Mashatu, Krüger & Co - SAF 2012

103 Antworten · 34,1k Aufrufe · gestartet 01. Dez. 2012 von DocHoliday
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Themenstarter272 Beiträge · seit 200805. Dez. 2012 · #21
27.8.12

Ab heute verliefen die nächsten Tage immer in dem gleichen Rhythmus der private Game Reserves: Früh aufstehen (5:30h) -Kaffe und eine Kleinigkeit zu essen – Game Drive – Brunch – entspannen in der Lodge - „High Tea“ mit Kuchen oder einem Snack – Game Drive – Abendessen. Ein Rhythmus, an den ich mich problemlos gewöhnen könnte 😉

Der Morning Drive setzte nahtlos da fort, wo wir gestern aufgehört hatten. Schon nach ca. einer halben Stunde hatte wir die Cheetah-Mother mit ihren 5 „Halbstarken“ wieder gefunden. Allerdings hatten sie sich inzwischen vermehrt. 3 erwachsene Männchen – Brüder – waren dazu gekommen und buhlten um die Aufmerksamkeit des Weibchens. 9 Geparden auf einem Haufen – wow! Lieder habe ich ein einziges Bild, auf dem alle zu sehen wären.
Und diesmal gab es auch einiges an Action. Erstens bekamen sich die drei Brüder immer wieder in die Wolle und zweitens machte auch die Gepardendame recht deutlich, wenn ihr die Herren zu sehr auf den Pelz rückten.
Es war toll, die Annähtrungsversuche der drei beobachten zu dürfen, auch wenn sie letztlich nicht von Erfolg gekrönt waren.
Ich hätte den ganzen Tag dort bleiben können aber schließlich haben wir uns doch los gerissen und sind weiter gefahren. Unterwegs haben wir eine Gruppe Elen-Antilopen gesehen.
Kurze Zeit später haben wir ihrem weniger glücklichen Artgenossen vom Vortag noch einmal einen Besuch abgestattet. Die Löwen hatten den Kadaver inzwischen offensichtlich aufgegeben aber dafür sahen wir Dutzende von Geiern dort.
Ein Wahsinnsgewusel und Gezeter.
Schönheitspreise gewinnen diese Vögelchen sicherlich nicht.
Zu meinem Erstaunen wagte sich ein Schakal mitten in die Masse von Geiern. Nach dem Motto 'dreist siegt' hat er es sogar geschafft mit einem Stück Fleisch heil die Szene wieder zu verlassen.
Nicht weit davon entfernt lag das Löwenrudel im Schatten einiger Bäume. Offensichtlich hatten sie sich zum Frühstück noch einmal an dem unglücklichen Elenbullen gütlich getan.
Auch andere Raubtiere hatten an diesem Morgen eine erfolgreiche Jagd, wie diese Gabelracke mit ihrer Heuschreckenbeute.
An einem kleinen Wasserloch wartete eine im Kontrast zu den Geiern am Kadaver fast paradiesisch friedlich anmutende Szene auf uns. Elen-Antilopen, Impalas, Baboons, diverse Vögel alle in harmonischem Mit- oder Nebeneinander.
Als wir uns schon wieder auf den Rückweg zur Lodge und zum Frühstück gemacht hatten trafen wir noch einmal auf die Gepardenfamilie. Die Drei Verehrer hatten ihre Annäherungsversuche inzwischen offensichtlich aufgegeben und sich ihrer Wege gemacht.
Ich muss Dix recht geben. Der erste Drive war kein Zufall sondern scheint hier tatsächlich Standard zu sein. Auch wenn wir an diesem Morgen keine Leoparden gesehen haben. Ich war auf jeden Fall hin und weg von den vielen Sichtungen und brauchte erst mal eine Pause. Ihr auch?
Gut – den Afternoon-Drive gibt es nämlich erst im nächsten Posting 😉
Gruß Dirk
100 Beiträge · seit 201206. Dez. 2012 · #22
Hallo Dirk,

vielen Dank für den schönen Bericht und die wirklich tollen Bilder!
Bin gespannt, wie es weiter geht 🙂

Naemy
Reisebericht KTP und KNP 2013
956 Beiträge · seit 200906. Dez. 2012 · #23
Yeah, der Doc ist wieder ist da!!

