comme les gagas - eine Reise mit KINDERN

78 Antworten · 23,8k Aufrufe · gestartet 20. Sept. 2012 von lope
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Themenstarter64 Beiträge · seit 201220. Sept. 2012 · #1
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Auch wenn Momentan schon ein mega guter mit wahnsinnig genialen Fotos bestückter Reisebericht über Madagaskar von Erdferkel im Umlauf ist, möchte ich gerne unsere Reise in Madagaskar auch hier anbringen.

Vieles wird sich mit dem geschriebenen von Erdferkel und MooseOnTheLoose decken, sind wir doch mit dem gleichen Reisebegleiter unterwegs gewessen.

Ich möchte aber hier unbedingt Familien mit Kindern Mut machen, dieses einzigartige Land zu besuchen.

Ich hatte während unserer Reise im Juli/August 12 ein ausführliches Tagebuch geführt. Mein Mann hat nun zu Hause ein regelrechtes Buch verfasst, wobei meine Notizen durchaus von Nützen waren. Wir arbeiten noch dran, aber schlussendlich würde ich diesen Reisebericht gerne hier einstellen.

So auf Seite ?? werdet ihr bestimmt auch aus unserem ThemenTitel: "Comme les Gagas" schlau. 😁
zuletzt bearbeitet 04. Okt. 2012
8'054 Beiträge · seit 200821. Sept. 2012 · #2
Hallo Lope,

Finde ich toll wenn Ihr den Reisebericht hier einstellt. Uns hat Madagascar auch gut gefallen. Ich lese sehr gerne wie andere Fomis das Land empfunden haben.B)

Den Titel, comme les gagas (wie die Beklopten), finde ich einfach spitze!:)

Ich hoffe einige Komputer Freaks geben dir die Anweisungen wie Du hier dein Avatar einstellen kannst. Ich weiss es schon aber da ich Französin bin, fehlen mir einfach die technischen Worte. Ich brauche zu viele Worte....😗

Bonne chance aus Frankreich
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
1'470 Beiträge · seit 200822. Sept. 2012 · #3
Danke Annick, für die Übersetzung des Titels. Ich kann gar kein Französisch. 🙁

Jetzt kann's losgehen, lope!!! Bin so neugierig! 🤩

Moose.
http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=a8a948-1342536910.jpg Fotobericht Madagaskar 2012 - Zwei Knäckebrote auf Lemurensuche Fotobericht Südafrika 2013 - Von Elefanten gejagt, von Katzen verlassen Fotobericht Madagaskar 2014 - Madagascar Ostküste - Teil 2 der Knäckebrot-Saga
Themenstarter64 Beiträge · seit 201222. Sept. 2012 · #4
COMME LES GAGAS "Wie die Bekloppten?“ hm, nicht schlecht 🙂 . Ich würde es in diesem Fall eher als "sind die noch ganz Beitrost" bezeichnen. Ist aber nur eine mögliche Übersetzung, die versinnbildlichen würde, wofür uns manch einer unserer Bekannten hielt, als wir ihnen mitteilten, dass unser nächstes Reiseziel Madagaskar sei. Unsere Freunde kennen uns besser, wissen dass wir uns gerne auf Abenteuer einlassen und wagen sich nicht mehr, uns als gaga zu bezeichnen. Unser Reisestil hat sich auch kaum geändert, seit wir Kinder haben. Sind wir z.B. 6 Wochen mit einem Landrover durch Namibia, Botswana, Südafrika und Zimbabwe gereist, als unser ältester 14 Monate alt war. Oder in Indien mit zwei Kindern und dem dritten in meinem Bauch......

Eigentlich sind wir immer auf eigene Faust unterwegs, am liebsten suche, plane, buche ich auch alles selber von A - Z.
Bei Madagaskar mussten wir aber bald feststellen, dass dies nicht wirklich einfach werden würde. Mada individuell zu bereisen, bedeutet entweder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein, was viel zusätzliche Zeit in Anspruch nimmt, da man nie genau weiss, wann wo was abfährt, in der nächsten Stunde, oder erst in drei Tagen und es ist auch nicht ungefährlich in den überfüllten Taxibrousses.
Oder ein Fahrzeug zu mieten (ist eigentlich unser Ding, befinden wir uns nicht in einem Land wo wir unseren eigenen Camper-VW-Bus benützen können). Aber auf Mada alleine fahren ist in unseren Augen unmöglich, man stelle sich nur mal das Strassen-Autochaos in der Hauptstadt vor, oder die Strassenzustände abseits der Nationalstrassen, Vortrittsregeln: der schnellere, stärkere gewinnt, keine ordentlichen Wegweiser, viele Polizeikontrollen… Normalerweise kriegt man ein Auto eh nur mit Fahrer (was sogar billiger ist, als ohne).


