Desert Lion Conservation (War: Zwei Halsbänder...)

527 Antworten · 149k Aufrufe · gestartet 16. Juli 2012 von Guido.
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370 Beiträge · seit 201130. Sept. 2012 · #161
Cool, das freut mich! 🙂
N A M I B I A 2012 N A M I B I A / B O T S W A N A 2013 B O T S W A N A 2016
ThemenstarterGast30. Sept. 2012 · #162
Hallo,

Über das Satfon der Lilytrotters gab es gerade einen Anruf von Philip. Er freut sich riesig und dankt allen für die Unterstützung!

Auf der Desert-Lion-Website ist die Halsband-Übergabe auch schon dokumentiert.
http://desertlion.info/news.html

collars1.jpg


collars2.jpg


Die lilytrotters vor Flips Auto (Da Philip Satellitenkosten sparen muss, sind die Bilder wie gewohnt nur winzig. Wir bekommen sie später sicher mal größer).

In dem oberen "Klumpen" an dem Halsband steckt übrigens der GPS-Empfänger und die Antenne für das Iridium-Satellitennetz. In dem unteren Klumpen sitzt die Batterie. Das Halsband wiegt insgesamt ca. 1 kg und die Batterie sollte etwa 2 Jahre halten. Das Halsband kann über das Satellitennetz in beide Richtungen kommunizieren, d.h. selbst Daten senden, aber auch Konfigurationsbefehle empfangen. So ließe sich später z.B. das Intervall anpassen, in dem Daten gesendet werden.

Das nicht lesbare Schild, sieht eigentlich so aus.

schild_2012-09-30.gif


Ein großes Dankeschön auch an die Lilytrotters, die ihre Reiseplanung weitestgehend an der Problematik ausgerichtet haben, Philip nun irgendwie irgendwo zu treffen ohne sich vorab mit ihm verabreden zu können.


Beste Grüße

Guido

Nachtrag: Sorry an alle Unterstützer aus der Schweiz, Namibia (ggf. auch Österreich und Niederlande?), das auf der Desert-Lion-Website aktuell nur Germany steht. Der Text war nicht abgestimmt und ich versuche das korrigieren zu lassen.
zuletzt bearbeitet 30. Sept. 2012
4'528 Beiträge · seit 200730. Sept. 2012 · #163
Hallo @ Guido und alle anderen Spender,

wir sind hier gerade in Cefalu/Sizilien in einem klimatisierten Zimmer
und lesen mit Freuse Deinen Post.

Kerstin und ich möchten uns noch einmal ganz ausdrücklich für DEIN Engagement bedanken. Und jetzt die Fotos der Halsbänder mit den Lillitroters zu sehen, dürfte für Dich ja auch ein Stück LOhn für die geleistete Arbeit sein.

Jetzt hoffen wir auf eine positive Zukunft für die Löwen und Mr. Stander.

Liebe Grüße
Carsten und Kerstin
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
730 Beiträge · seit 200630. Sept. 2012 · #164
Auch von mir ein Hallo an Guido, an die Überbringer Lilytrotters und alle Spender,

toll, dass die Halsbänder gut am Ziel gelandet sind.
Nun müssen sie nur noch ihren Dienst tun und zum hoffentlich positiven Verlauf des Projektes beitragen. Ich drücke die Daumen.


Viele Grüße
Ina
Unsere Website - Reisen ins südliche Afrika: www.inado.de => SCHWERPUNKT KGALAGADI
ThemenstarterGast30. Sept. 2012 · #165
Hallo Kerstin und Carsten,

vielen Dank auch noch einmal für Eure Unterstützung. Und viel Spaß in Cefalu. Ich war 2009 um diese Jahreszeit da und fand die Altstadt sehr schön.

Die Lilytrotters haben sich auch noch mal gemeldet. Momentan gibt es kein Radiosignal von Rosh. Falls der Akku vom alten Halsband von Rosh schon komplett leer sein sollte, wird es schwierig ihn zeitnah zu finden.

Beste Grüße

Guido
ThemenstarterGast03. Okt. 2012 · #166
Hallo,

wieder ein kurzes Update: Leider sieht es so aus, als wenn die Lilytrotters nicht beim Darten und Anlegen des Halsbandes dabei sein können und wir kein entsprechendes Filmmaterial bekommen. Was will man machen, wenn die Löwen sich einfach nicht an unseren Terminplan halten?

Zunächst gab es noch ein kleines technisches Problem. Die Halsbänder hatten sich nicht im Iridiumnetz eingeloggt. Das konnte dank AWT und Peter Sander aber gelöst werden. Von Rosh fehlt leider weiter jede Spur. Und dann hat das Huab-Männchen XPL-68 überraschend kehrt gemacht und ist wieder ins Hoanib-Delta gewandert. Da hat er vor Kurzem schon mal kräftig Prügel von den 3 Löwinnen dort bekommen, die ihre 5 Cubs verteidigt haben. Deshalb hat Philip erst einmal beschlossen, das zu beobachten. Weiterhin hofft er seit Jahren, dass die Löwen auch mal die letzten Kilometer bis zum Atlantik wandern und die Robbenkolonie als dauerhafte Futterquelle entdecken. Vielleicht tut ihm das besonders wanderfreudige Huab-Männchen ja den Gefallen...