Und wie immer mit genialen Fotos von noch genialeren Tiersichtungen. Irgendwann werd ich mich selber bei dir einladen, du ziehst die großen Miezen scheinbar wirklich an 🤪

Danke auf alle Fälle für den Bericht. Sieht neben guter Unterhaltung auch nach tollen Tipps für meinen nächsten Trip aus. Die Gepardenbande ist ja unglaublich toll 😉

Liebe Grüße,

Tanja
2'085 Beiträge · seit 201206. Dez. 2012 · #24
Hallo Doc Dirk,
das ist ja wirklich die reinste Medizin, was du hier verteilst!
Dein Bericht und die Bilder von Mashatu versetzen mich in absolute Hochstimmung, da wir nächstes Jahr zum Abschluss unserer Botswana-Reise auf dem Rückweg nach JNB noch Station in Mashatu machen. Und wenn es bisher irgendwelche Zweifel gab, ob das eine ganz so gute Idee war, sind die jetzt aber sowas von verflogen ... Begeisterte Grüße
Franzicke
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
Themenstarter272 Beiträge · seit 200806. Dez. 2012 · #25
Freut mich, wenn Euch der Bericht gefällt.

Die Game Drives in Mashatu waren wirklich der Wahnsinn. Wenn ich Guides in anderen Lodges (Parfuri, Inyati)erzählt habe, dass ich vorher in Mashatu war, kriegten die entweder glänzende Augen oder haben gleich vorgebaut, dass ich bei ihnen nicht das gleiche erwarten könnte. 😉

Ist zwar sch***-teuer aber alleine wegen der Tiersichtungen sein Geld wert.
Gruß Dirk
4'529 Beiträge · seit 200706. Dez. 2012 · #26
Hi Doc,

das ist ja der Wahnsinn 😎 Das sieht so aus, als ob Du großes Glück gehabt hast.
Wir haben dort trotz üppiger Vegetation kurz nach der Regenzeit auch tolle Erlebnisse gehabt. Allerding ssagten uns der Ranger, daß Leopardensichtungen dann sehr schwer seinen.

Was war eigentlich mit Elefanten ? Wir hatten dort ganz tolle Elefantensichtungen mit Baden im Fluß und Eles mitten im lila Blumenmeer.

Viele Grüße
Casimodo
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
Themenstarter272 Beiträge · seit 200806. Dez. 2012 · #27
Zweiter Teil dieses tollen Tages:
Über Mittag habe ich ein wenig „meditiert“ 😉
Nach einem Kaffee und einem kleinen Snack war ich fit und munter für die Nachmittagsausfahrt.
Geparden hatten wir ja heute genug gesehen, oder?

Nö!
Nach einer knappen halben Stunde im Veld trafen wir dieses mal auf die drei Brüder. Zuerst lagen sie einfach nur faul in der Gegend rum.
Dann kam so langsam Bewegung in die drei. Man streckte und dehnte sich ausgiebig.
Und tat seltsame Dinge an einem Baum (keine Ahnung, was das werden sollte)
Dann gab es einen recht halbherzigen Versuch, sich einer Gruppe Impalas zu nähern.
Aber sie schienen nicht hungrig genug zu sein, um sich groß anzustrengen. Und bald war es wieder vorbei mit der Action. Immerhin haben sie noch hübsch posiert.
Danach meinte Dix, dass es an der zeit wäre, uns zu zeigen, dass es außer Katzen auch noch ein paar andere Tierarten in Mashatu gibt.
Unterwegs sahen wir einige Giraffen
und ein Steinböckchen
Dann fanden wir das, wonach Dix offensichtlich gesucht hatte, nämlich diese Elefantenhorde.
Bei denen haben wir eine ganze Weile verbracht und hatten Gelegenheit, sie beim fressen und ihrem Familienleben in aller Ruhe zu beobachten. Sie ließen sich durch unsere Anwesenheit überhaupt nicht stören.
Auch der Nachwuchs war sehr entspannt und kam bis auf wenige Meter ans Auto heran.
Und wenn man Hunger hat, lässt man sich auch von ein paar Zuschauern nicht vom essen abhalten.
Zwischendurch probierte auch der Nachwuchs mal vorsichtig einen Ast, ließ aber die eigentliche Futterquelle nicht aus dem Auge.
An diesem Tag haben wir es tatsächlich mal geschafft, den Sundowner zum Sonnenuntergang und nicht erst danach zu schlürfen, so dass ich Gelegenheit hatte, zum Gin Tonic auch mal die Landschaft aufs Bild zu bannen.
Auf der Rückfahrt zum Hotel haben wir kurz einen Blick auf eine Ginsterkatze werfen können, die aber zu weit weg und zu schnell wieder verschwunden war für ein Foto.