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Da wir dieses Land unbedingt sehen und vor allem unseren Kindern solche Strapazen ersparen wollen, entscheiden wir uns für eine „Luxusvariante“, nicht wissend ob uns dieser Reisestil auch wirklich zusagen wird………….viel Spass beim Eintauchen in unsre Erlebnisse:
zuletzt bearbeitet 22. Sept. 2012
108 Beiträge · seit 201223. Sept. 2012 · #5
Hallo Lope und Kinder,

Schön euch auf diesem tollen Forum wieder zu treffen.
13 Kinder haben insgesamt dieses Jahr Madagaskar mit ihren Eltern und mit uns entdeckt, ich hätte nicht gedacht das es so viele "gagas" im Europa gibt!
Wir lieben Kindersafari Reisen und werden sicherlich neue Formen für solche Erlebnis-reisen anbieten.
Nirgendwo anders habe ich so ein Kinderfreundliches Land wie Madagaskar gesehen, nirgendwo ist man ständig von so vielen Kindern umgeben wie hier.
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Was die Selbstfahrer anbetrifft wird es höchstwahrscheinlich auch Angebote für 2013 auf meiner Seite geben, allerdings weder mit einem Landrover noch mit einem VW Bus sondern mit R4 und diese Variante ist nicht für Reisen mit Kindern geeignet.
https://urlaub-auf-madagaskar.com
835 Beiträge · seit 200623. Sept. 2012 · #6
Hallo Lope,

ich freue mich schon auf Deinen Reisebericht. Ich finde Madagaskar total faszinierend. Vor allem seit den wunderbaren Bildern von Moose.

Darf ich fragen, wie alte eure Kinder sind?
Und: Wie habt ihr diese wirklich lange Flugzeit geschafft? Das sind ja mit 2x Umsteigen über 24 Stunden. Das finde ich als Erwachsene schon kritisch.

Viele Grüße
Susanne
Wo sind all die Elefanten hin, SA 2012, Die Affen rasen durch das Camp, SA 2014, Something old, something new, something borrowed, SA/NAM 2016
1'470 Beiträge · seit 200823. Sept. 2012 · #7
mamba29 schrieb:Wie habt ihr diese wirklich lange Flugzeit geschafft? Das sind ja mit 2x Umsteigen über 24 Stunden. Das finde ich als Erwachsene schon kritisch.

Viele Grüße
Susanne
Hallo Susanne,

wenn ich mich kurz einschalten darf...
Wir sind im Mai mit Air France über Paris in ca. 13 Stunden geflogen. Der Flug war leider nicht ganz billig, aber wir haben lieber etwas mehr bezahlt, als 2x umsteigen zu müssen und die doppelte Reisezeit zu haben, wie z.B. mit Air Mauritius. Es geht also durchaus auch in kürzerer Zeit.
Air Madagascar fliegt auch ab Paris für weniger Geld, leider waren das im Mai unmögliche Start- und Landezeiten. Deshalb haben wir Air France gewählt und ehrlich gesagt, war das mein bester Langstreckenflug nach Afrika bisher.
Liebe Grüße,

Moose.
http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=a8a948-1342536910.jpg Fotobericht Madagaskar 2012 - Zwei Knäckebrote auf Lemurensuche Fotobericht Südafrika 2013 - Von Elefanten gejagt, von Katzen verlassen Fotobericht Madagaskar 2014 - Madagascar Ostküste - Teil 2 der Knäckebrot-Saga
zuletzt bearbeitet 23. Sept. 2012
Themenstarter64 Beiträge · seit 201223. Sept. 2012 · #8
@ Reiseleiter: eine grundsätzliche Frage, mein Mann hat in seinem Bericht deinen Vornamen erwähnt und du kommst auch immer wieder mal mit deinem Namen vor - können wir das so lassen, oder sollen wir uns einen hübschen anderen Namen für dich ausdenken??