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 04. Okt. 2012
4'129 Beiträge · seit 200817. Okt. 2012 · #167
Somewhere in the Hoanib…






Liebe Spender! Liebe Fomis!

Wir sind zurück.
Und wir haben viel Zeit in der Wüste verbracht.
Von 21 Reisetagen, 4 Tage Werkstatt, 14 Tage Palmwag Area und Hoanib, der Rest Fahrtage.

Die Übergabe der Halsbänder war eine ziemlich kuriose “Terminangelegenheit” und es geschah irgendwo im Hoanib.
Ohne die “Triangle-Communication” – Guido mit P. Stander und umgekehrt, dann Guido mit uns, Satphon/SMS, dann wir mit Guido, Satphon/Sprache ( – unser Satphon konnte SMS empfangen, aber keine SMS senden… die Rechnung sieht entsprechend aus 😁 )
– also ohne diese gute Kommunikation wäre das so nicht möglich gewesen!
Guido hat uns quasi aufeinander zugeführt – naja, eine kleine Routenumstellung unsererseits war auch nötig, denn wir wollten eigentlich erst 8 Tage in die Concession und dann nach Norden in den Hoanib (’n bissl flexibel muss man schon sein, beim Stander, er ist ein vielbeschäftigter Mann). Und ein bisschen die Gegend kennen und ein bisschen vorausschauen und die Möglichkeiten abwägen ist auch von Vorteil.
Und grad als wir uns mal wieder fragten, ob es denn nun bald oder auch nicht so bald klappen würde Philip Stander zu treffen, da kam sein Fahrzeug von weitem entgegen.
Es war sehr nett sich nach drei Jahren wiederzusehen. Wir haben uns sehr gefreut und er hat sich wirklich sehr über die beiden neuen Halsbänder gefreut, die wir ihm im Namen aller Spender übergaben.

Reiseforen - das sind Lebensbereiche, die ein Wissenschaftler natürlich versteht, die aber den Lebens- und Arbeitsbereich (er lebt und arbeitet weit überwiegend in der Wüste) eines Philip Stander nicht wirklich tangieren, - es sei denn, solche Leute wie wir hier im Namibia-Forum und im Wüstenschiff, die für ihn Geld zusammengetragen haben und ihm ein bis zwei GPS Collars spenden, stubsen ihn mit der Nase drauf…
Also haben wir ihm auseinandergepult, wie die Zusammenhänge der großen Sammelaktion waren/sind und welch ein Zufall es war, dass ausgerechnet wir es sind, die ihm die 2 GPS Collars überbringen. Denn viele haben ja für die Collars gespendet, Fomis vom Namibia Forum und vom Wüstenschiff. Wir kennen ja kaum einen der vielen Spender persönlich und es war schon ein besonderer Zufall, dass ausgerechnet unsere Reiseplanung uns zu diesem Zeitpunkt für so lange Zeit in diese Gegend führte, sodass wir als Überbringer für die Halsbänder in Frage kamen.

Dr. Philip Stander ist ziemlich beeindruckt von allen Spendern dieser beiden Reiseforen!
Und von Guidos Leistung. Denn er weiß natürlich, mit wie viel Arbeit und Geduld ein solcher Spendenprozess begleitet werden muss, damit er erfolgreich ist.
Natürlich ist ihm auch die wichtige Rolle der Deutsch Namibischen Gesellschaft klar.
Kurzum, er ist hocherfreut!

Leider hat es nicht sollen sein, dass der „Rosh“ sich so mal eben „termingerecht“ finden ließ. Es gab nicht einmal Spuren von Löwen, auch nicht in den Nebentälern, Stander bekam kein Signal von „Rosh“.
Es ist ja auch immer viel Zufall dabei, auch bei einem Wissenschaftler, der über seine Möglichkeiten verfügt.

Und schließlich hatte P.Stander noch eine ganze Menge Anderes zu tun, als sich mit uns tagelang auf die (wohlmöglich) erfolglose Suche nach „Rosh“ zu begeben. Er hatte Termine.
Kurzum, wir haben keinen Löwen gedartet, nicht einmal einen gesehen.
Dafür hatten wir aber später im Hoanib viele Spuren von brauner Hyäne, - für uns auch etwas sehr besonderes. Wir haben sogar einmal eine gesehen.


Dies erst einmal als kurze Rückmeldung.
Wir hoffen, alle Spender würdig vertreten zu haben.
Ein kleines bebildertes Logbuch werde ich in den nächsten Tagen beginnen.

Liebe Grüße an alle
von den lilytrotters
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 17. Okt. 2012
ThemenstarterGast17. Okt. 2012 · #168
Liebe Lilytrotters,

vielen Dank für die Rückmeldung und vor allen Dingen ganz herzlichen Dank für Euer großes Engagement! Ich habe ja ein bisschen mitbekommen, wie schwer es war, Philip zu treffen und wie sehr Ihr Eure Reise daran ausgerichtet habt. Ich hätte mich mit soviel Ausdauer schwer getan...

Es ist ein bisschen schade, dass Ihr beim Anlegen des Halsbandes nicht dabei sein konntet, aber das kann man eben nicht planen.

Beste Grüße

Guido
4'129 Beiträge · seit 200827. Okt. 2012 · #169
Liebe Spender! Liebe Fomis!