Nach einem wiederum sehr leckeren Abendessen, diesmal begleitet von einigen afrikanischen Liedern vom Personal der Lodge habe ich mich an der Bar ein bisschen mit dem in Mashatu stationierten Raubtierforscher und dem Fotografen der Lodge unterhalten. Der Fotograf hat mir so von dem Unterstand vorgeschwärmt, den sie dort an einem künstlichen Wasserloch unterhalten, dass ich für den letzten tag statt einem weiteren Gamedrive ein paar Stunden dort gebucht habe. War mit 50$ sogar noch halbwegs preiswert. Als „Beilage“ zu den Gesprächen gab es das eine oder andere Getränk, so dass ich bald die nötige Bettschwere erreicht hatte 😉
Gruß Dirk
Themenstarter272 Beiträge · seit 200807. Dez. 2012 · #28
28.8.12

Lust auf ein paar mehr Bilder?

Den Morgendrive haben wir mit einer Giraffe angefangen
Eigentlich haben wir jeden Drive mit einem Elefanten angefangen. In der Nähe der Lodge lag nämlich ein Elefantenskelett neben der Straße aber das war nicht so fotogen.

Ansonsten war es ein „Fresstag“.

Morgens haben wir zunächst mal alte Bekannte getroffen. Die Gepardin hatte offensichtlich Jagdglück gehabt und ließ sich mit ihrem Nachwuchs ein Impala schmecken, leider zwischen diversen Büschen, so dass die Sicht nicht ganz so gut war. In der Regenzeit mit frischem Laub an den Zweigen hätte man sie wahrscheinlich gar nicht gesehen.
Nicht nur die Geparden hatten sich zum Frühstück niedergelassen, auch die Geier hatten ein Festmahl an einem Kudu-Kadaver. Irgendwie finde ich sie ja doch ganz fotogen.
Wenn sie sich am Boden bewegen, habe ich immer ein breites Grinsen im Gesicht, weil ich an die Geier aus Dschungelbuch denken muss. Die Bewegungen sind einfach genau die selben 😉

Nachdem wir schon die Gepardendame mit ihrem Nachwuchs gesehen hatte, durften die drei Brüder natürlich auch nicht fehlen. Und auch sie hatten Jagdglück gehabt und waren gerade dabei ein Kudu „auszunehmen“.
Ziemlich blutige Angelegenheit, wobei ich eigentlich noch die harmlosesten Bilder ausgesucht habe.

Aber es gibt ja nicht nur Geparden.


Leoparden sind auch nett 😉

Auf dem Weg zu den Geparden hatten Dix und sein Spotter bereits einige Leopardenspuren gefunden und die Reste eines Warzenschweins. Als wir jetzt an der Stelle vorbei kamen, war der Warthog-Kadaver verschwunden und neue Katzenspuren zu sehen. Denen sind wir ein Stückchen gefolgt bis Dix behauptete, in etwa 200 m Entfernung einen Leoparden unter einem Baum oben auf dem Hügel ausgemacht zu haben. Ich habe da ehrlich gesagt überhaupt nichts gesehen. Dix war sich sicher, also sind wir querfeldein auf sehr lockerem Geröll den recht steilen Hügel hoch. Ich wusste gar nicht, wovor ich mehr Respekt haben sollte – vor seinen Fahrtkünsten oder seinen Augen. Nicht nur, dass wir heile den Berg hoch kamen, der Leopard lag auch genau dort, wo er ihn ausgemacht hatte. Starke Leistung!
Diesmal war es ein wirklich riesiges Leopardenmännschen. Bei der Annäherung hatte wir gesehen, dass sich auch ein Weibchen in der Nähe aufgehalten hatte aber die war ziemlich nervös und sofort verschwunden. Er ließ sich gar nicht stören, gönnte uns höchstens mal einen gelangweilten Blick und gab sich ansonsten seinem Verdauungsschläfchen hin.
Ein tolles Tier! Für mich sind Leoparden einfach die perfekten Katzen. Löwen sind stärker, Geparden sind schneller aber Leoparden sind einfach die perfekte Mischung aus Kraft und Eleganz.

