MPG2012Themenstarter22 Beiträge · seit 201219. Apr. 2013 · #1Hallo,
meine Frau und ich würden gerne von Ende November bis Mitte Dezember 2013 (ich 3 Wochen, meine Frau 2 Wochen) Tansania mit Schwerpunkt Tierfotografie bereisen.
Wir haben umfassende Erfahrungen aus Namibia, Botswana und Südafrika - wie sind Eure Erfahrungen in Tansania?
Folgende Zielschwerpunkte haben wir uns gesetzt:
- Tarangire Nationalpark & Manyara
- Serengeti
- Ngorongoro Krater (auch wenn es voll ist, den sollte man bei einem Besuch in Tansania gesehen haben)
Kann man das Land auf eigene Faust erkunden?
Wenn ja, Wo können wir einen vernünftigen 4x4 mieten? Sind Strecken, Pisten ausgeschildert oder wir ein GPS benötigt?
Bei den Lodges haben wir im Focus eher die kleinere Lodge mit guten Beobachtungsmöglichkeiten, Guides, etc. Könnt
Ihr uns eine Lodge empfehlen?
Wenn nein, sollte man einen 4x4 mit Fahrer mieten? Habt Ihr einen Tip dafür?
Oder sollten wir ein Safari-Unternehmen kontaktieren - allerdings werden wir uns keiner Gruppe anschliessen, sondern nur zu zweit so etwas machen. Damit sind wir flexibler und können nach unseren eigenen Wünschen agieren. Wer kennt einen Veranstalter, der nicht die Super-Luxus Safari anbietet, sondern ein gutes Preis-Leistungsverhältnis hat - vielleicht sogar das Thema Fotografieren unterstützt....?
Wir freuen uns auf Eure Antworten und wünschen allen eine gute Zeit.
Topobär5'479 Beiträge · seit 200919. Apr. 2013 · #2Wir haben Tansania immer auf eigene Faust bereist, womit schon eimal die grundlegende Frage geklärt ist, ob man das Land auf eigene Faust bereisen kann.
Den Wagen haben wir bei 4x4 Adventure Safaris in Arusha gemietet.
Die Verbindungsstrecken zwischen den Parks sind gut ausgeschildert. Für die Pisten innerhalb der Parks würde ich aber ein GPS empfehlen.
Da wir immer mit Zelt unterwegs waren, kann ich zu den Unterkünften nichts sagen.
baobab2195 Beiträge · seit 200919. Apr. 2013 · #3Hallo,
auch wenn es viel weniger Selbstfahrer als im südlichen Afrika gibt, man kann wohl alleine fahren wie Topobär und andere berichteten.
Ich gebe trotzdem zu bedenken, dass ihr viel weniger Stress habt und euch auf die Tierfotografie konzentrieren könnt, wenn ihr euch auf einen Fahrer, der gleichzeitig Guide ist, verlassen könnt. Ständig auf die Straße achten zu müssen, trübt zumindest für einen immer den Genuss.
Und wenn ihr alleine mit ihm fahrt, seid ihr absolut unabhängig und habt keinen Ärger wenn was kaputt geht. Der Guide wird wird sich ganz nach euren Wünschen richten und ihr werdet Tiere sehen, an denen ihr vorbei fahren würdet. Funkhinweise von anderen Guides können auch sehr nützlich sein.Das heißt nicht, dass ihr deshalb irgendwo Schlange stehen müsst. Außerdem übernimmt der Guide den lästigen bürokratischen Kram an den Gates.
Wir sind zweimal mit Leopard Tours gefahren, was ich uneingeschränkt weiter empfehlen kann. Das Auto war top in Ordnung, der Fahrer einfach super. Man erfährt in Gesprächen auch viel über Land und Leute.