Hier nun das „Logbuch“ unserer Reise im Doppelpack.
Ich denke es passt, wenn ich es als Abschluss dieser erfolgreichen Spendenaktion hier hintendran hänge, auch wenn es eher ein kleiner Reisbericht ist. In einem Extra-Thread wäre dieser Bericht vielleicht etwas bezugslos.

Also los:



Palmwag Concession Oktober 2012
oder
Zwei Halsbänder für Philips Löwen



Eine recht nüchtern zu lesende Nachricht, hier im Namibia Forum Anfang Mai gab den Ausschlag für diese Reise:
Palmwag wird verkauft, Konzession nicht erneuert, Buchungen werden nach dem 1.11. nicht mehr angenommen...
Damit einhergehend stand eine drohende Veränderung des Konzepts von Palmwag im Raum.
Tja. Und da fing es an zu arbeiten, im Hirn des kleinen Reisenden...

Wir waren zuvor noch nie da, in der Palmwag Concession.
Immer haben wir es verpasst, uns dafür Zeit zu nehmen, alles andere war uns immer wichtiger, denn wir dachten: Palmwag, da könne wir ja immer noch mal hin…
In „Torschlusspanik“ machten wir uns daran, diese Reise zu planen und zu buchen, um die Palmwag Concession, dieses Stückchen wenig berührte und noch ziemlich heile Welt zu erleben, bevor es wohlmöglich für uns Normalos zu spät sein könnte.

Nun wissen wir es besser: Dieses Gebiet ist noch nicht verloren, für uns kleine Selbstfahrer...
An der Palmwag Lodge wird sich nichts Wesentliches ändern, sagte uns der „probably new owner“ persönlich auf Palmwag: „Palmwag is an institution!“
Und somit ist das Damoklesschwert, ein eventuelles Ende der Möglichkeit in die Konzession zu fahren zum Glück hinfortgeschwebt. – (Hoffen wir mal, dass diese Info noch stimmt... und nicht schon wieder von irgendwelchen Realitäten überholt wurde...)


Im August dann, flatterte die PM von Guido ins Postfach aller Spender dieser genialen Spendenaktion „Ein Halsband für Philips Löwen“, mit der Frage, wer eventuell zu passender Zeit die Halsbänder übergeben könne. Darüber muss ich ja nun nichts mehr schreiben... ☺

Ehrlich gesagt, haben wir anfänglich gezögert, uns zur Verfügung zu stellen, denn im Allgemeinen „eigenbrödeln“ wir lieber so vor uns hin. Wir sind ja noch nicht einmal Gruppen-kompatibel...
Und es war uns klar, dass mit der Übergabe der GPS Collars auch ein „Auftritt“ auf der HP von Desertlion verbunden sein würde. Wir sind ein wenig altmodisch mit dem persönlichen Erscheinen in der Öffentlichkeit des www. Und natürlich besteht in einer solchen Angelegenheit dann auch eine gewisse Verpflichtung allen Spendern/Fomis gegenüber, dieses Ereignis angemessen zu dokumentieren. Schließlich ist es nicht gewöhnlich, dass ein Reiseforum sich mit einem so großen Engagement einer solchen Sache widmet.
Aber da wir das Engagement von Guido und aller Spender so gut finden und wir überzeugt sind, dass es für eine gute Sache ist, haben wir uns dann gern zur Verfügung gestellt!

Wir waren ja sowieso mit Philip Stander verabredet, - so wie man sich halt in der Gegend verabreden kann. Mit etwas Erfahrung ist das möglich.
Allerdings war die Kommunikation aufgrund eines defekten BGAN Modem ziemlich behindert. Stander konnte keine mails aus dem Feld schreiben. Irgendwie hatte er es trotzdem einmal geschafft, uns zu schreiben, dass er sich freut.

Es wird schon werden. Einerseits waren wir recht gelassen und uns ziemlich sicher, ihn zu treffen, andererseits waren wir doch auch etwas unter Spannung, denn wir wissen nur zu gut, dass man sich in der Wüste auch allzu leicht verfehlen kann...
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 27. Okt. 2012
4'129 Beiträge · seit 200827. Okt. 2012 · #170
Der Beginn unserer Reise fand in einer Autowerkstatt in Windhoek statt. Anfangs lief alles wie am Schnürchen. Große Inspektion, Zusatztank schweißen und 4 Federbolzen wechseln, Federn richten, Radlager nachstellen. Und einiger Kleinkram. Alles super.
Abends kam der Tank vom Schweißer zurück und - dort hatte man ein Leck übersehen.
Es bedurfte noch zweier Anläufe, in zwei Tagen, bis der Schweißer es gepackt hatte. Ein bisschen ärgerlich mit dem angenehmen Nebeneffekt: Durch unseren Zwangsaufenthalt, konnten wir noch viele Kleinigkeiten erledigen und endlich mal ausgiebig mit unseren Freunden schwätzen.
Am Mittwoch Mittag die SMS vom Bwana: Die Sender sind eingetroffen.
Zwischen den Werkstattbesuchen das Paket bei Carsten Möhle abgeholt und eine Runde geratscht. Dann haben wir die Halsbänder gleich sicher im Auto verstaut, abgesehen davon, lassen wir das Auto sowieso nicht aus den Augen.

