grüezi reisebegleiter, ein hallo an erdferkel und moose
endlich hab ichs geschaft, mich auch mal durch eure tollen bilder zu scrolen. reisebegleiter hat uns das wärend unserer reise in madagasikara sehr empfohlen......der letzte abschnitt bestürzt mich nun schon ein wenig, wenn ich an all diese vielen leute denken, die keinen zugang zur ausenwelt mehr haben, ich hoffe ganz ganz schwer, die lok wird wieder hergerichtet. wir wohnen hier in der schweiz direkt am gleis, welches gerade eben auch nicht mehr vorhanden ist. es ist ein riesen lärm drausen, weil sie den ganzen untergrund neu machen um dann zum schluss neue schienen zu verlegen - fertig sind sie damit wohl übermorgen früh - aber ich kann den lärm nun akzeptieren, weiss ich, dass bald alles wieder normal läuft, am liebsten würde ich die ganzen arbeiter nach madagaskar schicken - ohne maschienen, die können sie kaum brauchen, aber das knowhow und die muskelkraft. nun zum eigentlichen punkt, weshalb ich mich auch ins forum einschalte: diese schweizerzüge sind sehr wohl in tana angekommen, die horenden zollgebüren wurden irgendwie bezahlt, sie verotten aber auf dem bahnhofsgelände von tana dahin (haben sie mit eigenen augen gesehen, die rotweisen ganz hinten auf dem foto). das unüberlegte projekt sah eine stadtbahn in tana vor, auf den bestehenden geleisen, welche aber nicht einmal von der grösse her passen. der besagte schweizer hat es versäumt gleich die arbeiter mitzuliefern und auch darum geht gar nichts mehr. ich bin keine fachfrau - da könnte wohl mein mann besser auskunft geben - aber ich würde behaubten dass der typ zug leider nicht mal als ersatzlager für den defekten von manakara hinhalten könnte.
liebi grüess us dä schwiiz - wo wir noch jedentag kurz von madagaskar träumen - lieber reisebegleiter, du hast dein ziel definitiv erreicht, es brennt noch...
erdferkelThemenstarter414 Beiträge · seit 200916. Sept. 2012 · #244
Hallo lope und willkommen im Forum!
Schön, dass es Euch auch gefallen hat. Die Geschichte mit der Zugfahrt müsste sich ungefähr hier finden lassen:
Auf die Geschichte mit den verschmähten Straßenbahnen bin ich auch schon gestoßen (siehe meinen vorletzten Eintrag).
Wir träumen auch noch jeden Tag von Madagaskar, sowohl von der letzten als auch von der nächsten Reise, die aber noch etwas weiter in der Zukunft liegt. Bis dahin zehren wir von dem großen Vorrat an Pfeffer, der hoffentlich bis zum nächsten Mal halten sollte und den Bildern, deren Bearbeitung noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird... 🙂 Zum Trost können wir ja die Varis im Tierpark besuchen, ab und an hüpft auch einer mal auf die Schulter oder knabbert am Rucksack herum. Ihr habt ja auch Euer Masoala in Zürich.
Freut mich riesig euch hier im Namibia Forum wieder zu treffen! ES ist durchaus möglich dass die unwahrscheinliche Geschicklichkeit der Madagassen auch noch mal das scheppernde Wrack zum rollen bringt. Schon vor einigen Jahren hatte ich eine Reparatur mit einem aus einem T-Shirt + Fahrradschlauch gerollten Pfropfen gesehen-der Zug ratterte nach einigen Stunden weiter. Für die Leute die in den abgelegenen Gegenden leben ist der Zug sehr wichtig, als "Touristenhighlight" bin ich von seiner Wichtigkeit ebenso wenig überzeugt wie Moose und Erdferkel die ihre "echte aventuur" meisterhaft beschrieben hatten (ich habe gerade alles nochmals durchgelesen was die zu dem Thema geschrieben haben):
Wir fahren heute morgen mit Mafy Be (Dieter Rohrbach) zum Bahnhof nach Tana um uns die Geschichte mit den Schwyzer Zügen die dort verrosten etwas genauer anzusehen und geben danach natürlich Bescheid. L.G.