Nachdem wir so vielen Tieren beim Frühstück zugesehen hatten, wurde es Zeit, selber etwas zwischen die Zähne zu bekommen. Als auf direktem Weg zurück zur Lodge und zum Frühstück.

Nachdem der Hunger gestillt und die Bilder gesichert waren, habe ich mich etwas in der Lodge umgesehen. Schon gestern hatte ich dort ein paar Buschböcke gesehen aber heute habe ich sie nicht gefunden. Dafür die Überreste eines Kadavers von einem Buschbockbabies, das wohl letzte Nacht von einigen Pavianen auf dem Gelände der Lodge gerissen worden war. Sogar ganz in der Nähe meines Zimmers. Ich habe nichts gehört. Die Bettschwere wahr wohl schwerer als es sich gestern angefühlt hatte 😉 Bilder habe ich davon keine gemacht. War nicht gerade fotogen. Danach war ich noch ein Stündchen am Pool, dann war es schon wieder Zeit für High Tea und den Nachmittagsdrive.

Nach den bisherigen Eindrücken einer extrem trockenen Landschaft (die letzte Regenzeit wahr mehr oder weniger ausgefallen), mochte man es kaum glauben aber es gibt auch Wasser in Mashatu. Und im Wasser gab es sicher Fische. Und wo es Fische und Wasser gibt, gibt es Krokodile ...
... und natürlich auch Fischadler
Bei diesem Drive sind wir etwas weiter in den Norden des Reserves gefahren. Dort haben wir noch einmal eine Gruppe Elefanten gesehen. Diesmal habe ich versucht, statt Nahaufnahmen mal ein paar Aufnahmen mit der Landschaft hinzubekommen, in der die Tiere Leben.
Nicht nur Elefanten haben wir gesehen. Auch ein paar Gnus, Zebras und Strauße waren in dieser eher Savannen-artigen Landschaft unterwegs.
Auf dem Rückweg Richtung Lodge kamen wir am Baboon-Bedroom vorbei, einem Mashatu-Baum, den eine große Gruppe Paviane zu ihrem Schlafplatz gemacht hatten.
Und wie immer fanden sich unter dem Baum auch Impalas, die die Früchte aufgelesen haben, die die Paviane vom Baum fallen ließen.
Allzu lange haben wir uns dort nicht aufgehalten. Dix sagte, er wolle uns noch etwas anderes zeigen. Ein paar Meter weiter querfeldein sahen wir ein weiteres Impala, dass weniger Glück gehabt hatte als seine Artgenossen auf dem letzten Bild.
Ein Gamedrive ohne Raubkatze wäre ja auch eine Enttäuschung gewesen. Wir bleiben so lange bis das Licht weg war. Dann ging es zum Sundowner. Der Leo war der krönende Abschluss eines schönen Gamedrives.

Na sagen wir, er hätte der krönende Abschluss dieses Gamedrives sein können, wenn wir nicht noch einmal auf den großen Leoparden vom Morgen getroffen wären.
Und diesmal konnten wir auch einen Blick auf seine weibliche Begleitung werfen. Die hatte gar keine Zeit, nervös zu sein. Die beiden waren nämlich viel zu beschäftigt dazu.
Puh, anstrengende Beschäftigung!
Und weiter geht's
In Namibia hatte ich mal die Chance ein Löwenpärchen bei der Paarung zu beobachten. Die brauchten jedes mal 20 Minuten Pause. Bei diesen beiden ging es alle 5 bis 10 Minuten zur Sache. Dix meinte, das würde jetzt die ganze Nacht so weiter gehen. Gute Kondition!