@ Susanne: Unsere Kinder sind 7,9 und fanst 12 Jahre alt. Auch wir sind mit der Air France geflogen. Genauer von Zürich nach Paris und dann in 10 Stunden nach Tana. Insbesondere bei unserer Kleinsten waren wir nicht sicher, ob sie/oder wir mit ihr, diese Stunden überstehen würden, insbesondere da es sich beim Hinflug um einen Tagesflug handelte. Aber wir wurden eines Besseren belehrt, Boardunterhaltung sei dank. Die Stunden vergingen wahrlich wie im Flug und wir drückten beide Augen zu, als dieselben unserer Kinder schon ganz viereckig waren.
zuletzt bearbeitet 23. Sept. 2012
Themenstarter64 Beiträge · seit 201223. Sept. 2012 · #9
Jetzt gehts los, um unsere Privatsphäre ein klein wenig zu schützen, werde ich unsre Namen abkürzen. So heisst mein Mann LO, Ich PE, unsre Kinder JO, MA und DI

Die Berichte sind wie schon erwähnt von meinem Mann in der ICH-Form verfasst, ich habe meine Notizen dazu geliefert und dies und das daran verschlimmbessert.
ab und an werde ich wohl nach seinen Texten noch meinen Senf dazu geben.


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unsere Reiseroute in einem Monat

Madagaskar ... interessant, lehrreich, abenteuerlich und spannend, ja, vielfältig, sogar eindrücklich. Doch war die Ferienreise mit unseren drei Kindern auch wirklich "schön"? ... ok ... es gab wunderbare Momente in der freien Natur, in den Regenwäldern, bei der Pirsch nach Lemuren und Chamäleons, die ich übrigens, meisst unter heimlichem Gelächter meiner Familienmitglieder, auch nicht unmittelbar vor meinem Riecher liegend ausmachen konnte. Es gab friedliche Augenblicke am weissen Sandstrand von Ifaty, wo wir uns eine Woche lang der Hektik des Alltags entziehen konnten...

Aber schön?! ...Ich weiss nicht..., zu gross sind die materiellen und finanziellen Unterschiede unserer Volksschichten, die gesundheitlichen und menschenrechtlichen Versorgungen. Wir haben grundsätzlich alles... sie haben einfach nichts und von dem noch zu wenig. Die Menschen in diesem Land sind so liebenswürdig, so lebensbejahend, so gastfreundlich und wissensbegierig... und wir weissen "Vasaha's".... Wir kommen hin, machen uns breit, schmeissen mit Geld um uns und beuten so gut's nur geht das Volk auf der Insel aus; wie einst die Kolonialmacht Frankreich, nur "anders". Auch wenn meine Familie versucht hat, dies nicht direkt zu tun und unsere Reisebegleiter immer darauf bedacht waren die Einheimischen zu berücksichtigen, so weiss dort doch jedes Kind, dass zwischen unseren Welten eine riesige Diskrepanz besteht und es ihnen dereinst vergönnt sein wird die übrige Welt, ja sogar ihr eigenes Land zu bereisen und kennenzulernen.

Sie leben am Strassenrand in ihren Stroh- oder Lehmhäuschen, am Feuerchen, von der Hand in den Mund. Geld sparen bringt nichts, denn "Übermorgen" ist dies schon nur noch die Hälfte wert und andere Währungen als ihren Ariari sind bloss schaumige Träume. Jeder, auch das kleine Kind muss mit anpacken: Wasser holen, oft 30 Kilometer weit, am selbst gebastelten Ständchen Früchte verkaufen, die Banane für 3 Rappen, Reis stampfen, oder Steine zerkleinern, von Hand, bis ein grosser Haufen Kies zum Verkauf bereitsteht, solange bis die Hände und Augen schmerzen. Wir brausen mit unserem 4WD an ihnen vorbei, da kommt ein kurzes engagiertes aber müdes Lächeln und weiter geht ihr Tagewerk. Sie leben am Strassenrand, oft den immensen schwefelhaltigen, russigen Emissionen des Verkehrs ausgesetzt. Im Wissen, das wenn dereinst das Leben zu Ende ist, eine wundervolle Erlösung ansteht: Sie werden in der schön verzierten Gruft der Siedlung bestattet. Alle fünf bis sieben Jahre würden sie ans Tageslicht zurückgeholt, um von den Nachkommen zu erfahren, was in der vergangenen, verpassten Zeit so alles geschehen ist. Man wird ihnen vorsingen und Geschichten erzählen, man wird sie in frische seidene Tücher wickeln, und niemand, bestimmt Garniemand wird dabei traurig sein...
zuletzt bearbeitet 04. Okt. 2012
8'666 Beiträge · seit 201023. Sept. 2012 · #10
Liebe Lopejomadis,

dies scheint mir ein literarisches Meisterwerk mit viel Nachdenkenswertem zu werden - vielen Dank schonmal dafür! Häkchen für's Abo ist gesetzt!

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter64 Beiträge · seit 201224. Sept. 2012 · #11
"Ich möcht ja schon lange mal nach Madagaskar, aber ich habe Kinder ...!"


