Namibia - Ein Traum der fast ein Albtraum wurde

64 Antworten · 31,8k Aufrufe · gestartet 23. Juli 2012 von L4ndRov3r
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Themenstarter19 Beiträge · seit 201223. Juli 2012 · #1
Liebe Namibiafans und Afrika-Begeisterte,

zuerst einmal möchte ich mich für die vielen, vielen hilfreichen Themen und Beiträge in diesem Forum bedanken.

Auch wenn ich mich erst jetzt - also nach unserem Urlaub – hier registriert habe, verging in den Wochen vor unserer Abreise wohl kaum ein Tag in dem ich mich nicht durch die vielen Threads und Beiträge in diesem tollen und lebendigen Forum geklickt habe. Wir haben hier viele wertvolle Infos und Tipps erhalten, die uns in Namibia mehr als einmal geholfen haben.

Bevor ich mit unserem Reisebericht starte, hier noch ein paar allgemeine Infos zum geplanten Reiseverlauf:

Reisedauer: 18 Tage

Unterkünfte: Camping als auch Lodges

Reiseroute:
Windhoek/Airport – Windhoek Chameleon Backpackers
Mesosaurus Fossil Site (Camping)
Canon Lodge
Klein-Aus Vista (Camping)
Triasberge/Koiimasis (Camping)
Sesriem - Little Sossus Campsite (2 x Camping)
Solitaire - Solitaire Guest Farm (Camping)
Swakopmund – Villa Wiese
Spitzkoppe (Camping)
Erongo Wilderness Lodge
Wesrand 19 (Camping)
Etosha – Okaukuejo, Waterhole Chalet
Etosha – Halali, (Camping)
Otavi - Khorab Lodge (Camping)
Waterberg – Weaver´s Rock (Camping)
Windhoek/Airport

Fahrzeug: Land Rover Defender mit Dachzelt und allem Pipapo

… was sonst noch? Vor allem eins: Glück!


Here we go …

Wir starteten zu unserer recht straff geplanten Tour durch Namibia am 22.06. von Frankfurt aus. Da ich ursprünglich aus der Gegend von Frankfurt komme, gestaltete sich der Transfer zum Flughafen äußerst entspannt, wohingegen die innerliche Anspannung mehr und mehr stieg. Dies sollte für mich und meine Freundin der erste Besuch auf dem afrikanischen Kontinent sein und auch die erste vollkommen selbst geplante und organisierte Reise überhaupt (Ok, den ein oder anderen Urlaub hat man natürlich auch selbst geplant, aber eine Selbstfahrerrundreise durch ein afrikanisches Land ist dann doch nochmal etwas anderes).
Im Flugzeug dann gleich der erste Dämpfer. Unsere Plätze waren in der letzten Sitzreihe vor und neben den Flugzeugtoiletten (Reihe 32 H). Am schlimmsten war daran, dass sich die Sitze nur ca. 3 cm nach hinten verstellen ließen. Dies, in Kombination mit der in regelmäßigen Abständen von den anderen Passagieren frequentierten Toilette neben unserer Sitzreihe, sorgte für einen zehnstündigen Nachtflug an dessen Ende wir mit einem entsprechenden Schalfdefizit zu kämpfen hatten. Aber egal, denn wir wussten am Flughafen würde uns bereits ein Highlight unserer Reise erwarten. Der Defender.
Schon ganz zu Beginn unserer Reiseplanung, kurz nachdem Namibia als Ziel auserkoren wurde, stand – zumindest für mich – fest, dass wir die Reise NUR in einem Land Rover Defender machen werden. Der Defender war vor unserer Reise schon eines meiner absoluten Lieblingsautos und mit keinem anderen Fahrzeug verbinde ich Afrika so stark wie mit dem kantigen Land Rover.
Das Problem war nur, dass bei unseren ersten Anfragen im März schon kein Defender – die bei den Autovermietungen Namibias ohnehin nicht sonderlich stark vertreten sind – zu haben war. Also was tun? Habe ich schon erwähnt, dass ich die Reise nur in einem Defender machen will? 😉
Vielleicht spiegelt sich jetzt auf dem Gesicht des ein oder anderen ein ähnliches Unverständnis wider wie damals auf dem meiner Freundin, aber Afrika + Geländewagen = Defender. Ist nun mal so – zumindest für mich.
Wir haben dann eine Autovermietung in Südafrika gefunden, die ausschließlich Land Rover Defender im Programm hat (http://www.africangetaway.net/). Natürlich mussten wir noch etwa 700 Euro zusätzlich für den Transfer von Kapstadt zahlen, aber da die Tagesraten im Vergleich zu den restlichen Anbietern (auch in Namibia) relativ günstig waren und z. B. auch das Satellitentelefon im Preis inbegriffen war, schmerzten uns diese Mehrkosten nicht allzu sehr.