Ich hätte ja noch länger spannen können aber Dix meinte, er bekäme Ärger, wenn die Köchin mit dem Essen auf uns warten müsste. Na gut, mit Köchinnen soll man sich nicht anlegen, dann also zurück zur Lodge! 😉
Gruß Dirk
1'362 Beiträge · seit 201108. Dez. 2012 · #29
🤩 🤩 Ohne Worte !!! 🤩 🤩
Das sind wirklich unglaublich tolle Fotos und wahrscheinlich noch viel fantastischere Erlebnisse ! Wohl nicht mehr zu toppen ...
Ich erwarte heute den nächsten Teil 😉 😗 ... Biiittteee !! 😁
LG aus dem eingeschneiten Köln, Nane 🙂
Meine Reiseberichte - Namibia/ Südafrika
Themenstarter272 Beiträge · seit 200808. Dez. 2012 · #30
Bin noch arbeiten und kriege heute Besuch. Mit der Fortsetzung werdet Ihr Euch also mindestens bis Montag gedulden müssen.
Gruß Dirk
1'470 Beiträge · seit 200809. Dez. 2012 · #31
Nane42 schrieb:Wow, so geniale Fotos !!
Und alle auf einem Game Drive 🤩 🤩 !!
Pafuri, Shingwedzi und Rissington Inn habe ich auch für Mai gebucht...Also schreib bitte schnell weiter !!
LG, Nane 🙂
Hallo DocHolliday! Zufällig bin ich grad auf diesen Bericht gestoßen, wow, was für Fotos!!! Bin begeistert, freue mich auf mehr!!!

Hallo Nane, wir haben grad beschlossen, im Mai auch in den Krüger zu reisen. 🤩 🤪 🤩
Ach ich freu mich. Und der Thread hier ist bestens geeignet zum Träumen, Planen, Vorfreuen!

Liebe Grüße, Moose.
http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=a8a948-1342536910.jpg Fotobericht Madagaskar 2012 - Zwei Knäckebrote auf Lemurensuche Fotobericht Südafrika 2013 - Von Elefanten gejagt, von Katzen verlassen Fotobericht Madagaskar 2014 - Madagascar Ostküste - Teil 2 der Knäckebrot-Saga
Themenstarter272 Beiträge · seit 200811. Dez. 2012 · #33
casimodo schrieb:Hallo Doc,
wenn Du so weitermachst, bin ich mir sicher, daß Du noch Tiger und Mammuts gesichtest hast 😉
Hast Du heimlich in meine Bilder gelinst? 😛
Gruß Dirk
Themenstarter272 Beiträge · seit 200811. Dez. 2012 · #34
Further goes it:

29.8.12

Heute mache ich es kurz, was den Text angeht. Die Geschichte des Tages ist schnell erzählt. Schon vor Sonnenaufgang waren wir gegen 6:00h an bzw in der Hide. Leider habe ich keine Fotos davon gemacht aber hier gibt es ein nettes Video davon:

Bei YouTube ansehen ↗

Mike, der da spricht war auch mein Begleiter. Wir beiden hatten den Unterstand für uns.

Von 6:00 bis ca. 10:00h waren wir im Unterstad. Es war ein tolles Erlbenis. Der Wasserstand im Wasseroch war noch höher als auf dem Video, so das man mit der Hand ins Wasser greifen konnte. Die Tiere kamen teilweise bis auf Armeslänge an uns heran. Gerade Elefanten aus 2 m Entfernung zu sehen und dann auch noch aus Bodenhöhe, war schon - äh - "eindrucksvoll".

