folgende Anzeige des MET habe ich gerade auf Facebook gesehen.
1. Gedanke: Das geht ja wohl gar nicht. Spitzmaulnashörner stehen auf der roten Liste der bedrohten Arten auf "vom Aussterben bedroht". Die nächste Stufe in der 9stufigen Skala der bedrohten Arten ist dann schon "In freier Wildbahn ausgestorben". Und auch wenn das alte Rhinos sein sollen: Ich möchte ja auch nicht, das irgendwann jemand kommt: "Du bist alt. Mach Platz für Junge." Peng! 2. Gedanke: Erst mal noch etwas schlau machen, z.B. bei Save-The-Rhino, die offenbar einen guten Job beim Nashornschutz machen und definitiv mehr Ahnung als ich haben. http://www.savetherhino.org/rhino_info/thorny_issues/trophy_hunting/the_debate_about_rhino_hunting
OK, die sehen da kein generelles Problem. Trotzdem finde ich das etwas grenzwertig. Ein Spitzmaulnashorn schießen zu können, dürfte derzeit so ziemlich das exklusivste Jagderlebnis sein. Da werden wahrscheinlich Unsummen geboten. Bei solchen Summen entstehen schnell Begehrlichkeiten und Namibia ist nicht gerade auf Platz 1 des Korruptionsindex von Transparency International... Ich hätte Befürchtungen, das am Ende bei solchen Summen vielleicht mehr als 2 Nashörner tot sind?
Je nachdem wie gewisse Tierschützer das möglicherweise medial aufblähen, kann das im Tourismus auch schnell weit mehr Geld kosten, als die Jagd einbringt. Ein totales Trophäenjagdverbot wie in Botswana dürfte im Tourismusmarketing schon etwas vorteilhafter sein. Insofern wird da mit hohem Risiko gespielt.
Andere Meinungen?
Beste Grüße
Guido
BTW: Das viele (mich eingeschlossen) nicht verstehen können, worin der Reiz liegt, ein wehr- und chancenloses Tier abzuknallen, muss hier nicht Thema sein. Das wurde hier glaube ich schon in allen Facetten beleuchtet. Pauschalen Brechreiz zur Trophäenjagd bitte anderswo heraus lassen. Danke.
Unabhängig von der individuellen Haltung zur Jagd, insbesondere auf Tiere wie Rhinos: Schlau in Sachen "touristische Aussenwerbung für NAM" ist wohl anders, als das was das MET da macht.
Erst der Eklat rund um AN, jetzt so etwas.
Passt aber für mich zu anderen Dingen: Da wird zum Beispiel in einer offiziellen, aktuellen Infobroschüre rund um Community Camps u.a. auch Werbung für Purros gemacht, weil man da ja uU die seltenen Wüstenlöwen sehen könnte. Ah ja....zynischer geht es für mich nicht mehr. Frage mich, ob die die geschossenen und vergifteten Tiere jetzt ausgestopft zur Schau stellen wie im Museum König... .
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Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200923. Mai 2013 · #5
Es kann j'ai wohl nicht wahr sein. Geht gar nicht .. Ich kaempfe sehr um den , vor allem was rhino angeht. Was kann man da mach en? Wer ist eigentlich met ? Das darf doch nicht umgesetzt werden. Heute ist es wohl belegt das trophy hunting absolut nichts zu conservation beitraegt. Urgent jemand ne idée ? Bei wem hast du das auf FB gesehen ? Wuerde es gerne an Damien manders weiterleiten. Ich bin zutiefst schockiert
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Dafuer ist meiner Meinung nach kein Shitstorm noetig.
Dagegen fuer die naechsten Monat angeblich anfangende Krokodil farm an der Bruecke des Kwando schon eher.
Auch wurde eine 80 Bettenlodge fuer Kwando Conservancy beim alten Rangerhaus von Susuwe genehmigt.
Weiter wurde genehmigt dass Nambwa in eine Lodge erweitert wurde
Und Der Hammer:
Horseshoe wurde einem Geschaeftsmann und dem Chief Mayuni zum Bau einer Lodge verbrieft.