Nun ist es aber auch so, dass ich mich in solchen Urlauben auch erholen muss. Stress habe ich auf Arbeit genug. Durch den ständigen erhöhten Adrenalinspiegel im Busch schlafe ich sowieso kaum aus Angst was zu verpassen. Darum will ich einfach ansonsten wenig Stress. Das kann bei euch anders sein und wenn man alleine fährt erlebt man vielleicht mehr Abenteuerliches. Letzteres ist aber meist erst hinterher schön, wenn man davon berichten kann. Klar, die RBs mit möglichst vielen Pannen und heiklen Situationen lesen wir doch am liebsten. 😄
LG Ina
Dumela44 Beiträge · seit 200719. Apr. 2013 · #4Hallo Tanzania Freunde,
wir meine Frau und ich sind einmal im Jahr für den SES (Senior Experten Service) in Tanzania, natürlich nutzen wir die Gelegenheit nach dem Einsatz das Land zu erkunden. Wir waren immer alleine mit geliehenen Fahrzeugen oder Leihwagen unterwegs. Das Buch "Tanzania" aus der Serie Reise Know-How war sehr hilfreich. Den Autor kann man in seiner Lodge "Hatari" auch besichtigen und befragen. Wegen des Fahrzeugs verweise ich auf Inas Antwort. Man sollte wirklich überlegen ob man für $250,- einen Geländewagen ohne Fahrer, oder für etwa den gleichen Preis mit Fahrer mietet. Die Firma Leopard Tours ist uneingeschränkt zu empfehlen. Da kann nicht viel passieren. Wir sind im November auch in TZ, und planen etwa zur gleichen Zeit auch eine Rundreise. Gerne für weitere Auskünfte bereit.
Dumela Gerd
Erst 14 Jahre beruflich im südlichen Afrika, jetzt Reisen nach Namibia,Botswana, Mocambique, Tanzania, und SES Experte
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200919. Apr. 2013 · #5Aufgrund Höhe der Kosten für einen Mietwagen in Tansania werden wir unsere zwei Touren 2014 auch nur zu zweit mit einem Touroperator durchführen. Ist weit günstiger für uns, wie selbst einen Wagen ausleihen.
Wir sind auch mit Fahrer und Koch (Mix aus Lodge und Camping) weit unter Dumelas Preis geblieben, da wir mit einem kleinen einheimischen Unternehmen unterwegs sein werden.
Mit herzlichen Grüßen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit
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picco6'369 Beiträge · seit 201119. Apr. 2013 · #6Hoi zämä
Selbst fahren ist sicher möglich, keine Frage!
Ich aber lass mich lieber fahren und konzentrier mich auf die Tier- und Landschaftssichtungen.
Wir waren zweimal mit
Base Camp Tanzania (klick mich) unterwegs, wobei wir vorgegeben haben was wir wollen und uns das dann so offeriert wurde.
Sehr günstig, wir waren absolut zufrieden gestellt und wir werden wieder mit Base Camp unterwegs sein!
Im
Jambo Kenya Forum (klick mich) hab ich mal einen Artikel über BCT geschrieben, ich werd ihn wohl auch hier noch reinkopieren.
Zu den Lodges kann ich nichts sagen, da wir immer im Iglu sowie mit Driverguide und Koch unterwegs sind...
Eto557 Beiträge · seit 200920. Apr. 2013 · #7Hallo,
Wenn nein, sollte man einen 4x4 mit Fahrer mieten? Habt Ihr einen Tip dafür?
die tansanische Reiseagentur
afromaxx hat Februar 2010 die Reise nach unseren Wünschen organisiert und durchgeführt und wir waren sehr zufrieden. Nähere Einzelheiten können dem nachstehenden Reisebericht entnommen werden.
Freundliche Grüße
Eto
Reise_Meike272 Beiträge · seit 200820. Apr. 2013 · #8Hallo Marina,
mit wem seit Ihr unterwegs gewesen?
Viele Gruesse
Meike
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200921. Apr. 2013 · #9Hallo Meike,
sende Dir eine PM. Wir werden in 2014 unterwegs sein...
Mit herzlichen Grüßen
Marina
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Erika2'338 Beiträge · seit 200721. Apr. 2013 · #10Hallo zusammen
Manchmal zögert man, eine geführte Tour zu unternehmen, da es für manche etwas mühsam ist, sich in einer fremden Sprache zu verständigen und alles zu verstehen, was einem der Guide den ganzen Tag lang erzählt. Zudem fehlt oft die nötige Zeit, um wochenlang im Reiseführer eine möglichst spannende Selbstfahrerroute auszuarbeiten. Sich um nichts kümmern zu müssen und sich einfach nur auf Tiere und Landschaft konzentrieren zu können, stell ich mir sehr entspannend vor, besonders, wenn man wenig Zeit hat.