Und da stand er… wie erträumt, nur besser - weil echt. Nach der entsprechenden Einführung durch Marc von der Autovermietung, saßen wir auch schon selbst hinter dem Steuer und fanden uns auf der Straße nach Windhoek. Afrika! Endlich! Wie die kleinen Kinder saßen wir mit großen Augen in unserem Wagen und saugten alles in uns auf, die Bäume, die Sträucher, der Geruch, das Licht und vor allem die Farben… alles so anders.
Die Fahrt nach Windhoek verging wie im Flug und auch das erste Tagesziel – Chameleon Backpackers - war schnell gefunden. Da es ja noch früh am Morgen und unser Zimmer noch nicht fertig war, frühstückten wir erst einmal ausgiebig und genossen noch eine Stunde die afrikanische Sonne in den Liegestühlen am kleinen Pool. Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten und frisch geduscht waren, galt es erst einmal die Vorräte für die kommenden Etappen einzukaufen. Auf unsere Nachfrage hin erklärte uns die nette Dame an der Rezeption den Weg zum nächsten Supermarkt (ca.800 Meter die Straße runter). Der Supermarkt selbst entpuppte sich dann eher als Mall mit einer Vielzahl an Geschäften. Neugierig schlenderten wir durch die Gänge und sondierten das Warenangebot… hier ist mir speziell das Netz mit einem gefühlten Doppelzentner Orangen für umgerechnet 2 Euro in Erinnerung geblieben. Die erwartete Exotik des Warenangebots ließ dank Globalisierung allerdings noch etwas auf sich warten. Nach ein paar Burgern bei Wimpy machten wir uns gestärkt wieder auf den Weg zurück, wobei uns der Weg zu unserer Unterkunft vollbepackt mit Einkaufstaschen doch um einiges länger vorkam. Der volle Magen, das Schleppen der Einkäufe und die Nacht ohne viel Schlaf machten sich nun schlagartig bemerkbar und wir verschliefen ohne ein allzu schlechtes Gewissen unseren ersten Tag in Afrika. Gegen Abend tranken wir noch ein Bier an der Bar des Backpackers und ließen die Atmosphäre auf uns wirken. Der liebevoll dekorierte Sitzbereich vor der Bar, der Geruch von gegrilltem Fleisch und… laute, elektronische Musik!?! Naja, irgendwann häufen sich auch mit 35 Jahren die Momente in denen man sich „alt“ vorkommt, bzw. durch seine bloße Anwesenheit den Altersschnitt merklich hebt. Das hier war so ein Moment. Zum Glück wurde auch hier die EM im Fernsehen gezeigt und mit Beginn des Abendspiels verstummte auch die Elektromukke. Für uns hieß es aber sowieso: früh ins Bett. Denn morgen stand gleich unsere längste Etappe von über 500 km auf dem Programm. Wir beschlossen den Wecker auf 5:00 Uhr zu stellen, da wir noch möglichst viel vom kommenden Tag und unserem Aufenthalt bei der Mesosaurus Fossil Site haben wollten. Allerdings sollten wir dort nie ankommen…