Was sind dagegen zwei altersschwache Nashornbullen???
Gruss
Joerg
Es gibt NIX, das es nedd gibt
KOkonno1'457 Beiträge · seit 200623. Mai 2013 · #7
@Miss Ellie: Jemandem der sich so über das Erschießen von Tieren empört und gleichzeitig einen alten Sniper als Referenz nennt sei gesagt: Damien Manders und seine Organisation sind bei weitem nicht das Beste und Fundierteste, was die Region in Sachen Conservation zu bieten hat...
Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200923. Mai 2013 · #8
Na das musste j'ai wieder kommen.. Sorry die erfolge und der einsatz von iapf sind wohl einigermassen unumstritten. Wer ist denn deiner meinung nach besser? Und voellig egal ob die bullen alterschwach sind, warum sie dann nicht als seniortiere leben lassen las alte wahrzeichen einer rasse die wohl in 5 jahren der vergangenheit angehoert. Ich bin immer interessiert neue bessere organisationen kennen zu lernen. Also her mit infos. Kritisieren ist immer einfach. Aber du gehoerst ja eh zu der jaegerbrigade wenn ich mich nicht irre. Die militaryskills von mander sind wohl sein atout fuer die formation der ranger, what is wrong with that.
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
es werden seit 40 Jahren jedes Jahr, mit Absprache bei den relevanten internationalen Organisationen, sogenannte Problem- oder Alttiere bei Nashörnern (beide Arten), Elefanten und Löwen erlegt - in Namibia, aber auch in Südarika, Botswana usw.
Ich kann nur wieder die Fragen stellen: Warum die Tiere auf natürlichem Wege in den nächsten 6 Monaten sterben lassen, wenn der Staat (und der Lizenznehmer) damit jeweils etwa US$25000 pro Tier verdienen können?
Beste Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Wenn alles zu 100% korrekt läuft, mag die Jagd und das Geld verdienen mit den alten Tieren vielleicht korrekt sein. Aber möglicherweise ist es ein bisschen naiv anzunehmen, dass da immer alles zu 100% korrekt läuft? Ich erinnere mich an Trophäenjagd auf Löwen in der Kunene-Region, wo die Jäger angeblich nicht bemerkt haben wollen, dass der Löwe ein Halsband trägt. An einen anderen Fall, wo die Jäger angeblich nicht bemerkt haben wollen, dass sie schon außerhalb des Konzessionsgebietes sind, in dem sie legal jagen durften und somit defacto auf fremden Land einen Löwen gewildert haben. Und hier wird es noch um ganz andere Summen als bei der Löwenjagd gehen. An die von Dir genannten 25.000 USD muss Du bei der Trophäenjagd auf ein Spitzmaulnashorn mindestens eine Null dranhängen. Bei solchen Summen befürchte ich schon, dass mal schnell das eine oder andere Nashorn zusätzlich ein Loch bekommt.
Dass Save the Rhino als maßgebliche Organisation in Namibia da kein Problem sieht, ist es ein sehr gewichtiges Argument zur Rechtfertigung. Aber auch bei männlichen Löwen heißt es aber immer, dass die spätestens mit 6-8 Jahren ihre biologische Funktion erfüllt haben, keinen Nachwuchs mehr zeugen und ein Abschuss für den Arterhalt somit null Auswirkungen hat. Es gibt neue Studien, die belegen, dass das falsch ist. Wie alt ist "alt" bei den Spitzmaulnashörnern?
Bis Mitte der 90er gab es in vielen Ländern des südlichen Afrikas Elephant-Culling. Das weltweite Echo war verheerend. So verheerend, dass sich bis heute niemand traut, wieder solche Aktionen zu starten, obwohl Maßnahmen zur Bestandsregulierung in vielen südafrikanischen Parks wohl extrem dringend nötig wären. Namibia, das insgesamt in Sachen Naturschutz wohl einen guten Job macht, riskiert mit der Jagderlaubnis für derart stark vom Aussterben bedrohte Arten, sich ein ebenso verheerendes Echo einzufangen.
klar, wo Menschen beteiligt sind und viel Geld, liegt die Vermutung nahe, dass es nicht korrekt läuft. Aber es hat ja scheinbar in den letzten 40 Jahren geklappt...