Wir haben eine Menge gesehen. Ich zeige hier nr eine ganz kleine Auswahl. Insgesamt habe ich in den 4 Stunden über 600 Bilder gemacht 😉

Die ersten Besucher waren Perlhühner und Papageien.
Dann kamen Paviane und Impalas.
Die Spiegelungen im klaren stillen Wasser sahen klasse aus. Selbst Spatzen und andere kleine Piepmätze wurden da zu tollen Motiven.
Diesem Eisvogel (oder Kingfisher) habe ich reichlich Bilder von gekräuseltem Wasser zu verdanken. Er war beim fischen auf jeden Fall deutlich erfolgreicher als ich beim Knipsen. Aber zumindest hat er ja auf dem Ast mal still gehalten 😉
Auch andere kleine Besucher kamen vorbei, wie dieses Squirrel
und die Zwergmanguste. Bei diesem Bild ist mir das erste mal aufgefallen, dass die Tierchen rechteckige Pupillen haben.
Jetzt wurden die Tierchen etwas größer. Erst Kudus,
dann Elen-Antilopen
Und zuletzt endlich auch eine Elefantenhorde.
So viel Action wie in dem Video gab es leider (zum Glück für meine Ausrüstung?) nicht aber es war ein tolles Erlebnis diesen Riesen so nahe zu kommen.
Dann schaute auch noch eine Meerkatzen-Familie vorbei.
Nach diesem Foto von einer afrikanischen Etagenwohnung
hat Mike zum Aufbruch gedrängt. Schade, ich hätte noch stundenlang bleiben können!

Nach dem Frühstück in der Lodge, hat mich Dix wieder zur Grenzstation gefahren und ich habe mich auf den Weg zum Krüger gemacht. Mein Ziel war das Parfuri Reserve ganz im Norden des Parks. Die Fahrt war eriegnislos. AUf dem Weg vom Gate zur Lodge habe ich schon einen kleinen Vorgeschmack auf die Tierwelt des Krügers bekommen und ein paar Zebras, Warthogs und meine ersten Büffel gesehen. Allerdings alle im Gebüsch und deshalb nicht besonders fotogen. Das Parfuri-Camp hat mir sehr gut gefallen mit seinen am Fluss entlang aufgereiten Pfahlbauten. Bilder gibt es morgen.
Gruß Dirk
915 Beiträge · seit 201011. Dez. 2012 · #35
Hallo DocHoliday,
dieser Unterstand und die Bilder daraus begeistern mich. Es lohnt sich offensichtlich, sich auf eine Ebene mit den Tieren zu begeben.

Begeistert bin ich auch von Deinem Foto von Meyer's Parrot. Es war mir nicht bewusst, dass er so weit südlich noch vorkommt.

Wir sind dabei, Mapungubwe zu buchen, allerdings nicht Mashatu. Das könnte sich als ein Versäumnis erweisen, fürchte ich.
Nun bin ich gespannt auf Deinen Bericht über das Pafuri Camp, für das wir eben die Buchungsbestätigung erhalten haben.

Herzlichen Dank
Günter
REISEBERICHT NAMIBIA 2010: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/171342-3-wochen-nambia-ein-kurzbericht-mit-bildern.html#171342 REISEBERICHT SÜDAFRIKA 2013: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280789-elefanten-satt-und-kein-rhino.html
1'271 Beiträge · seit 200711. Dez. 2012 · #36
Hallo Dirk,

erst einmal möchte ich Dir zu Deinen super Bildern gratulieren. Nach meiner Meinung einige der besten Bilder, die es hier im Forum so gibt. Es macht sooooo viel Spass, Deiner Reise zu folgen und ich freue mich über jede Fortsetzung 🙂

Aber Du hast wirklich unglaubliche Tiersichtungen gehabt, aber manchmal muss man einfach auch mal Glück haben. Und dabei bist Du ja wohl noch einige Tage unterwegs.

Vielen Dank, dass Du uns an Deiner Reise teilhaben lässt. Freue mich natürlich auf die Fortsetzung und lese selbst im Weihnachts- und Adventsstress fleißig mit.