Noch vor Morgengrauen öffnete uns ein sichtlich durchgefrorener Wachmann das Tor unseres abgeschotteten Parkplatzes. Die 3 Dollar Trinkgeld in seiner Hand betrachtend sinnierte er niedergeschlagen, dass ihm jetzt noch 7 Dollar fehlen würden, damit er sich das Taxi nach Hause leisten könne. Na gut, in der Gewissheit, dass es natürlich kein Taxi nach Hause für ihn geben würde und das er dies als Ausrede nutzte uns „reichen“ Touristen ein wenig Geld aus der Tasche zu ziehen, gaben wir ihm sein „Taxigeld“ schließlich und er sicherte uns immerhin eine gratis Autowäsche zu, sofern wir einmal wiederkommen sollten.
Nach einem Tankstopp ließen wir schließlich Windhoek hinter uns um im Licht der aufgehenden Sonne auf der B1 nach Süden Richtung Keetmanshoop. Schon nach einigen Kilometern außerhalb der Stadtgrenze wurde uns zum wiederholten Mal bewusst, wie groß der Unterschied zu Deutschland eigentlich ist. Ich machte meine Freundin gerade auf die vermeintlich streunenden Hunde am Straßenrand 100 Meter vor uns aufmerksam, als ich erkannte, dass dies überhaupt keine Hunde waren. Das waren Affen! Wir hielten etwa 50 Meter hinter der Stelle an der wir sie gesichtet hatten, als eine ganze Horde laut brüllend die Straße überquerte. Toll!
Wir kamen – natürlich abgesehen von den zahlreichen Fotostopps – sehr gut voran. Unseren zweiten Tankstopp machten wir in Mariental und dort wechselten wir uns auch das erste Mal beim Fahren ab.
Weiter ging es die kerzengerade B1 hinunter. Nach ca. 40 Km kam uns ein großer LKW entgegen und wir fuhren um etwas Abstand zu halten und durch den Luftdruck des vorbeifahrenden Lasters ein wenig weiter nach links. Meine Freundin korrigierte dies und wir fuhren darauf aufgrund der Massenträgheit und des, durch die Dachzelte, hohen Schwerpunkts des Wagens etwas nach rechts. Die entsprechende Lenkbewegung in die Gegenrichtung hatte ein diesmal stärkeres Schaukeln des Wagens nach links zur Folge, worauf wiederum eine entsprechend stärkere Lenkbewegung folgte um dies auszugleichen. Der Kopf sagt einem immer „ich muss das Auto auf der Straße halten, ich muss das Auto auf der Straße halten“ und wenn man nicht geübt ist mit größeren, vollbeladenen Wagen mit hohem Schwerpunkt zu fahren zieht das immer stärkere Schaukeln eben auch immer stärkere Lenkbewegungen nach sich. Der Wagen schaukelte sich immer mehr auf und ich rief noch „Brems!, Brems!, Brems!“ (was in dieser Situation genau der falsche Ratschlag war), doch zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits das Heft aus der Hand gegeben und die Physik hatte übernommen. Wir überschlugen uns und ich sehe noch genau vor mir wie die Windschutzscheibe splittert und nach innen kommt. Dann ist einen kurzen Moment alles schwarz und als ich benommen die Augen aufmache stehen wir wieder auf allen vier Rädern schräg im Straßengraben, das Radio läuft noch aber sonst herrscht im Innenraum das absolute Chaos. Mir scheint nichts zu fehlen und angstvoll drehe ich mich zu meiner Freundin um. Auch sie scheint ok zu sein und dreht sich im selben Moment zu mir um. Jeder frag den anderen mehrfach ob auch wirklich alles in Ordnung ist – ist es. Wir bewegen uns wie in Trance. Meine Freundin meint ich blute am Kopf. Stimmt, auf meinem Polohemd und meiner Hose sind Bluttropfen. Ich spüre nichts. Ich steige aus und versuche von außen ihre Tür aufzumachen – geht nicht. Aus dem Augenwinkel sehe ich das erste Auto 100 Meter entfernt halten. Ich klettere wieder in den Wagen und hole meine Freundin raus. Wir stehen beide unter Schock und umarmen uns. Unser Gepäck und die Ausrüstung sind um den Wagen herum verstreut, der Dachträger liegt mit den Dachzelten noch nahe der mit Glassplittern übersäten Straße…



… morgen geht´s weiter
521 Beiträge · seit 201123. Juli 2012 · #2
Oje, das klingt ja fürchterlich. Zum Glück ist Euch nichts passiert! Ihr hattet wohl einen riesen Schutzengel!

Ich glaube, alle die schon mal mit einem größeren Gefährt unterwegs waren, wissen genau, wovon Du sprichst, von Seite zu Seite zu schaukeln und den Wagen nicht mehr wirklich unter Kontrolle zu haben. Das macht man ein mal mit und mit Glück passiert bei diesem einem mal auch nichts.

Bin gespannt, wie es weiter geht, ob Ihr Eure Reise noch geniessen konntet und wie Ihr weiter gefahren seid?

Vielleicht kannst Du ja schon schneller weiterrschreiben?