Madagaskar, ein Tagebuch


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10.07.12 Flug über Paris nach Antananarivo

Ein sachter, aber kontinuierlicher Druck baut sich in meiner Rückengegend auf, und wenn ich auch das Gefühl verspüre, die Geschwindigkeit sollte jetzt eigentlich ausreichen, so werde ich eines besseren belehrt und die Hightechbauten rund um den Pariser Flughafen Charles de Gaulle rasen immer schneller an unseren Fenstern vorbei. Erst jetzt hebt sich langsam die Spitze der mit rund 450 Personen voll besetzten Boing 777 "Air France" in die Höhe. Das Vibrieren der Räder unter unseren Sitzen verschwindet gänzlich und nun gibt es kein zurück. Die Maschine nimmt Kurs auf Antananarivo. Madagaskar wir kommen.

450 Pax'es, und fast alle haben sie ein Ziel: die einsamen Traumstrände von Nosy Ste. Marie, oder die Luxusbuchten von Nosy Be. Wer schon will denn ein armseliges, von Staats- und Wirtschaftskrisen durchgeschütteltes Land kennenlernen? Nur paar Wenige! Wer möchte denn sein Feriengeld den "wilden und unzivilisierten Piraten" im Süden Madagaskars opfern? ...noch immer liegt dieser süssliche Zitrusduft der Kabinenentkeimung in der Luft, jener Spraydosen, deren Inhalt das Personal so by the way in die Flugzeugumwelt entlässt und welcher sich danach in der Bauchgrube breitmacht. Ojeoje... auf was lassen wir uns da nur ein?!

Seine Internetseite ist seine Visitenkarte und die hat uns den Ärmel von Anfang an reingezogen. Klaus K.: "Ich möcht ja schon lange mal nach Madagaskar, aber ich habe Kinder..."! Genau dieser Slogan hat es uns angetan und uns nicht mehr losgelassen. Klaus ist unsere "dargebotene Hand", Mitorganisator und in der ersten Phase Wegbegleiter. Wir nennen ihn liebevoll Claude, passt irgendwie besser in diese Gegend. Ja, diesem Claude also haben wir mittlerweilen, nebst den happigen Flugkosten für 5 Personen, ein für uns kleineres Vermögen überwiesen. Unbekannterweise... gebürtiger Rumäne mit deutschen Wurzeln und mehrjährigem Frankreichaufenthalt!... ein mulmiges Gefühl macht sich in der Magengegend breit, ob er wohl einer jener "unzivilisierten Piraten" des Südens ist, ein neuzeitlicher Internetpirat...? Wir etwas gar leichtgläubige Vasaha’s (fremd aussehende)?

13 Stunden dauert unsere gesamte Flugzeit ab Zürich. Und "man" hat sich Di neben mich setzten lassen. Di, die sich zu Hause keine 5 Minuten ruhig halten lässt, auf einem Langstreckenflug in die Ungewissheit. Trotz ruhiger Fluglage verdoppelt sich das flaue Gefühl in meinem Magen blitzartig.

Die Hälfte der Flugzeit ist mittlerweilen verstrichen, und Di? Von der hab ich noch keinen Pips vernommen. Eigentlich kaum ein Wunder, das Flugi ist mit einer Bordelektronik vom feinsten ausgerüstet: Kino und Game-Konsole direkt im Vordersitz eingebaut. Ich lass es mal gut sein und gönn ihr die Unterhaltung, es wird ja wohl für längere Zeit das letzte Mal sein, dass ihre Pupillen zu kleinen Rechtecken verkommen.

Es ist mitten in der Nacht, Kinder allesamt geflasht durch die Glotze, als sich die schweren Schleusentüren unseres Raumschiffes öffnen. Ein leicht schwefliger nach Dieselruss und Petroleum riechender Gestank steigt in unsere vertrockneten Nasen. Nein, da ist keine Gangway vorhanden, schlichte Treppen verzieren den Ausgang an der Boing. Treppen, die hinaus zu einem kleinen Flughafen führen. Mich lässt erahnen was nun um diese späte Stunde noch so alles auf uns zukommen würde. Wie soll eine solche Infrastruktur den Bauchinhalt eines Grossraumjets verarbeiten? Zum ersten Mal in unserer neuen Welt dürfen wir erfahren, dass Zeit nun mal wirklich eine untergeordnete Rolle im Lebensrhythmus der Malagasy spielt. Einfach nur nicht stressen und mit der Ruhe, sonst stehst du nämlich bei den Einreisebestimmungen und Abfertigungen wieder hinten an. Zum Glück befinden wir uns im vorderen Drittel der 450 köpfigen Schlange und können so bereits nach einer Stunde die "Wartehalle" verlassen.

