Malaria

68 Antworten · 10,5k Aufrufe · gestartet 06. März 2013 von Gandalf800
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Themenstarter48 Beiträge · seit 201106. März 2013 · #1
Guten Morgen
Nachdem in Deutschland nun auch langsam der Frühling zu spüren ist, rückt auch unser Namibia Urlaub immer näher!!!
Nun hab ich noch eine Frage: wir fahren im April in den Caprivi. Wie ist eure Meinung zur Malariaprohylaxe? Was kostet Malarone für 14 Tage den durchschnittlich? Wenn man die ´normalen´ Sicherheitsregeln beachtet, wie sicher ist man dann 🙁 ??
Hoffe ihr könnt mir bei meiner letzten Unsicherheit helfen.
Brigitte
Wer sich getraut hat liebt es!
1'287 Beiträge · seit 200806. März 2013 · #2
Hallo Brigitte,

ein heisses Thema, welches Du hier ansprichst.

Bitte lies doch mal im Wiki

hier
hier
und hier

Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
3'175 Beiträge · seit 200606. März 2013 · #3
Hallo Brigitte!

Herzlich wllkommen im Forum!

Ganz schoen mutig mit dem "REIZTHEMA" schlachthin hier anzufangen, das wird bestimmt ne spannende oder ganz kurze Sache (Verweis auf suche mit gefuehlten 1million Beitraegen) aber ich hole mal chips 😁

Achso , ich zaehle hier nicht zum Rat geben zu diesm THEMA, da ich dort lebe uns nie was nehme und nie was bekommen

Viel Spaas im Caprivi, wenn du aber andere infos ueber Namibias Buschparadies haben moechtest darfst du mich gerne fragen

Gruss aus dem tollen Urlaubsland Deurtschland!!

Joerg
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
649 Beiträge · seit 200706. März 2013 · #4
Das ist ein Thema, da muß jeder seine eigene, persönliche entscheidung treffen - und jede davon ist ein Kompromis.

Geh zum Doc - am besten in eine Tropenklinik - und laß Dich über das Für und Wider beraten. Geh davon aus, daß die Gefahr einer Infektion in einem solchen Institut eher konservativ dargestellt wird - aber die können Dir auch fundiert sagen, was im Falle einer Infektion auf Dich zukommt.

Und dannn... mußt Du selber entscheiden, was Du machst...
1'523 Beiträge · seit 201106. März 2013 · #5
Guten Tag Brigitte,

......Joergs Stellungsnahme ist eigentlich jene, die vom überwiegenden Teil der weissen Bevölkerung

dort vertreten wird, und das aus gutem Grund........ohne jetzt in die Details zu gehen.......

mit freundlichen Grüssen,

BMW
52 Beiträge · seit 200806. März 2013 · #6
Hi,
interessant ist es, die Ärzte hier und in Nambia zu fragen. Hab ich mal gemacht.
Da kommt was ganz gegenteiliges raus.

Wir fahren jetzt im März in den Caprivi und ich habe mir Malarone geholt.
Allerdings nur für standby.
Gruß Holger ------------------------------------------------------------------------ Namibia 2001/2008/2010 Botswana/Namibia 2013
727 Beiträge · seit 200806. März 2013 · #7
Auch wenn ich es immer wieder schreibe und auch wenn ein Forum ein denkbar schlechter Platz für medizinische Ratschläge ist, die man nur von einem Arzt einholen sollte, hier noch ein kleiner Hinweis die "Einheimischen" und "Ärzte vor Ort" betreffend.

Auch gegen Malaria erwirbt man eine natürliche Immunität, die den Ausbruch z.T. nicht verhindert, aber die Auswirkungen oft drastisch mindert. (http://www.internisten-im-netz.de/de_malaria-prognose-verlauf_282.html)

Zitat aus Wikipedia: Der Parasitologe Paul Prociv weist darauf hin, dass Erwachsene in Malariagebieten durch ständige Reinfektion praktisch immun gegen die Krankheit sind.

Europäsche Urlauber haben diese Immunität nicht!

Es ist meiner Meinung(!) nach ein Trugschluss zu sagen: Die Einheimischen nehmen nix, also nehme ich auch keine Prophylaxe!

Wie gesagt: Kein medizinischer Ratschlag, nur ein Denkanstoss.

Gruß

dino
3'700 Beiträge · seit 200906. März 2013 · #8
Hallo Holgi,
Da kommt was ganz gegenteiliges raus.
Das Gegenteilige von was??? 😐
interessant ist es, die Ärzte hier und in Nambia zu fragen. Hab ich mal gemacht.
Hast Du echt alle deutschen und namibianischen Ärzte gefragt? Da sollte es dann mit Sicherheit sogar mehr wie nur zwei Meinungen (die gegenteilige und die teilige) geben! 🤩

Mit ratlosen Grüßen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
749 Beiträge · seit 200606. März 2013 · #9
hallo Georg,

Lariam ist bekannt dafür dass es zum Teil extreme Nebenwirkungen hat.

