Onguluve27 Beiträge · seit 201308. März 2013 · #21
Hallo elli
Danke für deine ausführungen (falls die denn an mich gerichtet waren ;)).
Mich interessieren aber vorallem die Probleme mit Malarone welche Nunanani angesprochen hat. Gehe ebenfalls nie ohne Prophylaxe in ein Malariagebiet, eine Infektion wie bei deiner Bekannten überleb ich nicht.
Gleichzeitig stellt sich mir aber die frage welche Guido stellt?! Hat sie darauf hingewiesen?! War sie im Tropeninstitut?
Anyway, jeder muss und soll für sich selber entscheiden!
UUpps... stimmt! Hatte ich vergessen zu schreiben: Nein, sie hat keinen der Ärzte darauf hingeweisen, daß sie in einem Malaria-Gebiet war. Weil: sie vorher im Internet geschaut hatte... und ihr dort jemand erzählt hat, daß das Infektionsrisiko in Namibia zu vernachlässigen sei.
Sie hat es geglaubt - auch als sie schon 40 Fieber hatte. (Da sie einen hohen Preis für dieses Verhalten zahlt, enthalte ich mich an dieser Stelle des Kommentars...)
Der erste Malariatest ist an einem Krankenhaus mit einer kleinen Abtielung für tropische Erkrankungen vergurkt worden. Die richtige Diagnose hat sie von einem Istitut für Tropenkrankheiten erhalten.
Onguluve schrieb:Hallo elli Mich interessieren aber vorallem die Probleme mit Malarone welche Nunanani angesprochen hat.
Das mit den "Erfahrungsberichten" sehe ich äußerst kritisch. Ich behaupte 90% der beobachteten "Nebenwirkungen" sind wahrscheinlich nicht auf das entsprechende Medikament zurückzuführen, sondern einfach auf die veränderte Umgebung.
Nebenwirkungen wie Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schlaflosigkeit sind einfach zu allgemein.
Man kann - in Absprache mit seinem Arzt - darüber nachdenken das Medikament schon zuhause "auszuprobieren", denn damit scheiden die Ursachen wie anderes Essen, anderes Klima und Urlaubsstress aus. Auch weil jeder anders reagiert sind Erfahrungsberichte nicht wirklich hilfreich. Jeder reagiert anders. Ich habe mehrmals Lariam ohne Probleme genommen, während andere hier Horror-Stories erzählen.
Und um es schon mal vorwegzunehmen. Der Satz "Ich hab nie Prophylaxe genommen und mir ist nie was passiert" ist wirklich überhaupt nicht hilfreich!
giraffenmog schrieb:UUpps... stimmt! Hatte ich vergessen zu schreiben: Nein, sie hat keinen der Ärzte darauf hingeweisen, daß sie in einem Malaria-Gebiet war. Weil: sie vorher im Internet geschaut hatte... und ihr dort jemand erzählt hat, daß das Infektionsrisiko in Namibia zu vernachlässigen sei.
Danke für die aufschlussreichen Details. Da sind dann bedauerlicherweise gleich 2 gravierende Fehler passiert, wo meisten schon einer ausreichend für schlimme Folgen ist (Arzt nicht gebrieft, Krankenhausfehler).
Beste Grüße
Guido
Onguluve27 Beiträge · seit 201308. März 2013 · #25
Stimmt natürlich auch was du ansprichst Dino!
Genau wie Du sagst hab ichs zuhause ausprobiert. Hatte dann doch schiss was mein Körper damit anfängt.
Entgegen allen befürchtungen war da aber nix und da bin ich froh drum! Wenn ich auch nicht glaube das mich irgendwas von meinem geliebten Afrika und ab und an Malariagebiet, abgehalten hätt 🤪
Danke auch für den Link, werde es mir sicher durchlesen da ich das Thema spannend find.
@ Giraffenmog:
Ohje, dumm gelaufen von beiden Seiten!!
Grüessli Nadja
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200608. März 2013 · #26
... allerdings ist der vermutlich nicht ganz korrekt. Der Verfasser des Berichts schreibt, dass er Wochen später wieder Probleme aufgrund der Malaria hatte, aber zu diesem Zeitpunkt keine Erreger im Blut feststellbar waren.
Es ist richtig, dass die Erreger in die Leber wandern und sich dort erneut vermehren und deshalb auch in der Leber bekämpft werden müssen. Allerdings kommt es erst dann wieder zu einem Malariaschub, wenn die Erreger von der Leber wieder ins Blut wandern. Wenn also zum Zeitpunkt der Beschwerden keine Erreger im Blut waren, wurden diese wohl durch etwas Anderes verursacht.
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200808. März 2013 · #27
Es ist schon soviel hier im Forum über Malaria geschrieben worden und eigentlich wollte ich mich nicht wiederholen – aber das tue ich auch mit Folgendem nicht. Und ich werde es auch nur dies eine Mal erzählen, denn man erzählt schreckliche Geschichten nicht gern.