Kommen wir nun zu der ganz besonderen Unterkunft "Chez Bruce" in Antsirabe, wo wir übernachten durften.
Hier wache auf jeden Fall I C H , der Bruce. 😠
Wer will was von mir? 😐
Wir hatten das Vergnügen, 2 Abende am Familienleben von Klaus und Nicole teilhaben zu können. Hier ist die kleine Steffie, welche ganz fasziniert von erdferkels langen Locken ist.
als wir in madagasikara waren, hatte ich mir jeden tag grosszügige notizen über unser erlebtes gemacht. mein mann ist nun dran unsere reise, in seinen eigenen noch viel grösseren sätzen niederzuschreiben - meine notizen dienen da oft ganz gut als gedankenstütze.................ich habe soeben euren ganzen bericht über die zugfahrt gelesen (letztes mal hatte ich ihn überflogen). ich bin schwer davon überzeugt, dass wir in den nächsten tagen unsere positiven ausführlicheren erfahrungen dazu nachliefern müssen. auch ich würde das ganze nicht als touristen highlight oder "ächts abendtür" bezeichnen, aber es war für uns zwei ein lohnendes, wenn auch anstrengendes VERGNUEGEN, diese zugfahrt zu machen. Zu sehen wie die leute "leben" und versuchen zu überleben. Die kunst dem ganzen einen positiven touch abzugewinnen, bestand vielleicht auch darin, sich für kurze zeit diesem leben hinzugeben (ihre speisen zu probieren, mit den kindern zu lachen, die leute zu grüssen, mit ihnen verhandeln.............und wer weiss, vielleicht könnte auch der touristische aspekt dazu beitragen, dass durch diese wichtige lebensader doch wieder saft fliesst, es wäre den bewohnern auf jedenfall zu wünschen.
wenn doch nicht, werden sie aber auch in der steinzeit überleben - was wir europäer niemals hinkriegen würden.
ps: ich gebs ja zu, das wetter und die ankunft um 21.00 uhr in manakara haben bestimmt auch zur guten laune beigetragen uund das herr reiseleiter mit unseren drei kindern mit dem auto runtergefahren ist - für sie wäre diese fahrt definitiv auch nichts gewesen, viel zu lange
allen eine gute nacht, freu mich schon auf neue geschichten. lope
so ich glaube jetzt hat es geklappt, mit einem panoramabild auf unserer zugsreise aufgenommen, man muss es aber anklicken um die gesamte aufnahme zu sehen. Frag mich, weshalb ich das letzte mal einfach ein bild von meinem computer hochladen konnte und es jetzt zuerst in ein fotoalbum auf der forum webside laden muss....??
erdferkelThemenstarter414 Beiträge · seit 200917. Sept. 2012 · #250
Bei Bruce handelt es sich übrigens um einen Vielflieger bei Air Madagascar auf der Strecke Tulear-Antananarivo.
erdferkelThemenstarter414 Beiträge · seit 200919. Sept. 2012 · #251
Und nun wieder eine Episode aus der Recycling-Art. Nachdem man so ein leckeres Zebu aufgegessen hat, bleiben ja noch die Hörner übrig (die Hufe auch, ich habe sie auf dem Markt rumliegen sehen, aber keine Ahnung, wozu man sie benutzt). Mit den Hörnern kann man folgendes machen:
Heiß machen...
... und ausklopfen. Plumps, da fällt das Innere heraus:
Der Innenteil lässt sich zu Dünger verarbeiten. Weiter geht's mit der äußeren Hülle:
Ansägen:
Schnitzen:
Nochmals erhitzen und biegen:
dann sieht man schon ungefähr, was es wird:
Weiter verfeinern...