Gruß,
Nunanani
Südafrika, Botswana, Namibia, Zimbabwe, Mosambik,...
1'667 Beiträge · seit 201123. Juli 2012 · #3
Oh weh, was ein übler Urlaubsanfang. Ich hoffe, es ging noch einigermassen gut aus für Euch.

Eines der vielen Nachteile eines Defenders ist leider auch, dass er eine furchtbare Strassenlage hat und sich gerne aufschaukelt.

Mit unserem Defender sind wir am ersten Tag kaum über 100 gefahren (und das auf der südafrikanischen Autobahn).

Schreib schnell weiter, Du hast uns alle neugierig gemacht.

LG
Montango
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
2'085 Beiträge · seit 201223. Juli 2012 · #4
... was für ein Einstieg! Vielleicht eine Frage doch schon vorab: Seid ihr denn beide wieder heil zu Hause angekommen???
Man hört solche Geschichten ja immer wieder und kann/mag sich's einfach nicht wirklich vorstellen. Und wenn ich so zwischen den Zeilen lese, könnte es sein, dass das noch nicht alles war?

Wir waren im April auch zum ersten Mal in Namibia, auch zum ersten Mal mit Dachzelt, einige von euren Stationen waren auch unsere. Jetzt bin ich sehr gespannt auf deine Fortsetzung und hoffe doch sehr, dass du die oben gestellte Frage mit einem eindeutigen JA beantworten kannst.
Grüße Franzicke
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
4'528 Beiträge · seit 200723. Juli 2012 · #6
Hallo Unbekannter 😉

Zuerst möchte ich Dir für die Schilderung Eures Unfalles Danken !
Der Bericht macht mich nachdenklich und das ist auch gut so.

Gott sei Dank habt Ihr den Überschlag wohl ohne ernsthafte Verletzungen überstanden, das ist ja wohl erst einmal das Wichtigste !

Ich bin gespannt, wie es weitergeht und hoffe auch, daß Ihr trotz dieses üblen Anfanges noch dasBeste aus der restlichen Reise machen konntet.

Viele Grüße
Casimodo
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
zuletzt bearbeitet 23. Juli 2012
109 Beiträge · seit 201023. Juli 2012 · #7
Gut dass Ihr darüber berichtet,
Danke!
Arnd
2'460 Beiträge · seit 200623. Juli 2012 · #8
Erst einmal ein herzliches Willkommen im Forum.

Trotz der sommerlichen Temperaturen habe ich beim Lesen deines Postings eine Gänsehaut bekommen. Ich hoffe, dass - wie du es zumindest andeutet und auch im Titel zu entnehmen ist - ihr körperlich im wesentlichen unversehrt den Unfall überstanden habt. Ich bin gespannt, ob ihr eure Reise halbwegs wie geplant fortsetzen konntet. Bitte schreibe schnell weiter.

VG Chrissie
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
4'451 Beiträge · seit 200823. Juli 2012 · #9
Vielen Dank dafür das Ihr darüber berichtet. Das macht uns Allen zwar schaudern aber wiedermal daran erinnert, das so ein vollbeladenes Auto auch eine Gefahr birgt.
Ich hoffe das euere Reise nun doch weiterhin schön war .
Liebe grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
2'048 Beiträge · seit 200723. Juli 2012 · #10
Hallo Landrover,
erstmal ein willkommen hier im Forum und ein herzlichen Dank für das Einstellen dieses Berichtes.
Du schreibst, du hast vor der Reise hier viel gelesen. Trotzdem passieren dir die typischen Anfängerfehler: Fehleinschätzung der Fahrkünste mit dem ungewohnten Fahrzeug, auf der falschen Seite und mit ganz anderen Fahreigenschaften. Dazu eine Tour mit nur einer 2x-Übernachtung, also eher eine Ralley als eine Urlaubsreise.Ich schreibe das hier alle paar Wochen, wenn ich Zeit und Lusthabe die Ersttäter-touren anzuschauen. Das will nur keiner hören, sondern möglichst viel sehen in möglichst wenig Tagen. Gut finde ich, dass ihr wenigstens noch in Windhoek übernachtet habt. Aber als Einstieg eine so lange Strecke und keine Zeit für die Gewöhnung an Linksverkehr und Fahrzeug.
Carsten Möhle stellt hier immer mal was zu den Touristenunfällen ein. Er (nicht ich!) behauptet ja auch, dass es besonders gefährlich wird, wenn die Ehefrau am Steuer ist. Dazu kommt, dass wir hier mangels Schnee und dank der technischen Spielereien unserer Autos verschiedene Fahrtechniken wie triften und Schleudern im Alltag nicht mehr erleben und dann in besonderen Situationen auch nicht richtig reagieren. Da nutzen zig-tausend Autobahnkilometer in Europa nicht viel. Afrika ist anders.

