nötig um eine dauerhafte Vermehrung sicher zu stellen.
Klar können auch Ranger den Abschuss erledigen. Aber die Einnahmen davon kann der Naturschutz auch gut gebrauchen. Und da gibt es genug, die daran interesse haben. Das mag einem gefallen oder nicht. Jedenfalls muss man es nicht selbst tun. Aber sich zu sehr darüber aufzuregen finde ich auch falsch.
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Joerg3'175 Beiträge · seit 200623. Mai 2013 · #23Hallo liebe Forumsgemeinde!
Ich verfolge mit grossem Intersse diese angagierte Diskussion!!!
Dieses Thema ist wie einige anderen Themen in meinen Augen
Viel zu komplex um sie hier in einem thread final ausdiskutieren
zu koennen!!!
Deshalb schlage ich vor ein Persoenliches Treffen zu
organisieren auf dem man das ausdisskutieren kann!
Klar ist solch ein Treffen schwierig zu organisieren
Aber man koennte vielleicht mal eine Forumsreise fuer so etwas
Auf die Beine stellen!!?!??!
Nur mal so eine Idee.
Ich wuerde auch gerne versuchen dafuer alle moeglichen
Parteien an einem Tisch zusammenzubringen!
Was meint Ihr Bitte dazu??
Herzliche Gruesse
Joerg
Gruss
Joerg
Es gibt NIX, das es nedd gibt
Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200924. Mai 2013 · #24Jaw irgentwie find ich dein argument unschluessig. Wenn die bull en tatsaechlich altersschwach und gebrechlich sind ist doch physisch die gzfahr recht Klein das sie die kraft haetten den jungbullen un gefahr zu bringen . es sei die sind gar nicht soo gebrechlich.
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
jaw2'048 Beiträge · seit 200724. Mai 2013 · #25Hallo Miss Ellie,
von Altersschwach und Gebrechlich habe ich auch nichts geschrieben. Ich denke auch eher, dass es sich auf die Chancen weiterer Fortpflanzung bezieht. Alte Bullen können gegenüber den jüngeren noch echt fies sein, trotzdem bei den weiblichen Tieren nicht mehr attraktiv genug. Mußt nur in manche Firma schauen - ist beim Menschen nicht viel anders 😁
Und nach 30 Jahren laufen da eben auch reichlich eigene Töchter rum, mit denen sollten sich die Väter möglichst nicht Paaren. In begrenzten Populationen kann man das einfach lösen, indem man die zuchterfolgreichen Bullen rausnimmt und durch Zuwanderung oder durch Umsiedlung andere Bullen in den Bereich bringt. Bleiben die Alten noch da, dann müssen die jüngeren mit denen um die Vormachtstellung kämpfen. Rhinokämpfe sind aber nicht rein rituell sondern gehen evtl. richtig zur Sache.
Bei Elefanten ist das meist weniger blutig, aber die brunstigen unterlegenen lassen oft ihre Wut über die Niederlage an Gegenständen aus. Ungeschickt wenn das z.B. ein Auto oder ein Zelt oder ... ist . Meistens sind es aber Bäume oder Büsche, die dran glauben müssen. Wenn ich Jungbullen streiten sehe, dann achte ich sehr darauf, dass ich problemlos wegfahren kann - das kann kurzfristig sehr nötig werden...
Viele grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Freak9965324 Beiträge · seit 200924. Mai 2013 · #26@jaw:
Sorry, aber in Deinen Aussagen widersprichst Du Dir diametral von links oben nach rechts unten.
Und es klingt als hätte es noch massenweise Nashörner, die sich ständig und dauernd mit den eigenen Nachkommen paaren!
Demnächst (und das ist nicht mehr lange hin!) wird man froh sein, wenn man irgendwo ein Mini-Rhino entdeckt!
Melanie
Die Strasse gleitet fort und fort, weg von der Tür, wo sie beginnt, weit überland, von Ort zu Ort. Ich folge ihr, so gut ich kann.
Ihr lauf ich raschen Fusses nach, bis sie sich gross und weit verflicht mit Weg und Wagnis tausendfach.
Und wohin dann? Ich weiss es nicht.
J.R.R. Tolkien, Der Herr der Ringe
Erika2'338 Beiträge · seit 200724. Mai 2013 · #27Hallo jaw
Bitte les mal alles durch. travelNAMIBIA schrieb:
zum weiteren Hintergrund der Jagdlizenzen (laut dem Chefwissenschaftler des MET eben nach Rücksprache durch Hitradio Namibia): Es handelt sich um zwei alte, "gebrechliche" Bullen die deutlich über 30 Jahre alt sind und der Nashornpopulation keinen Nutzen mehr bringen.