Mittlerweile ist es Donnerstag Nachmittag, als der Tank endgültig eingebaut werden kann und wir schaffen es man grad noch bis Okahandja, Country Lodge, Camping.
Wir sind irgendwie ein bisschen angestrengt.


Freitag 28.9.
Früh los. Frühstück bei Bäckerei Dekker, im Ort. Eine echte Empfehlung!
Dann nach Westen auf gut ausgebauter B2.
In Omaruru ist eine Kaffeepause in Wronskys House obligatorisch.
Weiter nach Uis. Volltanken. Bei "White Lady Service Station". In großen Lettern prangt der Name am Schattendach der Tankstelle. Cool. Hat so einen Touch von Autobahn-Tankstelle, so etwa wie: Sauerland-West...



SMS von Guido. Unser betagtes SatPhon kann wider erwarten SMS empfangen, aber leider tatsächlich keine senden. Also ist unsere Kommunikation folgende: Guido SMS an uns, wir telefonieren daraufhin mit Guido.
Weiterfahrt nach Norden, die C35 und Abzweig auf die D2610. Wir passieren Twyfelfontein, Huab lassen wir sausen, können wir auf dem Rückweg machen. Auf der C43 Richtung Palmwag.
Durch die Verzögerungen/Autoprobleme sind wir irgendwie noch nicht wirklich in relaxter Urlaubsstimmung.
Es geht bergauf und bergauf und es ist sehr windig. Die Berge sind recht hübsch. Endlich der VetFence vor Palmwag. Mit der untergehenden Sonne laufen wir auf der Campsite ein. Alles ist voll, außer Site 1. O.K. Wir sind eh morgen früh wieder weg.
Ein leckeres Gamesteak zum Dinner und ein kühles Bier tun gut.
Ab ins Bett. Es ist warm und es gibt Mücken. Wir hängen unser Moskitonetz auf.

19:26 SMS: Philip schrieb auf Webseite: Collar-Batterie von Rosh, dem Hoanib-Male leer. Wartet auf Sat-Halsband als Ersatz. Schnell hin 😉 Guido



Samstag 29.9.
Gemütliches Frühstück.
Es gibt noch einiges zu tun. Wasser fassen, räumen, das Auto ist doch ziemlich voll. Wir wollen uns ja auch etwas länger in der Wildnis aufhalten.
An der Rezeption fragen wir nach einer Message von Philip Stander an uns. Nein, es liegt keine vor. Wir zahlen wir für 8 Nächte Concession.
Trotzdem ändern wir unsere Route und werden nicht zuerst in die Concession fahren sondern zum Hoanib hochfahren, entsprechend der Infos, die Guido uns gesendet hat: Philip ist zur Zeit im Bereich des den Hoanib Delta. - Wir telefonieren mit Guido.

Also nach Sesfontein. Vorbei an Khowarib, zuvor 2 Giraffen zur Linken, schöne Tiere.
Sesfontein, ENGEN: Tanken.
Ein kurzer entspannender Kaffee im Fort, unter Palmen und unter deutscher und namibischer Flagge...
Und weiter. Wir zweigen ab in den Hoanib, die Spur ist ziemlich hoppelig und hat einige veritable Staublöcher.
Etwas später durchfahren wir kleine „Flush Flats“, die Spuren zeigen, dass hier mehrmals kräftig gebuddelt wurde, - im Moment problemlos.
Vorm Elephant Song Camp, ein Schild mit genau aufgeführtem Verhaltenskodex für den Aufenthalt in der Gegend.



Wir erreichen Dubis Poort. Das kleine Wasserloch, das zeitweise vor dem Felsen ist, ist zur Zeit trocken.

Bei der Weiterfahrt sehen wir einige Strauße, Springböcke, später 4 Oryx und 2 Eles. An einer engeren Stelle, bearbeitet ein Elefant einen Anatree - und zwar mit Schmackes. Wir warten bis er den Ast verspeist hat und fahren dann im kleinen Bogen (soweit man die paar Meter, so nennen kann, die hier im schmalen Flussbett möglich sind) an ihm vorbei.



Die Sonne steht schon tief. Mudorib. Nix los am Wasserloch. Der Brunnen und der neue Vorratsbehälter sind nun Elefanten-sicher umbaut.
Guido schickt SMS, wir telefonieren, wir werden uns zwischen Mudorib und Amspoort aufhalten, bis Stander uns findet...

Bei Amspoort aus dem Flussbett hinauf auf die dunkle Kies-Fläche, der Mündungsbereich des Tsuxab.
Wir suchen uns einen netten Nachtplatz, ohne neue Spuren zu machen. Es weht stramm von Westen.
Richtig kochen is nicht, es gibt Avocado und eine Dose blöden Reis-Hühnertopf, verlängert mit Brühe, sonst ist es uns zu wenig Flüssigkeit.
Der Sand im Suppenteller spricht seine eigene Sprache: Knirsch...
Es wird uns bald zu stürmisch. Wir sind sehr früh im Bett.
Der Vollmond beleuchtet die Landschaft. Wunderbar. Endlich sind wir wieder in der Wüste!

Notiz von der Desertlion Website:
29 Sep 2012. ... The Huab male (Xpl-68) moved 7.3 km last night and he is still in the Mudorib River.