Wir haben auf unserer letzten Tour durch Tansania Joseph Chengula näher kennen gelernt. Er spricht perfekt Deutsch, wohnt in Tansania und Deutschland und ist mit einer Deutschen verheiratet. Dieser Mann hat auf uns einen äusserst intelligenten und sympathischen Eindruck gemacht. Wie er uns erzählt hat, organisiert er auch gerne Reisen nach individuellen Wünschen.
Seine Adresse:
Bushkomba Adventure
Joseph Chengula
Schmiedeck 16
72108 Rottenburg
info@bushkomba.de
www.bushkomba.de
Gruss
Erika
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200621. Apr. 2013 · #11Hallo zusammen,
wäre die gleiche Frage zu einer Reise nach Namibia oder Südafrika gestellt worden, hätten die Antworten eindeutig zu einer Selbstfahrertour geraten. Geht es um Kenya oder Tanzania, ist man da vorsichtiger. Ich sehe da allerdings keinen großen Unterschied. Der Verkehr in den Städten ist ein bisschen chaotischer, aber das kann man bewältigen. Ich sehe da keinen Grund, weswegen man unbedingt einen Fahrer/Guide brauchen sollte.
Klar erfährt man von einem Fahrer/Guide viel über das Land, aber das gilt ja nicht nur speziell für Tanzania. Das ist überall so.
Für Tanzania gilt aber etwas, was mir bei meinen Reisen durch inzwischen einige sehr verschiedene Länder Afrikas aufgefallen ist: Auch Menschen, die perfekt Englisch können, sprechen einen oft erst einmal in Kiswahili an. Wenn man ein "Hallo", "wie gehts?" und dergleichen auf Kiswahili beantworten kann, gehts auf Englisch weiter, aber der Kontakt läuft ganz anders ab. Ein paar Brocken in einheimischen Sprachen sind immer hilfreich, aber für Kiswahili gilt das nach meinen Erfahrungen besonders.
Um Land und Leute kennenzulernen, gibt es in Tanzania (Zambia, Zimbabwe, Malawi) die Möglichkeit, eine der Chibuku-Bars aufzusuchen. Da kommt kein normaler Tourist hin und dort trifft man auf Einheimische, die sonst auch keinen Kontakt zu Touristen haben. Dort erfährt man, was die normalen Leute auf der Straße denken und wie die so leben. Manchmal wird man schon am ersten Tisch in ein Gespräch verwickelt und setzt sich dort hin. Wenn man dann noch Chibuku trinkt, freuen sich die Leute. Der Nachteil in diesen Chibuku-Bars ist halt, dass es außer Chibuku oft nichts zu trinken gibt. Die meisten Europäer scheitern halt bereits am ersten Schluck ... 😉
Chibuku ist ein aus Soghum-Hirse gebrautes "Bier". Es sieht aus wie Trinkjoghurt mit Bröckchen drin. Aussehen, Konsistenz und Geschmack sind gewöhnungsbedürftig. In den Städten gibt es das in Tetrapaks, auf dem Land direkt aus dem offenen Plastikfass. In Supermärkten wird man es nicht finden. Einen heimlichen Vorab-Test gibt es also nicht. 😉
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200921. Apr. 2013 · #12Hallo Wolfgang,
Du schreibst:
Ich sehe da allerdings keinen großen Unterschied.
Ich schon! Und der liegt in den hohen Mietkosten für einen gescheiten 4x4! 😣
Wenn wir dort einen halberwege bezahlbaren, zuverlässigen Wagen mieten könnten, hätte ich das Selbstfahren auch bevorzugt. Fahrrad ist leider nicht so unser Ding. Und in den NP´s brauchen wir einen 4x4.
Mit herzlichen Grüßen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit
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BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200621. Apr. 2013 · #13Butterblume schrieb:
Du schreibst:Ich sehe da allerdings keinen großen Unterschied.
Ich schon! Und der liegt in den hohen Mietkosten für einen gescheiten 4x4! 😣
... die Kosten habe ich bei meiner Antwort nicht betrachtet. Die kenne ich allerdings auch für kein anderes Land. Mir ging es nur um die Sache an sich, das Reisen im Land.