Nachdenkliche Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
359 Beiträge · seit 201023. Juli 2012 · #11
Hallo Landrover,

Super. Mehr braucht man erstmal nicht zu sagen.

Und lass dich bitte nicht von den "Ich habs euch ja gesagt, aber ihr wolltet nicht hören" Kommentaren die kommen werden unterbuttern. Viele glauben nach ein paar Afrikareisen und zigtausend Kilometern Loeb`s Brüder zu sein.

Ich bin allein in Namibia über 50.000 Kilometer gefahren und die brenzligen Situationen hatte ich nicht in der ersten Zeit. Warum, kann man sich ja selber denken. Kann jedem passieren.

Gruß aus Windhoek
Kowo
Gast23. Juli 2012 · #12
jaw schrieb:Hallo Landrover,

Carsten Möhle stellt hier immer mal was zu den Touristenunfällen ein. Er (nicht ich!) behauptet ja auch, dass es besonders gefährlich wird, wenn die Ehefrau am Steuer ist. Dazu kommt, dass wir hier mangels Schnee und dank der technischen Spielereien unserer Autos verschiedene Fahrtechniken wie triften und Schleudern im Alltag nicht mehr erleben und dann in besonderen Situationen auch nicht richtig reagieren. Da nutzen zig-tausend Autobahnkilometer in Europa nicht viel. Afrika ist anders.

Nachdenkliche Grüße
jaw
.... aber wiederholt werden muss der unsägliche Kommentar

Frau
zuletzt bearbeitet 23. Juli 2012
4'451 Beiträge · seit 200823. Juli 2012 · #13
hier haben schon Andere berichtet , wo die Männer beim Unfall am Steuer saßen. 😉 Hier ist doch nur wichtig, das uns dieses vom Landrover Berichtet wird , nichts schlimmeres passiert ist und nicht wieder diese ewige Belehrungen, die braucht doch kein Mensch 🤢
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
1'667 Beiträge · seit 200923. Juli 2012 · #14
jaw schrieb:Hallo Landrover,
Carsten Möhle stellt hier immer mal was zu den Touristenunfällen ein. Er (nicht ich!) behauptet ja auch, dass es besonders gefährlich wird, wenn die Ehefrau am Steuer ist. Dazu kommt, dass wir hier mangels Schnee und dank der technischen Spielereien unserer Autos verschiedene Fahrtechniken wie triften und Schleudern im Alltag nicht mehr erleben und dann in besonderen Situationen auch nicht richtig reagieren. Da nutzen zig-tausend Autobahnkilometer in Europa nicht viel. Afrika ist anders.

Nachdenkliche Grüße
jaw
Das mit der Ehefrau überlese ich mal ganz galant...

LG Birgitt
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zuletzt bearbeitet 23. Juli 2012
5 Beiträge · seit 201123. Juli 2012 · #15
engelstrompete schrieb:hier haben schon Andere berichtet , wo die Männer beim Unfall am Steuer saßen. 😉 Hier ist doch nur wichtig, das uns dieses vom Landrover Berichtet wird , nichts schlimmeres passiert ist und nicht wieder diese ewige Belehrungen, die braucht doch kein Mensch 🤢
Ich sehe den Bericht allemal als gute Chance für jede(n) selbst (!) zu analysieren, welches Verhalten in solchen Situationen angebracht ist.

Bin gespannt auf die Fortsetzung..
2'462 Beiträge · seit 200624. Juli 2012 · #16
baboon schrieb:
jaw schrieb:Hallo Landrover,

Carsten Möhle stellt hier immer mal was zu den Touristenunfällen ein. Er (nicht ich!) behauptet ja auch, dass es besonders gefährlich wird, wenn die Ehefrau am Steuer ist. Dazu kommt, dass wir hier mangels Schnee und dank der technischen Spielereien unserer Autos verschiedene Fahrtechniken wie triften und Schleudern im Alltag nicht mehr erleben und dann in besonderen Situationen auch nicht richtig reagieren. Da nutzen zig-tausend Autobahnkilometer in Europa nicht viel. Afrika ist anders.