Xpl-68 war also ziemlich nah, als wir am Mudorib waren...
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 27. Okt. 2012
4'129 Beiträge · seit 200827. Okt. 2012 · #171
Sonntag 30.9
Erste Dämmerung - ich kann keine 20 Meter weit gucken. Nebel umfängt uns. Ich glotze mir die Augen aus dem Kopf, obwohl oder eher weil es nix zu sehen gibt.
Der Küstennebel verzieht sich erst unmerklich, dann doch immer mehr. Man kann bald schon wieder 50 und dann 100 Meter weit gucken und mit der ersten Sonne verschwinden die letzten Nebelbänke.



Alles ist pitsche-nass, es läuft nur so vom Auto. Nun kann ich mir das Leben eines Nebeltrinkers gut vorstellen. An jedem Akaziendorn, jedem Halm hängt ein schimmernder Tropfen.



Es ist absolut windstill, also frühstücken wir heute schon sehr früh und genießen diesen besonderen Morgen. Einige Pied Crow unterhalten uns: „rab, rab, rab“.
Kurz nach 9 beginnt der Wind und wird schnell stärker.
O.K. Der gemütliche Teil ist vorbei. Akku laden, wirtschaften, Müll verstauen, Wasser nachfüllen.

9:09 SMS 1 von Guido: e-mail von Philip, 20:38: Er fährt über Nacht los, um euch zu treffen, er hofft dann Rosh zu finden und mit euch zu darten.
9:14 SMS 2: Falls Philip nicht schon da ist: Ich habe angegeben, dass ihr irgendwo bei Amspoort steht + heute den Hoanib hoch- und runterfahrt

Standers Modem scheint repariert/neu zu sein, er kann wieder mailen. Also beginnt ab jetzt eine „Triangle-Communikation“. Ich rufe Guido an.

Dann zurück nach Amspoort, da wo die Pisten sich kreuzen, wir wissen ja nicht, von wo genau Philip Stander kommt. Wir werden dann Richtung Mudorib weiterfahren. Schnitzeljagd... Unsere Nachricht an Philip hängt, mit einem albernen Stoff-Fähnchen markiert am runden Schild auf der Kies-Fläche, unübersehbar für jemand, der nach einer Nachricht Ausschau hält.



1. Message to Philip
30.9. 11:30
Heading Mudorib – back in about 2 hours – see you soon – Marianne + Helmut

Weiter, hinab in den Hoanib nach Osten. Heute ist kaum ein Tier unterwegs.
Mudorib Waterhole. Einige Oryx stehen auf der Fläche in der Nähe des Wasserlochs. Wir machen Mittagspause und hinterlassen dann hier Message 2: „Heading to Amspoort Area...“ und fahren gegen 13:00 den Hoanib wieder Richtung Amspoort. Eigentlich könnte ich hier wochenlang hin- und herfahren. Ein wirklich schönes sandiges Flussbett hier zwischen den dunklen Bergen.




Wir fahren keine viertel Stunde und machen uns grad mal wieder Gedanken darüber, wann wir Philip Stander wohl treffen werden, - da kommt er uns von weitem entgegen.
Welch ein Glück!
Ich stoppe im Schatten eines Anatree, er parkt in der Sonne („My car never stands in the shade!“ er braucht die Sonne zur Stromversorgung über seine Solaranlage.) und klettert aus der Fahrertür. - Und wenn ich klettern schreibe, dann meine ich klettern: Er klettert nämlich durch die Fensteröffnung! – Wir sind amüsiert und erschrocken zugleich.
Es ist eine Schande, dass ein Wissenschaftler seines Formats unter solchen Umständen arbeiten muss, weil das Geld so knapp ist!
Sein Auto sieht mittlerweile erbärmlich aus. Beide A-Holme sind gebrochen, die vorderen Türen lassen sich nicht mehr öffnen. Mehr noch: Sie helfen in geschlossenem Zustand das Auto zusammenhalten! Er hat mit einem LKW-Gurt sein Fahrzeug fixiert! (Unter dem Rohr, das das Trittbrett ersetzt und dann über den Dachgepäckträger gezogen.) Einmal rundherum getaped! Sozusagen.



(Der horizontale schwarze Streifen am A-Holm ist kein Schmutz... - es ist der Riss!)

Die Begrüßung fällt herzlich aus.
Er habe unsere Spuren bei Amspoort gesehen und sei dann hinterher.
Ganz einfach, also.
Ob wir seine Mail über Palmwag erhalten hätten? –Nein. - Ein Glück, er wollte uns eigentlich im Mudorib nach Hunkab entgegenfahren, gemäß unserer eigentlich geplanten Route. Gestern Abend habe er dann von Guido erfahren, dass wir schon hier im Hoanib sind. Wir seien ehr da, als er gedacht habe. – Sind wir auch. Wir hätten unsere Route spontan geändert, weil Guido uns schrieb, er sei grad im Hoanib Mouth und hier sind wir näher dran - und sein Weg ist kürzer. UND weil wir in WHK 3 Tage Zeit verloren hatten... und wir unsere ursprüngliche Route nicht mehr entspannt hätten abfahren können. UND weil Palmwag zum Glück seine mail verdödelt hat... UND weil wir Guido als sicheren Nachrichtenüberbringer im Rücken haben...
Er freut sich.
Also doch viel Zufall – und ein bisschen Intuition.
Es hätte genauso gut heute nicht klappen können.