Sie bringen der Nashornpopulation keinen „Nutzen“ mehr, mit anderen Worten: Sie „können“ nicht mehr. Weshalb weiss man das so genau? Und wenn es so wäre, dann würde das die Natur schon selbst regeln, indem jüngere Bullen zum Zug kämen. Aber auch die jüngeren Bullen würden eine Inzucht nicht verhindern können, da ja vermutlich die meisten der noch übrig gebliebenen Tiere irgendwie miteinander verwandt sind, oder? Das Gebiet, in welchem die Spitzmaulnashörner leben ist so gross, dass sich die einzelnen Tiere aus dem Wege gehen können, nicht zu vergleichen mit z.B. Pilanesberg, welcher eingezäunt ist und es deshalb wegen Platzmangel zu Konflikten kommen kann.
Ihr seht einfach nur das viele verlorene Geld, wenn man die beiden Nashornbullen dem Lauf der Natur überlässt und auf einen Abschuss verzichtet. Ist denn das so schlimm? In Namibia wird ständig grosszügig Geld für unnützes Zeugs verschwendet, es würde deshalb dem Ruf des Landes gut tun und das Image ein wenig aufpolieren, wenn man auf dem Abschuss dieser zwei Bullen verzichten würde.
Und überhaupt, was ist, wenn die beiden wertvollen Tiere irgendeinem befreundeten Staatsoberhaupt als „Geschenk“ vor die Flinte getrieben werden, so quasi als Freundschaftsgeste? Ich meine, Kuba wurde auch mit vielen Tieren inkl. Übernahme der ganzen Transportkosten beschenkt ohne dass irgendwer nach seiner Meinung gefragt wurde. Das hat den namibischen Staat Millionen gekostet und uns die Freude an dem Land vermiest.
.
Trübe Grüsse aus der Schweiz
Erika
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200624. Mai 2013 · #28Hi Erika,
Und wenn es so wäre, dann würde das die Natur schon selbst regeln, indem jüngere Bullen zum Zug kämen.
genau, da hast Du absolut Recht. Nur dann sind wir wieder bei dem, was ich ganz am Anfang mal geschrieben habe. Warum nicht die Tiere noch "nutzen", indem man damit hundertausende US$ einnehmen kann, die dann dem Nashornschutz zu Gute kommen?
Hi zusammen,
bei CITES nachzulesen: Die Namibische Population an Nashörnern war bereits 2004 als das absolute Maximum angegeben worden (es gibt da einen ausführlichen Bericht von CITES zu; bin mir nicht sicher, ob es auch eine neueren gibt.
Viele Grüße
Christian
Nachtrag: CITES-Bericht
http://www.rhinoresourcecenter.com/pdf_files/134/1342747149.pdfVom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
KOkonno1'457 Beiträge · seit 200624. Mai 2013 · #29@ (Erika und) Miss Ellie:
Moderner Naturschutz hat leider nicht mehr viel mit Tieren mit Flaschen großziehen zu tun, sondern ist knallharte Kalkulation. Als Referenz für adäquate Schutzkonzepte sehe ich die regionalen Universitäten und nicht australische Neuzugewanderte, welche ihre militärische Organisationsstruktur genauso preisen, wie ihr Rambo Image.
Conservation im Südlichen Afrika erfordert ein hohes Maß an regionaler Kenntnis, sowohl im ökologischen, als auch im sozial-politischen Bereich. Wenn Prof. Rob Slotow, nach jahrelanger Forschung in unterschiedlichen Studien, Schutzgebieten und Forschungsprojekten zu dem Ergebnis kommt, dass es notwendig ist, die Elefantenpopulation zu kontrollieren (und dabei unterschiedliche Methoden, auch den Abschuss begrüßt) und dies in mehreren peer reviewed articles publiziert (darüber hinaus auch in der "nature" publiziert hat), dann ist das für mich um einiges gewichtiger als eine PR fokussierte Tierschutzorganisation.
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201224. Mai 2013 · #30@ Konno
Der sozialpolitische Bereich ist m.E. in Afrika gänzlich gescheitert. Der einzige Realist ist der botswanische Präsident Khama, der einen Riegel vor alles geschoben hat bzw. es vorhat, die Europäer dagegen sind die Dauerträumer fernab von allen Realitäten, die rein garnichts kapieren.