Wir sind nun schon mehrer Jahre auf dem afrikanischen Kontinent unterwegs – zusammengenommen so ca. 60 Monate, reisend – in Malariagebieten haben wir immer Prophylaxe genommen. Unsere Grundeinstellung dazu ist Folgende: Wenn nicht andere Diagnosen dagegensprechen, ist eine Prophylaxe für uns DIE Lösung. Es gibt zu dieser Entscheidung zwei Fälle in unserer direkten Umgebung: Einen Todesfall, aufgrund einer Malaria, die fatalerweise nicht erkannt wurde. Der junge Mann hatte hohes Fieber und war schon wirr, sodass die Ärzte seinen Hinweis, in Afrika gewesen zu sein, als Gefasel eines Betrunkenen werteten – er war nicht betrunken (hatte allerdings Alkohol auf einer Feier konsumiert). Man hielt den Patienten für einen Spinner – erst die nach Tagen hinzugekommenen Freunde konnten den Ärzten klarmachen, dass der Patient tatsächlich in Afrika war - da war er schon lange nicht mehr ansprechbar. Im zweiten Fall schlägt sich ein guter Freund von uns seit 20 Jahren mit jährlichen Malariaschüben herum. Das ist nicht grad das, was man einen Zuwachs an Lebensqualität nennen könnte...
Vielleicht überdenken einige Touristen ja nochmal ihre ablehnende Haltung und nutzen eine eingehende Beratung bei einem Tropenmediziner. Wir haben hier diese Möglichkeit und jeder von uns hier im Forum, der ein erklecklich Sümmchen für seine Urlaube ausgibt, kann es sich leisten.
In diesem Sinne, wägen wir immer genau ab und nehmen lieber einmal zuviel Prophylaxe als einmal zu wenig.
Gruß lilytrotter
PS: Ich spreche nur für den Bereich Tourismus, nicht für diejenigen, die dauerhaft in diesen Gebieten leben.
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200608. März 2013 · #28
lilytrotter schrieb:Im zweiten Fall schlägt sich ein guter Freund von uns seit 20 Jahren mit jährlichen Malariaschüben herum. Das ist nicht grad das, was man einen Zuwachs an Lebensqualität nennen könnte...
... hat man in diesem Fall auch die Leberform der Plasmodien behandelt oder immer nur, wenn die akuten Anfälle auftreten? Es gibt leider viele Menschen, die sich Jahrzehnte mit Malaria plagen, weil sie nicht richtig behandelt werden.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
tiffernine146 Beiträge · seit 200908. März 2013 · #29
Ich möchte noch auf einen ganz wichtigen Punkt hinweisen:
Viele Malaria Medikammente (und insbesondere Malarone) leiden an einer nicht sehr hohen Bioverfügbarkeit. Das bedeutet, dass die Menge des aufgenommen Medikaments oft nicht einmal 50% des Wirkstoffes ist. Je fettreicher die Nahrung, desto besser die Bioverfügbakeit. Einfach ausgedrückt: Nichts vernünfiges gegessen, Druchfall etc. und vielleicht noch auf leerem Magen geschluckt und die Wirkung des Medikaments ist stark eingeschränkt und dann zu niedrig dosiert. Ein hoher Risikofaktor auf den selten hingewiesen wird. Das gilt natürlich auch für die Prophylaxe.
@liylitrotter
20 Jahre Malaria Schübe: Das ist ja wohl ein schlechter Witz, wo und mit was wird denn dieser arme Mensch behandelt. Es gibt keine Malaria die man nich zu 100% ausheilen kann. Leider ist das ärtzliche Wissen teilweise eine echte Frechheit.
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200608. März 2013 · #30
tiffernine schrieb:Ich möchte noch auf einen ganz wichtigen Punkt hinweisen:
Viele Malaria Medikammente (und insbesondere Malarone) leiden an einer nicht sehr hohen Bioverfügbarkeit. Das bedeutet, dass die Menge des aufgenommen Medikaments oft nicht einmal 50% des Wirkstoffes ist. Je fettreicher die Nahrung, desto besser die Bioverfügbakeit. Einfach ausgedrückt: Nichts vernünfiges gegessen, Druchfall etc. und vielleicht noch auf leerem Magen geschluckt und die Wirkung des Medikaments ist stark eingeschränkt und dann zu niedrig dosiert. Ein hoher Risikofaktor auf den selten hingewiesen wird. Das gilt natürlich auch für die Prophylaxe.
... Richtig! Steht zwar auch im Beipackzettel, aber wer liest sowas aus Angst vor den dort erwähnten Nebenwirkungen schon ... 😉
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Also ich hab zur Zeit noch nicht einmal Malrone zu Hause, hab mir aber den Beipackzettel im Internet durchgelesen. Was mich sicher nicht davon abhalten wird den originalen dann auch zu lesen 🙂
Da steht eindeutig, dass man Malrone mit einer Mahlzeit einnehmen soll oder zumindest mit einem Joghurt.