Dann holen wir die GPS Collars hervor und übergeben sie im Namen aller Spender. Er hält sie in den Händen und betrachtet sie: Ja, es sind die Richtigen, eins für einen männlichen und eins für einen weiblichen Löwen, so wie er es sich gewünscht hat. Er freut sich sehr!



Umgehend werden Fotos gemacht, ich halte brav das Schild und hoffe, dass es ausreichend gut zu lesen ist. Auch Helmut macht dann Fotos und bietet sie im an. Doch er will auf seiner Website keine Fotos von sich selber, wenn er nicht am Löwen arbeitet. Das mag er nicht. Nicht seine Person, sondern seine Arbeit sei das Thema auf seiner Webseite.


Da ich Guido anrufen will, um ihm die freudige Nachricht mitzuteilen, frage ich Philip, ob ich ihm das Phon weiterreichen darf, damit er persönlich mit Guido sprechen kann. Er
bejaht und so rufe ich Guido an und teile ihm mit: „Wir haben ihn!“ – Helmut muss lachen, - wir wissen, dass es umgekehrt ist... - und übersetzt für Philip: „We’ve got him!“ – er amüsiert sich. Dann reiche ich an Philip Stander weiter. Er bedankt sich herzlich bei Guido für die beiden GPS Collars und für seine Spendenaktion, die so viele Menschen berührt hat.


Dann pulen wir ihm noch auseinander, wie die Zusammenhänge der großen Sammelaktion waren und welch ein Zufall es war, dass ausgerechnet wir es sind, die ihm die 2 GPS Collars überbringen. Es hätten genauso gut andere Leute sein können. Es war schon ein besonderer Zufall, dass ausgerechnet unsere Reiseplanung uns zu diesem Zeitpunkt hierherführt, während ein Überbringer für die Halsbänder gesucht wurde.
Wir versuchen ihm die Welt der Reiseforen zu erklären – das ist ja naturgemäß nicht grade sein Lebensmittelpunkt...
Und er ist wirklich beeindruckt, dass so ein Engagement in Reiseforen möglich ist und er ist beeindruckt von Guidos Leistung. Denn er weiß natürlich, mit wie viel Arbeit und Geduld ein solcher Spendenprozess begleitet werden muss, damit er erfolgreich ist.
Namibia Forum und Wüstenschiff packt er hinterher trotzdem noch in einen Topf. So what, - da muss man drüber steh’n. ☺
(Daraus entsteht dann ein kleiner Faux-pas: Auf der Desertlion Website ist anfänglich das Wüstenschiff nicht mit aufgeführt, weil Stander nicht ganz klar war, dass es 2 getrennte Foren sind.
Guido bittet, den Namen zu ergänzen, - Stander entschuldigt sich. Es ist ihm wichtig, dass er alle Organisationen und Personen exakt nennt, es sei denn, diese möchten nicht genannt werden. Ich glaube, er hat es noch in der gleichen Nacht verbessert.)
Natürlich ist ihm auch die wichtige Rolle der Deutsch Namibischen Gesellschaft klar. Das bräuchte ich fast nicht noch extra erwähnen, denn Birgit Möhring von der DNG ist ihm keine Unbekannte.

Schließlich nimmt er beide Collars und befestigt sie hinten am Aufbau des Fahrzeugs, damit sie sich einloggen können.



So, das wäre geschafft. Auftrag ausgeführt. 🙂









(es geht noch weiter, aber ich muss mich mal'n bissl um den Haushalt kümmern...)
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 27. Okt. 2012
4'129 Beiträge · seit 200827. Okt. 2012 · #172
Weiter:

Kurze Besprechung der Möglichkeiten, „Rosh“ zu finden.
Gemeinsam fahren wir zum Mudorib, um danach weiter Richtung Dubis zu fahren. In der Gegend scheint die größte Wahrscheinlichkeit „Rosh“ anzutreffen.
Am Mudorib Waterhole stellt er uns ab, um zu seinem guten Sendeplätzchen zu fahren und seine Website upzudaten. Er will es gleich ins Netzt stellen, dass das Treffen und die Übergabe stattgefunden haben. Wir machen kurze Schnabbel-Pause und beobachten aus der Ferne das fast verwaiste Wasserloch auf der kahlen Fläche. 2 Oryx kommen kurz zum Trinken. 2 Hilux mit Dachzelt stehen daneben und fahren bald weiter.
Als Philip zurückkehrt, präsentiert er uns das Ergebnis. Es ist so hell, dass ich nix lesen kann, aber ich sehe die Fotos auf seiner Website.
Dann folgen wir ihm langsam, mit zwei kurzen Fotostopps, zur Dubis Pforte. Der Himmel ist bedeckt.

[foto: 39623]

Er horcht zwischendurch immer wieder auf Funksignale. Kein „Rosh“. Wir besprechen die Lage. Er fährt weiter nach Osten, um dort zu suchen und dann wieder zurückzukehren.
Wir bereiten unser kleines Abendessen vor.

17:25 SMS von Guido: Vielen Dank für das Foto mit Schild 😉 vielleicht kann Philip in den Text zusätzlich zum Namibia-Forum + DNG noch das Wüstenschiff schreiben?