Ich habe vor nicht allzu langer Zeit einen Artikel gelesen, dass die US-Navi
Ihren Soldaten kein Lariam mehr gibt, weil daduch auch viele psychische Probleme
auftreten.
Ich persönlich würde es nicht nehmen.

lg wüstenfee
1'155 Beiträge · seit 200606. März 2013 · #10
… Malaria gibt es nur nördlich des Polarkreises so viel mir bekannt ist … 😘
52 Beiträge · seit 200806. März 2013 · #11
Hi,

@georg
Ich habe 2001 auch Lariam genommen und habe es aufgrund massiver Nebenwirkungen nicht duchhalten können.

Ich habe jetzt einfach bei meiner Krankenkasse angerufen und siehe da, sie bezahlen mir Malarone, wenn ich das Privatrezept einschicke.

Das ist doch was, oder?

@butterblume
Ne, so viele Ärzte habe ich natürlich nicht gefragt, aber ein wenig.
Gruß Holger ------------------------------------------------------------------------ Namibia 2001/2008/2010 Botswana/Namibia 2013
521 Beiträge · seit 201106. März 2013 · #12
Malaron ist übrigens auch nicht ohne...

Wenn man so rumfragt, wie verträglich für den ein oder anderen Malarone ist, da kommen auch ganz interessante Geschichten raus.

Aber am besten einen Arzt fragen und dann selber entscheiden, was man für richtig hält!
Südafrika, Botswana, Namibia, Zimbabwe, Mosambik,...
27 Beiträge · seit 201306. März 2013 · #13
Hast du dazu was konkreteres?

Einfach aus Intresse. Habe eine Stoffwechselstörung, deswegen reagier ich auf sehr viele Medikamente mit entweder a) genau gegensätzlich oder b) gar nicht.
Hatte schönen Bammel vor dem Malarone, nur, ne auf ne Malariainfektion hätt meinen Stoffwechsel wohl vollständig zum liegen gebracht.

Hab aber wieder erwarten keine einzige Nebenwirkung gehabt und nix, daher würd mich die andre Seite mal intressieren empfehle Malarone immer wieder.
Grüessli Nadja
7'296 Beiträge · seit 200606. März 2013 · #14
Gandalf800 schrieb:Was kostet Malarone für 14 Tage den durchschnittlich?
... da Du die Tabletten 1-2 Tage vor Eintreffen in und 7 Tage nach Verlassen eines Malariagebietes einnehmen musst, kommst Du bei 14 Tagen Aufenthalt auf 22-23 Tabletten. In einer Packung sind 12 Tabletten. Die Packung kostet in einer deutschen Apotheke ungefähr 55 Euro.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
72 Beiträge · seit 201306. März 2013 · #15
da Medikamente im Ausland häufig billiger sind hier meine Frage:
Ob Malarone in der hier viel gelobten Luisenapotheke in Winhoek wohl billiger ist als in Deutschland? Gibts die Pillen (da) ohne Rezept?
Gruß
Typenradler
2'721 Beiträge · seit 200606. März 2013 · #16
Bei uns in der Schweiz kosten 12 Stck Malarone 63.30 sFr offiziell in der Apotheke, das sind ungefähr 51.- €, und man bekommt sie nur auf Rezept.
LG
Bazi
zuletzt bearbeitet 06. März 2013
Themenstarter48 Beiträge · seit 201107. März 2013 · #17
Dankeschön für eure Antworten!
Wusste gar nicht, dass es ein Reizthema ist, ich lese nun schon seit 2 Jahren im Forum und mir ist es noch nie aufgefallen. Nun bin ich selbst Krankenschwester und Fragen über Krankheiten sollten doch immer möglich sein.Natürlich erwarte ich keine ärztliche Visite, aber es gibt ja so was wie Erfahrungsaustausch. Mein Neffe zum Beispiel ist viel und lange in Afrika unterwegs und nimmt immer Malarone. Mein Mann sagt, Inkubationszeit sind 2 Wochen, also bei 14 Tagen Urlaub ist ein Standby nicht notwendig, da wir dann schon wieder in Deutschland sind. Wenn mir hier aber jemand geschrieben hätte, dass er sich im Urlaub infiziert hat, würde ich mir eine Prophylaxe überlegen.
Danke an Jörg, du hast mir schon an mehreren anderen Stellen im Forum geholfen!!