Der Abschuss eines Nashorns im vergangenen Jahr kostet 50.000 US$, davon ging knapp die Hälfte zweckgebunden an das MET zur Nutzung im Nashornschutz. Es handelt sich ja um einen Reduktionsabschuss und nicht zwangsläufig um ein Trophäentier. Bei Trophäentieren liegt es bei Black Rhinos bei bis zu 350.000 US$ (z.B. http://www.huntinglegends.com/hunting-africa/hunting-the-big-5-in-africa/ - Achtung, da sind Bilder von toten Elefanten - nichts für schwache Gemüter)
Ich erinnere mich an Trophäenjagd auf Löwen in der Kunene-Region, wo die Jäger angeblich nicht bemerkt haben wollen, dass der Löwe ein Halsband trägt.
Das war der Berufsjäger, denn ein Trophäenjäger darf nichts selber entscheiden. Und er Berufsjäger war die längste Zeit seines Lebens Berufsjäger gewesen.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
NACHTRAG: Sehe gerade, das in der Anzeige wirklich "Trophy Hunting" steht... wahrscheinlich, weil MET nicht weiß was der Unterschied zu Reduktionsabschüssen ist 😉 Bisher war nämlich immer von 2 altersschwachen Tieren die Rede und die sind nicht notgedrungen Trophäentiere... ?!?!?
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in der Anzeige des MET sind die Tiere (siehe Überschrift) ausdrücklich für "Trophy Hunting" ausgeschrieben. Da die (juristisch legale) Jagd auf Spitzmaulnashörner von Jahr zu Jahr exklusiver wird, werden wohl mindestens 250.000 USD fließen. Vielleicht auch das Doppelte. Gibt genug in Russland und den USA, die das zahlen können. Mal sehen was passiert. Man kann bei Avaaz schon Petitionen dagegen unterschreiben.
Habe soeben unser „Golden Rhino Donation Certificate „ von Save the Rhino Trust im Müll entsorgt.
Save the Rhino Trust hat für mich seine Glaubwürdigkeit verloren. Für meine Begriffe ist es für eine Organisation, welche sich für den Schutz des Nashorns einsetzt moralisch nicht vertretbar, plötzlich mit Argumenten daher zu kommen, welche die Jagd auf diese Tiere rechtfertigen sollen. Das passt nicht zusammen. Ich bin enttäuscht, dafür haben wir nicht gespendet 🙁 .
mal was ganz allgemeines: Jagd ist aber doch einfach nur ein Teil von Naturschutz. Mein Respekt an Save the Rhino Trust, dass diese es als eine der wenigen "Naturschutz"organisationen weltweit verstanden haben. Sie sehen auch, dass sie mit dem Geld was sie aus den Jagdlizenzen bekommen können, viel mehr für den Rest der Nashörner tun können.
So, aber nun gut, sonst werde ich noch gehauen 😉
Viele Grüße aus Windhoek Christian
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Swakop19522'664 Beiträge · seit 201223. Mai 2013 · #15
Sorry Christian, aber hier muß ich Dir völlig kompromißlos widersprechen! Die Argumente dafür hinken aber heftigst!
Zum einen gab es die internationalen Ausschreibungen dieser Art zur Zeit der bösen Südafrikaner nicht. Falls da etwas mit Abschüssen gelaufen ist, dann haben irgendwelche korrupten Offiziellen sich die Taschen vollgestopft.
Zum anderen verstehe ich Hege durch Abschuß anders. Ich habe nichts gegen die geordnete Jagd auf ausreichend verfügbares Wild, denn es nutzt allen.