Nachdenkliche Grüße
jaw
.... aber wiederholt werden muss der unsägliche Kommentar

Frau
Witziger wird es durch zunehmende Wiederholungen darüber hinaus auch nicht 😗
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
2'085 Beiträge · seit 201224. Juli 2012 · #17
Moin allerseits!

Ist es nicht so, dass Carsten Möhle seine Antworten, Kommentare, Meinungen, Beiträge einfach besser selbst schreibt?!?
Ich glaube nicht, dass man hier seine an anderer Stelle geschreibenen Worte zitieren muss. Mal ganz davon abgesehen, ob das bei der geschilderten Situation angebracht wäre ... Ich selbst finde es schlimm genug, was da passiert ist am ersten Tag eines Traumurlaubs und ich glaube kaum, dass es einen gibt, dem oder der sowas noch gar niiie hätte passieren können. Also an Landrover nochmals DANKE für den Wachmacher!
Leicht angezickte Grüße
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
415 Beiträge · seit 201024. Juli 2012 · #18
Hallo

ich leide sehr mit Euch mit!

Jeder von uns erkennt sich in der Beschreibung Eurer ersten Eindrücke wieder. Und jeder hat auf seinen ersten großen Reisen diese anfängliche Sorge gehabt, ob alles funktionieren wird. Und jeder fühlte sich dann nach einiger Zeit irgendwie sicher - Du denkst dann beim Fahren: "ist doch gar nicht so schlimm...." Doch irgendwann ist da die unerwartete Situation und alles ist anders, als man es sich je vorgestellt hat (bei mir war es nach einigen Tagen ein von links über die Pad rasendes Zebra, mit dem ich gerade so nicht kollidiert bin, aber ein grenzwertiges Schleudern löste es bei mir aus).
Im Nachhinein muss ich sagen, es passierte mir in dem Moment, in dem ich mich am sichersten fühlte (Du denkst beim Fahren: "ist doch gar nicht so schlimm....").

Ich habe daraus, aus anderen Unfallberichten und nun wieder aus Eurer Geschichte für mich gelernt: Werde am wachesten, wenn Du das Gefühl hast, alles gut zu beherrschen !

Da Eure Route viele, mir bekannte Punkte enthält, bin ich nun auch sehr gespannt, wie Ihr aus diesem Schlamassel wieder herauskommt....

ich hoffe nun sehr auf ein gutes Ende - bitte, bitte!
Jens-Uwe
Meine letzten Reisen
zuletzt bearbeitet 24. Juli 2012
240 Beiträge · seit 200824. Juli 2012 · #19
Ich bin gespannt wie es weitergeht und hoffe ihr konntet euch von dem Schock erholen.
Hauptsache es ist euch nicht`s ernsthaftes passiert !!
In meiner aktiven Zeit bei der BW wahr ich als Fahrer eingesetzt und u.a. auch einige Wochen in Canada (Truppenübungsplatz Shilo) eingesetzt, bei dem Gelände und den dortigen "Strassen/Pad`s" ist es mir auch 2 x passiert den Geländewagen zu versenken und einmal umzukippen... das passiert also "Mann" genau so !


... einen "Landi" bin ich bisher nur einige male auf kürzeren Strecken in Nam gefahren, ich muss sagen ich bin kein Fan dieses Autos und seiner Fahreigenschaften !!
... still running against the wind ...
4'129 Beiträge · seit 200824. Juli 2012 · #20
Hallo, L4ndRov3r!

Welch ein Albtraum! - egal ob am Anfang oder Ende einer Reise oder zuhause.
Ein solcher Unfall ist was Schreckliches!
Ein Glück, dass ihr es „heil“ überstanden habt.

Ich weiß schon, warum wir immer so langsam fahren (außer Eselskarren, überholen wir eigentlich selten Jemanden 😉 ) und bei entgegenkommenden Fahrzeugen gehen wir auch gerne mal vom Gas und an die Seite – wir sind halt kleine Schisser – und das mit Überzeugung!!

Alles Gute für euch.
Jeder macht irgendwann mal Fehler, - wir könnten über die Jahre eine Menge eigene Fehler aufzählen, - meistens geht es trotzdem gut und manchmal hat ein solcher Fehler eben leider böse Folgen. Ihr seid, so scheints, quasi mit einem blauen Auge davongekommen.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 24. Juli 2012