Nach einigen weiteren Bearbeitungsschritten (der Einfachheit halber weggelassen) kommt dann das heraus:
lope schrieb: so ich glaube jetzt hat es geklappt, mit einem panoramabild auf unserer zugsreise aufgenommen, man muss es aber anklicken um die gesamte aufnahme zu sehen. Frag mich, weshalb ich das letzte mal einfach ein bild von meinem computer hochladen konnte und es jetzt zuerst in ein fotoalbum auf der forum webside laden muss....??
Hallo lope,
schön, dass Ihr den Weg hierher gefunden habt. 😁 Danke für das schöne Panorama-Foto. Wenn Ihr das Foto groß in einen Beitrag einfügen wollt, dann geht das folgendermaßen: Beim Schreiben eines Beitrags kann man unter dem Fenster, wo man den Text tippt, auf "Datei hinzufügen" klicken, und wenn man ein Bild ausgewählt hat vom PC, einfach nochmal auf "Einfügen" klicken. Das erzeugt dann im Text den "Link" für das Bild als Platzhalter. Aber ich sehe gerade, Ihr hattet ja schon einmal das Foto von dem roten Zug eingefügt. Vielleicht liegt es beim Panorama-Foto daran, dass es zu groß ist??? Vielleicht könnt Ihr das nochmal kleiner rechnen lassen, möglicherweise klappt es dann. Wir freuen uns schon sehr auf Euren Bericht der Zugfahrt! 🤪 Liebe Grüße aus Berlin,
Wir besuchen ein Dorf südlich von Antsirabe. Ein Einheimischer hat dort ein großartiges Projekt aufgebaut. Er macht den Leuten in den Dörfern den Anbau von Obst schmackhaft. Er vermittelt ihnen, dass wenn sie Obstbäume anpflanzen und diese NICHT zur Herstellung von Holzkohle wieder abholzen, sie auch von dem Obst leben können, dass sie ernten. Damit wird diese Gegend partiell wieder aufgeforstet, und sei es nur durch Obstbäume. Ich glaube, hauptsächlich gibt es dort Orangenbäume. Hier ein paar Eindrücke dieses Dorfes, in dem wir sehr herzlich willkommen geheißen wurden.
Klaus, bitte schreibe auch Du noch etwas zu diesem Projekt, Du kennst es so viel besser als wir!
Nenette1'309 Beiträge · seit 200920. Sept. 2012 · #255
Hallo Moose und Erdferkel, da hab ich doch seit Tagen/Wochen/Monaten um euren Bericht herumgelesen und wenn mir nicht die große Anzahl der Antworten und Aufrufe heute ins Auge gefallen wäre (autsch), dann hätte ich tausende super Fotos inclusive der witzigen Bildbezeichnungen und einen Spitzenreisebericht verpasst. Ich hab mir grad 43 Seiten reingezogen!
nana76156 Beiträge · seit 200920. Sept. 2012 · #256
Nachdem wir heute unsere Flugtickets etc im Reisebüro abgeholt haben, haben wir gleich einen neuen Auftrag für den nächsten Urlaub da gelassen. Und zwar soll es dann nach Madagaskar gehen. Euer Reisebericht hat dazu einen nicht unerheblichen Beitrag geleistet. 🤪 Danke !
Wenn ich mich diesbezüglich mal mit Fragen an Euch wenden dürfte, fänd ich das super!
Sabine261'394 Beiträge · seit 200920. Sept. 2012 · #257
Hallo,
ich lese hier auch schon seit geraumer Zeit mit und bin völlig begeistert. Letztes Jahr hatten wir auf La Réunion in einem Hotel schon mal einen Bildband von Madagaskar in den Händen, wo ich das erste Mal gesagt, wow, ich glaube, da würde ich gerne mal hin.
Euer Bericht und vor allem die tollen Fotos bestätigen das. Ich weiß nicht, ob das täuscht, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Farben auf dieser Insel so ganz anders sind als überall dort, wo ich bisher schon war.
so ich glaube jetzt hat es geklappt, mit einem panoramabild auf unserer zugsreise aufgenommen, man muss es aber anklicken um die gesamte aufnahme zu sehen. Frag mich, weshalb ich das letzte mal einfach ein bild von meinem computer hochladen konnte und es jetzt zuerst in ein fotoalbum auf der forum webside laden muss....??