Schöne Grüße aus dem verschneiten Frankenland,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
1'362 Beiträge · seit 201111. Dez. 2012 · #37
Hallo Doc ! 🤩 🤩
Mir fehlen echt die Worte: wieder mal unglaubliche Fotos !!!!! und durch die Perspektive wirklich absolut außergewöhnlich !!!!!
Warte jeden Tag auf deine Fortsetzung ...😁

LG, Nane 🙂

Sorry Doc, Ganz kurz mal off topic @ Moose ( du bist ja auch hier dabei 😉 : Eure Madagaskar-Fotos machen ja wirklich Lust auf diese Insel !! Ist euch da der Krüger nicht viel zu unspannend ? Vielleicht fährt man sich im Mai ja mal über den Weg...? 🙂
Meine Reiseberichte - Namibia/ Südafrika
1'470 Beiträge · seit 200812. Dez. 2012 · #38
Nane42 schrieb:Sorry Doc, Ganz kurz mal off topic @ Moose ( du bist ja auch hier dabei 😉 : Eure Madagaskar-Fotos machen ja wirklich Lust auf diese Insel !! Ist euch da der Krüger nicht viel zu unspannend ? Vielleicht fährt man sich im Mai ja mal über den Weg...? 🙂
Wir haben für Oktober 2014 wieder Madagaskar geplant. Nächstes Jahr machen wir dann einfach mal, was wir immer schon mal machen wollten: den Krüger NP. 🤩
http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=a8a948-1342536910.jpg Fotobericht Madagaskar 2012 - Zwei Knäckebrote auf Lemurensuche Fotobericht Südafrika 2013 - Von Elefanten gejagt, von Katzen verlassen Fotobericht Madagaskar 2014 - Madagascar Ostküste - Teil 2 der Knäckebrot-Saga
39 Beiträge · seit 201213. Dez. 2012 · #39
So, jetzt habe ich mich hier kurzerhand angemeldet.

Wollte danke sagen für deinen tollen Reisebericht und die genialen Bilder. Eines besser als das andere, bin wirklich begeistert.

Freue mich schon auf die Fortsetzung.

Vg
Manuela
Themenstarter272 Beiträge · seit 200813. Dez. 2012 · #40
30.8.12

Zuerst mal ein par Worte zum Parfuri Camp. Dabei handelt es sich um ein privates Camp, dass in der Makuleke Conservation nördlich des Krüger Parks liegt. Das Volk der Makuleke, das hier lebte wurde in den 60ern zwangsenteignet und vertrieben, und ihr Land dem Krügerpark einverleibt. Nach Ende der Apartheid klagten die Makuleke auf Rückgabe des Landes und bekamen vor dem obersten Gerichtshof recht. Sie verzichteten aber auf die erneute Besiedlung dieser Gegend sondern gründeten ein privates Naturschutzgebiet, dass sie für die nächsten 50 Jahre unter die Verwaltung von SANParks stellten. Somit gehört das Gebiet heute praktisch weiterhin zum Krüger NP.
Nach glücklicherweise wenig erfolgreichen Versuchen mit Jagdsafaris gibt es heute in der Makulele Conservation 2 oder 3 Private Camps, die sich dem Eco-Tourism widmen, eines davon ist Parfuri. Nur Fahrzeuge dieser Private Camps dürfen die asphaltierten Hauptstraßen verlassen.