In diesem Geschäft gilt nur eines: Auge um Auge, Zahn um Zahn, oder in 20 Jahren gibt es kein Wild mehr. Hier ist der botswanische Präsident mit seinen Anti-Poaching-Units ein Glücksfall für das Wild seines Landes und für das südliche Afrika!
Das Damaraland und große Teile des Koakolandes sind leergewildert, die nörliche Etoschapfanne wird vom Ovamboland aus leergewildert, Kafue, South Zambesi und South Umhlanga sind fast leergewildert, ebenso Hwange. Dahinter stecken oft die Stammeshäuptlinge, die da mit kassieren. Was helfen Elefanten, wenn es kein Kleinwild mehr gibt (Hwange)?
Warum sollten Wilddiebe arbeiten, wenn man mit dem Fleisch gewildeter Tiere gutes Geld in den Townships der Städte verdienen kann?
Es wird m.E. nicht mehr lange dauern, dann haben die privaten Wildreservate in Namibia mehr Wildbestand als die Etoschapfanne!
Die ganze Diskussion über Inzucht etc. erscheint auch mir ziemlich Absurd.
Das hat es schon immer gegeben, und die Natur hilft sich selbst und hat sich schon immer selbst geholfen.
Auch die arabische Oryxpopulation ist wieder gewachsen, obwohl nur noch Einzeltiere übrig waren, ohne daß es Verkrüppelungen oder Gnome gab.
Ebenso absurd erscheinen Argumente, daß man die jungen Nashornbullen vor den alten schützen müsse.
Auch hier hilft sich die Natur selbst ohne Eingriff sogenannter Wissenschaftler in eifriger Kooperation mit zahlungskräftigen abschußgeilen Abknallern (nein, für mich sind das KEINE Jäger!).
Für mich gibt es kompromißlos keinen Grund oder Argumentation, Spitzmaulnashörner abzuknallen. Denn, auch Pseudo-Wissenschaftler müssen einsehen daß man heute ohne weiteres die Möglichkeiten hat, die Tiere zu trennen bzw. umzusiedeln.
H.
Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200924. Mai 2013 · #31swakop .. sehe ich ganz aehnlich.. die situation ist schon ziehmlich derb, und argumente wie in einem anderen Thread 'der stirbt auch ohne mich" ... kann ich nun gar nicht nachvollziehen. mittlerweile geht es quasi um jedes einzelne tier.
Was inzucht bei tieren betrifft gebe ich einen kurzen einblick in die vom VDH (hoechst angesehener Deutscher Hunde zuchtverein) propagierten besten Linien.. Es sind meist mehr oder weniger nahe inzucht linien.. Da werden die (nach welchen standards auch immer) besten zoeglinge aus einer linie mit den anderen "besten" gekreuzt um eben einen noch besseren zu bekommen. Meist gibts in diesen linien nur sehr wenig frischblut .. Und wenn dann solche wie ich daher kommen werden die linien, die man moeglichst weit auseinander sucht, auch ganz fernen herkuenften, wo man tief in den Stammbaumkriecht um eben zu vermeiden, dass es doch mal die eigene familie war, aus OUTCROSS bezeichnet, was nicht unbedingt als positiv bewertet wird .. Man nennt sie auch herablassender weise "ueberraschungseier" ...
Die meisten Tiere in der Natur kommen mehr oder weniger aus inzuchtlinien oder sehr blutnahen linien.. aber gut ..
das nur zum thema inzucht ..
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
La Leona2'779 Beiträge · seit 200724. Mai 2013 · #32bei Miss Ellies letztem Beitrag kommen mir die europäischen Königsfamilien in den Sinn....
Ich enthalte mich in dieser Diskussionsrunde, lese aber höchst interessiert mit und bedanke mich bei all jenen die zu diesem so komplexen Thema fundamentiert argumentieren können, es ist erstaunlich wieviel man hier im Forum lernt. Und das meine ich jetzt im Ernst, nicht zynisch.
WEwernerbauerGast25. Mai 2013 · #33Wie Leona lese ich auch mit Interesse mit und habe für meine Meinungsbildung einiges dazugelernt. Ich kann zwar die Trophäenjäger auch nicht wirklich verstehen, habe aber auch keine quasi religiös/fundamental geprägte Ablehnung gegen sie.
Wer würde nicht den alten Nashornherren ihr Ausgedinge bis zu ihrem natürlichen Ende gönnen und alle berechtigten und begründeten Argumente über Auslese etc. einfach kippen? Wenn es nur darum ginge, erübrigte sich jede weitere Debatte. Tatsächlich ist das leider komplizierter und man sollte sich m. E. darauf konzentrieren, dass nach den veröffentlichten Zahlen nicht die geringe Zahl legal/kontrollierter Jagdabschüsse (unter welch immer Titel) DAS eigentliche Problem bzw. DIE Gefährdung darstellen, sondern das WILDERN.