Und da steht er, "Claude", ein Bär von einem Mann, (ok, Bärchen). Grinsend über beide Backen hat er uns die ganze Zeit aus der Ferne beobachtet. Es sei jeweils eine seiner schönsten Freizeitbeschäftigungen, auf dem Flughafen seine neuen Gäste ausfindig zu machen und sie auf Distanz zu beschnuppern. Die Erleichterung unsererseits ist schon besonders gross und uns bestimmt anzusehen. Gut zu wissen, dass es ihn in Wirklichkeit gibt und er nicht bloss zu einer virtuellen Seifenblase verkommt, wir insofern nicht über’s Ohr gehauen wurden.

Noch ein kurzes Gerangel um die "Liegeplätze" im Hotelzimmer, das uns im Dämmerlicht ziemlich muffelig vorkommt. Spielt nun aber wirklich keine Rolle, die Betten sind gemacht, die starken, festen Matratzen piekfein mit Leintüchern verpackt... jetzt einfach nur noch die Augen schliessen, die Ruhe geniessen und einschlafen. Wir haben's geschafft.

Übrigens: Von Di hab ich die ganze Flugzeit über nichts vernommen... was für ein sonderbarer Wandel unserer jüngsten Tochter?!

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zuletzt bearbeitet 26. Okt. 2012
108 Beiträge · seit 201225. Sept. 2012 · #12
lope schrieb:@ Reiseleiter: eine grundsätzliche Frage, mein Mann hat in seinem Bericht deinen Vornamen erwähnt und du kommst auch immer wieder mal mit deinem Namen vor - können wir das so lassen, oder sollen wir uns einen hübschen anderen Namen für dich ausdenken??
Hallo Lope,

Das ist kein Problem für mich, auch wenn ich meistens nur die schönen Fotos von meinen ehemaligen Gästen und gegenwärtigen Freunden bewundere und alle Reiseberichte verschlinge wenn die Internetverbindungen es zulassen bleibe ich im Hintergrund.
Ich bin jedoch sicher das die meisten Fomis schon seit langem wissen das Klaus und Reiseleiter die gleiche Person ist und das ich auf Madagaskar lebe & arbeite.
Vielen Dank für euren Reisebericht, das Thema "Reisen mit Kindern" wir sicherlich noch andere interessieren.
L.G.Klaus
https://urlaub-auf-madagaskar.com
Themenstarter64 Beiträge · seit 201225. Sept. 2012 · #13
11.07.12 Fahrt von Tana nach Antsirabe

Bereits am Morgen in aller Frühe, es ist bestimmt noch vor dem Mittag, müssen wir unsere sieben Sachen (es sind deren 4 Koffern) wieder bepacken und unsere Herberge verlassen. Vorab geniessen wir aber noch ein wunderbares Petit déjeuer mit allem Drum und Dran: Confiture, Parisette und Spiegelei, im tropischen Garten des Hotelrestaurant.

Autsch! War das eine Nacht… ich liebe ja eigentlich harte Betten... aber in dieser Nacht hat da nicht nur meine Seele geschlafen, nein auch jedes einzelne Glied an meinem Körper! Bloss diese lassen sich nicht so leicht wieder aus ihrem Tiefschlaf erwecken. Also wage ich mich anfänglich kaum zu rühren, ohne gleich vor Schmerzen abzujammern. Harte Betten in Ehren, aber jenes hat einen Härtegrad zu viel abbekommen.

Da ist ja noch das Geld! Wir müssten noch ein Paar von diesen "Ariaris" haben, mit denen man sich hier den Alltag bestreitet. Für Claude ist das kein Problem, er hat bereits einen "Geldboten" ins Hotel bestellt, um das Geschäft im stillen ungestörten Kämmerlein abzuwickeln. Der Kurs liegt bei 3 Euro 20. Sprich, ungefähr 4 Franken für 10'000 jener Ariaris. So wechsle ich vorderhand mal 800 Euros. Tja, das ergibt dann nach der "Milchbüechli - Rechnung", runde zweieinhalb Millionen Ariaris... lieber Leser, meine Augen hättest du sehen sollen, als ich mein Portemonnaie bereithalte, der Bote einen grossen Koffer voller Geld herbei schiebt und mir mehrere Bündel abgezählter Banknoten überreicht! Ich weiss nicht mehr so genau, wo und wie wir uns gegenseitig das viele Geld reinschieben, aber urplötzlich ist PE zum vierten mal schwanger und meine Proportionen ähneln eher jenen eines Vielbierkonsumenten. Aber: Juhui... jetzt haben wir's doch noch geschafft, wir sind Millionarios!