Guido betreut die Angelegenheit so fürsorglich! – und offensichtlich gab’s wohl gleich Beschwerden, sonst wäre er geduldiger...
Hier draußen ist einem so etwas völlig fremd, wenn man die Bedingungen hier im Feld erlebt - dann sieht man das alles etwas entspannter.

Der korrigierte Eintrag auf der Desertlion Website:
30 Sep 2012. New satellite collars. The Huab male (Xpl-68) returned to the Hunkap River. During the night he walked 33.7 km to the Hunkap spring and then down-stream towards the coast. In May 2012, Guido Haeger (based in Germany) initiated a fundraising campaign for two satellite radio collars. With support from many individuals, the Namibia-Forum, the Wuestenschiff-Forum and the Deutsch-Namibische Gesellschaft purchased the satellite collars from Africa Wildlife Tracking. Marianne & Helmut Hofer (contributors to this initiative & also previous sponsors of the Desert Lion Project – see 20 Aug 2009) delivered the two collars to the Project in the Hoanib River. Efforts are now underway to locate Xpl-73 “Rosh” to replace his fading GPS collar with one of the new satellite collars.


Philip Stander kehrt erst in der Dämmerung zurück. Er hat Signale und Spuren zweier Löwen im Riet zwischen Elefant Song und Dubis gehabt, - das ist zwar interessant, aber die braucht er grad nicht... Keine Spur von „Rosh“. Er will heute Nacht weiter nach Signalen suchen.
Der Mond scheint. Eigentlich gut zum darten, - nur das „Objekt der Begierde“ ist nicht da...

Nachdem wir uns „Gute Nacht“ gesagt haben, fährt Stander noch Daten sammeln. Er wird uns gegebenenfalls wecken, sollte er „Roshs“ Signal empfangen. Heut geht’s in Klamotten ins Bett, damit wir schnell auf den Beinen sind und nicht noch mit Ankleiden Zeit verschwenden müssen, sollte es losgehen. Aber wir wissen, die Chance ist sehr gering.
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 27. Okt. 2012
4'451 Beiträge · seit 200827. Okt. 2012 · #173
Hallo Lilytrotter,
Du schreibst :

Ich stoppe im Schatten eines Anatree, er parkt in der Sonne („My car never stands in the shade!“ er braucht die Sonne zur Stromversorgung über seine Solaranlage.) und klettert aus der Fahrertür. - Und wenn ich klettern schreibe, dann meine ich klettern: Er klettert nämlich durch die Fensteröffnung! – Wir sind amüsiert und erschrocken zugleich.
Es ist eine Schande, dass ein Wissenschaftler seines Formats unter solchen Umständen arbeiten muss, weil das Geld so knapp ist!
Sein Auto sieht mittlerweile erbärmlich aus. Beide A-Holme sind gebrochen, die vorderen Türen lassen sich nicht mehr öffnen. Mehr noch: Sie helfen in geschlossenem Zustand das Auto zusammenhalten! Er hat mit einem LKW-Gurt sein Fahrzeug fixiert! (Unter dem Rohr, das das Trittbrett ersetzt und dann über den Dachgepäckträger gezogen.) Einmal rundherum getaped! Sozusagen.


zuerstmal vielen dank , das Du uns "mitgenommen" hast auf diese wunderschöne aber auch spannende Expedition.😃
ich habe mir erlaubt, diesen "Ausschnitt" nochmals zu kopieren, weil das sollte man sich mal gut vor Augen führen , was das für eine Situation ist in welche sich Philip da bewegt. 😉 So ein kaputtes Auto 🙁 unglaublich.
Danke auch an Guido, ohne ihm , wäre dieses so alles nie zustande gekommen. 🙂
Ich hoffe , das er den Rosh finden wird und die Halsbänder ihre Bestimmung dadurch erfüllen werden.

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
zuletzt bearbeitet 28. Okt. 2012
ThemenstarterGast28. Okt. 2012 · #174
Hallo Cecile,
engelstrompete schrieb:
Ich hoffe , das er den Rosh finden wird und die Halsbänder ihre Bestimmung dadurch erfüllen werden.
Dein Wunsch ist gestern morgen in Erfüllung gegangen. Rosh trägt jetzt wohl ein Forums-Halsband.
http://desertlion.info/news.html

Die im Moment viel für Wilderness Safaris tätige Fotografin Olwen Evans hat gerade noch ein geniales Video über Desert Lion online gestellt:
http://www.youtube.com/watch?v=y_JpQW-chu8

Vielen Dank auch an die Lilytrotters für den spannenden Bericht. Der Zustand des Fahrzeugs von Philip Stander ist momentan ja wirklich wieder grauenhaft. Vielleicht können wir jetzt erst einmal vorrangig versuchen, dem tapferen San Cgunta und den Hinterbliebenen der verstorbenen San zu helfen und danach noch einmal schauen, ob wir Desert Lion noch ein Stück voran bringen können.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 28. Okt. 2012
4'451 Beiträge · seit 200828. Okt. 2012 · #175
Guido. schrieb:Hallo Cecile,
engelstrompete schrieb:
Ich hoffe , das er den Rosh finden wird und die Halsbänder ihre Bestimmung dadurch erfüllen werden.
Dein Wunsch ist gestern morgen in Erfüllung gegangen. Rosh trägt jetzt wohl ein Forums-Halsband.
http://desertlion.info/news.html

Die im Moment viel für Wilderness Safaris tätige Fotografin Olwen Evans hat gerade noch ein geniales Video über Desert Lion online gestellt:
http://www.youtube.com/watch?v=y_JpQW-chu8

Vielen Dank auch an die Lilytrotters für den spannenden Bericht. Der Zustand des Fahrzeugs von Philip Stander ist momentan ja wirklich wieder grauenhaft. Vielleicht können wir jetzt erst einmal vorrangig versuchen, dem tapferen San Cgunta und den Hinterbliebenen der verstorbenen San zu helfen und danach noch einmal schauen, ob wir Desert Lion noch ein Stück voran bringen können.