Aber wenn ein Mietwagen mit Fahrer billiger ist als ein Mietwagen ohne Fahrer, dann zeigt mir das nur eines und das deutlich.
Man hält von den autofahrerischen Kenntnissen der Europäer unter afrikanischen Verhältnissen nicht viel.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
picco6'369 Beiträge · seit 201121. Apr. 2013 · #14Hoi zämä
BikeAfrica schrieb:Man hält von den autofahrerischen Kenntnissen der Europäer unter afrikanischen Verhältnissen nicht viel.
Da wird was Wahres dran sein! Und nicht ohne Grund...Ich denke dass die Strassen die wir in Tansania schon gefahren sind für's Fahrzeug deutlich anstrengender waren als die Strassen die wir in Uganda oder Kenya gefahren sind.
Ich könnte mir auch vorstellen dass es Probleme bei Unfällen mit nicht (genügend) versicherten Verkehrsteilnehmern gab, wissen tu ich aber nichts davon...
Weiss jemand wie das so mit den Versicherungen in Tansania ist?
MPG2012Themenstarter22 Beiträge · seit 201222. Apr. 2013 · #15Hallo Marina,
vilen DAnk für Deine Info - kannst Du uns noch weitere Detailinfos geben - Welcher Touroperator, Wie war der 4x4, Übernachtungsmöglichkeiten, etc.
Om Voraus ein herzliches Danke schön und einen guten Start in die Woche.
Grüße aus Nordhessen
Michael
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200922. Apr. 2013 · #16Hallo Michael,
wie ich bereits schrieb: Wir haben gebucht, aber reisen werden wir erst 2014. Dann kann ich Dir mehr sagen. Einstweilen musst Du mit dem
Reisebericht der Globetrotters (Mike und Jana) vorlieb nehmen.
Mit herzlichen Grüßen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit
www.butterblume-in-afrika.de BEbeate1'450 Beiträge · seit 200606. Mai 2013 · #17Hallo,
ich steige etwas verspätet in diese Diskussion ein, da ich inzwischen wiedermal für 5 Wochen verreist war.
Also: genau dieselbe Frage stellten wir uns letztes Jahr. Auch wir waren nicht sicher, ob wir, trotz Afrika-Erfahrung, diese Reise selbst fahren sollten. Aber wir haben es gemacht und es war, zumindest für uns, die beste Lösung.
Wenn man ein bischen an die "andere" Fahrweise in Afrika gewöhnt ist, d.h.: es wird nicht alles so eng gesehen, ist das Fahren an sich kein Problem. Man muss halt etwas defensiver fahren als in D, dann klappt das ganz gut. Zumindest hatten wir nirgends Probleme, auch nicht im "Grossstadt-Verkehr" von Arusha. Ich persönlich hätte dagegen weséntlich mehr Probleme mit der Fahrweise der lokalen Driver und Guides. Denn die Fahren wirklich, als würden sie nach Kilometern bezahlt.
Mit Lodges kann ich leider nicht weiterhelfen, da wir ein Allrad-Auto mit Dachzelt gebucht hatten. Für ins ist das immer das Absolute in Afrika. Abends vor dem Auto in die Dunkelheit zu lauschen, evtl. mal die Taschenlampe anzumachen und zu schauen, was sich rundum so tut, einfach genial. Wir hatten bei Tanzanian Pioneers gebucht (auf Empfehlung hier im Forum) und das war eine sehr gute Entscheidung. Daniel Staub, der Inhaber, hat uns sehr geholfen bei den Buchungen der "special Campsites" und des Permites für den Ngorongoro Crater. Auch sonst haben wir von dort jede Unterstützung und Information bekommen,
Also für jemand, der schon etwas Afrika-Erfahrung und Allrad-Erfahrung hat, würde ich auf jeden Fall eine Selbstfahrer-Tour empfehlen. Aber natürlich ist es Geschmackssache. Wir fahren gerne und fahren gerne selber, aber das muss natürlich nicht für jeden zutreffen.
Auf jeden Fall viel Spass in einem wunderschönen Land wünscht
Beate