Danke an den Hinweis zur Krankenkasse, ich werd dort mal anrufen.
Liebe Grüße von einer nicht ängstlichen
Brigitte 🙂
Wer sich getraut hat liebt es!
7'296 Beiträge · seit 200607. März 2013 · #18
Gandalf800 schrieb:Mein Mann sagt, Inkubationszeit sind 2 Wochen,
... kann auch etwas kürzer oder erheblich länger sein. Das kann auch Monate später auftreten.
also bei 14 Tagen Urlaub ist ein Standby nicht notwendig, da wir dann schon wieder in Deutschland sind.
... Standby ist in Namibia eh Unsinn, da die ärztliche Versorgung ausreichend ist und ein Arztbesuch Klarheit darüber verschafft, was man eigentlich wirklich hat. Dann gibts dort auch die passenden Medikamente.

Ein Laie wird z.B. niemals eine Malaria oder Dengue voneinander unterscheiden können, geschweige denn, die verschiedenen Malariaformen voneinander. Malariamedikamente helfen nicht gegen alle Malariaformen bzw. manche helfen nur als Prophylaxe, aber nicht als Behandlung im Falle einer Erkrankung. Diese ganze Standby-Geschichte zur Selbstmedikation ohne Besuch eines Arztes ist grober Unfug. Da hauen sich manchmal Leute, denen die Chemie zur Prophylaxe zu gefährlich erscheint, auf Verdacht plötzlich die dreifache Menge zur Behandlung einer akuten Malaria rein und haben vielleicht Dengue oder eine Malariaform, gegen die ihr Medikament gar nicht wirkt. Sowas habe ich noch nie verstanden.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
649 Beiträge · seit 200708. März 2013 · #19
Hallo,
Du fragst nach Erfahrungsberichten? Eine Kollegin von mir ist mit einer Infektion aus dem Caprivi zurück gekommen.

Ausbruch leider erst hier in Deutschalnd. Leider - weil kein deutscher Arzt auf die Idee kommt, daß es sich um Malaria handlen könnte und die meisten mit einem Malaria-Test keine Erfahrungen haben. Folge war, daß sie 2 Wochen mit einer Fehldiagnose falsch behandelt worden ist, dann ein Malariatest zwar durchgeführt wurde - aber leider kein korrektes Ergebnis erbracht hat. (keine Ahnung, ob der Fehler im Krankenhaus oder beim Labor gemacht wurde...)

Sie hatte erst nach 3,5 Wochen eine korrekte Diagnose - und lag zu der Zeit schon in der Intensivstation.

Sie ist insgesamt 7 Monate ausgefallen - und hat nicht mehr zu reparierende Schäden an ihren Sehnerven zurück behalten.

Vermutlich wäre das anders ausgegangen, wenn der Ausbruch noch in Afirka erfolgt wäre.... Und ob das auch so mit Prophylaxe gelaufen wäre - egal ob positiv oder negativ anders - kann niemand sagen.....

In meinem Bekanntenkreis war dies die zweite Person mit Malaria - ein Freund hat sich gleich eine doppelte Infektion in Indonesien eingefangen - und nachdem ich mir angesehen habe, wie diese Krankheit verläuft, werde ich in jedem Fall weiterhin Prophylaxe nehmen. Aber: Das ist eine persönliche Entscheidung, die jeder für sich treffen muß.

LG elli
zuletzt bearbeitet 08. März 2013
Gast08. März 2013 · #20
Hallo Elli,
giraffenmog schrieb:Eine Kollegin von mir ist mit einer Infektion aus dem Caprivi zurück gekommen.

Ausbruch leider erst hier in Deutschalnd. Leider - weil kein deutscher Arzt auf die Idee kommt, daß es sich um Malaria handlen könnte und die meisten mit einem Malaria-Test keine Erfahrungen haben. Folge war, daß sie 2 Wochen mit einer Fehldiagnose falsch behandelt worden ist,
Hat die Kollegin denn von sich aus den Arzt darauf hingewiesen, dass sie in einem Malariagebiet war und er einen Malariatest machen soll? Malaria ist rechtzeitig erkannt heute recht gut behandelbar. Die Probleme und ggf. dauerhaften Schäden entstehen dann, wenn die Malaria nicht rechtzeitig behandelt wird. Und da muss man als Reisender beim Arzt ein bisschen nachhelfen.

Bei Allgemeinmedizinern in Deutschland kommt Malaria im Tagesgeschäft nie vor und man kann da kaum einen Vorwurf machen, wenn die bei diffusen Symptomen wie Fieber nicht von sich aus sofort auf zig exotische Krankheiten testen. Da muss man selbst auf dem Radar haben, was mögliche Symptome einer Malaria (oder auch von Bilharziose u.ä.) sein können und das beim leisesten Verdacht professionell abklären lassen. Dieser Punkt ist für die eigene Gesundheit letztlich wichtiger als eine Malaria-Prophylaxe, denn die schützt auch nicht zu 100,0% vor einer Infektion.

Beste Grüße

Guido