Beste Grüße

Guido
Hallo Guido,
was für ein emotionaler Moment.😃 Vielen Dank, das Du uns dieses Video gezeigt hast.

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
373 Beiträge · seit 200728. Okt. 2012 · #177
Vielen dank Guido und lillytrotters für den Bericht und das Video!
0
zuletzt bearbeitet 29. Okt. 2012
690 Beiträge · seit 200928. Okt. 2012 · #178
...SUPER! Danke Guido, danke auch an Euch Lilytrotters
LG Edith
1'667 Beiträge · seit 200928. Okt. 2012 · #179
Hallo, Marianne
Danke für euer Engagement während des Urlaubs, war sicher auch spannend....
Danke natürlich auch an Guido.

Lieben Gruß
Birgitt
Der Erde eine Stimme geben REISEBERICHT 4 1/2 WOCHEN BOTS UND NAM REISEFOTOS UND KURZER BERICHT: UGANDA IM LAND DER KOCHBANANEN REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2012 REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2013 2014 Griechenland 2015 Austria und Griechenland 2016 Costa Rica und Panama 2017 Bretagne und Griechenland
4'129 Beiträge · seit 200829. Okt. 2012 · #180
...
Um die folgenden Tage dort oben, kurz zum Abschluss zu bringen:
Mo, 1.10. Beim Aufwachen war unmittelbar klar: War nix mit darten...
Philip Stander hat dann die Gegend weiter abgesucht und uns immer wieder in Abständen (wir haben immer Treffpunkte vereinbart) über das weitere Vorgehen informiert, bis es schließlich klar war, dass die Sender der Halsbänder sich nicht einloggen, - das dauert schon mal einige Stunden, selten bis zu einem Tag, aber es hätte schon längst geschehen sein müssen, nach nun mehr als 24 Stunden.
Und: Er kriegt keine Signale von Rosh.
Und: Ohne, dass die Halsbänder eingeloggt sind, macht es fast keinen Sinn mehr, nach „Rosh“ zu suchen, denn ein Halsband, das nicht sendet, kann man nicht anlegen!
Unsere Wege trennen sich. Sollte er Rosh finden, gibt er Guido Bescheid.

Wir machen unsere geplante Tour durch die Palmwag Concession (immer zwischendurch von Guido auf dem Laufenden gehalten, er hat sich dann sogar noch um das Einloggen der Sender gekümmert!). Nach einer Woche treffen wir Philipp Stander zufällig in der Concession wieder.

Manchmal hat man den Eindruck, der Mann muss an allen Plätzen gleichzeitig sein. Er untersucht ja nicht nur die Wüstenlöwen sondern kümmert sich auch sehr gewissenhaft um die Human-Lion Conflicts und sobald ein Riss von Nutztieren gemeldet wird, fährt er hin (egal von wo) und regelt vor Ort, was notwendig ist. Nebenbei macht er Trainings, um Guides auszubilden und – repariert sein Auto... und, und, und...
Er war in Bergsig und hat hier noch in der Gegend zu arbeiten.

Da unser Abschied vor einer Woche ein bisschen abrupt war - wir waren ja noch nicht wirklich durch, mit unserer „Mission“... eigentlich hätten wir gern noch ein kleines Statement für alle Spender gehabt, - fragen wir ihn, ob es dafür noch eine Möglichkeit gäbe.
Er bejaht und wir verabreden uns: In 2 Tagen im Hoanib. Er wird Guido informieren und Guido in bewährter Weise dann uns.

Tatsächlich schafft Philip Stander es dann noch, uns zu treffen! Einen Tag später zwar, – aber er hat sich trotzdem die Zeit genommen! (Er ist völlig übermüdet!! - er musste noch „mal eben“ zu Fuß über viele Stunden ein Oryx suchen und in der Nacht zwei Löwen darten...)
Manchmal fragen wir uns, wie man(n) das alles überhaupt schaffen kann: Wenn die Situation es erfordert, arbeitet Stander mitunter Tag und Nacht, ohne Schlaf.
Wir bedanken uns herzlich, dass er trotzdem noch gekommen ist. ( Wir hätten uns nach solchen harten Tagen erschöpft langgelegt!)

Hier also sein Statement für alle Spender der GPS Collars. Zu den Bedingungen: es war verdammt stürmisch und er Ton ist leider dementsprechend.
Auch können wir mit Nachsichtig feststellen, dass er nicht sämtliche Beteiligten namentlich brav aufgezählt hat.
Aber er ist wirklich happy über die Aktion und das ist das Wichtigste.
Und wir sind happy, dass er sich noch einmal die Zeit genommen hat, allen Spendern zu danken!

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Grüße von den lilytrotters
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 29. Okt. 2012