Das Parfuri Camps besteht aus 20 Zelten, die entlang des Luvhuvhu Flusses liegen und mit einem auf Pfählen errichteten Boardwalk verbunden sind. Zäune gibt es nicht die Tiere kommen bis ins Camp.
Ich hatte das letzte Zelt in der Reihe, was auf der einen Seite angenehm war, weil ich mitten in der Natur war, auf der anderen Seite dazu führte, dass ich zum Main Building mit Restaurant und Bar einen guten Kilometer zu laufen hatte.
Ein paar Bilder von mein er Unterkunft:
Von innen war es recht luxuriös
Bad
Innen (vorne) und Außendusche
Nach dem besagten Fußmarsch und einem kleinen Frühstück startete der erste Gamedrive.
Gleich nach dem Start sahen wir diverse Buschböcke.
Und an der ersten Brücke über den Luvhuvhu trafen wir auf ein paar Elefanten.
Unser Ziel war aber ein Löwenrudel, dass sich in der Gegend aufhalten sollte. Nach einigem suchen haben wir sie schließlich gefunden.
Dieses junge Männchen war es insbesondere, dass uns Martin, unser Guide, zeigen wollte. Er hat wirklich eine besondere Geschichte. Ca. 4 Wochen zuvor ist er in eine Wildererfalle gekommen. Er muss es geschafft haben, den Draht, mit dem die Schlinge um seinen Hals an einem Baum befestigt war, durchzubeißen und sich so zu befreien. Etwa eine Woche lief er mit der Schlinge um den Hals herum bis er von einem Tierarzt betäubt werden konnte, der ihm die Schlinge entfernte. Erstaunlicherweise schien die Wunde um seinen Hals tatsächlich zu heilen.
Die ganze Zeit wurde er von seinem Rudel mit Nahrung versorgt und auch als wir dort warten kam eine Löwin (seine Mutter?)mehrfach zu ihm und leckte die Wunde sauber.
Da nicht allzu viel Action von den Löwen zu erwarte war – sie hatten offensichtlich in der Nacht zuvor gefressen – machten wir uns nach einer Weile wieder auf den Weg in den nördlichen Teil der Conservation. In der Nähe des Fever Tree Forests sahen wir ein paar Zebras.
Dann trafen wir auf eine Büffelherde, die sich ausgerechnet auf dem Platz breit gemacht hatte den Martin für die Kaffee-Pause vorgesehen hatte.
Sie dachten auch gar nicht daran, uns den Platz zu überlassen.Also mussten wir ein wenig weiter fahren bevor es Kaffee und ein Zigarettchen für mich gab.

Auf dem Rückweg hat Martin uns einiges über die Vogelwelt Parfuris erzählt. Die Conservation ist ein absoluter Magnet für Birder, weil es hier die meisten verschiedenen Vogelarten im ganzen Krüger gibt. Ich bin kein Birder aber zumindest einen Piepmatz habe ich auch erwischt.

In einem Gebüsch haben wir außerdem noch einen Leoparden gesehen. Na ja, ein Viertel von einem Leoparden und zwar das Viertel, wo man erkennen konnte, dass es ein Männchen war. Leider kam er aus dem dichten Dickicht nicht mehr raus – zumindest nicht in unsere Richtung.
Nach dem üppigen Brunch habe ich es mir auf der Terrasse meines Zelts gemütlich gemacht und abgewartet, wer oder was so vorbeischaut – unter anderem Ibisse, Bienenfresser Nyalas und ein Elefantenbulle.
Der Elefant verschwand im Gebüsch und ein Blick auf die Uhr zeigte, das es bald Zeit war, mich auf den Weg zum High Tea und zu Afternoon Drive zu machen. Vorher wollte ich aber noch duschen. Gerade als ich eingeseift unter der Außendusche stand, hörte ich hinter mir lautes knacken. Als ich die Seife aus den Augen gespült und mich umgedreht hatte, stand der Elefantenbulle vielleicht 5 m von mir entfernt und schaute mich direkt an. Er fand mich aber wohl nicht besonders interessant und wandte sich wieder dem fressen zu. Als ich mich von dem Schreck erholt hatte, bin ich schnell rein und habe meine Kamera geholt. Leider habe ich ihn nur noch beim weg gehen erwischt.

Zum anziehen war dabei natürlich keine Zeit geblieben, so dass es sich bei dem Bild oben um mein erstes Elefanten-Nacktbild überhaupt handelt 😉

Nach diesem kleinen Abenteuer habe ich mich angezogen und bin nach vorne zum Haupthaus. Dort stellte ich fest, das der Eli wohl eine ähnlich Tageseinteilung hatte. Er war nämlich schon da und ließ sich durch ein paar Gäste auf der Terrasse auch gar nicht stören. Nach einer kurzen Zeit hatten wir uns an ihn gewöhnt und alle konnten ungestört einen kleinen Snack einnehmen.
Der Afternoon Drive brachte nicht viele Tierbeobachtungen aber dafür eine keine Wanderung zu einem tollen Aussichtspunkt hoch über der Lanner Gorge, wo wir unseren Sundowner und den Sonnenuntergang genossen haben.
Blick in die andere Richtung. Der Fluss ist der Luvhuvhu River, der auch an der Lodge vorbei fließt.
Wieder ein schöner Tag der viel zu schnell vorbei war.
Gruß Dirk
zuletzt bearbeitet 14. Dez. 2012