@ Jagdverbot in Botswana: Ob das, wie in einem Feudalstaat dekretierte, Jagdverbot in dieser Weise, nämlich ohne vorbereitende und begleitende Maßnahmen (von der Versorgung der Betroffenen bis zur Eindämmung des Wilderns), den erhofften Erfolg bringen wird, wird sich erst weisen. Swakop, ich bin da nicht so euphorisch wie du bzw. pessimistischer. Ich bin aber nur ein interessierter Laie und wenn du mehr Informationen darüber hast (außer die sowieso in der Presse zugänglichen), würde mich das sehr interessieren.
Grüße Werner
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201225. Mai 2013 · #34Werner,
ob das Jagdverbot richtig ist oder nicht, darüber kann man diskutieren. Begleitende Maßnahmen sind die Verantwortung des Staates Botswana. Etwas mit feudalherrenartigem hat das nichts zu tun, sondern mit der vorherrschenden afrikanischen Mentalität.
Es ist nun einmal so, daß Verbote von 90% der Bevölkerung ignoriert werden. Was von uns als moralisch verwerflich oder kriminell angesehen wird, da gibt es dort andere Auffassungen. Leider ist es nun so, daß man so etwas wie Wilderei nur nach dem Begriff "Auge um Auge, Zahn um Zahn" durchsetzen kann. Erst nach dem x-ten erschossenen Wilddieb hört die Wilderei auf, wenn das Begreifen eingesetzt hat, man könnte auf der Strecke bleiben.
So ähnlich sieht es mit der Klauerei aus. Wir können von Menschen, die im Kral fernab jeder Zivilisation aufwachsen sind, nicht unsere europäischen moralischen Wertmaßstäbe erwarten wenn ihnen das nie jemand nahegebracht hat. Darum müssen wir auch akzeptieren, daß Menschen wie der botswanische Präsident seine Bürger besser kennt und mit ihnen umzugehen weiß als wir mit unserer europäischen Gefühlsduselei das jemals können werden. Wir regen uns darüber auf, daß er konsequent auftritt. Für mich persönlich ist er ein Glücksfall, der einzige, im südlichen Afrika.
Beste Grüße
Hajo
WEwernerbauerGast25. Mai 2013 · #35OFF TOPIC und Danke Swakop,
wie du sagst, „….begleitende Maßnahmen sind die Verantwortung des Staates“, genau deswegen habe ich das „feudalstaatlich“ genannt, weil nicht erkennbar ist, dass der Staat diese Verantwortung wahrnimmt. Ich finde es ja auch toll, dass der Präsident ein engagierter Tierschützer ist, aber so wird’s m.E. nicht gehen. Das ist zu wenig. An der legalen Jagd hängen ja, mit Familien, tausende Existenzen, ohne irgendeine Alternative in den betroffenen Regionen. Sollen/werden sie sich jetzt in Luft auflösen? Das werden sie natürlich nicht tun, sondern sie werden, jetzt erst recht und mit Begründung, WILDERN!! Und soll dann die Eingreiftruppe des Präsidenten „das Problem lösen“? Das kann doch nicht wahr sein!!
Dass den Afrikanern das Klauen, so quasi als Kulturmerkmal, im Blut liegt, wie von dir dargestellt, halte ich für eine xxxxxxxxxxx!!! Ich habe früher zig-fach „wild“ kampiert, weil das anders gar nicht möglich war, auch in der Nähe von Siedlungen. Auch waren die offiziellen Campingplätze oft offen und unbewacht und wir sind nie beklaut worden. Dass das heute nicht mehr so ist, ist ein weltweites Phänomen und hat Gründe, deren Erörterung hier nicht her passt.
Grüße Werner
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201225. Mai 2013 · #36Lieber Werner,
ich wünsche Dir von Herzen daß sich Deine Einschätzung noch möglichst lange in Deinem so riesigen Fundus von Afrikaerfahrungen bewahrheiten möge. Ich gönne es Dir!
Leider hat mich das Gegenteil und die xxxxx eine Menge Geld und Ungemach gekostet. So baut eben jeder seinen eigenen Erfahrungsschatz auf. Nicht wahr?
Darüber zu streiten lohnt sich m.E. nicht.
Beste Grüße
Hajo