Moose schrieb: Hallo lope,
schön, dass Ihr den Weg hierher gefunden habt. Danke für das schöne Panorama-Foto. Wenn Ihr das Foto groß in einen Beitrag einfügen wollt, dann geht das folgendermaßen: Beim Schreiben eines Beitrags kann man unter dem Fenster, wo man den Text tippt, auf "Datei hinzufügen" klicken, und wenn man ein Bild ausgewählt hat vom PC, einfach nochmal auf "Einfügen" klicken. Das erzeugt dann im Text den "Link" für das Bild als Platzhalter. Aber ich sehe gerade, Ihr hattet ja schon einmal das Foto von dem roten Zug eingefügt. Vielleicht liegt es beim Panorama-Foto daran, dass es zu groß ist??? Vielleicht könnt Ihr das nochmal kleiner rechnen lassen, möglicherweise klappt es dann. Wir freuen uns schon sehr auf Euren Bericht der Zugfahrt! Liebe Grüße aus Berlin,
Moose.
Die versprochenen Zeilen von unserer Zugfahrt nach Manakara, verfasst von meinem Mann, herauskopiert aus seinem Bericht über unsere Reise nach Mada:
"Auf dem bescheiden kleinen Bahnhof Sahambavy hängen Bilder von Schweizer Hochleistungs IC-Zügen."
Wollen wir uns das wirklich antun? Schon von Weitem ist der Dieselmotor der Lokomotive zu hören und das typische Auffahrgeräusch der Schienenstösse wird immer deutlicher: tadam...tadam...tadam... die Leute auf den Geleisen treten gemächlich zurück aufs Perron und beginnen sich rund ums Gepäck zu sammeln, um sich vor Ort von ihren Angehörigen zu verabschieden.
Wollen wir uns das wirklich antun? Für die Bahnreise von Fianarantsoa nach Manakara benötigt man zwischen 10 und 14 stunden, je nach "Verkehrsaufkommen". Die Strecke führt vom Hochland, an steilen Abhängen entlang, bis ins tropische Einzugsgebiet des Faraonyflusses. über 160 Kilometer wilder, afrikanischer Eisenbahnromantik, inklusive Schweinchen und Hühnern in den Bahnwagen.
Ja, das wollen wir uns antun. Meine Frau und ich verabschieden uns von unseren drei Kindern und besteigen den mittlerweilen am Bahnsteig stehenden Zug. Erste Klasse gönnen wir uns, was den Billettpreis etwa auf vier Franken ansteigen lässt. Dafür kriegen wir aber einen Sitzplatz und ein gewisses Quantum an Atemluft auf sicher. Der Zug ist bis auf den letzten Platz besetzt und trotzdem finden sich immer noch mehr Passagiere auf dem Bahnhof ein, tja, da bleibt auch die 1. Klasse nicht vor Überbesetzung verschont.
Jetzt beginnt die Lok wieder zu schnauben und der kurze, mit Güterwagen bestückte Schmalspurzug setzt sich gemächlich in Bewegung. Noch ein letztes Mal winken wir unseren Kindern zu und auf geht's, auf "unsre" 140 km lange Reise ... vor unseren Eisenrädern. Unsere Kinder können sich die lange Zugfahrt ersparen, sie werden von "Reisebegleiter" bestens versorgt und die Strecke über einen längeren Umweg mit dem Auto abfahren. Unser Madagaskarhandbuch hat nicht zuviel versprochen: Die Eisenbahnfahrt bringt uns ein urbanes und naturverbundenes Madagaskar näher. Die Schienen, ein Ingenieursmeisterwerk aus der französischen Kolonialzeit, winden sich über ... zig Brücken und durch Tunnels den Abhängen des (einstigen) Regenwaldes entlang, von der einen Siedlung zur anderen. Die Eisenbahn ist die einzige noch funktionierende Verkehrsverbindung für die kleinen Dörfer an der Trasse. Sie ist für ein paar Mal die Woche Verkehrsmittel, Lebensader und Wirtschaftsmotor in einem.