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Unbestellte Reisfelder mit Tanarive im Hintergrund

Die Fahrt mit einem nigelnagelneuen Toyota Landcruiser führt uns durch die verstopften, durchlöcherten Strassen von Tanarive (Antananarivo), raus auf die mit Reisterrassen gesäumte Landstrasse RN7 in Richtung Antsirabe. Immer wieder durchbrechen wunderschön geschmückte, farbenfrohe Früchte- und Gemüsestände das einheitliche Landschaftsbild. Ab und an gönnen wir uns einen grossen Bund Bananen für 1'000 Ariaris (ca. 40 Rappen).
In der südlichen Hemisphäre ist es während unserer Anwesenheit Winter. Alle laufen sie mit dicken Daunenjacken und wärmenden Kappen aus der europäischen Kleidersammlung herum. Logisch, denn schliesslich liegt die Temperatur nur knapp über 20 Grad, und nachts sinkt sie gar unter die 15 Grad Marke. Die Reisfelder sind noch kahl, nur ab und zu sehen wir einen Bauern beim Umgraben oder es wird ein Zebu-Ochse durch den Match getrieben, der so seinerseits eigentlich dasselbe tut wie der Bauer, umgraben eben. Wer nicht das Feld bestellt, der versucht den restlichen Lehm aus dem Sumpf der Terrassen zu heben. Aus diesem Lehm werden dann, mit Hilfe einer grossen Holzverschwendung in einer Art aufgetürmten Meiler, Ziegelsteine gebacken. Schöne rote, von Hand geformte Bauklötze, die aber leider nur selten ihr Geld wert sind.


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Über das Mittagessen brauch ich nicht grosse Lettern zu vergeuden. Essen ist nicht wirklich die grosse Stärke der madagassischen Kultur: Es gibt Reis oder Reis mit Fisch oder noch Maniok mit etwas Knochenfleisch, vielleicht noch Huhn und Bohnen. Alles andere sind Ideen aus dem westlichen Ausland, die zu kochen dann aber meisst in Meisterwerke der an Unmöglichkeit grenzenden Gerichte gipfeln. Nun gut, unsere Kinder sind von ihrer Natur her gegenüber fremd Aussehendem, nicht aus der mütterlichen Küche stammenden Essen, sehr zurückhaltend. So müssen die Köche meist noch Omeletten oder Spaghettis in die Pfanne hauen. Einheimisches bleibt in ihren Gaumen hängen und muss anderweitig entsorgt werden. Da nützen oft auch strenge, erzieherische Worte wenig. Und wenn ich ganz ehrlich bin…
Also, nach diesem eher flüssigen (weil Süssgetränk und Fruchtsalat) Mittagslunch besuchen wir in einem kleinen Örtchen namens Ambatolampy eine Alupfannengiesserei. Gusspfannen aus Aluminium, für eine doch eher minderbemittelte Käuferschaft.


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Restaurantküche mit besagten Aluminiumtöpfen

Mit einfachsten Mitteln und natürlich Barfuss schmelzen die Frauen, Männer und Kinder des Dorfes alles was aus Alu ist oder irgendwie wie Aluminium aussieht, in kleinen Schmelztiegeln ein, formen aus Lavasand ein "Pfannennegativ" und giessen diese Form mit dem Schmelzgut aus. Das alles geschieht mit wenigen, professionell eingeübten, exakten Handgriffen und das Ergebnis sieht auch wirklich ansprechend aus. Da die Schmelze oft nicht nur aus reinem Aluminiummüll, sondern auch aus hochgradig verseuchten Blei-, Quecksilber- und sonstigen gifthaltigen Stoffen besteht, birgt das Kochen in solchen Pfannen ein sehr hohes Risiko für den Hersteller sowie für den Endbenutzer. Ein guter Akzent aber bleibt allemal: Mit Ausnahme der verwunschenen "Einkaufschräschelsecklis" bleibt in diesem Land wohl kaum ein Abfallprodukt ungenutzt, unrecycliert auf der Müllhalde liegen.

Antsirabe ist ein ehemals französisches "Thermalbäder-Städtchen". Anhand der kolonialen Prunkbauten aus der Blütezeit des Tourismus kann man sich heute noch ungefähr vorstellen, wie es hier noch in den Sechzigerjahren zu und her gegangen sein muss. Leider verkommen solche ehemaligen Juwelen im heutigen Madagaskar vollends. Niemand zeigt Interesse an einem Weiterführen der nicht wirklich geliebten französischen Kulturgüter. Aber auch niemand hat Geld, schon gar nicht die Regierung, solche Bauten neu aufleben zu lassen und zu renovieren. Man benützt sie einfach noch, solange es eben irgendwie geht. Antsirabe ist auch die neue Heimat von Claude. Hier hat er sein kleines Häuschen, seine "adoptierte" Familie für die er den Lebensunterhalt bezahlt und seinen Schosshund "Bruce" - eine Dogge ist ein Spielzeug dagegen! Claude’s Ehefrau, ist eine einheimische Professorentochter. Auch sie betätigt sich als Reisebegleiterin, allerdings für einen französischen Konzern.