Wollte halt gut informiert sein ... Dennoch sollte jeder den Beipack lesen"!!!
Viel schockierter bin ich über meine Tritterüberprüfung bei Hepatitis ...
Joerg3'175 Beiträge · seit 200609. März 2013 · #32
Guten Morgen liebe "Malariafans"!!!
Grandios das Thema!!!
Gut dass ich seit 17 Jahren nux mehr Malaria bekomme, Noch nie Prophylaxe genommen.
Incubationszeit betraegt heute bis zu ueber zwei Jahre, vergisst man leicht!! 😉
Gruss
Joerg
Es gibt NIX, das es nedd gibt
FRFritzmann439 Beiträge · seit 200909. März 2013 · #33
lilytrotter schrieb:Es ist schon soviel hier im Forum über Malaria geschrieben worden und eigentlich wollte ich mich nicht wiederholen – aber das tue ich auch mit Folgendem nicht. Und ich werde es auch nur dies eine Mal erzählen, denn man erzählt schreckliche Geschichten nicht gern.
Wir sind nun schon mehrer Jahre auf dem afrikanischen Kontinent unterwegs – zusammengenommen so ca. 60 Monate, reisend – in Malariagebieten haben wir immer Prophylaxe genommen. Unsere Grundeinstellung dazu ist Folgende: Wenn nicht andere Diagnosen dagegensprechen, ist eine Prophylaxe für uns DIE Lösung. Es gibt zu dieser Entscheidung zwei Fälle in unserer direkten Umgebung: Einen Todesfall, aufgrund einer Malaria, die fatalerweise nicht erkannt wurde. Der junge Mann hatte hohes Fieber und war schon wirr, sodass die Ärzte seinen Hinweis, in Afrika gewesen zu sein, als Gefasel eines Betrunkenen werteten – er war nicht betrunken (hatte allerdings Alkohol auf einer Feier konsumiert). Man hielt den Patienten für einen Spinner – erst die nach Tagen hinzugekommenen Freunde konnten den Ärzten klarmachen, dass der Patient tatsächlich in Afrika war - da war er schon lange nicht mehr ansprechbar. Im zweiten Fall schlägt sich ein guter Freund von uns seit 20 Jahren mit jährlichen Malariaschüben herum. Das ist nicht grad das, was man einen Zuwachs an Lebensqualität nennen könnte...
Vielleicht überdenken einige Touristen ja nochmal ihre ablehnende Haltung und nutzen eine eingehende Beratung bei einem Tropenmediziner. Wir haben hier diese Möglichkeit und jeder von uns hier im Forum, der ein erklecklich Sümmchen für seine Urlaube ausgibt, kann es sich leisten.
In diesem Sinne, wägen wir immer genau ab und nehmen lieber einmal zuviel Prophylaxe als einmal zu wenig.
Gruß lilytrotter
PS: Ich spreche nur für den Bereich Tourismus, nicht für diejenigen, die dauerhaft in diesen Gebieten leben.
Du weißt schon, dass auch mit Prophylaxe ein etwa zwanzigprozentiges Restrisiko bleibt? Wobei bei dieser Größenordnung nicht mehr von "Rest" gesprochen werden kann. Immerhin eine 1:4-Wahrscheinlichkeit - viermal gehts gut, beim fünften Mal nicht. Jede fünfte Reise endet trotz Prophylaxe mit einer Malaria. Ich weiß, sehr vereinfacht, rein rechnerisch und natürlich an der Realität vorbei. Aber bei so viel Angst vor einer Malaria würde ich darüber nachdenken und Europa nicht mehr verlassen.
Hallo Tomcat, ist aber völlig ungeeignet, weil unten offen. Da kommen die netten Tierchen locker rein. aber vernünftige Kleidung und Repellants sind schon eine Alternative, aber nur wenn konsequent und verläßlich damit gearbeitet wird. Insbesondere in weniger gefährdeten Bereichen wie Etosha und trockenen Gebieten wäre das möglich. Okavango-Sümpfe und Caprivi sind so wasserreich, das ich das niemanden empfehlen kann.
Viele Grüße jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200609. März 2013 · #38
jaw schrieb:Hallo Tomcat, ist aber völlig ungeeignet, weil unten offen. Da kommen die netten Tierchen locker rein.
Schon klar Jaw… ich komme aus Basel und wir pflegen dort ein eigene Art Humor 😉
Nicht gestochen werden ist der beste Schutz, ein Risiko bleibt immer, mit oder ohne Medis…
Gruss, Tom
TEtempelton56 Beiträge · seit 201209. März 2013 · #39
Also ich hatte Malarone gekauft als Standby, dann der Gedanke Inkubationszeit, wieder in Deutschland usw., da ich das Geld eh ausgegeben hatte haben wir es dann als Vorsorge genommen.
Nebenwirkungen hatte keiner von uns, better save than sorry.