Erst vor kurzer Zeit ist eine Maschine von den Geleisen gestürzt und dadurch zu unreparierbarem Schrott verkommen. Mit diesem brachliegenden Ersatzteillager wird verbissen versucht, wenigstens ein Triebfahrzeug in Schwung zu halten. Niemand weiss, wie es dereinst weitergehen wird, wenn auch diese einzige, letzte noch fahrfähige Lok einmal ihren Dienst quittiert.
Mit einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von etwa 30 km/h kommt unser "Jungle-Express" stetig gut voran. Wie in einem schönen Traum zieht die abwechslungsreiche Tropenlandschaft am Fenster vorbei und wir versuchen, wie pikt, die Szenerie in unseren Fotoapparaten festzuhalten. Bis, tja bis der Zug dann schliesslich in den nächsten Bahnhof einfährt und sich mindestens für eine Stunde zur Ruhe setzt.
Auf jenen Bahnhöfen lebt jeweils für die kurze Zeit das Geschehen richtiggehend auf. Das halbe, wenn nicht das ganze Dorf, ist während der Aufenthaltszeit des Reisezuges auf trab. Endlich kommt Schwung ins Leben der Gemeinschaft. Jetzt werden alle möglichen Sachen den Passagieren in Körben feilgehalten. Wer nicht aussteigt, um sich mit Lebensmittel zu versorgen, der kann sich ruhig auch vom Wagenfenster aus reichlich bedienen lassen: Früchte, je nach Jahreszeit von der Mango über die Ananas bis zu kleinen süssen Bananen. fritiert, gedehrt, überbacken oder roh. Irgendwelche gebackene Gemüseplätzchen fritierte, süsse Teigrollen, Zuckerrohr oder auch einfach gekochte Reisbällchen, dazu Tee oder Kaffee.... Alles wird angeboten, gefeilscht und auch verkauft. Gewürze, Nüsse, Vanille, Pfeffer, Zimtstangen.... Auf den Geleiseanlagen ist ein reges Treiben im Gange, fast ein bischen Jahrmarktstimmung ist dabei auszumachen. Frauen und Männer verdienen ihr Geld und die Dorfjugend hängt in den Bäumen rum, immer darauf bedacht, auch ja alles Wichtige mitzubekommen. Urplötzlich, inmitten des Geschehens, des Handelns, Beschnuppern und Auskostens ertönt das Signalhorn der Lokomotive und das Zugpersonal trillert mit der Mundpfeiffe. und so schnell die Reisenden den Zug verlassen haben, so geschwind sind auch alle wieder auf ihren Plätzen. Die Fahrt kann weitergehen.
Nach weiteren acht Stationen und acht Stunden intensiver, interessanter, aber anstrengender Eisenbahnfahrt senkt sich die Sonne über den westlichen Hügelzügen und der Abend bricht herein. Da es im Waggon, trotz erster Klasse nun immer düsterer wird, bedienen sich die Passagiere ihrer mitgebrachten Taschenlampen. Das aber kann wiederum der Bahnbetreiberin nicht rechtens sein und mit der nötigen Ausdauer und Effizienz wird bei einem eingelegten halbstündigen Zwischenhalt die Lichtanlage wieder repariert. Tatsächlich die schlichten Glühbirnen an der Decke des Wagens spenden ein warmes, wenn auch schwächliches Licht. Die Freude währt jedoch nicht von langer Dauer. Mit jedem Schienenstoss und jeder Kurve, die befahren wird, flackert das Licht bedenklicher. Und je länger die Fahrt in die Nacht dauert, umso grösser werden die lichtlosen Phasen, bis dann die Stromversorgung schliesslich endgültig den Betrieb einstellt und zusammenbricht.