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Bahnhof von Antsirabe

Unser Hotel liegt am Stadtrand. Es ist eigentlich eine Hotelfachschule für angehendes Hotelfachpersonal, die einst von Lausanne aus finanziert und geführt wurde. Und welch eine Ehre für uns Madagaskar-Greenhörner: Exakt an diesem Abend findet die Abschlussprüfung im Bekochen und servieren der Gäste statt, und wir sind als Schweizer natürlich herzlich willkommen und eingeladen. Mhhhhh, dieses Essen schmeckt ausgezeichnet... Wir geniessen unsere Meerfrüchte-Fischlasagne, das „Cebu-fillet a la forestier“ und das Dessert, ein „mousse au chocolat“, mit all unseren vorhandenen Geschmacksnerven. Exzellent! Die Rechnung bezahlt natürlich Claude!

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zuletzt bearbeitet 26. Sept. 2012
108 Beiträge · seit 201225. Sept. 2012 · #15
Trotz intensiver Begleitung von Gästen die Schwyzer Deutsch mit mir reden kann ich noch nicht die verschiedenen Nuancen unterscheiden. Mit Lope und den Kindern die zum Glück nicht wie viele Schweizer versucht hatten Hochdeutsch mit mir zu reden habe ich viel gelernt-offensichtlich nicht genügend. 😈
https://urlaub-auf-madagaskar.com
Themenstarter64 Beiträge · seit 201225. Sept. 2012 · #16
Crashkurs Schwiizerdütsch:

Einkaufs-Chräschel-Seckli sind Supermarkt-Raschelknister-Tüten, also auf Hochdeutsch: unweldbelastende Plastiksäcke. "Chräschel" ist Berndeutsch, also nicht mal ich verwende diesen Ausdruck. Kauft euch am Besten eine XXL-Packung Ricola, es war bestimmt nicht der einzige Halskratzer. 😄


PE
Themenstarter64 Beiträge · seit 201226. Sept. 2012 · #17
12.07.12 Wanderung ausserhalb von Betafu (wo es viele Dächer hat)

Am Morgen des neuen Tages lässt sich Claude etwas Besonderes einfallen: Er lädt unsere ganze Familie zu sich nach Hause ein und kocht uns ein gemütliches Frühstück. Genauer, seine Haushälterin kocht die Milch, den Kaffee und die Eier. Die Hausangestellte und ihre Tochter sind Claudes „adoptierte“ Familie. Justine kommt aus sehr schwierigen Verhältnissen, lebte am Ende mit ihrem Kleinkind von der Strasse, bis sie Claude verarmt am Wegrand aufliest. Er kennt die Frau von früher, erkannte ihr grosses Herz und wusste daher genau, auf was er sich da einlässt. Heute lebt die Frau ein neues, total anderes Leben, schaut während Claudes und Nicoles Abwesenheit zum kleinen Anwesen, sorgt sich um den Haushalt und die Haustiere. Im Gegenzug erhält sie von Claude alles Nötige und noch ein bischen mehr, und das Töchterchen darf eine gute Schulbildung in einer renommierten Privatschule besuchen, ein Privileg, das nicht viele Einheimische auf der Insel kennen. Als Schutz gegen allfällig ungebetene Gäste bewacht Mastiff "Bruce", ein Bulle von einem Hund, die kleine Familie. Claudes Leitspruch in diesem Zusammenhang lautet: "Versuche nicht, die ganze Welt zu retten, aber du kannst versuchen, eine kleine Welt glücklicher zu machen." Die scheue Frau verdankt es ihm mit ehrlicher, ergebener Loyalität.


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So, und jetzt ist es an der Zeit, für einmal die eingerosteten Beine etwas in Schwung zu bringen. Und dass das sogar unsere Kleinen akzeptieren, nimmt Claude seinen Sabberhund Bruce mit auf die Wanderung. Der Weg führt uns hinaus, entlang an den Reisfeldern, in die kleinen Siedlungen ausserhalb des Städtchens Betafu. Es ist das erste Mal, dass wir den Kontakt zu den Bauern auf den Höfen und in den Feldern geniessen können. Und für dies ist so ein Spaziergang genau das Richtige. Schon von beginn weg schliessen sich drei junge Frauen unserer Gruppe an. Es sind Schülerinnen auf dem Heimweg. Anfänglich verhalten sie sich sehr scheu und zurückhaltend, sie sind aber sehr interessiert und ständig am tuscheln und kichern, bleiben dennoch stets auf Distanz. Ob da wohl noch Bruce das Seinige dazu beiträgt?