Aber: alte Nashornbullen sterben nicht ohnehin nach 6 Monaten. Woran machst Du oder die Behörde das fest?
Denn hier handelt es sich um eine bedrohte Tierart, und da kann man die Perversion irgendwelcher notgeilen Abknaller und der regierungsseitigen geldgeilen Genehmiger nicht auch noch unterstützen bzw. Verständnis zeigen. Der Hehler ist für mich von gleichem Übel wie der Stehler, der eine kann nämlich ohne den anderen nicht.
Ein Shitstorm über MET und die anderen ist m.E. wirklich das angebrachte Mittel. Oder aktiv werden über Avaaz.
Zum einen gab es die internationalen Ausschreibungen dieser Art zur Zeit der bösen Südafrikaner nicht.
sorry, absoluter Unsinn. Ein berfreundete Berufsjäger hat bereits Ende der 1970er Jahre, damals noch vom südafrikanischen Gouverneur in Namibia unterschrieben, die Trophäenjagderlaubnis auf Nashörner bekommen. Besonders international ist die Ausschreibung, wenn sie auf der Oshivambo-Seite des Namibian steht übrigens nicht. Seitdem gibt es jedes Jahr wieder und wieder diese Diskussionen. Also viel Glück dabei!
nd der regierungsseitigen geldgeilen Genehmiger nicht auch noch unterstützen bzw. Verständnis zeigen.
BEschäftige Dich bitte etwas mit den Umständen dieser Ausschreibung. Das Geld, das das MET bekommt ist zweckgebunden für den Nashornschutz...
Beste Grüße aus Windhoek Christian
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nur der Korrektheit halber noch mal der deutliche Hinweis: Der von mir im ersten Artikel verlinkte Artikel auf der Website von Save The Rhino ist nicht von Save The Rhino selbst, sondern von einem Mitarbeiter der IUCN. Das sind die, die die Rote Liste der bedrohten Arten erstellen.
Der Gesinnungswandel im Vergleich zum von Erika verlinkten Artikel aus 2004 ist schon ganz bemerkenswert.
Wie schon gesagt bin ich absolut kein Jagdfan. Die Realität ist aber, dass in einigen Gebieten mit Jagd weitaus mehr Geld eingenommen wird als mit normalem Tourismus. Zu sagen "Das ist böse. Das dürft ihr nicht mehr" ist keine Lösung, so lange man kurz- und mittelfristig keine Alternativen aufzeigen kann. Und dann muss man manchmal pragmatisch sein und sich mit suboptimalen Lösungen arrangieren. Soweit kann ich den aktuellen Standpunkt von Save the Rhino und MET ein Stück weit nachvollziehen. Nur geht es eben um die Trophäenjagd auf die sehr bedrohte Art Spitzmaulnashorn und dann wird es mit dem Verständnis arg dünn...
Beste Grüße
Guido
Freak9965324 Beiträge · seit 200923. Mai 2013 · #18
Hallo zusammen,
mal so als Laie gesprochen, da ich mich mit den ganzen Organsationen nicht auskenne:
Es ist um jedes Nashorn schade, was unsere Kinder auf ihren zukünftigen Reisen nicht mehr sehen werden.
Es gibt zu wenige, die Anzahl der gewilderten Nashörner auf der Poaching-List wird mit Aufschrei in jedem Monat und jedem Jahr höher und hier wird sich über die "großen" Unterschiede von Trophy und Regulierung unterhalten. Tot ist tot!
Skurril!
Melanie
Die Strasse gleitet fort und fort, weg von der Tür, wo sie beginnt, weit überland, von Ort zu Ort. Ich folge ihr, so gut ich kann.
Ihr lauf ich raschen Fusses nach, bis sie sich gross und weit verflicht mit Weg und Wagnis tausendfach.
Und wohin dann? Ich weiss es nicht.