Die Erleichterung steht jedem mitreisenden ins Gesicht geschrieben, als nach fast 12 Stunden der Zug in den Bahnhof von Manakara einfährt. Die Fahrt war lange und bestimmt auch mühsam, aber das Erlebte, die gewonnenen Eindrücke entschädigen über so manche Hintern- und Steissbeinschmerzen hinweg.
Unsre Kinder und ihr "Behüter" empfangen uns am Bahnhofplatz.. in einem riesigen, unübersichtlichen Gedränge müssen wir erst noch den schmalen Hallenausgang bewältigen, bevor's dann im Dunkeln der Strand- Sandstrasse entlang zu einem abgelegenen, freundlichen Häuschen geht. "Vanilla - Ingrid" ist für zwei Nächte unser nächstes Zuhause.
PS: Anmerkung Lope: ich gebe zu er deckt sich sehr mit eurem Bericht, ich möchte aber, dass er etwas positiver rüberkommt....
erdferkelThemenstarter414 Beiträge · seit 200920. Sept. 2012 · #259
Sooo, dann mal der Reihe nach:
Nenette: hast Du einen Kurs im Speed Reading besucht? Ich wäre wahrscheinlich auf Seite 6 oder 7 eingeschlafen. Zumindest passiert mir das Abends am PC, sehr zum Leidwesen meiner besseren Hälfte.
Nana76: Kein Problem, PM an mich oder Moose bzw. die meisten Sachen kann man ja hier öffentlich besprechen, dazu ist das Forum ja da. Es gibt noch einen zweiten Thread "Alles, was ihr über Madagaskar wissen wollt...", den haben wir auch abonniert. Im Zweifelsfall aber die Profis fragen, also Reiseleiter oder Mafy Be, wir haben nur einen kurzen kleinen Ausschnitt gesehen.
Sabine: Es heißt nicht umsonst die "Rote Insel". Ich glaube aber auch, dass man dort mit einer essentiellen Erfahrung konfrontiert wird, die die Sinne schärft und dass man dort anders wahrnimmt und sich anders erinnert als bei uns hier. Das in Bildern zu transportieren ist sehr schwierig, insofern freut es mich besonders, wenn das ab und an gewirkt hat.
Lope: vielen Dank für den Bericht! Hat bei Euch auch einer kommentiert "Das ist positiv", als nachts das Licht anging? 🤩 Ganz ein Ingenieursmeisterwerk aus der französischen Kolonialzeit waren die Schienen übrigens nicht - es handelt sich um Reparationsleistungen aus dem Versailler Vertrag. Kruppstahl hält auch ewig. Wäre schön, wenn ihr noch ein paar mehr Bilder von der Fahrt hättet... Hattet ihr eigentlich auch Besuch von Glühwürmchen?
ja, glühwürmchen hatten wir auch, aber nur drausen in der natur beim sogenannten "lichtreparaturstop"...ein kommentator nicht, dafür hatte ich drei kindern an meinen armen. um genauer zu sein: ich hab meine arme aus dem zug gehalten und die kinder sich daran fest und so sind sie mit riesem gelächter hin und her geschaukelt, hat spass gemacht auch wenn ich nach einer halben stunde "gigampfe" meine arme kaum mehr spürte. ich würde gerne mehr fotos einfügen, aber ich schaf es nicht, sie gross einzustellen - so wie beim ersten foto, ich kriegs nur hin, wenn ich die bilder zuerst ins forumsalbum hochlade und das dauert und sieht hier nicht wirklich schön aus. zusätzlich wollte ich ein eigenes thema erfassen, dachte mir, vielleicht schafen wir es auch unseren ganzen bericht einzustellen und da wäre eine eigene seite wohl besser, als euch den platz zu stehlen, ich hatte dies aber fällschlicherweise unter botswana gemacht und als ich es auf madagaskar ändern wollte hat es nicht funktioniert. kam immer die meldung:
-post-: Kategorie wurde geschlossen. ????????????? wie auch immer, werde es morgen nochmals versuchen, jetzt muss ich ins Bett.