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Bei einem kleinen Hof lauern uns die Kinder auf, sie springen, spielen und lachen und bald darauf weiss es die ganze Gegend, dass da Vasaha's im Anmarsch sind. Wenn etwas hier ausgezeichnet funktioniert, dann das Buschtelefon. Auf uns aufmerksam geworden, bittet uns eine Frau auf ihr Grundstück. Es entsteht sofort ein reges Treiben und bald stehen mindestens 20 Personen rund um uns herum. Jetzt ist auch klar, was unser Besuch bewirken soll: endlich mal ein weisses Kind in ihre Arme zu schliessen, die helle Haut zu berühren. Sofort werden DI und MA in die Obhut der Frauen genommen. Es entsteht ein richtiges kleines Festchen, es wird gelacht und gejohlt. Uns wird dabei klar gemacht, dass sie die beiden Kinder nicht mehr zurückgeben wollen. DI und MA machen gute Mine zu diesem Spiel, aber bald geben sie den Hofbewohner zu verstehen, dass es jetzt genug der Festerei und der Betoucherei sei, sie möchten jetzt wieder zurück zu den Bleichgesichtern.

Wir winken einander nochmals freundlich zu und verlassen die Gärten der Lehmhütten, um unseres Weges weiter zu gehen. Die Dorfkinder bleiben uns natürlich erhalten, sie begleiten uns auf Schritt und Tritt, aber immer in sicherer Entfernung. Und die drei Schülerinnen?! Die haben sich ihrer Scheu entledigt! Sie packen sich DI an den Händen und marschieren mit ihr dem Weg entlang. Unsere Wanderung verläuft weiter durch die Felder der fruchtbaren Gegend. Überall werden Gemüse, Mais und Zuckerrohr angebaut. Auch der Reis steht schon zum Ausstecken bereit. Die Terrassen ziehen sich weit durch die Hänge des kleinen Tals, und überall, wo man uns erblickt, schauen die Menschen auf und winken uns lachend zu. Ja doch, in dieser Gegend sind wir angekommen, da fühlen wir uns wohl, ja fast ein bischen zuhause.


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In einem Pousse-pousse, einer art Rikscha auf madagassisch, erkunden wir am späten Nachmittag das kleine Städtchen Antsirabe, bevor's dann bereits um 18.00 Uhr wieder einnachtet. Die "Busbus"-Taxisprinter zeigen uns mit viel Stolz all die Sehenswürdigkeiten und die ehemaligen Kolonialbauten. Sie wissen auch immer grad sofort, was sich nun zu fotografieren lohnt, auch wenn da die Geschmäcker doch etwas auseinanderdriften! Im Gegensatz zur asiatischen Rikscha, sind die Pousse-pousse kleine einachsige Kutschen, die ohne technische Hilfe, nur durch die Muskelkraft der immerzu springenden Männer gezogen werden. Durch die ideale Gleichgewichtsverteilung der Passagiere hängen die arbeitenden "Busbusfahrer" schier in den Deichselstangen und brauchen so oft nur noch die Beine zu bewegen, ohne dabei gross ihr eigenes Körpergewicht mitzutragen.

Am Abend besuchen wir kurz den Gemüse- und Fleischmarkt von Antsirabe. Der Appetit auf ein schönes saftiges Steak kann einem beim Anblick der hängenden Schweinehälften inmitten der rumschwirrenden Fliegen bald mal vergehen. Daher gönnen wir uns anschliessend beim spanisch-französischen "Italiener" noch eine wirklich feine Pizza und verabschieden uns danach ins "weiche" Bett.

Übrigens: Nach unserer Wanderung wurde Bruce von einem kleinen bissigen Köter angegriffen. Der gemütliche und liebenswürdige Bruce wusste sich nicht zu wehren und konnte nur mit der Hilfe von Herrchen Claude aus dieser misslichen Situation befreit werden. .....Dabei hätte unser Bruce diese Strassenmischung glatt in einem Bissen runterwürgen können. .....der Ärmste!
zuletzt bearbeitet 26. Sept. 2012
5'479 Beiträge · seit 200927. Sept. 2012 · #18
Ein wirklich toller Reisebericht.

Gibt's denn auch ein Foto von Bruce?
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