J.R.R. Tolkien, Der Herr der Ringe
zum weiteren Hintergrund der Jagdlizenzen (laut dem Chefwissenschaftler des MET eben nach Rücksprache durch Hitradio Namibia): Es handelt sich um zwei alte, "gebrechliche" Bullen die deutlich über 30 Jahre alt sind und der Nashornpopulation keinen Nutzen mehr bringen.
Das namibische Umweltministerium (MET) hat zwei alte Spitzmaul-Nashörner zur Trophäenjagd ausgeschrieben. Jagdunternehmen könnten bis zum 14. Juni ihre Gebote abgeben, teilte MET per Anzeige in Tageszeitungen mit. Es handle sich um Bullen im Alter von mehr als 30 Jahren, die die Hochphase ihrer Zeugungsfähigkeit weit überschritten hätten, sagte Chief Conservation Scientist Peer du Preez gegenüber Hitradio Namibia. Auf der Internationalen Artenschutzkonferenz CITES von 2004 war Namibia eine Quote von 5 Spitzmaul-Nashörnern pro Jahr zugestanden worden. Bislang seien insgesamt 3 Tiere von Trophäenjägern erlegt worden, so du Preez. Der Erlös kommt dem Nashornschutz zugute.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201223. Mai 2013 · #20
travelNAMIBIA schrieb:Hi Swakop1952,
Zum einen gab es die internationalen Ausschreibungen dieser Art zur Zeit der bösen Südafrikaner nicht.
sorry, absoluter Unsinn. Ein berfreundete Berufsjäger hat bereits Ende der 1970er Jahre, damals noch vom südafrikanischen Gouverneur in Namibia unterschrieben, die Trophäenjagderlaubnis auf Nashörner bekommen. Besonders international ist die Ausschreibung, wenn sie auf der Oshivambo-Seite des Namibian steht übrigens nicht. Seitdem gibt es jedes Jahr wieder und wieder diese Diskussionen. Also viel Glück dabei!
nd der regierungsseitigen geldgeilen Genehmiger nicht auch noch unterstützen bzw. Verständnis zeigen.
BEschäftige Dich bitte etwas mit den Umständen dieser Ausschreibung. Das Geld, das das MET bekommt ist zweckgebunden für den Nashornschutz...
Beste Grüße aus Windhoek Christian
Lieber Christian, ich lasse mir in diesem Zusammenhang gerne unterstellen, Unsinn zu reden.
Kein Unsinn ist jedoch, daß es heute nur noch einen winzigen Bruchteil der Population von damals gibt. Es ist doch ein Armutszeugnis einer Behörde, zu argumentieren, daß nur die weitere Dezimierung einer bedrohten Gattung die Finanzen zum Erhalt sichert.
Der von Dir gepriesene "Wissenschaftler" der MET soll doch mal definieren, was man unter "gebrechlichen" Nashörnern versteht, und wie man das erkennt. Dieser Begriff ist sicherlich nicht nur mir neu. Vielleicht bin ich auch zu dumm, das erkennen zu können? Um es überspitzt auszudrücken: Wird den Tieren in einem Gehege ein altersgebrechliches Humpeln beigebracht? Ich jedenfalls schlucke solche Argumente nicht so blauäugig.
In dem von Dir benannten Zeitraum gab es übrigens noch bis südlich des Ugab zahlreiche Nashörner. Sind die alle auch altersschwach durch Trophäenjäger abgeschossen worden? Kläre mich doch bitte mal auf.
Außerdem sollte man die auch in NAM üblich gewordene Zweikanalbezahlung nicht vergessen. Was als Lizenzgebühr bezahlt wird, wird doch all zu oft noch einmal als "nützliche Abgabe" in dunkle Kanäle geleitet. Und die landet gewiß nicht bei den Nashörnern oder denen, die ihnen angeblich gutes wollen.
Beste Grüße Hajo
P.S. Kleine Korrektur: Es gab nie einen Gouverneur, sondern nur einen Administrator, ab Anfang der 80iger Jahre umbenannt in begleitender Gesetzgebung zum General-Administrator, versehen mit größeren Vollmachten für den Übergang in die Unabhängigkeit.